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Title:
CLEANING APPARATUS FOR SPRAYERS, IN PARTICULAR SPRAY GUNS, AND METHOD FOR CLEANING A SPRAYER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/022764
Kind Code:
A1
Abstract:
Cleaning apparatus for sprayers (8), in particular spray guns, comprising at least one sprayer holder (3) for holding a sprayer (8), preferably a spray gun head, a mixing device (9) with a compressed air input (10), a cleaning agent input (11) and a mixture output (12), wherein the mixing device (9) is set up in order to mix the compressed air and the cleaning agent and to supply the mixture in the form of a compressed air and cleaning agent mixture to the mixture output (12), wherein a spraying device which is connected to the mixture output (12) is aligned with the sprayer holder (3) and is suitable for dispensing the cleaning mixture by spraying, wherein the mixing device (9) is set up to supply the compressed air to the mixture output (12) with a pressure differential in relation to the cleaning agent, and wherein the mixing device (9) is furthermore set up to supply the compressed air to the mixture output (12) at a higher pressure than the cleaning agent, and also a method for cleaning a sprayer with a cleaning apparatus, characterized in that compressed air is supplied to the mixture output (12) with a pressure differential in relation to the cleaning means, with the compressed air being supplied to the mixture output (12) at a higher pressure than the cleaning agent.

Inventors:
JAUNS, Michael (Herzogin-Elisabeth-Str. 29, Braunschweig, 38104, DE)
WEYER, Peter (Hinter den Höfen 1b, Osloss, 38557, DE)
JACOB, Frank (Weferlinger Strasse 13, Wolfsburg, 38448, DE)
PLANERT, Albert (Ringstr. 11, Heusenstamm, 63150, DE)
Application Number:
EP2007/007346
Publication Date:
February 28, 2008
Filing Date:
August 21, 2007
Export Citation:
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Assignee:
VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT (38436 Wolfsburg, DE)
JAUNS, Michael (Herzogin-Elisabeth-Str. 29, Braunschweig, 38104, DE)
WEYER, Peter (Hinter den Höfen 1b, Osloss, 38557, DE)
JACOB, Frank (Weferlinger Strasse 13, Wolfsburg, 38448, DE)
PLANERT, Albert (Ringstr. 11, Heusenstamm, 63150, DE)
International Classes:
B05B15/02
Attorney, Agent or Firm:
VOLKSWAGEN AG (Brieffach 1770, Wolfsburg, 38436, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Reinigungsvorrichtung für Zerstäuber (8), insbesondere Farbspritzpistolen, umfassend mindestens

eine Zerstäuberaufnahme (3) zur Aufnahme eines Zerstäubers (8), vorzugsweise eines Spritzpistolenkopfes, eine Mischeinrichtung (9) mit einem Drucklufteingang (10), einem Reinigungsmitteleingang (11) und einem Gemischausgang (12), wobei die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, dass Druckluft über den Drucklufteingang (10) mit einem Druckluftdruck zuführbar ist, wobei die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, dass Reinigungsmittel über den Reinigungsmitteleingang (11 ) mit einem Reinigungsmitteldruck zuführbar ist, wobei die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, die Druckluft und das Reinigungsmittel zu mischen und dem Gemischausgang (12) als Druckluft- Reinigungsmittel-Gemisch zuzuführen, wobei eine Sprüheinrichtung, die mit dem Gemischausgang (12) verbunden ist, auf die Zerstäuberaufnahme (3) ausgerichtet ist und zum Versprühen des Reinigungsgemisches geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einer Druckdifferenz gegenüber dem Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) zuzuführen, wobei die Mischeinrichtung (9) ferner dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einem höheren Druck als das Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) zuzuführen.

2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einer Druckdifferenz von 2 bis 4, vorzugsweise 3 bar gegenüber dem Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) zuzuführen.

3. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, das Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) mit einem Druck von etwa 1 bar und die Druckluft dem Gemischausgang (12) mit einem Druck von etwa 4 bar zuzuführen.

4. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet^ ist, das Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) mit einem Druck von etwa 2 bar und die Druckluft dem Gemischausgang (12) mit einem Druck von etwa 5 bar zuzuführen.

5. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Reinigungsmitteleiπgang (11) und dem Gemischausgang (12) eine Düse vorgesehen ist, wobei die Düse einen Durchmesser von 0,5 bis 2 mm aufweist.

6. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung ein Gehäuse (5) und einen Deckel (4) aufweist, wobei der Deckel (4) zur Aufnahme der Zerstäuberaufnahme (3) eingerichtet ist, wobei das Gehäuse (5) mit Befestigungsmitteln (15) zur Befestigung der Reinigungsvorrichtung eingerichtet ist, wobei der Deckel (4) über Federelemente (7) mit dem Gehäuse verbunden ist.

7. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) zur Aufnahme der Sprüheinrichtung ausgestaltet ist.

8. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wobei die Sprüheinrichtung als Spülrohr (1, 2) ausgestaltet ist, wobei das Spülrohr (1, 2) einen über die Länge des Spülrohres gleichbleibenden Querschnitt aufweist.

9. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Sprüheinrichtung ein erstes Spülrohr (1) und ein zweites Spülrohr (2) vorgesehen ist, wobei die Spülrohre (1, 2) in das Gehäuse (5) hineinragen, wobei die Spülrohre (1, 2) eine geometrische Längsachse aufweisen, wobei die Spülrohre (1, 2) derart auf die Zerstäuberaufnahme (3) ausgerichtet sind, dass sich die geometrischen Längsachsen im Mittelpunkt der Zerstäuberaufnahme (3) kreuzen.

10. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden . Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerstäuberaufnahme (3) mit einem der Sprüheinrichtung zugewandten Trichter (6) ausgestattet ist.

11. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) als Gefäß (13) ausgestaltet ist, wobei bodenseitig des Gefäßes (13) ein Ablauf (14) vorgesehen ist.

12. Reinigungsvorrichtung für Zerstäuber (8), insbesondere Farbspritzpistolen, umfassend mindestens

eine Zerstäuberaufnahme (3) zur Aufnahme eines Zerstäubers (8), vorzugsweise eines Spritzpistolenkopfes, eine Mischeinrichtung (9) mit einem Drucklufteingang (10), einem Reinigungsmitteleingang (11) und einem Gemischausgang (12), wobei die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, dass Druckluft über den Drucklufteingang (10) mit einem Druckluftdruck zuführbar ist, wobei die .Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, dass Reinigungsmittel über den Reinigungsmitteleingang (11) mit einem Reinigungsmitteldruck zuführbar ist, wobei die Mischeinrichtung (9) dazu eingerichtet ist, die Druckluft und das Reinigungsmittel zu mischen und dem Gemischausgang (12) als Druckluft- Reinigungsmittel-Gemisch zuzuführen, wobei eine Sprüheinrichtung, die mit dem Gemischausgang (12) verbunden ist, auf die Zerstäuberaufnahme (3) ausgerichtet ist und zum Versprühen des Reinigungsgemisches geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprüheinrichtung als Spülrohr (1, 2) ausgestaltet ist, wobei das Spülrohr (1, 2) einen über die Länge des Spülrohres gleichbleibenden Querschnitt aufweist.

13. Verfahren zur Reinigung eines Zerstäubers mit einer Reinigungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Druckluft mit einer Druckdifferenz gegenüber dem Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) zugeführt wird, wobei die Druckluft mit einem höheren Druck als das Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) zugeführt wird.

14. Verfahren zur Reinigung eines Zerstäubers nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemischausgang (12) Druckluft und Reinigungsmittel mit einer Druckdifferenz von 2 bis 4, vorzugsweise 3 bar zugeführt wird.

15. Verfahren zur Reinigung eines Zerstäubers nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) mit

einem Druck von etwa 1 bar und die Druckluft dem Gemischausgang (12) mit einem Drück von etwa 4 bar zugeführt wird.

16. Verfahren zur Reinigung eines Zerstäubers nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel dem Gemischausgang (12) mit einem Druck von etwa 2 bar und die Druckluft dem Gemischausgang (12) mit einem Druck von etwa 5 bar zugeführt wird.

Description:

Beschreibung

Reinigungsvorrichtung für Zerstäuber, insbesondere Farbspritzpistolen, sowie Verfahren zur

Reinigung eines Zerstäubers

Zerstäuber werden zum Auftragen von Fluiden, beispielsweise Lacken oder Beschichtungen auf einen Gegenstand, beispielsweise eine Fahrzeugkarosserie, verwendet. Mittels des Zerstäubers wird aus einem Fluid ein feiner Nebel des Fluides erzeugt, der auf den Gegenstand aufgetragen werden kann. Sofern es sich bei dem Zerstäuber um ein handbetätigtes Gerät zum Auftragen von Lacken handelt wird dieses, wegen der an eine Schusswaffe erinnernde Form, oft als Farbspritzpistole bezeichnet. Im industriellen Einsatz auf automatischen Lackieranlagen kommen die Zerstäuber an Robotern als Luft-(Kappen)-Zerstäuber oder Glocken, sowie mit Außenelektroden mit anschließendem Trockenblasen zum Einsatz. Die zuvor beschriebenen Zerstäuber müssen jedoch regelmäßig gereinigt werden, d.h. von Resten des ggf. bereits angetrockneten Fluids befreit werden. Insbesondere müssen bereits angetrocknete Farbreste von dem Zerstäuber entfernt werden. Hierzu sind Vorrichtungen aus dem Stand der Technik bekannt geworden.

Aus der EP 0 869 848 B1 ist eine Vorrichtung zum Reinigen von Spritzpistolen, umfassend einen geschlossenen Behälter mit einem Einlass, einem Auslauf und einer öffnung zum Aufnehmen einer Düse einer Spritzpistole, eine Sprayvorrichtung, die in dem genannten Behälter drehbar montiert ist und sich mit dem genannten Einlass in Fluidkommunikation befindet bekannt geworden, wobei die genannte Sprayvorrichtung eine versetzte Reinigungsdüse zum Spritzen eines Reinigungssprays auf die genannte öffnung zu und eine Rotationsvorrichtung zum Bewirken der Rotation der genannten Sprayvorrichtung hat, wobei die genannte öffnung eine Dichtungsvorrichtung zum abdichtenden Aufnehmen der genannten Spritzpistolen und zum Positionieren der genannten Düse der genannten Spritzpistolen in dem genannten Reinigungsspray hat, wobei die Rotationsvorrichtung eine Rotationsdüse zum Spritzen eines Rotationssprays aufweist.

Zwar ist die zuvor genannte Vorrichtung zum Reinigen von Spritzpistolen, insbesondere Farbspritzpistolen, geeignet, es ist jedoch nachvollziehbar, dass die Mechanik und die Dichtungstechnik für die beschriebene Rotationsvorrichtung entsprechend aufwendig ist.

Es sind ferner Reinigungsvorrichtungen bekannt geworden, die nicht über eine Rotationsvorrichtung verfügen. Beispielsweise offenbart die DE 101 10 098 A1 eine

Reinigungsvorrichtung für Farbaustraggeräte, mit mindestens einem Reinigungsbehälter, in den zu reinigende Teile des Farbaustraggerätes steckbar sind, wobei im Reinigungsbehälter wenigstens eine Zuleitung vorgesehen ist, die wenigstens einen gegen die zu reinigenden Teile gerichteten Austritt für das Reinigungsmittel aufweist. Die hier beschriebene Reinigungsvorrichtung weist ferner eine Vielzahl von Düsen auf, wobei den Düsen das Reinigungsmittel unter Druck zugeführt wird. Zwar zeichnet sich die Reinigungsvorrichtung durch einen einfachen Aufbau aus, insbesondere sind keine rotierenden Düsen vorgesehen, jedoch muss eine erhebliche Anzahl von Düsen vorgesehen sein, um das Farbaustraggerät allseitig von Farbresten zu befreien. Es ist nachvollziehbar, dass hieraus ein erheblicher Reinigungsmittelverbrauch resultiert, der sowohl unter Kostengesichtspunkten, wie auch ökologischen Gesichtspunkten nicht erwünscht ist.

Hier setzt die vorliegende Erfindung an und macht es sich zur Aufgabe, eine Reinigungsvorrichtung vorzuschlagen, die sich durch einen einfachen Aufbau, eine hohe Reinigungswirkung und einen geringen Wartungsaufwand auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Reinigungsvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, dass die Mischeinrichtung dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einer Druckdifferenz gegenüber dem Reinigungsmittel dem Gemischausgang zuzuführen, wobei die Mischeinrichtung ferner dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einem höheren Druck als das Reinigungsmittel dem Gemischausgang zuzuführen, wird ein Vaporisierungseffekt erzielt, d.h. die Oberfläche, sowie das Volumen des Reinigungsmittels wird um ein Vielfaches erhöht, so dass ein maximaler Reinigungserfolg mit niedrigstem Verbrauch an Reinigungsmittel in kürzester Reinigungszeit im Verhältnis zu bekannten Reinigungsmethoden und Reinigungsvorrichtungen erzielt werden kann. Eine vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung ermöglicht eine Einsparung an Druckluft als auch Reinigungsmittel ^on bis zu 90%. Der Verbrauch an Reinigungsmittel beträgt nur etwa 6 bis 10ml pro Reinigungsvorgang für eine Sprühpistole.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung kann vorgesehen sein, dass die Mischeinrichtung dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einer Druckdifferenz von 2 bis 4, vorzugsweise 3 bar gegenüber dem Reinigungsmittel dem Gemischausgang zuzuführen. Bei einer Druckdifferenz von 3 bar ergeben sich besonders gute Reinigungsergebnisse.

Es kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Mischeinrichtung dazu eingerichtet ist, das Reinigungsmittel dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 1 bar und die Druckluft dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 4 bar zuzuführen. Bei

diesen Drücken und der sich ergebenden Druckdifferenz wurden besonders gute Reinigungsergebnisse erzielt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Mischeinrichtung dazu eingerichtet ist, das Reinigungsmittel dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 2 bar und die Druckluft dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 5 bar zuzuführen. Bei diesen Drücken und der sich ergebenden Druckdifferenz wurden besonders gute Reinigungsergebnisse erzielt.

Es kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass zwischen dem Reinigungsmitteleingang und dem Gemischausgang eine Düse vorgesehen ist, wobei die Düse einen Durchmesser von 0,5 bis 2 mm aufweist. Durch eine derartige Düse zwischen Reinigungsmitteleingang und Gemischausgang kann im Wesentlichen sichergestellt werden, dass die bevorzugte Druckdifferenz von 3 bar hergestellt werden kann.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung kann vorgesehen sein, dass die Reinigungsvorrichtung ein Gehäuse und einen Deckel aufweist, wobei der Deckel zur Aufnahme der Zerstäuberaufnahme eingerichtet ist, wobei das Gehäuse mit Befestigungsmitteln zur Befestigung der Reinigungsvorrichtung eingerichtet ist, wobei der Deckel über Federelemente mit dem Gehäuse verbunden ist. Eine derartig ausgestaltete Reinigungsvorrichtung eröffnet die Möglichkeit Positionstoleranzen auszugleichen, indem die Zerstäuberaufnahme gegenüber dem Gehäuse, und damit gegenüber einer Befestigungsposition verschoben werden kann. Dieser mögliche Ausgleich von Positionstoleranzeπ gewinnt eine besondere Bedeutung im Rahmen einer Integration der Reinigungsvorrichtung in bestehende Lackieranlagen oder bei der Positionierung der Zerstäuber in der Zerstäuberaufnahme durch Roboter.

Es kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das Gehäuse zur Aufnahme der Sprüheinrichtung ausgestaltet ist. Sofern der Deckel zur Aufnahme der Zerstäuberaufπahme eingerichtet ist, ist es von Vorteil, die Sprüheinrichtung an oder in dem Gehäuse anzubringen, so dass der Deckel beispielsweise zu Wartungszwecken abgenommen werden kann. Entsprechend kann jedoch die Ausrichtung der Sprüheinrichtung unverändert beibehalten werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sprüheinrichtung als Spülrohr ausgestaltet ist, wobei das Spülrohr einen über die Länge des Spülrohres gleichbleibenden Querschnitt aufweist. Dadurch, dass statt Düsen Spülrohre, sprich Rohre mit einem in Längsrichtung gleichbleibenden Querschnitt verwendet

werden, die dazu eingerichtet sind die Mischung aus Druckluft und Reinigungsmittel auf den zu reinigenden Zerstäuber zu versprühen, ist die Gefahr, dass sich ein derartiges Spülrohr, beispielsweise durch angetrocknete Lackreste, zusetzt, erheblich geringer. Eine derart ausgestaltete Reinigungsvorrichtung zeichnet sich durch extrem lange Wartύngsintervalle aus.

Zur Erhöhung der Reinigungswirkung kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass als Sprüheinrichtung ein erstes und ein zweites Spülrohr vorgesehen ist, wobei Spülrohre in das Gehäuse hineinragen, wobei die Spülrohre eine geometrische Längsachse aufweisen, wobei die Spülrohre derart auf die Zerstäuberaufnahme ausgerichtet sind, dass sich die geometrischen Längsachsen im Mittelpunkt der Zerstäuberaufnahme kreuzen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung kann vorgesehen sein, dass die Zerstäuberaufnahme mit einem der Sprüheinrichtung zugewandten Trichter ausgestattet ist. Ein derartiger Trichter kann vorteilhafterweise dazu vorgesehen sein, das Druckluft-Reinigungsmittel-Gemisch entsprechend auf das Zentrum der Zerstäuberaufnahme zu lenken, so dass ein maximaler Reinigungseffekt erzielt werden kann.

Vorteilhafterweise kann weiterhin vorgesehen sein, dass das Gehäuse als Gefäß ausgestaltet ist, wobei bodenseitig des Gefäßes ein Ablauf vorgesehen ist. Entsprechend kann das auf den zu reinigenden Zerstäuber versprühte Reinigungsmittel und die Verschmutzungen des Zerstäubers in das Gefäß und anschließend durch den Ablauf abfließen.

Es ist ferner bekannt, dass die Verwendung von Düsen für Reinigungsvorrichtungen für Zerstäuber, insbesondere für Lackspritzpistolen, dazu neigen sich zuzusetzen, sofern sich beispielsweise abgewaschene Lackreste auf den Düsen absetzen. Infolgedessen ergibt sich ein entsprechend hoher Wartungsaufwand für Reinigungsvorrichtungen, welche das Reinigungsmittel mittels Düsen auf die Lackspritzpistolen versprühen.

Es ist demnach eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Reinigungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12 bereitzustellen, die sich durch einen sehr geringen Wartungsaufwand auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Reinigungsvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Dadurch, dass statt Düsen Spülrohre, sprich Rohre mit einem in Längsrichtung gleichbleibenden Querschnitt verwendet werden, die dazu eingerichtet sind die Mischung aus Druckluft und Reinigungsmittel auf den zu reinigenden Zerstäuber zu versprühen, ist die Gefahr, dass sich ein derartiges Spülrohr, beispielsweise durch angetrocknete Lackreste, zusetzt, erheblich geringer. Eine derart ausgestaltete

- A -

Reinigungsvorrichtung zeichnet sich durch einen geringen Wartungsaufwand, insbesondere durch lange Wartungsintervalle aus.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Verfahren zur Reinigung eines , Zerstäubers mit einer Reinigungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche vorzuschlagen, welches sich durch einen maximalen Reinigungserfolg bei niedrigstem Verbrauch an Reinigungsmittel auszeichnet. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Druckluft mit einer Druckdifferenz gegenüber dem Reinigungsmittel dem Gemischausgang zugeführt wird, wobei die Druckluft mit einem höheren Druck als das Reinigungsmittel dem Gemischausgang zugeführt wird. Durch diese Maßnahme wird ein Vaporisierungseffekt erzielt, d.h. die Oberfläche, sowie das Volumen des Reinigungsmittels wird um ein Vielfaches erhöht, so dass ein maximaler Reinigungserfolg mit niedrigstem Verbrauch in kürzester Reinigungszeit im Verhältnis zu bekannten Reinigungsmethoden und Reinigungsvorrichtungen erzielt werden kann. Eine vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung ermöglicht eine Einsparung an Druckluft als auch Reinigungsmittel von bis zu 90%. Der Verbrauch an Reinigungsmittel beträgt nur etwa 6 bis 10ml pro Reinigungsvorgang für eine Sprühpistole.

Es kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass dem Gemischausgang Druckluft und Reinigungsmittel mit einer Druckdifferenz von 2 bis 4, vorzugsweise 3 bar zugeführt wird. Bei dieser Druckdifferenz wurden besonders gute Reinigungsergebπisse erzielt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des vorgeschlagenen Verfahrens kann vorgesehen sein, dass das Reinigungsmittel dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 1 bar und die Druckluft dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 4 bar zugeführt wird. Bei diesen Drücken und der sich ergebenden Druckdifferenz wurden besonders gute Reinigungsergebnisse erzielt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Reinigungsmittel dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 2 bar und die Druckluft dem Gemischausgang mit einem Druck von etwa 5 bar zugeführt wird. Bei diesen Drücken und der sich ergebenden Druckdifferenz wurden besonders gute Reinigungsergebnisse erzielt.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung, bevorzugter Ausführun'gsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen

Fig. 1 eine seitliche Ansicht auf eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung;

Fig. 2 eine teilweise geschnittene Ansicht auf eine erfindungsgemäße

Reinigungsvorrichtung.

Eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung umfasst im Wesentlichen eine Zerstäuberaufnahme 3, ein erstes Spülrohr 1 und ein zweites Spülrohr 2. Die Spülrohre 1, 2 sind derart auf die Zerstäuberaufnahme 3 ausgerichtet, dass ein aus den Spülrohren 1, 2 austretendes Druckluft-Reinigungsmittel-Gemisch einen in der Zerstäuberaufnahme 3 aufgenommenen Zerstäuber 8 erreichen kann. Eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung umfasst weiterhin eine Mischeinrichtung 9 mit einem Drucklufteingang 10, einem Reinigungsmitteleingang 11 und einem Gemischausgang 12. Die Mischeinrichtung 9 ist dazu geeignet, das über den Reinigungsmitteleingang 11 zugeführte, vorzugsweise flüssige Reinigungsmittel mit der über den Drucklufteingang zugeführten Luft zu mischen und das entstehende Druckluft-Reinigungsmittel-Gemisch aus dem Gemischausgang 12 abzugeben, wobei die Spülrohre 1, 2 über geeignete Zuleitungen 16 mit dem Gemischausgang 12 verbunden sind, so dass das Druckluft-Reinigungsmittel-Gemisch letztendlich über die Spülrohre 1, 2 abgegeben werden kann.

Es ist femer ein Gehäuse 5, sowie ein Deckel 4 vorgesehen, wobei der Deckel 4 zur Aufnahme der Zerstäuberaufnahme 3 und das Gehäuse 5 zur Aufnahme der Spülrohre 1, 2 eingerichtet ist.

Das Gehäuse 3 ist im wesentlichen hohlzylinderförmig ausgestaltet und kopfseitig mit einem umlaufenden Kragen 18 ausgestattet. Die Spülrohre 1, 2 ragen auf gegenüberliegenden Seiten in das hohlzylinderförmige Gehäuse 5 hinein und weisen eine geeignete Biegung auf, um die Spülrohre 3, 4 in R/chtung der Zerstäuberaufnahme 3 auszurichten, die an dem Deckel 4 angebracht ist. Eine geometrische Längsachse der Spülrohre 1, 2 ist entsprechend auf den Mittelpunkt der Zerstäuberaufnahme 3 ausgerichtet. Sofern, wie hier vorgeschlagen, von zwei Spülrohren ausgegangen wird, kreuzen sich die Längsachsen der Sprührohe 1, 2 im Mittelpunkt der Zerstäuberaufnahme 3. Das Gehäuse 5 ist ferner mit Befestigungsmitteln 15 zur Montage der Reinigungsvorrichtung, beispielsweise an einer Lackieranlage, ausgestattet. Das Gehäuse 5 kann wahlweise hohlzylinderförmig und bodenseitig offen, als auch als Gefäß 13 mit einem bodenseitigen Ablauf 14 ausgestaltet sein. Entsprechend kann das verbrauchte Reinigungsmittel über das Gefäß 13 aufgefangen und über einen geeigneten Ablauf 14 entsorgt werden, oder einfach aus dem Gehäuse 5 ablaufen und beispielsweise in bestehende Auswaschungen einer Lackierkabine eingeleitet werden.

Der Deckel 4 ist kreisförmig ausgestaltet und liegt auf dem Kragen 18 auf. Vorzugsweise kann der Kragen 18 mit einer umlaufenden Dichtung 19 ausgestattet sein, so dass Gehäuse 5 und Deckel 4 gegeneinander abgedichtet sind. Der Deckel 4 weist ferner eine mittige Bohrung auf, wobei die Zerstäuberaufnahme 3 oberhalb der Bohrung des Deckels 4 angebracht ist. Unterhalb der Bohrung bzw. unterhalb der Zerstäuberaufnahme 1 ist ein Trichter 6 vorgesehen, dessen öffnung grundsätzlich den Spülrohren 1, 2 zugewandt ist. Hierdurch wird eine noch bessere Umlenkung des aus den Spülrohren 1, 2 austretenden Druckluft-Reinigungsmittel- Gemisches sichergestellt.

Der Deckel 4 ist über Federelemente 7 mit dem Kragen 18 verbunden, die den Deckel 4 auf den Kragen 18 pressen. Der Deckel 4 und damit die Zerstäuberaufnahme 3 kann entsprechend geringfügig gegenüber dem Gehäuse 5 verschoben werden. Hierdurch ergibt sich eine vorteilhafte Möglichkeit Positionstoleranzen auszugleichen. Dieser mögliche Ausgleich von Positionstoleranzen gewinnt eine besondere Bedeutung im Rahmen einer Integration der Reinigungsvorrichtung in bestehende Lackieranlagen oder bei der Positionierung der Zerstäuber 8 in der Zerstäuberaufnahme durch Roboter. Die Federelemente 7 sind ferner für eine schnell lösbare Verbindung zwischen dem Gehäuse 5 und dem Deckel 4 eingerichtet, so dass neben einer beweglichen Lagerung eine schnelle und einfache Wartung ermöglicht wird. Vorzugsweise eignen sich sogenannte „quicklock" Verschlüsse für eine lösbare Verbindung zwischen Deckel 4 und Gehäuse 5.

Die Zerstäuberaufnahme 3 ist hohlzylinderförmig ausgestaltet und zur Aufnahme eines Zerstäubers, vorzugsweise eines Abschnitts eines Zerstäubers, insbesondere eines Zerstäuberkopfes 8, eingerichtet. Der Zerstäuberkopf 8 kann zumindest abschnittsweise durch die Zerstäuberaufnahme 3 hindurch gesteckt werden. Zur vorteilhaften Halterung des Zerstäuberkopfes 8 ist innerhalb der Zerstäuberaufnahme 1 ein Einsatz 17, vorzugsweise ein Gummieinsatz, vorgesehen.

Die Druckluft und das Reinigungsmittel werden den entsprechenden Eingängen der Mischeinrichtung vorzugsweise kontinuierlich und mit einem bestimmten Druckluftdruck und einem Reinigungsmitteldruck zugeführt. Erfindungsgemäß ist nunmehr vorgesehen, dass die Mischeinrichtung 9 dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einer Druckdifferenz gegenüber dem Reinigungsmittel dem Gemischausgang 12 zuzuführen, wobei die Mischeinrichtung 9 ferner dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einem höheren Druck als das Reinigungsmittel dem "Gemischausgang 12 zuzuführen. Hierdurch wird ein Vaporisieruπgseffekt erzielt, d.h. die Oberfläche, sowie das Volumen des Reinigungsmittels wird um ein Vielfaches erhöht, so dass ein maximaler Reinigungserfolg mit niedrigstem Verbrauch an Reinigungsmittel in kürzester Reinigungszeit im Verhältnis zu bekannten Reinigungsmethoden und Reinigungsvorrichtungen

erzielt werden kann. Eine vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung ermöglicht eine Einsparung an Druckluft als auch Reinigungsmittel von bis zu 90%. Der Verbrauch an Reinigungsmittel beträgt nur etwa 6 bis 10ml pro Reinigungsvorgang für eine Sprühpistole. Es ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Mischeinrichtung 9 dazu eingerichtet ist, die Druckluft mit einem um 3 bar höheren Druck als das Reinigungsmittel dem Gemischausgang 12 zuzuführen. Dies kann beispielsweise durch eine Düse zwischen dem Reinigungsmitteleingang und dem Gemischausgang von 0,5 bis 2 mm sichergestellt werden. Als besonders vorteilhafte Drücke haben sich 1 bis 2 bar Spülmitteldruck und entsprechend 4 bis 5 bar Druckluftdruck erwiesen. Die Mischeinrichtung 9 ist ferner dazu eingerichtet, dass kein Reinigungsmittel aus dem Reinigungsmitteleingang 11 in den Drucklufteingang 10 zurückgedrückt werden kann.

Es ist ferner erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Reinigungsvorrichtung gerade nicht mit Düsen bestückt ist, aus denen das Gemisch aus Druckluft und Reinigungsmittel auf die Zerstäuberaufnahme 3 versprüht wird. Vielmehr sind Spülrohre 1, 2 vorgesehen, die einen über die Länge gleichbleibenden Querschnitt aufweisen. Entsprechend müssen keine komplizierten Düsen verwendet werden, die sich während des Betriebes der Reinigungsvorrichtung zusetzen können.

Vorzugsweise ist die Reinigungsvorrichtung aus VA Edelstahl hergestellt, so dass sich eine einfache Wartung und Eigenreinigung ergibt. Auch zeichnet sich die Reinigungsvorrichtung durch eine kompakte Bauweise für eine hohe Effektivität aus, ist kostengünstig herstellbar und in alle gängigen bestehenden Anlagen integrierbar.

Bezugszeichenliste

erstes Spülrohr zweites Spülrohr

Zerstäuberaufnahme

Deckel

Gehäuse

Trichter

Federelemente / Schnellverschlüsse

Zerstäuber / Zerstäuberkopf

Mischeinrichtung

Drucklufteingang

Reinigungsmitteleingang

Gemischausgang

Gefäß

Ablauf

Befestigungsmittel

Zuleitungen

Einsatz

Kragen

Dichtung