BOGNER, Michael (Forchheimer Strasse 5, Eckental, 90542, DE)
MENNERAT, Thomas (Hannberger Strasse 1, Herzogenaurach, 91074, DE)
BOGNER, Michael (Forchheimer Strasse 5, Eckental, 90542, DE)
| Patentansprüche
1. Spanneinrichtung für ein Zugmittel, insbesondere einen Riemen oder eine Kette, umfassend eine Grundplatte, einen relativ zu dieser gegen die Rückstellkraft einer Schraubenfeder drehgelagerten und ein das
Zugmittel führendes Spannelement, insbesondere eine Spannrolle tragenden Spannhebel, sowie ein der Dämpfung dienendes Reibelement, das von der Schraubenfeder gegen den relativ zum Reibelement bewegten Spannhebel gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Reib- element (10) an einem unmittelbar an der Grundplatte (2) ausgebildeten
Widerlager (14, 16, 22) schwenkbar abgestützt ist und durch die Schraubenfeder (9) gegen das Widerlager (14, 16, 22) und den Spannhebel gedrückt wird.
2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Reibelement (10) derart schwenkbar abgestützt und mit der Schraubenfeder (9) verbunden ist, dass es bei einer Federbewegung zur Dämpfung gegen einen bezogen auf die Hebeldrehachse radial weiter innen liegenden Hebelabschnitt (3) oder gegen einen bezogen auf die Hebeldreh- achse radial weiter außen liegenden Hebelabschnitt (7) bewegbar ist.
3. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Reibelement (10) ein Vorsprung (17) vorgesehen ist, der einen das grundplattenseitige Widerlager bildenden Widerlagervorsprung (16) hintergreift, wobei die Schraubenfeder (9) am anderen Ende des Reibelements (10) befestigt ist.
4. Spanneinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Reibelement (10) eine Aufnahme (18) für das darin einzuhängende Federende (19), das radial nach innen oder außen abgewinkelt ist, vorgesehen ist.
5. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager von einem grundplattenseitigen Widerlagervorsprung (22) gebildet ist, gegen den das Reibelement (10) mit seinem einen Ende (21 ) oder einem Widerlagervorsprung abgestützt ist, wobei das abgewinkelte Federende (19) das freie andere Ende (23) des Reibelements (10) kraftschlüssig hintergreift.
6. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager von einem grundplattenseitigen Widerlagervor- sprung (22) gebildet ist, gegen den das Reibelement (10) mit seinem einen Ende (21 ) oder einem Widerlagervorsprung abgestützt ist, wobei das Federelement (9) mit seiner Stirnfläche (25) am anderen Ende des Reibelements (10) aufgelagert ist.
7. Spanneinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende (23) des Reibelements (10) eine Aufnahme (24) für das Federende (19), in der die Stirnfläche (25) des Federendes (19) aufgelagert ist, vorgesehen ist.
8. Spanneinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerlagervorsprung (17) oder das freie Ende (21 ) des Reibelements (10) und/oder der Widerlagervorsprung (16, 22) an der Grundplatte (2) gerundet ausgeführt ist. |
Beschreibung der Erfindung
Spanneinrichtung für ein Zugmittel, insbesondere einen Riemen oder eine Kette
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Spanneinrichtung für ein Zugmittel, insbesondere einen Riemen oder eine Kette, umfassend eine Grundplatte, einen relativ zu dieser gegen die Rückstellkraft einer Schraubenfeder drehbar gelagerten und ein das Zugmittel führendes Spannelement, insbesondere eine Spannrolle tragenden Spannhebel, sowie ein der Dämpfung dienendes Reibelement, das von der Schraubenfeder gegen den relativ zum Reibelement bewegten Spannhebel gedrückt wird.
Hintergrund der Erfindung
Eine Spanneinrichtung der beschriebenen Art dient dazu, ein Zugmittel, beispielsweise einen Riemen oder eine Kette einer Brennkraftmaschine, kontinuierlich zu spannen, um so bethebs- oder alterungsbedingte Längenvariationen auszugleichen. Hierbei ist die Spanneinrichtung über eine Grundplatte beispielsweise an einem Motorblock befestigt, wobei die Grundplatte ortsfest und verdrehgesichert ist. Ein Spannhebel, an dem eine Spannrolle oder ein Spannschuh angeordnet ist, über den das Zugmittel läuft, ist mit der Grundplatte über eine Schraubenfeder um eine Zentralachse verdrehbar gekoppelt. Die Schrau- benfeder ist vorgespannt, so dass über den Spannhebel eine Spannkraft auf das Zugmittel ausgeübt wird, wobei der Spannhebel auch über das Zugmittel, beispielsweise bei einem Wechsel des Trums, gegen die Schraubenfeder bewegt werden kann.
Vorgesehen ist des Weiteren ein Reibelement, beispielsweise in Form eines Reibschuhs, welches der Dämpfung der Bewegung des Spannhebels relativ zur Grundplatte dient. Hierzu ist das Reibelement mit der Schraubenfeder gekoppelt, die infolge der von Haus aus gegebenen Vorspannung sowie der bei einer
Hebelbewegung gegebenenfalls erhöhten Federspannung das Reibelement gegen den Spannhebel drückt, wodurch dieser in seiner Drehbewegung relativ zur Grundplatte gedämpft wird. Eine solche Spanneinrichtung ist beispielsweise aus EP 0 780 597 B1 bekannt. Das dort beschriebene, aus mehreren Teilen bestehende Reibelement ist mit einem Ende schwenkbar an der Grundplatte gelagert, im Bereich des anderen Endes greift die Schraubenfeder an und drückt das Reibelement radial um die Schwenklagerung nach außen gegen das Gehäuse des Spannhebels. Zur Lagerung ist an der Grundplatte ein Lagerzapfen vorgesehen, auf den ein eine Aufsteckdurchbrechung aufweisender Lager- oder Halteabschnitt des mehrteiligen Reibelements aufgesteckt wird. Diese Ausführung ist relativ aufwändig konzipiert, nachdem zum einen ein spezieller Lagerzapfen, der eine entsprechende Schwenklagerung ermöglicht, an der Grundplatte entweder separat anzubringen oder dort exakt auszuformen ist, zum anderen ist das Reibelement selbst aufwändig gestaltet, nachdem dort der spezielle Halte- oder Lagerabschnitt mit dem Lagerauge ausgeformt werden muss.
Zusammenfassung der Erfindung
Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, eine Spanneinrichtung anzugeben, die hinsichtlich der grundplattenseitigen Lagerung des Reibelements einfach ausgestaltet ist.
Zur Lösung dieses Problems ist bei einer Spanneinrichtung der eingangs ge- nannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Reibelement an einem unmittelbar an der Grundplatte ausgebildeten Widerlager schwenkbar abgestützt ist und durch die Feder gegen das Widerlager und den Spannhebel gedrückt wird.
Anders als im Stand der Technik ist bei der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung das Reibelement nicht an einem Lagerzapfen über ein Lagerauge schwenkbar drehgelagert, vielmehr kommt bei der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung ein einfaches Widerlager, also ein geeigneter Anschlag an der
Grundplatte zum Einsatz, an dem das Reibelement entweder mit seinem freien Ende oder einem an ihm angeformten entsprechenden Widerlagerabschnitt in Form eines Vorsprungs anliegt und über diese bloße Anlage schwenkbar abgestützt ist, wozu die anliegende Fläche des Reibelements, sei es seine freie Stirnseite oder die Fläche des Vorsprungs, entsprechend rundlich oder gewölbt ausgeführt ist. Das Reibelement ist hier also um einen imaginären Drehpunkt, also einem Momentanpol, bei der Abwälzung an der Widerlagerfläche schwenkbar. Hier ist also weder ein besonders auszugestaltendes Lagerelement an der Grundplatte vorzusehen, vielmehr ist ein einfacher Anschlag zur Bildung des Widerlagers völlig ausreichend, das Reibelement hinreichend abzustützen. Auch bedarf das Reibelement keiner besonderen Gestaltung, besondere Lager- und Halteabschnitte mit Lagerauge oder dergleichen sind nicht vorzusehen.
Dabei kann der Ausgestaltung hinsichtlich der schwenkbaren Abstützung des Reibelements, das am anderen Ende von der Feder belastet und gegen das grundplattenseitige Widerlager gedrängt wird, derart ausgeführt sein, dass es bei einer Federbewegung zur Dämpfung gegen einen bezogen auf die Hebelachse radial weiter innen liegenden Hebelabschnitt oder gegen einen bezo- gen auf die Hebelachse radial weiter außen liegenden Hebelabschnitt bewegbar ist. Es sind also unterschiedliche Ausgestaltungen denkbar, je nachdem, in welche Richtung sich die Feder bewegt. Die Feder kann sich, wenn sie gespannt wird, öffnen, also vom Radius her erweitern, wobei dann das Reibelement radial nach außen gegen einen entsprechenden Widerlagerabschnitt des Spannhe- bels, hier üblicherweise in Form eines Außengehäuses, gedrängt wird. Die Schraubenfeder kann sich aber bei weiterer Spannung auch schließen, also vom Radius her verkleinern, wobei dann das Reibelement vornehmlich radial nach innen gegen einen entsprechenden Widerlagerabschnitt des Schwenkhebels, hier den Lagerhohlzapfen, gedrängt wird.
Nach einer ersten konkreten Erfindungsausgestaltung kann das Reibelement einen Vorsprung aufweisen, der einen das grundplattenseitige Widerlager bildenden Widerlagervorsprung hintergreift, wobei die Schraubenfeder am ande-
ren Ende des Reibelements befestigt ist. Das Reibelement, das länglich und gebogen ausgeführt ist, weist also an einer Stelle nahe seinem einen Ende einen entsprechenden Vorsprung auf, mit dem das Reibelement an einem entsprechenden Widerlager an der Grundplatte, auch hier als einfacher Vorsprung oder als einfache Kante ausgeführt, anliegt. Am gegenüberliegenden Ende ist die Schraubenfeder angeordnet. Je nachdem, wie die Funktion der Schraubenfeder ist, ob also das Reibelement über die Schraubenfeder radial nach außen gegen den Schwenkhebel oder radial nach innen gegen den Schwenkhebel gedrückt wird, wird das Reibelement von der Schraubenfeder entweder gegen das grundplattenseitige Widerlager gedrückt oder gezogen. Bei einer sich schließenden, also vom Radius her verkleinernden Schraubenfeder wird die Schraubenfeder zweckmäßigerweise in eine am Reibelement vorgesehene Aufnahme für das Federende, das radial nach innen oder außen abgewinkelt sein kann, eingehängt. Die Schraubenfeder zieht bei dieser Erfindungsausges- taltung das Reibelement mit seinem Widerlagervorsprung gegen das grundplattenseitige Widerlager, schwenkt es um diesen Auflager- oder Abstützpunkt nach innen und drückt es gegen den Widerlagerabschnitt des Spannhebels. Im umgekehrten Fall, wenn sich die Schraubenfeder bei weiterer Belastung öffnet, also radial erweitert, drückt das freie Schraubenfederende gegen das Reibele- ment, drückt dieses also mit seinem Widerlagervorsprung gegen den entsprechenden Vorsprung an der Grundplatte und schwenkt es radial nach außen gegen den Spannhebel.
Eine alternative Erfindungsausgestaltung sieht demgegenüber vor, dass das Widerlager von einem grundplattenseitigen Widerlagervorsprung gebildet ist, gegen den das Reibelement mit seinem einen Ende oder einem Widerlagervorsprung abgestützt ist, wobei das abgewinkelte Federelement das freie andere Ende des Reibelements kraftschlüssig hintergreift. Bei dieser Erfindungsausgestaltung ist das Federende der Schraubenfeder nicht in eine entsprechende am Reibelement vorgesehene Aufnahme eingehängt, vielmehr hintergreift das Federende das freie Ende des Reibelements lediglich kraftschlüssig. Bei dieser Erfindungsausgestaltung, die nur für eine sich schließende, also im Radius bei weiterer Belastung verkleindernde Schraubenfeder möglich ist, wird über das
hintergreifende Schraubenfe-derende eine Kraft in das Reibelement eingebracht, die dieses gegen den grundplattenseitigen Widerlagervorsprung und gleichzeitig auch gegen den Spannhebel drückt. Dabei kann das Reibelement entweder mit seinem leicht gerundeten Ende für die Schwenkabstützung unmit- telbar an dem grundplattenseitigen Widerlagervorsprung, der einen reinen Anschlag bildet, gegengelagert sein, denkbar wäre es aber auch, einen entsprechenden Lagervorsprung an dem Reibelement selbst vorzusehen. Die einfachste Ausgestaltung jedoch ist die stirnseitige Auflagerung.
Schließlich sieht eine weitere Erfindungsausgestaltung vor, das Widerlager von einem grundplattenseitigen Widerlagervorsprung zu bilden, gegen den das Reibelement mit seinem einen Ende oder einem Widerlagervorsprung abgestützt ist, wobei das Federelement mit seiner Stirnfläche am anderen Ende des Reibelements aufgelagert ist, wobei das Federende entweder direkt am Ende des Reibelements bzw. der dortigen Stirnseite aufliegt oder in einer dort vorgesehenen Aufnahme. Diese Erfindungsausgestaltung eignet sich bei einer sich öffnenden Schraubenfeder, die mit ihrer endseitigen Stirnkante direkt an einer entsprechenden Gegenlagerfläche am Ende des Reibelements anliegt und dieses mit seinem anderen freien, leicht gerundeten Ende gegen den Widerlager- vorsprung drückt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Spanneinrichtung zur Erläuterung des grundsätzlichen Bauprinzips desselben,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung der Abstützung des Reibelements und der
Anordnung der Schraubenfeder nach einer ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung,
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht zur Darstellung der Abstützung des
Reibelements aus Fig. 1 ,
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Fig. 2, jedoch mit anderer Schraubenfederführung,
Fig. 5 eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform einer Abstützung eines Reibelements und Kopplung mit der Schraubenfeder, und
Fig. 6 eine vierte erfindungsgemäße Ausführungsform einer Reibele- mentabstützung und Kopplung mit der Schraubenfeder.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung eine erfindungsgemäße Spanneinrichtung 1 umfassend eine Grundplatte 2, die über eine Befestigungsschraube, die hier nicht näher gezeigt ist, und die die z. B. an der Grundplatte 2 vorgese- hene Hülse 3 durchsetzt, beispielsweise an einem Motorblock festgeschraubt wird. über einen Zapfen 4, der in eine motorblockseitige Ausnehmung eingreift, ist die Grundplatte 2 verdrehsicher festlegbar. Ferner ist ein Spannhebel 5 vorgesehen, umfassend einen Lagerabschnitt 6 für eine nicht näher gezeigte Spannrolle sowie einen gehäuseartigen Hebelabschnitt 7. Weiter vorgesehen ist ein Gleitlager 8, das die Lagerung des Spannhebels 5 auf der Hülse 3 bewirkt. Die Bewegung des Spannhebels relativ zur Grundplatte 2 erfolgt gegen die Rückstellkraft einer Schraubenfeder 9, die mit einem Ende an einem nicht gezeigten Gegenlager am Spannhebel 5 angeordnet ist und mit dem anderen, grundplattenseitigen Ende mit einem Reibelement 10 verbunden. Vorgesehen ist ferner eine Reibscheibe 1 1 sowie eine obere Abschlussscheibe 12, die auf die Hülse 3 in einer entsprechenden Ringausnehmung 13 aufgeschnappt wird und die die Spanneinrichtung 1 in der Montagestellung axial gespannter Schraubenfeder 9 arretiert. Vorgesehen ist ferner ein an der Grundplatte 2 vor-
gesehenes Widerlager 14, das hier in vereinfachter Form als Vorsprung dargestellt ist, an welchem das Reibelement 10 schwenkbar abgestützt ist, worauf nachfolgend noch eingegangen wird. Wird daher bei einer Spanneinrichtung 1 , wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, über das Spannmittel eine Kraft auf den Spann- hebel 5 ausgeübt, so wird die Schraubenfeder 9 weiter gespannt, wobei sich die Schraubenfeder 9 bei dieser Ausgestaltung öffnet, das heißt, radial gesehen im Durchmesser etwas vergrößert. über die ohnehin gegebene Vorspannung der Schraubenfeder 9 wird das Reibelement gegen die Reibfläche 20 des gehäuseartigen Hebelabschnitts 7 gedrückt, worüber dessen Relativbewegung zum Ba- sisteil 2 gedämpft wird. Die Andrückkraft wird über die zunehmende Federspannung bei einer entsprechenden Hebelverschwenkung noch verstärkt.
Hinsichtlich der schwenkbaren Abstützung des Reibelements 10 an der Grundplatte sowie der Kopplung mit der Schraubenfeder 9 sind unterschiedliche Aus- gestaltungen denkbar, die in den Figuren 2 - 6 in Form von Prinzipskizzen dargestellt sind.
Fig. 2 zeigt eine Aufsicht auf die Grundplatte 2, an der das Reibelement 10, das hier als gebogener Reibschuh dargestellt ist, schwenkbar abgestützt ist. Hierzu ist an der Grundplatte 2 ein Vorsprung 16 vorgesehen, der, wie in Fig. 2 gestrichelt dargestellt ist, weil vom Reibelement 10 verdeckt, eine leicht gebogene Form aufweist. Dieser Vorsprung 16 bildet das Widerlager für das Reibelement 10, das ein entsprechendes Widerlager in Form eines Vorsprungs 17 aufweist, siehe Fig. 3, wobei die Stirnkante dieses Vorsprungs 17 ebenfalls, siehe die gestrichelte Darstellung in Fig. 2, leicht gerundet ausgeführt ist. Insgesamt ergibt sich so eine schwenkbare Abstützung, das heißt, das Reibelement 10 kann über die Widerlagerabstützung infolge der gerundeten aneinander ablaufenden Flächen leicht verschwenkt werden.
Am gegenüberliegenden Ende des Reibelements 10 ist eine Aufnahme 18 vorgesehen, die beliebig ausgestaltet sein kann, und in die das abgewinkelte Ende 19 der Schraubenfeder 9 eingehängt ist. Die Schraubenfeder 9 windet sich aus der Zeichenebene heraus zum Spannhebel 5 hin, der hier nicht näher gezeigt
ist, und ist mit diesem verbunden. Wird die Schraubenfeder 9 infolge der Hebelbewegung weiter gespannt, so schließt sie sich leicht, das heißt, sie übt eine Zugkraft F in Richtung des dargestellten Pfeils auf das Reibelement 10 aus. Dieses wird mit seiner Reibfläche 20 gegen die Hülse 3, die hier Teil des Spannhebels 5 ist, gedrückt. Nachdem das Reibelement 10 über die schwenkbare Abstützung lagefest ist und lediglich radial bewegt wird, der Spannhebel 5 mit seiner Hülse 3 jedoch relativ dazu verdreht wird, kommt es zwangsläufig zu einer Reibungsdämpfung über die Reibfläche 20 des Reibelements, die an der Hülse anliegt.
Eine ähnliche Ausgestaltung zeigt Fig. 4, die Abstützung des Reibelements 10 ist hier in gleicher Weise realisiert wie bei der Ausgestaltung nach den Figuren 2 und 3, lediglich die Führung der Schraubenfeder und ihre Kopplung mit dem Reibelement 10 ist etwas anders. Während in Fig. 2 die Schraubenfeder von außen kommend mit ihrem freien Ende 19 nach innen abgewinkelt und von außen in die Aufnahme 18 eingehängt wird, ist die Schraubenfeder 9 in Fig. 4 quasi von innen kommend, also benachbart zur Hülse 3 liegend zum Reibelement 10 geführt und das freie Federende 19 nach außen hin abgewinkelt und in die Aufnahme 18 eingehängt.
Eine weitere Ausgestaltung zeigt Fig. 5. Dort ist das Reibelement 10 mit seinem freien Ende bzw. seiner dortigen Stirnkante 21 , die hier gerundet ausgebildet ist, an einem entsprechenden Widerlagervorsprung 22 der Grundplatte 2 unmittelbar aufgelagert. Auch der Widerlagervorsprung 22 weist eine leicht gerundete Form auf, wie in Fig. 5 deutlich gezeigt ist. Die Reibfläche 20 des Widerlagers 10 wirkt hier zum hülsenartigen Gehäuse 7 des Spannhebels hin, mithin also nach außen. Die Schraubenfeder 9 läuft benachbart zum Reibelement 10 bzw. liegt an dessen Seite an und hintergreift mit ihrem freien Ende 19 das Ende 23 des Reibelements 10, das hier leicht gewölbt im Durchmesser abnimmt. Es ergibt sich eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Federende 19 und dem Reibelement 10. Die inhärente Federvorspannung bzw. die infolge der Hebelbewegung erzeugte weitere Federspannung erzeugt eine Kraft F auf das Reibelement 10, die dieses einerseits fest gegen den Widerlagervorsprung 22
drückt, zum anderen die aber auch die Reibfläche 20 gegen das hülsenartige Gehäuse 7 zur Dämpfung der Hebelbewegung drückt. Bei dieser Ausgestaltung findet ebenfalls eine schließende Schraubenfederbewegung bei weiterem Spannen derselben statt.
Eine Ausgestaltung, die eine Verstärkung der Dämpfung bei sich öffnender Schraubenfeder bedingt durch die Hebelbewegung ermöglicht, zeigt Fig. 6. Auch dort ist grundplattenseitig ein Widerlagervorsprung 22 mit leicht gerundeter Anschlagfläche vorgesehen, an der die Stirnfläche 21 des freien Endes des Reibelements 10, das in diesem Bereich ebenfalls rundlich ausgeführt ist, direkt schwenkbar infolge der Rundungen aufgelagert ist. Am gegenüberliegenden Ende 23 des Reibelements 10 ist eine Aufnahme 24 vorgesehen, in der das freie Ende 19 der Schraubenfeder 9 aufgenommen ist. Diese drückt mit ihrer Stirnkante 25 direkt auf eine entsprechende Gegenlagerfläche der Aufnahme 24. Infolge der bereits gegebenen Federvorspannung, die die Schraubenfeder 9 kontinuierlich zum öffnen drängt, wie auch durch eine etwaige Spannungserhöhung infolge einer Hebelbewegung, die zu einem öffnen der Schraubenfeder führt, wird über die Auflagerung der Stirnkante 25 in der Aufnahme 24 eine Kraft F an dieser Stelle in das Reibelement 10 eingeleitet. Hierüber wird das Reib- element 10 gegen den Widerlagervorsprung 22 bedrückt und gleichzeitig mit seiner Reibfläche 20 gegen die Widerlagerfläche am gehäuseartigen Abschnitt 7 des Spannhebels. Wenngleich hier eine Aufnahme 24 gezeigt ist, ist diese nicht zwingend erforderlich. Es wäre gleichermaßen denkbar, die Schraubenfeder 19 direkt am eine gerade Anlagefläche aufweisenden Ende des Reibele- ments 10 aufzulagern.
Bezugszahlen
1 Spanneinrichtung
2 Grundplatte
3 Hülse
4 Zapfen
5 Spannhebel
6 Lagerabschnitt
7 Hebelabschnitt
8 Gleitlager
9 Schraubenfeder
10 Reibelement
11 Reibscheibe
12 Abschlussscheibe
13 Ringausnehmung
14 Widerlager
15
16 Vorsprung
17 Vorsprung
18 Aufnahme
19 Federende
20 Reibfläche
21 Stirnkante
22 Widerlagervorsprung
23 Ende
24 Aufnahme
25 Stirnkante
Zugkraft
