Patentansprüche
1. Mechanismus insbesondere für eine Uhr mit einem Uhrwerk mit einem Stundenrohr (1), einem Minutenrohr (24) und/- oder einem Sekundenrohr (25) zum Erzeugen einer Polygonalen Bahn eines Anzeigeelementes (10), dadurch gekennzeichnet, dass für die Erzeugung der polygonalen Bahn jedes Anzeigeelementes (10, 40) ein eigenes Modul (50, 60) vorhanden und in der Uhr eingebaut ist, und das erste Modul (50) die Bahnkurve des Anzeigeelementes (10) für die Stunden oder einer sonstigen Anzeige und das zweite Modul (60) die Bahnkurve des Anzeigeelementes (40) der Sekunden oder einer anderen Anzeige steuert.
2. Mechanismus nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Modul (50)
- ein Drehteller (2) oder Dreharm (2) vorhanden und am Antriebsrohr befestigt ist, - eine erstes Zahnrad (4) vorhanden und auf dem Drehteller (2) drehbar angeordnet ist und einen exzentrischen Führungsstift (5) trägt, das erste Zahnrad (4) mit einem mit dem Gestell fest verbundenen Innenzahnkranz (3) kämmt, - eine Wippe (6) vorhanden und um das Antriebsrohr (1) schwenkbar gelagert ist, welche Wippe (6) am einen Ende einen radial verlaufenden Längsschlitz (15) trägt, in welchem der Führungsstift (5) gleiten kann, die Wippe (6) gegen ihr anderes Ende hin ein zweites Zahnrad (7) trägt, welches um eine auf der Wippe (6) stehende Achse drehbar gelagert und gleich gross ist, wie das erste Zahnrad und ebenfalls mit dem Innenzahnkranz (3) kämmt,
- das zweite Zahnrad (7) einen Führungsstift (8) trägt, - Führungsmittel für einen Schlitten (9) vorhanden und auf dem Drehteller (2) befestigt sind,
- ein Schlitten (9) vorhanden und von den Führungsmitteln in radialer Richtung des Drehtellers (2) geführt wird, der Schlitten (9) ferner einen Längsschlitz (13) aufweist, welcher das Antriebsrohr (1) umgreift,
- der Schlitten (9) ferner eine Ausfräsung (14) aufweist, welche quer zu seiner Längsausdehnung ver- läuft, zur Aufnahme des Führungsstiftes (8) des zweiten Zahnrades (7),
- auf dem Schlitten (9) ein Stift (12) befestigt ist, welcher mit der Spitze des Anzeigeelementes (10) verbunden ist.
3. Mechanismus nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel aus vier Rollen (11) bestehen, welche auf dem Drehteller (2) drehbar gelagert sind.
4. Mechanismus nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel aus einer Gleitführung bestehen, in welcher der Schlitten (9) in radialer Richtung des Drehtellers (2) geführt wird.
5. Mechanismus nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Zähne des Innenzahnkranzes (3) dreimal so gross ist, wie jene der zwei Zahnräder (4, 7), die Spitze des Anzeigeelementes (10) also auf einem gleichseitigen Dreieck umläuft.
6. Mechanismus nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Zähne des Innenzahnkranzes (3) viermal so gross ist, wie jene der zwei Zahnräder (4, 7), die Spitze des Anzeigeelementes (10) also auf einem Quadrat umläuft .
7. Mechanismus nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Zähne des Innenzahnkranzes (3) sechsmal so gross ist, wie jene der zwei Zahnräder (4, 7), die Spitze des Anzeigeelementes (10) also auf einem regulären Sechseck umläuft.
8. Mechanismus nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
- das Anzeigeelement aus einer Markierung (10a) be- steht, welche auf einer Scheibe (12a) angebracht ist, welche Scheibe (12a) vom Schlitten (9) geführt ist,
- das Zifferblatt (20) eine umlaufende Kulissenöffnung (20a) aufweist, welche der durch die Zahnräder (4, 7) vorgegebenen Bahn des Anzeigeelementes (10a) ent- spricht,
- Befestigungselemente (20b) vorhanden sind, welche das äussere Teil des Zifferblattes (20) mit diesem inneren Teil verbinden.
9. Mechanismus nach einem der Patentansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass er zusätzlich zum ersten Modul (50) ein zweites Modul (60) aufweist.
10. Mechanismus nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeich- net, dass im zweiten Modul (60)
- ein Drehteller (30) oder Dreharm (30) vorhanden und an einem Antriebsrohr (25) befestigt ist,
- ein erstes Zahnrad (34) vorhanden und auf dem Drehteller (30) drehbar angeordnet ist und einen exzentri- sehen Führungsstift (35) trägt, das erste Zahnrad (34) mit einem mit dem Gestell fest verbundenen Innenzahnkranz (33) kämmt,
- eine Wippe (36) vorhanden und um das Antriebsrohr (25) schwenkbar gelagert ist, welche Wippe (36) am einen Ende einen radial verlaufenden Längsschlitz (32) trägt, in welchem der Führungsstift (35) gleiten kann, die Wippe (36) gegen ihr anderes Ende hin ein zweites Zahnrad (37) trägt, welches um eine auf der Wippe (36) stehende Achse drehbar gelagert und gleich gross ist, wie das erste Zahnrad (34) und ebenfalls mit dem Innenzahnkranz (33) kämmt,
- das zweite Zahnrad (37) einen Führungsstift (38) trägt, - Führungsmittel für einen Schlitten (39) vorhanden und auf dem Drehteller (30) befestigt sind,
- ein Schlitten (39) vorhanden und von den Führungsmitteln in radialer Richtung des Drehtellers (30) geführt wird, der Schlitten (39) ferner einem Längsschlitz (43) aufweist, welcher das Antriebsrohr (25) umgreift,
- der Schlitten (9) ferner eine Ausfräsung (44) aufweist, welche quer zu seiner Längsausdehnung verläuft, zur Aufnahme des Führungsstiftes (38) des zweiten Zahnrades (37) ,
- auf dem Schlitten (39) ein Element (42) befestigt ist, welches u-förmig gestaltet und mit der Spitze eines Anzeigeelementes (40) verbunden ist.
11. Mechanismus nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel aus einer Gleitführung bestehen, in welcher der Schlitten (39) in radialer Richtung des Drehtellers (30) geführt wird.
12. Mechanismus nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel aus vier Rollen (31) bestehen, welche auf dem Drehteller (30) drehbar gelagert sind.
13. Mechanismus nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, das-s die Zahl der Zähne des Innenzahnkranzes (33) dreimal so gross ist, wie jene der zwei Zahnräder (34, 37), das Anzeigeelement (40) also auf einem gleichseitigen Dreieck umläuft.
14. Mechanismus nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Zähne des Innenzahnkranzes (33) viermal so gross ist, wie jene der zwei Zahnräder (34, 37), das Anzeigeelement (40) also auf einem Quadrat um- läuft. _ _
15. Mechanismus nach Patentanspruch 2 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsstift (8) oder (38) einen runden Querschnitt aufweist.
16. Mechanismus nach Patentanspruch 2 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsstift (8) oder (38) ein Gleichdick mit dreieckigem Querschnitt und abgerundeten Ecken ist
17. Mechanismus nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, um das Minutenrohr (1) zu innerst, das Stundenrohr (24) um das Minutenrohr (1) und das Sekundenrohr (25) um das Stundenrohr (1) jeweils konzentrisch anzuordnen und entsprechend anzutreiben.
18. Mechanismus nach Patentanspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass diese Mittel aus folgenden Elementen bestehen und folgendermassen angeordnet sind:
- vom Uhrwerk das Minutenrohr (24) angetrieben wird, auf welchem ein erstes Zahnrad (16) drehfest umläuft,
- dieses Getriebezahnrad (16) mit einem ersten Zwischenzahnrad (17a) kämmt, welches ein koaxial drehendes zweites Zwischenzahnrad (17b) antreibt,
- dieses wiederum mit einem auf dem Sekundenrohr (25) befestigten vierten Getriebezahnrad (18) kämmt,
- der Antrieb des Stundenrohres (1) über zwei Wechselräder (19a, b) auf. ein mit dem Stundenrohr (1) fest verbundenes drittes Wechselrad (19c), dem Stundenrad, erfolgt, welches mit dem zweiten Wechselrad (19b) kämmt.
19. Verwendung eines Mechanismus nach Patentanspruch 2 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass
- vier Zifferblätter (20) vorhanden und nach vier horizontalen Raumesrichtungen weisen und damit vier Uhren (62 bis 65) darstellen,
- ein einziges Uhrwerk (61) vorhanden ist und die vier Uhren (62 bis 65) antreibt.
20. Verwendung eines Mechanismus nach Patentanspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass nach vorne und nach hinten aus diesem Uhrwerk (61) das Minutenrohr (24) herausgeführt ist, - vier Kegelräder (66, 67, 68, 69) vorhanden sind und mit einander kämmen, wobei das erste Kegelrad (66) vom hinten aus dem Uhrwerk (61) herausgeführten Minutenrohr (24) angetrieben ist und die zwei weiteren Kegelräder, welche mit dem ersten Kegelrad (66) kämmen, von diesem angetrieben sind und das vierte Kegelrad (68) antreiben,
- an jedem der drei weiteren Kegelräder (67, 68, 69) ein Minutenrohr (24) befestigt ist,
- die Kegelräder (67, 69) je ein Stirnrad (70) zur Um- kehrung der Drehrichtung antreiben, welche je ein zweites Stirnrad (72) mit einem Minutenrohr (24) antreiben,
- die drei Minutenrohre (24), welche direkt oder indirekt von dem Kegelrad (66) angetrieben sind und auch jenes, welches nach vorne aus dem Uhrwerk (61) herausgeführt ist, in mindestens ein Modul (50) oder in Module (50, 60) geführt sind, welche die Anzeige von Stunden und/oder Minuten und/oder Sekunden, dem vorgesehenen Zifferblatt entsprechend, erzeugen. |
UHR
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine mechanische Uhr mit einem nicht kreisrunden Zifferblatt und einem Anzei- geelement, welches der Form des Zifferblattes bzw. der Anzeigeskala folgt, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Solche Antriebe für Anzeigeelemente sind mehrere bekannt, beispielsweise aus US 4, 601,585 (Dl), DE 196 41 885 (D2), DE 299 03 950 (D3) , DE 04 451 (D4). Dl beschreibt eine Uhr mit tonnenförmigen, rechteckigen, dreieckigen und frei geformten Zifferblättern. Dabei fahren die Spitzen der teleskopartigen Anzeigeelemente auf einer Leitkurve und werden von einer, bzw. mehreren in Serie zugeschalteten Schraubenfedern gegen diese Leitkurve gedrückt. Die Gestaltung dieser Leitkurven ist beschränkt auf verhält- nismässig grosse Krümmungsradien.
Die Uhr nach D2 zeigt eine sternförmige Leitkurve, auf welcher das Anzeigeelement, angetrieben durch einen mit konstanter Winkelgeschwindigkeit umlaufenden Arm, der Leitkurve ent- lang geführt wird. In den äusseren - runden - Ecken dieser Leitkurve wirken jedoch grosse tangentiale Kräfte auf diesen Arm, was eine zuverlässige Funktion dieser Uhr fraglich erscheinen lässt. In D3 ist ein Viergelenk-Antrieb für das Anzeigeelement vor- gesehen. Damit ist die Form der Anzeige auf solche Formen beschränkt, welche mit Viergelenk-Getrieben realisiert werden können; die Form hat sich nach der Funktion zu richten. In D4 endlich wird das Anzeigeelement auf Epi- und Hypozykloiden bewegt. Damit ist wiederum die Form von der Funkti- on bestimmt. Ein Quadrat kann annähernd realisiert werden, bedingt jedoch Anpassung der radial angebrachten Zeitschritte an die effektive Schnelligkeit des Anzeigeelementes. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Funktion der gewählten Form, beispielsweise einem Quadrat, anzupassen, wobei das Anzeigeelement in gleichen Zeitabschnitten gleiche Winkel überstreicht, ein dafür verwendetes Zifferblatt also beispielsweise für den mit konstanter Winkelgeschwindigkeit
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umlaufenden Stundenzeiger und den erfindungsgemäss bewegten Minutenzeiger zu allen Zeiten den richtigen Winkel, bzw. die richtige Zeit anzeigt.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist wiedergegeben im kenn- zeichnenden Teil des Patenanspruches 1 hinsichtlich der wesentlichen Merkmale der Erfindung, in den folgenden Patentansprüchen hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen. Anhand der beigefügten Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert . Es zeigen
Fig. Ia eine Draufsicht auf die Führung eines ersten Anzeigeelementes,
Fig. Ib einen Schnitt durch die Führung gemäss Fig. Ia,
Fig. Ic einen Schnitt durch eine Variante zu Fig. Ia, b,
Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Zifferblatt mit Führungsme- chanismen,
Fig. 3 einen Schnitt durch zwei Module.
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Verwendungsbeispiel.
Fig. Ia, b zeigt den erfindungsgemässen Antriebsmechanismus als Modul 50 für eine auf einem Quadrat umlaufende Spitze eines Anzeigeelementes 10, beispielsweise des Minutenzeigers. Ein Minutenrohr 1, welches von einem nicht dargestellten Uhr- werk angetrieben ist, trägt einen Drehteller 2. Auf diesem sind die Drehachsen von vier Rollen 11 befestigt. Der Drehteller 2 trägt ferner die Drehachse eines Zahnrades 4, welche mit einem mit dem Uhrwerksgestell (fortan Gestell genannt) fest verbundenen Innenzahnkranz 3 kämmt. Der Durchmesser - und die Zahl der Zähne - des Innenzahnkranzes 3 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel viermal grösser, als der Durchmesser und die Zahl der Zähne des Zahnrades 4. Letzteres trägt fest montiert einen parallel zur Achse verlaufenden ex-
zentrischen Führungsstift 5, welcher in einen Längsschlitz 15 einer Wippe 6 gleitend eingreift. Die Wippe 6 ist um das Minutenrohr 1 schwenkbar gelagert und trägt auf dem dem Führungsstift 5 entgegengesetzten Ende das Lager eines Zahnrades 7 gleicher Grosse wie das erste Zahnrad 4, welches ebenfalls mit dem Innenzahnkranz 3 kämmt.
Das zweite Zahnrad 7 trägt ebenfalls einen exzentrischen Führungsstift 8. Zwischen den vier Rollen 11 ist ein Schlitten 9 beweglich ge- lagert und weist einen Längsschlitz 13 auf, welcher das Stundenrohr 1 umgreift. Ferner trägt der Schlitten 9 eine Ausfrä- sung 14, welche quer zu seiner Längserstreckung verläuft. In diese Ausfräsung 14 ragt der zweite Führungsstift 8. Dieser kann zylindrisch oder als dreieckiges Gleichdick mit abgerun- deten Ecken ausgeführt sein. Der - über der Wippe 6 liegende - Schlitten 9 trägt ferner einen Stift 12, welcher mit der Spitze des Anzeigeelementes 10 verbunden ist.
Der Drehteller 2 kann selbstverständlich auch nur als Dreharm ausgebildet sein, welcher gross genug ist, die Achsen für das erste Zahnrad 4 und jene der vier Rollen 11 zu tragen. Er kann auch skelettiert ausgeführt sein, so dass jeweils die Lager der Rollen 11 und der des Zahnrades getragen werden können. Die Wippe 6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel in der Achsrichtung des Minutenrohres 1 Z-förmig ausgebildet. Sie kann jedoch auch eben ausgeführt sein, um den Preis einer grosseren Bauhöhe des ganzen Mechanismus .
Falls das Verhältnis der Zähnezahl des Innenzahnkranzes 3 zu jenen der Zahnräder 4 und 7 den Wert drei aufweist, kann die Spitze des Anzeigeelementes auf einem regulären Dreieck ge- führt werden, beim Werte sechs auf einem regulären Sechseck, beim Wert acht auf einem regulären Achteck, allgemein beim ganzzahligen Wert n. auf einem n-Eck.
Dreht sich nun das Minutenrohr 1, so beschreibt der Führungsstift 5 eine Hypozykloide bezüglich des Innenzahnkranzes 3 und lenkt damit die Wippe 6 aus. Das zweite Zahnrad 7 erhält eine Winkelgeschwindigkeit, welche aus einer überlagerung von jener des Minutenrohres und jener der Wippe 6 resultiert. Der innere Teil des Anzeigeelementes 10 wird durch den Schlitten
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9 geführt und hat damit eine konstante Winkelgeschwindigkeit, während der radiale Abstand der Spitze des Anzeigeelementes
10 durch den vom Führungsstift 8 radial geführten Schlitten 9, über den Stift 12, bestimmt wird. Als Anzeigeelement wird hier der Minutenzeiger beschrieben, welcher im beschriebenen Ausführungsbeispiel auf einem Quadrat umläuft. Ein Zifferblatt 20 wird sinnvollerweise diese Form übernehmen. Anstatt des Minutenrohres 1 kann selbstverständlich auch das koaxial zu diesem laufende - mit der Ziffer 24 bezeichnete - Stundenrohr gewählt werden..
Je nach der gewählten Anzeige auf dem Zifferblatt kann also mit dem ersten Modul 50 das Anzeigeelement 10 für die Stunden oder für die Minuten betrieben werden, immer auch in Verbin- düng mit dem gewählten n-Eck der entsprechenden Bahnkurve, auf welcher das Anzeigeelement 10 umlaufen soll. In Fig. 2 ist die Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt. Skelettiert ausgeführt ist das Zifferblatt 20. Dieses weist einen dreieckigen Innenteil 21 für die Anzeige der Stunden auf und einen quadratischen Aussenteil 22 für die Sekunden. Die Minuten werden auf einer runden Skala 23 dargestellt, welche den dreieckigen Innenteil 21 teilweise durchsetzt. Die Darstellung der Stunden und Minuten erfolgt, wie im ersten Ausführungsbeispiel gemäss Fig. Ia, b erläutert. Hier ist die Stundenskala gemäss dem dreieckigen Innenteil 21 dreieckig auf einem gleichseitigen Dreieck vorgesehen. Dieser Form entsprechend weist das Verhältnis von Umfang und Zähnezahl des Innenzahnkranzes 3 zu jenem des Zahnrades 4 den Wert _3 auf. Der Drehteller 2 ist, wie das Zifferblatt 20, skelettiert ausgeführt; an seiner Funktionalität wird jedoch nichts geändert. Ebenso bleiben die Führungsmittel des Stundenzeigers - abgesehen von der änderung von Umfang und Zähnezahl der Zahnräder 3, 4 - unverändert gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. Ia, b. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Antrieb des zweiten Ausführungsbeispiels, hier entsprechend mit Modul 60 bezeichnet. Die Erweiterung gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel besteht darin, dass hier nun auch beispielsweise die Anzeige
der Sekunden einbezogen und beispielsweise auf einer quadratischen Skala, dem Aussenteil 22, dargestellt wird. Zu diesem Zweck wird die Reihenfolge der Antriebsachsen der Anzeigeelemente neu gegliedert: Zuinnerst läuft das Minutenrohr 24, um welches ein Stundenrohr 1 angeordnet ist; zu äusserst dreht ein Sekundenrohr 25 um das Stundenrohr 1.
Diese an sich unübliche Reihenfolge der Antriebswellen wird erfindungsgemäss bewirkt, wie nachfolgend beschrieben: Vom Antrieb der Uhr wird das Minutenrohr 24 angetrieben, auf wel- chem ein erstes Getriebezahnrad 16 drehfest umläuft. Dieses kämmt mit einem ersten Zwischenzahnrad 17a, welches ein koaxial drehendes zweites Zwischenzahnrad 17b antreibt. Dieses wiederum kämmt mit einem auf dem Sekundenrohr 25 befestigten vierten Getriebezahnrad 18. Der Antrieb des Stundenrohres 1 erfolgt über zwei mit einander verbundene Wechselräder 19a, b auf ein mit dem Stundenrohr 1 verbundenes Stundenrad 19c, welches mit dem zweiten Wechselrad 19b kämmt.
Die Drehung des Sekundenrohres 25 wird direkt auf einen zweiten Drehteller 30 übertragen. Die in diesem Fall quadratische Umlauf-Bahn eines Anzeigeelementes 40 für die Sekunden wird im Wesentlichen gleich erzeugt, wie diejenige des Minutenzeigers im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. Ia, b. Auf einem Drehteller 30 sind daher die Drehachsen von vier Rollen 31 befestigt. Der Drehteller 30 trägt ferner die Drehachse eines ersten Zahnrades 34, welche mit einem mit dem Werk der Uhr fest verbundenen Innenzahnkranz 33 kämmt. Der Durchmesser - und die Zahl der Zähne - des Innenzahnkranzes 33 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel viermal grösser, als der Durchmesser und die Zahl der Zähne des Zahnrades 34. Letzte- res trägt fest montiert einen parallel zur Achse verlaufenden exzentrischen Führungsstift 35, welcher in einen Längsschlitz 32 einer Wippe 36 gleitend eingreift. Die Wippe 36 ist um das Sekundenrohr 25 schwenkbar gelagert und trägt auf dem dem Führungsstift 35 entgegengesetzten Ende das Lager eines zwei- ten Zahnrades 37 gleicher Grosse, wie das erste Zahnrad 35, welches ebenfalls mit dem Innenzahnkranz 33 kämmt. Das zweite Zahnrad 37 trägt ebenfalls einen exzentrischen Führungsstift 38.
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Zwischen den vier Rollen 31 ist ein Schlitten 39 beweglich gelagert und weist einen Längsschlitz 43 auf, welcher das Sekundenrohr 25, das Minutenrohr 24 und das Stundenrohr 1 umgreift. Ferner trägt der Schlitten 39 eine Ausfräsung 44, welche quer zu seiner Längserstreckung verläuft. In diese Ausfräsung 44 ragt der zweite Führungsstift 38. Dieser kann wiederum zylindrisch oder als dreieckiges Gleichdick mit abgerundeten Ecken ausgeführt sein. Der - über der Wippe 36 liegende - Schlitten 39 trägt ferner ein als liegendes U aus- geführtes Element 42, welches an seinem Ende das Anzeigeelement 40 trägt. Dieses ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als rundes Scheibchen ausgebildet, kann aber selbstverständlich jede Form aufweisen, welche vom ästhetischen Gesichtspunkt gewünscht ist. Der Drehteller 30 kann selbstverständlich auch nur als Dreharm ausgebildet sein, welcher gross genug und von der Form her geeignet ist, die Achsen für das erste Zahnrad 34 und jene der vier Rollen 31 zu tragen. Die Wippe 36 ist auch im vorliegenden Ausführungsbeispiel in der Achsrichtung des Se- kundenrohres Z-förmig ausgebildet. Sie kann jedoch auch eben ausgeführt sein, wiederum um den Preis einer grosseren Bauhöhe des ganzen Mechanismus.
Anstatt der vier Rollen 11 bzw. Rollen 31 kann selbstverständlich auch eine Führung für den zugehörigen Schlitten 9, bzw. Schlitten 39 vorgesehen sein, in welcher der entsprechende Schlitten gleitet. Materialien sind an sich bekannt, um die auftretende Gleitreibung vergleichbar klein zu halten, wie die Rollreibung der Rollen 11, 31. Vom Zifferblatt 20 her - als hier dem obersten unter den An- Zeigeelementen
- sind als ganze Baugruppen angeordnet
- die Vorrichtung zum Erzeugen der Stundenanzeige zu oberst, also das Modul 50,
- die Vorrichtung zur Anzeige der Sekunden in der Mitte mit dem die Minutenanzeige umgreifenden U- förmigen Element 40, also ein Modul 60,
- zu unterst das eigentliche Uhrwerk mit dem Getriebe zum Antrieb von Sekundenrohr 25 zu äusserst,
von Stundenrohr 1 und des Minutenrohrs 24 zu inn- erst .
Soll das Anzeigelement 40 für die Sekunden ebenfalls auf einem gleichseitigen Dreieck geführt werden, so werden die Zahnräder 34, 37, welche mit dem Innenzahnkranz 33 kämmen, in ihrer Zähnezahl so ausgeführt, dass die Zähnezahl des Innenzahnkranzes 33 zu jenen der Zahnräder 34, 37 sich wiederum verhält wie 3:1, unter entsprechender Anpassung des Zifferblattes 20 und von Wippe 36 und Schlitten 39. Entsprechendes gilt bei der Führung des Anzeigelementes 10 für die Minuten, falls dieses auf einem Quadrat geführt werden soll. In Fig. Ic ist eine Variante zum Ausführungsbeispiel von Fig. Ia, b dargestellt. Am Stift 12, bzw. am Schlitten 9 ist - an Stelle beispielsweise eines Zeigers eine Scheibe 12a befes- tigt, welche durch den Schlitten 9 geführt wird, wie beschrieben. Das eigentliche Anzeigeelement ist eine Markierung 10a, welche in einer der Bahn dieser Markierung 10a entsprechenden Kulissenöffnung 20a des Zifferblattes 20 geführt wird. Falls die Kulissenöffnung 20a zusammenhängend gestaltet ist, sind Befestigungselemente 20b vorgesehen, welche das äussere Teil des Zifferblattes 20, welches am Gestell befestigt ist, mit dem inneren Teil verbinden.
Fig. 4 zeigt ein Anwendungsbeispiel einer erfindungsgemässen Uhr als sog. Zeitzonen-Uhr in einer Ansicht von oben. Hier sind vier Zifferblätter 20 angeordnet, welche auf vier verschiedene Seiten weisen. Auf jedem Zifferblatt 20 ist beispielsweise die Uhrzeit einer ausgewählten Zeitzone eingestellt. Ein einziges Uhrwerk 61 treibt die Anzeigeelemente aller vier Uhren 62, 63, 64, 65 an. Aus dem Uhrwerk 61 wird beispielsweise das Minutenrohr 24 auf beiden Seiten herausgeführt. Auf der einen Seite führt das Minutenrohr 24 in Gehäuse, welches einerseits eine Untersetzung auf das Stundenrohr 1 enthält, anderseits mindestens das Modul 50 zum Führen des Anzeigeelementes 10, falls so vorgesehen, auch das Modul 60 zum Führen der Sekundenanzeige mit dem Anzeigeelement 40. In gleicher Weise sind drei weitere Module 50, 60, ebenfalls mit Untersetzung auf das Stundenrohr 1 jedem weiteren der Zifferblätter 63 bis 65 zugeordnet.
Das hinten aus dem Uhrwerk 61 herausgeführte Minutenrohr 1 treibt ein erstes Kegelrad 66 an, welches mit drei weiteren Kegelrädern 67, 68, 69 kämmt. Das dritte Kegelrad 68 dreht im gleichen Sinne, wie das erste Kegelrad 66 und treibt daher das Minutenrohr 1 der Uhr 64. Die anderen Kegelräder 67, 69 tragen je ein Stirnrad 70, welches mit je einem zweiten Stirnrad 72 kämmt und damit den Drehsinn des Minutenrohres 1 invertiert. Die nun im richtigen Drehsinn umlaufenden Minutenrohre 1 münden wiederum in die Module 50, 60 der Uhren 63, 65.
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