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Patent Searching and Data


Title:
CLAMPING DEVICE FOR FILM ROLLS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/067910
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a clamping device (1) for receiving and clamping a film roll (2) comprising a winding sleeve (21) and a wound film (22) arranged on the winding sleeve (21). The clamping device (1) can be adjusted from an open position, in which the film roll (2) can be inserted into or removed from the clamping device (1), into a clamping position, in which the film roll (2) is clamped in the clamping device (1). The clamping device (1) comprises a grooved shaft (11) with receiving grooves (11n) which are arranged in the longitudinal direction in an offset manner with equal angular spacing between one another; a helical gearing made of a threaded ring (12) and an adjusting nut (14); and clamping levers (16) arranged radially in an offset manner with equal angular spacing between one another. An output element of the helical gearing interacts with the clamping levers (16) such that the clamping levers (16) rest on the base of the grooves (11n) of the grooved shaft (11) and on the inner wall of the winding sleeve (21) in the clamping position of the clamping device (1), thereby generating a clamping force.

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Inventors:
BIEBER, Reinhard (Am Strichen 16, Rohr, 91189, DE)
Application Number:
EP2013/072536
Publication Date:
May 08, 2014
Filing Date:
October 28, 2013
Export Citation:
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Assignee:
LEONHARD KURZ STIFTUNG & CO. KG (Schwabacher Straße 482, Fürth, 90763, DE)
International Classes:
B65H75/24; B65H16/02
Foreign References:
US2922592A1960-01-26
DE2344706A11975-03-20
GB2272428A1994-05-18
DE853905C1952-10-30
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
NORBERT ZINSINGER ET AL., PATENTANWÄLTE LOUIS-PÖHLAU-LOHRENTZ (Zusammenschluss Nr. 39, Postfach 30 55, Nürnberg, 90014, DE)
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Claims:
Ansprüche

Klennnnvorrichtung (1 ) zur Aufnahme und Klemmung einer Folienrolle (2), umfassend eine Wickelhülse (21 ) und einen auf der Wickelhülse (21 ) angeordneten Folienwickel (22), wobei die Klemmvorrichtung (1 ) von einer Offenstellung, in der die Folienrolle (2) in die

Klemmvorrichtung (1 ) einsetzbar oder aus der Klemmvorrichtung (1 ) entnehmbar ist, in eine Klemmstellung, in der die Folienrolle (2) in der Klemmvorrichtung (1 ) geklemmt ist, verstellbar ist,

dad u rch geken nzeich net,

dass die Klemmvorrichtung (1 ) eine Nutwelle (1 1 ) mit im gleichen Winkelabstand versetzt in Längsrichtung angeordneten Aufnahmenuten (1 1 n), ein aus einem Gewindering (12) und einer Stellmutter (14) gebildetes Schraubgetriebe und im gleichen Winkelabstand versetzt radial angeordnete Klemmhebel (16) umfasst,

wobei ein Abtriebsglied des Schraubgetriebes mit den Klemmhebeln (16) so zusammenwirkt,

dass die Klemmhebel (16) in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung (1 ) unter Ausbildung einer Klemmkraft auf dem Boden der Nuten (1 1 n) der Nutwelle (1 1 ) und auf der Innenwand der Wickelhülse (21 ) aufliegen.

Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 ,

dad u rch geken nzeich net,

dass die Stellmutter (14) das Abtriebsglied des Schraubgetriebes ist.

Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dad u rch geken nzeich net,

dass die Nutwelle (1 1 ) drei um 120° versetzt in Längsrichtung angeordneten Aufnahmenuten (1 1 n) aufweist, in die drei um 120° versetzt radial angeordnete Klemmhebel (16) eingreifen.

Klemmvorrichtung nach Anspruch 3,

dad u rch geken nzeich net,

dass der Gewindering (12) drei um 120° versetzte radial angeordnete nutförmige Lagerausnehmungen (12a) aufweist, die Drehlager für die Klemmhebel (16) bilden, und

dass die Stellmutter (14) an ihrem Außenumfang drei um 120° versetzte nutförmige Stellausnehmungen (14a) aufweist, in die die Klemmhebel (16) eingreifen.

Klemmvorrichtung nach Anspruch 4,

dad u rch geken nzeich net,

dass die Klemmhebel (16) als T-förmige Winkelhebel mit einem ersten und einem zweiten Hebelarm ausgebildet sind, wobei der zweite Hebelarm von dem ersten Hebelarm absteht und den ersten Hebelarm in ein längeres und ein kürzeres Teilstück unterteilt.

Klennnnvorrichtung nach Anspruch 5,

dad u rch geken nzeich net,

dass der Endabschnitt des längeren Teilstücks des ersten Hebelarms des Klemmhebels (16) als ein hervorspringendes Druckstück (16d) ausgebildet ist, das in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung (1 ) auf der Innenwand der Wickelhülse (21 ) aufliegt,

dass das kürzere Teilstück des ersten Hebelarms des Klemmhebels (16) einen bogenförmigen Endabschnitt (16b) aufweist, der in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung (1 ) auf dem Boden der Nut (1 1 n) der Nutwelle (1 1 ) aufliegt,

dass ein bogenförmig hervorspringender Mittelabschnitt des zweiten Hebelarms des Klemmhebels (16) in die nutformige Lagerausnehmung (12a) des Gewinderings (12) eingreift, und

dass der Endabschnitt des zweiten Hebelarms des Klemmhebels (16) in die Stellausnehmung der Stellmutter (14) eingreift.

Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dad u rch geken nzeich net,

dass die Gewinde des Gewinderings (12) und der Stellmutter (14) als selbsthemmende Gewinde ausgebildet sind.

Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dad u rch geken nzeich net,

dass die Klemmvorrichtung (1 ) eine vordere Stellscheibe (15) und eine der Folienrolle (2) zugewandte hintere Stellscheibe (13) aufweist, wobei die vordere Stellscheibe (15) mit der Stellmutter (14) und die hintere Stellscheibe (13) mit dem Gewindering (12) drehstarr verbunden ist.

Klemmvorrichtung nach Anspruch 8,

dad u rch geken nzeich net,

dass die vordere Stellscheibe (15) einen kleineren Durchmesser aufweist als die hintere Stellscheibe (13).

Klemmvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,

dad u rch geken nzeich net,

dass die vordere Bordscheibe (15) Markierungen (15m) aufweist, die die Drehrichtung der vorderen Bordscheibe (15) zur Einstellung der Klemmstellung und der Offenstellung der Klemmvorrichtung (1 ) anzeigen.

Klemmvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dad u rch geken nzeich net,

dass in die Klemmvorrichtung (1 ) ein Erweiterungsset zur Erweiterung des Aufnahmedurchmessers der Wickelhülsen (21 ) einsetzbar ist.

Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 1 ,

dad u rch geken nzeich net,

dass das Erweiterungsset eine mit dem Gewindering (12) verbindbare Ausgleichsscheibe (17) und eine mit der Nutwelle (1 1 ) verbindbare Stützscheibe (19) umfasst.

13. Klemmvorrichtung nach Anspruch 12,

dad u rch geken nzeich net, dass die Ausgleichsscheibe (17) drei um 120° versetzt angeordnete radiale Führungsnuten zur Aufnahme von Klemmschiebern (18) aufweist, die in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung (19) durch die Klemmhebel (16) unter Ausbildung einer Klemmkraft an der Innenwand der Wickelhülse (21 ) zur Anlage gebracht sind.

Klemmvorrichtung nach Anspruch 13,

dad u rch geken nzeich net,

dass die Klemmschieber (18) an ihrem Außenumfang eine

Aufnahmenut aufweisen, in der ein die Klemmschieber (18)

umgreifender O-Ring (18o) angeordnet ist.

Description:
Klemmvorrichtung für Folienrollen

Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zur Aufnahme und Klemmung einer Folienrolle.

An Heißprägemaschinen, Kaltpragemaschinen, an Folienvorschubgeraten für das Inmold-Verfahren oder für Folienumspulungen während der Konfektion besteht die Aufgabe, Folienrollen schnell und mit geringstem Aufwand zu wechseln. Die Folienrollen umfassen eine Wickelhülse und eine auf der Wickelhülse aufgewickelte Folienbahn.

Es ist bekannt, die Folienrollen mittels Stahlkrallen auf Aufnahmewellen zu befestigen, wobei die Stahlkrallen mittels Muskelkraft in die Wickelhülse aus Pappe oder Kunststoff der Folienrolle eingedrückt werden, um die Wickelhülse auf der Aufnahmewelle zu fixieren. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Klemmvorrichtung zu entwickeln, die ein Klemmen mit verringertem Zeit- und Bedienungsaufwand ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Es wird eine Klemmvorrichtung zur Aufnahme und Klemmung einer Folienrolle, umfassend eine Wickelhülse und einen auf der Wickelhülse angeordneten Folienwickel, vorgeschlagen, wobei die Klemmvorrichtung von einer Offenstellung, in der die Folienrolle in die Klemmvorrichtung einsetzbar oder aus der Klemmvorrichtung entnehmbar ist, in eine Klemmstellung, in der die Folienrolle in der Klemmvorrichtung geklemmt ist, verstellbar ist, wobei vorgesehen ist, dass die Klemmvorrichtung eine Nutwelle mit im gleichen Winkelabstand versetzt in Längsrichtung angeordneten Aufnahmenuten, ein aus einem Gewindering und einer Stellmutter gebildetes Schraubgetriebe und im gleichen Winkelabstand versetzt radial angeordnete Klemmhebel umfasst, wobei ein Abtriebsglied des Schraubgetriebes mit den Klemmhebeln so zusammenwirkt, dass die Klemmhebel in der Klemmstellung der

Klemmvorrichtung unter Ausbildung einer Klemmkraft auf dem Boden der Nuten der Nutwelle und auf der Innenwand der Wickelhülse aufliegen. Die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung weist den Vorteil auf, dass sie ohne Werkzeuge bedienbar ist und durch die im gleichen Winkelabstand versetzte Anordnung der Klemmhebel die Folienrolle auf der Klemmvorrichtung zentriert.

Es kann vorgesehen sein, dass die Stellmutter das Abtriebsglied des

Schraubgetriebes ist. Weiter kann vorgesehen sein, dass die Nutwelle drei um 120° versetzt in Längsrichtung angeordneten Aufnahmenuten aufweist, in die drei um 120 versetzt radial angeordnete Klemmhebel eingreifen. Es kann weiter vorgesehen sein, dass der Gewindering drei um 120° versetzte radial angeordnete nutförmige Lagerausnehmungen aufweist, die Drehlager für die Klemmhebel bilden, und dass die Stellmutter an ihrem Außenumfang drei um 120° versetzte nutförmige Stellausnehmungen aufweist, in die die

Klemmhebel eingreifen.

Eine derartige Anordnung von drei Aufnahmenuten und entsprechend drei darin eingreifenden Klemmhebeln, gleichmäßig am Umfang verteilt (3 x 120° = 360°), wirkt in vorteilhafter Weise selbstzentrierend auf die Klemmvorrichtung, sodass Verkantungen oder andere eine feste Klemmung behindernde

Fehlpositionierungen vermieden werden können.

Die Klemmhebel können als T-förmige Winkelhebel mit einem ersten und einem zweiten Hebelarm ausgebildet sein, wobei der zweite Hebelarm von dem ersten Hebelarm absteht und den ersten Hebelarm in ein längeres und ein kürzeres Teilstück unterteilt.

Es kann vorgesehen sein, dass der Endabschnitt des längeren Teilstücks des ersten Hebelarms des Klemmhebels als ein hervorspringendes Druckstück ausgebildet ist, das in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung auf der

Innenwand der Wickelhülse aufliegt, dass das kürzere Teilstück des ersten

Hebelarms des Klemmhebels einen bogenförmigen Endabschnitt aufweist, der in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung auf dem Boden der Nut der Nutwelle aufliegt, dass ein bogenförmig hervorspringender Mittelabschnitt des zweiten Hebelarms des Klemmhebels in die nutförmige Lagerausnehmung des Gewinderings eingreift, und dass der Endabschnitt des zweiten Hebelarms des Klemmhebels in die Stellausnehnnung der Stellmutter eingreift. Der Klemmhebel kann vorteilhafterweise als ein Stanzteil ausgebildet ist, beispielsweise aus Stahlblech.

Die Gewinde des Gewinderings und der Stellmutter können als

selbsthemmende Gewinde ausgebildet sind. Das dadurch ausgebildete selbsthemmende Schraubgetriebe hat den Vorteil, dass es durch axiale Kräfte nicht in eine Offenlage bringbar ist.

Weiter kann vorgesehen sein, dass die Klemmvorrichtung eine vordere

Stellscheibe und eine der Folienrolle zugewandte hintere Stellscheibe aufweist, wobei die vordere Stellscheibe mit der Stellmutter und die hintere Stellscheibe mit dem Gewindering drehstarr verbunden ist. Mit Hilfe dieser Stellscheiben mit vorzugsweise größerem Durchmesser als die Stellmutter und der Gewindering kann die Klemmvorrichtung manuell mit geringem Kraftaufwand bedient werden. Durch die jeweils größeren, beispielsweise doppelten oder dreifachen Durchmesser der Stellscheiben im Vergleich zu Stellmutter und Gewindering kann manuell am Umfang der Stellscheiben angegriffen werden und dadurch mehr Kraft auf die innenliegende Stellmutter und den Gewindering ausgeübt werden.

Die vordere Stellscheibe kann vorteilhafterweise einen kleineren Durchmesser aufweisen als die hintere Stellscheibe. Dadurch ist es bei der manuellen

Bedienung leichter, beide Stellscheiben gleichzeitig zu bedienen, auch wenn diese nahe beieinander angeordnet sind. Außerdem kann optisch leichter unterschieden werden, welche Stellscheibe zur Stellmutter und welche Stellscheibe zum Gewindering gehört. Alternativ oder zusätzlich kann diese optische Unterscheidung durch eine unterschiedliche farbige Markierung der Stellscheiben erzeugt werden. Es hat sich bewährt, dass die vordere Stellscheibe Markierungen aufweist, die die Drehrichtung der vorderen Stellscheibe zur Einstellung der Klemmstellung und der Offenstellung der Klemmvorrichtung anzeigen. Diese Markierungen können beispielsweise Symbole sein, die ebenfalls die optische

Unterscheidbarkeit bei der manuellen Bedienung unterstützen. Durch eine klare optische Zuordnung der beiden Stellscheiben ist eine schnelle und fehlerarme Bedienung der Stellscheiben möglich.

Es kann vorgesehen sein, dass in die Klemmvorrichtung ein Erweiterungsset zur Veränderung, insbesondere Vergrößerung des Aufnahmedurchmessers der Wickelhülsen einsetzbar ist.

Weiter kann vorgesehen sein, dass das Erweiterungsset eine mit dem

Gewindering verbindbare Ausgleichsscheibe und eine mit der Nutwelle verbindbare Stützscheibe umfasst. Das Erweiterungsset kann mehrere Sätze von Ausgleichsscheiben und Stützscheiben umfassen. Durch dieses

Erweiterungsset kann der Außendurchmesser der Klemmvorrichtung, je nach Außendurchmesser der Ausgleichsscheibe und der Stützscheibe insbesondere so vergrößert werden, dass Wickelhülsen mit größerem Innendurchmesser (entsprechend dem angepassten Außendurchmesser von Ausgleichsscheibe und Stützscheibe) mit der Klemmvorrichtung festklemmbar sind.

Es kann vorgesehen sein, dass die Ausgleichsscheibe drei um 120° versetzt angeordnete radiale Führungsnuten zur Aufnahme von Klemmschiebern aufweist, die in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung durch die

Klemmhebel unter Ausbildung einer Klemmkraft an der Innenwand der

Wickelhülse zur Anlage gebracht sind. Die Klemmschieber können an ihrem Außenumfang eine Aufnahmenut aufweisen, in der ein die Klemmschieber umgreifender O-Ring angeordnet ist.

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung;

Fig. 2 eine auf der Klemmvorrichtung in Fig. 1 klemmbare Folienrolle in einer schematischen Schnittdarstellung;

Fig. 3a ein erstes Ausführungsbeispiel der Klemmvorrichtung in Fig. 1 in

Offenstellung in einer Teilschnittansicht längs der Schnittlinie A-A in Fig. 1 ;

Fig. 3b die Klemmvorrichtung in Fig. 3a in Klemmstellung;

Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Klemmvorrichtung in Fig. 1 in einer Schnittansicht längs der Schnittlinie A-A in Fig. 1 ;

Fig. 5a die Klemmvorrichtung in Fig. 4 in Offenstellung in einer

Teilschnittansicht;

Fig. 5b die Klemmvorrichtung Fig. 5a in Klemmstellung.

Fig. 1 und 3 zeigen eine Klemmvorrichtung 1 zur Aufnahme und Klemmung einer Folienrolle 2, die eine Wickelhülse 21 und einen auf der Wickelhülse 21 angeordneten Folienwickel 22 umfasst (Fig. 2). Der Innendurchmesser der Wickelhülse 21 kann vorzugsweise 1 " oder 3" betragen. Die Länge der

Wickelhülse 21 kann vorzugsweise im Bereich von 10 mm bis 1000 mm liegen. Der maximale Durchmesser des Folienwickels 22 kann vorzugsweise 300 mm betragen.

Die Klemmvorrichtung 1 umfasst eine Nutwelle 1 1 , einen Gewindering 12, eine hintere Stellscheibe 13, eine Stellmutter 14, eine vordere Stellscheibe 15 und drei Klemmhebel 16 (Fig. 3). Die Fig. 3a und 3b zeigen in einer Teilschnittansicht längs der Schnittlinie A-A in Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Klemmvorrichtung. Dargestellt ist nur der Abschnitt der Klemmvorrichtung 1 unterhalb der Längsachse der Nutwelle 1 1 , in dem die Einzelheiten zur Funktion der Klemmvorrichtung erkennbar sind.

Die in Fig. 3a und 3b dargestellte Klemmvorrichtung 1 ist zur Aufnahme und Klemmung von Wickelhülsen 21 mit 1 " Innendurchmesser vorgesehen.

Der Gewindering 12 ist mit der hinteren Stellscheibe 13 drehstarr verbunden, beispielsweise mittels einer oder mehrerer Befestigungsschrauben 13s, wie in Fig. 4 dargestellt. Ein Außengewinde des Gewinderings 12 greift in ein

Innengewinde der Stellmutter 14 ein. Die Stellmutter 14 und der Gewindering 12 bilden ein selbsthemmendes Schraubgetriebe, das durch die Stellscheiben 13, 15 manuell betätigbar ist. Die hintere Stellscheibe 13 ist gestellfest ausgebildet. Bei Drehung der vorderen Stellscheibe 15 entgegen dem

Uhrzeigersinn gelangen die Klemmhebel 16 der Klemmvorrichtung 1 in eine Offenstellung, in der die Folienrolle 2 in die Klemmvorrichtung 1 einsetzbar ist oder aus der Klemmvorrichtung 1 entnehmbar ist. Die Wickelhülse 21 der in die Klemmvorrichtung 1 eingesetzten Folienrolle 2 übergreift die Nutwelle 1 1 und liegt mit einer Stirnseite an der hinteren Stellscheibe 13 an.

Bei Drehung der vorderen Stellscheibe 15 im Uhrzeigersinn gelangen die Klemmhebel 16 der Klemmvorrichtung 1 in eine Klemmstellung, in der die Folienrolle 2 drehstarr mit der Klemmvorrichtung 1 verbunden ist. Die vordere Stellscheibe 15 weist auf ihrem äußeren Randabschnitt Markierungen 15m auf, die den Bedienungsvorgang verdeutlichen (Fig. 1 ). Mit Hilfe dieser

Markierungen 15m und/oder beispielsweise einer unterschiedlichen Farbe der Stellscheiben 13, 15 kann eine schnelle und fehlerarme Bedienung der

Klemmvorrichtung 1 erfolgen.

Der Gewindering 12 weist drei radial angeordnete und um 120° versetzte nutförmige Lagerausnehmungen 12a zur Aufnahme der Klemmhebel 16 auf. Der Gewindering 12 ist frontseitig von einem Abdeckring 12d überdeckt. Der Gewindering 12 und der Abdeckring 12d können einstückig ausgebildet sein.

Die Stellmutter 14 ist mit der vorderen Stellscheibe 15 drehstarr verbunden. Die Stellmutter 14 weist an ihrem Außenumfang drei um 120° versetzte nutförmige Stellausnehmungen 14a auf, in die die Klemmhebel 16 wie weiter unten beschrieben eingreifen.

Die Nutwelle 1 1 weist drei in Längsrichtung angeordnete und um 120° versetzte Nuten 1 1 n auf, in die die Klemmhebel 16 eingreifen. Die Nutwelle 1 1 n kann beispielsweise als eine Rundwelle oder eine Sechskantwelle ausgebildet sein. Die Ausbildung als Sechskantwelle weist den Vorteil auf, dass die Nutwelle 1 1 n mittels eines Schraubenschlüssels fixierbar ist. Für ein 1 " Eckenmaß ist beispielsweise Schlüsselweite 22 zu wählen. Die Klennnnhebel 16 sind als T-förmige Winkelhebel mit einenn ersten und einenn zweiten Hebelarm ausgebildet, wobei der zweite Hebelarm von dem ersten Hebelarm in Richtung der Stellmutter 14 absteht und den ersten Hebelarm in ein längeres und ein kürzeres Teilstück unterteilt. Der Endabschnitt des längeren Teilstücks ist als ein hervorspringendes Druckstück 16d ausgebildet, das in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung 1 auf der Innenwand der Wickelhülse 21 aufliegt. Das kürzere Teilstück weist einen bogenförmigen Endabschnitt 16b auf, der in der Klemmstellung der Klemmvorrichtung 1 auf dem Boden der Nut 1 1 n der Nutwelle 1 1 aufliegt.

Der zweite Hebelarm des Klemmhebels 16 ist als ein Lager- und Stellarm ausgebildet, der mit seinem gewölbten Mittenabschnitt in der

Lagerausnehmung 12a des Gewinderings 12 schwenkbar gelagert ist. Die Lagerausnehmung 12a ist von dem Abdeckring 12d überdeckt. Der

Endabschnitt des zweiten Hebelarms des Klemmhebels 16 greift in die

Stellausnehmung 14a der Stellmutter 14 ein.

In der Offenstellung der Klemmvorrichtung 1 liegt der erste Hebelarm des Klemmhebels 16 mit seiner Längsseite auf dem Boden der Nut 1 1 n auf (siehe Fig. 3a). Bei Drehung der vorderen Stellscheibe 15 entgegen dem

Uhrzeigersinn wird die Stellmutter 14 von der hinteren Stellscheibe 13 fortbewegt und verschwenkt dabei synchron die Klemmhebel 16, so dass die Klemmhebel 16 in die vorstehend beschriebene Klemmstellung gelangen, in der der erste Hebelarm mit dem Druckstück 16d auf der Innenwand der

Wickelhülse 21 und mit dem bogenförmigen Endabschnitt 16b auf dem Boden der Nut 1 1 n der Nutwelle 1 1 unter Ausbildung einer Klemmkraft abgestützt ist. Wegen der um 120° versetzten Anordnung der drei Klemmhebel 16 wird dadurch zugleich die Wickelhülse 21 zur Nutwelle 1 1 zentriert, so dass die Längsachsen der Wickelhülse 21 und der Nutwelle 1 1 fluchten (siehe Fig. 3b).

Die Fig. 4, 5a und 5b zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der

Klemmvorrichtung, die zur Aufnahme und Klemmung von Wickelhülsen 21 mit einem Innendurchmesser von 3" vorgesehen ist.

Eine Klemmvorrichtung 1 ist in Fig. 4, 5a und 5b wie die weiter oben in den Fig. 3a und 3b beschriebene Klemmvorrichtung ausgebildet, mit dem Unterschied, dass die Klemmvorrichtung 1 weiter einen Ausgleichsscheibe 17, drei

Klemmschieber 18, einen O-Ring 18o und eine Stützscheibe 19 umfasst, wie in Fig. 4 dargestellt.

Die Ausgleichsscheibe 17 ist drehstarr mit dem Gewindering 12 verbunden und weist drei radial angeordnete und um 120° versetzte Führungsausnehmungen zur Aufnahme der Klemmschieber 18 auf. Die Klemmschieber 18 sind so angeordnet, dass sie mit den Klemmhebeln 16 zusammenwirken und die Klemmkräfte von den Klemmhebeln 16 auf die Innenwand der Wickelhülse 21 übertragen. Die Klemmschieber 18 weisen an ihrer Außenwand eine

Aufnahmenut zur Aufnahme des O-Rings 18o auf, der die Klemmschieber 18 umgreift und in der Offenstellung in Richtung auf die Nutwelle 1 1 zurückstellt. Vorzugsweise besteht der O-Ring 18o aus einem gummielastischen Material, das zum Einen die Klemmschieber 18 in die Offenstellung zurückstellt und zum Anderen in der Klemmstellung den Reibungskoeffizient zwischen dem

Klemmschieber 18 und der Innenwand der Wickelhülse 21 erhöht.

Wie Versuche gezeigt haben, ist bei beiden Ausbildungsvarianten eine

Klemmkraft von ca. 1 kN einstellbar. Die notwendige Klemmkraft ist u. a. abhängig vom Reibungskoeffizient des Mate als der Wickelhülse 21 .

Vorzugsweise werden Pappe oder Kunststoff als Material der Wickelhülse 21 eingesetzt. Als Material für die Klemmvorrichtung 1 , insbesondere für die Klemmhebel 16 und die Klemmschieber 18, ist Stahl bevorzugt. Auch ein Kunststoff geeigneter Festigkeit kann als Material vorgesehen sein.

Sowohl in der in Fig. 4 dargestellten Ausführung als auch in der weiter oben in Fig. 3a und 3b beschriebenen Ausführung weist der Abdeckring 12d ein radiales Gewindeloch auf, in das eine als Stiftschraube ausgebildete

Feststellschraube 12s eingreift. Diese Feststellschraube arretiert die

Klemmvorrichtung 1 auf der Nutwelle 1 1 , wenn die Klemmung offen ist. Dies erleichtert das Handling, damit nicht jedes Mal, wenn die Klemmung zum Tausch der Folienrolle 2 geöffnet wird, die Klemmvorrichtung in der

Positionierung angepasst werden muss, weil sie auf der Nutwelle 1 1 verrutscht ist. Die Feststellschraube 12s ist optional, weil die Klemmung auch ohne die Feststellschraube funktioniert. Ohne die Feststellschraube 12s würde die Klemmvorrichtung aber jedes Mal beim Tausch der Folienrolle 2 die

gewünschte horizontale Position auf der Nutwelle 1 1„verlieren", die für den Einzug der jeweiligen Folienrolle 2 nötig ist.

Bezugszeichenliste

1 Klemmvorrichtung

2 Folienrolle

1 1 Nutwelle

1 1 n Nut

12 Gewindering

12a Lagerausnehmung

12d Abdeckring

12s Feststellschraube

13 hintere Stellscheibe

3s Befestig u ngssch ra u be

14 Stellmutter

15 vordere Stellscheibe

15m Markierung

16 Klemmhebel

16b bogenförmiger Endabschnitt

16d Druckstück

17 Ausgleichsscheibe

18 Klemmschieber

18o O-Ring

19 Stützscheibe

21 Wickelhülse

22 Folienwickel