GRIMMEL, Walter (Boschstrasse 3, Ober-Mörlen, 61239, DE)
| Patentansprüche 1. Reinigungsvorrichtung für ein Abwassersieb, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung einen Saugkopf (3) und eine motorisch angetriebene Verstelleinrichtung aufweist, die mit dem Saugkopf (3) gekoppelt ist, wobei die Verstelleinrichtung derart eingerichtet ist, dass sie den Saugkopf (3) selbsttätig über die Fläche des Abwassersiebes (2) zu bewegen vermag. 2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkopf (3) über einen Saugschlauch (4) mit einer Saugkammer (20) verbunden ist, die an ein Gebläse zum Erzeugen eines Unterdrucks in der Saugkammer (20) angeschlossen ist. 3. ReinigungsVorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden der Saugkammer (20) eine Wasserablassklappe (25) vorhanden ist, die in der Schließstellung außenseitig am Rand einer Auslassöffnung anliegt und gewichtsgesteuert in eine Offenstellung bringbar ist. 4. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3 , dadurch gekennzeichnet, dass in der Saugkammer (20) ein Feststoffabscheider angeordnet ist. 5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Feststoffabscheiäer ein Trennsieb (28) ist, das oberhalb des Bodens angeordnet ist, und dass sich über dem Trennsieb (28) eine Räumvorrichtung zum Räumen der am Trennsieb zurückgehaltenen Feststoffe befindet. 6. ReinigungsVorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennsieb (28) eine Rinne (29) bildet und die Räumvorrichtung eine Schnecke (30) ist, die in dieser Rinne (29) liegt, wobei der Kopf der Schnecke (30) in ein seitlich an der Saugkammer (20) angeordnetes Ausgaberohr (31) ragt, dessen Innendurchmesser dem Außendurchmesser der Schnecke (30) entspricht. 7. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des Trennsiebs (28) einen Trichter bildet . 8. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet, dass der Feststoffabscheider aus einem Filterschlauch (46) besteht. 9. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterschlauch (46) quasi endlos ist und der Abschnitt des Filterschlauchs (46) , der sich nicht in der Saugkammer (20) befindet, oberhalb des Gehäuses (21) der Saugkammer (20) bevorratet ist . 10. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Saugkammer (20) ein Stützgitter (45) für den Filterschlauch (46) angeordnet ist. 11. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (21) der Saugkammer (20) aus einem Deckel (39) sowie zwei Halbschalen (36, 37) besteht, die zum öffnen der Saugkammer (20) voneinander lösbar sind, wobei die oberen Ränder der Halbschalen (36, 37) mit dem Deckelrand einen oberen Klemmbereich und die unteren Ränder einen unteren Klemmbereich für den Filterschlauch (46) bilden. 12. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbschalen (36, 37) um eine gemeinsame vertikale Schwenkachse (41) schwenkbar an einem Gestell (42) gehalten sind. 13. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung einen Arm (6) aufweist, an dessen einem Ende der Saugkopf (3) befestigt ist und dessen anderes Ende mit einem Exzenterantrieb verbunden ist, wobei der mittlere Abschnitt des Armes (6) in einer Kulisse geführt ist. 14. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung einen Arm (6) aufweist, an dessen einem Ende der Saugkopf (3) befestigt und dessen anderes Ende um einen Drehzapfen (15) schwenkbar an einem Schlitten (11) gehalten ist, wobei ein erster Hydraulikzylinder (12) am Schlitten (11) angreift, um diesen linear zu verschieben, und ein zweiter Hydraulikzylinder (14) auf dem Schlitten (11) angeordnet ist und am Arm (6) angreift, um diesen in eine Pendelbewegung um den Drehzapfen (15) versetzen zu können . 15. Abwassersieb, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einer Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgestattet ist, wobei die Verstelleinrichtung so eingerichtet ist, dass der daran befestigte Saugkopf (3) die Fläche des Abwassersiebes (2) abzufahren vermag. |
Reinigungsvorrichtung für ein Abwassersieb und Abwassersieb mit einer solchen Reinigungsvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsvorrichtung für ein Abwassersieb.
Abwassersiebe, die sich in Kanälen, Zuläufen zu Klärbecken oder an sonstigen Stellen in einem Abwassersystem befinden, müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden.
Insbesondere bei Feinsieben, die sich z. B. auch im Auslauf eines Klärbeckens befinden, ist dies sehr häufig notwendig, da die Feinsiebe von Fasern, die sich im Abwasser befinden, verstopft werden.
Bei bisherigen Verfahren wurden die Siebe dazu dem Becken entnommen und außerhalb des Beckens z. B. mit Wasserstrahlen und Bürsten gereinigt. Dieser Vorgang ist sehr zeitaufwändig und personalintensiv. Hinzu kommt, dass eine entsprechend große Anzahl von Sieben bereitgestellt werden muss, da stets ein Teil der Siebe wegen der anfallenden Reinigung nicht für die Reinigung des Abwassers zur Verfügung steht .
Die Erfindung beruht damit auf dem Problem, eine Reinigungsvorrichtung für ein Abwassersieb, insbesondere ein Feinsieb, zu schaffen, die im laufenden Betrieb genutzt werden kann. Des Weiteren soll bei der Reinigung die mechanische Einwirkung auf das Sieb gering sein, damit dieses nicht beschädigt wird.
Zur Lösung des Problems sieht die Erfindung vor, dass die Reinigungsvorrichtung einen Saugkopf und eine motorisch angetriebene Verstelleinrichtung aufweist, die mit dem Saugkopf gekoppelt ist, wobei die Verstelleinrichtung derart eingerichtet ist, dass sie den Saugkopf selbsttätig über die Fläche des Abwassersiebes zu bewegen vermag.
Es wird somit erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das Abwassersieb in situ abgesaugt wird. Dazu wird ein Saugkopf in wiederkehrenden Zeitintervallen über die Siebfläche gefahren, wodurch Fasern und andere Stoffe, die sich dort abgesetzt haben, abgesaugt werden. Dabei hat sich gezeigt, dass keine Beschädigungen auftreten, da keine direkte mechanische Einwirkung, z. B. durch Bürsten, auf das Sieb vorliegt .
Dazu ist der Saugkopf über ein Saugrohr mit einer Saugkammer verbunden, die an ein Gebläse zum Erzeugen eines Unterdrucks in der Saugkammer angeschlossen ist. Die Fasern und Feststoffe werden somit zusammen mit einem Teil des Wassers vom Saugkopf aufgesaugt und gelangen in die Saugkammer, wo sie zusammen mit dem abgesaugten Wasser zunächst gesammelt werden können.
Da sich die Saugkammer dadurch nach und nach mit Wasser füllt, ist eine automatische Ableitung notwendig. Dies geschieht erfindungsgemäß mit einer Wasserablassklappe am Boden der Saugkammer, die in der Schließstellung außenseitig am Rand einer Auslassöffnung anliegt und gewichts- gesteuert ist. Der Druck der Wassersäule in der Saugkammer drückt gegen die Wasserablassklappe, die zunächst noch von einem Gegengewicht geschlossen gehalten wird. Sobald die Wassersäule eine bestimmte Höhe erreicht hat, kann der Wasserdruck die Wasserablassklappe gegen die Kraft des Gegengewichtes öffnen, so dass das Wasser abfließt, wobei die Strömung beim Abfließen des Wassers die Wasserablassklappe offen hält. Sobald das Wasser vollständig abgeflossen ist, bewirkt der durch das Gebläse erzeugte Unterdruck ein erneutes Schließen der Wasserablassklappe, die erst dann wieder öffnet, wenn wieder eine ausreichend hohe Wassersäule erreicht ist. Zur Steuerung der Höhe der Wassersäule braucht daher lediglich nur das Gegengewicht entsprechend eingestellt werden.
Wenn das angesaugte Wasser lediglich mit feinsten Störstoffen belastet ist, kann es in der oben beschriebenen Weise mit dem Wasser aus der Saugkammer ausgetragen werden.
Wenn das angesaugte Wasser aber mit Störstoffen belastet ist, die gröber sind als eine Feinstfraktion, so sieht die Erfindung vor, dass in der Saugkammer ein Feststoffabscheider angeordnet ist, mit dem Fasern und Feststoffe aus dem Wasser herausgefiltert werden können, so dass das Wasser gereinigt von diesen Stoffen aus der Saugkammer abfließen kann.
Zur Darstellung eines Feststoffabscheiders sind mehrere Ausführungsformen denkbar. Zum einen kann dies über ein Trennsieb erfolgen, das oberhalb des Bodens angeordnet ist, wobei sich über dem Trennsieb eine Räumvorrichtung zum Räumen der am Trennsieb zurückgehaltenen Feststoffe befindet .
Die Räumvorrichtung kann wie folgt ausgeführt sein: Das Trennsieb ist rinnenförmig ausgebildet. In dieser Rinne befindet sich eine horizontal verlaufende Schnecke, die die Feststoffe zur Seite in ein Ausgaberohr schiebt und dort verdichtet. Diese Verdichtung sorgt außerdem dafür, dass sich im Ausgaberohr ein Pfropfen bildet, der es verschließt, so dass hierüber keine Luft in die Saugkammer gelangen kann. Ausreichend große Mengen von Feststoffen können abtransportiert werden, wenn die Schnecke im Bereich des Trennsiebes einen größeren Durchmesser hat und sich im Ausgaberohr zu einem kleineren Durchmesser verjüngt, wodurch der Verdichtungsgrad erhöht wird.
Vorzugsweise bildet der Rand des Trennsiebs einen Trichter, so dass Fasern und Feststoffe über den gesamten Querschnitt der Saugkammer an dem Trennsieb zurückgehalten werden und von den Randbereichen des Trennsiebs in die Rinne rutschen können.
Eine weitere Ausführungsform des Feststoffabscheiders besteht in einem Filterschlauch, der vertikal in der Saugkammer angeordnet ist. Das angesaugte, mit Fasern belastete Wasser gelangt in das Innere des Filterschlauches und wird dort aufgrund des Unterdruckes nach außen in den Randbereich der Saugkammer gesaugt, wobei die Feststoffe am Filterschlauch zurückgehalten werden.
Um dem Saugdruck zu widerstehen, ist ein Stützgitter für den Filterschlauch vorgesehen.
Der Filterschlauch ist vorzugsweise quasi endlos vorgesehen, d. h. er ist sehr viel länger als dies zum Ausstatten der Saugkammer notwendig ist, wobei der Abschnitt des Filterschlauchs, der sich nicht in der Saugkammer befindet, oberhalb des Gehäuses der Saugkammer bevorratet wird.
Sobald der Filterschlauch im Bereich der Saugkammer mit Feststoffen zugesetzt ist, wird diese geöffnet und der Filterschlauch nach unten gezogen, wodurch ein noch nicht belasteter Filterschlauchabschnitt in den Bereich der Saugkammer und der belastete Filterschlauchabschnitt in den Bereich unterhalb der Saugkammer gelangt . Wenn nun die Saugkammer wieder geschlossen wird, wird der Filterschlauch im Bereich zwischen den beiden Abschnitten eingeklemmt, so dass sich ein neuer sauberer Abschnitt in der Saugkammer befindet, während der untere belastete Teil abgetrennt werden kann.
Zur Realisierung des zuvor beschriebenen Mechanismus besteht das Gehäuse der Saugkammer aus einem Deckel sowie zwei Halbschalen, die zum Öffnen der Saugkammer voneinander lösbar sind, wobei die oberen Ränder der Halbschalen mit dem Deckelrand einen oberen Klemmbereich für den Filterschlauch und die unteren Ränder eine unteren Klemmbereich für den Filterschlauch bilden. Auf diese Weise wird der Abschnitt des Filterschlauches innerhalb der Saugkammer an seinem oberen und unteren Ende eingeklemmt, gehalten und abgedichtet.
Zum leichten Öffnen der Saugkammer sind die Halbschalen um eine gemeinsame vertikale Achse schwenkbar an einem Gestell gehalten.
Die Verstellung des Saugkopfes kann auf verschiedene Weise erfolgen. Zum einen ist ein Antrieb über einen Exzenter vorgesehen. Dazu weist die Verstelleinrichtung einen Arm auf, an dessen einem Ende der Saugkopf befestigt ist und dessen anderes Ende mit einem Exzenterantrieb verbunden ist, wobei der mittlere Abschnitt des Armes in einer Kulisse geführt ist.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Pendelarm auf einem linear bewegten Schlitten anzuordnen. Dazu weist die Verstelleinrichtung einen Arm auf, an dessen einem Ende der Saugkopf befestigt und dessen anderes Ende um einen Drehzapfen schwenkbar an einem Schlitten gehalten ist, wobei ein erster Hydraulikzylinder am Schlitten angreift, um diesen linear zu verschieben, und ein zwei- ter Hydraulikzylinder auf dem Schlitten angeordnet ist und am Arm angreift, um diesen in eine Pendelbewegung um den Drehzapfen versetzen zu können.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Feinsieb, das mit einer zuvor beschriebenen Reinigungsvorrichtung versehen ist, wobei die Verstelleinrichtung so eingerichtet ist, dass der daran befestigte Saugkopf die Fläche des Abwassersiebes abzufahren vermag.
Im Folgenden soll anhand von Ausführungsbeispielen die Erfindung näher erläutert werden. Dazu zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsdarstellung eines Abwassersiebes und eines darüber angeordneten Saugkopfes einer Reinigungsvorrichtung,
Fig. 2 eine erste Ausführung der Verstelleinrichtung zum Bewegen des Saugkopfes über dem Abwassersieb,
Fig. 3 eine zweite Ausführung der Verstelleinrichtung zum Bewegen des Saugkopfes über dem Abwassersieb,
Fig. 4 eine Querschnittsdarstellung in zwei Ansichten (Teilfiguren a und b) einer ersten Ausführungsform einer Saugkammer, an die der Saugkopf angeschlossen ist,
Fig. 5 eine Querschnittsdarstellung einer zweiten, der ersten sehr ähnlichen Ausfühxungsform einer Saugkammer und
Fig. 6 eine Querschnittsdarstellung in drei Ansichten (Teilfiguren a, b und c) einer dritten Ausführungsform einer Saugkammer. In der Pig. 1 ist eine Reinigungsvorrichtung 1 für ein Abwassersieb 2, das schräg in einem Abwasserkanal angeordnet ist, dargestellt. Das Abwassersieb 2 besitzt eine ebene Siebfläche. Grundsätzlich kann diese Fläche aber auch gekrümmt ausgeführt sein.
Oberhalb des Abwassersiebes befindet sich ein Saugkopf 3, der über einen Saugschlauch 4 mit einer weiter unten zu beschreibenden Saugkammer verbunden ist. Die Ausdehnung des Saugkopfes 3 ist kleiner als die der zu reinigenden Siebfläche des Abwassersiebes 2, so dass mittels einer Verstelleinrichtung 5 der Saugkopf 3 über diese Fläche in einem geringen Abstand bewegt wird. Im einfachsten Fall besteht diese Verstelleinrichtung 5, wie dies auch in der Fig. 2 in Draufsicht gezeigt ist, aus einem Arm 6, an dessen einem Ende der Saugkopf 3 befestigt ist, und dessen anderes Ende über einen Kurbeltrieb 7 mit einem Elektromotor 8 verbunden ist . Im mittleren Bereich wird ein Längsschlitz 9 im Arm 6 von einem Zapfen 10 durchgriffen. Längsschlitz 9 und Zapfen 10 bilden eine Kulissenführung für den Arm 6.
Wegen der Verbindung des anderen Endes des Armes 6 mit einem Kurbeltrieb 7 führt dieses Ende eine Kreisbewegung durch, wodurch der Arm 6 einerseits eine Schwenkbewegung um den Zapfen 10 und andererseits eine Längsbewegung in Längsausdehnung des Längsschlitzes 9 ausführt, da der Zapfen 10 sich in dem Längsschlitz 9 hin- und herbewegen kann. Wie der Fig. 2 entnommen werden kann, führt dabei der Saugkopf 3 eine elliptische Bewegung durch und deckt dabei eine elliptische Fläche auf dem Abwassersieb ab. Die Abmessungen der Ellipse werden bestimmt einerseits durch den Kurbeldurchmesser und andererseits durch die Lage des Längsschlitzes 9 in Bezug zur Längsausdehnung des Armes 6. Eine weitere Ausführung der Verstelleinrichtung ist in der Fig. 3 in Draufsicht gezeigt. Diese ermöglicht mehr Freiheitsgrade. Der Arm 6 ist dazu schwenkbar an einem Schlitten 11 gelagert. Dieser Schlitten 11 wird über einen ersten Hydraulikzylinder 12 in einer Führung 13 hin- und herbewegt. Gleichzeitig ist auf dem Schlitten Il ein zweiter Hydraulikzylinder 14 angeordnet, der den Arm 6 um einen Drehzapfen 15 pendelnd hin- und herbewegt . Durch eine entsprechende Steuerung der beiden Zylinder 12, 14 kann eine beliebige Filterfläche zick-zack- förmig abgefahren werden.
Im Folgenden wird auf die Fig. 4a, 4b und 5 Bezug genommen. Wie schon erwähnt, ist der Saugschlauch 4 an eine in einem Gehäuse 21 ausgebildete Saugkammer 20 angeschlossen. Durch die obere Abschlusswand des Gehäuses 21 ragt ein Zulaufröhr 22, an dessen äußerem Ende ein Anschluss 23 für den Saugschlauch 4 angeordnet ist. Am Boden des Gehäuses 21 geht die Saugkammer 20 in einen hülsenförmi- gen Stutzen 24 über, der an seinem unteren Ende durch eine Wasserablassklappe 25 verschlossen ist. Die Wasserablassklappe 25 ist um eine Achse, die tangential zum Stutzen 24 verläuft, schwenkbar gehalten. Durch ein an der Wasserablassklappe angreifendes Gegengewicht 26 wird diese in einer Position gehalten, in der sie an dem unteren Öffnungsrand des Stutzens 24 dichtend anliegt, so dass der Stutzen 24 und damit die Saugkammer 20 geschlossen ist.
An der Seitenwand des Gehäuses 21 ist knapp unterhalb des Deckels 39 ein seitlicher Sauganschluss 27 für ein nicht näher dargestelltes Gebläse vorgesehen, mit dem die Luft aus der Saugkammer 20 gesaugt wird, um dort einen Unterdruck zu erzeugen. Dieser Unterdruck bewirkt ebenfalls ein Anziehen der Wasserablassklappe 25 in die Schließstellung.
Oberhalb des Bodens des Gehäuses 21 befindet sich ein Trennsieb 28, das im Zentrum eine Rinne 29 bildet, in der eine Schnecke 30 liegt. Diese Schnecke geht über in ein seitlich an dem Gehäuse 21 angesetztes, horizontal verlaufendes Ausgaberohr 31, was deutlich in der Fig. 4a zu erkennen ist. Der Durchmesser des Ausgaberohres 31 ist nur wenig größer als der Außendurchmesser der Schnecke 30. Der Antrieb der Schnecke 30 erfolgt über einen Elektromotor 32, der seitlich am Gehäuse 21 angeflanscht ist und dessen Antriebswelle dicht durch eine Abschlussplatte 33 hindurchgeführt ist.
Die zu beiden Seiten der Rinne 29 liegenden Abschnitte des Trennsiebes 28 verlaufen schräg und bilden einen Trichter.
In Fig. 5 ist eine Abwandlung der Ausführung des Trennsiebs 28 gezeigt. Hierbei ist die Schnecke 30 stufenförmig gestaltet. In der Rinne 29 des Trennsiebes 28 besitzt sie einen größeren Durchmesser als im Ausgaberohr 31. Dies führt zu einer stärkeren Verdichtung des Materials, das vom Trennsieb geräumt wird.
Im Betrieb wird das Gebläse eingeschaltet, so dass in der Saugkammer 20 ein Unterdruck entsteht und Wasser über den Saugkopf 3, den Saugschlauch 4 und das Zulaufröhr 22 angesaugt wird, wobei gleichzeitig Feststoffe und Fasern, die sich auf dem Abwassersieb 2 abgesetzt haben, mitgerissen werden. Dieses Feststoff-Wassergemisch gelangt über das Zulaufröhr 22 in die Saugkammer 20 und fällt dort auf das Trennsieb 28 bzw. rutscht über die Seitenflächen des Trennsiebes in die Rinne 29. Dort wird es von der sich drehenden Schnecke 30 erfasst und in das Ausga- berohr 31 gedrückt. Dabei wird es verdichtet und bildet einen Pfropfen, der das Ausgaberohr 31 schließt, so dass hierüber keine Luft in die Saugkammer 20 eindringen kann.
Das Wasser rieselt währenddessen durch das Trennsieb 28 und gelangt in den Stutzen 24, wodurch nach und nach der Wasserspiegel in der Saugkammer 20 steigt. Sobald eine gewisse Höhe erreicht ist, reicht der Druck der Wassersäule aus, die Wasserablassklappe 25 gegen die Zuhaltekraft des Gegengewichtes 26 aufzudrücken, so dass das gereinigte Wasser abfließen kann. Sobald die Saugkammer entleert ist, schließt die Wasserablassklappe wieder, so dass erneut ein Unterdruck in der Saugkammer aufgebaut werden kann .
In den Fig. 6a - 6c ist eine weitere Ausführungsform einer Feststoffabscheidung gezeigt, wobei auf eine Schnecke verzichtet wird. Das Gehäuse 21 besteht dazu aus zwei Halbschalen 36, 37, die in einer vertikalen Ebene zusammengesetzt werden.
Die oberen Enden der beiden Halbschalen 36, 37 umgreifen einen Deckel 39, während die unteren Enden so geformt sind, dass sie jeweils in eine gerade verlaufende Kante 40 übergehen, die sich über den Durchmesser des Gehäuses 21 erstrecken.
Wie gut in der Draufsicht der Fig. 6c zu erkennen ist, besitzen die beiden Halbschalen 36, 37 eine gemeinsame Schwenkachse 41, die an einem Gestell 42 befestigt ist. Dort sind auch zwei Stellzylinder 43a, 43b angeordnet, die zur Führung und ggf. Betätigung der Halbschalen 36, 37 dienen.
Eine der Halbschalen 37 ist mit einem seitlichen Saugan- schluss 27 für ein Gebläse versehen, während am Boden der anderen Halbschale 36 der eben schon beschriebene Stutzen
24 mit einer Wasserablassklappe 25 angeordnet ist. Die Zuführung des zu filternden Abwassers erfolgt über ein Zulaufröhr 22, das durch die obere Stirnwand einer Hülse 44 am Deckel 39 des Gehäuses 21 verläuft.
Innerhalb der Saugkammer 20 befindet sich ein Stützgitter 45, das konzentrisch zu den Halbschalen angeordnet ist und wie dieses aus zwei Halbschalen besteht.
Zur Filterung des Abwassers, das über das Zulaufröhr 22 in die Saugkammer 20 gelangt, verläuft vom Deckel 39 bis zu den unteren Kanten 40 der Halbschalen 36, 37 ein Filterschlauch 46, der einerseits am oberen Ende zwischen dem Rand des Deckels 39 und dem. oberen., flansChartig ausgebildeten Rand (Flansch 38) der Halbschalen 36, 37 und andererseits am unteren Ende zwischen den backenartig ausgeführten Kanten 40 der Halbschalen 36, 37 eingeklemmt ist.
Da das Zulaufrohr 22 zentrisch zur Saugkammer 20 verläuft, während der Stutzen 24 mit der Wasserablassklappe
25 exzentrisch zur Saugkammer 20 liegt, muss das verschmutzte Wasser diesen Filterschlauch 46 durchdringen, so dass Feststoffe und Fasern dort zurückgehalten werden können .
Sobald der Filterschlauch 46 zugesetzt ist, wird er ausgetauscht. Um dies zu vereinfachen, ist der Filterschlauch 46 quasi endlos ausgeführt, d. h. er ist wesentlich länger als die Höhe der Saugkammer 20. Der noch nicht benutzte Abschnitt des Filterschlauches 46 befindet sich oberhalb des Deckels 39 um die Hülse 44 herum in einer Vorratsstellung. Um den Filterschlauch 46 zu erneuern, werden die beiden Halbschalen auseinandergeklappt und der Filterschlauch 46 so weit nach unten gezogen, dass der belastete Bereich sich unterhalb der Halbschalen 36, 37 befindet. Dort wird der belastete Bereich abgetrennt und entsorgt. Mit dem Herunterziehen des Filterschlauches 46 ist gleichzeitig ein neuer Abschnitt des Filterschlauches 46 aus der Vorratsposition zwischen die Halbschalen 36, 37 gelangt. Werden die beiden Halbschalen 36, 37 nun wieder geschlossen, wird der zwischen diesen liegende Abschnitt des FiI- terschlauchs 46 wiederum oben zwischen Deckel 39 und den Halbschalen 36, 37 und unten zwischen den beiden Kanten 40 eingeklemmt.
Das Ablassen des Wassers über die Wasserablassklappe 25 erfolgt wie oben zu den ersten beiden Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 4 und Fig. 5 beschrieben.
Bezugszeichenliste
Reinigungsvorrich26 Gegengewicht tung
Abwassersieb 27 Sauganschluss
Saugkopf 28 Trennsieb
Saugschlauch 29 Rinne
Verstelleinrichtung 30 Schnecke
Arm 31 Ausgaberohr
Kurbeltrieb 32 Elektromotor
Elektromotor 33 Abschlussplatte
Längsschlitz 34
Zapfen 35
Schlitten 36 Halbschale erster Hydraulik37 Halbschale zylinder
Führung 38 Flansch zweiter Hydraulik39 Deckel zylinder
Drehzapfen 40 Kante
41 Schwenkachse
42 Gestell
43 Stellzylinder
44 Hülse
Saugkammer 45 Stützgitter
Gehäuse 46 Filterschlauch
Zulaufrohr
Anschluss
Stutzen
Wasserablassklappe
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