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Patent Searching and Data


Title:
CLAMPING DEVICE AND CONCRETE FORMWORK SYSTEM HAVING AT LEAST ONE CLAMPING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/082987
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a clamping device (10) for clamping together at least two concrete formwork elements arranged next to each other, having at least one holder (12) for an anchor nut (14) into which an anchor rod having a thread can be screwed. The invention further relates to a concrete formwork system having at least one clamping device and at least two concrete formwork elements having at least one opening for guiding an anchor rod through, wherein said anchor rod is designed in a frame of the concrete framework element.

Inventors:
SCHMIED, Anton (Am Kirchenweg 13, Böheimkirchen, A-3071, AT)
Application Number:
EP2010/069610
Publication Date:
July 14, 2011
Filing Date:
December 14, 2010
Export Citation:
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Assignee:
DOKA INDUSTRIE GMBH (Josef Umdasch Platz 1, Amstetten, A-3300, AT)
SCHMIED, Anton (Am Kirchenweg 13, Böheimkirchen, A-3071, AT)
International Classes:
E04G17/04
Attorney, Agent or Firm:
SIEGERT, Georg et al. (Hoffmann · Eitle, Arabellastrasse 4, Munich, 81925, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Spannvorrichtung (10) zum Miteinanderverspannen von

zumindest zwei nebeneinander angeordneten

Betonschalungselementen, die zumindest eine Halterung (12) für eine Ankermutter (14) aufweist, in die ein mit einem Gewinde versehener Ankerstab eindrehbar ist.

2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

zumindest eine Halterung (12) formschlüssig ausgeführt ist .

3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

diese zumindest einen Verdrehanschlag zur Begrenzung einer Verdrehung der Ankermutter (14) aufweist.

4. Spannvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

diese zumindest einen Ankeranschlag (20) zur Begrenzung einer Eindrehbewegung des Ankerstabes aufweist .

5. Spannvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

diese einen Zentrieransatz (44) zur Festlegung der Lage der Spannvorrichtung bezüglich eines

Betonschalungselements aufweist.

6. Spannvorrichtung nach Anspruch 5,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

ein Innendurchmesser des Zentrieransatzes (44} größer ist als ein Innengewindedurchmesser der Ankermutter

7. Spannvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche mit zumindest einer Ankermutter (14) .

8. Spannvorrichtung nach Anspruch 7,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Ankermutter (14) zumindest eine Bohrung und/oder Ausnehmung zur Aufnahme zumindest einer Halterung (12) aufweist .

9. Spannvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Ankermutter (14) ein Halteteil (22) und ein

Gewindeteil (24) aufweist, das bevorzugt gelenkig und insbesondere kugelgelenkig an dem Halteteil (22) gelagert ist.

10. Betonschalungssystem mit zumindest einer

Spannvorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche und zumindest zwei Betonschalungselementen mit zumindest einer Öffnung (42) zum Durchführen eines Ankerstabes, die in einem Rahmen (38) des

Betonschalungselements ausgebildet ist.

11. Betonschalungssystem nach Anspruch 10,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass

zumindest eine Öffnung (42) konisch ausgebildet ist.

12. Betonschalungssystem nach Anspruch 10 oder 11, ferner mit zumindest einer Führungshülse (40), die zumindest teilweise in einer Öffnung (42) des

Betonschalungselements und/oder in der Spannvorrichtung (10) aufnehmbar ist.

Description:
Spannvorrichtung und Betonschalungssystem

mit zumindest einer Spannvorrichtung

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum

Miteinanderverspannen von zumindest zwei

Betonschalungselementen sowie ein Betonschalungssystem mit einer derartigen Spannvorrichtung.

Auf dem Gebiet des Betonbaus werden zur Festlegung von zu betonierenden Wänden oder dergleichen üblicherweise

Schalungselemente gegenüber einander aufgestellt und

gegeneinander verankert, um dem Betondruck standzuhalten. Besondere Herausforderungen ergeben sich hier im Bereich des Tiefbaus, da an der Außenseite der Schalungselemente, also zum Erdreich oder zu Spundwänden hin, meist beengte

Platzverhältnisse herrschen. Das Einrichten von Schalungen und Anbringen der Ankerkomponenten wird dadurch maßgeblich erschwert .

Stand der Technik

Aus der US 4,158,452 geht eine Vorrichtung hervor, mit der sowohl benachbarte Schalungselemente miteinander verspannt werden können, als auch ein Anker, der an seinem Ende eine Schlaufe aufweist, gespannt werden kann.

Die DE 10 2007 004 226 B3 betrifft eine Arretiervorrichtung für einen Ankerstab eines Ankersystems einer

Betonwandschalung, die ein Schraubenmutterelement zum

Durchschrauben des Ankerstabs und eine Kalottenplatte aufweist, die mit Befestigungsmitteln an einer Rückseite eines Schalungselements der Betonwandschalung befestigbar ist und einen sphärisch ausgebildeten Plattenbereich mit einer Öffnung aufweist, in der das Schraubenmutterelement in der Öffnung mit radialem Spiel angeordnet ist.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine im Hinblick auf die Sicherheit und/oder Handhabbarkeit verbesserte

Spannvorrichtung zum Hiteinanderverspannen von zumindest zwei nebeneinanderliegenden Betonschalungselementen sowie ein Betonschalungssystem mit einer derartigen Spannvorrichtung zu schaffen, bei dem Betonschalungselemente zweiseitig

weitgehend parallel zur Erstellung von Wänden angeordnet sind .

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt zum einen durch die im Anspruch 1 beschriebene Spannvorrichtung.

Demzufolge weist diese zumindest eine Halterung für eine Ankermutter auf, in die ein mit einem Gewinde versehener Ankerstab eindrehbar ist. Dies ermöglicht in neuartiger Weise die Verankerung von lediglich einer Seite aus. Beim

Einrichten von üblicherweise mehreren Betonschalungselementen werden diese typischerweise zunächst zu einem Verbund

montiert und beispielsweise mit einem Kran an Ort und Stelle, im Bereich des Tiefbaus in eine Vertiefung, eingebracht. Wenn auch der gegenüberliegende Verbund angeordnet ist, kann durch die erfindungsgemäße Spannvorrichtung in vorteilhafter Weise eine Verankerung von einer Seite dadurch erfolgen, dass der mit einem Gewinde versehene Ankerstab von der

Bearbeitungsseite zunächst durch das Schalungselement auf dieser Seite hindurchgesteckt, durch den Raum zwischen den Schalungselementen und schließlich in die Spannvorrichtung auf der gegenüberliegenden Seite geführt wird. Nachdem bei diesem Anwendungsfall an der Spannvorrichtung bereits eine Ankermutter oder sogenannte Superplatte angebracht ist, kann der Ankerstab in diese eingedreht werden, ohne dass auf dieser Seite eigene Arbeitsschritte erforderlich sind.

Insbesondere gegenüber einer Spannvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, mit der ein Anker fixierbar ist, der an seinen Enden mit Schlaufen versehen ist, ergibt sich der Vorteil, dass die Bedienung und Verankerung von einer einzigen Seite aus ermöglicht wird.

Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung ist dadurch besonders vielseitig einsetzbar, dass sie zum einen ohne eine

Ankermutter als "normale" Spannvorrichtung verwendet Vierden kann. Gleichzeitig sind an der Spannvorrichtung in Form der Halterungen für die Ankermutter Vorkehrungen dafür getroffen, diese um eine Ankermutter zu erweitern, um in der vorangehend beschriebenen Situation eine besonders sichere Verankerung von nur einer Seite aus zu ermöglichen. Somit ist die

Handhabung sicher und dahingehend einfach, dass nicht in unnötiger Weise unterschiedliche Typen von Spannvorrichtungen vorgehalten werden müssen. Vielmehr muss für den Fall, dass ein Anker daran befestigt werden soll, lediglich die

Ankermutter ergänzt werden. Ferner ist die erfindungsgemäß an der Spannvorrichtung vorgesehene Halterung derart gestaltet, dass sie für Ankermuttern unterschiedlicher Dicken und/oder Durchmesser geeignet ist. Darüber hinaus sind sowohl

Ankermuttern in Form sogenannter Superplatten, als auch im Wesentlichen zweiteilige Ankermuttern anbringbar, die aus einem sogenannten Halteteil in Form einer zumeist kreisrunden Platte und einem daran beispielsweise gelenkig angebrachten Gewindeteil bestehen.

Zu dem in das Gewinde eindrehbaren Ankerstab sei noch

erwähnt, dass dieser sowohl einstückig mit integriertem

Gewinde als auch zwei- oder mehrstückig mit einem zunächst getrennt gefertigten und später an dem eigentlichen Ankerstab angebrachten Gewindeteil ausgeführt sein kann. Beispielsweise kann es sich bei dem Ankerstab um denjenigen Gegenstand handeln, der in der DE 20 2007 015 833 U1 der Anmelderin beschrieben ist . Die verwendeten Ankerstäbe können beispielsweise einen Durchmesser im Bereich von 15 mm bis 20 mm aufweisen. Hieran angepasst sind verschiedene

Ankermuttern üblich.

Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen

Spannvorrichtung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.

Für die Halterung der Ankermutter wird bevorzugt, dass diese formschlüssig ausgeführt ist. Dies ermöglicht in

vorteilhafter Weise ein gewisses Spiel der Ankermutter bezüglich der Spannvorrichtung, was für bestimmte

Anwendungsfälle, wie nachfolgend genauer beschrieben, günstig ist. Ferner kann hierdurch eine besonders gute Flexibilität im Hinblick auf die Anbringung verschiedener Ankermuttern gewährleistet werden. Insbesondere wird bevorzugt, keine kraftschlüssige Halterung vorzusehen. Die bevorzugte

formschlüssige Halterung kann beispielsweise durch eine lösbare Verbreiterung, beispielsweise in Form von auf Stiften aufgesetzten und gegen axiale Verschiebung gesicherte

Scheiben ausgeführt sein. Die beschriebene Sicherung gegen axiale Bewegung kann beispielsweise durch geeignete Stifte oder sogenannte Klappstecker erfolgen.

Wenn der Ankerstab mit seinem Gewinde in das Innengewinde der Ankermutter eingedreht wird, ist insbesondere bei einer vergleichsweise hohen Reibung in dem Gewinde, die aufgrund der auf der Baustelle herrschenden Verschmutzungen nicht immer auszuschließen ist, sicherzustellen, dass die

Verdrehung der Ankermutter "mit" dem einzudrehenden Ankerstab begrenzt wird. Zu diesem Zweck wird für die erfindungsgemäße Spannvorrichtung bevorzugt, dass sie zumindest einen

Verdrehanschlag zur Begrenzung einer Verdrehung der

Ankermutter aufweist.

In ähnlicher Weise ist es vorteilhaft, die Eindrehbewegung des Ankerstabes zu begrenzen, was durch einen bevorzugt vorgesehenen Ankeranschlag gewährleistet werden kann. Somit wird beim Eindrehen des Ankers von der einen Seite beim Erreichen des Anschlags in der Spannvorrichtung auf der gegenüberliegenden Seite "gefühlt", dass der Anker

ausreichend weit eingedreht ist.

Es bietet darüber hinaus Vorteile, wenn die erfindungsgemäße Spannvorrichtung zumindest einen Zentrieransatz zur

Festlegung der Lage der Spannvorrichtung bezüglich eines Betonschalungselements aufweist. Damit ist die Lage der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung an zwei miteinander zu verspannenden Betonschalungselementen bestimmt, noch bevor diese miteinander verspannt werden. Hierbei kann die

Spannvorrichtung gleichzeitig bezüglich der

Betonschalungselemente in vorteilhafter Weise derart festgelegt werden, dass ein für unvermeidbaren Versatz oder dergleichen nutzbarer Freiraum erhalten bleibt. Zur

Erläuterung sei ergänzt, dass die erfindungsgemäße

Spannvorrichtung insbesondere bei Betonschalungselementen verwendet werden kann, die zur Gewährleistung bestimmter statischer Vorteile eine Rahmenkonstruktion, beispielsweise aus Aluminiumprofilen, aufweisen und bei denen die Öffnungen zur Durchführung der Anker in dem Rahmen ausgebildet und konisch sind. Die Konizität ermöglicht eine gewisse

Flexibilität beim Einführen der Anker, was durch die beschriebene Lagebestimmung der Spannvorrichtung bezüglich der Betonschalungselemente erhalten bleibt. Die beschriebene Beweglichkeit des Ankers bei Versatz oder

WinkelschiefStellungen bietet insbesondere den Vorteil, dass der Anker nicht mit Biegemomenten belastet wird. Die

Lagebeziehung zwischen dem Zentrieransatz und jeglichen Klauen zur Verspannung von Betonschalungselementen

miteinander kann insbesondere mit den Rahmenprofilen der Betonschalungselemente derart abgestimmt sein, dass die erfindungsgemäße Spannvorrichtung in sämtlichen, jeweils um 90° verdrehten Ausrichtungen zum Verspannen von

Betonschalungselementen einsetzbar ist. Dies bedeutet in vorteilhafter Weise ebenfalls, dass für den Fall, dass sich eine bestimmte Ausrichtung der Spannvorrichtung an zwei nebeneinander angeordneten Betonschalungselementen als ungünstig erweist, weil eine Durchankerung beispielsweise wegen vorhandener Armierung nicht möglich ist, die

Spannvorrichtung lediglich um 180° gedreht werden muss, der Zentrieransatz in die Öffnung des "anderen"

Betonschalungselements eingeführt wird und in dieser

Ausrichtung ein Miteinanderverspannen der

Betonschalungselemente und nachfolgende Durchankerung problemlos ermöglicht wird.

Die beschriebene Beweglichkeit des Ankerstabes wird

insbesondere durch die bevorzugte Maßnahme erreicht, wonach der Innendurchmesser des Zentrieransatzes größer ist als ein Gewindedurchmesser. Mit anderen Worten kann sich der in das Gewinde einer Ankermutter eingedrehte Ankerstab weiterhin innerhalb des Zentrieransatzes in gewissen Grenzen bewegen, so dass Versatz zwischen gegenüberliegenden

Betonschalungselementen ausgeglichen werden kann. Dies wird dadurch begünstigt, dass die zum Halten einer Ankermutter an der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung vorgesehene Halterung derart ausgebildet ist, dass sie gewisse Bewegungen der Ankermutter bezüglich der Spannvorrichtung beispielsweise im Bereich von einigen Millimetern bis zu wenigen Zentimetern ermöglicht .

Wenngleich die erfindungsgemäße Spannvorrichtung, wie beschrieben, bereits mit den Vorkehrungen zur Anbringung einer Ankermutter in Form der zumindest einen Halterung ihre Vorteile entfaltet, wird bevorzugt, die erfindungsgemäße Spannvorrichtung mit zumindest einer Ankermutter zu

kombinieren .

In diesem Zusammenhang hat es sich für die Ankermutter als vorteilhaft erwiesen, diese zur Halterung an der

erfindungsgemäßen Spannvorrichtung mit zumindest einer Bohrung und/oder Ausnehmung, beispielsweise am Rand einer im Wesentlichen kreisrunden Ankermutter, zu versehen. Sowohl die Bohrungen als auch Ausnehmungen können in vorteilhafter Weise so gestaltet werden, dass gewisse Bewegungen der Ankermutter bezüglich der Spannvorrichtung möglich sind, jedoch ein unbeabsichtigtes Lösen verhindert wird. In diesem

Zusammenhang ist eine Ankermutter oder Superplatte mit einer oder mehreren seitlichen Ausnehmungen, Aussparungen oder "cut outs" als eigenständige, hierin beschriebene Neuerung

anzusehen, die auch ohne die vorangehend und nachfolgend beschriebenen Merkmale ihre Vorteile entfaltet, jedoch damit kombiniert werden kann. Ferner kann es aus statischen Gründen vorteilhaft sein, eine am äußeren Rand der Ankermutter oder Superplatte umlaufende Rippe um eine oder mehrere

Aussparungen herumzuführen.

Wie bereits angedeutet, bietet es für gewisse Abweichungen der Positionierung zweier Betonschalungselemente zueinander im Hinblick auf die Winkelstellung und/oder sonstigem Versatz Vorteile, wenn ein einzudrehender Anker über einen gewissen Winkelbereich in eine an der Spannvorrichtung gehaltene

Ankermutter eindrehbar ist. Dies kann in vorteilhafter Weise beispielsweise dadurch gewährleistet werden, dass die

Ankermutter ein Halteteil und ein Gewindeteil aufweist, das bevorzugt gelenkig und bevorzugt kugelgelenkig an dem

Halteteil gelagert ist. Bei dem Halteteil kann es sich beispielsweise um eine bevorzugt in etwa kreisrunde Platte handeln, die an der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung anbringbar ist.

Die Lösung der oben genannten Aufgabe erfolgt ferner durch ein Betonschalungssystem, das zumindest eine Spannvorrichtung in einer der nachfolgend oder vorangehend beschriebenen

Ausführungsformen aufweist. Im Rahmen des

Betonschalungssystems sind ferner zumindest zwei

Betonschalungselemente vorgesehen, die zumindest eine Öffnung zum Durchführen eines Ankerstabes aufweisen, die in einem Rahmen eines Betonschalungselements ausgebildet ist. Wie beschrieben, ist die Möglichkeit der Durchankerung in einem Rahmen statisch vorteilhaft.

Ferner bietet es in diesem Zusammenhang Vorteile, zumindest eine Öffnung konisch auszubilden, um gewisse Schiefstellungen eines Ankers zu ermöglichen. Die Konizität ist bevorzugt so vorgesehen, dass sich die Öffnung zur Außenseite des

Schalungselements, also von dem einzufüllenden Beton weg, hin erweitert .

Für die Abdichtung an dem Betonschalungselement hat es sich ferner als vorteilhaft herausgestellt, das erfindungsgemäße Betonschalungssystem mit zumindest einer Führungshülse zu versehen, die zumindest teilweise in einer Öffnung des

Schalungselements und/oder in der Spannvorrichtung aufnehmbar ist. Die Aufnahme in der Spannvorrichtung könnte

beispielsweise derart vorgesehen sein, dass die Führungshülse einen inneren Hohlraum aufweist, der mit einem Gewinde der Ankermutter weitgehend fluchtet, so dass ein eingeführter Ankerstab zu dem Gewinde geführt wird. Gleichzeitig kann der Außendurchmesser der Führungshülse kleiner sein als der

Innendurchmesser einer Öffnung in dem Rahmen eines

Schalungsprofils, insbesondere bei einer konischen Öffnung von deren erweitertem Bereich und/oder eines

Innendurchmessers eines Zentrieransatzes. Somit werden

Bewegungen der Führungshülse zusammen mit der Ankermutter bezüglich des Betonschalungselements und der daran in

bestimmter Lage vorgesehenen Spannvorrichtung zugelassen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachfolgend wird eine beispielhaft in den Figuren

dargestellte Ausführungsform der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der

erfindungsgemäßen Spannvorrichtung; und Fig. 2 eine Schnittdarstellung eines Profils eines

Betonschalungselements mit einer daran angebrachten Spannvorrichtung und einer Führungshülse.

Ausführliche Beschreibung einer bevorzugten Äusführungsform der Erfindung

Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, weist die erfindungsgemäße Spannvorrichtung zum einen Klauen 30 auf, von denen in Fig. 1 lediglich die linke zu erkennen ist. Die beiden Klauen sind jedoch bezüglich einander verschiebbar und greifen mit an den Enden vorgesehenen Vorsprüngen in geeignete Nuten der Rahmen von (nicht dargestellten) Betonschalungselementen ein. Neben der Verschiebbarkeit bezüglich einander sind die Klauen 30 durch einen Gewindestab 32, der bei der gezeigten

Ausführungsform mit einem sogenannten Sterngriff 34 verpresst ist und mit einer an der (gemäß Fig. 1} linken Klaue 30 ausgebildeten halbzylindrischen Mutter 46 zusammenwirkt, verspannbar, so dass auch dazwischen angeordnete

Betonschalungselemente über ihre Rahmen miteinander

verspannbar sind.

Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung 10 zeichnet sich durch Halterungen 12 für eine Ankermutter 14 aus. Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Halterungen 12 in Form von zwei Schäften 16 ausgebildet, die an einer Platte 28 der

Spannvorrichtung angebracht sind. In einem von der Platte 28 entfernten Bereich der Schäfte 16 sind jeweils radiale

Bohrungen vorgesehen, in die bei der gezeigten

Ausführungsform kurze Stifte 36 eingeführt sind, um die axiale Bewegung von jeweiligen Scheiben 18 zu begrenzen. Es versteht sich jedoch, dass diese Halterungen auch anders ausgeführt sein können. Beispielsweise können die Stifte 36 durch Klappstecker ersetzt werden. In jedem Fall kann die Ankermutter 14, die bei der gezeigten Ausführungsform aus einem Halteteil 22 und an einem kugelgelenkig daran vorgesehenen Gewindeteil 24 besteht, formschlüssig der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung gehalten werden. Diese Halterung ist in radialer Richtung in gewissen Grenzen flexibel, beispielsweise indem (nicht erkennbare)

Aussparungen am Rand des Halteteils 22 in radialer und/oder in Umfangsrichtung größer ausgebildet sind als die Schäfte 16 der Halterungen 12. Dieselbe radiale Beweglichkeit kann bei einer anderen Ausführungsform dadurch erreicht werden, dass die Ankermutter, insbesondere deren Halteteil 22 Bohrungen aufweist, die einen größeren Durchmesser aufweisen, als die Schäfte 16. Bohrungen können beispielsweise bei einer größeren Ausführungsform der Ankermutter vorgesehen sein, während bei einer kleineren Ausführungsform der Ankermutter seitliche Aussparungen ausgebildet sein können.

Bei der gezeigten Ausführungsform ist das Gewindeteil 24 der Ankermutter 14 ferner mit seitlichen Flügeln versehen, die in Zusammenwirkung mit einem Verdrehanschlag 26 eine

Drehbewegung des Gewindeteils 24 der Ankermutter 14

begrenzen. Bei der gezeigten Ausführungsform ist der

Verdrehanschlag 26 an der Platte 28 der Spannvorrichtung angebracht und erstreckt sich winkelig in den Bereich, in dem sich die Flügel des Gewindeteils theoretisch drehen können. Wenn folglich in das Gewindeteil eingedreht wird, wird eine Verdrehung des Gewindeteils 24 begrenzt, so dass sich der Anker axial bewegt und schließlich gegen den

sogenannten Ankeranschlag 20 stößt. Hierbei handelt es sich bei der gezeigten Ausführungsform um einen im Wesentlichen z-förmig gebogenen Flachstahl, der mit einer weitgehend senkrecht zur Axialrichtung des Ankerstabes ausgerichteten Endlasche die Eindrehbewegung des Ankers begrenzt.

In Fig. 2 ist das Zusammenwirken der erfindungsgemäßen

Spannvorrichtung mit einem Rahmen 38 eines

Betonschalungselements und einer Führungshülse 40,

beispielsweise aus Kunststoff, zu erkennen. Zum einen weist der Rahmen des Betonschalungselements eine Öffnung 42 auf, die sich zur Außenseite hin konisch erweitert. Zum anderen weist die Spannvorrichtung 10, bei der gezeigten

Ausführungsform an der Platte 28, einen zu dem

Betonschalungselement gerichteten Zentrieransatz 44 auf, dessen Außendurchmesser an den Durchmesser der Öffnung 42 angepasst. Der Innendurchmesser ist jedoch größer als der übliche Durchmesser eines Ankerstabes oder des Innengewindes des Gewindeteils 24, so dass gewisse Bewegungen innerhalb des Zentrieransatzes 44 ermöglicht werden. Dies gilt insbesondere auch bei Anwesenheit einer Führungs- und Dichthülse 40, deren Innendurchmesser an das Innengewinde des Gewindeteils 24 angepasst ist, und deren Außendurchmesser bereichsweise etwas größer ist, jedoch bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit diesem Bereich in dem Halteteil 22 der Ankermutter anordenbar ist. Bei den beschriebenen Lagebeziehungen ist die

Ankermutter zusammen mit der Führungshülse 40 bezüglich der Öffnung 42 und der mittels des Zentrieransatzes 44 daran festgelegten Spannvorrichtung beweglich, um

Winkelschiefstellungen und Versatz auszugleichen.

Die in Fig. 2 gezeigte Situation kann beispielsweise bei Verwendung des Ankers gemäß der DE 20 2007 015 833 Hl auftreten, die durch Bezugnahme zum Gegenstand der

vorliegenden Anmeldung gemacht wird. In diesem Fall ist die Hülse 40 bevorzugt aus Metall, insbesondere Stahl, und insbesondere dazu geeignet, axiale Drücke aufzunehmen. Der kleinere Durchmesser des konischen Abschnitts des Ankers wirkt gegen den Abschnitt der Öffnung 42 auf der Seite der Schalfläche abdichtend und stützt sich abdichtend an der Hülse 40 ab.

Bei üblichen Ankerstäben können diese im Rahmen des Einbaus an einem ersten sogenannten rückwärtigen

Betonschalungselement-Verbund in die hierin beschriebenen Spannvorrichtungen eingedreht werden. Nachfolgend können Abstandshalter-Hüllrohre, die zumeist aus Kunststoff oder Metall-Fasermaterial sind, übergeschoben werden. Eine Armierung kann als Ganzes eingesetzt oder vor Ort gefertigt werden. Nachfolgend wird der zweite sogenannte vordere Schalungsverbund angeordnet, wobei die Anker in

Durchführungen eingefädelt und lose Ankermuttern

aufgeschraubt werden. Sofern eine ausreichende

Zugriffsmöglichkeit besteht, können beide Schalungsverbunde und die Armierung angeordnet sein und erst nachfolgend die Anker mit den beschriebenen Hüllrohren angebracht werden.