MAI, Thomas (Wethauweg 7, Kornwestheim, 70806, DE)
SPRENGER, Jürgen (Im Kazenloch 94, Wiernsheim, 75446, DE)
VERGARA, Salvador (Dianastr. 5, Brackenheim-Hausen, 74336, DE)
MAI, Thomas (Wethauweg 7, Kornwestheim, 70806, DE)
SPRENGER, Jürgen (Im Kazenloch 94, Wiernsheim, 75446, DE)
| ANSPRUCHE 1. Reinigungsanlage (13) zur Reinigung von Bauteilen (14), insbesondere zur Reinigung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen vor einer Lackierung der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile in einer Lackieranlage, mit a) einer Reinigungsstation (15), in der die Bauteile (14) gereinigt werden, b) einem Förderweg (16), entlang dem die zu reinigenden Bauteile (14) durch die Reinigungsstation (15) transportiert werden, c) einer Innenreinigungseinrichtung (22, 23, 26, 27) zur Innenreinigung der Bauteile (14), und d) einer Außenreinigungseinrichtung (20, 21, 24, 25) zur Außenreinigung der Bauteile (14), dadurch gekennzeichnet , e) dass die Innenreinigungseinrichtung (22, 23, 26, 27) und die Außenreinigungseinrichtung (20, 21, 24, 25) beide gemeinsam in derselben Reinigungsstation (15) angeordnet sind, so dass die Innenreinigung und die Außenreinigung der Bauteile (14) in derselben Reinigungsstation (15) erfolgt. 2. Reinigungsanlage (13) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine gemeinsame Reinigungskabine (15), in der sowohl die Innenreinigung als auch die Außenreinigung erfolgt. 3. Reinigungsanlage (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet a) dass die Innenreinigungseinrichtung (22, 23, 26, 27) mindestens einen mehrachsigen Roboter (22, 23) auf- weist, der ein Reinigungswerkzeug (26, 27) zur Innenreinigung führt, und/oder b) dass die Außenreinigungseinrichtung (20, 21, 24, 25) mindestens einen mehrachsigen Roboter (20, 21) auf- weist, der ein Reinigungswerkzeug (24, 25) zur Außenreinigung führt. 4. Reinigungsanlage (13) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, a) dass der Roboter für die Innenreinigung (22, 23) und/der der Roboter für die Außenreinigung (20, 21) an einer Verfahrachse (18, 19) verfahrbar ist, und/oder b) dass die Verfahrachse (18, 19) linear verläuft, und/oder c) dass die Verfahrachse (18, 19) horizontal verläuft, und/oder d) dass die Verfahrachse (18, 19) entlang dem Förderweg (16) verläuft, und/oder e) dass die Verfahrachse (18, 19) einen Nutzhub aufweist, der größer ist als 2m, 3m, 4m oder 5m. 5. Reinigungsanlage (13) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, a) dass der Roboter zur Innenreinigung (22, 23) an dersel- ben Verfahrachse (18, 19) verfahrbar ist wie der Roboter zur Außenreinigung (20, 21), und/oder b) dass sich die Roboter zur Innenreinigung und die Roboter zur Außenreinigung entlang der Verfahrachse passieren können . 6. Reinigungsanlage (13) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Verfahrachse (18, 19) mehrere, insbesondere zwei, horizontal nebeneinander verlaufende Führungsschienen aufweist, und/oder b) dass die Roboter (20, 21, 22, 23) auf den beiden Fuh- rungsschienen verfahr sind, und/oder c) dass sich die Roboter (20, 21, 22, 23) jeweils über den Führungsschienen und im Wesentlichen mittig zwischen den Führungsschienen befinden. 7. Reinigungsanlage (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, a) dass auf beiden Seiten des Forderwegs (16) jeweils eine Verfahrachse (18, 19) angeordnet ist, b) dass an jeder der beiden Verfahrachsen jeweils ein Ro- boter für die Innenreinigung (22, 23) und jeweils ein Roboter für die Außenreinigung (20, 21) verfahrbar gefuhrt ist. 8. Reinigungsanlage (13) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Roboter für die Innenreinigung (22, 23) in der Reinigungsstation (15) einlaufseitig angeordnet sind, b) dass die Roboter für die Außenreinigung (20, 21) in der Reinigungsstation (15) auslaufseitig angeordnet sind. 9. Reinigungsanlage (13) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Roboter für die Innenreinigung (22, 23) einen bestimmten Nutzhub entlang dem Forderweg (16) haben, b) dass die Roboter für die Außenreinigung (20, 21) einen bestimmten Nutzhub entlang dem Forderweg (16) haben, c) dass der Nutzhub der Roboter für die Innenreinigung (22, 23) gegenüber dem Nutzhub der Roboter für die Au- ßenreinigung (20, 21) entlang dem Förderweg (16) versetzt ist. 10. Reinigungsanlage (13) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Roboter für die Innenreinigung (22, 23) eine bestimmte Parkposition haben, die außerhalb des Nutzhubs der Roboter für die Außenreinigung (20, 21) liegt, und/oder b) dass die Roboter für die Außenreinigung (20, 21) eine bestimmte Parkposition haben, die außerhalb des Nutzhubs der Roboter für die Innenreinigung (22, 23) liegt. 11. Reinigungsanlage (13) nach einem der Ansprüche 4 bis 10, gekennzeichnet durch eine Robotersteuerung, die sowohl die Roboter für die Innenreinigung (22, 23) als auch die Roboter für die Außenreinigung (20, 21) steuert, wobei die Robotersteuerung die Steuerung der Roboter für die Innenreinigung (22, 23) mit der Steuerung der Roboter für die Außenrei- nigung (20, 21) koordiniert. 12. Reinigungsanlage (13) nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungswerkzeug (26, 27) für die Innenreinigung eines der folgenden Werkzeuge ist: a) Saugdüse, insbesondere an einer Saugpistole, b) Saug-Blaser, der die zu reinigende Bauteiloberfläche sowohl anblasen als auch absaugen kann, c) Aerosol-Sauger. 13. Reinigungsanlage (13) nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungswerkzeug (24, 25) für die Außenreinigung eines der folgenden Werkzeuge ist: a) Schwertbürste, b) Saugdüse, insbesondere an einer Saugpistole, c) Saug-Blaser, der die zu reinigende Bauteiloberfläche sowohl anblasen als auch absaugen kann, d) Aerosol-Sauger, e) Federbürste mit rotierenden Federn. 14. Reinigungsanlage (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Reinigungsstation (15) einlaufseitig und/oder auslaufseitig eine Schleuse (17), insbesondere ein Sperrluftportal, aufweist, und/oder b) dass die gesamte Reinigungsanlage (13) nur eine einzige Schleuse (17) aufweist, die an der Reinigungsstation (15) auslaufseitig angeordnet ist, oder c) dass die gesamte Reinigungsanlage (13) genau zwei Schleusen aufweist, die an der Reinigungsstation (15) einlaufseitig und auslaufseitig angeordnet sind. 15. Reinigungsanlage (13) nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Reinigungskabine (15) eine Kabinenlänge aufweist, die kleiner ist als 10m, 9m, 8m, 7m oder 6, 5m, und/oder b) dass die Reinigungskabine (15) so kurz ist, dass in die Reinigungskabine (15) nur eine einzige Kraftfahrzeugka- rosserie (14) passt, und/oder c) dass die Reinigungskabine (15) innen eine Kabinenbreite aufweist, die kleiner ist als 6m oder 5,5m oder 5,2m, und/oder d) dass die Reinigungskabine (15) außen eine Kabinenbreite aufweist, die kleiner ist als 7m, 6m oder 5,5m. 16. Reinigungsanlage (13) nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungskabine (15) eine Kabinenwand aufweist, die mindestens teilweise durch- sichtig ist, um von außerhalb der Reinigungskabine (15) eine Sichtkontrolle der Reinigung zu ermöglichen. 17. Reinigungsanlage (13) nach einem der vorhergehenden An- Sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass a) dass die Innenreinigungseinrichtung (22, 23, 26, 27) und die Außenreinigungseinrichtung (20, 21, 24, 25) so angeordnet sind, dass sie nacheinander auf dasselbe Bauteil (14) zugreifen können, ohne dass das Bauteil (14) entlang dem Förderweg (16) weiter transportiert werden muss, und/oder b) dass die Innenreinigungseinrichtung (22, 23, 26, 27) und die Außenreinigungseinrichtung (20, 21, 24, 25) einen gemeinsamen Maschinentyp aufweisen, insbesondere einen mehrachsigen Roboter. 18. Lackieranlage mit a) einer Reinigungsanlage (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, und b) mindestens einer Lackierkabine, die auf dem Förderweg (16) in Förderrichtung hinter der Reinigungskabine (15) angeordnet ist und in der die Bauteile (14) nach ihrer Reinigung mit einem Beschichtungsmittel beschichtet werden . 19. Betriebsverfahren für eine Lackieranlage zur Lackierung von Bauteilen (14), insbesondere für eine Lackieranlage nach Anspruch 16, mit den folgenden Schritten: a) Innenreinigung der Bauteile (14) in einer Reinigungs- Station (15) , b) Außenreinigung der Bauteile (14) in einer Reinigungsstation ( 15) , dadurch gekennzeichnet. c) dass die Außenreinigung und die Innenreinigung in derselben Reinigungsstation (15) erfolgt. 20. Betriebsverfahren nach Anspruch 19, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Außenreinigung und die Innenreinigung in derselben Reinigungskabine (15) erfolgt. 21. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die Innenreinigung durch- gefuhrt wird und dann die Außenreinigung. 22. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, gekennzeichnet durch folgenden Schritt: Lackierung der Bauteile (14) nach der Außenreinigung und der Innenreinigung, 23. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, gekennzeichnet durch folgende Schritte in dieser Reihenfolge: a) Positionieren von Robotern für die Außenreinigung (20, 21) in einer auslaufseitigen Parkposition in der Reinigungsstation (15), b) Durchfuhrung der Innenreinigung mit Robotern für die Innenreinigung (22, 23), wahrend sich die Roboter für die Außenreinigung (20, 21) in ihrer Parkposition be- finden, c) Positionieren der Roboter für die Innenreinigung (22, 23) in einer einlaufseitigen Parkposition in der Reinigungsstation (15), d) Durchfuhrung der Außenreinigung mit den Robotern für die Außenreinigung (20, 21), wahrend sich die Roboter für die Innenreinigung (22, 23) in ihrer einlaufseitigen Parkposition befinden. 24. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Innenreinigung und die Außenreinigung bei den einzelnen Bauteilen (14) erfolgt, ohne dass die einzel- nen Bauteile (14) zwischen der Innenreinigung und der Außenreinigung entlang dem Förderweg (16) weitertransportiert werden, und/oder b) dass in der gemeinsamen Reinigungskabine (15) für die Innenreinigung und der Außenreinigung zusätzlich zu der Innenreinigungseinrichtung (22, 23, 26, 27) und der Au- ßenreinigungseinrichtung (20, 21, 24, 25) keine weitere Reinigungseinrichtung und keine Beschichtungseinrich- tung angeordnet ist. |
Reinigungsanlage für Kraftfahrzeugkarosseriebauteile
Die Erfindung betrifft eine Reinigungsanlage zur Reinigung von Bauteilen, insbesondere zur Reinigung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen vor einer Lackierung der Kraftfahrzeugka- rosseriebauteile in einer Lackieranlage.
In modernen Lackieranlagen zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen werden die Kraftfahrzeugkarosseriebauteile vor der eigentlichen Lackierung innen und außen gereinigt, da das Lackierergebnis durch eine Verschmutzung der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile beispielsweise durch Staub beeinträchtigt werden könnte.
Figur 3 zeigt eine herkömmliche Reinigungsanlage 1, die in einer Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen eingesetzt werden kann. Die Reinigungsanlage 1 umfasst zwei getrennte Reinigungsstationen 2, 3 auf, die jeweils eine Reinigungskabine aufweisen und entlang einem Förderweg 4 hintereinander angeordnet sind, wobei die zu reini- genden Kraftfahrzeugkarosseriebauteile entlang dem Förderweg 4 durch die Lackieranlage transportiert werden.
Die Reinigungsstation 2 dient zur Innenreinigung der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile und weist hierzu eine Reinigungs- einrichtung des Typs EcoPaint™ Blow-Off auf, die von der Anmelderin vertrieben wird und aus dem Stand der Technik bekannt ist. Die Reinigungseinrichtung der Reinigungsstation 2 weist zur Innenreinigung der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile eine sogenannte Dachstation 5 mit abwärts gerichteten Luftdü- sen und eine Seitenstation 6 mit seitlich ausgerichteten Luftdüsen auf, so dass die zu reinigenden Kraftfahrzeugkarosseriebauteile großflächig mit Luft beströmt und dadurch gereinigt werden.
Die Reinigungsstation 3 dient dagegen zur Außenreinigung der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile und weist hierzu beiderseits des Förderwegs 4 jeweils einen Reinigungsroboter 7, 8 auf, wobei die beiden Reinigungsroboter 7, 8 als Reinigungswerk- zeug jeweils eine Schwertbürste 9, 10 führen. Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Reinigungsroboter 7, 8 an jeweils einer linearen Verfahrachse 11, 12 parallel zu dem Förderweg 4 verfahrbar sind. Die Verfahrachsen 11 oder 12 entsprechen hierbei dem Typ EcoRail™ V, der von der Anmelderin vertrieben wird, so dass sich die Reinigungsroboter 7, 8 jeweils seitlich neben der zugehörigen Verfahrachse 11, 12 befinden.
Ein Nachteil der vorstehend beschriebenen herkömmlichen Reinigungsanlage besteht in der großen Baulänge in Förderrich- tung, da die beiden Reinigungsstationen 2, 3 in Förderrichtung hintereinander angeordnet sind.
Ein weiterer Nachteil der vorstehend beschriebenen herkömmlichen Reinigungsanlage 1 besteht in der relativ großen Kabi- nenbreite der Reinigungsstation 3 für die Außenreinigung.
Ferner realisiert die herkömmliche Reinigungsanlage 1 kein einheitliches Maschinenkonzept, da die Außenreinigung einerseits und die Innenreinigung andererseits durch unterschied- liehe Maschinentypen erfolgt. So wird zur Innenreinigung eine Maschine mit Gebläseanordnung des Typs EcoPaint™ Blow-Off eingesetzt, wohingegen zur Außenreinigung Reinigungsroboter verwendet werden. Aus WO 93/22067 Al ist ebenfalls eine Reinigungsanlage für Kraftfahrzeugkarosseriebauteile bekannt, wobei eine Innenreinigung und eine Außenreinigung der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile erfolgt. Die Innenreinigung und die Außenreinigung erfolgt hierbei jedoch ebenfalls in getrennten Reinigungsstationen, die entlang dem Forderweg hintereinander angeordnet sind. Auch diese bekannte Reinigungsanlage weist also eine relativ große Baulange auf.
Ferner ist zum Stand der Technik hinzuweisen auf DE 197 30 886 Al, US 2004/0098162 Al, DE 103 60 649 Al, DE 101 58 129 Al und DE 20 2007 008 852 Al.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die vorste- hend beschriebene herkömmliche Reinigungsanlage entsprechend zu verbessern, wobei die Baulange der gesamten Reinigungsanlage entlang dem Forderweg verringert werden soll.
Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Reinigungsan- läge gemäß dem Hauptanspruch gelost. Darüber hinaus wird diese Aufgabe auch durch ein erfmdungsgemaßes Betriebsverfahren gemäß dem Nebenanspruch gelost.
Die Erfindung umfasst die allgemeine technische Lehre, die Innenreinigung und die Außenreinigung nicht - wie beim Stand der Technik - in getrennten Reinigungsstationen durchzufuhren, sondern in derselben Reinigungsstation.
Der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff einer Reini- gungsstation stellt vorzugsweise auf eine im Wesentlichen geschlossene Kabine im engeren Sinne ab, die bis auf Einlauf und Auslauf der Reinigungsstation im Wesentlichen ganzseitig durch Kabinenwande begrenzt ist. Der Begriff einer Reinigungsstation umfasst jedoch im Rahmen der Erfindung auch Rei- nigungsstationen, die nicht vollständig durch Wände begrenzt ist. Darüber hinaus besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, dass innerhalb der Reinigungsstation neben der Innenreinigung und der Außenreinigung auch weitere Bearbei- tungsschritte erfolgen.
Zur Realisierung des vorstehend skizzierten allgemeinen Erfindungsgedanken ist in ein und derselben Reinigungsstation sowohl eine Innenreinigungseinrichtung als auch eine Außen- reinigungseinrichtung angeordnet, wobei die Innenreinigungseinrichtung dazu dient, den Innenraum der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile zu reinigen, während die Außenreinigungsein- richtung dazu dient, die Außenhaut der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile zu reinigen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Innenreinigungseinrichtung mindestens einen mehrachsigen Roboter auf, der ein Reinigungswerkzeug zur Innenreinigung führt. Dies bietet den Vorteil, dass das Reinigungswerkzeug auch in den Innenraum der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile eingeführt werden kann, beispielsweise durch die Fenster. Der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff eines Roboters stellt vorzugsweise auf einen mehrachsigen Roboter mit einer seriellen oder parallelen Kinematik ab, der das Reinigungs- Werkzeug hochbeweglich führt. Es ist jedoch im Rahmen der Erfindung auch möglich, dass die Innenreinigungseinrichtung eine sogenannte Dachmaschine und/oder eine sogenannte Seitenmaschine aufweist.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist auch die Außenreinigungseinrichtung mindestens einen mehrachsigen Roboter auf, der ein Reinigungswerkzeug zur Außenreinigung führt. Auch hierbei ist zu erwähnen, dass es sich bei dem Roboter zur Außenreinigung vorzugsweise um einen mehrach- sigen Roboter mit einer seriellen oder parallelen Kinematik handelt. Es besteht jedoch alternativ auch die Möglichkeit, dass die Außenreinigungseinrichtung eine Dachmaschine und/oder eine Seitenmaschine aufweist, um die Außenreinigung durchzuführen.
Weiterhin ist bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung mindestens eine Verfahrachse vorgesehen, entlang der der Roboter für die Innenreinigung und/oder der Roboter für die Außenreinigung verfahrbar ist. Die Verfahrachse verläuft vorzugsweise linear, horizontal und/oder parallel zu dem Förderweg der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile, wobei die Verfahrachse vorzugsweise einen Nutzhub aufweist, der größer ist als 2m, 3m, 4m oder 5m. Dies bedeutet, dass der Roboter einen Bewegungsspielraum entlang der Verfahrachse aufweist, der auf den Nutzhub der Verfahrachse beschränkt ist.
Hierbei besteht die Möglichkeit, dass der Roboter für die Innenreinigung an derselben Verfahrachse verfahrbar ist wie der Roboter zur Außenreinigung. Alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die Roboter zur Innenreinigung einerseits und die Roboter zur Außenreinigung andererseits an getrennten Verfahrachsen verfahrbar sind. In diesen beiden Varianten besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass sich die verschiedenen Roboter entlang der Verfahrachse passieren können. Derartige Verfahrachsen sind beispielsweise aus EP 1 609 532 Al bekannt, so dass der Inhalt dieser Druckschrift der vorliegenden Beschreibung in vollem Umfang zuzurechnen ist, was die Gestaltung der Verfahrachse anbetrifft.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nicht die herkömmliche Verfahrachse des Typs EcoRail™ V verwendet, die eingangs zum Stand der Technik beschrieben wurde und von der Anmelderin vertrieben wird. Stattdessen wird im Rahmen der Erfindung vorzugsweise eine Verfahrachse des Typs EcoRail™ H verwendet, die ebenfalls von der Anmelderin vertrieben wird. Diese Verfahrachse weist zwei horizontal nebeneinander verlaufende Führungsschienen auf, auf denen die Ro- boter verfahrbar sind, wobei sich die Roboter über den Führungsschienen und im Wesentlichen mittig zwischen den Führungsschienen befinden, wohingegen sich die Roboter bei der
Verfahrachse des Typs EcoRail™ V seitlich neben der Verfahrachse befinden. Die vorzugsweise verwendete Verfahrachse des Typs EcoRail™ H bietet also gegenüber der herkömmlichen Verfahrachse des Typs EcoRail™ V den Vorteil, dass die Kabinenbreite verringert werden kann.
Ferner ist zu erwähnen, dass bei dem bevorzugten Ausfuhrungs- beispiel der Erfindung auf beiden Seiten des Forderwegs jeweils mindestens eine Verfahrachse angeordnet, wobei an jeder der beiden Verfahrachsen jeweils mindestens ein Roboter für die Außenreinigung und jeweils mindestens ein Roboter für die Innenreinigung verfahrbar gefuhrt ist.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Roboter für die Innenreinigung in der Reinigungsstation vorzugsweise einlaufseitig angeordnet sind, wahrend sich die Roboter für die Außenreinigung in der Reinigungsstation vorzugsweise auslaufseitig be- finden. Eine derartige Anordnung der Roboter ist sinnvoll, weil in der Regel zuerst die Innenreinigung und dann die Außenreinigung der Kraftfahrzeugkarosseriebauteile erfolgt.
Bei dem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weisen die Verfahrachsen in der Regel einen begrenzten Nutzhub auf, wobei der Bewegungsspielraum der Roboter auf den Nutzhub der jeweiligen Verfahrachse beschrankt ist. In dem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Nutzhub der Roboter für die Innenreinigung gegenüber dem Nutzhub der Robo- ter für die Außenreinigung entlang dem Förderweg versetzt ist. Vorzugsweise ist der Nutzhub der Roboter für die Außenreinigung gegenüber dem Nutzhub der Roboter für die Innenreinigung in Förderrichtung versetzt. Dies bedeutet, dass die Roboter für die Innenreinigung nicht ganz bis zur Auslaufseite der Reinigungsstation bewegt werden können, wohingegen die Roboter für die Außenreinigung nicht ganz bis zur Einlaufseite der Reinigungsstation bewegt werden können.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel weisen die Roboter für die Innenreinigung deshalb eine bestimmte Parkposition auf, die außerhalb des Nutzhubs der Roboter für die Außenreinigung liegt. Dies bietet den Vorteil, dass zwischen den Robotern für die Innenreinigung einerseits und den Robotern für die Außenreinigung andererseits keine störende Wechselwirkung
(z.B. Roboterkollision) auftreten kann, wenn sich die Roboter für die Innenreinigung in ihrer Parkposition befinden, da sie dort außerhalb der Reichweite der Roboter für die Außenreinigung liegen. In gleicher Weise haben vorzugsweise auch die Roboter für die Außenreinigung eine bestimmte Parkposition, die außerhalb des Nutzhubs der Roboter für die Innenreinigung liegt. Auch dies bietet den Vorteil, dass zwischen den Robotern für die Innenreinigung einerseits und den Robotern für die Außenreinigung andererseits keine störende Wechsel- Wirkung (z.B. Roboterkollision) auftreten kann, wenn sich die Roboter für die Außenreinigung in ihrer Parkposition befinden .
Hierbei ist zu erwähnen, dass sich die Parkposition der Robo- ter für die Innenreinigung vorzugsweise an der Einlaufseite der Reinigungsstation befindet, während sich die Parkposition der Roboter für die Außenreinigung vorzugsweise an der Auslaufseite der Reinigungsstation befindet. Die Parkpositionen befinden sich also vorzugsweise innerhalb des einlaufseitigen bzw. auslaufseitigen Viertels oder Fünftels der Reinigungsstation .
Ferner ist zu erwähnen, dass die erfindungsgemaße Reinigungs- anläge vorzugsweise eine Robotersteuerung aufweist, die sowohl die Roboter für die Innenreinigung als auch die Roboter für die Außenreinigung steuert, wobei die Steuerung der Roboter für die Innenreinigung mit der Steuerung der Roboter für die Außenreinigung so koordiniert wird, dass keine störenden Wechselwirkungen (z.B. Roboterkollisionen) auftreten.
Die Roboter für die Innenreinigung können vielfaltige verschiedene Reinigungswerkzeuge verwenden, um die Innenreinigung durchzufuhren. Beispielsweise kann als Reinigungswerk- zeug für die Innreinigung eine Saugduse eingesetzt werden, insbesondere an einer Saugpistole. Ein weiteres Beispiel eines möglichen Reinigungswerkzeugs für die Innenreinigung ist ein sogenannter Blas-Sauger, der die zu reinigende Bauteiloberflache sowohl anblasen als auch absaugen kann. Ferner be- steht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, als Reinigungswerkzeug für die Innenreinigung einen Aerosol-Sauger einzusetzen. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich des Reinigungswerkzeugs für die Innenreinigung nicht auf die vorstehend beschriebenen Typen von Reinigungswerkzeugen beschrankt, sondern grundsatzlich auch mit anderen Reinigungswerkzeugen realisierbar.
Darüber hinaus können auch für die Außenreinigung verschiedenste Reinigungswerkzeuge eingesetzt werden, wie beispiels- weise die vorstehend für die Innenreinigung erwähnten Reinigungswerkzeuge. Vorzugsweise werden jedoch für die Außenreinigung sogenannte Schwertbursten eingesetzt, die beispielsweise aus DE 103 29 499 B3 bekannt sind, so dass der Inhalt dieser Druckschrift der vorstehenden Beschreibung in vollem Umfang zuzurechnen ist. Darüber hinaus werden derartige Schwertbursten auch von der deutschen Firma Wandres GmbH Mic- ro-Cleaning vertrieben, so dass auf eine detaillierte Beschreibung der herkömmlichen Schwertbursten verzichtet werden kann. Ferner besteht auch die Möglichkeit, als Reinigungswerkzeug für die Außenreinigung eine Federburste mit rotierenden Federn (z.B. EMU-Federn) einzusetzen, was an sich aus dem Stand der Technik ebenfalls bekannt ist.
Ferner ist zu erwähnen, dass die erfmdungsgemaße Reinigungskabine vorzugsweise einlaufseitig und/oder auslaufseitig eine Schleuse aufweist, um den Austritt von Schmutz aus der Reinigungskabine zu vermeiden, wobei die Schleuse beispielsweise als Sperrluftportal ausgebildet sein kann. Derartige Sperr- luftportale sind an sich aus dem Stand der Technik bekannt und müssen daher nicht naher beschrieben werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass die gesamte Reinigungsanlage nur eine einzige Schleuse aufweist, die an der Reinigungskabine auslaufseitig angeordnet ist. Alternativ besteht die Moglich- keit, dass die gesamte Reinigungsanlage genau zwei Schleusen aufweist, die an der Reinigungskabine einlaufseitig und aus- laufseitig angeordnet sind. Die Durchfuhrung der Innenreinigung und der Außenreinigung in einer einzigen Reinigungskabine ermöglicht also einen Verzicht auf eine oder mehrere Schleusen, die beim Stand der Technik erforderlich sind, wenn mehrere Reinigungskabinen vorgesehen sind.
In dem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel weist die Reinigungskabine eine Kabinenlange auf, die kleiner ist als 10m, 9m, 8m, 7m oder sogar kleiner als 6, 5m. Die Kabinenlange ist also vorzugsweise so kurz, dass nur eine einzige Kraftfahrzeugkarosserie in die Reinigungskabine passt. Die gesamte Reinigungsanlage weist also eine entsprechend kurze Kabinenlange auf, da die Reinigungsanlage nur eine einzige Reinigungsstation aufweist.
Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung eine Reduzierung der Kabinenbreite der Reinigungskabine auf weniger als 6m, 5m o- der sogar weniger als 4,2m, wobei sich diese Maße auf die Innenbreite der Reinigungskabine beziehen. Die Außenbreite der Reinigungskabine lasst sich dagegen durch die Erfindung auf Werte von weniger als 7m, 6m oder sogar weniger als 5,5m re- duzieren.
In dem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die Reinigungskabine eine Kabinenwand auf, die mindestens teilweise durchsichtig ist, um von außerhalb der Reinigungs- kabine eine Sichtkontrolle der Reinigung zu ermöglichen.
Weiterhin ist zu bemerken, dass die Innenreimgungseinrich- tung und die Außenreinigungseinrichtung vorzugsweise so angeordnet sind, dass sowohl die Innenreimgungseinrichtung als auch die Außenreinigungseinrichtung nacheinander auf dasselbe Bauteil zugreifen können, ohne dass das jeweilige Bauteil entlang dem Forderweg weitertransportiert werden muss. Die Innenreinigung und die Außenreinigung können also nacheinander bei stillstehendem Bauteil in derselben Reinigungsstation durchgeführt werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass in der gemeinsamen Reinigungsstation für die Innen- und Außenreinigung ein einheitliches Maschinenkonzept realisiert werden kann, indem beispielsweise mehrachsige Roboter sowohl für die Innenreinigung als auch für die Außenreinigung eingesetzt werden . Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass die Erfindung nicht nur Schutz beansprucht für die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Reinigungsanlage, sondern auch für eine Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen, in der eine derartige Reinigungsanlage eingebaut ist.
Schließlich umfasst die Erfindung auch ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren für eine Lackieranlage, wobei die Außenreinigung und die Innenreinigung in derselben Reinigungsstation erfolgt.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Aufsichtsdarstellung einer erfindungsgemäßen
Reinigungsanlage mit nur einer einzigen Reinigungsstation, in der sowohl eine Außenreinigung als auch eine Innenreinigung erfolgt.
Figur 2 das erfindungsgemäße Betriebsverfahren einer Lackieranlage in Form eines Flussdiagramms, sowie
Figur 3 eine herkömmliche Reinigungsanlage in einer Lackieranlage, wobei die Reinigungsanlage für die Außenreinigung und für die Innenreinigung jeweils eine getrennte Reinigungsstation aufweist.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Reinigungsanlage 13, die in einer Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen 14 eingesetzt werden kann, um die Kraftfahrzeugkarosseriebauteile 14 sowohl innen als auch außen zu reinigen . Im Gegensatz zu der eingangs beschriebenen herkömmlichen Reinigungsanlage 1 gemäß dem Stand der Technik (vgl. Fig. 3) weist die erfindungsgemäße Reinigungsanlage 13 nur eine ein- zige Reinigungsstation 15 auf, in der die Kraftfahrzeugkarosseriebauteile 14 sowohl innen als auch außen gereinigt werden .
Die zu reinigenden Kraftfahrzeugkarosseriebauteile 14 werden hierbei auf einem Förderweg 16 in Pfeilrichtung durch die Reinigungsanlage 13 transportiert, wobei in Förderrichtung hinter der Reinigungsanlage 13 eine Tauchlackierstation und/oder eine oder mehrere Lackierkabinen angeordnet sind, in denen das Kraftfahrzeugkarosseriebauteil 14 dann nach der Reinigung lackiert wird.
An der Auslaufseite der Reinigungsstation 15 ist eine herkömmliche Schleuse 17 angeordnet, die als Sperrluftportal ausgebildet ist und einen Luftvorhang am Auslauf der Reini- gungsstation 15 erzeugt, um einen Einfluss auf nachgelagerte Anlagenteile zu verhindern.
In der Reinigungsstation 15 befinden sich beiderseits des Förderwegs 16 zwei Verfahrachsen 18, 19 des Typs EcoRail™ H, wobei an jeder der beiden Verfahrachsen 18, 19 jeweils ein
Roboter 20, 21 für die Außenreinigung und jeweils ein Roboter 22, 23 für die Innenreinigung verfahrbar angeordnet ist.
Die beiden Roboter 20, 21 für die Außenreinigung sind hierbei auslaufseitig angeordnet, während die Roboter 22, 23 für die Innenreinigung in der Lackierkabine 15 einlaufseitig angeordnet sind. Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Roboter 20, 21 für die Außenreinigung einen bestimmten Nutzhub haben, innerhalb dessen die Roboter 20, 21 entlang dem Forderweg 16 bewegt werden können. In gleicher Weise haben auch die Roboter 22, 23 für die Innenreinigung einen begrenzten Nutzhub, innerhalb dessen die Roboter 22, 23 entlang dem Forderweg 16 bewegt werden können. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Nutzhub der Roboter 20, 21 für die Außenreinigung gegenüber dem Nutzhub der Roboter 22, 23 für die Innenreinigung in Forderrichtung versetzt ist. Dies bedeutet, dass die Roboter 20, 21 für die Außenreinigung nicht ganz bis zu der Einlaufseite der Reinigungsstation 15 bewegt werden können, wahrend die Roboter 22, 23 für die Innenreinigung nicht ganz bis zu der Auslaufseite der Reinigungsstation 15 bewegt werden können.
In diesem Ausfuhrungsbeispiel werden Verfahrachsen 18, 19 verwendet, bei denen sich die Roboter 20-23 entlang der Verfahrachse 18, 19 nicht passieren können. Es besteht jedoch alternativ auch die Möglichkeit, dass - wie in EP 1 609 532 Al - Verfahrachsen eingesetzt werden, die es ermöglichen, dass sich die Roboter 20-23 gegenseitig passieren können.
Die Roboter 20, 21 für die Außenreinigung weisen deshalb eine bestimmte Parkstellung auf, die an der Auslaufseite der Rei- nigungsstation 15 und damit außerhalb des Nutzhubs der Roboter 22, 23 für die Innenreinigung liegt. Dies bietet den Vorteil, dass keine störenden Wechselwirkungen (z.B. Roboterkol- lisionen) zwischen den Robotern 20, 21 für die Außenreinigung einerseits und den Robotern 22, 23 für die Innenreinigung an- dererseits auftreten könne, wenn sich die Roboter 20, 21 für die Außenreinigung in ihrer auslaufseitigen Parkposition befinden . In gleicher Weise haben auch die Roboter 22, 23 eine Parkposition an der Einlaufseite der Reinigungsstation 15 und damit außerhalb des Nutzhubs der Roboter 20, 21 für die Außenreinigung. Eine störende Wechselwirkung (z.B. Roboterkollision) zwischen den Robotern ist also auch dann ausgeschlossen, wenn sich die Roboter 22, 23 für die Innenreinigung in ihrer ein- laufseitigen Parkposition innerhalb der Reinigungsstation 15 befinden .
Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Roboter 20, 21 für die Außenreinigung als Reinigungswerkzeug jeweils eine Schwerbürste 24, 25 führen. Derartige Schwertbürsten sind an sich aus dem Stand der Technik bekannt und müssen deshalb nicht mehr beschrieben werden. Lediglich beispielhaft wird jedoch auf die Schwertbürsten verwiesen, die von der Firma Wandres GmbH Micro-Cleaning vertrieben werden und die in DE 103 29 499 B3 beschrieben sind, so dass der Inhalt dieser Druckschrift der vorliegenden Beschreibung hinsichtlich des Aufbaus und der Funktionsweise der Schwerbürsten 24, 25 in vol- lern Umfang zuzurechnen ist.
Die Roboter 22, 23 für die Innenreinigung führen dagegen als Reinigungswerkzeug vorzugsweise einen Saug-Blaser 26, 27 auf.
Das Flussdiagramm gemäß Figur 2 verdeutlicht den Betriebsablauf einer Lackieranlage mit einer erfindungsgemäßen Reinigungsanlage, wie sie beispielsweise in Figur 1 dargestellt ist.
In einem ersten Schritt Sl werden die Kraftfahrzeugkarosserien entlang dem Förderweg in die Reinigungsstation transportiert. In einem zweiten Schritt S2 erfolgt dann eine Innenreinigung der Kraftfahrzeugkarosserie in der Reinigungsstation, gefolgt von einer Außenreinigung der Kraftfahrzeugkarosserie in derselben Reinigungsstation in dem Schritt S3.
In einem Schritt S4 werden die gereinigten Kraftfahrzeugkarosserien dann aus der Reinigungsstation entlang dem Förderweg in eine Lackierstation transportiert, in der dann in einem Schritt S5 eine Lackierung der Kraftfahrzeugkarosserien erfolgt.
In einem Schritt Sβ werden die Kraftfahrzeugkarosserien dann aus der Lackierstation entlang dem Fόrderweg in eine Lackierkabine transportiert, in der dann in einem Schritt S7 eine Lackierung (z.B. zuerst Füller dann Basislack und dann Klarlack) der Kraftfahrzeugkarosserie erfolgt.
Die lackierten Kraftfahrzeugkarosserien werden dann in einem Schritt S8 aus der Lackierkabine abtransportiert, wobei sich dann weitere Lackierkabinen anschließen können, in denen weitere Lackschichten aufgetragen werden.
Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene bevorzugte Ausfϋhrungsbeispiel beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Bezugszeichenliste :
1 Reinigungsanlage
2 Reinigungskabine
3 Reinigungskabine
4 Förderweg
5 Dachstation
6 Seitenstation
7 Reinigungsroboter
8 Reinigungsroboter
9 Schwertbürste
10 Schwertbürste
11 Verfahrachse
12 Verfahrachse
13 Reinigungsanlage
14 Kraftfahrzeugkarosseriebauteil
15 ReinigungsStation
16 Förderweg
17 Schleuse
18 Verfahrachse
19 Verfahrachse
20 Roboter für die Außenreinigung
21 Roboter für die Außenreinigung
22 Roboter für die Innenreinigung
23 Roboter für die Innenreinigung
24 Schwertbürste
25 Schwertbürste
26 Saug-Blaser
27 Saug-Blaser
Next Patent: FLUID VALVE, PARTICULARLY RETURN VALVE FOR A PAINTING SYSTEM
