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Patent Searching and Data


Title:
CLIMATE-CONTROLLED SPORTS TROUSERS WITH WEATHER PROTECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158593
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to climate-controlled sports trousers for ensurance sports, with a textile skin-contact layer (1), which comes to rest directly on the skin of a wearer and which runs from a contact layer waistband (10) over thigh portion (11) to a knee portion (12), the trousers being intended to provide additional weather protection for the wearer. According to the invention a weather-protection layer (2) is arranged in a manner covering the thigh portion (11) on the side of the skin contact layer (1) facing away from the skin and connected non-releasably at a plurality of fastening portions (24) in a manner running along side edges (23) of the skin contact layer (1), with unfastened portions arranged in-between, and, as the skin contact layer (1) moves, the weather-protection layer (2) is movable or liftable in portions relative to the skin contact layer (1) in such a way that a pumping effect of air along the inner face of the weather-protection layer (2) over the surface of the skin-contact layer and outwardly from the inner face of the weather-protection layer (2) through the unfastened portions can be achieved.

Inventors:
LAMBERTZ, Bodo (Breitenstrasse 51, 8853 Wilen bei Wollerau Schwyz, 8853, CH)
Application Number:
EP2019/053558
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
February 13, 2019
Export Citation:
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Assignee:
X-TECHNOLOGY SWISS GMBH (Samstagernstrasse 45, 8832 Wollerau, 8832, CH)
International Classes:
A41D27/12; A41D1/08; A41D13/05; A41D27/28
Domestic Patent References:
WO2005039337A12005-05-06
Foreign References:
DE202009000367U12009-07-02
JP2873274B21999-03-24
US5153944A1992-10-13
US20090178174A12009-07-16
EP3178336A12017-06-14
Attorney, Agent or Firm:
SCHNEIDER FELDMANN AG (Beethovenstrasse 49, 8027 Zürich, 8027, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Klimatisierte Sporthose für den Ausdauersport mit einer direkt auf der Haut eines Trägers zu liegen kommenden textilen

Hautkontaktlage (1), welche von einem Kontaktlagenbund (10) über einen Oberschenkelabschnitt (11) bis zu einem

Knieabschnitt (12) verläuft,

dadurch gekennzeichnet, dass

den Oberschenkelabschnitt (11) überdeckend eine

Witterungsschutzlage (2) an der von der Haut abgewandten Seite der Hautkontaktlage (1) an einer Mehrzahl von

Befestigungsabschnitten (24) bei Aussparung von unbefestigten Abschnitten entlang von Seitenrändern (23) der

Hautkontaktlage (1) verlaufend unlösbar verbunden angeordnet ist und bei Bewegung der Hautkontaktlage (1) die

Witterungsschutzlage (2) abschnittsweise derart relativ zur Hautkontaktlage (1) bewegbar respektive abhebbar ist, dass ein Pumpeffekt von Luft entlang der Innenfläche der

Witterungsschutzlage (2) über die Oberfläche der

Hautkontaktlage (1) durch die unbefestigten Abschnitte von der Innenfläche der Witterungsschutzlage (2) nach aussen erreichbar ist, wobei im Verlauf der Witterungsschutzlage (2) eine Mehrzahl von Belüftungseinschnitten (22) zwischen

Bundende (20) und Knieende (21) der Witterungsschutzlage (2) eingebracht ist, welche durch Bewegung der

Witterungsschutzlage (2) offen- und schliessbar sind.

2. Klimatisierte Sporthose nach Anspruch 1, wobei die

Witterungsschutzlage (2) mit ihrem Knieende (21) nur abschnittsweise am Knieabschnitt (12) der Hautkontaktlage (1) befestigt ist, sodass ein Lufteintrittskanal am Knieende (21) gebildet ist.

3. Klimatisierte Sporthose nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Hautkontaktlage (1) ein Gewirke und besonders bevorzugt aus Strickware bzw. einem Stricktextil gebildet ist und unmittelbar auf der Haut eines Trägers zu liegen kommt.

4. Klimatisierte Sporthose nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Belüftungseinschnitte (22) kiemenartig respektive bogenförmig ausgestaltet sind, wobei die Höhe von einem zentrisch angeordneten Maximum, dem Bundende (20) zugewandt, beidseitig zu minimalen Höhen dem Knieende (21) zugewandt abfällt.

5. Klimatisierte Sporthose nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Belüftungseinschnitte (22) in

regelmässigen Abständen entlang einer Längsachse (L) der Witterungschutzlage (2) angeordnet sind und dieselbe

bogenförmige Gestaltung aufweisen.

6. Klimatisierte Sporthose nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Witterungsschutzlage (2) direkt an der Hautkontaktlage (1) an den Befestigungsabschnitten (24) durch Annähen oder Ankleben oder Anschmelzen befestigt ist.

7. Klimatisierte Sporthose nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Witterungsschutzlage (2) winddicht, möglichst wasserdampfdurchlässig und bevorzugt wasserdicht ausgestaltet ist und eine Membranlage oder ein Membranlaminat ist, umfassend mindestens eine Textillage in Form einer

Stricklage oder Gewirkelage auf welcher eine Membranlage, umfassend Kunststoff oder Metall, aufgeklebt oder

aufgeschmolzen ist.

8. Klimatisierte Sporthose nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Witterungsschutzlage (2) mit einem

Bundende (20) im Bereich des Kontaktlagenbundes (10) und mit einem Knieende (21) im Bereich des Knieabschnittes (12) befestigt ist.

9. Klimatisierte Sporthose nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Hautkontaktlage (1) als nahtloses Gestrick in Form eines Rundgestricks mittels einer Rundstrickmaschine hergestellt, ausgebildet ist.

10. Klimatisierte Sporthose nach Anspruch 3, wobei die

Hautkontaktlage (1) aus einem Basisgestrick hergestellt ist und im Oberschenkelabschnitt (11), im Knieabschnitt (12), im

Unterschenkelabschnitt (13), im Gesässabschnitt (14) und/oder im Kniekehlenabschnitt (15) unterschiedliche gestrickte

Strukturen in Form von gerippten Strukturen, gestrickten Polster, feuchtigkeitsdurchlässigen Netzgestrick und/oder wärmeisolierenden Gestrick angeordnet sind.

Description:
Klimatisierte Sporthose mit Witterunasschutz

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung beschreibt eine klimatisierte Sporthose für den Ausdauersport mit einer direkt auf der Haut eines Trägers zu liegen kommenden textilen Hautkontaktlage, welche von einem Kontaktlagenbund über einen Oberschenkelabschnitt bis zu einem Knieabschnitt verläuft.

Stand der Technik

Es sind unterschiedliche Sporthosen für unterschiedliche Ausdauersportarten bekannt, welche auch als Laufhose definiert werden können und welche Klimatisierungseigenschaften aufweisen und gleichzeitig die Beine eines Trägers gegen Witterungseinflüsse schützen können.

Aus der US5153944 geht eine lange Hose hervor, welche zu einer kurzen Hose umfunktioniert werden kann, wodurch eine Belüftung der Unterschenkel erreicht wird und Feuchtigkeit und Wärme vom Körper des Trägers abgeführt werden kann. Damit ist ein Witterungsschutz lösbar befestigt. Diese Lösung ist aber umständlich und nicht für den Ausdauersport bei kühler Witterung geeignet.

In der US2009178174 wird eine mehrlagige Sporthose gezeigt, welche eine Hautkontaktlage und eine die Hautkontaklage abdeckende Lage, welche als Witterungsschutzlage definierbar ist, in Form einer Aussenhaut, aufweist. In der Witterungsschutzlage sind mehrere Belüftungsöffnungen angeordnet, welche mit Reissverschlüssen öffen- und verschliessbar sind. Die Hautkontaktlage verläuft im Wesentlichen unterhalb der Belüftungsöffnungen, sodass die Haut des Trägers geschützt wird und ein Einblick in die Belüftungsöffnungen verhindert wird. Diese Lösung erlaubt einen lokalen Luftstrom an den Stellen der Mehrzahl der Belüftungsöffnungen. Die Hautkontaktlage liegt an den Orten der Belüftungsöffnungen direkt auf der Haut auf und Luft kann durch die Belüftungsöffnungen nur an die freigelegten Stellen unterhalb der Belüftungsöffnungen gelangen. Derartige Sporthosen führen nur zu einem geringen Kühleffekt, obwohl die Fläche der Belüftungsöffnungen relativ gross ist. Entsprechend besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit durch die Belüftungsöffnungen eindringen kann.

Die EP3178336 zeigt eine Sporthose aus einem Grundtextil als Hauptteil, wobei in den Frontabschnitten der Sporthose Belüftungsöffnungen vorgesehen sind. Diese Belüftungsöffnungen durchsetzen den Hauptteil der Sporthose in einem Bereich entlang des Oberschenkels von einer Hüftseite zur Knieseite. Die Formen der Belüftungsöffnungen können vielfältig sein, wobei hier eine möglichst grosse Querschnittsfläche gewählt wird. Die Belüftungsöffnungen sind als Aussparungen ausgeführt, die durch den Hauptteil der Sporthose führen. Diese Aussparungen reichen bis zu einer Eingrifftasche in der Sporthose im Bereich der Hüfte. Im Bereich der Belüftungsöffnungen ist ein luftdurchlässiges Material, den Hauptteil abdeckend angeordnet, wobei bevorzugt ein Netz gewählt wird. Um die Haut des Trägers, die Aussparung bzw. das Netz abzudecken ist eine Abdeckklappe anzuordnen. Hier sind mehrere Komponenten nötig, welche korrekt ausgerichtet und umständlich vernäht werden müssen. Da die präsentierte Sporthose in erster Linie für Tennisspieler hergestellt ist, welche oft starke und ruckartige Hüftbewegungen durchführen, scheint die Belüftungswirkung nur für den Tennissport ausreichend. Im Bereich des Ausdauersports, beispielsweise Langstreckenlauf oder Langlauf, wo tennisspezifische Bewegungen nicht Vorkommen, ist die Belüftungs- oder Klimatisierungswirkung eingeschränkt, da der erreichbare Luftstrom verringert ist. Um den Luftstrom noch zu erhöhen, wurden in der EP3178336 zusätzlich noch auf der Gesässseite weitere Aussparungen, Netze und Abdeckklappen vorgesehen. Diese Art der Belüftung ist in einer mehrlagigen Sporthose für den Ausdauersport, vor allem, wenn dieser bei kalter Witterung im Freien durchgeführt wird, ungeeignet. Das Herstellungsverfahren derartiger Sporthosen ist ausserdem sehr aufwändig, da zum einen mehrere geeignete Komponenten aus geeigneten Textilien miteinander in vorgegebenen Relationen an unterschiedlichen Positionen befestigt, insbesondere angenäht werden müssen. Zur Steigerung des Belüftungseffektes müssen noch weitere Komponenten hinzukommen.

Darstellung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt eine klimatisierte Sporthose mit einer enganliegenden Hautkontaktlage zu schaffen, welche einen zusätzlichen Witterungsschutz aufweist, welcher die klimatisierende Wirkung der enganliegenden Hautkontaktlage unterstützt und vor der Witterung schützt, sodass insgesamt eine verbesserte klimatisierte Sporthose resultiert.

Eine weitere Aufgabe ist die einfache Herstellung einer solchen klimatisierte Sporthose mit möglichst einfachen Mitteln, umfassend möglichst wenige zusätzliche Komponenten.

Der klimatisierende Belüftungseffekt der vereinfachten klimatisierte Sporthose wird durch eine spezielle Witterungsschutzlage erreicht, die abschnittsweise nur zwischen einem Kontaktlagenbund und einem Knieabschnitt verlaufend befestigt angeordnet ist, wobei angeordnete Belüftungseinschnitte nur bei entsprechender Bewegung des Trägers, je nach Bewegungszustand der Beine geöffnet werden.

Die Hautkontaktlage und die Haut des Trägers werden bestmöglich gegen Witterungseinflüsse geschützt, da auf ständig offene Schlitze oder Belüftungsöffnungen verzichtet wird, durch welche Wind und Feuchtigkeit von aussen leicht eindringen können.

Diese Aufgaben werden durch eine klimatisierte Sporthose gemäss Anspruch 1 gelöst.

Durch geeignete Wahl der Witterungsschutzlage, der Schlitze und einer geeigneten Fixierung der Witterungsschutzlage an der Hautkontaktlage durch nur abschnittsweise Verbindungen, ist eine Pumpwirkung bei relativer Bewegung der Hautkontaktlage zur Witterungsschutzlage erreichbar. Durch eine Pumpwirkung wird ein Luftstrom von einer Hüftseite zu einer Knieseite bzw. umgekehrt erreicht.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben.

Figur la zeigt eine schematische Frontansicht einer Hautkontaktlage als Teil der mehrlagigen Sporthose, während

Figur lb eine schematische Rückansicht der Hautkontaktlage gemäss Figur la zeigt.

Figur 2 zeigt eine Explosionsdarstellung von der Seite einer mehrlagigen Sporthose, umfassend die Hautkontaktlage und eine zwischen Kontaktlagenbund und Knieabschnitt anzuordnender Witterungsschutzlage, wobei ein Belüftungseinschnitt in einer Detaildarstellung gezeigt ist.

Figur 3a zeigt eine Seitenansicht der mehrlagigen Sporthose während des Aufsetzens eines Fusses des Trägers mit gestrecktem Bein, wobei keine Luft durch die Belüftungsschlitze eindringen kann, während Figur 3a eine Seitenansicht der mehrlagigen Sporthose während der Beinbewegung bei gebeugtem Bein in einem Belüftungszustand zeigt.

Beschreibung

Hier wird eine klimatisierte Sporthose als mehrlagige Sporthose, mindestens zweilagige Sporthose für den Ausdauersport, beispielsweise Joggen und Skaten, insbesondere für Wintersportaktivitäten wie Langlauf vorgestellt, welche eine möglichst eng auf der Haut eines Trägers direkt aufliegende Hautkontaktlage 1 umfasst.

Die Hautkontaktlage 1 ist bevorzugt ein Gewirke und besonders bevorzugt aus Strickware bzw. einem Stricktextil gebildet und liegt unmittelbar auf der Haut eines Trägers auf. Hier ist bevorzugt ein nahtloses Gestrick, welches beispielsweise als Rundgestrick mittels einer Rundstrickmaschine hergestellt ist, gezeigt. Auch, wenn die nahtlosen Gestrick noch vernäht werden, ist hier ein nahtloses Gestrick gemeint. Gestrick hat den Vorteil, dass ein möglichst flexibles Stricktextil gebildet wird, welches sich an die Haut des Trägers optimal anschmiegt und mit dieser in Kontakt kommt. Durch den Verzicht auf (zuviel) Nähte, wird die Haut weniger irritiert und es stellt sich ein angenehmes Tragegefühl ein. Das Stricktextil ist dabei aus mindestens einem Strickgarn gestrickt ausgestaltet. Aufgrund der Verwendung verschiedener Strickstrukturen und Hightech-Stricktechnologien ist hier eine flexible enganliegende Hautkontaktlage 1 erreichbar, welche ausreichenden Halt und einen guten Klimakomfort bietet.

Die Hautkontaktlage 1 geht von einem Kontaktlagenbund 10 über einen Oberschenkelabschnitt 11, einen Knieabschnitt 12 in einen Unterschenkelabschnitt 13 über. Auf der Hosenrückseite ist auf den entsprechenden Höhen ein Gesässabschnitt 14 und ein Kniekehlenabschnitt 15 angeformt. Um in den unterschiedlichen Abschnitten und Bereichen 10, 11, 12, 13, 14, 15 gezielte klimatisierende Wirkungen und/oder komprimierende Wirkungen zu erzielen, sind die Strickmuster, Anzahl der Gestricklagen oder Strickgarne, Dichte der Maschen und/oder Material und Dicke des Strickgarns entsprechend zielführend gewählt. Damit sind verschiedene Klimazonen und/oder Kompressionszonen an der klimatisierten Sporthose ausbildbar, welche den Tragekomfort verbessern und im Resultat die Leistungsfähigkeit des Trägers bei sportlicher Betätigung erhöhen.

Im Oberschenkelabschnitt 11 ist ein nahtloses Gestrick vorgesehen, welches einerseits den Schweiss am Oberschenkel verteilt und ihn teilweise auf der Haut des Trägers hält, wodurch der Schweiss direkt am Ort dieser wichtigen Muskelgruppe mit grosser Kühlwirkung verdunstet werden kann.

Am Oberschenkelabschnitt 11 können zusätzliche Kompressionsmittel angeformt sein, welche im Wesentlichen eine gerippte Struktur aus einem Basisgestrick mit davon wegragenden Textilrippen aufweisen. Die Textilrippen sind dabei auf der zur Haut des Trägers zugewandten Seite abstehend vom Basisgestrick angeordnet. Die Textilrippen entstehen durch eine geeignete Strickart, wobei die wegragenden Enden der Textilrippen um mehrere Strickgarndicken vom Basisgestrick beabstandet sind. Strickarten bzw. Strickmuster, mittels welchen eine Hautkontaktlage 1 mit gerippter Struktur aus Basisgestrick und Mehrzahl von Textilrippen geschaffen werden kann, sind dem Fachmann bekannt. Ein solches als„seamless" bekanntes Gestrick mit gerippter Struktur mit der Mehrzahl von Textilrippen weist eine starke Dehnbarkeit auf, je nach Strickmuster von mindestens 40% bis zu 100% in wenigstens einer Erstreckungsrichtung. Übliche Materialien für die Hautkontaktlage 1 sind Polyester, Polyamid, Polyacryl, Polypropylen, Polyurethan und Garngemische aus diesen Materialien.

Im Kniekehlenabschnitt 15 ist hier ein feuchtigkeitdurchlässiges Netzgestrick angeordnet, welches ein Verdampfen des Schweisses im Kniekehlenabschnitt 15 erleichtert bzw. den Schweiss nach aussen leitet, ohne dabei die Beweglichkeit des Knies des Trägers einzuschränken. Im Unterschenkelabschnitt 13 auf Höhe der Waden des Trägers sind hier Polster (Pads genannt) angeordnet, welche zur Wärmeisolation dienen und verdickt gestrickte Bereiche sind. Es sind Strickmuster zu wählen, welche zur Ausbildung von Rippen auf der zur Haut zugewandten Seite der Polster führen, wodurch Kanäle gebildet werden, in welchen warme Luft in Körpernähe gespeichert wird. Somit kann ein Auskühlen des Wadenbereichs durch die Polster verhindert werden. Derartige Polster können ebenfalls durch geeignete Strickmuster bzw. eine geeignete Schlaufenbildung erreicht werden.

Da das Auskühlen des Körpers im Bereich der Beine von derartigen Hautkontaktlagen 1 bei kühler Witterung nicht ausreichend verhindert werden kann, wurde hier eine Möglichkeit gesucht einen Witterungsschutz bereitzustellen. Dieser Witterungsschutz wird durch eine Witterungsschutzlage 2 geschaffen, welche aber die klimatisierende Wirkung der Hautkontaktlage 1 nicht stört bzw. die klimatisierende Wirkung noch unterstützt, wie im Folgenden anhand der Figur 2 beschrieben wird.

Die hier eingeführte Witterungsschutzlage 2 ist mit kleineren Abmessungen ausgeführt, als die Hautkontaktlage 1 und ist im Oberschenkelbereich der Hautkontaktlage 1, die Hautkontaktlage 1 teilweise überdecken angeordnet. Entsprechend ist die Hautkontaktlage 1 stets teilweise sichtbar. Die Witterungsschutzlage 2 ist derart geformt, dass sie unterhalb des Kontaktlagenbundes 10, den Oberschenkelabschnitt 11 verdeckend bis zum Knieabschnitt 12 verläuft. Von einem Bundende 20 bis zu einem Knieende 21 überdeckt die Witterungsschutzlage 2 im Verlauf ihrer Längsachse L den Oberschenkelabschnitt 11 der Hautkontaktlage 1.

Wie mit den waagerechten Pfeilen in Figur 2 angedeutet, wird die Witterungsschutzlage 2 auf der von der Haut abgewandten Seite der Hautkontaktlage 1 angeordnet und an einigen Befestigungsabschnitten 24 befestigt. Die Befestigung der Witterungsschutzlage 2 erfolgt mit geeigneten Befestigungsmitteln entlang der Seitenränder 23, welche etwa parallel zur Längsachse L der Witterungsschutzlage 2 verlaufen.

Die Witterungsschutzlage 2 ist abschnittsweise entlang der Seitenränder 23 mindestens punktuell in einigen Befestigungsabschnitten 24 an der Hautkontaktlage 1 befestigt. Die Befestigungsabschnitte 24 liegen seitlich im Verlauf des Oberschenkelabschnitts 11 an der Hautkontaktlage 1, beim Tragen an der Oberschenkelinnenseite und der Oberschenkelaussenseite des Oberschenkels eines Trägers verteilt.

Die Befestigung erfolgt durch Annähen oder Ankleben der Witterungsschutzlage 2 an der Hautkontaktlage 1 an den Befestigungsabschnitten 24. Die Befestigung kann mittels in Figur 2 angedeuteter Laschen erfolgen.

Entscheidend ist, dass die Witterungsschutzlage 2 eine Relativbewegung zur Hautkontaktlage 1 bei Bewegung der Beine des Trägers durchführen kann. Darum sind entlang der Seitenränder 23 unbefestigte Abschnitte der Witterungsschutzlage 2 zu schaffen. In diesen unbefestigten Abschnitten kann die Witterungsschutzlage 2 sich von der Hautkontaktlage 1 abheben, sodass eine Luftzirkulation bei der Beinbewegung des Trägers erreicht wird. In den unbefestigten Abschnitten liegt die Witterungsschutzlage 2 lose auf der Hautkontaktlage 1 auf.

Um die Luftzirkulation noch zu optimieren, sollte die Witterungsschutzlage 2 auch am Knieende 21 nur abschnittsweise am Knieabschnitt 12 der Hautkontaktlage 1 befestigt sein. Am Knieende 21 wird so ein Querschlitz als Eingang eines Lufteintrittskanals gebildet, durch welchen Luft von aussen vom Knieende 21 an die Oberfläche der Hautkontaktlage 1 führbar ist. Die Witterungsschutzlage 2 dient hier als äussere Bekleidungsschicht, die die Hautkontaktlage 1 unvollständig bedeckt und/oder nur abschnittsweise entlang der Seitenränder 23 befestigt ist, sodass die unbefestigte Abschnitte gelassen sind. Die Witterungsschutzlage 2 ist winddicht, möglichst wasserdampfdurchlässig und bevorzugt wasserdicht ausgestaltet, womit die darunterliegende Hautkontaktlage 1 geschützt wird. Die Witterungsschutzlage 2 kann aus Kunstfasern gewebten, gestrickten oder gewirkten Textilien hergestellt sein. Geeignete Fasern sollten wenig Feuchtigkeit aufnehmen und ein hohes Feuchtetransportvermögen aufweisen.

Die Witterungsschutzlage 2 kann bevorzugt aus einer Membran bzw. einem Membranlaminat winddicht, wasserdampfdurchlässig und bevorzugt wasserdicht hergestellt sein. Geeignete Membranen sind bekannt und umfassen

Membranlaminate umfassen mindestens eine Membranlage und mindestens eine Textillage in Form einer Stricklage oder Gewirkelage auf welcher die Membranlage aufgeklebt, aufgeschmolzen bzw. aufgeschweisst ist. Die Membranlagen können Kunststoff- oder Metallfolien umfassen, wobei bevorzugt Polyurethan (PU) verwendet wird. Durch die Lamination wird eine Witterungsschutzlage 2 geschaffen, welche reiss- und abriebfest, wasser- und winddicht und/oder atmungsaktiv sein kann. Wird beispielsweise eine Metallfolie benutzt, kann das Membranlaminat auch Wärmestrahlung reflektieren.

Die Witterungsschutzlage 2 kann auch von einer Textillage gebildet werden, welche mit dem Fachmann bekannten Beschichtungen, beispielsweise aus Polyurethan, Acryl oder Silikon, versehen ist.

Im Verlauf der Witterungsschutzlage 2, zwischen Bundende 20 und Knieende 21, ist eine Mehrzahl von Belüftungseinschnitten 22 angeordnet, welche die Witterungsschutzlage 2 durchdringen. Hier sind

XTP-068-P-WO die Belüftungseinschnitte 22 kiemenartig respektive bogenförmig ausgestaltet, wobei die Höhe von einem zentrisch angeordneten Maximum, dem Bundende 20 zugewandt, beidseitig zu minimalen Höhen dem Knieende 21 zugewandt abfällt.

An den Stellen der Belüftungseinschnitte 22 ist die Witterungsschutzlage 2 zwar durchtrennt und somit offen, aber durch die schlitzförmige Gestaltung kann kaum Wind oder Feuchtigkeit eindringen. Im entspannten Zustand der Witterungsschutzlage 2 bei ungebeugtem Bein des Benutzers, sind die Belüftungseinschnitte 22 nahezu geschlossen. Die Belüftungseinschnitte 22 stellen damit keine permanente Öffnung im Sinne des Stands der Technik dar. Durch die bogenförmige Ausgestaltung der Belüftungseinschnitte 22 wird das Eindringen von Wasser zusätzlich verhindert. Die Belüftungseinschnitte 22 sind hier in regelmässigen Abständen entlang der Witterungsschutzlage 2 verteilt angeordnet, wobei die Bogenform der Belüftungseinschnitte 22 immer gleich gewählt ist.

Die Witterungsschutzlage 2 mit den Belüftungseinschnitten 22 dient in erster Linie dazu da, den kalten Wind von der Hautkontaktlage 1 und damit dem Oberschenkel des Trägers abzuhalten, um das Auskühlen des Beins zu verhindern. Bei gestrecktem Bein sind die Belüftungseinschnitte 22 geschlossen und die kalte Luft von aussen kann nicht zum Bein.

Wenn der Träger mit der klimatisierten mehrlagigen Sporthose läuft, wird je nach Auslenkung des Unterschenkels relativ zum Oberschenkel die Witterungsschutzlage 2 ausgelenkt, in dem sie gestrafft und wieder entspannt wird. Unterschiedliche Bereiche der Witterungsschutzlage 2 liegen entsprechend unterschiedlich auf der Hautkontaktlage 1 auf bzw. bewegen sich wellenartig relativ zur Hautkontaktlage 1 bzw. zur der Witterungsschutzlage 2 zugewandten Oberfläche der Hautkontaktlage 1. Das Resultat ist ein Pumpeffekt der bewegbar befestigten und auslenkbaren Witterungsschutzlage 2 relativ zur Hautkontaktlage 1, wodurch mehrere Luftströme durch die Relativbewegung erzeugt werden. Damit wird Luft zum Oberschenkel gepumpt. Wenn das Bein gebeugt ist, zieht die Spannung der Witterungsschutzlage 2 die Belüftungseinschnitte 22 auf und Luft kann durch die geöffneten Belüftungseinschnitte 22 zum Bein gelangen. Durch die zusätzliche Öffnung der Witterungsschutzlage 2 am Knieende 21 kann ebenfalls Luft von aussen an der Innenfläche der Witterungsschutzlage 2 vorbei bis zur Hautkontaktlage 1 gepumpt werden, wo die Luft durch die unbefestigten Abschnitte entlang der Witterungsschutzlage 2 von der Hautkontaktlage 1 abgeführt wird. Damit ist die klimatisierende Wirkung der Hautkontaktlage 1 durch die Pumpwirkung der Witterungsschutzlage 2 noch gesteigert. Optional kann am Knieende 21 der Witterungsschutzlage 2 jeweils ein Reflektionsband oder Reflektorband angebracht sein. Dieses

Reflektorband verbessert die Sichtbarkeit eines Trägers und kann aufgenäht oder angeklebt sein.

Bevorzugt wird die Witterungsschutzlage 2 mittels einer Punktfixiertechnik respektive einer Punktnähtechnik an der

Hautkontaktlage 1 befestigt. In der Regel bedeckt die

Witterungsschutzlage 2 ausschliesslich den Oberschenkelabschnitt 11. In der Praxis wird die Witterungsschutzlage 2 aus einer ersten Textillage gebildet, welche mit einer Klebelage (beispielsweise Ester- und Ether- basierendes Polyurethan) beschichtet ist, welche abschliessend mit einer weiteren zweiten Textillage bedeckt wird. In einem Laminierschritt werden die beiden Textillagen unter erhöhten Temperaturen und Drücken laminiert. Bezugszeichenliste

1 Hautkontaktlage

10 Kontaktlagenbund 11 Oberschenkelabschnitt

12 Knieabschnitt

13 Unterschenkelabschnitt

14 Gesässabschnitt

15 Kniekehlenabschnitt

2 Witterungsschutzlage

20 Bundende

21 Knieende

22 Belüftungseinschnitte

23 Seitenrand

24 Befestigungsabschnitte L Längsachse