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Title:
CLIP SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/092129
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a clip system (1) for mounting a first component on a second component, wherein the clip system (1) comprises a clip element (2) and a bush element (3), the clip element (2) has a head portion (5) which can be fastened on the first component, the clip element (2) has a foot portion (4) which can be fastened on the second component by inserting the foot portion (4) into a through-hole in the second component in such a way that the foot portion (4) projects from a side of the second component facing away from the head portion (5) of the clip element (2) and engages behind the side of the second component facing away from the head portion (5) by means of a snap-in element belonging to the foot portion (4), and the clip system (1) has a bush element (3) which can be placed on the clip element (2) and which is provided for the protection of the second component, preventing direct contact between the snap-in element and the second component. According to the invention, the bush element (3) has a cavity which has openings on two mutually opposite sides, with the result that the bush element (3) can be placed on the foot portion (4) of the clip element (2) in such a way that the foot portion (4) passes through the cavity and protrudes out of a side of the bush element (3) facing away from the head portion (5) of the clip element (2). The invention further relates to a component system having the clip system (1) according to the invention.

Inventors:
BARTSCH, Mathias (Am Berg 9, Niederlauer, 97618, DE)
REINMANN, Jürgen (Feuerberg Straße 17, Langenleiten, 97657, DE)
Application Number:
EP2018/080659
Publication Date:
May 16, 2019
Filing Date:
November 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
LISI AUTOMOTIVE KKP GMBH & CO. KG (Am Sandhügel 1, Mellrichstadt, 97638, DE)
International Classes:
F16B5/06; B60R13/02; F16B21/08
Foreign References:
DE20013100U12000-09-21
DE102016203142A12017-08-31
DE102016002583A12017-09-07
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KATSCHER HABERMANN PATENTANWÄLTE (Dolivostraße 15 A, Darmstadt, 64293, DE)
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Claims:
P A T E N T A N S P R Ü C H E

Clipsystem (1) zur Montage eines ersten Bauteils (23) an einem zweiten Bauteil (24), wobei das Clipsystem (1) ein Clipelement (2) und ein Tüllenelement (3) umfasst,

- wobei das Clipelement (2) einen Kopfabschnitt (5)

aufweist, der an dem ersten Bauteil (23) festgelegt werden kann,

- wobei das Clipelement (2) einen Fußabschnitt (4)

aufweist, der an dem zweiten Bauteil (24) festgelegt werden kann, indem der Fußabschnitt (4) in ein

Durchgangsloch (27) des zweiten Bauteils (24) so eingesteckt wird, dass der Fußabschnitt (4) aus einer dem Kopfabschnitt (5) des Clipelements (2) abgewandten Seite des zweiten Bauteils (24) hervorragt und die dem Kopfabschnitt (5) abgewandte Seite des zweiten

Bauteils (24) mit einem dem Fußabschnitt (4)

zugehörigen Rastelement (6) hintergreift, und

- wobei das Clipsystem (1) ein auf das Clipelement (2) aufsetzbares Tüllenelement (3) aufweist, das dazu vorgesehen ist, zum Schutz des zweiten Bauteils (24) einen direkten Kontakt des Rastelements (6) mit dem zweiten Bauteil (24) zu verhindern,

dadurch gekennzeichnet, dass das Tüllenelement (3) einen Hohlraum (20) aufweist, der auf zwei einander

gegenüberliegenden Seiten Öffnungen (19) aufweist, sodass das Tüllenelement (3) so auf den Fußabschnitt (4) des Clipelements (2) aufgesetzt werden kann, dass der Fußabschnitt (4) den Hohlraum (20) durchläuft und aus einer dem Kopfabschnitt (5) des Clipelements (2)

abgewandten Seite des Tüllenelements (3) herausragt. Clipsystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußabschnitt (4) des Clipelements (2)

mindestens einen über einen Durchmesser des

Fußabschnitts (4) radial hervorspringenden

Rückhalteabschnitt (10) aufweist, wobei der

Rückhalteabschnitt (10) das Tüllenelement (3) auf dem Clipelement (2) hält, wenn das Tüllenelement (3) zur Vormontage auf den Fußabschnitt (4) des Clipelements (2) aufgesetzt worden ist.

Clipsystem (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalteabschnitt (10) eine dem

Kopfabschnitt (5) des Clipelements (2) zugewandte

Rückhaltefläche (11) aufweist, die das Tüllenelement (3) auf dem Clipelement (2) hält, wenn das Tüllenelement (3) zur Vormontage auf den Fußabschnitt (4) des

Clipelements (2) aufgesetzt worden ist.

Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tüllenelement (3) hohlzylinderförmig oder hohlkegelstumpfförmig

ausgebildet ist.

Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand der

Öffnungen (19) des Tüllenelements (3) geringer ist als eine Länge des Fußabschnitts (4) des Clipelements (2) .

Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tüllenelement (3) einen radial auskragenden Flanschabschnitt (18) aufweist, der bei der Montage auf eine dem Kopfabschnitt (5) des

Clipelements (2) zugewandte Seite des zweiten

Bauteils (24) aufsetzt.

7. Clipsystem (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Flanschabschnitt (18) mindestens einen in

Umfangsrichtung umlaufenden Dichtungswulst (35, 36) oder eine in Umfangsrichtung umlaufende Dichtlippe (37, 40) aufweist.

8. Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußabschnitt (4) eine sich im Durchmesser verjüngende Suchspitze (7) aufweist.

9. Clipsystem (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Suchspitze (7) durch mindestens ein

Stegelement (8) gebildet wird, das parallel zu einer Längsachse des Clipelements (2) ausgerichtet ist.

10. Clipsystem (1) nach Anspruch 9 und Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltefläche (11) durch einen Abschnitt des Stegelements (8) gebildet wird. 11. Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der

Fußabschnitt (4) des Clipelements (2) einen

Vormontagesitz (9) aufweist, dessen Durchmesser einem Innendurchmesser des Tüllenelements (3) entspricht, sodass das Tüllenelement (3) in einer Vormontageposition auf dem Vormontagesitz (9) aufsitzen kann.

2. Clipsystem (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (6) radial über einen maximalen Außendurchmesser des

Vormontagesitzes (9) herausragt und an dem

Tüllenelement (3) anliegt, wenn sich das

Tüllenelement (3) in der Vormontageposition befindet, sodass das Tüllenelement (3) in der Vormontageposition gehalten wird, wobei das Rastelement (6) so ausgebildet ist, dass das Tüllenelement (3) das Rastelement (6) bei einer Verlagerung des Tüllenelements (3) aus der

Vormontageposition in Richtung des Kopfabschnitt s (5) radial nach innen drücken kann.

3. Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Rastelement (6) einen Rast sperrabschnitt (15) und einen Rasteingriffabschnitt (16) aufweist, wobei der

Rasteingriffabschnitt (16) einen gegenüber dem

Rast sperrabschnitt (15) reduzierten Durchmesser

aufweist, sodass der Rasteingriffabschnitt (16) in das in dem Durchgangsloch (27) angeordnete Tüllenelement (3) eingreift und der Rast sperrabschnitt (15) die dem

Kopfabschnitt (5) des Clipelements (2) abgewandte Seite des zweiten Bauteils (24) hintergreift, wenn der

Fußabschnitt (4) des Clipelements (2) bestimmungsgemäß in das Durchgangsloch (27) des zweiten Bauteils (24) eingesetzt ist.

4. Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der

Kopfabschnitt (5) des Clipelements (2) einen

Schaftabschnitt (13) aufweist, der beidseitig von zwei über den Schaftabschnitt (13) radial auskragenden

Tellerabschnitten (14) begrenzt wird.

Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfabschnitt (5) des Clipelements (2) ein Klemmbügelelement (28) mit mindestens einem radial abstehenden Klemmbügel (29) aufweist, mit welchem das erste Bauteil (23) in dem Kopfabschnitt (5) des Clipelements (2) klemmend

festgelegt werden kann.

Bauteilsystem (22) mit einem ersten Bauteil (23), mit einem zweiten Bauteil (24), das ein Durchgangsloch (27) aufweist, und mit einem Clipsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Vormontage das

Clipelement (2) des Clipsystems (1) mit dem

Kopfabschnitt (5) an dem ersten Bauteil (23) festgelegt werden kann und das Tüllenelement (3) auf den

Fußabschnitt (4) des Clipelements (2) aufgesetzt werden kann, sodass anschließend eine Montage des ersten

Bauteils (23) an dem zweiten Bauteil (24) erfolgen kann, indem das Clipelement (2) in das Durchgangsloch (27) so eingesteckt wird, dass das Rastelement (6) des

Fußabschnitts (4) des Clipelements (2) eine dem

Kopfabschnitt (5) abgewandte Seite des zweiten

Bauteils (24) hintergreift, wodurch das Clipelement (2) an dem zweiten Bauteil (24) rastend festgelegt wird.

Description:
Clipsystem

Die Erfindung betrifft ein Clipsystem zur Montage eines ersten Bauteils an einem zweiten Bauteil, wobei das

Clipsystem ein Clipelement und ein Tüllenelement umfasst, wobei das Clipelement einen Kopfabschnitt aufweist, der an dem ersten Bauteil festgelegt werden kann, wobei das

Clipelement einen Fußabschnitt aufweist, der an dem zweiten Bauteil festgelegt werden kann, indem der Fußabschnitt in ein Durchgangsloch des zweiten Bauteils so eingesteckt wird, dass der Fußabschnitt aus einer dem Kopfabschnitt des Clipelements abgewandten Seite des zweiten Bauteils

hervorragt und die dem Kopfabschnitt abgewandte Seite des zweiten Bauteils mit einem dem Fußabschnitt zugehörigen Rastelement hintergreift, und wobei das Clipsystem ein auf das Clipelement aufsetzbares Tüllenelement aufweist, das dazu vorgesehen ist, zum Schutz des zweiten Bauteils einen direkten Kontakt des Rastelements mit dem zweiten Bauteil zu verhindern. Aus dem Stand der Technik sind Clipsysteme bekannt, die es erlauben, ein erstes Bauteil an einem zweiten Bauteil festzulegen. Ein Kopfabschnitt eines Clipelements wird dabei an dem ersten Bauteil befestigt, während ein

Fußabschnitt des Clipelements in ein Durchgangsloch des zweiten Bauteils eingesteckt wird, sodass der Fußabschnitt aus einer dem Kopfabschnitt abgewandten Seite des zweiten Bauteils herausragt. Dabei hintergreifen Rastelemente des Fußabschnitts die dem Kopfabschnitt abgewandte Seite des zweiten Bauteils. Somit wird das Clipelement an dem zweiten Bauteil festgelegt. Um das zweite Bauteil bei der Montage zu schützen, wird gemäß dem vorbekannten Stand der Technik vor der Montage in das zweite Bauteil ein Tüllenelement eingesteckt. Anschließend wird der Kopfabschnitt des

Clipelements in das in dem Durchgangsloch befindliche

Tüllenelement eingesteckt. Das Tüllenelement verhindert es, dass das Rastelement unmittelbar mit dem zweiten Bauteil in Verbindung tritt, wobei das zweite Bauteil beschädigt werden könnte. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn es sich bei dem zweiten Bauteil um ein lackiertes Blechteil handelt, dessen Oberfläche durch das Rastelement zerkratzt werden könnte.

Bei der Montage des ersten Bauteils an dem zweiten Bauteil müssen zwei Montageschritte durchgeführt werden: Zunächst muss das Tüllenelement in das zweite Bauteil eingesteckt werden und anschließend muss das Clipelement in das in dem zweiten Bauteil angeordnete Tüllenelement eingesteckt werden. Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Clipsystem bereitzustellen, das eine einfachere Montage ermöglicht . Die Aufgabe wird gelöst durch Bereitstellung des eingangs beschriebenen Clipsystems, wobei das Clipsystem so

ausgebildet ist, dass das Tüllenelement einen Hohlraum aufweist, der auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten Öffnungen aufweist, sodass das Tüllenelement so auf den Fußabschnitt des Clipelements aufgesetzt werden kann, dass der Fußabschnitt den Hohlraum durchläuft und aus einer dem Kopfabschnitt des Clipelements abgewandten Seite des

Tüllenelements herausragt.

Hierdurch wird es ermöglicht, das Tüllenelement auf das Clipelement aufzusetzen, bevor eine Montage des

Clipelements an dem zweiten Bauteil erfolgt. Anders als bei einem herkömmlichen Tüllenelement kann der Fußabschnitt des Clipelements vorliegend so durch das Tüllenelement

hindurchgeführt werden, dass der Fußabschnitt aus dem

Tüllenelement herausragt. Das Clipelement kann somit in das Durchgangsloch eingesteckt werden, obwohl das Tüllenelement auf diesem aufsitzt. Bei der Montage treten sowohl der Fußabschnitt des Clipelements und das Tüllenelement durch das zweite Bauteil hindurch, wobei sich das Rastelement des Clipelements aufspreizt, sodass es das zweite Bauteil hintergreift. Das Clipelement ist bevorzugt aus einem

Kunststoff hergestellt. Das Tüllenelement ist bevorzugt ebenfalls aus einem Kunststoff hergestellt und besonders bevorzugt plastisch und/oder elastisch verformbar, sodass das Rastelement das Tüllenelement beim Aufspreizen

aufweiten kann. Vorzugsweise weist das Rastelement mehr als ein Rastelement auf. Besonders bevorzugt ist eine

Ausführungsform mit zwei Rastelementen, die an dem

Fußabschnitt des Clipelements auf einander

gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind.

Eine Vormontage des Tüllenelements auf dem Clipelement kann erfolgen, bevor das Clipelement an dem zweiten Bauteil festgelegt wird. Dies erlaubt eine vereinfachte Endmontage, da bei der Endmontage das erste Bauteil, an dem bereits das Clipelement mit dem darauf aufgesteckten Tüllenelement festgelegt wurde, mit dem zweiten Bauteil in einem einzigen Montageschritt verbunden werden kann. Die Vormontage des Clipelements an dem ersten Bauteil und die Vormontage des Tüllenelements auf dem Clipelement kann beispielsweise durch einen Zulieferer erfolgen, während die Endmontage durch einen Erstausrüster erfolgt, der das vormontierte erste Bauteil von dem Zulieferer erhält. Die Erfindung bietet darüber hinaus auch den Vorteil, dass beim

Einstecken des Clipelements in das zweite Bauteil besonders große Haltekräfte zwischen dem Clipelement und dem zweiten Bauteil entstehen, da das Tüllenelement in dem

Durchgangsloch des zweiten Bauteils verquetscht wird.

Der Fußabschnitt des Clipelements weist vorzugsweise mindestens einen über einen Durchmesser des Fußabschnitts radial hervorspringenden Rückhalteabschnitt auf, wobei der Rückhalteabschnitt das Tüllenelement auf dem Clipelement hält, wenn das Tüllenelement zur Vormontage auf den

Fußabschnitt des Clipelements aufgesetzt worden ist. Es ist somit möglich, das Tüllenelement sicher auf das Clipelement aufsetzen, ohne dass sich das Tüllenelement von dem

Clipelement löst. Erfindungsgemäß kann der

Rückhalteabschnitt eine dem Kopfabschnitt des Clipelements zugewandte Rückhaltefläche aufweisen, die das Tüllenelement auf dem Clipelement hält, wenn das Tüllenelement zur

Vormontage auf den Fußabschnitt des Clipelements aufgesetzt worden ist. Die Rückhaltefläche kann erfindungsgemäß durch einen beliebigen Bereich des Fußabschnitts gebildet werden.

Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das

Tüllenelement hohlzylinderförmig ausgebildet ist. Bei einem hohlzylinderförmigen Tüllenelement handelt es sich um ein ring- beziehungsweise schlauchförmiges Element, das auf den Kopfabschnitt des Clipelements aufgesetzt werden kann. Es sind alternativ jedoch auch abweichende geometrische

Ausgestaltungsformen des Tüllenelements möglich. So kann das Tüllenelement erfindungsgemäß hohlkegelstumpfförmig ausgebildet sein. Ein Hohlkegelstumpf weist eine konische Form auf, sodass das Tüllenelement das Clipelement beim Einsetzen in das Durchgangsloch führt.

Im Hinblick auf eine möglichst wirksame Abdichtung des Durchgangslochs in dem zweiten Bauteil ist gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des

Erfindungsgedankens zufolge vorgesehen, dass der

Flanschabschnitt mindestens einen in Umfangsrichtung umlaufenden Dichtungswulst oder eine in Umfangsrichtung umlaufende Dichtlippe aufweist. Der mindestens eine

Dichtungswulst oder die mindestens eine Dichtlippe sind zweckmäßigerweise aus einem verformbaren und insbesondere aus einem elastisch verformbaren Material hergestellt. Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest der

Flanschabschnitt des Tüllenelements, vorzugsweise jedoch das gesamte Tüllenelement aus einem verformbaren und insbesondere aus einem elastisch verformbaren Material hergestellt ist. Bei einem Anpressen des Flanschabschnitts des Tüllenelements an die zugeordnete Anschlagfläche in dem Kopfabschnitt des Clipelements wird ein Dichtungswulst oder eine Dichtlippe verformt und bewirkt eine in

Umfangsrichtung um das Durchgangsloch des zweiten Bauteils umlaufende Abdichtung. Es ist vorteilhaft, wenn ein Abstand der Öffnungen des Tüllenelements geringer ist als eine Länge des

Fußabschnitts des Clipelements. Das Tüllenelement umschließt den Fußabschnitt somit nur teilweise, wenn es auf diesen aufgesetzt worden ist. Das Tüllenelement kann somit in unterschiedlichen Positionen auf dem Fußabschnitt aufsitzen. Es ist besonders vorteilhaft, wenn das

Tüllenelement zunächst eine Vormontageposition auf dem

Fußabschnitt des Clipelements einnehmen kann. Wenn sich das Tüllenelement in der Vormontageposition befindet, kann das Clipelement in das Durchgangsloch des zweiten Bauteils eingesetzt werden. Dabei wird das Tüllenelement über den Fußabschnitt des Clipelements in Richtung des

Kopfabschnitts über das Rastelement geschoben. Dabei wird das Tüllenelement zwischen einer Innenwand des

Durchgangslochs des zweiten Bauteils und dem Clipelement verquetscht. Wenn die Rastelemente des Clipelements aus dem Durchgangsloch auf der dem Kopfabschnitt abgewandten Seite hervortreten, verformen sie das ebenfalls aus dem

Durchgangsloch hervortretende Tüllenelement, sodass die Rastelemente das zweite Bauteil hintergreifen. Dadurch verrastet das Clipelement mit dem zweiten Bauteil.

Vorzugsweise weist das Tüllenelement einen radial

auskragenden Flanschabschnitt auf, der bei der Montage auf eine dem Kopfabschnitt des Clipelements zugewandte Seite des zweiten Bauteils aufsetzt. Durch den Flanschabschnitt wird eine maximale Eindringtiefe des Tüllenelements in das zweite Bauteil definiert. Der Flanschabschnitt kann

erfindungsgemäß an einem Ende des Tüllenelements angeordnet sein. Das Tüllenelement wird bevorzugt so auf den

Fußabschnitt aufgesetzt, dass der Flanschabschnitt des Tüllenelements dem Kopfabschnitt des Clipelements zugewandt ist . Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der

Fußabschnitt eine sich im Durchmesser verjüngende

Suchspitze aufweist. Die sich verjüngende Suchspitze ermöglicht es, das Durchgangsloch des zweiten Bauteils bei der Blindmontage des ersten Bauteils an dem zweiten Bauteil auf einfache Weise aufzufinden, indem die Suchspitze über eine dem Clipelement zugewandte Oberfläche des zweiten Bauteils geführt wird. Die Suchspitze kann bei dem

erfindungsgemäßen Clipsystem Verwendung finden, da die Suchspitze nach der Vormontage aus der dem Kopfabschnitt des Clipelements abgewandten Seite des Tüllenelements herausragt .

Bevorzugt wird die Suchspitze durch mindestens ein

Stegelement gebildet, das parallel zu einer Längsachse des Clipelements ausgerichtet ist. Besonders bevorzugt sind mehrere Stegelement vorgesehen, die sich in einem

Sternpunkt treffen. Alternativ kann die Suchspitze jedoch auch abweichend ausgeführt sein. So kann die Suchspitze erfindungsgemäß eine Halbkugelform, eine Kegelform oder eine sonstige Form aufweisen.

Es ist bevorzugt, wenn die Rückhaltefläche durch einen Abschnitt des Stegelements gebildet wird. Somit weist die Suchspitze eine Doppelfunktion auf: Zum einen erlaubt sie es, das Durchgangsloch einfacher aufzufinden, und zum anderen hält sie das Tüllenelement auf dem Fußabschnitt des Clipelements. Auch eine Suchspitze, die geometrisch

abweichend ausgestaltet ist, sodass sie kein Stegelement aufweist, kann erfindungsgemäß mit einer dem Kopfabschnitt des Clipelements zugewandten Rückhaltefläche versehen werden. Es ist erfindungsgemäß außerdem möglich, dass die Suchspitze mehrere Rückhalteflächen bildet.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weist der Fußabschnitt des Clipelements einen Vormontagesitz auf, dessen Durchmesser einem Innendurchmesser des

Tüllenelements entspricht, sodass das Tüllenelement in einer Vormontageposition auf dem Vormontagesitz aufsitzen kann. Der Vormontagesitz wird durch einen Bereich des

Fußabschnitts gebildet, der vorzugsweise dem Kopfabschnitt des Clipelements entgegengesetzt angeordnet ist. Erst wenn das Clipelement in das Durchgangsloch des zweiten Bauteils eingesetzt wird, wird das Tüllenelement von dem

Vormontagesitz heruntergeschoben, wobei es in Richtung des Kopfabschnitts des Clipelements verlagert wird und eine Montageposition annimmt.

Vorteilhafterweise ragt das Rastelement radial über einen maximalen Außendurchmesser des Vormontagesitzes heraus und liegt an dem Tüllenelement an, wenn sich das Tüllenelement in der Vormontageposition befindet, sodass das

Tüllenelement in der Vormontageposition gehalten wird, wobei das Rastelement so ausgebildet ist, dass das

Tüllenelement das Rastelement bei einer Verlagerung des Tüllenelements aus der Vormontageposition in Richtung des Kopfabschnitts radial nach innen drücken kann. Wenn der Kopfabschnitt in das Durchgangsloch des zweiten Bauteils eingeführt wird, werden Kräfte von dem zweiten Bauteil über das Tüllenelement auf das Rastelement übertragen, sodass das Rastelement in dem Durchgangsloch nach innen

verschwenkt wird. Wenn das Rastelement aus dem Durchgangsloch austritt, kann sich das Rastelement wiederum so aufspreizen, sodass es das zweite Bauteil hintergreift.

Vorzugsweise weist das Rastelement einen Rastsperrabschnitt und einen Rasteingriffabschnitt auf, wobei der

Rasteingriffabschnitt einen gegenüber dem

Rastsperrabschnitt reduzierten Durchmesser aufweist, sodass der Rasteingriffabschnitt in das Durchgangsloch eingreift und der Rastsperrabschnitt die dem Kopfabschnitt des

Clipelements abgewandte Seite des zweiten Bauteils

hintergreift, wenn der Fußabschnitt des Clipelements bestimmungsgemäß in das Durchgangsloch des zweiten Bauteils eingesetzt ist. Der Rasteingriffabschnitt verhindert ein vollständiges Aufspreizen des Rastelements, da er in das Durchgangsloch in einer Montageposition eingreift. Dies ermöglicht es, das Clipelement wieder von dem zweiten

Bauteil zu lösen, was bei vollständig aufgespreizten

Rastelementen nur schwerlich möglich ist. Bevorzugt weist der Kopfabschnitt des Clipelements einen Schaftabschnitt auf, der beidseitig von zwei über den

Schaftabschnitt radial auskragenden Tellerabschnitten begrenzt wird. Der Kopfabschnitt kann somit von einer sogenannten Retaineraufnahmegeometrie des ersten Bauteils aufgenommen werden. Bei der Retaineraufnahmegeometrie kann es sich erfindungsgemäß um ein Klemmbügelelement mit radial abstehenden Klemmbügeln handeln, mit welchen das

Halteelement klemmend und spielfrei in dem Kopfabschnitt des Clipelements festgelegt werden kann. Bei seiner

Aufnahme wird der Schaftabschnitt durch das Halteelement umgriffen, wobei der Schaftabschnitt zusätzlich mit dem Halteelement verrasten kann. Die radial auskragenden Klemmbügel des Kopfabschnitts verhindern es, dass das

Clipelement entlang einer Längsachse des Clipelements verlagert werden kann, wenn er in dieses eingesetzt ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Bauteilsystem mit einem ersten Bauteil, mit einem zweiten Bauteil, das ein

Durchgangsloch aufweist, und mit einem Clipsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Vormontage das Clipelement des Clipsystems mit dem Kopfabschnitt an dem ersten Bauteil festgelegt werden kann und das

Tüllenelement auf den Fußabschnitt des Clipelements

aufgesetzt werden kann, sodass anschließend eine Montage des ersten Bauteils an dem zweiten Bauteil erfolgen kann, indem das Clipelement in das Durchgangsloch so eingesteckt wird, dass das Rastelement des Fußabschnitts des

Clipelements eine dem Kopfabschnitt abgewandte Seite des zweiten Bauteils hintergreift, wodurch das Clipelement an dem zweiten Bauteil rastend festgelegt wird. Das erste Bauteil weist bevorzugt ein bügeiförmiges Halteelement auf.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen der Erfindung werden in den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Clipsystems in einer perspektivischen Ansicht,

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Clipelements des erfindungsgemäßen Clipsystems in einer perspektivischen Ansicht ,

Fig. 3 eine schematische Darstellung des Clipelements in einer Schnittansicht, Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Tüllenelements des erfindungsgemäßen Clipsystems in einer perspektivischen Ansicht ,

Fig. 5 eine schematische Darstellung des Tüllenelements in einer Schnittansicht,

Fig. 6 eine schematische Darstellung eines

erfindungsgemäßen Bauteilsystems mit dem Clipsystem in einer Schnittansicht,

Fig. 7 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Bauteilsystems in einer Seitenansicht,

Fig. 8 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Bauteilsystems in einer alternativen Seitenansicht,

Fig. 9 bis 11 schematische Darstellungen des

erfindungsgemäßen Bauteilsystems bei verschiedenen

Montageschritten jeweils in einer perspektivischen Ansicht ,

Fig. 12 eine schematische Darstellung eines abweichend ausgestalteten Clipelements,

Fig. 13 eine schematische Darstellung einer

perspektivischen Ansicht eines abweichend ausgestalteten Tüllenelements ,

Fig. 14 eine schematische Darstellung einer Schnittansicht des in Fig. 13 abgebildeten Tüllenelements, Fig. 15 eine schematische Darstellung eines abweichend ausgestalteten Clipsystems mit dem in Fig. 12 gezeigten Clipelement und mit dem in den Fig. 13 und 14 gezeigten Tüllenelement, und

Fig. 16 eine schematische Darstellung eines abweichend ausgestalteten Bauteilsystems mit dem in Fig. 15 gezeigten Clipsystem. Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung des

erfindungsgemäßen Clipsystems 1 in einer perspektivischen Ansicht. Das Clipsystem 1 weist ein Clipelement 2 und ein Tüllenelement 3 auf. Das Tüllenelement 3 ist auf einen Fußabschnitt 4 des Clipelements 2 aufgesteckt. Das

Clipelement weist ferner einen Kopfabschnitt 5 auf, der an den Fußabschnitt 4 angrenzt.

Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung des

Clipelements 2 des erfindungsgemäßen Clipsystems in einer perspektivischen Ansicht. Das Clipelement 2 ist aus einem Kunststoff ausgeführt. Der Fußabschnitt 4 des

Clipelements 2 weist zwei Rastelemente 6 auf, die elastisch verformbar sind. Der Fußabschnitt 4 weist ferner eine Suchspitze 7 auf, die durch mehrere Stegelemente 8 gebildet wird. An die Suchspitze 7 grenzt ein Vormontagesitz 9 an, auf den das in Fig. 2 nicht dargestellte Tüllenelement 3 aufgesetzt werden kann. Die Suchspitze 7 weist auf einer dem Kopfabschnitt 5 zugewandten Seite Rückhalteabschnitte 10 auf. Die Rückhalteabschnitte 10 bilden Rückhalteflächen 11, die dem Vormontagesitz 9 zugewandt sind und es

verhindern, dass sich das Tüllenelement 3 von dem

Fußabschnitt 4 löst, wenn es auf dem Vormontagesitz 9 aufsitzt. Wenn das Tüllenelement 3 auf dem Vormontagesitz 9 aufsitzt, dann befindet es sich in einer

Vormontageposition . An den Vormontagesitz 9 grenzt ein Verbindungssteg 12 des Fußabschnitts 4 an, der den Vormontagesitz 9 mit dem

Kopfabschnitt 5 des Clipelements 2 verbindet. Die

Rastelemente 6 erstrecken sich aus dem Vormontagesitz 9 und verlaufen seitlich beabstandet von dem Verbindungssteg 12. In Fig. 2 befinden sich die Rastelemente 6 in einem

aufgespreizten Zustand. Wenn der Fußabschnitt 4 in ein Durchgangsloch eines Bauteils eingesteckt wird, dann können die Rastelemente 6 radial nach innen gedrückt werden.

Der Kopfabschnitt 5 des Clipelements 2 weist einen

Schaftabschnitt 13 auf. Der Schaftabschnitt 13 wird durch zwei radial auskragende Tellerabschnitte 14 begrenzt. Die Tellerabschnitte 14 sind an gegenüberliegenden Seiten des Kopfabschnitts 5 angeordnet. Der Kopfabschnitt 5 kann somit von einem bügeiförmigen Halteelement (nicht dargestellt) aufgenommen werden. Dabei wird der Schaftabschnitt 13 durch das Halteelement umgriffen. Die Tellerabschnitte 14 des Kopfabschnitts 5 verhindern es, dass das Clipelement 2 entlang einer Längsachse des Clipelements 2 relativ zu dem bügeiförmigen Halteelement bewegt werden kann, wenn der Kopfabschnitt 5 in dem Halteelement steckt.

Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung des

Clipelements 2 in einer Schnittansicht. Der Kopfabschnitt 5 und der Fußabschnitt 4 des Clipelements 2 sind dargestellt. In der Schnittansicht sind die Rückhalteflächen 11 des Fußabschnitts 4 sichtbar, die auf einer dem Kopfabschnitt 5 abgewandten Seite des Vormontagesitzes 9 angeordnet und dem Kopfabschnitt 5 zugewandt sind, sodass die Rückhalteflächen 11 Anschlagflächen für das an dem Vormontagesitz 9

angeordnete Tüllenelement 3 bilden.

Aus dem Vormontagesitz 9 erstrecken sich die Rastelemente 6 des Clipelements 2. Die Rastelemente 6 weisen jeweils einen Rastsperrabschnitt 15 und einen Rasteingriffabschnitt 16 auf. Der Rastsperrabschnitt 15 ist dazu geeignet, ein

Durchgangsloch eines Bauteils zu hintergreifen. Der

Rasteingriffabschnitt 16 weist einen gegenüber dem

Rastsperrabschnitt 15 reduzierten Durchmesser auf und ist dazu geeignet, in ein Durchgangsloch einzugreifen, wenn das Clipelement 2 in einer Montageposition an einem Bauteil festgelegt ist. Dadurch wird ein ungewolltes Aufspreizen der Rastelemente 6 in radialer Richtung verhindert .

Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung des

Tüllenelements 3 des erfindungsgemäßen Clipsystems 1 in einer perspektivischen Ansicht. Das Tüllenelement 3 weist einen Tüllenkörper 17 und einen radial auskragenden

Flanschabschnitt 18 auf. Das Tüllenelement 3 weist ferner zwei einander gegenüberliegend angeordnete Öffnungen 19 zu einem sich in axialer Richtung erstreckenden und eine durchgehende Ausnehmung bildenden Hohlraum 20 auf, der zur Aufnahme des Fußabschnitts 4 des Clipelements 2 geeignet ist .

Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung des

Tüllenelements 3 in einer Schnittansicht. Hier sind

Auflageflächen 21 des Flanschabschnitts 18 dargestellt, mit denen das Tüllenelement 3 auf einem Bauteil aufliegen kann. Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines

erfindungsgemäßen Bauteilsystems 22 mit dem vorangehend beschriebenen Clipsystem 1 in einer Schnittansicht. Das Clipsystem 1 verbindet ein erstes Bauteil 23 mit einem plattenförmigen und mit einer durchgehenden Öffnung

versehenen zweiten Bauteil 24. Sowohl das erste Bauteil 23 als auch das zweite Bauteil 24 sind nur abschnittsweise dargestellt. Der Kopfabschnitt 5 des Clipelements 2

befindet sich abschnittsweise in einer Aussparung 25 eines bügeiförmigen Halteelements 26 des ersten Bauteils 23, wird von diesem formschlüssig umgriffen und ist an diesem festgelegt. Der Fußabschnitt 4 des Clipelements 2 und das Tüllenelement 3 des Clipsystems 1 befinden sich

abschnittsweise in einem Durchgangsloch 27 des zweiten

Bauteils 24. Der Flanschabschnitt 18 des Tüllenelements 3 liegt entlang eines Umfangsrands des Durchgangslochs 27 an dem zweiten Bauteil 24 an. Dadurch wird eine maximale

Eindringtiefe des Tüllenelements 3 in das zweite Bauteil 24 definiert. Das Tüllenelement 3 befindet sich auf dem

Clipelement 2 in einer Montageposition. Das Clipelement 2 ist an dem zweiten Bauteil 24 festgelegt, da die in der Schnittansicht in Fig. 6 nicht dargestellten Rastelemente des Clipelements 2 eine von dem Kopfabschnitt 5 des

Clipelements 2 abgewandte Seite des zweiten Bauteils 24 rastend hintergreifen.

Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung des

erfindungsgemäßen Bauteilsystems 22 in einer Seitenansicht. Das Clipelement 2 und das Tüllenelement 3 befinden sich in der auch in Fig. 6 gezeigten Montageposition. Dabei

hintergreift das Rastelement 6 des Clipelements 2 das zweite Bauteil 24. Das Rastelement 6 befindet sich

abschnittsweise innerhalb des Tüllenelements 3. Der in Fig. 7 nicht sichtbare Rasteingriffabschnitt 16 des Rastelements 6 ragt ferner in das Durchgangsloch 27 des zweiten Bauteils 24 ein, wodurch ein ungewolltes Aufspreizen des

Rastelements 6 verhindert wird.

Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung des

erfindungsgemäßen Bauteilsystems 22 in einer alternativen Seitenansicht. Hierbei wurde das Clipsystem 1 gegenüber der schematischen Darstellung gemäß Fig. 7 um 90° Grad um seine Längsachse gedreht. Das Clipelement 2 weist zwei einander gegenüberliegend angeordnete Rastelemente 6 auf, die in der Montageposition in das Tüllenelement 3 eingreifen. Das Tüllenelement 3 besteht aus einem plastisch verformbaren Material, sodass es in radialer Richtung durch die

Rastelemente 6 aufgedehnt wird. Ein weiteres ungewolltes Aufspreizen der Rastelemente 6 wird dadurch verhindert, dass vorliegend nicht dargestellte Rasteingriffabschnitte der Rastelemente 6 in das Durchgangsloch 27 des zweiten Bauteils 24 hineinragen und eingreifen.

Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung des

erfindungsgemäßen Bauteilsystems 22 in einem ersten

Montageschritt in einer perspektivischen Ansicht. Dabei ist bereits das Tüllenelement 3 auf dem Clipelement 2

vormontiert. Das Clipelement 2 und das Tüllenelement 3 bilden gemeinsam das erfindungsgemäße Clipsystem 1. Das Clipelement 2 ist bereits an dem ersten Bauteil 23

festgelegt. Dazu wurde der Kopfabschnitt 5 des

Clipelements 2 in das Halteelement 26 des ersten Bauteils 23 eingeschoben. Um das Clipelement 2 an dem zweiten Bauteil 24 festzulegen, wird das Clipelement 2 wie

dargestellt mit der Suchspitze 7 des Clipelements 2 voran in das Durchgangsloch 27 des zweiten Bauteils 24

eingesteckt .

Fig. 10 zeigt eine schematische Darstellung des

erfindungsgemäßen Bauteilsystems 22 in einem zweiten

Montageschritt in einer perspektivischen Ansicht. Ein

Flanschabschnitt 18 des Tüllenelements 3 liegt nun auf dem zweiten Bauteil 24 auf und verhindert, dass das

Tüllenelement 3 noch weiter in das Durchgangsloch des zweiten Bauteils 24 eingeführt wird. Wenn das Clipelement 2 nun noch weiter in das Durchgangsloch eingeschoben wird, dann schiebt sich der Fußabschnitt 4 durch das

Tüllenelement 3 hindurch, wobei das Tüllenelement 3 seine Vormontageposition verlässt und in Richtung des

Kopfabschnitts 5 des Clipelements 2 bewegt wird. Die

Rastelemente 6 des Clipelements 2 werden dabei radial nach innen gedrückt, sodass sie das Durchgangsloch des zweiten Bauteils 24 passieren können. Das Tüllenelement 3 schützt dabei das zweite Bauteil 24 vor Beschädigungen durch die Rastelemente 6.

Fig. 11 zeigt eine schematische Darstellung des

erfindungsgemäßen Bauteilsystems 22 in einem dritten

Montageschritt in einer perspektivischen Ansicht. Das

Clipsystem 1 befindet sich in einer Montageposition und ist an dem zweiten Bauteil 24 festgelegt, da die Rastelemente 6 das zweite Bauteil 24 nun hintergreifen. Die Rastelemente 6 greifen dabei abschnittsweise in das Durchgangsloch ein, sodass ein zu weites Aufspreizen der Rastelemente 6 verhindert wird. Dies ermöglicht es, das Clipsystem 1 bei Bedarf wieder von dem zweiten Bauteil 24 zu lösen.

Fig. 12 zeigt eine perspektivische Ansicht eines abweichend ausgestalteten Clipelements 2. Anstelle der beiden radial vorspringenden Tellerabschnitte 14 weist das in den Fig. 12, 15 und 16 gezeigte Clipelement 2 ein von dem

Fußabschnitt 4 abgewandt angeordnetes Klemmbügelelement 28 mit zwei radial vorspringenden Klemmbügeln 29 sowie einen dem Fußabschnitt 4 zugewandt angeordneten Anschlagflansch 30 auf. Der Anschlagflansch 30 weist im Vergleich zu dem entsprechenden Tellerelement 14 einen größeren Durchmesser und eine dadurch vergrößerte ringförmige Anschlagfläche 31 für den Flanschabschnitt 18 des Tüllenelements 3 auf. Zudem ist der Anschlagflansch 30 durch mehrere stegförmige

Versteifungselemente 32 verstärkt, die gleichzeitig eine dem Klemmbügelelement 28 zugewandte Auflagefläche 33 für das erste Bauteil 23 bilden. In den Fig. 13 und 14 sind eine perspektivische Ansicht und eine Schnittansicht eines abweichend zu dem vorausgehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ausgestalteten

Tüllenelements 3 gezeigt. Das Tüllenelement 3 ist aus einem plastisch verformbaren oder vorzugsweise elastischen

Material hergestellt. Der Flanschabschnitt 18 des

Tüllenelements 3 weist in radialer Richtung einen

näherungsweise wellenförmigen Verlauf auf. An einer in axialer Richtung nach außen gerichteten Außenseite 34 des Flanschabschnitts 18 sind zwei in Umfangsrichtung umlaufend ausgebildete und nach außen vorspringende Dichtungswülste 35 und 36 ausgebildet. Der in radialer Richtung innere Dichtungswulst 35 weist zusätzlich eine in axialer Richtung vorspringende umlaufende Dichtlippe 37 auf. An einer der Außenseite 34 gegenüberliegenden Unterseite 38 weist der Flanschabschnitt 18 eine in Umfangsrichtung umlaufende Ausformung 39 und an einem radial äußeren Ende eine

ebenfalls in Umfangsrichtung umlaufende Dichtlippe 40 auf.

Wenn das erfindungsgemäße Clipsystem 1 mit dem in den Fig. 13 und 14 gesondert dargestellten Tüllenelement 3 verwendet wird, um ein erstes Bauteil 23 mit einem zweiten Bauteil 24 zu verbinden, drückt das Klemmbügelelement 28 das erste Bauteil 23 an die Anlagefläche 33 der Versteifungselement 32 und legt das erste Bauteil 23 spielfrei an dem

Kopfabschnitt 5 des Clipelements 2 fest. Das Tüllenelement 3 wird zusammen mit dem zweiten Bauteil 24 an die

Anschlagfläche 31 des Anschlagflanschs 30 des Clipelements 2 gepresst. Dabei verformt sich das elastisch ausgebildete Tüllenelement 3, wobei die Dichtungswülste 35, 36 auf der dem Anschlagflansch 30 zugewandten Außenseite 34 des

Flanschabschnitts 18 einen Spalt zwischen dem

Anschlagflansch 30 des Clipelements 2 und dem

Flanschabschnitt 18 des Tüllenelements 3 zuverlässig abdichtet. In gleicher Weise wird auch ein Spalt zwischen der Unterseite 38 des Flanschabschnitts 18 und dem zweiten Bauteil 24 zuverlässig abgedichtet. Auf diese Weise kann mit einfachen konstruktiven Mitteln eine zuverlässige und wasserdichte Abdichtung bei der Festlegung des zweiten Bauteils 24 an dem ersten Bauteil 23 erreicht werden.

In Fig. 15 ist das abweichend ausgestaltete Clipsystem 1 mit dem in Fig. 12 dargestellten Clipelement 2 in

Verbindung und dem in den Fig. 13 und 14 gezeigten

Tüllenelement 3 gezeigt. Das Tüllenelement 3 ist in dem Vormontagesitz 9 an dem Fußabschnitt 4 des Clipelements 2 festgelegt .

In Fig. 16 ist das Bauteilsystem 22 mit dem in Fig. 15 gezeigten Clipsystem 1 dargestellt. Das erste Bauteil 23 wird von dem Klemmbügelelement 28 in dem Kopfabschnitt 5 klemmend festgelegt. Das zweite Bauteil 24 wird von den Rastelementen 6 zusammen mit dem Tüllenelement 3 an die Anschlagfläche 31 des Anschlagflansches 30 gepresst. Durch die Verwendung des erfindungsgemäß ausgestalteten

Tüllenelements 3 wird eine wasserdichte Abdichtung der Befestigung des zweiten Bauteils 24 an dem ersten Bauteil 23 bewirkt.

B E Z U G S Z E I C H E N L I S T E

I. Clipsystem

2. Clipelement

3. Tüllenelement

4. Fußabschnitt

5. Kopfabschnitt

6. Rastelement

7. Suchspitze

8. Stegelement

9. Vormontagesitz

10. Rückhalteabschnitt

II. Rückhaltefläche

12. Verbindungssteg

13. Schaftabschnitt

14. Tellerabschnitt

15. Rastsperrabschnitt

16. Rasteingriffabschnitt

17. Tüllenkörper

18. Flanschabschnitt

19. Öffnung

20. Hohlraum

21. Auflagefläche

22. Bauteilsystem

23. Erstes Bauteil

24. Zweites Bauteil

25. Aussparung

26. Halteelement

27. Durchgangsloch

28. Klemmbügelelement

29. Klemmbügel 30. Anschlagflansch

31. Anschlagfläche

32. Versteifungselemente 33. Auflagefläche

34. Außenseite

35. Dichtungswulst

36. Dichtungswulst

37. Dichtlippe

38. Unterseite

39. Ausformung

40. Dichtlippe