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Title:
CLEANING DEVICE SYSTEM, CONNECTING DEVICE, AND METHOD FOR ASSEMBLING AND DISMANTLING THE CLEANING DEVICE SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/048334
Kind Code:
A1
Abstract:
Cleaning device system, comprising a cleaning device (1) which can be handled separately with a handle (2), further comprising an extension device (3) which can be connected to the cleaning device (1) and can be released as required from the cleaning device (1) without destruction, and further comprising a connecting device (5) which is configured as an individual part (4) to be manufactured separately and by way of which the cleaning device (1) and the extension device (3) can be connected to one another, wherein the connecting device (5) is of clip-like and, as viewed in cross section, substantially 8-shaped configuration, with a lower holding claw (6) and an upper holding claw (7), wherein the lower holding claw (6) comprises a first (8) and a second limb (9), and the upper holding claw (7) comprises a third (10) and a fourth limb (11), wherein, for mounting on the cleaning device (1) and on the extension device (3), the width (12, 13) of the holding claws (6, 7) can be adjusted about a joint (14) in a synchronous and inversely proportional manner, and wherein the joint (14) is arranged between the lower (6) and the upper holding claw (7), as viewed in the cross section of the connecting device (5).

More Like This:
WO/1998/036662BRUSH
Inventors:
DAVANZO, Mauro (Leuschnerstraße 46, Ludwigshafen, 67063, DE)
WEIS, Norbert (Lessingstraße 10, Weinheim, 69469, DE)
MAST, Christian (Karl-Ludwig-Straße 9, Mannheim, 68165, DE)
BAUMGART, Daniel (Roemerstraße 53, Worms, 67547, DE)
Application Number:
EP2018/073361
Publication Date:
March 14, 2019
Filing Date:
August 30, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CARL FREUDENBERG KG (Höhnerweg 2-4, Weinheim, 69469, DE)
International Classes:
A47L1/06; A47L1/05; A47L9/32; A47L11/38; A47L11/40; B25G3/18
Domestic Patent References:
WO2014032712A12014-03-06
Foreign References:
DE202013012367U12016-06-29
EP2890283A12015-07-08
US20040261204A12004-12-30
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Claims:
Patentansprüche

1 . Reinigungsgeräte-System, umfassend ein separat handhabbares

Reinigungsgerät (1 ) mit einem Griff (2), eine bedarfsweise mit dem Reinigungsgerät (1 ) verbindbare und bedarfsweise zerstörungsfrei vom Reinigungsgerät (1 ) lösbare Verlängerungseinrichtung (3) und eine als separat herzustellendes Einzelteil (4) ausgebildete

Verbindungsvorrichtung (5), durch die das Reinigungsgerät (1 ) und die Verlängerungseinrichtung (3) miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (5) klammerartig und, im Querschnitt betrachtet, im Wesentlichen 8-förmig ausgebildet ist, mit einer unteren Haltekralle (6) und einer oberen Haltekralle (7), dass die untere Haltekralle (6) einen ersten (8) und einen zweiten Schenkel (9) und die obere Haltekralle (7) einen dritten (10) und einen vierten

Schenkel (1 1 ) umfasst, dass die Haltekrallen (6, 7) zur Montage am Reinigungsgerät (1 ) und an der Verlängerungseinrichtung (3) jeweils in ihrer Weite (12, 13) synchron und umgekehrt proportional um ein Gelenk (14) verstellbar sind und dass das Gelenk (14), im Querschnitt der Verbindungsvorrichtung (5) betrachtet, zwischen der unteren (6) und der oberen Haltekralle (7) angeordnet ist.

2. Reinigungsgeräte-System nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (5) im Wesentlichen zweiteilig ausgebildet ist und eine erste Halbschale (15) und eine zweite

Halbschale (16) aufweist, dass die erste Halbschale (15) den ersten (8) und den dritten Schenkel (10) und die zweite Halbschale (16) den zweiten (9) und den vierten Schenkel (1 1 ) umfasst und dass die

Halbschalen (15, 16) um das Gelenk (14) relativ zueinander schwenkbar sind.

3. Reinigungsgeräte-System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Halbschalen (15, 16) jeweils zumindest eine Stützrippe (47) umfasst und dass zumindest eine Stützrippe (47) zwischen dem ersten (8) und dem dritten Schenkel (10) der ersten Halbschale (15) und zumindest eine Stützrippe (47) zwischen dem zweiten (9) und dem vierten Schenkel (1 1 ) der zweiten Halbschale (16) angeordnet ist.

4. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass, in axialer Richtung (45) betrachtet, jede

Halbschale (15, 16) drei mit axialem Abstand benachbart zueinander angeordnete Stützrippen (47) umfasst.

5. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass, im zusammengebauten Zustand des

Reinigungsgeräte-Systems, die untere Haltekralle (6) den Griff (2) des Reinigungsgeräts (1 ) und die obere Haltekralle (7) eine Stirnseite (17) der Verlängerungseinrichtung (3) jeweils kraft- und/oder formschlüssig zumindest teilweise umschließt.

6. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Haltekralle (6) kongruent zum Griff (2) und die obere Haltekralle (7) kongruent zur Stirnseite (17) ausgebildet ist.

7. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (2) und die Stirnseite (17) jeweils im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sind.

8. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite (17) ein Außengewinde (18) umfasst, das in ein Innengewinde (19) der oberen Haltekralle (7) einschraubbar ist.

9. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (5) einen Einschraub- Anschlag (20) für die Verlängerungseinrichtung (3) aufweist.

10. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Haltekralle (7) auf der dem

Innengewinde (19) axial abgewandten Seite zwei einander in radialer Richtung (21 ) gegenüberliegend angeordnete, in radialer Richtung (21 ) federnde Rastnasen (22, 23) aufweist, die vor dem vollständigen Lösen der Verlängerungseinrichtung (3) aus der oberen Haltekralle (7) in zumindest eine Hinterschneidung (24) der Verlängerungseinrichtung (3) einrastbar sind und zusammen mit der Hinterschneidung (24) eine Verliersicherung (25) bilden.

1 1 . Reinigungsgeräte-System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen (22, 23) zum Lösen aus der Hinterschneidung (24) jeweils eine Bestätigungstaste (26, 27) aufweisen.

12. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 10 oder 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen (22, 23) und die

Betätigungstasten (26, 27) einstückig ineinander übergehend und materialeinheitlich ausgebildet sind und dass die Rastnasen (22, 23) und ihre entsprechenden Betätigungstasten (26, 27) jeweils um eine gemeinsame Schwenkachse (28, 29) schwenkbar sind.

13. Reinigungsgeräte-System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (28, 29) in derselben Radialebene (30) angeordnet sind, wie die dem Innengewinde (19) axial abgewandte Begrenzung (31 ) der Verbindungsvorrichtung (5).

Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Haltekralle (6) zumindest eine erste Positionierungseinrichtung (32, 33) umfasst, die im zusammengebauten Zustand des Reinigungsgeräte-Systems mit zumindest einer zweiten Positionierungseinrichtung (34, 35) des Griffs (2) im Eingriff ist. 15. Reinigungsgeräte-System nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Positionierungseinrichtung (32, 33) als

Positionierungsnoppen (36, 37) und die zweite

Positionierungseinrichtung (34, 35) als kongruent zum

Positionierungsnoppen (36, 37) ausgebildete Positionierungsvertiefung (38, 39) ausgebildet ist.

16. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (14) als Stangenscharnier (40) ausgebildet ist und einen Dorn (41 ) umfasst und dass das Gelenk (14), mit Ausnahme des Dorns (41 ), einen einstückigen und

materialeinheitlichen Bestandteil der Verbindungsvorrichtung (5) bildet.

17. Reinigungsgeräte-System nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (41 ) von einer Haarnadelfeder (42) umschlossen ist und dass die Haarnadelfeder (42) mit einem Ihrer Enden an der ersten (15) und mit dem anderen Ende an der zweiten Halbschale (16) abgestürzt ist, derart, dass die untere Haltekralle (6) im herstellungsbedingten Zustand der Verbindungsvorrichtung (5) ihre geringste Weite (12) aufweist.

18. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 2 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbschalen (15, 16) jeweils aus polymerem Werkstoff bestehen.

19. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (14) bei montierter

Verlängerungseinrichtung (3) blockiert ist.

20. Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsgerät (1 ) als Fensterwischer und/oder Fenstersauger ausgebildet ist.

21 . Reinigungsgeräte-System nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungseinrichtung (3) als

Verlängerungsstange (43) ausgebildet ist.

22. Reinigungsgeräte-System nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungsstange (43) als Teleskop-Verlängerungsstange (44) ausgebildet ist.

23. Verbindungsvorrichtung (5) nach einem der voranstehenden Ansprüche, zur Verbindung eines separat handhabbaren Reinigungsgeräts (1 ) und einer Verlängerungseinrichtung (3) miteinander, wobei die

Verbindungsvorrichtung (5) als separat herzustellendes Einzelteil (4) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die

Verbindungsvorrichtung (5) klammerartig und, im Querschnitt betrachtet, im Wesentlichen 8-förmig ausgebildet ist, mit einer unteren Haltekralle (6) und einer oberen Haltekralle (7), dass die untere Haltekralle (6) einen ersten (8) und einen zweiten Schenkel (9) und die obere

Haltekralle (7) einen dritten (10) und einen vierten Schenkel (1 1 ) umfasst, dass die Haltekrallen (6,7) zur Montage an einem Reinigungsgerät (1 ) und an einer Verlängerungseinrichtung (3) jeweils in ihrer Weite (12, 13) synchron und umgekehrt proportional um ein Gelenk (14) verstellbar sind und dass das Gelenk (14), im Querschnitt der Verbindungsvorrichtung (5) betrachtet, zwischen der unteren (6) und der oberen Haltekralle (7) angeordnet ist.

24. Verfahren zur Montage und Demontage eines Reinigungsgeräte- Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch

gekennzeichnet, dass zur Montage des Reinigungsgeräte-Systems in einem ersten Verfahrensschritt die Halbschalen (15, 16) der

Verbindungsvorrichtung (5), ausgehend vom herstellungsbedingten Zustand der Verbindungsvorrichtung (5), um das Gelenk (14) derart relativ zueinander geschwenkt werden, dass die untere Haltekralle (6) ihre größte (12) und die obere Haltekralle (7) ihre kleinste Weite (13) aufweist, dass in einem zweiten Verfahrensschritt die untere Haltekralle

(6) über den Griff (2) des Reinigungsgeräts (1 ) bewegt wird, bis der Griff (2) in der unteren Haltekralle (6) für die bestimmungsgemäße

Verwendung des Reinigungsgerät-Systems aufgenommen ist, dass in einem dritten Verfahrensschritt die Verlängerungseinrichtung (3) von der dem Innengewinde (19) axial abgewandten Seite in die obere Haltekralle

(7) eingeschoben und mit dem Außengewinde (18) in das Innengewinde (19) eingeschraubt wird und die Beweglichkeit des Gelenks (14) dadurch blockiert und dass zur Demontage ab einem vierten Verfahrensschritt in umgekehrter Reihenfolge wie bei der Montage vorgegangen wird.

25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass zur

Demontage nach dem Ausschrauben des Außengewindes (18) aus dem Innengewinde (19) vor dem vollständigen Entfernen der

Verlängerungseinrichtung (3) aus der oberen Haltekralle (7) in einem Zwischen-Verfahrensschritt zum Lösen der Verliersicherung (25) die Betätigungstasten (26, 27) betätigt werden.

Description:
Reinigungsgeräte-System, Verbindungsvorrichtung und Verfahren zur Montage und Demontage des Reinigungsgeräte-Systems Beschreibung

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgeräte-System, eine

Verbindungsvorrichtung, die Bestandteil des Reinigungsgeräte-Systems ist und ein Verfahren zur Montage und Demontage des Reinigungsgeräte-Systems.

Das Reinigungsgeräte-System umfasst ein separat handhabbares

Reinigungsgerät mit einem Griff, eine bedarfsweise mit dem Reinigungsgerät verbindbare und bedarfsweise zerstörungsfrei vom Reinigungsgerät lösbare Verlängerungseinrichtung und eine als separat herzustellendes Einzelteil ausgebildete Verbindungsvorrichtung, durch die das Reinigungsgerät und die

Verlängerungseinrichtung miteinander verbindbar sind.

Stand der Technik

Ein solches Reinigungsgeräte-System ist aus der WO 2014/032712 A1 bekannt.

Das separat handhabbare Reinigungsgerät ist dabei zum Beispiel durch einen elektrisch betriebenen Fenstersauger gebildet, der ein erstes und ein zweites Geräteteil umfasst, die lösbar miteinander verbindbar sind. Das erste Geräteteil ist wahlweise mit dem zweiten Geräteteil oder mit einem an der Verbindungsvorrichtung angeordneten Austauschteil lösbar verbindbar, wobei das Austauschteil die Betriebsfunktion des zweiten Geräteteils zumindest teilweise übernimmt. Das zweite Geräteteil kann die Saugdüse des

Fenstersaugers ausbilden, wobei das Austauschteil als alternative Saugdüse gestaltet ist. Die alternative Saugdüse kann alternativ zur Saugdüse des Fenstersaugers mit einem Gehäuseoberteil des Fenstersaugers lösbar verbunden werden.

Das vorbekannte Reinigungsgeräte-System und auch die vorbekannte

Verbindungsvorrichtung sind vergleichsweise kompliziert, ebenso wie das Verfahren zur Montage und Demontage des Reinigungsgeräte-Systems.

Ein weiteres Reinigungsgeräte-System mit Verbindungsvorrichtung ist aus der US 2004/0261204 A1 bekannt. Die Verbindungsvorrichtung weist eine erste rohrförmige Haltekralle auf, die einen Griff eines Reinigungsgeräts umschließt. Die Haltekralle ist zur Montage am Griff in Längsrichtung geschlitzt und weist auf ihrer dem Schlitz radial abgewandten Seite ein filmscharnierartiges Gelenk auf. Nachdem die Haltekralle um den Griff gelegt ist, wird der Schlitz durch eine Schiebemuffe überdeckt, so dass der Griff in der Haltekralle fixiert ist. Von der Haltekralle zweigt in einem Winkel ein Rohrstutzen mit Innengewinde ab, wobei in das Innengewinde des Rohstutzens eine Verlängerungseinrichtung in Form einer Verlängerungsstange einschraubbar ist.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Reinigungsgeräte-System der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass dieses einen einfachen und teilarmen Aufbau aufweist sowie einfach und kostengünstig herstellbar ist. Insbesondere soll die Verbindungsvorrichtung besonders benutzerfreundlich gestaltet und einfach zu handhaben sein. Das Reinigungsgerät soll durch die Verbindungsvorrichtung bedarfsweise

besonders einfach mit der Verlängerungseinrichtung montiert und bedarfsweise wieder demontiert werden können. Außerdem sollen im Reinigungsgeräte- System Reinigungsgeräte zur Anwendung gelangen können, die ohne bauliche Veränderung auf einfache Art und Weise in das Reinigungsgeräte-System integriert werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 , 21 und 22 gelöst. Auf vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen nehmen die auf die genannten Ansprüche rückbezogenen Unteransprüche Bezug.

Zur Lösung der genannten Aufgabe ist ein Reinigungsgeräte-System

vorgesehen, bei dem die Verbindungsvorrichtung klammerartig und, im

Querschnitt betrachtet, im Wesentlichen 8-förmig ausgebildet ist, mit einer unteren Haltekralle und einer oberen Haltekralle, wobei die untere Haltekralle einen ersten und einen zweiten Schenkel und die obere Haltekralle einen dritten und einen vierten Schenkel umfasst, wobei die Haltekrallen zur Montage am Reinigungsgerät und an der Verlängerungseinrichtung jeweils in ihrer Weite synchron und umgekehrt proportional um ein Gelenk verstellbar sind und wobei das Gelenk, im Querschnitt der Verbindungsvorrichtung betrachtet, zwischen der unteren und der oberen Haltekralle angeordnet ist.

Hierbei ist von Vorteil, dass die Verbindungsvorrichtung einen sehr einfachen und teilearmen Aufbau aufweist, einfach und kostengünstig herstellbar ist und dass die Bedienung der Verbindungsvorrichtung für den Benutzer unmittelbar einleuchtend und klar ist und dadurch das Reinigungsgeräte-System auf einfachste Art und Weise montiert und demontiert werden kann.

Durch die klammerartige und, im Querschnitte betrachtet, im Wesentlichen 8- förmige Gestalt ist für den Benutzer die Verbindungsvorrichtung sehr einfach zu handhaben. Als Reinigungsgerät kann zum Beispiel ein handelsüblicher Fensterwischer und/oder Fenstersauger zur Anwendung gelangen, der separat handhabbar ist. Soll das Reinigungsgerät vom Benutzer demgegenüber deutlich über Kopf eingesetzt werden, in einer Höhe, an die der Benutzer ohne

Verlängerungseinrichtung nicht mehr heranreichen würde, wird das

Reinigungsgeräte-System derart montiert, dass in einem ersten

Verfahrensschritt die Halbschalen der Verbindungsvorrichtung, ausgehend vom herstellungsbedingten Zustand der Verbindungsvorrichtung, um das Gelenk derart relativ zueinander geschwenkt werden, dass die untere Haltekralle ihre größte und die obere Haltekralle ihre kleinste Weite aufweist. Die

Verbindungsvorrichtung wird genauso einfach wie eine Wäscheklammer bedient.

In einem zweiten Verfahrensschritt wird die aufgespreizte untere Haltekralle über den Griff des Reinigungsgeräts bewegt, bis der Griff in der unteren

Haltekralle für die bestimmungsgemäße Verwendung des Reinigungsgeräte- Systems aufgenommen ist.

In einem dritten Verfahrensschritt wird die Verlängerungseinrichtung, zum Beispiel eine Verlängerungsstange, bevorzugt eine Teleskop- Verlängerungsstange, axial in die obere Haltekralle eingeschoben und in dieser fixiert. Dadurch ist die Beweglichkeit des Gelenks blockiert und der Griff des Reinigungsgeräts besonders sicher und unverlierbar in der unteren Haltekralle aufgenommen.

Die Verbindungsvorrichtung ist bevorzugt im Wesentlichen zweiteilig

ausgebildet und weist eine erste und eine zweite Halbschale auf, wobei die erste Halbschale den ersten und den dritten Schenkel und die zweite

Halbschale den zweiten und den vierten Schenkel umfasst und wobei die Halbschalen um das Gelenk relativ zueinander schwenkbar sind. Die

Verbindungsvorrichtung weist eine besonders einfache Kinematik auf, ähnlich der Kinematik einer üblichen Wäscheklammer. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass jede der Halbschalen jeweils zumindest eine Stützrippe umfasst und dass zumindest eine Stützrippe zwischen dem ersten und dem dritten Schenkel der ersten Halbschale und zumindest eine Stützrippe zwischen dem zweiten und dem vierten Schenkel der zweiten Halbschale angeordnet ist.

Weiter bevorzugt kann es vorgesehen sein, dass, in axialer Richtung der Verbindungsvorrichtung betrachtet, jede Halbschale drei mit axialem Abstand benachbart zueinander angeordnete Stützrippen umfasst.

Hierbei ist von Vorteil, dass die Stützrippen für eine höhere Steifigkeit der Verbindungsvorrichtung sorgen, insbesondere dann, wenn die zur Anwendung gelangende Verlängerungseinrichtung besonders lang und dadurch die

Hebelwirkung auf die Verbindungsvorrichtung während der

bestimmungsgemäßen Verwendung des Reinigungsgeräte-Systems besonders groß ist.

Eine unerwünschte elastische Verformung der Schenkel der Halbschalen der Verbindungsvorrichtung wird dadurch praktisch ausgeschlossen. Durch die Stützrippen und deren Anordnung umklammert die Verbindungsvorrichtung den Griff des Reinigungsgeräts besonders zuverlässig, und auch die

Verlängerungseinrichtung ist in der Verbindungsvorrichtung besonders zuverlässig gehalten.

Im zusammengebauten Zustand des Reinigungsgeräte-Systems umschließt die untere Haltekralle den Griff des Reinigungsgeräts und die obere Haltekralle eine Stirnseite der Verlängerungseinrichtung jeweils kraft- und/oder

formschlüssig und zumindest teilweise. Bei einem Reinigungsgeräte-System, das mittels einer Verlängerungseinrichtung über Kopf eingesetzt wird, ist es besonders wichtig, dass das Reinigungsgerät und die Verlängerungseinrichtung durch die Verbindungsvorrichtung stets sicher aneinander festgelegt sind, auch dann, wenn durch die Verlängerungseinrichtung Biegemomente und/oder Drehkräfte auf die Verbindungsvorrichtung wirken.

Für eine möglichst sichere Befestigung des Reinigungsgeräts und der

Verlängerungseinrichtung mittels der Verbindungsvorrichtung aneinander, haben sich bevorzugt formschlüssige Verbindungen bewährt.

Die untere Haltekralle ist bevorzugt kongruent zum Griff und die obere

Haltekralle kongruent zur Stirnseite der Verlängerungseinrichtung ausgebildet. Durch die kongruente Gestalt von unterer Haltekralle zum Griff und oberer Haltekralle zur Stirnseite der Verlängerungseinrichtung ergibt sich ein maximal großer Kontaktbereich, mit dem die Haltekrallen Reinigungsgerät und

Verlängerungseinrichtung anliegend berühren. Mechanisch unerwünscht hohe Belastungsspitzen bei der Benutzung des Reinigungsgeräte-Systems im

Kontaktbereich sich dadurch praktisch ausgeschlossen. Die Gefahr einer Beschädigung, insbesondere von Reinigungsgerät und/oder

Verbindungsvorrichtung, ist dadurch auf ein Minimum begrenzt.

Der Griff und die Stirnseite können im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sein. Unter eine im Wesentlichen zylindrische Ausbildung des Griffs fallen auch längs- oder querovale Ausgestaltungen. Im Wesentlichen zylindrisch

ausgebildete Griffe sind für Benutzer besonders angenehm zu greifen, weil sie keine unangenehm hervorstehenden Kanten haben. Das ist dann von hervorzuhebendem Vorteil, wenn das Reinigungsgerät separat gehandhabt wird.

Für eine besonders sichere und dauerhaltbare Befestigung der

Verlängerungseinrichtung in der Verbindungsvorrichtung kann es vorgesehen sein, dass die Stirnseite der Verlängerungseinrichtung ein Außengewinde umfasst, das in ein Innengewinde der oberen Haltekralle der

Verbindungsvorrichtung einschraubbar ist. Einer solchen Schraubverbindung ist im Vergleich zu einer Klemmverbindung der Vorzug zu geben, insbesondere dann, wenn Zugkräfte auf die Verbindung zwischen Verlängerungseinrichtung und Verbindungsvorrichtung wirken. Die Verbindungsvorrichtung kann einen Einschraub-Anschlag für die

Verlängerungseinrichtung aufweisen. Hierbei ist von Vorteil, dass sich die Handhabung für den Benutzer des Reinigungsgeräte-Systems weiter

vereinfacht. Zur Montage des Reinigungsgeräte-Systems schraubt er die Verlängerungseinrichtung so lange in die Verbindungsvorrichtung ein, bis der Einschraub-Anschlag erreicht ist. Ein Überdrehen der Gewinde und/oder eine Beschädigung der Verlängerungseinrichtung oder der Verbindungsvorrichtung sind dadurch ausgeschlossen. Durch das Einschrauben bis zum Einschraub- Anschlag ist stets sicher gewährleistet, dass die Schraubverbindung

ausreichend fest, aber nicht zu fest angezogen ist.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass die obere Haltekralle auf der dem Innengewinde axial abgewandten Seite zwei einander in radialer Richtung gegenüberliegend angeordnete, in radialer Richtung federnde Rastnasen aufweist, die vor dem vollständigen Lösen der Verlängerungseinrichtung aus der oberen Haltekralle in zumindest eine

Hinterschneidung der Verlängerungseinrichtung einrastbar sind und zusammen mit der Hinterschneidung eine Verliersicherung bilden. Generell besteht natürlich die Möglichkeit, dass auch nur eine Rastnase zur Anwendung gelangt. Die zuvor beschriebene Ausgestaltung hat jedoch den Vorteil, dass sich durch die in radialer Richtung gegenüberliegende Anordnung die vom Benutzer beim Lösen der Rastverbindung auf die Rastnasen ausgeübten Kräfte gegenseitig aufheben. Die Handhabung ist dadurch vereinfacht.

Die Verliersicherung ist von Vorteil, um zu verhindern, dass bei der Demontage des Reinigungsgeräte-Systems das Reinigungsgerät und die mit dem

Reinigungsgerät noch verbundene Verbindungsvorrichtung unbeabsichtigt und plötzlich von der Verlängerungsein chtung abfallen. Insbesondere dann, wenn es sich bei dem Reinigungsgerät um einen Fenstersauger handelt, bei dem im Anschluss an seine Verwendung ein Schmutzwassertank mit Schmutzwasser weitgehend gefüllt ist, kann ein solch unbeabsichtigtes Herunterfallen zu einer Verunreinigung der Umgebung und/oder einer Verletzung des Benutzers führen.

Die Rastnasen können zum Lösen aus der Hinterschneidung jeweils eine Betätigungstaste aufweisen. Diese Betätigungstasten müssen vom Benutzer bewusst betätigt werden, um die Rastnasen aus der Hinterschneidung zu lösen.

Die Rastnasen und die Betätigungstasten sind bevorzugt einstückig ineinander übergehend und materialeinheitlich ausgebildet, wobei die Rastnasen und ihre entsprechenden Betätigungstasten jeweils um eine gemeinsame

Schwenkachse schwenkbar sind. Trotz der vielen Funktionen der

Verbindungsvorrichtung, nämlich der Aufnahme des Reinigungsgeräts, der Aufnahme der Verlängerungseinrichtung, der sicheren Verbindung von

Reinigungsgerät und Verlängerungseinrichtung aneinander, ist die

Verbindungsvorrichtung einfach und teilarm aufgebaut sowie einfach und kostengünstig herstellbar. Die gemeinsame Schwenkachse ist bevorzugt nicht als separat hergestelltes Gelenk ausgebildet, sondern bildet einen einstückigen Bestandteil einer jeden Halbschale. Die Schwenkachse ist dadurch weiter bevorzugt einstückig ineinander übergehend und materialeinheitlich mit den jeweiligen Rastnasen und Betätigungstasten ausgebildet, wobei die

gemeinsame Schwenkachse nach Art einer Wippe funktioniert.

Die Schwenkachsen sind bevorzugt in derselben Radialebene angeordnet, wie die dem Innengewinde axial abgewandte Begrenzung der

Verbindungsvorrichtung. Die Verliersicherung ist deswegen weitestmöglich an der dem Innengewinde axial abgewandten Begrenzung der

Verbindungsvorrichtung angeordnet. Die Handhabung des Reinigungsgeräte- Systems ist dadurch vereinfacht, weil nach dem Lösen der Verliersicherung die Verlängerungseinrichtung sofort aus der oberen Haltekralle entfernt werden kann.

Die untere Haltekralle kann zumindest eine erste Positionierungseinrichtung umfassen, die im zusammengebauten Zustand des Reinigungsgeräte-Systems mit zumindest einer zweiten Positionierungseinrichtung des Griffs im Eingriff ist. Durch die im Eingriff befindlichen Positionierungseinrichtungen von unterer Haltekralle und Griff ist die Positionierung des Griffs in der unteren Haltekralle klar definiert. Das ist speziell dann von Vorteil, wenn der Griff zum Beispiel Schalter oder eine Ladebuchse aufweist, um zum Beispiel einen Elektromotor eines Fenstersaugers einschalten oder laden zu können. Durch die exakte Positionierung des Griffs in der unteren Haltekralle ist stets sichergestellt, dass Bedienelemente am Griff für den Benutzer gut zugänglich sind. Außerdem sind die Positionierungseinrichtungen formschlüssig miteinander verbunden. Eine unerwünschte Verschiebung des Griffs in der unteren Haltekralle ist dadurch auch unter erschwerten Bedingungen ausgeschlossen, nämlich zum Beispiel dann, wenn der Griff und/oder die untere Haltekralle mit Reinigungsflüssigkeit benetzt sind.

Die erste Positionierungseinrichtung kann als Positionierungsnoppen und die zweite Positionierungseinrichtung als kongruent zum Positionierungsnoppen ausgebildete Positionierungsvertiefung ausgebildet sein. Noppen und

Vertiefungen sind fertigungstechnisch einfach und kostengünstig herstellbar.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung kann das Gelenk als Stangenscharnier ausgebildet sein und einen Dorn umfassen, wobei das Gelenk, mit Ausnahme des Dorns, bevorzugt einen einstückigen und materialeinheitlichen Bestandteil der Verbindungsvorrichtung bildet. Stangenscharniere werden auch als

Klavierbänder bezeichnet. Durch das als Stangenscharnier ausgebildete Gelenk sind die beiden Halbschalen besonders zuverlässig relativ zueinander schwenkbar, und die Verbindungsvorrichtung weist gleichbleibend gute

Gebrauchseigenschaften während einer langen Gebrauchsdauer auf.

Der Dorn, der beiden Halbschalen relativ schwenkbar zueinander verbindet, kann aus einem metallischen oder einem polymeren Werkstoff bestehen.

Der Dorn kann von einer Haarnadelfeder umschlossen sein, wobei die

Haarnadelfeder mit einem ihrer Enden an der ersten und mit dem anderen Ende an der zweiten Halbschale abgestützt ist, derart, dass die untere

Haltekralle im herstellungsbedingten Zustand der Verbindungsvorrichtung ihre geringste Weite aufweist. Durch eine solche Ausgestaltung wird die

Handhabung der Verbindungsvorrichtung vereinfacht, weil die Haarnadelfeder im herstellungsbedingten Zustand der Verbindungsvorrichtung stets für eine definierte Positionierung der beiden Halbschalen relativ zueinander sorgt. Außerdem umschließt die untere Haltekralle den Griff des Reinigungsgeräts durch die Funktion der Haarnadelfeder und deren Anordnung in der

Verbindungsvorrichtung selbsttätig, sobald die vom Benutzer zunächst aufgespreizte untere Haltekralle über den Griff des Reinigungsgeräts bewegt ist. Wenn die untere Haltekralle ihre geringste Weite aufweist, weist die obere Haltekralle durch die klammerartige Ausgestaltung der Verbindungsvorrichtung ihre größte Weite auf.

Die Haarnadelfeder besteht bevorzugt aus einem metallischen Werkstoff. Anstelle der Haarnadelfeder können alternativ auch andere Federelemente zur Anwendung gelangen, zum Beispiel Federelemente aus einem

gummielastischen polymeren Werkstoff. Zum Beispiel Federelemente aus einem coextrudierten Polymer. Bevorzugt bestehen die Halbschalen jeweils aus polymerem Werkstoff. Weiter bevorzugt ist der polymere Werkstoff der beiden Halbschalen

übereinstimmend. Durch die Verwendung von polymeren Werkstoffen für die Halbschalen ist von Vorteil, dass die Verbindungsvorrichtung nur ein geringes Gewicht aufweist, korrosionsbeständig sowie einfach und kostengünstig herstellbar ist. Im Hinblick auf ein möglichst geringes Gesamtgewicht des Reinigungsgeräte-Systems im montierten Zustand und im Hinblick auf die feuchte Umgebung, in der das Reinigungsgeräte-System zur Anwendung gelangt, ist das von hervorzuhebendem Vorteil.

Das Gelenk ist bei montierter Verlängerungseinrichtung automatisch blockiert. Hinsichtlich der Betriebssicherheit des Reinigungsgeräte-Systems ist das ein entscheidender und wichtiger Vorteil. Ist die Verlängerungseinrichtung in der oberen Haltekralle montiert, weist die obere Haltekralle ihre größte Weite auf und umschließt die Verlängerungseinrichtung, die praktisch einen Keil in der oberen Haltekralle bildet, anliegend. Die untere Haltekralle umschließt den Griff mit ihrer geringsten Weite und hält den Griff formschlüssig fest. Dadurch, dass das Gelenk durch die Verlängerungseinrichtung blockiert ist, wird das

Reinigungsgeräte-System auch dann sicher zusammengehalten, wenn der Benutzer mittels der Verlängerungseinrichtung unterschiedlichste Kräfte auf die Verbindungsvorrichtung und damit das Reinigungsgerät ausübt.

Einer separat herstellbaren Einrichtung/ Vorrichtung zum Blockieren des Gelenks bedarf es daher bei dem erfindungsgemäßen Reinigungsgeräte- System nicht.

Das Reinigungsgerät kann, wie zuvor bereits beschrieben, als Fensterwischer und/oder Fenstersauger ausgebildet sein.

Davon abweichende Reinigungsgeräte, zum Beispiel Reinigungsgeräte zur Reinigung von Fassaden, können ebenfalls durch die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung mit der Verlängerungseinrichtung betrieben werden. Die Verlängerungseinrichtung kann als Verlängerungsstange, bevorzugt als Teleskop-Verlängerungsstange, ausgebildet sein. Durch eine solche

Verbindungseinrichtung ist das Reinigungsgeräte-System noch individueller an die jeweilige Reinigungssituation anpassbar.

Die Verlängerungsstange oder die Teleskop-Verlängerungsstange kann dabei üblichen Gerätestielen von anderen Haushaltsgeräten entsprechen, wenn das Außengewinde der Verlängerungseinrichtung und das Innengewinde der Verbindungsvorrichtung aneinander angepasst sind. Hierbei ist von Vorteil, dass ein und dieselbe Verlängerungsstange oder Teleskop- Verlängerungsstange für unterschiedlichste Haushalts-Reinigungsgeräte zur Anwendung gelangen kann, auch zur Verwendung im beanspruchten

Reinigungsgeräte-System.

Außerdem betrifft die Erfindung eine Verbindungsvorrichtung, wie zuvor beschrieben.

Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage und

Demontage eines Reinigungsgeräte-Systems, wie zuvor beschrieben, wobei zur Montage des Reinigungsgeräte-Systems in einem ersten Verfahrensschritt die Halbschalen der Verbindungsvorrichtung, ausgehend vom

herstellungsbedingten Zustand der Verbindungsvorrichtung, um das Gelenk derart relativ zueinander geschwenkt werden, dass die untere Haltekralle ihre größte und die obere Haltekralle ihre kleinste Weite aufweist, dass in einem zweiten Verfahrensschritt die untere Haltekralle über den Griff des

Reinigungsgeräts bewegt wird, bis der Griff in der unteren Haltekralle für die bestimmungsgemäße Verwendung des Reinigungsgeräte-Systems

aufgenommen ist, wobei in einem dritten Verfahrensschritt die

Verlängerungseinrichtung von der dem Innengewinde axial abgewandten Seite in die obere Haltekralle eingeschoben und mit dem Außengewinde in das Innengewinde eingeschraubt wird und die Beweglichkeit des Gelenks dadurch blockiert.

Zur Demontage wird ab einem vierten Verfahrensschritt in umgekehrter Reihenfolge wie bei der Montage vorgegangen.

Durch das zuvor beschriebene Verfahren sind die Bestandteile des

Reinigungsgeräte-Systems im zusammengebauten Zustand dauerhaltbar und besonders sicher aneinander festgelegt, insbesondere deshalb, weil die Verlängerungseinrichtung, nach Art eines Keils, die Beweglichkeit des Gelenks blockiert und dadurch für eine sichere Festlegung des Griffs in der unteren Haltekralle sorgt.

Außerdem hat das Verfahren den Vorteil, dass Fehler bei der Montage und Demontage des Reinigungsgeräte-Systems praktisch ausgeschlossen sind. Hält sich der Benutzer nicht an die Reihenfolge des zuvor beschriebenen Verfahrens, kann das Reinigungsgeräte-System weder montiert noch demontiert werden. Durch diese konstruktionsbedingt vorgegebene

Reihenfolge ist die Montage und Demontage des Reinigungsgeräte-Systems auch für weniger geübte Benutzer leicht durchzuführen.

Für den Fall, dass eine Verliersicherung, wie zuvor beschrieben, zur

Anwendung gelangt, werden zur Demontage nach dem Ausschrauben des Außengewindes aus dem Innengewinde und vor dem vollständigen Entfernen der Verlängerungseinrichtung aus der oberen Haltekralle in einem Zwischen- Verfahrensschritt zum Lösen der Verliersicherung die Betätigungstasten betätigt. Dadurch wird verhindert, dass das Reinigungsgerät und die

Verlängerungseinrichtung unkontrollierbar auseinanderfallen. Kurzbeschreibung der Zeichnung

Zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Reinigungsgeräte-Systems und der Verbindungsvorrichtung werden nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 7 näher erläutert.

Diese zeigen jeweils in schematischer Darstellung:

Figur 1 ein Reinigungsgeräte-System im zusammengebauten Zustand und in perspektivischer Darstellung, wobei eine Verbindungsvorrichtung gemäß den Figuren 2 bis 6 zur Anwendung gelangt,

Figur 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Verbindungsvorrichtung in perspektivischer Ansicht,

Figur 3 eine Ansicht der Verbindungsvorrichtung aus Figur 2 von links,

Figur 4 eine Ansicht der Verbindungsvorrichtung aus Figur 2 von rechts, Figur 5 die Verbindungsvorrichtung aus Figur 2 in einer Ansicht von vorn,

Figur 6 eine Explosionsdarstellung der Verbindungsvorrichtung aus Figur 2, Figur 7 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Verbindungsvorrichtung, ähnlich der Verbindungsvorrichtung aus Figur 2, wobei zur Erhöhung der Steifigkeit der Verbindungsvorrichtung zusätzlich Stützrippen vorgesehen sind und der Einschraub-Anschlag alternativ gestaltet ist. Ausführung der Erfindung

In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines Reinigungsgeräte-Systems gezeigt, das ein Reinigungsgerät 1 in Form eines Fenstersaugers umfasst. Das

Reinigungsgerät 1 hat einen Griff 2 und kann wie in der ersten Hälfte von Figur 1 dargestellt separat, d.h. ohne Verlängerungseinrichtung 3 und ohne

Verbindungsvorrichtung 5, gehandhabt werden.

Zur Reinigung zum Beispiel hoher Fenster, an die der Benutzer ohne Leiter nicht heranreichen würde, ist die Verlängerungseinrichtung 3 in Form einer Verlängerungsstange 43 vorgesehen, die als Teleskop-Verlängerungsstange 44 ausgebildet ist. Die Verlängerungseinrichtung 3 ist bei komplettiertem

Reinigungsgeräte-System mit dem Reinigungsgerät 1 verbunden und von diesem nach der Benutzung wieder zerstörungsfrei lösbar.

Das Reinigungsgerät 1 und die Verlängerungseinrichtung 3 sind wie in der oberen Hälfte von Figur 1 dargestellt durch die Verbindungsvorrichtung 5 miteinander verbunden, wobei die Verbindungsvorrichtung 5 in den Figuren 2 bis 6 gezeigt und nachfolgend näher beschrieben ist. In den Figuren 2 bis 6 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer

Verbindungsvorrichtung 5 gezeigt, die im Reinigungsgeräte-System gemäß Figur 1 zur Anwendung gelangt. Die Verbindungsvorrichtung 5 ist klammerartig und, im Querschnitt betrachtet, im Wesentlichen 8-förmig ausgebildet, mit einer unteren Haltekralle 6 und einer oberen Haltekralle 7. Die untere Haltekralle 6 weist einen ersten 8 und einen zweiten Schenkel 9 auf, die obere Haltekralle 7 einen dritten Schenkel 10 und einen vierten Schenkel 1 1 .

Die Haltekrallen 6, 7 sind, zur Montage der Verbindungsvorrichtung 5 am Reinigungsgerät 1 und an der Verlängerungseinrichtung 3, jeweils in ihrer Weite 12, 13 synchron und umgekehrt proportional um das Gelenk 14 verstellbar. Das Gelenk 14 ist, im Querschnitt der Verbindungsvorrichtung 5 betrachtet, zwischen der unteren 6 und der oberen Haltekralle 7 angeordnet. Die Verlängerungseinrichtung 3 ist in Figur 2 in stark verkleinertem Maßstab dargestellt.

Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Verbindungsvorrichtung 5 zwei Halbschalen 15, 16, die jeweils aus polymerem Werkstoff bestehen, wobei die erste Halbschale 15 den ersten 8 und den dritten Schenkel 10 und die zweite Halbschale 16 den zweiten Schenkel 9 und den vierten Schenkel 1 1 aufweist. Die beiden Halbschalen 15, 16 sind um das Gelenk 14 relativ zueinander schwenkbar, wobei das Gelenk als Stangenscharnier 40

ausgebildet ist und den Dorn 41 umfasst. Der Dorn 41 kann aus einem polymeren oder einem metallischen Werkstoff bestehen und hält die

Halbschalen 15, 16 der Verbindungsvorrichtung 5 zusammen. Um den Dorn 41 herum ist die Haarnadelfeder 42 angeordnet, die sich mit ihren beiden Enden an den beiden Halbschalen 15, 16 abstützt. Mit einem ihrer Enden stützt sich die Haarnadelfeder 42 an der ersten 15, mit dem anderen Ende an der zweiten Halbschale 16 ab. Durch die Anordnung der Haarnadelfeder 42 und deren Abstützung oberhalb des Dorns 41 an den beiden Halbschalen 15, 16, werden die Halbschalen 15, 16 der nicht-verbauten Verbindungsvorrichtung 5 in eine derartige Position relativ zueinander gebracht, dass die untere Haltekralle 6 der Verbindungsvorrichtung 5 automatisch ihre geringste Weite 12 aufweist. Dann weist die obere Haltekralle 7 gleichzeitig ihre größte Weite 13 auf. In Figur 2 ist die Verbindungsvorrichtung 5 in einer perspektivischen Ansicht gezeigt. Neben den beiden Halbschalen 15, 16, die durch das Gelenk 14 miteinander verbunden sind, weist die Verbindungsvorrichtung 5 eine

Verliersicherung 25 auf. Die Verliersicherung 25 ist durch federnde Rastnasen 22, 23 gebildet, die sich in radialer Richtung 21 gegenüberliegen und bei Demontage des Reinigungsgeräte-Systems mit einer Hinterschneidung 24 der Verlängerungseinrichtung 3 in Eingriff bringbar sind.

Betätigt werden die Rastnasen 22, 23 zum Lösen aus der Hinterschneidung 24 jeweils durch eine Betätigungstaste 26, 27, wobei die Rastnase 22 und die entsprechende Betätigungstaste 26 gemeinsam um die Schwenkachse 28 und die Rastnase 23 und die entsprechende Betätigungstaste 27 gemeinsam um die Schwenkachse 29 schwenkbar sind. Die Rastnasen 22, 23, die

entsprechenden Betätigungstasten 26, 27 und die Schwenkachsen 28, 29 sind jeweils einstückig und materialeinheitlich mit den entsprechenden Halbschalen 15, 16 ausgebildet. Dadurch weist die Verbindungsvorrichtung eine Vielzahl von Funktionen bei einfachstem Aufbau auf.

Das Innengewinde 19 ist axial einerseits der oberen Haltekralle 7 angeordnet, die Rastnasen 22, 23 mit ihren entsprechenden Betätigungstasten 26, 27 axial andererseits der oberen Haltekralle 7.

In das Innengewinde 19 wird das Außengewinde 18 der Stirnseite 17 der Verlängerungseinrichtung 3 eingeschraubt, um das Reinigungsgeräte-System fertig zu montieren und das Gelenk 14 und damit die Beweglichkeit der unteren Haltekralle 6 zu blockieren. Der Griff 2 ist dadurch besonders sicher von der unteren Haltekralle 6 umschlossen.

Außerdem weist die obere Haltekralle 7 noch einen Einschraub-Anschlag 20 auf, der dafür sorgt, dass die Verlängerungseinrichtung 3 korrekt mit der Verbindungsvorrichtung 5 verbunden ist. Der Benutzer des Reinigungsgeräte- Systems schraubt die Verlängerungseinrichtung 3 mit ihrem Außengewinde 18 so lange in das Innengewinde 19 ein, bis die Verlängerungseinrichtung 3 den Einschraub-Anschlag 20 anliegend berührt. Dann sind die

Verlängerungseinrichtung 3 und die Verbindungsvorrichtung 5 korrekt miteinander verbunden. Um sicherzustellen, dass der Griff 2 des Reinigungsgeräts 1 , in axialer

Richtung 45 betrachtet, richtig positioniert in der unteren Haltekralle 6

angeordnet ist, weist diese im hier gezeigten Ausführungsbeispiel zwei erste Positionierungseinrichtungen 32, 33 auf, die mit zwei zweiten

Positionierungseinrichtungen 34, 35 im Griff 2 des Reinigungsgeräts 1 im Eingriff sind.

Weist der Griff auf seiner Oberseite zum Beispiel Bedientasten zum Bedienen des Reinigungsgeräts 1 auf, sind diese durch die korrekte Positionierung des Griffs 2 in der unteren Haltekralle 6 stets frei zugänglich.

In Figur 3 ist die Verbindungsvorrichtung 5 in einer Ansicht von links, in Figur 4 in einer Ansicht von rechts und in Figur 5 in einer Vorderansicht gezeigt.

In Figur 6 ist die Verbindungsvorrichtung 5 aus Figur 2 in einer

Explosionszeichnung dargestellt. Es sind alle Bestandteile der

Verbindungsvorrichtung 5 gezeigt. Die beiden Halbschalen 15, 16 bilden das Gelenk 14 in Form eines Stangenscharniers 40 und sind durch den Dorn 41 miteinander verbunden, wobei der Dorn 41 die Haarnadelfeder 42 durchdringt, die mit ihren beiden Enden an den Halbschalen 15, 16 oberhalb des Gelenks 14 abgestützt ist.

In Figur 7 ist eine alternative zweite Ausgestaltung einer

Verbindungsvorrichtung 5 gezeigt, die sich von dem Ausführungsbeispiel aus Figuren 2 bis 6 nur dadurch unterscheidet, dass eine andere Form eines Einschraub-Anschlags 20 vorgesehen ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Einschraub-Anschlag 20 zusätzlich durch Verkrallungselennente 46 gebildet, die eine unerwünschte Aufweitung der oberen Haltekralle 7 auch dann verhindern, wenn die Verlängerungseinrichtung 3 mit ihrem Außengewinde 18 besonders fest in das Innengewinde 19 der oberen Haltekralle 7 eingeschraubt wird. Ansonsten ist die Verbindungsvorrichtung 5 aus Figur 7 im Wesentlichen wie die Verbindungsvorrichtung 5 aus den Figuren 2 bis 6 ausgebildet.

Jede der Halbschalen 15, 16 weist jedoch zusätzlich jeweils drei Stützrippen 47 auf. Die Stützrippen 47 sind zwischen dem ersten 8 und dem dritten Schenkel 10 der ersten Halbschale 15 und zwischen dem zweiten 9 und dem vierten Schenkel 1 1 der zweiten Halbschale 16 angeordnet.

Die Stützrippen 47 sorgen für eine höhere Steifigkeit der

Verbindungsvorrichtung 5, insbesondere dann, wenn die zur Anwendung gelangende Verlängerungseinrichtung 3 besonders lang und die Hebelwirkung auf die Verbindungsvorrichtung 5 während der bestimmungsgemäßen

Verwendung des Reinigungsgeräte-Systems dadurch besonders groß ist.

Unerwünschte elastische Verformungen der Schenkel 8, 10; 9, 1 1 der

Halbschalen 15, 16 der Verbindungsvorrichtung 5 sind dadurch praktisch ausgeschlossen. Durch die Stützrippen 47 und deren Anordnung umklammert die Verbindungsvorrichtung 5 den Griff 2 des Reinigungsgeräts 1 besonders zuverlässig, und auch die Verlängerungseinrichtung 3 ist in der

Verbindungsvorrichtung 5 besonders zuverlässig gehalten.

Mit dem erfindungsgemäßen Reinigungsgeräte-System kann dadurch besonders sicher gearbeitet werden.

Das Reinigungsgeräte-System aus Figur 1 wird derart montiert und demontiert, dass zur Montage des Reinigungsgeräte-Systems in einem ersten

Verfahrensschritt die Halbschalen 15, 16 der Verbindungsvorrichtung 5, ausgehend vom herstellungsbedingten Zustand der Verbindungsvorrichtung 5, um das Gelenk 14 derart relativ zueinander klammerartig geschwenkt werden, dass die untere Haltekralle 6 ihre größte 12 und die obere Haltekralle 7 ihre kleinste Weite 13 aufweist. In einem zweiten Verfahrensschritt wird die untere Haltekralle 6 über den Griff 2 des Reinigungsgeräts 1 bewegt, bis der Griff 2 in der unteren Haltekralle 6 für die bestimmungsgemäße Verwendung des Reinigungsgerät-Systems aufgenommen ist. Die Positionierungseinrichtungen 32 bis 35 in Form der Positionierungsnoppen 36, 37 und

Positionierungsvertiefungen 38, 39 sind durch Formschluss miteinander verbunden. In einem dritten Verfahrensschritt wird die

Verlängerungseinrichtung 3 von der dem Innengewinde 19 axial abgewandten Seite in die obere Haltekralle 7 eingeschoben und mit dem Außengewinde 18 in das Innengewinde 19 eingeschraubt, und die Beweglichkeit des Gelenks 14 wird dadurch blockiert.

Zur Demontage des Reinigungsgeräte-Systems wird ab einem vierten

Verfahrensschritt in umgekehrter Reihenfolge wie bei der Montage

vorgegangen. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass jede der Halbschalen jeweils zumindest eine Stützrippe aufweist und dass zumindest eine Stützrippe zwischen dem ersten und dem dritten Schenkel der ersten Halbschale und zumindest eine Stützrippe zwischen dem zweiten und dem vierten Schenkel der zweiten Halbschale angeordnet ist.

Weiter bevorzugt kann es vorgesehen sein, dass, in axialer Richtung der Verbindungsvorrichtung betrachtet, jede Halbschale drei mit axialem Abstand zueinander benachbart angeordnete Stützrippen umfasst.