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Title:
CLAMPING ELEMENT FOR POSITIONING AND/OR FIXING A WORKPIECE OR TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/170556
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to position and/or fix a workpiece (3) or tool, a clamping element (1) comprising a plurality of supporting webs (4) and a plurality of elastic intermediate members (5) is proposed, wherein the clamping element (1) can be opened out or pushed together by stretching or compressing the elastic intermediate members (5). The supporting webs (4) and the elastic intermediate members (5) are connected integrally and endlessly together. The clamping element (1) has been produced by the 3D method.

Inventors:
KNÄBEL, Horst (Friedenstraße 10A, Meerbusch, 40667, DE)
Application Number:
EP2019/055211
Publication Date:
September 12, 2019
Filing Date:
March 01, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KNÄBEL, Horst (Friedenstraße 10A, Meerbusch, 40667, DE)
International Classes:
B23Q3/06; B23B31/117; B23B31/20; B23B31/40; B23Q3/10; F16D1/08
Domestic Patent References:
WO2013029645A12013-03-07
Foreign References:
EP2813306A12014-12-17
DE102016116164A12018-03-01
DE482024C1929-09-05
DE202011050262U12012-05-30
DE482024C1929-09-05
EP2813306A12014-12-17
Attorney, Agent or Firm:
NEUMANN, Ditmar (KNH Patentanwälte Neumann Heine Taruttis PartG mbB, Postfach 103363, Düsseldorf, 40024, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Spannelement (1) zur Positionierung und/oder Fixierung eines Werk- stücks (3) oder Werkzeugs, umfassend eine Mehrzahl von Tragstegen (4), die jeweils eine innere und eine äußere Mantelfläche (10, 9) auf- weisen und eine Mehrzahl von elastischen Zwischengliedern (5), wo bei sich das Spannelement (1) durch Dehnung oder Stauchung der elastischen Zwischenglieder (5) aufweiten oder zusammendrücken lässt, dadurch gekennzeichnet,

dass das Spannelement in einem 3-D-Verfahren hergestellt ist, dass die elastischen Zwischenglieder (5) eine Dicke zwischen 0,2 mm und 0,8 mm aufweisen, und

dass die Zwischenglieder (5) beabstandet zur äußeren Mantelfläche (9) sowie zur inneren Mantelfläche (10) der Tragstege (4) angeordnet und mit den Tragstegen (4) einstückig und endlos verbunden sind.

2. Spannelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

dass die elastischen Zwischenglieder (5) so ausgeführt sind, dass die Tragstege (4) parallel zu einem Bezugssystem, des Spannelements (1) an die ihnen zugewandten Flächen anlegbar sind.

3. Spannelement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein elastisches Zwischenglied (5) zwischen zwei oder mehreren miteinander verbundenen Tragstegen (4) angeordnet ist.

4. Spannelement (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die elastischen Zwischenglieder (5) als mäanderförmige Verbin- dung der Tragstege (4) ausgeführt sind.

5. Spannelement (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

dass die Tragstege (4) so ausgeführt sind, dass der sich während des Fixier- und/oder Spannvorgangs ergebende maximale Spalt (A), zwi- schen der Wölbung der stirnseitigen Fläche an den Stegen (4b) der Tragstege (4) und der Stützfläche (2a) des Stützelements (2), kleiner als die zulässige Rundlaufabweichung ist.

6. Spannelement (1) nach einen der vorherigen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

dass die elastischen Zwischenglieder (5‘,5“) so ausgebildet sind, dass die Tragstege (4‘,4‘‘) im äußerem und im inneren Bereich miteinander verbunden sind.

7. Spannelement (1) nach einen der vorherigen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

dass die äußere und/oder die innere Mantelfläche (9, 10) mit einem

Gewinde versehen ist.

8. Spannelement (1) nach einen der vorherigen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

dass ihre innere und äußere Mantelfläche (9, 10) sowie eine ihrer bei- den Stirnflächen in ein und derselben Aufspannung mechanisch fer- tigbearbeitet sind.

9. Spannelement (1) nach wenigstens einen der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Spannelement im Laserschmelzverfahren, hergestellt ist.

10. Spannelement (1) nach wenigstens einen der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass bei während eines Spannvorgangs aufeinandertreffenden Teile, die Tragstege (4) und das Stützelement (2) so ausgebildet sind, dass der jeweils äußere Radius größer als der innere Radius ist.

Description:
Spannelement zur Positionierung und/oder Fixierung eines Werkstücks oder Werkzeugs

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spannelement zur Positionierung und/oder Fixierung eines Werkstücks oder Werkzeugs, umfassend eine Mehrzahl von Tragstegen und eine Mehrzahl von elastischen Zwischen- gliedern, wobei sich das Spannelement durch Dehnung oder Stauchung der elastischen Zwischenglieder aufweiten oder zusammendrücken lässt. Besonders bei der mechanischen Endbearbeitung und Endkontrolle von Werkstücken, die auf einer ihrer Bezugsfläche aufgenommen und gespannt werden müssen, kommt es darauf an, diese sehr genau und exakt reprodu- zierbar zu positionieren, zu fixieren und zu spannen, um sie maß-, form- und lagegerecht fertigen bzw. vermessen zu können. Dazu sind Spannein- richtungen erforderlich, die sich durch eine hohe Form- und Lagegenauig- keit sowie eine hohe Formstabilität auszeichnen.

Ähnlich verhält es sich beim Spannen von Werkzeugen. Nur mit einem exakt positionierten Werkzeug kann die erwartete Maßhaltigkeit eines zu bearbeitenden Werkstücks erzielt werden. Darüber hinaus führt eine Rund- laufabweichung zu ungleicher Beanspruchung des Werkzeugs und damit zur Minderung der Standzeit.

Durch die Druckschrift DE 482 024 C ist ein Spannelement bekannt, wel- ches durch eine kegelige Hülse mit Längsschlitzen gebildet ist. Durch die Längsschlitze wird die Hülse in zusammenhängende Segmente unterteilt. Die Längsschlitze erstrecken sich in Längsrichtung über einen Teil der ra- dialen Erstreckung der Hülse und sind radialeinwärts bzw. radialauswärts gerichtet. Die Segmente haben die gleiche Außen- und Innenkontur wie die Hülse. Zum Beginn eines Spannvorgangs liegen die Segmente am Werk- stück oder Werkzeug an. Beim Spannen werden die Segmente gegeneinan- der verschoben, und im Übergangsbereich, der durch die benachbarten Schlitze gebildet ist, deformiert. Der radiale Versatz so wie diese Deforma- tion wirken sich negativ auf die aneinander liegenden Oberflächen sowie auf die Rundlaufgenauigkeit aus und begünstigen den Verschleiß. Eine vergleichbare Problematik besteht auch bei einer durch EP 2 813 306 Al bekannten Spannhülse, bei der mehrere regelmäßig über den Umfang der Spannhülse verteilt angeordnete Segmente vorgesehen sind. Die Seg- mente sind miteinander verbunden. Die Spannhülse weist eine Mehrzahl von Nuten auf. Erste Nuten gehen von der äußeren Mantelfläche der Hülse nach innen. Des Weiteren sind zweite von einer inneren Mantelflächen nach außen gehenden Nuten vorgesehen. Zwischen den ersten und den zweiten Nuten verbleiben Materialbrücken.

Es sind auch Spannelemente bekannt bei denen die elastischen Zwischen- glieder als auf die Tragstege aufvulkanisierte Zwischenlagen ausgebildet sind. Die Anzahl der Tragstege und der Zwischenglieder ist aus Fertigungs- gründen üblicherweise auf 3 bis 6 pro Spannelement beschränkt. Als Mate- rial für diese Zwischenlagen werden im Allgemeinen Gummi oder gummi- elastische Kunststoffe verwendet.

Als nachteilig wird angesehen, dass diese Zwischenlagen sowie ihre Ver- bindung mit den meist aus Werkzeugstahl bestehenden Tragstegen nicht dauerfest gegen zahlreiche Flüssigkeiten und nur in einem eingeschränkten Temperaturbereich brauchbar sind, zum Quellen neigen, sowie einem natür- lichen Alterungsprozess unterliegen, und dass die größere Wärmedehnung der Zwischenlagen gegenüber den metallischen Tragstegen zum Anstieg unkontrollierbarer Spannungen in den Vulkanisationszonen führt.

Bei der Verwendung eines derartigen, beispielweise konzentrischen Spann- elements, das als hülsenförmiger Körper zwischen einem als Stützelement ausgebildeten kegelförmigen Aufnahmedorn bzw. einer kegelförmigen Aufnahmehülse und einem Werkstück oder Werkzeug eingesetzt wird, be- trägt die damit erzielbare Rundlaufgenauigkeit bei eingeschränktem Spann- bereich bestenfalls 5 bis 10 pm. Bei Nutzung des vollen Spannbereichs nimmt die erreichbare Rundlaufgenauigkeit in Folge der nachfolgend be- schriebenen Druckflächenverlagerung progressiv ab.

Des Weiteren sind handelsübliche Spannelemente in Form konzentrischer Hülsen bekannt, deren eine Mantelfläche zylindrisch und die andere kegel- förmig ausgebildet ist. Diese üblicherweise aus Werkzeugstahl gefertigten einstückigen Spannelemente verfügen über keine elastischen Zwischenglie- der, über die sich das Spannelement aufweiten oder zusammendrücken las- sen würde. Diese Spannelemente weisen lediglich im Wechsel von beiden Stirnflächen ausgehende Schlitze auf, die sich jedoch nur soweit erstrecken dürfen, dass die durch die Schlitze entstehenden Hülsensegmente, eine Art Tragstege, zumindest auf einer Stirnseite noch über sogenannte Brücken- Stege miteinander verbunden bleiben. Der Nachteil derartiger Spannelemen- te besteht darin, dass die Hülsensegmente beim Fixieren bzw. Spannen ei- nes Werkstücks oder Werkzeugs auf Grund der Biegesteifigkeit der Brü- ckenstege aus der parallelen Lage zu ihrer Bezugsachse gedrängt und je nach Steifigkeit und Härte der aufeinander einwirkenden Teile unkontrol- liert deformiert sowie über ihre Länge radial verbogen werden. Da sich da- bei die Druckfläche der Hülsensegmente vom Zentrum auf eine der weit weniger präzis ausgeführten Kante verlagert, verschlechtert sich im glei- chen Maße auch die Rundlaufgenauigkeit unkontrollierbar.

Auch hierbei gilt, dass bei Nutzung des vollen Spannbereichs die erreichba- re Rundlaufgenauigkeit progressiv abnimmt.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Spann- element zu schaffen, dass in Bezug auf die Formstabilität und Rundlaufge- nauigkeit sowie die Medien-, Temperatur- und Alterungsbeständigkeit ge- genüber den derartigen, bisher bekannten Spannelementen wesentliche Vor- teile bietet.

Zur Lösung der Aufgabe wird gemäß Erfindung bei einem Spannelement gemäß der eingangs beschriebener Gattung vorgeschlagen, dass das Spann- element in einem 3-D-Verfahren hergestellt ist. Bei dem 3-D-Verfahren handelt es sich vorzugsweise um ein Laser-Schmelzverfahren oder ein an- deres metallisches Druckverfahren. Die elastischen Zwischenglieder des erfmdungsgemäßen Spannelementes weisen eine Dicke zwischen 0,2 mm und 0,8 mm auf. Das Spannelement zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Zwischenglieder beabstandet zur äußeren Mantelfläche sowie zur inne- ren Mantelfläche der Tragstege (4) angeordnet und mit den Tragstegen ein- stückig und endlos verbunden sind. Wenn ein solches, erfindungsgemäßes Spannelement mit einer kegeligen Mantelfläche zum Spannen eines Werkstücks oder Werkzeugs auf eine in gleicher Weise kegelige Mantelfläche eines Stützelements axial zu bewegt wird, gleiten die Tragstege des Spannelements auf der Oberfläche des Stüt- zelements bis ihre gegenüberliegende, beispielsweise zylindrische Mantel- fläche zur Anlage an das Werkstück bzw. an das Werkzeug gelangt. Da die elastischen Zwischenglieder so gestaltet sind, dass sie dabei gleichmäßig gedehnt oder gestaucht werden, bleiben die ursprünglich parallel zur Be- zugsachse und einem Bezugssystem verlaufenden Flächen der Tragstege auch weiterhin parallel ausgerichtet und die Tragstege selbst bleiben frei von jeglichen Querkräften. Bei dem Bezugssystem handelt es sich um Be- zugssystem nach ISO 5459: 1981.

Es ist auch möglich die innere und äußere Mantelfläche eines erfmdungs- gemäßen Spannelements zylindrisch auszuführen und es dafür beidseitig mit kegelförmigen Zentrierfasen zu versehen. Mit einem solchen beliebig langen Spannelement lassen sich beispielweise Werkstücke sehr leicht und sehr genau zwischen den Spitzen einer Dreh- oder Schleifmaschine sowie einer entsprechenden Messeinrichtung aufnehmen, spannen, bearbeiten und/oder vermessen, auch wenn die Werkstücke, wie üblich, über keine exakt konzentrisch ausgebildeten Fasen verfügen. Darüber hinaus ist es auch möglich, diese Spannelemente als Stufenelemente, ähnlich eines Stu- fendorns, auszuführen, wie auch die beidseitig aus dem Werkstück hervor- ragenden Enden des Spannelements im Durchmesser um ein entsprechen- des Maß zu reduzieren, um das Werkstück allseitig bearbeiten oder vermes- sen zu können. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, auch sehr schmale Spannelemente hersteilen und für derartige Aufgaben einsetzen zu können, sowie auch bereits vorhandene Spannelemente nachträglich auf die gewünschte Länge herunter erodieren zu lassen. Auf diese Weise ist es bei- spielweise möglich, Spannelemente mit einem Durchmesser von 16 - 60 mm und einer Breite vom 3 bis 12 mm herzustellen.

Wird der Spannvorgang mittels aufeinandergleitenden, kegelförmigen Flä- chen vollzogen, so wird bei Spannsystemen das Werkstück oder Werkzeug zwar kraftschlüssig, aber nur bedingt formschlüssig, gespannt. Das liegt daran, dass sich während des Spannvorgangs die Radien der sich berühren- den Kegelflächen ändern. Werden die Tragstege des Spannelements auf die Mantelfläche eines größer werdenden Stützelements hin zubewegt, so wird der Kraftschluss vom Zentrum auf die Randzonen der Tragstege verlagert. Im Gegensatz dazu wird der Kraftschluss wieder von den Randzonen der Tragstege zum Zentrum hin verlagert, wenn die Tragstege auf die Mantel- fläche eines sich verjüngenden Stützelementes treffen.

Um den Einfluss dieses unabänderlichen Zusammenhangs zu minimieren wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die auf eine kegelförmige Stützflä- che treffende Tragstegbreite auf ein Minimum zu reduzieren und dafür die Anzahl der Tragstege eines Spannelementes so weit wie möglich anzuheben oder die Radien der aufeinandertreffenden Teile so zu gestalten, dass der jeweils äußere größer als der innere Radius ist.

Wie Versuche und die nachfolgende Berechnung zeigen, ist es bei einem erfindungsgemäßen Spannelement möglich, den sich ergebenden radialen Spalt zwischen den aufeinandertreffenden Flächen der Tragstege und dem Stützelement zu verringern und damit die Rundlaufabweichung unter 1 gm zu halten.

Zur Bestimmung des Spaltes A kann die folgende Beziehung herangezo- gen werden

A = r - R + (R A 2 - b A 2) A 0,5 - (r A 2 - b A 2) A 0,5 wenn für r der kleinere Radius, für R der größere Radius und für b die hal- be Stegbreite eingesetzt wird.

Dies ist sinnvoll und auch praktikabel, da es bei den erfindungsgemäßen Spannelementen, die insbesondere für die mechanische Endbearbeitung und Fertigungskontrolle vorgesehen sind, weniger auf große Spannkräfte als vielmehr auf eine hohe Rundlaufgenauigkeit und eine gute Reproduzierbar- keit ankommt.

Es ist aber auch möglich Spannelemente mit wesentlich breiteren Stegen zu versehen, wenn dafür das Stützelement dementsprechend schmale hervor- stehend ausgebildete Stützflächen aufweist. Die Umrisskanten derartiger schmaler Stützflächen lassen sich leicht und sehr präzis hersteilen.

Ein solches erfindungsgemäßes Spannelement lässt sich sehr einfach und günstig als Rohling im Laser-Schmelzverfahren hersteilen, der nach dem Härten bzw. Vergüten vorzugsweise nur noch an seinen Anlageflächen, das heißt innen und außen sowie einer seiner Stirnflächen, in einer Aufspan- nung überschliffen werden muss, um eine möglichst hohe, vorzugsweise nahezu 100-prozentige Koaxialität der Innen- zur Außenkontur eines sol- chen Spannelements zu erzielen. Als Werkstoff wurde bisher der Werk- zeugstahl 1.2709 verwendet, der sich gut wärmebehandeln und beschichten lässt. Im Zuge dieser sich rasch weiterentwickelten Technologie kann da- von ausgegangen werden, dass bereits in absehbarer Zeit auch weitere hochwertige und noch besser dafür geeignetere Werkstoffe zur Herstellung derartiger Spannelemente zur Verfügung stehen werden. Es ist aber auch möglich einen solchen Spannelementrohling mit beispielsweise Hartme- tallstegen zu bestücken und anschließen wie vorerwähnt fertig zu bearbei- ten.

Versuche haben gezeigt, dass es ohne Weiters möglich ist, bei der Wand- stärke der elastischen Zwischenglieder bis auf 0,4 mm herunterzugehen und damit Spannbereiche, bei einem entsprechenden Spanndurchmesser sowie der entsprechenden Anzahl von Tragstegen und elastischen Zwischenglie- dern, von 0,1 bis 0,5 mm zu erreichen.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Ansprü- chen 2 bis 10 offenbart.

Insbesondere wird vorgeschlagen, dass die elastischen Zwischenglieder so ausgebildet sind, dass die Tragstege im äußerem und im inneren Bereich miteinander verbunden sind. Vorzugsweise ist das Spannelement so ausgebildet, dass die äußere und/oder die innere Mantelfläche mit einem Gewinde versehen ist. In dieser Form des Spannelementes, kann dieses ein Teil einer speziellen Spannvor- richtung sein.

Zur Ausbildung des Spannelementes wird vorgeschlagen, dass die innere und die äußere Mantelfläche sowie eine ihrer beiden Stirnflächen in ein und derselben Aufspannung mechanisch fertigbearbeitet sind.

Um die Funktionalität des Spannelementes zu verbessern, ist das Spann- element über seine planen Stirnflächen abdichtbar.

Ein erfindungsgemäßes Spannelement wird vorzugsweise im 3D- Durckverfahren, vorzugsweise im Laserschmelzverfahren, hergestellt.

Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben werden nachfolgend an- hand der in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsformen näher erläu- tert. Dabei zeigen

Fig. 1 eine stirnseitige Ansicht eines Spannelements auf einem kegelförmigen Stützelement zum Spannen eines als Zahn- rades ausgebildeten Werkstücks,

Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt des Bereiches A der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf eine weitere, zweite Ausführungsform eines Spannelements,

Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie a-a durch das Spann- element nach Fig. 3,

Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie b-b durch das Spann- element nach Fig. 3, Fig. 6 eine Schnittansicht entlang der Linie c-c durch das Spann- element nach Fig. 5,

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung des Spannelements der

Fig. 3,

Fig. 8 eine Draufsicht auf eine weitere, dritte Ausführungsform eines Spannelements,

Fig. 9 eine Schnittansicht entlang der Linie d-d durch das Spann- element nach Fig. 8,

Fig. 10 eine Schnittansicht entlang der Linie e-e durch das Spann- element nach Fig. 8,

Fig. 11 eine Schnittansicht entlang der Linie g-g durch das Spann- element nach der Fig. 10,

Fig. 12 eine perspektivische Darstellung des Spannelements der

Fig. 8,

Fig. 13 eine stirnseitige Ansicht eines Spannelements zur Auf- nahme zwischen den Spitzen einer Bearbeitungs- oder Messmaschine mit einem als Kegelrad ausgebildeten Werkstück,

Fig. 14 eine Schnittansicht entlang der Linie h-h durch das Spann- element nach Fig. 13,

Fig. 15 eine Schnittansicht entlang der Linie j-j durch das Spann- element nach Fig. 13,

Fig. 16 eine perspektivische Darstellung des Spannelements der

Fig. 13.

Fig. 17 und 18 Prinzipskizzen zur Erläuterung der Formschlussabwei- chung beim Aufeinandertreffen von kegelförmigen Flä- chen mit unterschiedlichen Radien und des dabei entste- henden Spaltes A,

Fig. 19 bis 22 unterschiedlich ausgebildete, mäanderförmige Zwischen- glieder als Verbindung benachbarter Tragstege,

Fig. 23 ein Spannelement mit elastischen Zwischengliedern, die

Tragstege innen und außen verbinden,

Fig. 24 eine perspektivische Darstellung eines Spannelements mit einem Außengewinde,

Fig. 25 eine perspektivische Darstellung eines Spannelements mit einem Innengewinde

Fig. 26 eine Draufsicht eines Spannelements mit Einlagen,

Fig. 27 das Spannelement nach Fig. 26 im Schnitt,

Fig. 28 eine Draufsicht eines weiteren Spannelements mit Ein 1a- gen,

Fig. 29 das Spannelement nach Fig. 28 im Schnitt,

Fig. 30 einen im Längsschnitt dargestellten Rohling zur Ausbil- dung des Spannelements nach Fig. 28 und

Fig. 31 den Rohling nach Fig. 30 im Schnitt quer zur Längsachse. Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Spannelement la, das sich zwischen einem kegelförmigen Stützelement 2 und einem als Zahnrad ausgebildeten Werkstücks 3 befindet, verfügt als Beispiel bei einem Spanndurchmesser von 40 mm über zehn Tragstege 4 und zehn elastische Zwischenglieder 5, die in diesem Fall gleichmäßig über den Umfang des Spannelementes la verteilt sind. In einer in den Figuren nicht dargestellten weiteren bevorzugten Ausfüh- rungsform ist es aber auch möglich mehrere Tragstege über biegeelastische Brücken miteinander tangential zu verbinden und die elastischen Zwi- schenglieder in beliebiger Folge dazwischen anzuordnen. Insoweit kann jeweils ein elastisches Zwischenglied zwischen zwei oder mehreren mitei- nander verbundenen Tragstegen angeordnet sein.

Die elastischen Zwischenglieder 5 sind vorzugsweise mäanderförmig ge- staltete Verbindungen zwischen zwei benachbarten Tragstegen. Sie können verschiedenartig, wie beispielsweise in den Figuren 1,2,3,6,7,9,10,12.19, 20 bis 29 als durchgehend gleichartig profilierte, oder wie in Figur 22 darge- stellt, als voneinander getrennte, hintereinander angeordnete, spiegelbildlich gestaltete Strukturen, ausgeführt sein.

Die mit den elastischen Zwischengliedern 5 verbundenen Tragstege 4 wei- sen zum Werkstück 3 hin einen relativ breiten Rücken 4a auf, während die am Stützelement 2 anliegenden Stege 4b der Tragstege 4 bewusst schmal ausgeführt sind. Wie bereits erwähnt hat die Breite der Stege 4b Einfluss auf die erzielbare Rundlaufgenauigkeit. Die Rücken 4a bilden einen Teil einer äußeren Mantelfläche 9. Die Stege 4b bilden einen Teil einer inneren Mantelfläche 10.

Beim Spannen werden das Spannelement la und/oder das Stützelement 2 axial soweit zueinander verschoben bis die Tragstege 4 mit Ihren Rücken 4a das Werkstück 3 und mit ihren Stegen 4b das Stützelement 2 kraftschlüssig miteinander verbinden. Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, besteht die Möglichkeit, die elasti- schen Zwischenglieder 5 über sogenannte Segmentstreifen 6 nach außen hin abzudecken. Diese Segmentstreifen 6 werden vorzugsweise aus dünnem Federbandstahl hergestellt und über die gesamte Länge des Spannelements la in die dafür vorgesehenen Ausnehmungen 4c der Tragstege eingescho- ben. Die Segmentstreifen 6 liegen danach an den äußeren Schultern der Ausnehmungen 4c der Tragstege 4 an und stützen sich an der mittleren Wölbung 5a der elastischen Zwischenglieder 5 ab. Es ist aber auch möglich speziell dafür hergestellte Kunststoffstreifen ein- zusetzen, und/oder die Hohlräume, die zumindest teilweise von den mäan- derförmigen Strukturen ausgebildet werden mit einem Füllmaterial auszu- füllen. Das Spannelement lb der Figuren 3 bis 6 entspricht im Wesentlichen dem Spannelement la der Figuren 1 und 2. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Tragstege 4 des Spannelements lb eine stirnseitige Schulter 7 aufweisen. Diese Schultern 7 dienen dazu, das Spannelement lb über eine entsprechende, hier nicht dargestellte Einrichtung, beim Spannen und Ent- spannen eines entsprechenden Werkstücks 3 axial zu betätigen.

Auch das Spannelement lc der Figuren 8 bis 12 entspricht im Wesentlichen dem Spannelement la der Figuren 1 und 2. Der Unterschied hierbei besteht darin, dass die elastischen Zwischenglieder 5 des Spannelements lc in Form eines eine Doppelschleife bildenden Mäanders ausgeführt sind. Die Tragstege 4 verfügen bei dieser Ausführungsform über keine stirnseiti- gen Schultern 7 und es wird auch keine entsprechende Einrichtung zum Entspannen des Werkstücks 3 benötigt, da die Stege 4b der Tragstege 4 so- wie das Stützelement 2 einen wesentlich steileren Kegel aufweisen, um eine Selbsthemmung beim Entspannen des Werkstücks 3 ausschließen zu kön- nen.

Die Figur 13 zeigt eine weitere Ausführungsform ähnlich der Figur 1. Der Unterschied besteht zum einen darin, dass bei dieser Ausführung kein sepa- rates Stützelement 2 erforderlich ist, da das Spannelement ld hierbei zwi- schen den Spitzen einer Bearbeitungs- oder Messmaschine aufgenommen wird, und zum andern, dass der Außendurchmesser des Spannelements ld auf beiden Seiten soweit reduziert ist, dass das geometrisch auf seine Boh- rung bezogene Werkstück 3 rundum in einer Aufspannung bearbeitet oder gemessen werden kann. Die elastischen Zwischenglieder 5 dieses Spann- elements ld sind in ähnlicher Weise wie die des Spannelements la ausge- führt und mittels Segmentstreifen 6 nach außen hin abgedeckt. Zur stirnsei- tigen Abdichtung des Spannelements ld dienen hierbei sogenannte Dicht- scheiben 8, die sich auf den Spitzen der Bearbeitungsmaschine abstützen.

Durch entsprechende an die Stirnflächen der Spannelemente la und lb an- legbare Planscheiben lässt sich der Innenraum zwischen den völlig ge- schlossenen Spannelementen la und lb entsprechend der Figuren 1 bis 7 und den dazugehörenden Stützelementen 2 hermetisch und damit staubfrei verschließen. Die Bezugszeichen 2 bis 8 beziehen sich auf die Teile aller Ausführungs- formen und sind deshalb nur bedarfsweise den einzelnen Figuren hinzuge- fügt. Zur Verdeutlichung der Formschlussabweichung beim Aufeinandertreffen von kegelförmigen Flächen mit unterschiedlichen Radien und des dabei entstehenden Spaltes A kann auf die Prinzipskizzen nach Fig. 17 und 18 verwiesen werden. Der dort dargestellte Abstand A zwischen den gewölb- ten Flächen, oder mit anderen Worten der Spalt A ergibt sich aus der Be- ziehung

A = r - R + (R A 2 - b A 2) A 0,5 - (r A 2 - b A 2) A 0,5

Wobei

r der kleinere Radius,

R der größere Radius und

b die halbe Stegbreite

sind.

Fig. 23 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spanelementes. In diesem Ausführungsbeispiel sind zwei elastische Zwi- schenglieder 5‘ und 5“ vorgesehen, welche zwei benachbarte Tragstege 4‘ und 4“ miteinander verbinden. Hierbei verbindet das elastische Zwischen- glied 5‘ die Tragstege 4‘ und 4“ in einem äußeren Bereich. Das elastische Zwischenglied 5“ verbindet die Tragstege 4‘ und 4“ in einem inneren Be- reich. Mit anderen Worten, das elastische Zwischenglied 5‘ ist benachbart zu der äußeren Mantelfläche 10 und das elastische Zwischenglied 5“ ist benachbart zu der inneren Mantelfläche 9. Fig. 24 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Spannelements mit ei- nem Außengewinde 11. Bei diesem Beispiel handelt es sich um ein koni- sches Außengewinde, was jedoch nicht zwingend ist. Das Außengewinde 11 kann auch zylindrisch sein.

In der Fig. 25 ist ein Spannelement mit einem Innengewinde 12 dargestellt. Hierbei handelt es sich um ein zylindrisches Innengewinde 12. Das Spann- element weist eine konische Außenkontur auf. Zur Erhöhung der Verschleiß festigkeit des Spannelementes ist es vorteil- haft, wenn die Tragstege zumindest teilweise aus einem verschleißfesten Werkstoff gebildet sind. Gemäß Figur 26 weisen die Tragstege 4 Einlagen 13, 14 auf. Die Einlagen 13 sind außen und die Einlagen 14 innen in den Tragstegen angeordnet. Bei den Einlagen 13, 14 handelt es sich vorzugs- weise um insbesondere eingelöteten Hartmetalleinlage. Die Einlagen 13, 14 werden hierbei in den Tragstegen vorgesehenen Aussparrungen eingesetzt. Die Einlagen 13, 14 erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte axiale Erstreckung der Tragstege 4. Fig. 28 sowie Fig. 29 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Spann- elements mit Einlagen 15. In dieser Ausführungsform erstrecken sich die Einlagen 15 über eine gesamte Höhe der Tragstege 4.

Zur Ausbildung des Spannelementes nach Fig. 28 wird ein Rohling oder Halbfabrikat 16 bereitgestellt. Dieser ist in den Figuren 30 und 31 darge- stellt. Der Rohling 16 weist an seinen Stirnseiten jeweils einen Hilfsring 17, 18 auf. Ein Hilfsring 17 ist stirnseitig unmittelbar mit den Tragstegen 4 ver- bunden. Der andere Hilfsring 18 ist über Stege 19 stirnseitig und damit un- mittelbar mit den Tragstegen 4 verbunden. Jeder Tragsteg 4 weist eine Aus- sparung 20 auf, in die jeweils eine Einlage 15 eingebracht werden kann. Bei den Einlagen 15 handelt es sich vorzugsweise um Hartmetalleinlagen, die mit den Tragstegen 4 vorzugsweise hartverlötet werden. Nach dem Einlöten der Einlagen und der Fertigbearbeitung des Spannelements werden die Hilfsringe 17 und 18 sowie die Stege 19 entfernt.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass auch andere Spannelemen- te unabhängig von ihrer Form, rund oder eckig, sowie auch andere unter Anwendung der erfmdungsgemäßen Neuerung hergestellte Maschinenbau- teile, wie Zentrier- und Gleitlager, Brems-, Streck- und Ausgleichselemente und dgl., diesem Schutzanspruch unterliegen.

Obwohl sich die Technologie der modernen 3D-Herstell-Verfahren für all diese Elemente als vorteilhaft erwiesen hat, können auch andere Werkstoffe und Herstellverfahren dafür verwendet werden.

Bezugszeichenliste

1 Spannelement allgemein

la Spannelement der Fig. 1 und 2

lb Spannelement der Fig. 3 bis 7

lc Spannelement der Fig. 8 bis 12

ld Spannelement der Fig. 13 bis 16

2 Stützelement

2a Stützfläche des Spannelements

3 Werkstück ( Werkzeug )

4 Tragsteg

4‘ Tragsteg

4“ Tragsteg

4a Rücken des Tragstegs 4

4b Steg des Tragstegs 4

4c Ausnehmung des Tragstegs 4

5 elastisches Zwischenglied

5‘ elastisches Zwischenglied

5“ elastisches Zwischenglied

5a Wölbung des elastischen Zwischenglieds 5

6 Segmentstreifen

7 Schulter

8 Dichtscheibe

9 äußere Mantelfläche der Tragstege

10 innere Mantelfläche der Tragstege

11 Außengewinde

12 Innengewinde 13 Einlage

14 Einlage

15 Einlage

16 Rohling

17 Hilfsring

18 Hilfsring

19 Steg

20 Aussparung für die Einlage