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Title:
CLEANING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/020264
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cleaning device (16), especially a cleaning attachment (17) for hard surface vacuum cleaner (10), comprising at least a first and a second wiper lip (28, 30). It is proposed that a third lip (76) is arranged between the first and the second wiper lip (28, 30) in order to space apart the first and the second wiper lip (28, 30).

Inventors:
JENKINS, Rhys (61 Beresford RdEly, Cambridgeshire Cambridgeshire CB63WA, CB63WA, GB)
Application Number:
EP2018/065481
Publication Date:
January 31, 2019
Filing Date:
June 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
A47L1/05; A47L7/00; A47L9/06; A47L11/30
Domestic Patent References:
WO2017108089A12017-06-29
WO1994006342A11994-03-31
Foreign References:
EP2289383A22011-03-02
CA2198404A11998-08-25
DE2649993A11978-05-03
US3118165A1964-01-21
DE102008004966A12009-07-23
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Claims:
Ansprüche

1. Reinigungsvorrichtung (16), insbesondere Reinigungsvorsatz (17) für einen Hartflächen-Vakuumreiniger (10), aufweisend zumindest eine erste und zweite Abstreiflippe (28, 30), dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Lippe (76) zwischen der ersten und zweiten Abstreiflippe (28, 30) angeordnet ist, um die erste und zweite Abstreiflippe (28, 30) zu beabstanden.

2. Reinigungsvorrichtung (16) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Abstreiflippe (28, 30) einen Saugmund (75) definieren.

3. Reinigungsvorrichtung (16) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die zweite Abstreiflippe (28, 30) ausgehend von ihrem freien Ende (36) bzw. der Abstreifkante (34) Ausnehmungen (32) aufweist, insbesondere schlitzförmige Ausnehmungen (32), insbesondere wobei die Ausnehmungen (32) in regelmäßigen Abständen (Ii) entlang der

Abstreifkante angeordnet sind.

4. Reinigungsvorrichtung (16) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32) 5-20 %, insbesondere 8-12 % der Fläche bzw. der Längserstreckung (I) der Abstreifkante (30) einnehmen.

5. Reinigungsvorrichtung (16) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32) ausgehend von der

Abstreifkante eine Tiefe (t) quer zur Abstreifkante von 50 - 100 % des Längsabstands (Ii) zweier benachbarter Ausnehmung (32) aufweisen.

6. Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Lippe (76) ausgehen von ihrem freien Ende (78) Ausnehmungen (80) aufweist, insbesondere V-förmige Ausnehmungen (80), insbesondere wobei die Ausnehmungen (80) in regelmäßigen Abständen (bi) entlang des freien Endes (78) der dritten Lippe (76) angeordnet sind.

7. Reinigungsvorrichtung (16) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (80) der dritten Lippe (76) 20-80 %, insbesondere 30-50 %, besonders bevorzugt rund 40 % der Fläche bzw. der Längserstreckung des freien Endes (78) einnehmen.

8. Reinigungsvorrichtung (16) zumindest nach Anspruch 3 und 6, dadurch

gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32) der zweiten Abstreiflippe (30) versetzt zu den Ausnehmungen (80) der dritten Lippe (76) angeordnet sind. 9. Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende (78) bzw. die Kante (79) der dritten Lippe (76) zurückversetzt zu den freien Enden (34, 38) bzw. den Abstreifkanten (36, 40) der ersten und zweiten Abstreiflippe (28,30) angeordnet ist.

10. Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (di, d2) der zweiten Abstreiflippe (30) und/oder der dritten Lippe (76) zum freien Ende (34, 78) hin abnimmt und/oder die zweiten Abstreiflippe (30) und/oder dritten Lippe (76) im Bereich der freien Enden (34, 78) unter einem spitzen Winkel (σ, ß2) zuläuft.

11. Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abstreiflippe (28) einen spitzen Winkel (a, ß, ßi) mit der zweiten Abstreiflippe (30) und/oder der dritten Lippe (76) einschließt, insbesondere einem Winkel (a, ß, ßi) von 10° - 35°, bevorzugt einen Winkel (a, ß, ßi) von 15° - 25°

12. Reinigungsvorrichtung (16) nach Anspruch 10 und 11, dadurch

gekennzeichnet, dass der Winkel (a, ß, ßi) dem spitzen Winkel (σ, ß2) des freien Endes (34, 76) der zweiten Abstreiflippe (30) und/oder der dritten Lippe

(76) entspricht.

13. Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abstreiflippe (28) zwischen einem ersten bzw. oberen Luftführungselement (66) und einer ersten

Gehäusehalbschale (64) und/oder die zweite Abstreiflippe (30) zwischen einem zweiten bzw. unteren Luftführungselement (74) und einer zweiten Gehäuseschale (68) insbesondere austauschbar gehalten, bevorzugt kraft- und/oder formschlüssig fixiert ist.

14. Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Lippe (76) an einem insbesondere unteren Luftführungselement (74) angeformt ist.

15. Reinigungsvorrichtung, insbesondere Reinigungsvorsatz, für einen

Hartflächen-Vakuumreiniger (10), bevorzugt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend zumindest eine erste Abstreiflippe (28) und/oder zweite Abstreiflippe (30) und/oder dritte Lippe (76), welche bevorzugt die erste und zweite Abstreiflippe (28, 30) beabstandet, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Abstreiflippe (28, 30) und/oder die dritte Lippe (76) zumindest teilweise aus Polyethylen besteht.

16. Hartflächen-Vakuumreiniger (10) mit einer Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

17. Hartflächen-Vakuumreiniger (10), insbesondere nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartflächen-Vakuumreiniger (10) einen Handgriff (12) mit einem freien Ende (20) aufweist, insbesondere wobei innerhalb des Handgriffs (12) eine wiederaufladbare Energiespeichervorrichtung (48) angeordnet ist.

18. Hartflächen-Vakuumreiniger (10), insbesondere nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe (H) des Hartflächen- Vakuumreinigers (10) mit appliziertem Reinigungsvorsatz (17) geringer ist als eine Längserstreckung (B) bzw. Breite des Reinigungsvorsatzes (17).

19. Hartflächen-Vakuumreiniger (10), insbesondere nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Tiefen zu Höhen-Verhältnis (T/H) >60%, insbesondere >70%, besonders bevorzugt 80% beträgt.

20. Hartflächen-Vakuumreiniger (10), insbesondere nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ladeschnittstelle (24) zur Wiederaufladung der Energiespeichervorrichtung (48) im Handgriff (12), insbesondere im Bereich des freien Endes (20) des Handgriffs (12) angeordnet ist.

21. Verfahren zum Einsaugen von Luft oder Luft-Flüssigkeits-Gemisch in eine Reinigungsvorrichtung (16), insbesondere in einen Reinigungsvorsatz (17) eines Hartflächen-Vakuumreinigers (10), bevorzugt eine

Reinigungsvorrichtung (16) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft oder das Luft-Flüssigkeits-Gemisch zuerst in einen, durch eine ersten und zweiten Abstreiflippe (28, 30) gebildeten Saugmund (75) gesaugt wird, und anschließend durch einen durch die erste Abstreiflippe (28) und eine dritte Lippe (76) gebildeten Spalt in einen Saugkanal, insbesondere gebildet durch zumindest ein

Luftführungselement (66, 74), geführt wird, wobei die dritte Lippe (76) die erste und zweite Abstreiflippe (28, 30), insbesondere deren freien Enden (34, 38), insbesondere unabhängig von einem Durchbiegungswinkel und/oder einem Anstellwinkel der ersten, zweiten und dritten (Abstreit-) Lippe (28, 30, 76), beabstandet.

Description:
Beschreibung

Titel

Reinigungsvorrichtung Stand der Technik

Aus der DE102008004966 AI ist bereits eine Reinigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Reinigungsvorrichtung, insbesondere einem

Reinigungsvorsatz für ein Hartflächen-Vakuumreiniger, beispielsweise eine Vakuum- Fensterreinigungsvorrichtung, aufweisend zumindest eine erste und zweite insbesondere flexible Abstreiflippe. Es wird vorgeschlagen, dass eine dritte Lippe zwischen der ersten und zweiten

Abstreiflippe angeordnet ist, um die erste und zweite Abstreiflippe zu

beabstanden. Die erste Abstreiflippe kann auch als obere, die zweite

Abstreiflippe als untere und die dritte Lippe als mittlere Lippe bezeichnet werden. Die dritte Lippe kann aus dem gleichen Material wie die erste und zweite aber auch aus einem anderen Material gefertigt sein. Bei Verformungen zumindest der zweiten Abstreiflippe verformt sich die dritte Lippe ebenfalls. Vorteilhaft wird ein streifenfreien Abziehens der zu reinigenden Oberfläche ermöglicht, was den Bedienkomfort steigert und die Abziehqualität erhöht. Insofern kann die

Nutzerfreundlichkeit gesteigert werden. Durch die Vorrichtung kann ein breiter Anwendungsbereich der Vorrichtung sichergestellt werden. Beispielsweise können trotz unterschiedlicher Anpressdrücke bzw. Durchbiegungen der

Abstreiflippen bzw. der Lippe ein gleichbleibend gutes Aufnehmen von

Flüssigkeits- Luftgemisch bzw. ein streifenfreier Gebrauch realisiert werden.

Somit ist die Vorrichtung für schwach- und stark anpressende Nutzer

gleichermaßen geeignet. So können beispielsweise Nachgiebigkeiten der Abstreiflippen von 1 - 10 mm bei gleichbleibendem Reinigungsergebnis realisiert werden. Das gleich gilt für unterschiedliche Anlagewinkel der Vorrichtung bzw. der ersten Abstreiflippe bezogen auf die Hartfläche, beispielsweise von 40° bis 90°, insbesondere von 50° bis 75° Anlagewinkel. Die Herstellung ist einfach. Es wird vorgeschlagen, dass die Abstreiflippe bzw. die Lippe eine glatte Oberfläche aufweist und/oder Erhebungsfrei ist. Ein Durchbiegen der Abstreiflippen bzw. Lippe und/oder flexible Anpassung an eine zu reinigende Oberfläche kann dadurch leicht erfolgen. Die glatten Flächen können sich gegeneinander leicht verschieben. Die Herstellkosten und der Verarbeitungsaufwand sind gering. Beispielsweise können die Abstreiflippen kontinuierlich hergestellt z.B. extrudiert werden; eine diskontinuierliche Herstellung wie beispielsweise bei der

Herstellung von Abstreiflippen mit Erhebungen (Entformung) ist nicht erforderliche aber ebenso möglich. Ferner wird vorgeschlagen, dass die erste und zweite Abstreiflippe einen

Saugmund definieren, dessen Öffnungsquerschnitt durch die dritte Lippe oder auch Zunge definiert wird. Der Saugmund ist also definiert als

Öffnungsquerschnitt bzw. Freifläche zwischen den freien Enden der ersten und zweiten Abstreiflippe bzw. deren Abstreifkanten. Dadurch kann ein konstant bleibender Öffnungsquerschnitt über die Längserstreckung des gesamten

Saugmunds bereitgestellt werden, so dass konstante Strömungsverhältnisse und damit eine gleichbleibende Saugströmung bzw. gleichleibende

Strömungsgeschwindigkeiten für ein einzusaugendes Fluid, insbesondere Flüssigkeits- Luftgemisch, bereitgestellt werden können.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die zweite Abstreiflippe ausgehend von ihrer Abstreifkante Ausnehmungen aufweist, insbesondere schlitzförmige Ausnehmungen, insbesondere wobei die Ausnehmungen in regelmäßigen Abständen entlang der Abstreifkante angeordnet sind. Die schlitzförmigen Ausnehmungen erstrecken sich von der Abstreifkante bzw. dem freien Ende der

Abstreiflippe hin zum eingespannten Ende der Abstreiflippe bzw. in Querrichtung zur Abstreifkante. Dadurch kann sich Flüssigkeit auch im Bereich der

Ausnehmungen sammeln. Es kann eine Absaugung von Flüssigkeit von unterhalb der zweiten Abstreiflippe, bzw. zwischen der möglicherweise flächig angedrückten zweiten Abstreiflippe und der zu reinigenden Hartfläche, erfolgen. Es wird vorgeschlagen, dass die Ausnehmungen, insbesondere Schlitze 5-20 %, insbesondere 8-12 % der Fläche bzw. der Längserstreckung der Abstreifkante einnehmen. Somit wird die Abstreifkante an deren freien Ende in Längsrichtung durch die Ausnehmungen unterbrochen. Die Abstreifkante berührt die zu reinigende Hartfläche also nur noch auf 80-95 % der Reinigungsfläche.

Vorteilhaft kann dadurch in den unterschiedlichen Verwendungs- oder

Anwendungsfällen bzw. Nutzerunabhängig eine gleichbleibend gute Reinigung erzielt werden. Insbesondere kann eine Saugströmung im Bereich des

Saugmunds und von unterhalb der zweiten Abstreiflippe bereitgestellt werden.

Damit kann sowohl beim Abziehen, also auch beim Abheben der Vorrichtung von der zu reinigenden Fläche eine streifenfreie und/oder Rückstandsfreie

Bearbeitung erfolgen. Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Ausnehmungen ausgehend von der

Abstreifkante eine Tiefe oder Erstreckung quer zur Abstreifkante von 50 - 100 % des Längsabstands zweier benachbarter Ausnehmung aufweisen. Dadurch können die vorgenannten Anwendungsfälle abgedeckt werden und/oder eine Rückstandsfreie Bearbeitung erzielt werden.

Zudem wird vorgeschlagen, dass die dritte Lippe ausgehen von ihrem freien Ende Ausnehmungen aufweist, insbesondere V- oder U-förmige Ausnehmungen, insbesondere wobei die Ausnehmungen in regelmäßigen Abständen entlang der Lippenkante angeordnet sind. Die Ausnehmungen laufen in Richtung des eingespannten Endes der Lippe zu. Es sind bevorzugt vollständige Durchbrüche durch die gesamte Dicke bzw. Materialdicke der Lippe. Dadurch kann selbst bei minimalen Öffnungsquerschnitten des Saugmunds eine Saugströmung bzw. Abströmen in Richtung von Fluidkanälen im Inneren der Vorrichtung garantiert werden. Das im Bereich des Saugmunds zwischen erster und zweiter

Abstreiflippe oder der Ausnehmungen der zweiten Abstreiflippe bzw. Schlitze angesaugte Fluid, kann in die Ausnehmungen weitertransportiert werden. Bei sich weitendem Abstand von erster und zweiter Abstreiflippe zurückversetzt zum Saugmund bzw. von den freien Enden zu den Einspannenden der ersten und zweiten Abstreiflippen zurückversetzt, kann durch die V-Form bzw. Verengung der Ausnehmung der Strömungsquerschnitt möglichst konstant gehalten werden und damit eine insbesondere konstante Strömungsgeschwindigkeit aufrecht erhalten werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Ausnehmungen der dritten Lippe 20-80 %, insbesondere 30-50 %, besonders bevorzugt rund 40 % der Fläche bzw. der Längserstreckung der Abstreifkante einnehmen. Die Längserstreckung der dritten Abstreifkante entspricht typischerweise der Längserstreckung der zweiten Abstreifkante. Auch dadurch können die vorgenannten positiven Effekte erzielt werden.

Es wird vorgeschlagen, dass die Ausnehmungen der zweiten Abstreiflippe versetzt zu den Ausnehmungen der dritten Lippe angeordnet sind. Dadurch begrenzen die Abstreiflippe bzw. Lippe die Ausnehmungen in der Kontaktfläche, entlang der Längsrichtung der Lippen bzw. entlang der freien Enden. Dadurch kann der Saugstrom zur Aufrechterhaltung einer möglichst konstanten

Saugströmung und/oder eines konstanten oder graduellen Luftführungs- bzw. Luftkanalquerschnitts geführt werden.

Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass ein freies Ende der dritten Lippe zurückversetzt zum freien Ende bzw. der Abstreifkante der ersten und zweiten Abstreiflippe angeordnet ist. Bevorzugt überragt das freie Ende der ersten Abstreiflippe, das freie Ende der zweiten Abstreiflippe und das freie Ende der zweiten Abstreiflippe überragt das freie Ende der dritten Lippe. Dadurch können die Strömungs- und Absaugverhältnisse der Vorrichtung insbesondere in sämtlichen Anwendungsfällen positiv beeinfluss werden. Ein Verstopfen der Saugdüse oder ein Erliegen der Strömung kann vermieden werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Dicke der zweiten Abstreiflippe und/oder der dritten Lippe im Bereich des freien Endes abnimmt und/oder zumindest teilweise zum freien Ende hin spitz zuläuft. Dadurch kann ein insbesondere

trichterförmiger Saugmund bereitgestellt werden. Ferner kann eine winkelige bzw. zulaufende Anordnung der zumindest benachbarten Oberflächen der ersten und zweiten Abstreiflippe oder dritten Lippe im Bereich des Saugmunds bzw. im Bereich der freien Enden der (Abstreif-)lippen zu einer im Wesentlichen parallelen oder gar sich weitenden Anordnung im Bereich der freien Enden geändert werden. Dadurch kann insbesondere der Abstand der ersten und zweiten Abstreiflippe, insbesondere trotz deren winkeliger Anordnung, in einer Erstreckungsrichtung quer zur Abstreifkante (bzw. vom freien Ende zum eingespannten Ende) verändert oder konstant gehalten werden. Dies beeinflusst die Saugströmung und/oder die Reinigungsqualität positiv. Die dritte Lippe kann in Querrichtung zur Lippenkante mehrere Winkel aufweisen. Insbesondere kann einerseits im Bereich der Beabstandung von erster und zweiter Abstreiflippe ein erster Winkel vorherrschen und im nachfolgenden Saugkanalbereich ein anderer Winkel. Auch dadurch können die Strömungsverhältnisse innerhalb der

Vorrichtung positiv beeinflusst werden.

Außerdem wird vorgeschlagen, dass die erste Abstreiflippe einen spitzen Winkel mit der zweiten Abstreiflippe und/oder der dritten Lippe einschließt, insbesondere einem Winkel von 10° - 35°, bevorzugt einen Winkel von 20° - 25°. Zudem wird vorgeschlagen, dass die zweite Abstreiflippe parallel zur dritten Lippe angeordnet ist. Bevorzugt liegen die zweite Abstreiflippe und die dritten Lippe aneinander an. Vorteilhaft können unterschiedliche Anwendungsfälle abgedeckt werden.

Insbesondere kann die Vorrichtung in einem breiten Spektrum von

Anlagewinkeln an eine Hartfläche und/oder mit unterschiedlichen

Anpressdrücken auf die Hartfläche betrieben werden.

Es wird vorgeschlagen, dass der Winkel zwischen der ersten und zweiten Abstreiflippe und/oder der ersten Abstreiflippe und dritten Lippe dem spitzen Winkel des freien Endes der zweiten Abstreiflippe und/oder der dritten Lippe zumindest im Wesentlichen entspricht. Auch dadurch können die vorgenannten

Effekte erzielt werden. Der Abstand der benachbarten Flächen der ersten und zweiten Abstreiflippen bzw. der ersten Abstreiflippe und dritten Lippe kann dadurch zumindest im Bereich der freien Enden im Wesentlichen konstant gehalten werden oder sich sogar zur Abstreifkante hin leicht öffnen. Dadurch wird ein idealer Saugmund geformt, der eine gute Luftführung gewährleistet.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die erste Abstreiflippe zwischen einem ersten bzw. oberen Luftführungselement und einer ersten Gehäusehalbschale und/oder die zweite Abstreiflippe zwischen einem zweiten bzw. unteren

Luftführungselement und einer zweiten Gehäuseschale insbesondere austauschbar gehalten, bevorzugt kraft- und/oder formschlüssig fixiert ist. Damit können eine oder beide Abstreiflippen z.B. bei Verschleiß oder zur Anwendung für unterschiedliche Hartflächen etc. ausgetauscht werden. Ferner sind durch Demontage eine Reinigung der Vorrichtung und/oder Abstreiflippen möglich.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die dritte Lippe an dem unteren

Luftführungselement angeformt ist. Dadurch können Spalte vermieden werden, die Fluidführung wird nicht beeinträchtigt und/oder eine Verdreckung der Vorrichtung kann vermieden werden.

Ferner wird eine Reinigungsvorrichtung, insbesondere ein Reinigungsvorsatz, für einen Hartflächen-Vakuumreiniger beansprucht, aufweisend zumindest eine erste Abstreiflippe und/oder zweite Abstreiflippe und/oder dritte Lippe, welche bevorzugt die erste und zweite Abstreiflippe beabstandet, wobei zumindest eine Abstreiflippe und/oder die Lippe teilweise aus Polyethylen besteht. Dadurch kann der Reibwert zwischen Reinigungsvorrichtung und Hartfläche reduziert werden. Störende Quietschgeräusche und/oder Streifenbildung werden vermieden. Das Abziehen benötigt weniger Kraft. Die Haltbarkeit der Reinigungsvorrichtung wird erhöht, ihre Widerstandsfähigkeit verbessert. Dabei kann eine Abstreiflippe und/oder Lippe mit Polyethylen beschichtet sein und/oder im Volumen

Polyethylen enthalten. Es kann sich um Polyethylen mit hoher Dichte, mit ultrahohem Molekulargewicht und/oder um vernetztes Polyethylen handeln. Als Grundmaterial der Abstreiflippe oder Lippe eignet sich Gummi z.B.

Naturkautschuk oder synthetischer Gummi. Die Abstreiflippe kann beispielsweise mit Polyethylenpulver beschichtet werden und Extrudiert insbesondere

Koextrudiert oder Spritzgegossen werden. Beim Vulkanisieren verbindet sich das Polyethylen mit dem Gummi insbesondere durch Diffusion und/oder Sinterung und/oder Vernetzung. Bevorzugt bestehen die Abstreiflippen zumindest teilweise aus einem Gummi oder Elastomer z.B. Kautschuk, einem synthetischem Gummi oder dergleichen. Beispielsweise sind die erste und zweite Abstreiflippe aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk), insbesondere mit PPC (Plastic Powder Coating) beschichtet. Beispielsweise kann die dritte Lippe aus einem thermoplastischen Elastomer gebildet sein. Die dritte Lippe kann in einem Spritzgussprozess an ein, insbesondere das untere Luftführungsteil, angeformt werden. Somit können die Abstreiflippen bei gleicher Robustheit dünner ausgeführt werden.

Zudem wird ein Hartflächen-Vakuumreiniger, insbesondere ein tragbarer oder handgeführter Hartflächen-Vakuumreiniger mit einer Reinigungsvorrichtung beansprucht.

Darüber hinaus wird ein Hartflächen-Vakuumreiniger, insbesondere Hartflächen- Vakuumreiniger mit einer Reinigungsvorrichtung beansprucht, wobei der Hartflächen-Vakuumreiniger einen Handgriff mit einem freien Ende aufweist, insbesondere wobei innerhalb des Handgriffs eine wiederaufladbare Batterie angeordnet ist. Dadurch kann der Hartflächen-Vakuumreiniger sehr kompakt bauen. Der Einsatzbereich vergrößert sich. Bei Bodennahmen Fenstern kann die Abziehstecke verlängert werden. Zudem kann das Spektrum unterschiedlicher Anstellwinkel beim Bearbeiten vergrößert werden. Der Schwerpunkt des Geräts verlagert sich positiv. Der Reinigungsvorsatz kippt quasi automatisch gegen die zu reinigende Fensterscheibe sofern sie wie üblich vertikal zum Boden ausgerichtet ist. Außerdem kann ein Ladeanschluss für eine wiederaufladbare Batterie im Handgriff, insbesondere im Bereich des freien Endes des Handgriffs angeordnet sein. Das erhöht ebenfalls den Bedienkomfort.

Ferner wird ein Hartflächen-Vakuumreiniger vorgeschlagen, insbesondere Hartflächen-Vakuumreiniger mit einer Reinigungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe des Hartflächen-Vakuumreinigers mit appliziertem Reinigungsvorsatz geringer ist als eine Längserstreckung des

Reinigungsvorsatzes. Unter der Längserstreckung des Reinigungsvorsatzes ist dessen Breite quer zur Abziehrichtung zu verstehen. Auch dadurch kann der Einsatzbereich des Reinigers vergrößert werden. Bei Bodennahmen Fenstern und/oder in Ecken kann die Abziehstecke verlängert werden. Zudem kann das Verwendungsspektrum unterschiedlicher Anstellwinkel beim Bearbeiten vergrößert werden. Der Schwerpunkt des Geräts verlagert sich positiv. Der Reinigungsvorsatz kippt quasi automatisch gegen die zu reinigende

Fensterscheibe, sofern sie wie üblich vertikal zum Boden ausgerichtet ist.

Bevorzugt beträgt das Tiefen zu Höhen-Verhältnis >60%, insbesondere >70% besonders bevorzugt 80 %. Unter Tiefe soll hier die maximale Tiefenerstreckung quer zur Höhe und Breite des Hartflächen-Vakuumreinigers verstanden werden; sprich der Abstand zwischen der Außenfläche des Griffs und der der

Abstreifkante der ersten Abstreiflippe.

Zudem wird ein Verfahren zum Einsaugen von Luft oder Luft- Flüssigkeits- Gemisch mit eine Reinigungsvorrichtung vorgeschlagen, insbesondere mit einen Reinigungsvorsatz eines Hartflächen-Vakuumreinigers, wobei die Luft oder das Luft- Flüssigkeits-Gemisch zuerst in einen, durch eine ersten und zweiten

Abstreiflippe gebildeten Saugmund gesaugt wird und anschließend durch einen durch die erste Abstreiflippe und eine dritte Lippe gebildeten Spalt in einen Saugkanal geführt wird, wobei die dritte Lippe zumindest die freien Enden der ersten und zweiten Abstreiflippe, insbesondere unabhängig von einem

Durchbiegung und/oder einem Anstellwinkel der ersten, zweiten und dritten (Abstreif-) Lippe, beabstandet.

Zeichnungen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird diese Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Gleichteile sind in unterschiedlichen Abbildungen mit identischen Bezugszeichen bezeichnet und der Einfachheit halber teilweise nicht erneut beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivischen Ansicht eines Hartflächen-Vakuumreinigers mit einer Reinigungsvorrichtung bzw. einem Reinigungsvorsatz,

Fig. 2 eine Rückansicht des Hartflächen-Vakuumreinigers mit dem

Reinigungsvorrichtung bzw. dem applizierten Reinigungsvorsatz nach Fig. 1, Fig. 3 eine Schnittansicht des Hartflächen-Vakuumreiniger mit der

Reinigungsvorrichtung bzw. dem applizierten Reinigungsvorsatz aus Fig. 1,

Fig. 4 eine vergrößerte Schnittansicht der Reinigungsvorrichtung,

Fig. 5 die Reinigungsvorrichtung in unterschiedlichen Anwendungsfällen,

insbesondere Anstellwinkeln bezogen auf eine Hartfläche,

Fig. 6 die Luftführung der Reinigungsvorrichtung bei den unterschiedlichen Anwendungsfällen gemäß Fig. 5,

Fig. 7 eine Luftführung der Reinigungsvorrichtung.

In der Fig. 1 ist schematisch ein tragbarer Hartflächen-Vakuumreiniger 10 dargestellt, mit dem Flüssigkeit von einer Hartfläche, beispielsweise Wasser von einer Fensterscheibe, abgesaugt werden kann. Der Hartflächen-Vakuumreiniger 10 kann vom Benutzer mit einer Hand an einem Griff 12 gehalten und nach Art eines üblichen, eine Gummilippe aufweisenden Abziehers an der Hartfläche entlang geführt werden. Über den Schalter 14 lässt sich zur Erzeugung eines Unterdrucks an einem Reinigungsvorsatz 17 bzw. der Reinigungsvorrichtung 16 der Hartflächen-Vakuumreiniger 10 aktivieren. Ferner weist der Hartflächen- Vakuumreiniger 10 einen Schmutzflüssigkeitstank 18 auf. Der Griff 12 weist ein freies Ende 20 auf. Zwischen dem Griff 12 und einem Grundgehäuse 21 ist eine U-förmige Grifföffnung 22 zum Umgreifen des Griffs 12 ausgebildet. Zudem ist an dem Griff 12 eine Schnittstelle 24 zum wiederaufladen einer Energieversorgung des Hartflächen-Vakuumreiniger 10 vorgesehen. Der Reinigungsvorsatz 17 ist durch Betätigen der Fixiervorrichtung 26 abnehmbar und kann durch Aufstecken erneut am Hartflächen-Vakuumreiniger 10 appliziert werden. Ferner ist in Figur 1 eine erste bzw. obere Abstreiflippe 28 der Reinigungsvorrichtung 16 abgebildet.

Fig. 2 stellt eine Rückansicht des Hartflächen-Vakuumreinigers 10 mit der Reinigungsvorrichtung 16 bzw. einem applizierten Reinigungsvorsatz 17 nach Fig. 1 dar. Der Reinigungsvorsatz weist eine Breite b auf. Entlang dieser Breite b erstreckt sich die erste Abstreiflippe 28. Zudem ist eine zweite bzw. untere Abstreiflippe 30 dargestellt. Die zweite Abstreiflippe 30 weist schlitzförmige Ausnehmungen 32 auf. Diese sind in regelmäßigen Abständen über die zweiten Abstreiflippe 30 verteilt. Die schlitzförmige Ausnehmungen 32 erstrecken sich von dem freien Ende 34 bzw. der Abstreifkante 36 der zweiten Abstreiflippe 30 hin zum eingespannten Ende der Abstreiflippe (vgl. Fig. 3). Die zweite

Abstreiflippe weist eine Längserstreckung I auf. Die Ausnehmungen 32 nehmen rund 5-20 %, im vorliegenden Fall rund 8-12 % der Fläche des freien Endes 34 bzw. der Längserstreckung I der Abstreifkante 36 ein. Anders ausgedrückt ist die Abstreifkante 36 im vorliegenden Fall pro Zentimeter Breiten- bzw.

Längserstreckung für rund 1 mm durch eine Ausnehmung 32 unterbrochen. Die

Tiefe t oder die Erstreckung der Ausnehmungen 32 ausgehend von der

Abstreifkante 36 quer dazu beträgt rund 50 - 100 % des Längsabstands Ii zweier benachbarter Ausnehmung 32. Ferner wird das freie Ende 34 der zweiten Abstreiflippe 30 von einem freien Ende 38 bzw. der Abstreifkante 40 der ersten Abstreiflippe 28 überragt. Das freie Ende 34 der zweiten Abstreiflippe 30 ist sozusagen zurückversetzt zum freien Ende 38 der ersten Abstreiflippe angeordnet. Eine bevorzugte Abstreifrichtung zum Reinigen einer Oberfläche ist durch die Pfeile 39 dargestellt. Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht des Hartflächen-Vakuumreiniger 10 nach Fig. 1 bzw. Fig. 2. Der Schnitt erfolgt längs der Linie A-A aus Fig. 2. Das Grundgehäuse 21, das auch den Griff 12 ausbildet umfasst ferner ein Saugaggregat 42 mit einem Sauggebläse 44 und einem Antriebsmotor 46. Innerhalb des Griffs 12 ist eine Energiespeichervorrichtung 48, insbesondere eine Lithium- Ionen- Batterie, angeordnet. Sie versorgt den Antriebsmotor 46 mit Strom. Unterseitig bildet das

Grundgehäuse 21 eine Standfläche 50 aus, so dass der Hartflächen- Vakuumreiniger 10 in aufrechter Stellung, wie sie in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt ist, auf einer Stellfläche aufgestellt werden kann. Im Grundgehäuse 21 ist der Schmutzflüssigkeitstank 18 angeordnet. Durch die Anordnung eines Ablaufkanals 52, durch den ein Flüssigkeits- Luftgemisch von dem

Reinigungsvorsatz 17 in Richtung der Pfeile 19 in den Schmutzflüssigkeitstank 18 geleitet werden kann, zur Anordnung eines Belüftungskanal 54, über den mittels des Saugaggregats 42 ein Unterdruck im Schmutzflüssigkeitstank 18 gegenüber dem Umgebungsdruck des Hartflächen-Vakuumreiniger 10 erzeugbar ist, wird eine wirksame Abscheidekammer 56 zur Trennung bzw. Abscheidung von Flüssigkeit und Luft bzw. Gas bereitgestellt. Über die verschließbare Öffnung 58 kann der Schmutzflüssigkeitstank 18 geleert werden. Über den Pfeil 21 ist die Absaugrichtung der Luft bzw. des Gases aus dem Schmutzflüssigkeitstank 18 dargestellt.

Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Schnittansicht IV der Reinigungsvorrichtung 16, des Reinigungsvorsatzes 17 oder des Hartflächen-Vakuumreinigers 10 nach Fig. 3. Zusätzlich ist exemplarisch eine zu reinigende Hartfläche 60 abgebildet. Die Reinigungsvorrichtung 16 bzw. der Reinigungsvorsatz 17 weisen ein Gehäuse 62 auf, das aus mehreren Gehäuseteilen zusammengesetzt ist. Die erste

Abstreiflippe 28, welche flexibel ist, ist zwischen einer ersten bzw. oberen Halbschale 64 und einem ersten Luftführungselement 66 lösbar bzw.

austauschbar gehalten. Die erste Abstreiflippe 28 weist dazu an ihrem dem freien Ende 38 bzw. der Abstreifkante 40 benachbarten Ende ein T-artiges

Formschlusselement 67 auf. In der ersten Halbschale 64 bzw. dem

Luftführungselement 66 sind analoge Formschlusselemente ausgebildet. Die zweite Abstreiflippe 30, welche ebenfalls flexibel ist, wird durch eine zweite bzw. untere Halbschale 68 und eine Klemmleiste 70 bevorzugt ebenfalls austauschbar gehalten. Die Klemmleiste 70 ist über Befestigungsmittel 72 mit der zweiten Halbschale 68 verbunden. Ferner verbinden die Klemmmittel 68 auch die zweite

Halbschale 68 mit der ersten Halbschale 64. Die zweite Halbschale 68 bildet ein zweites Luftführungselement 74. Zwischen dem ersten und zweiten

Luftführungselement 66, 74 kann ein Gas bzw. Luft, oder ein Flüssigkeits- Luftgemisch von zumindest der ersten Abstreiflippe 28 in Richtung eines Ablaufs des Reinigungsvorsatzes 17 bzw. in Richtung des Schmutzflüssigkeitstank 18 transportiert werden. Das erste Luftführungselement 66 ist als Einlegeteil ausgebildet. Der Zwischenraum zwischen der ersten Abstreiflippe 28 und der zweiten Abstreiflippe 30 definiert einen Saugmund 75 bzw. eine Saugöffnung 77. Durch diesen Saugmund 75 wird Luft bzw. Flüssigkeits- Luftgemisch in den Reinigungsvorsatz 17 gesaugt (vgl. Fig. 5).

Ferner ist zwischen der ersten und zweiten Abstreiflippe 28, 30 eine dritte bzw. mittlere Lippe 76 angeordnet. Die dritte Lippe 76 beabstandet die erste und zweite Abstreiflippe 28, 30 mit dem Abstand a (vgl. Fig. 7 a) voneinander.

Dadurch bleibt der Saugmund 75 trotz Anlegen eines Vakuums auf Seiten der Luftführungselemente 66, 74 bzw. des Saugkanals geöffnet. Ferner kann unter einer Vielzahl von Angriffswinkeln Δ der Abstreiflippe 28 bzw. des

Reinigungsvorsatzes 17 bezogen auf die Hartfläche 60 und/oder

unterschiedlichen Durchbiegungen d Abstreiflippen 28, 30 und/oder Lippe 76 und/oder unterschiedlichen Anpressdrücken des Reinigungsvorsatzes 17 an die

Hartfläche 60 ein idealerweise im Wesentlichen konstant geöffneter Saugmund 75 bereitgestellt werden.

Sowohl die erste als auch zweite Abstreiflippe 28, 30 können zumindest, oder liegen auf gegenüberliegenden Seiten der Lippe 76 an. Die dritte Lippe 76 ist bevorzug an der zweiten Halbschale 68 angeformt. Sie wird bevorzugt mit der zweiten Halbschale 68 in einem gemeinsamen Spritzgussteil oder dergleichen aus zumindest zwei Komponenten hergestellt. Sie kann aber ebenfalls andersartig mit dem Reinigungsvorsatz 17 bzw. der zweiten Halbschale 68 verbunden werden z.B. stoffschlüssig, formschlüssig, kraftschlüssig, geklebt, oder dergleichen. Die dritte Lippe 76 ist im Wesentlichen parallel zur zweiten Abstreiflippe 30 ausgerichtet. Sie liegt im Wesentlichen flächig an dieser an. Hingegen ist die erste Abstreiflippe 28 in einem spitzen Winkel α zur zweiten Abstreiflippe 30 und/oder zur dritten Lippe 76, bezogen auf deren freien Enden 34, 38, 78 angeordnet. Ferner ist das freie Ende 78 bzw. die Kante 79 der dritten

Lippe 76 zurückversetzt zu den freien Ende 34, 38 bzw. den Abstreifkante 36, 40 der ersten und zweiten Abstreiflippe angeordnet ist. Das freie Ende 38 der ersten Abstreiflippe 28 überragt das freie Ende 34 der zweiten Abstreiflippe 30 und das freie Ende 34 der zweiten Abstreiflippe 30 überragt das freie Ende 78 der dritten Lippe 76. Zudem nimmt die Dicke ti, t2 der zweiten Abstreiflippe 30 und/oder der dritten Lippe 76 im Bereich der freien Enden 34, 78 ab bzw. läuft zumindest teilweise zu den freien Enden 34, 78 hin spitz zu. Der Winkel α zwischen der ersten und zweiten Abstreiflippe 28, 30 und/oder zwischen der ersten

Abstreiflippe 28 und der dritten Lippe 76 kann dem Winkel des

Dickenabnahmegradienten bzw. des spitzen Zulaufs der zweiten Abstreiflippe 30 und/oder der dritten Lippe 76 zu deren freien Enden 34, 78 hin, entsprechen. Im vorliegenden Falls sind die Winkel ß und σ in der Größenordnung des Winkels a.

Fig. 5 a,b,c stellt einen Ausschnitt des Reinigungsvorsatzes 17 mit der ersten und zweiten Abstreiflippe 28, 30, sowie der dritten Lippe 76 in unterschiedlichen Anstellwinkeln Δι, Δ2, Δ3 bezogen auf die Hartfläche 60 dar. Es entsprechen

Δι=50°, Δ 2 =62,5°, Δ3=75° Anstellwinkel, gemäß den Fig. 5 a,b,c.

In Abhängigkeit des Anstellwinkels vergrößert sich der Abstand der ersten und zweiten Abstreiflippe 28, 30. Zudem kann durch Variation des Anpressdrucks des Reinigungsvorsatzes 17 auf die Hartfläche die Durchbiegung der ersten und/oder zweiten Abstreiflippe 28, 30 und/oder der dritten Lippe 76 variiert werden. Im Folgenden sind die zulässigen Durchbiegungen bzw. die zulässigen

Annährungen a des Reinigungsvorsatzes 17 in Abhängigkeit des Anstellwinkels dargestellt. Somit ergeben sich für die gemäß den Fig. 5 a,b,c dargestellten Fällt mit den Anstellwinkeln Δι=50°, Δ2=62,5°, Δ3=75° eine Zulässige Annährung a in mm zu:

um eine einwandfreie Funktionalität des Reinigungsvorsatzes bzw. der

Hartflächen-Vakuumvorrichtung zu ermöglichen.

Aus den Fig. 6 a,b ist die Anordnung und Geometrie der dritten Lippe 76, insbesondere bezogen auf die erste und zweite Abstreiflippe 28, 30 ersichtlich. Die dritte Lippe 76 weist ausgehend von ihrem freien Ende 78 Ausnehmungen 80 auf. Diese sind zumindest teilweise V-förmig, können aber auch eine andere Geometrie aufweisen. Die Ausnehmungen 80 laufen ausgehend vom freien Ende 78 zum eingespannten Ende zu bzw. werden enger oder schnüren sich ein. Die Ausnehmungen 80 sind in regelmäßigen Abständen bi entlang der Lippenkante 82 angeordnet. Die Ausnehmungen 80 der dritten Lippe 76 nehmen rund 30-50

% der der Längserstreckung der Lippenkante 82 ein. Somit ist die Lippenkante 82 unterbrochen, wobei die Längserstreckung der Unterbrechungen parallel zur Lippenkante 82 mit zunehmender Entfernung von der Lippenkante 82 in Richtung des angeformten 83 bzw. fixierten Endes der dritten Lippe 76, abnehmen. Ferner sind die Ausnehmungen 32 der zweiten Abstreiflippe 30 versetzt zu den

Ausnehmungen 80 der dritten Lippe 76 angeordnet. Die dritte Lippe 76 überdeckt die Schlitze 32 der zweiten Abstreiflippe 30. Da die dritte Lippe 76 und zweite Abstreiflippe 30 aneinander anliegen, begrenzen sie die Ausnehmungen 32, 80 gegenseitig im Bereich der Kontaktflächen 84 (senkrecht zur Kontaktfläche 84). So sind also auch die Ausnehmungen 80 der dritten Lippe 76 durch die zweite Abstreiflippe 30 begrenzt. Des Weiteren sind die obere bzw. erste Abstreiflippe 28 vom T-förmigen Einspannende bzw. Formschlusselement 67 bis zum freien Ende 38 bzw. der Abstreifkante 40 sichtbar. Außerdem die zweite Abstreiflippe 30. Das freie Ende 38 der ersten Abstreiflippe 28 überragt das freie Ende 34 der zweiten Abstreiflippe 30 und das das freie Ende 78 der dritten Lippe 76 ist wiederum zurückversetzt zum freien Ende 34 der zweiten Abstreiflippe 30 angeordnet. Ferner veranschaulichen die Fig. 6 a,b und Fig. 7 a,b,c die Funktionsweise des

Reinigungsvorsatzes 17 bei unterschiedlichen Durchbiegungen zumindest der ersten oder zweiten Abstreiflippe 28, 30 und/oder der dritten Lippe 76 beim Anlegen an eine Hartfläche 60 bzw. unterschiedlichen Annährungen des

Reinigungsvorsatzes 17 an eine Hartfläche 60. Dabei können nebst vielen weiteren Zwischenfällen exemplarisch drei Fälle unterschieden werden. Und zwar: eine geringe, eine mittlere und eine hohe Durchbiegung der Abstreiflippe(n) 28, 30 bzw. der dritten Lippe 76. Sofern eine starke Durchbiegung vorliegt, wird ein Saugluftstrom, von der Rückseite, bzw. der der Hartfläche 60 zugewandten Seite der zweiten Abstreiflippe 30, über das freie Ende 78 der dritten Lippe 76 in das Innere 85 des Reinigungsvorsatzes 17 gesaugt. Das Flüssigkeits-

Luftgemisch kann sich in den Ausnehmungen 32 der zweiten Abstreiflippe 30 und im Bereich des Saugmunds 75 sammeln. Es kann über das freie Ende 78 der dritten Lippe 76, durch das der Querschnitt des Saugmunds 75 in diesem Bereich definiert wird (und wo die Dicke der dritten Lippe 76 gering ist), abgesaugt werden. Die Strömungsgeschwindigkeit am Saugmund 75 und im

Bereich der Schlitze bzw. Ausnehmungen 32 kann dadurch konstant hoch gehalten werden, so dass ein guter Absaugeffekt des Flüssigkeits-Luftgemischs auf der Hartfläche 60 erzielt werden kann. Fig. 6b veranschaulicht eine mittlere Durchbiegung zumindest der ersten oder zweiten Abstreiflippe 28, 30 und/oder der dritten Lippe 76 beim Anlegen an eine Hartfläche 60 bzw. ein mittlere Annährungen des Reinigungsvorsatzes 17 an eine Hartfläche 60. Die dritte bzw. mittlere Lippe 76 deckt zumindest teilweise die Schlitze 32 der zweiten Abstreiflippe 30 ab. Dadurch wird die

Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms insbesondere an der bzw. den freien Enden der (Abstreif-) Lippen 28, 30, 76 hoch gehalten, so das Flüssigkeitstropfen ausreichend aufgenommen werden können. Der Saugluftstrom kann ebenfalls von der Rückseite, bzw. der der Hartfläche 60 zugewandten Seite der zweiten Abstreiflippe 30, über das freie Ende 78 der dritten Lippe 76 und mitunter auch über die V-förmigen Ausnehmungen 80 in das Innere 85 des

Reinigungsvorsatzes 17 gesaugt werden. Das Flüssigkeits- Luftgemisch kann sich in den Ausnehmungen 32 der zweiten Abstreiflippe 30 und im Bereich des Saugmunds 75 sammeln. Es wird auch über das freie Ende 78 der dritten Lippe 76 und über die V-förmigen Ausnehmungen 80 mit möglichst konstanter

Strömungsgeschwindigkeit abgesaugt.

Fig. 7 a,b,c veranschaulicht die Luftführung im Bereich des Saugmunds 75, insbesondere im kritischen Fall des Ablösens des Reinigungsvorsatzes 17 von der Hartfläche 60, insbesondere wenn dieser nur gering durchgebogen bzw. angenähert an die Hartfläche 60 ist, oder wenn der Reinigungsvorsatz 17 frei in der Luft gehalten wird. Fig. 7a zeigt einen Ausschnitt IV des Reinigungsvorsatzes gemäß Fig. 3 bzw. 4, jedoch in einer Seitenansicht (nicht geschnitten). Wenn die erste oder zweite Abstreiflippe 28, 30 nacheinander oder gemeinsam von der Hartfläche 60 abgehoben werden, ist es für ein zumindest im Wesentlichen rückstandsfreies bzw. streifenfreies Abheben hilfreich, wenn ein ausreichender

Unterdruck bzw. eine ausreichende Saugströmung am Saugmund 75 erhalten bleibt und/oder die Saugströmungsgeschwindigkeit möglichst konstant gehalten wird. Durch die dritte Lippe 76, bevorzugt deren vorgenannte insbesondere zum freien Ende 78 hin abnehmende Dicke d3 und/oder zulaufende Winkelstellung ßi, ß2, kann dies erreicht werden. Fig. 7b verdeutlicht die Richtung der Ansicht gemäß Fig. 7c auf einen Ausschnitt des Saugmunds 75 bzw. auf die freien Enden 34, 38, 78 der Abstreif lippen 28, 30 und Lippe 76. Sowohl von unterhalb der zweiten Abstreiflippe 30, insbesondere im Bereich der Schlitze 32 oder anders ausgedrückt von der der Hartfläche 60 zugewandten Seite der zweiten Abstreiflippe 30, als auch auf der Frontseite und/oder Unterseite der ersten

Abstreiflippe 28 wird das Flüssigkeits- Luftgemisch abgesaugt. Es wird durch die Schlitze 32 über das freie Ende 78 der dritten Lippe 76 und in deren

Ausnehmungen hinein gesaugt. Dies ist durch die Pfeile 81 veranschaulicht. Aufgrund der geringen Spaltmaße des Saugmunds 75 kann die

Strömungsgeschwindigkeit relativ hoch bleiben, so dass zumindest ein Großteil der beim Abheben des Vorsatzes verbleibenden Flüssigkeit durch den Reinigungsvorsatz 17 aufgenommen werden kann.