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Patent Searching and Data


Title:
CLASSIFIER FOR CLASSIFYING GRANULAR MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/046592
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to provide a classifier which can be inserted in a grinding circuit and whose grit discharge quantity recirculated to the mill is to be kept constant within certain limits without having to use a grit bunker arranged between the classifier and the mill, it is proposed according to the invention to design the classifier space above the coarse-material discharge opening (16) as an intermediate bunker for the classifier coarse material and to equip said bunker with level measurement means (19), and to control the filling level (20) between a bottom and a top limit value, and to arrange a controllable mechanical conveying member (22), which builds up the classifier coarse material (12) in the intermediate bunker, at the coarse-material discharge opening (16) of the classifier.

Inventors:
STRASSER, Siegfried (Gerlinghausen 69, Much, 53804, DE)
LIEDTKE, Silke (Forstwaldstrasse 168, Krefeld, 47804, DE)
BINNER, Jörg (Hahner Strasse 29, Engelskirchen, 51766, DE)
Application Number:
EP2007/008980
Publication Date:
April 24, 2008
Filing Date:
October 17, 2007
Export Citation:
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Assignee:
KHD HUMBOLDT WEDAG GMBH (Colonia-Allee 3, Köln, 51067, DE)
STRASSER, Siegfried (Gerlinghausen 69, Much, 53804, DE)
LIEDTKE, Silke (Forstwaldstrasse 168, Krefeld, 47804, DE)
BINNER, Jörg (Hahner Strasse 29, Engelskirchen, 51766, DE)
International Classes:
B07B7/086; B02C23/12; B07B7/00; B02C23/00
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Claims:

Sichter zum Sichten körnigen Gutes

A N S P R ü C H E

1. Sichter zum Sichten körnigen Gutes, mit einem Sichtergehäuse (10) mit Einlassen und Auslässen für Sichtluft, Sichtgut, Feingut und Grobgut, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

a) der Sichterraum oberhalb der Grobgutaustragsöffnung (16) ist als Sichtergrobgut-Zwischenbunker ausgebildet;

b) der Sichtergrobgut-Zwischenbunker ist mit einer Füllstands- messung (19) ausgestattet, und die Füllstandshöhe (20) im

Zwischenbunker ist zwischen einem unteren und oberen Grenzwert geregelt;

c) an der Grobgutaustragsöffnung (16) des Sichters ist ein das Sichtergrobgut (12) im Zwischenbunker anstauendes regelbares mechanisches Förderorgan (22) angeordnet.

2. Sichter nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Förderorgan (22) zum Austrag des Sichtergrobgutes (12) aus dem Zwischenbunker des Sichters eine Druckschnecke oder eine Zellenradschleuse oder ein Trogkettenförderer ist.

3. Sichter nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zur Füllstandsmessung des Sich- tergrobgutes im Zwischenbunker in diesem ein Schichthöhenradar (19) angeordnet ist und/oder der Sichter über Druckmessdosen (21 ) gewogen wird.

4. Sichter nach Anspruchi , dadurch gekennzeichnet, dass als Sichtergrobgut-Zwischenbunker der untere Teil des Innenkonus (11 ) eines statischen Luftstromsich- ters oder eines dynamischen Stabkorbsichters herangezogen ist.

5. Sichter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sichter in einen Mahlkreislauf mit einer Mühle integriert ist, wobei die Grobgutaustragsöffnung (16, 23) des Sichters mit der Gutaufgabe der Mühle in Verbindung steht.

6. Sichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung des Mahlkreislaufes mit dem integrierten Sichter der Füllstand (20) im Sichtergrobgut- Zwischenspeicher (11 ) des Sichters innerhalb vorgegebener Grenzen geregelt wird, wobei ein Regeleingriff auf die Fördermenge des das Sichtergrobgut (12) rezirkulierenden mechanischen Förderorgans (22) und/oder auf die Menge des in den Mahlkreislauf eingeschleusten Frischgutes erfolgt.

Description:

Sichter zum Sichten körnigen Gutes

B E S C H R E I B U N G

Die Erfindung betrifft einen Sichter zum Sichten körnigen Gutes, mit einem Sichtergehäuse mit Einlassen und Auslässen für Sichtluft, Sichtgut, Feingut und Grobgut.

Ein Sichter der eingangs genannten Art wird in der Regel in einen Mahlkreislauf eingeschaltet, wo er das von einer Mühle gemahlene Gut wie z. B. Erze, Zementrohmaterial, Zementklinker etc., das an einer Stelle in den Mahlkreislauf eingeschleust wird, in Grobgut und Feingut trennt, welch letzteres aus dem Mahlkreislauf ausgeschleust wird, während das Grobgut zur weiteren Mahlung zur Gutaufgabe der Mühle rezirkuliert wird.

Bei solchen kontinuierlich betriebenen Mahlkreisläufen können die Mengen des rezirkulierten Sichtergrobgutes, auch Grieße genannt, erheblichen Schwankungen unterliegen. Starke änderungen der rezirkulierten Sichtergrobgutmengen können zu Unregelmäßigkeiten im Betrieb der Mühle führen, besonders wenn diese eine Gutbettzerklei- nerungs-Hochdruckwalzenpresse ist, in deren Walzenspalt die lufterfüllten Grieße mit eingezogen werden müssen. Die Unregelmäßigkeiten stören die Laufruhe der Mühle z. B. Rollenpresse und vermindern die Mahleffizienz.

Aufwändig wäre es, die Sichtergrieße zunächst in einem eigenen Bunker zu speichern und den Bunkerinhalt über eine Dosierbandwaage der Mühle geregelt aufzugeben. Das Problem wird auch nicht

durch den aus der DE-A 39 26 882 bekannten Mahlkreislauf mit Gut- bettzerkleinerungs-Rollenpresse und dynamischem Stabkorbsichter gelöst. Dort wird zwar die Gesamtmenge aus Frischgut und Sich- tergrießen im Gutaufgabeschacht der Rollenpresse gemessen, aber es ist keine Vorsorge dagegen getroffen, dass die zur Rollenpresse rezirkulierte Menge an Sichtergrießen erheblichen Schwankungen unterliegen kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen in einem Mahlkreis- lauf einsetzbaren Sichter zu schaffen, dessen zur Mühle rezirkulierte Grießeaustragsmenge innerhalb bestimmter Grenzen konstant zu halten ist, ohne einen zwischen dem Sichter und der Mühle angeordneten Grießebunker anwenden zu müssen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einem Sichter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Beim erfindungsgemäßen Sichter ist innerhalb von diesem ein Grie- ßebunker integriert, indem ein im Sichter ohnehin vorhandener Hohlraum als Grießebunker genutzt wird. Dies geschieht dadurch, dass der Sichterraum oberhalb der Grieße- bzw. Grobgutaustragsöffnung als Sichtergrobgut-Zwischenbunker ausgebildet und als solcher genutzt wird. Dabei ist dieser Sichtergrobgut-Zwischenbunker mit einer Füllstandsmessung ausgestattet, und die Füllstandshöhe im Zwischenbunker ist zwischen einem unteren und oberen Grenzwert geregelt. An der Grobgutaustragsöffnung des Sichters ist ein das Sich- tergrobgut im Zwischenbunker anstauendes regelbares mechanisches Förderorgan wie z. B. Druckschnecke, Zellenradschleuse, Trogket- tenförderer etc. angeordnet. Die Füllstandsmessung im Sichtergrobgut-Zwischenbunker wird in die Regelung des Mahlkreislaufes eingebunden, in den der erfindungsgemäße Sichter eingesetzt wird, indem

ein Regeleingriff auf das an der Grobgutaustragsöffnung angeordnete mechanische Förderorgan und/oder auf die Menge des in den Mahlkreislauf eingeschleusten zu mahlenden Frischgutes erfolgt. Jedenfalls werden erfindungsgemäß mit vergleichsweise einfachen Mitteln starke Schwankungen von rezirkulierten Grießemengen in Mahlkreisläufen mit Mühle und Sichter vermieden.

Zur Füllstandsmessung des Sichtergrobgutes im Zwischenbunker des Sichters kann in diesem z. B. ein Schichthöhenradar angeordnet sein, und/oder der gesamte Sichter und damit der Inhalt des integrierten Zwischenbunkers kann z. B. über Druckmessdosen gewogen werden.

Statische Luftstromsichter oder auch dynamische Stabkorbsichter weisen zum Sammeln des in der Sichtzone abgetrennten Sich- tergrobgutes innerhalb des Sichtergehäuses oft einen Innenkonus auf, über dessen unteres konisch verjüngten Austragsende das Sich- tergrobgut ausgetragen wird. Beim erfindungsgemäßen Sichter wird der untere Teil dieses Innenkonus eines statischen Luftstromsichters oder eines dynamischen Stabkorbsichters als Sichtergrobgut- Zwischenbunker herangezogen und genutzt.

Die Erfindung und deren weitere Merkmale und Vorteile werden anhand des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Die Zeichnung zeigt im Vertikalschnitt, teilweise in Seitenansicht, einen Luftstromsichter, der ein statischer Sichter oder ein dynamischer Sichter mit im Sichtergehäuse oben rotierbar angeordnetem Stabkorb sein kann.

Gemäß zeichnerischem Ausführungsbeispiel hat der erfindungsgemäße Sichter zumindest in seinem unteren Bereich ein kegelmantel-

stumpfförmiges Außengehäuse 10, in welchem sich ein Sichtergrob- gut-Sammeltrichter bzw. Innenkonus 11 befindet, über dessen unteres Ende das gesammelte Sichtergrobgut 12 ausgetragen wird. Das zu sichtende körnige Aufgabegut 13 strömt suspendiert in der Sicht- luft von unten nach oben in den Ringraum zwischen Außengehäuse 10 und dem Innenkonus 11 des Sichters ein und durchströmt oben von außen nach innen einen ggf. verstellbaren Leitschaufelkranz 14. Aufgrund der Strömungsumlenkung wird von der Suspension eine Grobkornfraktion 15 abgetrennt, die durch Schwerkrafteinwirkung an der Innenseite des trichterförmigen Innenkonus 11 entlang nach unten zur zentralen Grobgutaustragsöffnung 16 des Sichters transportiert wird, während die im Sichtluftstrom 17 verbliebene Feinkornfraktion über die zentrale Umlenkhaube 18 aus der Sichterzone abgezogen und zwecks Abtrennung des Feingutes einem in der Zeichnung nicht dargestellten Abscheider zugeführt wird.

Erfindungsgemäß ist der Raum oberhalb der Grobgutaustragsöffnung 16 innerhalb des Innenkonus 11 als Zwischenbunker für das Sichtergrobgut 12 ausgebildet. Dieser Sichtergrobgut-Zwischenbunker ist mit einer Füllstandsmessung 19 ausgestattet, z. B. mit einem Schichthöhenradar, der in einer Online-Messung die aktuelle Schichthöhe 20 des im Zwischenbunker befindlichen Sichtergrobgutes misst und durch weiter unten beschriebene Regeleingriffe innerhalb bestimmter Grenzen hält. Die Menge an im Zwischenbunker befindli- ehern Sichtergrobgut 12 kann aber auch dadurch ermittelt werden, dass das Sichtergehäuse 10 auf Druckmessdosen 21 lagert und damit der Sichter samt Inhalt gewogen wird. Schließlich ist an der Grobgutaustragsöffnung 16 des als Zwischenbunker fungierenden Innenkonus 11 ein das Grobgut 12 im Zwischenbunker anstauendes regel- bares mechanisches Förderorgan 22 angeordnet, im zeichnerischen Ausführungsbeispiel eine Druckschnecke, von deren Austragsöffnung 23 eine geregelte Menge an Sichtergrobgut 12 zur Mühle wie z. B.

Rollenpresse, Vertikalmühle/Wälzmühle, Kugelmühle etc. des Mahlkreislaufes rezirkuliert wird, in den der Sichter eingeschaltet wird.

Zur Regelung des Mahlkreislaufes mit dem erfindungsgemäßen Sich- ter wird der Füllstand 20 im Sichtergrobgut-Zwischenspeicher 1 1 innerhalb vorgegebener Grenzen geregelt, wobei ein Regeleingriff auf die Fördermenge des das Sichtergrobgut 12 rezirkulierende mechanische Förderorgan 22 und/oder auf die Menge des in den Mahlkreislauf eingeschleusten Frischgutes erfolgen kann.

Aus der Zeichnung geht ferner hervor, dass der Sichter mit den erfindungsgemäßen Merkmalen nicht nur ein statischer Luftstromsichter ohne bewegte Teile sein kann, sondern auch ein dynamischer Stab- korbsichter, bei dem ein drehbar gelagerter, am Rotorumfang mit Tur- boelementen versehener Stabkorb mit gestrichelt gezeichneter vertikaler Drehachse 24 konzentrisch innerhalb des Leitschaufelkranzes 14 an der Oberseite des Sichters angeordnet ist. Ferner kann, wie durch den Pfeil 25 angezeigt, auf den Sichter ein Teil des ersten Aufgabegutes und/oder ein zweites Aufgabegut von oben aufgegeben werden.