WIEDEMANN, Günter (Am Mergelsberg 79, Düsseldorf, 40629, DE)
HADEBUSCH, Martin (Brunnenstrasse 5, Meschede, 59872, DE)
WIEDEMANN, Günter (Am Mergelsberg 79, Düsseldorf, 40629, DE)
| Schutzansprüche 1. Schließeinrichtung (1 ) für ein schwenkbares und/oder kippbares Brandschutzelement (2), insbesondere in Form einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung (3) aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben (4, 5), wobei die Schließeinrichtung (1 ) zumindest umfasst: • ein Schlosskastengehäuse (7), in das ein Schlosskasten mit integrierter Schließmimik eingesetzt und befestigt ist, wobei das Schlosskastengehäuse (7) zur Montage auf der Verglasung (3) des schwenkbaren und/oder kippbaren Brandschutzelements (2) vorgesehen ist, • wenigstens eine Gegenplatte (13) für das Schlosskastengehäuse (7), • zumindest einen hülsenartigen Abstandhalter (15) sowie • zumindest eine mineralische Brandschutzplatte (16), wobei das Schlosskastengehäuse (7) mit der Gegenplatte (13) über wenigstens ein Fixiermittel (14) verbunden ist, das durch den Abstandhalter (15) hindurchgeführt ist und die Brandschutzplatte (16) zwischen dem Schlosskastengehäuse (7) und der Gegenplatte (13) so im Klemmsitz gehalten wird, dass das Schlosskastengehäuse (7) die Brandschutzplatte (16) an wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten überragt. 2. Schließeinrichtung nach Anspruch 1 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s der Abstandhalter (15) aus einer Hülse (23) und zumindest zwei mit der Hülse (23) fest verbundenen parallel beabstandeten Anschlagflächen (22) besteht, wobei die Hülse (23) auf beiden Seiten der Anschlagflächen (22) übersteht. 3. Schließeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s der hülsenartige Abstandhalter (15) aus Kunststoff oder Metall, insbesondere aus mit Kunststoff beschichtetem Metall besteht. 4. Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Schließeinrichtung (1) zumindest zwei hülsenartige Abstandhalter (15) aufweist. 5. Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Schlosskastengehäuse (7) und/ oder die Gegenplatte (13) an der jeweils einander zugewandten Fläche ein Dämpfungselement (25) aufweist. 6. Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Fixiermittel (14) eine Schraube ist. 7. Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Brandschutzplatte (16) zumindest eine Öffnung (18) zur Durchführung eines Drückervierkants (10) aufweist. 8. Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Brandschutzplatte zumindest eine Öffnung (19) zur Durchführung eines Schließzylinders (12) aufweist. 9. Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die mineralische Brandschutzplatte (16) aus gesintertem, gepresstem Material, insbesondere aus einem silikatischen Material besteht. 10. Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Brandschutzplatte (16) weitestgehend rechteckig oder quadratisch geformt ist. 11.Schließeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Brandschutzplatte (16) eine Dicke aufweist, die wenigstens der Dicke der Verglasung (3) entspricht. 12. Schließeinrichtung nach Anspruch 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Brandschutzplatte (16) an wenigstens einer ihrer den beabstandeten Glasscheiben (4, 5) zugewandten Stoßkanten (30) ein federartiges Profil aufweist, wobei die Dicke der Brandschutzplatte (16) im Bereich des federartigen Profils höchstens dem inneren Abstand der beabstandeten Glasscheiben (4, 5) voneinander entspricht. 13. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Brandschutzplatte (16) eine Dicke aufweist, die höchstens dem inneren Abstand der beabstandeten Glasscheiben (4, 5) voneinander entspricht und auf beiden Seiten dieser Brandschutzplatte (16) je eine weitere Brandschutzplatte (28, 29) aufgebracht ist, die jeweils eine Dicke aufweist, die in etwa gleich oder höher als die Dicke der Glasscheiben (4, 5) ist. 14.Schlossfalleneinrichtung für eine Schließeinrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche zur Befestigung an einem Brandschutzelement, insbesondere in Form eines Brandschutz-Wandelementes, einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung (3) aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben (4, 5), wobei die Schlossfalleneinrich- tung zumindest umfasst: • ein Schlossfallengehäuse, in das eine Schlossfalle eingesetzt und befestigt ist, insbesondere zur Montage auf der Verglasung des Brandschutzelements, • wenigstens eine Gegenplatte für das Schlossfallengehäuse, • zumindest einen hülsenartigen Abstandhalter (15), wobei das Schlossfallengehäuse mit der Gegenplatte über wenigstens ein Fixiermittel (14) verbunden ist, das durch den Abstandhalter (15) hindurchgeführt ist. 15. Brandschutzelement, insbesondere in Form einer feststehenden Brand- schutzverglasung, einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung (3) aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben (4, 5), wobei die Verglasung (3) an einer Seitenkante mit einer Schloss- falleneinrichtung nach Anspruch 14 versehen ist. 16. Schwenk- und/ oder kippbares Brandschutzelement (2), insbesondere in Form einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung (3) aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben (4, 5), wobei die Verglasung (3) an einer Seitenkante mit einer Ausnehmung (17) versehen ist, in die eine Schließeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 derart eingesetzt ist, dass die Brandschutzplatte (16) der Schließeinrich- tuπg (1 ) in die Ausnehmung (17) und der hülsenartige Abstandhalter (15) der Schließeinrichtung (1 ) zwischen die Glasscheiben (4, 5) eingesetzt ist. 17. Brandschutzelement nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Ausnehmung (17) weitestgehend die Form der Brandschutzplatte (16) aufweist. 18. Brandschutzelement nach Anspruch 16 oder 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Verglasung (3) ein innen liegendes, randseitig beabstandetes umlaufendes Abstandshalteprofil (6) aufweist. 19. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 16 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s der Abstandhalter (15) über ein Füllmaterial (24) mit den Glasscheiben (4, 5) verbunden ist. 20. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 16 bis 19, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s der Abstandhalter (15) aus einer Hülse (23) und zumindest zwei mit der Hülse (23) fest verbundenen parallel beabstandeten Anschlagflächen (22) besteht, wobei die Hülse (23) auf beiden Seiten der Anschlagflächen (22) übersteht und die jeweiligen Teilstücke der Hülse (23), die über die Anschlagflächen (22) überstehen, eine Länge aufweisen, die gleich oder größer als die Dicke der Glasscheiben (4, 5) ist. 21. Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 16 bis 20, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s der Raum zwischen den Glasscheiben (4, 5) mit einem Gas, einer Flüssigkeit oder einem Gel, insbesondere einem Brandschutzgel (26), gefüllt ist Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 16 bis 21, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s zumindest eine der Glasscheiben (4, 5) aus Sicherheitsglas, insbesondere aus Emscheibeπsicherheitsglas besteht Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 16 bis 22, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Glasscheiben (4, 5) unabhängig voneinander eine Scheibendicke von 1 bis 15 mm aufweisen Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 16 bis 23, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Glasscheiben (4, 5) einen Abstand von 5 bis 50 mm aufweisen Brandschutzelement nach einem der Ansprüche 16 bis 24, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Brandschutzelement (2) rahmenlos ausgeführt ist |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schließeinrichtung für ein schwenkbares und/oder kippbares Brandschutzelement, insbesondere in Form einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben, ferner eine Schlossfalleneinrichtung für eine derartige Schließeinrichtung sowie ein Brandschutzelement, das eine solche Schließeinrichtung oder Schlossfalleneinrichtung aufweist.
Schließeinrichtungen für Brandschutztüren oder -fenster sind aus dem Stand der Technik bekannt. So stellt das deutsche Gebrauchsmuster DE 298 19 678 (U1) eine Brandschutzverglasung mit einem Fenster vor, bei dem der Schließmechanismus in dem Rahmen des Fensters integriert ist. Das Fenster ist ferner mittels eines Befestigungsrahmens in dem Brandschutz-Wandelement eingebaut. Bei dieser Lösung kann es als nachteilig empfunden werden, dass das Fenster nicht rahmenlos eingebaut werden kann, wodurch sich der Lichtdurchtritt durch die Verglasung reduziert.
In der DE 20 2004 002 479 U1 ist eine Brandschutzverglasung mit einer rahmenlosen zweiflügligen Tür aus Intumeszenz-Brandschutzglas beschrieben, die mit einem Schloss verriegelt werden kann. Als teilweise nachteilig bei einer solchen Konstruktion wird es angesehen, dass wegen der für die Befestigung des Schlosses durch die Scheibe dringenden Verschraubungen und dem auf diese Weise realisierten Klemmsitz des Schosses nur massive Brandschutzscheiben bzw. Verbund-Brandschutzscheiben aus feuerfestem Glas mit zwischen den Glasscheiben liegenden, festen intumeszierenden Schichten eingesetzt werden können. Das ist darin begründet, dass mit Brandschutzgel gefüllte Brandschutzscheiben nicht druckstabil gegenüber senkrecht auf die Glasflächen wirkende Kräfte sind, da die Gelfullung keinen festen Widerstand bietet Bei von außen auf die Flachen der Scheiben wirkendem Druck, beispielsweise durch den Klemmsitz eines Schlosses, wurde sich folglich die dem Druck ausgesetzte Glasflache nach innen durchbiegen und die Gelfullung dadurch verschoben werden Dies fuhrt zu einer Beeinträchtigung der Brandschutzeigenschaften und außerdem aufgrund der Veränderung der Gelschichtdicke in der Scheibe zu optischen Verzerrungen
Als ebenfalls nachteilig kann es bei einem wie zuvor beschriebenen Aufbau empfunden werden, dass für die Befestigung des Schlosses in der Regel wenigstens vier eng benachbarte Locher in der I ntumeszenz- Verglasung erforderlich sind und zwar für die Befestigung der Turbeschlage auf beiden Seiten und zur Durchfuhrung von Druckervierkaπt und Schließzylinder Diese Locher fuhren an der bezeichneten Stelle zu einer erheblichen mechanischen Schwächung des Brandschutzglases, da sie aufgrund ihrer Nahe zueinander wie eine Perforation wirken Das kann dazu fuhren, dass das Schloss beim harten Zuschlagen der Tur ausbricht, wodurch im Falle des Einsatzes von Brandschutz-Sicherheitsglas die Zerstörung der gesamten Tur hervorgerufen werden kann
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun dann, eine Schließeinnch- tung für Brandschutzturen oder -fenster zu schaffen, die beim Einbau in eine Brandschutztur oder ein Brandschutzfenster die mechanische Stabilität der Verglasung möglichst wenig beeinträchtigt und gleichzeitig den Einsatz von Doppel- verglasungen aus Brandschutzglas, insbesondere von mit Brandschutzgel gefüllten Doppelverglasungen, zulasst Trotz alledem soll die Schließeinrichtung fest an der Brandschutztur befestigbar sein und dabei einen möglichst geringen Warmeubertrag im Brandfall von der Brandseite auf die Gegenbrandseite zulassen Schließlich soll die Schließeinrichtung so ausgestaltet sein, dass ein möglichst hoher Lichtdurchtritt durch die Tur oder das Fenster gewährleistet ist Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch eine Schließeinrichtung für ein schwenkbares und/oder kippbares Brandschutzelement, insbesondere in Form einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben, wobei die Schließeinrichtung zumindest umfasst:
• ein Schlosskastengehäuse, in das ein Schlosskasten mit integrierter Schließmimik eingesetzt und befestigt ist, wobei das Schlosskastengehäuse zur Montage auf der Verglasung des schwenkbaren und/oder kippbaren Brandschutzelements vorgesehen ist,
• wenigstens eine Gegenplatte für das Schlosskastengehäuse,
• zumindest einen hülsenartigen Abstandhalter sowie
• zumindest eine mineralische Brandschutzplatte, wobei das Schlosskastengehäuse mit der Gegenplatte über wenigstens ein Fixiermittel verbunden ist, das durch den Abstandhalter hindurchgeführt ist und die Brandschutzplatte zwischen dem Schlosskastengehäuse und der Gegenplatte so im Klemmsitz gehalten wird, dass das Schlosskastengehäuse die Brandschutzplatte an wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten überragt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mittels eines auf der Verglasung montierbaren Schlosskastengehäuses unter Verwendung einer zwischen diesem Gehäuse und einer Gegenplatte eingesetzten Brandschutzplatte in Kombination mit einem oder mehreren Abstand haltern ein Türschloss an einer gelgefüllten Brandschutzscheibe befestigt werden kann, ohne ihre Brand- schutzeigeπschaften zu beeinträchtigen.
Zum Einbau der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung in eine Brandschutz- Doppelverglasungstür oder-fenster muss die beispielsweise mit einem Brandschutzgel gefüllte Brandschutzdoppelverglasung eine randseitige Ausnehmung in Form der Brandschutzplatte der Schließeiππchtung aufweisen Außerdem ist in der Brandschutzdoppelverglasung benachbart zu dieser Ausnehmung zumindest eine durchgehende Bohrung vorzusehen, in die der Abstandhalter eingesetzt wird Bei einem beispielsweise auf die Glasflachen montierbaren Schlosskasteπ- gehause wird das Schlosskastengehause von einer Seite und die Gegenplatte von der anderen Seite über der Brandschutzplatte und einem Teil der Brand- schutzverglasung positioniert und mittels eines durch die Bohrung und den hul- senartigen Abstandhalter geführten Fixiermitteis, wie etwa durch eine Schraube, befestigt Auf diese Weise wird zum einen der Wärmedurchgang durch die Tur oder das Fenster im Schlossbereich mit Hilfe der Brandschutzplatte minimiert Gleichzeitig sorgt der Abstandhalter dafür, dass das Schlosskastengehause und die Gegenplatte fest an der Brandschutzdoppelverglasung angebracht werden können, beispielsweise mittels einer Verschraubung, ohne dass sich die Scheiben der Brandschutzdoppelverglasung durch die hierdurch entstehenden mechanischen Kräfte und Momente verbiegen können Der Abstandhalter fixiert die parallelen Glasscheiben auf dem durch die Anschlagflachen vorgegebenen Abstand auch bei festem Anziehen der Verschraubung
Die erfindungsgemaße Losung zeichnet sich durch eine Reihe von Vorteilen aus Die erfindungsgemaße Schließeinrichtung ermöglicht beispielsweise den Einsatz von Brandschutz-Doppelverglasungen, insbesondere von mit Brandschutzgel gefüllten Brandschutzscheiben, obwohl der Einsatz dieser Schließeinrichtung nicht auf diese speziellen Brandschutzscheibentypen beschrankt ist
Mit Brandschutzgel bzw Hydrogel gefüllte Brandschutzscheiben sind beispielsweise in der EP 1 820 931 A1 und in der DE 10 2005 018 842 A1 beschrieben Diese Brandschutzscheiben haben gegenüber den ansonsten vielfach eingesetzten Brandschutzscheiben mit festen sihkathaltigen intumeszierenden Zwischenschichten, beispielsweise auf Wasserglasbasis, den Vorteil, dass sie ein geringe- res Flächengewicht bei vergleichbarer Feuerwiderstandsklasse aufweisen können. Das bedeutet nicht nur einen einfacheren Transport der Scheiben, sondern auch, dass die Halterung und Rahmenkonstruktion wegen der geringeren Last leichter ausgelegt werden können. Ferner sind die mit Brandschutzgel gefüllten Brandschutzscheiben gegenüber den Scheiben mit festen silikathaltigen Intu- meszenz-Zwischenschichten weitaus weniger anfällig gegen eindringende Feuchtigkeit, welche bei den letztgenannten zur Trübung der Zwischenschicht führt, was den Austausch der Scheibe erfordert.
Mit einem Brandschutzgel gefüllte Brandschutzscheiben bestehen üblicherweise aus zwei parallel beabstandeten Glasscheiben aus Einscheibensicherheitsglas (ESSG), die über ein in ihren Randbereichen zwischen den Glasscheiben liegendes umlaufendes Abstandshalteprofil und zum Beispiel einen Polyurethan- Randverbund fixiert und miteinander verbunden sind. Durch eine Öffnung in diesem Abstandshalteprofil werden das Brandschutzgel oder die Vorkomponenten eingefüllt, wobei im letzten Fall die Gelbildung durch Polymerisation zum Hydro- gel im mit der Mischung ausgefüllten Hohlraum zwischen den Glasscheiben erfolgt.
Das in diesen Brandschutzscheiben eingefüllte Gel wird jedoch nicht vollkommen fest, sondern behält je nach dem Vernetzungsgrad und der Menge an Monomeren in Bezug auf den Wassergehalt eine mehr oder minder feste gelartige Konsistenz. Dies macht mit einem solchen Gel gefüllte Brandschutzscheiben relativ empfindlich gegenüber einem auf die Glasflächen wirkenden Druck, da sich das Gel bei leichtem Verformen der Glasscheibe in der Schicht verschiebt. Aus diesem Grund konnten bislang an diese Scheiben keine Schließeinrichtungen direkt angebracht werden, bei denen Druck auf die Glasscheiben ausgeübt wird, sondern die Scheiben mussten in einen Rahmen eingefasst werden, an dem dann die Halterungen angreifen können. Durch den Einsatz einer Brandschutzplatte in einer in der Verglasung vorgesehenen Ausnehmung und die unmittelbare Fixierung des Schlosskastens auf der Brandschutzdoppelverglasung lassen sich nun mit Brandschutzgel gefüllte Brandschutztüren oder Fenster realisieren, bei denen die Scheiben nicht jeweils in einen umlaufenden Rahmen zur Aufnahme der Schließmimik eingefasst werden müssen. Auf diese Weise erlauben die mit einer erfindungsgemäßen Schließeinrichtung ausgerüsteten Türen oder Fenster einen höheren Lichtdurchtritt. Außerdem wirken derartige Braπdschutzelemente optisch ansprechender und da die Scheiben nicht verbogen werden, verschlechtern sich weder die Brandschutzeigenschaften der Verglasung noch kommt es zu optischen Verzerrungen.
Anspruchsgemäß umfasst die erfindungsgemäße Schließeinrichtung ein Schlosskastengehäuse, in das ein Schlosskasten mit integrierter Schließmimik eingesetzt und befestigt ist. Dieses Schlosskastengehäuse kann beispielsweise ein rechteckiger Kasten sein, in den der Schlosskasten mit dem Türschloss eingebaut werden kann. Der Kasten besteht beispielsweise aus Metall, insbesondere aus Edelstahl oder verchromtem oder vernickeltem Stahl. Bei der integrierten Schließmimik handelt es sich um die Schließmechanik des Schlosses, die mehrere Schließungsarten umfassen kann, wie beispielsweise einen Fallenriegel, einen Treibriegel und/ oder einen Automatikriegel.
Die erfindungsgemäße Schließeinrichtung umfasst außerdem wenigstens eine Gegenplatte für das Schlosskastengehäuse. Diese Gegenplatte wird bei der Befestigung der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung an einer Brandschutzver- glasung an der dem Schlosskastengehäuse gegenüber liegenden Fläche der Verglasung angebracht und mit dem Schlosskastengehäuse verbunden. Hierzu wird beispielsweise durch ein Loch in der Gegenplatte und durch in der Vergla- sung vorgesehene Löcher ein Fixiermittel, beispielsweise eine Schraube, hin- durchgeführt und in ein im Schlosskasten vorgesehenes Gewinde eingedreht und dort festgezogen. Dieses Gewinde wird vorzugsweise an einer der Verglasung zugewandten Fläche des Schlosskastens vorgesehen. Die Gegenplatte kann verschiedene geometrische Formen aufweisen. Eine Möglichkeit besteht darin, dass diese Gegeπplatte in etwa dieselbe Form und Größe aufweist, wie die Grundfläche des Schlosskastengehäuses, wobei es ebenfalls möglich ist, dass die Gegenplatte dieselbe Länge wie das Schlosskastengehäuse besitzt, jedoch etwas schmaler ausgeführt ist als dieses.
Die erfindungsgemäße Schließeinrichtung weist ferner zumindest eine mineralische Brandschutzplatte auf. Mineralische Brandschutzplatten sind als solche bekannt und bestehen beispielsweise aus gepresstem oder gesintertem silikatischen Material. Silicathaltige Brandschutzplatten können aus unterschiedlichen Rohstoffen und auf verschiedene Weisen hergestellt werden. Zur Erzielung sehr guter Isolationswirkungen, werden Brandschutzplatten durch Verpressen der Rohstoffe hergestellt, wobei versucht wird, auf Bindemittel weitestgehend zu verzichten. Diese Brandschutzplatten werden häufig bei hohen Temperaturen gesintert, um höhere mechanische Festigkeiten erzielen zu können. Organische Bindemittel scheiden beim Einsatz in Brandschutzplatten wegen ihrer mangelnden Temperaturresistenz aus, wobei die Verwendung anorganischer Bindemittel die Dämmleistung reduzieren kann. Brandschutzplatten, die lediglich durch Verpressen hergestellt werden können, sind beispielsweise in der Patentschrift EP 1140729 beschrieben.
Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzte Brandschutzplatte befindet sich im zusammengebrauten Zustand der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung zwischen Schlosskastengehäuse und Gegenplatte, die durch ein oder mehrere Fixiermittel miteinander verbunden sind. Auf diese Weise wird die Brandschutzplatte zwischen Schlosskastengehäuse und Gegenplatte im Klemmsitz gehalten. Das Schlosskastengehäuse und gegebenenfalls auch die Gegenplatte überragen die Brandschutzplatte an wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten. Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung als an einer Seitenkante der Tür befestigtes Türschloss wären dies bevorzugt die obere und untere Seitenkante des Schlosskastengehäuses bzw. der Gegenplatte. Die Brandschutzplatte weist zu diesem Zweck eine kleinere Grundfläche auf, bei der beispielsweise entweder lediglich die Länge der Brandschutzplatte geringer ist als die Länge des Schlosskastengehäuses und/ oder auch die Breite geringer ist als die des Schlosskastengehäuses.
Weiterhin umfasst die erfindungsgemäße Schließeinrichtung zumindest einen hülsenartigen Abstandhalter. Dieser ist in die Verglasung zwischen die beiden Glasscheiben eingesetzt. Durch diesen hülsenartigen Abstandhalter wird beim Einbau der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung das Fixiermittel hindurch geführt, mit dem das Schlosskastengehäuse und die Gegenplatte miteinander verbunden werden. Da das Schlosskastengehäuse und die Gegenplatte beim Einbau in eine Tür die Brandschutzplatte jeweils an oberer und unterer Seitenkante überragen und dort auf der Verglasung aufliegen, wirkt der Klemmsitz für die Brandschutzplatte auch auf die Verglasung, insbesondere, wenn die Dicke der Brandschutzplatte etwa der Dicke der Verglasung entspricht. Der Abstandhalter dient nun dazu, die Glasscheiben der Brandschutzdoppelverglasung auf dem durch deren umlaufendes Abstandshalteprofil vorgegebenen Abstand zu halten und die entstehenden mechanischen Kräfte des Klemmsitzes aufzunehmen. Auf diese Weise wird ein Verbiegen der Glasscheiben der Doppelverglasung wirksam verhindert.
Der Abstandhalter wird beim Zusammensetzen der Brandschutzverglasung aus zwei Einzelscheiben an den in diesen Scheiben zur Durchführung des oder der Fixiermittel für die Befestigung der Schließeinrichtung vorgesehenen korrespondierenden Locher angebracht Der Abstandhalter kann hierzu in diese Locher eingesteckt und vorzugsweise mit einem Gießharz, einer Dichtungsmasse oder einem Klebstoff mit den Glasscheiben verbunden werden
Nach einer bevorzugten Ausfuhrungsform der erfindungsgemaßen Schließeinrichtung besteht der Abstandhalter aus einer Hülse und zumindest zwei mit der Hülse fest verbundenen parallel beabstandeten Anschlagflachen, wobei die Hülse auf beiden Seiten der Anschlagflachen übersteht Durch Kombination einer Hülse mit zwei Anschlagflachen für die Glasscheiben ist es mit einem so ausgestalteten Abstandshalter möglich, auch höhere auf die Glasscheiben wirkende mechanische Kräfte und Momente aufzunehmen und die Glasscheiben der Brandschutzdoppelverglasung auf dem vorgegebenen Abstand zu halten Diese Kräfte treten insbesondere durch das feste Anziehen des Fixiermitteis auf, um den zwischen Schlossgehause und Gegenplatte entstehenden Klemmsitz für die Brandschutzplatte zu realisieren
Ein besonderer Vorteil des mit Anschlagflachen versehenen Abstandhalters liegt darin, dass für den Fall, dass bei einem Brand die Glasscheibe auf der Brandseite durch die hohen Temperaturen platzt, die Bruchstucke dieser Glasscheibe noch eine gewisse Zeit durch das Brandschutzgel gehalten werden und so weiterhin einen Teil Ihrer Schutzwirkung aufrecht erhalten wird Das Schloss wird über den Abstandhalter zuverlässig auch an der Scheibe auf der Gegenbrandsei- te gehalten, die darüber hinaus durch das Brandschutzgel gekühlt wird Denn die mechanische Verbindung durch die Verschraubung zwischen Gegenplatte und Schlosskastengehause bleibt unabhängig vom Zustand der brandseitigen Glasscheibe intakt Dieser vorteilhafte Effekt stellt sich auch unabhängig davon ein, von welcher Seite der Brand auf die mit der erfindungsgemaßen Schließeinnch- tung ausgerüstete Brandschutzverglasung trifft Die im Klemmsitz gehaltene Brandschutzplatte wird auf diese Weise ebenfalls in ihrer ursprünglichen Position gehalten und sorgt somit weiterhin für eine zuverlässige Isolation im Schlossbe- reich Somit bleibt die erfindungsgemaße Schließeinrichtung auch nach Platzen der brandseitigen Scheibe selbst bei andauernder Brandexposition intakt
Die Anschlagflachen des Abstandhalters sind in einer besonders bevorzugten Variante ringförmig ausgebildet Dies ermöglicht eine besonders gleichmäßige Aufnahme der auf die Glasscheiben wirkenden mechanische Kräfte
Eine Weiterbildung der erfindungsgemaßen Schließeinrichtung sieht vor, dass der Abstandhalter aus Kunststoff oder Metall, insbesondere aus mit Kunststoff beschichtetem Metall besteht Als Kunststoffe kommen beispielsweise glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK), Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) in Betracht Kommen Brandschutzscheiben mit einem Brandschutzgel zum Einsatz, muss der Kunststoff gleichzeitig eine ausreichende chemische Beständigkeit gegenüber dem Brandschutzgel besitzen
Abstandhalter aus Metall können zum Beispiel Eisen, Stahl, Edelstahl oder Aluminium gefertigt werden Bevorzugt werden diese Metalle mit Kunststoff beschichtet, um Wechselwirkungen mit dem Brandschutzgel zu verhindern Diese Wechselwirkungen können zum einen zur oberflächlichen Korrosion des Abstandhalters und gleichzeitig zu Verfärbungen des Brandschutzgels sowie Gasblasenbildung im Gel fuhren, was das optische Erscheinungsbild der Verglasung beeinträchtigen kann Als Kunststoffbeschichtung für die Metalle kommen prinzipiell sämtliche Kunststoffe in Betracht, die einerseits an dem Metall haften und andererseits eine ausreichende chemische Resistenz gegenüber dem eingesetzten Brandschutzgel aufweisen Für diesen Zweck kann der Abstandhalter aus Metall beispielsweise mit Polyethylen, Polypropylen oder PTFE beschichtet werden Auch kann der erwünschte Schutz durch eine Pulverbeschichtung erzielt werden. Die Kunststoffbeschichtung kann in diesem Fall gleichzeitig auch die Funktion eines Trenn- bzw. Dämpfungselements erfüllen, da so der direkte Kontakt zwischen Metall und Glasscheibe verhindert wird.
Es ist ebenso möglich, den Abstandhalter aus einem harten Kunststoff zu fertigen, der selbst gegenüber dem Brandschutzgel keine ausreichende chemische Stabilität besitzt und dann diesen Kunststoff-Abstandhalter in analoger Weise zu den Metall-Abstandhaltern mit einem der oben genannten Kunststoffe zu beschichten, um die chemische Resistenz des Bauteils sicher zu stellen.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Abstandhalter können entweder spanabhebend aus einem Materialstück herausgearbeitet werden, zum Beispiel auf einer Drehbank, oder mittels eines Gießverfahrens hergestellt werden. Es ist jedoch ebenso möglich, den Abstandhalter aus einer Hülse und den beiden Anschlagflächen durch zusammenfügen dieser Bauteile über Kleben, Schweißen oder ähnliche Fügetechniken herzustellen.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Schließeinrichtung zumindest zwei hülsenartige Abstandhalter auf. Dies ist besonders bevorzugt, da sich auf diese Weise die durch den Klemmsitz der Brandschutzplatte auch auf die benachbarte Brandschutzverglasung wirkenden mechanischen Kräfte und Momente gleichmäßiger verteilt werden. In insbesondere vorteilhafter Weise werden die Abstandhalter dabei so platziert, dass der eine Abstandhalter oberhalb der Brandschutzplatte und der zweite Abstandhalter unterhalb der Brandschutzplatte jeweils im Bereich des Überstandes des Schlosskastengehäuses in der Verglasung positioniert wird. Wird ein dritter Abstandhalter eingesetzt, so kann dieser neben der Brandschutzplatte im Bereich eines dritten Lochs in der Brandschutzverglasung positioniert werden. Das Schlossgehäuse sollte dann zweckmäßigerweise auch auf dieser dritten Seite die Brandschutzplatte überragen.
In weiterhin bevorzugter Weise ist die erfindungsgemäße Schließeinrichtung so ausgestaltet, dass das Schlosskastengehäuse und/ oder die Gegenplatte an der jeweils einander zugewandten Fläche ein den direkten Kontakt zwischen Metall und Verglasung vermeidendes Trenn- bzw. Dämpfungselement aufweist. Ein solches Dämpfungselement kann beispielsweise ein in Bezug auf seine Grundfläche auf Schlosskastengehäuse bzw. Gegenplatte angepasstes Flächenelement aus Kunststoff, insbesondere aus PTFE oder einem Polyamid, insbesondere Aramid, Silicon oder Gummi sein, insbesondere in Form einer Folie. In ganz besonders vorteilhafter Form ist das Dämpfungselement aus einem hitzebeständigen Material. Dies ist besonders vorteilhaft, da auf diese Weise ein zuverlässiger Klemmsitz für die Brandschutzplatte verwirklicht werden kann ohne dass das Schlosskastengehäuse und die Gegenplatte, die üblicherweise aus Metall sind, im direkten Kontakt zu den Glasscheiben stehen. Das Dämpfungselement kann auch so ausgeformt sein, dass es nur den Bereich abdeckt, in dem Schlosskastengehäuse bzw. die Gegenplatte Kontakt zum Brandschutzglas besitzen.
Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Schlosskastengehäuse und die Gegenplatte durch ein Fixiermittel miteinander verbunden sind. Dieses Fixiermittel kann beispielsweise ein Metallstift sein, der auf beiden Seiten angeschweißt wird oder aber in vorteilhafter Weise kann das Fixiermittel eine Schraube sein. Diese eröffnet die Möglichkeit, den Klemmsitz für die Brandschutzplatte über das an der Schraube angelegte Drehmoment beim Anziehen exakt festzulegen. Die Gegenplatte kann in diesem Fall eine konische Vertiefung zur Aufnahme des Kopfes einer besonders bevorzugten Senkkopfschraube aufweisen, wobei das Schlosskastengehäuse an seiner der Brandschutzscheibe zugewandten Seite ein Loch aufweist, in das ein Gewinde geschnitten ist. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es des Weiteren bevorzugt, wenn die in der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung eingesetzte Brandschutzplatte zumindest eine Öffnung zur Durchführung eines Drückervierkants aufweist. Auf diese Weise kann die Betätigung eines Fallenriegels von der Seite der Gegenplatte aus bei gleichzeitig guter Wärmeisolierung im Bereich der Anbringung der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung an eine Brandschutzglastür sichergestellt werden.
Aus diesem Grunde ebenfalls bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die in der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung eingesetzte Brandschutzplatte zumindest eine Öffnung zur Durchführung eines Schließzylinders aufweist.
Nach einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung besteht die in der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung eingesetzte Brandschutzplatte aus gesintertem, gepresstem Material, insbesondere aus einem silikatischen Material oder alternativ Gipsplatten, Perliteplatten sowie weiteren an sich bekannten Mineralfaserplatten. Dies ist besonders vorteilhaft, weil diese genannten Materialien bzw. Brandschutzplatten gute Wärmedämmeigenschaften aufweisen und sich gut auf die geforderten Formate zurechtschneiden lassen, vor allem, wenn die Brandschutzplatten mit einer Profilierung versehen werden sollen, beispielsweise in Form einer an den Stoßkanten der Brandschutzplatte ausgebildeten Feder.
Die erfindungsgemäß eingesetzte Brandschutzplatte ist weiterhin bevorzugt wei- testgehend rechteckig oder quadratisch geformt. Auch wenn andere Formen durchaus denkbar und möglich sind, wie kreisrunde oder halbkreisförmige Zuschnitte, so ist eine rechteckige oder quadratische Form deshalb vorteilhaft, weil sich diese Form nicht nur für die Brandschutzplatte leicht realisieren lässt, sondern auch deshalb, weil sich diese Geometrien leicht als Ausnehmungen aus Glasscheiben herausschneiden lassen. Ganz besonders bevorzugt weisen die rechteckig oder quadratisch geformten Brandschutzplatten eine oder mehrere abgerundete Ecken auf.
Es ist ebenfalls bevorzugt, wenn die im Rahmen der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung eingesetzte Brandschutzplatte eine Dicke aufweist, die wenigstens der Dicke der Verglasung entspricht. Auf diese Weise kann mit Hilfe des Fixiermittels eine ausreichende Spannung zwischen Schlosskastengehäuse und der Gegenplatte realisiert werden, um auch bei Einsatz eines Dämpfungselements einen Klemmsitz für die Brandschutzplatte sicher zu stellen.
Nach einer hierzu besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung weist die Brandschutzplatte an wenigstens einer ihrer den beabstandeten Glasscheiben zugewandten Stoßkanten ein federartiges Profil auf, wobei die Dicke der Brandschutzplatte im Bereich des federartigen Profils höchstens dem inneren Abstand der beabstandeten Glasscheiben voneinander entspricht. Mit Brandschutzgel gefüllte Brandschutzverglasungen weisen, wie bereits oben ausgeführt, ein innen liegendes umlaufendes Abstandshalteprofil auf, welches von den jeweiligen Stoßkanten der Glasscheiben leicht nach innen versetzt sein kann. Auf diese Weise bildet sich bei diesen gelgefüllten Brandschutzscheiben eine umlaufende Nut aus, in die eine, wie in dieser Ausführungsform beschriebene, Brandschutzplatte mit ihrem entsprechend geformten federartigen Profil eingreifen kann. Diese Ausführungsform ist besonders bevorzugt, da auf diese Weise eine exakte Positionierung der Brandschutzplatte in einer entsprechend geformten Ausnehmung in der Brandschutzverglasung möglich ist. Außerdem sorgt die Feder der Brandschutzplatte im Bereich der Nut der Brandschutz- verglasung für eine verbesserte Wärmeisolierung. Die Höhe des federartigen Profils der Brandschutzplatte wird dabei zweckmäßigerweise auf die Tiefe der Nut in der Verglasung insofern angepasst, dass die Feder eine Höhe aufweist, die höchstens der Tiefe der Nut entspricht.
Alternativ zu dieser Ausführungsform kann bei der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung die Brandschutzplatte eine Dicke aufweisen, die höchstens dem inneren Abstand der beabstandeten Glasscheiben voneinander entspricht. Auf beiden Seite dieser Brandschutzplatte ist dann je eine weitere Brandschutzplatte aufgebracht, die jeweils eine Dicke aufweist, die in etwa gleich oder höher als die Dicke der Glasscheiben der Verglasung ist. Hierdurch wird ein Brandschutzplattenverbund mit einer inneren und zwei äußeren Brandschutzplatten geschaffen. Die einzelnen Platten können entweder lose aufeinander gelegt werden oder mit für die Verklebung von Brandschutzplatten einsetzbaren Klebstoffen verklebt werden. Die innere dieser drei Brandschutzplatten kann eine größere Breite und Länge aufweisen als die äußeren Brandschutzplatten. Dadurch können die Brandschutzplatten so übereinander positioniert werden, dass die innere Brandschutzplatte an ihren der Brandschutzverglasung zugewandten Stoßkanten über die auf ihren beiden Seiten befindlichen anderen Brandschutzplatten hinausragt und eine Feder ausbildet. Auf diese Weise kann bei gelgefüllten Brandschutzscheiben die gleiche Nut- und Federverbindung wie oben beschrieben mitsamt den damit verbundenen Vorteilen realisiert werden.
Die hier genannte Ausführungsform mit einem Brandschutzplattenverbund weist jedoch ferner den Vorteil auf, dass die Stoßkanten der Brandschutzplatte nicht zur Ausbildung eines federartigen Profils bearbeitet werden muss - dies kann bei schwer bearbeitbaren Brandschutzplattenmaterialien von Vorteil sein.
Außerdem ist es beim Einsatz mehrerer aufeinander positionierter Brandschutzplatten möglich, die Wärmedämmeigenschaften und die mechanische Belastbarkeit dieses Brandschutzplattenverbundes zu erhöhen. So können beispielsweise die beiden äußeren Brandschutzplatten aus einem mechanisch belastbareren Material hergestellt sein, da diese unmittelbarer dem Presssitz zwischen Schlosskastengehäuse und Gegenplatte ausgesetzt werden. Die zwischen diesen Platten befindliche Brandschutzplatte kann dann aus einem Material gefertigt sein, das besonders gute Wärmedämmeigenschaften besitzt. Diese Vorteile lassen sich auch mit einem Brandschutzplattenverbund realisieren, bei dem die Brandschutzplatten in etwa dieselbe Länge und Breite aufweisen.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in einer Schlossfal- leneinrichtung für eine erfindungsgemäße Schließeinrichtung zur Befestigung an einem Brandschutzelement, insbesondere in Form eines Brandschutz- Wandelementes, einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben, wobei die Schlossfalleneinrichtung zumindest umfasst:
• ein Schlossfallengehäuse, in das eine Schlossfalle eingesetzt und befestigt ist, insbesondere ein Schlossfallengehäuse, das zur Montage auf der Verglasung eines Brandschutzelements vorgesehen ist,
• wenigstens eine Gegenplatte für das Schlossfallengehäuse,
• zumindest einen hülsenartigen Abstand halter, wobei das Schlossfallengehäuse mit der Gegenplatte über wenigstens ein Fixiermittel verbunden ist, das durch den Abstandhalter hindurchgeführt ist.
Unter einem Schlossfallengehäuse wird im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Gehäuse verstanden, in das eine oder mehrere Schlossfallen für die Riegel einer Schließeinrichtung eingesetzt sind. Das Schlossfallengehäuse ist aus denselben Materialien herstellbar wie das Schlosskastengehäuse. Die Schlossfalle ist beispielsweise ein Blech, das an entsprechender Position und Anzahl Ausnehmungen für den oder die Riegel der korrespondierenden Schließeinrichtung aufweist. Die Gegenplatte des Schlossfallengehäuses kann analog der Gegenplatte des Schlosskastengehäuses ausgeführt sein.
Der hülsenartige Abstandhalter entspricht ebenfalls dem, der bei der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung verwendet wird. Bevorzugt werden auch bei der erfindungsgemäßen Schlossfalleneinrichtung wenigstens zwei Abstandhalter verwendet, die jeweils in die Verglasung in dort vorgesehene Bohrungen eingesetzt und gegebenenfalls mit der Verglasung verklebt werden.
Die für die Schlossfalleneinrichtung einsetzbaren Fixiermittel entsprechen ebenfalls den für die erfindungsgemäße Schließeinrichtung genannten Fixiermitteln.
Die erfindungsgemäße Schlossfalleneinrichtung ist besonders vorteilhaft, da diese aufgrund der hülsenartigen Abstandhalter auch bei gelgefüllten Brandschutz- verglasungen eingesetzt werden kann. Das Vorsehen einer Ausnehmung für eine Brandschutzplatte wie bei der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung ist bei der erfindungsgemäßen Schlossfalleneinrichtung nicht erforderlich, da zusätzlichen Löcher für Drückervierkant oder Schließzylinder vorgesehen werden müssen. Die Brandschutzdoppelverglasung ist lediglich mit einem oder bevorzugt zwei Löchern an entsprechender Stelle zu versehen, in die der oben beschriebene Abstandhalter eingesetzt wird. Der Abstandhalter sorgt bei Einsatz des Fixiermittels, beispielsweise in Form einer Schraube, zur Verbindung von Schlossfallengehäu- se und Gegenplatte dafür, dass die durch das Anziehen der Schraube entstehenden mechanischen Kräfte und Momente durch den Abstandhalter aufgenommen werden und nicht zu einer Verformung der Glasscheiben führen können. Der Abstand halter sorgt auch bei der erfindungsgemäßen Schlossfalleneinrich- tung in einer zur Schließeinrichtung analogen Weise dafür, dass beim Platzen der brandseitigen Scheibe im Brandfall die Schlossfalleneinrichtung intakt bleibt und ihre Funktion aufrechterhalten bleibt.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist deshalb ein Brandschutzelement, insbesondere in Form einer feststehenden Brandschutzvergla- sung, einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben, wobei die Verglasung an einer Seitenkante mit einer erfindungsgemäßen Schlossfalleneinrichtung versehen ist. Bevorzugt halndelt es sich bei der Verglasung um eine mit Brandschutzgel gefüllte Brandschutzverglasung.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in einem schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelement, insbesondere in Form einer Brandschutztür oder eines Brandschutzfensters, mit einer Verglasung aus zumindest zwei parallel beabstandeten Glasscheiben, wobei die Verglasung an einer Seitenkante mit einer Ausnehmung versehen ist, in der eine erfindungsgemäße Schließeinrichtung derart befestigt ist, dass die Brandschutzplatte der Schließeinrichtung in die Ausnehmung und der Abstandhalter der Schließeinrichtung zwischen die Glasscheiben eingesetzt ist.
Das erfindungsgemäße schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelement kann einflügelig oder auch zweiflügelig ausgebildet sein und zur Herstellung der schwenk- und/ oder kippbaren Eigenschaften auf an sich bekannte Weise mit Scharnieren oder Gelenken versehen sein. Zweiflügelige schwenk- und/ oder kippbare Brandschutzelemente lassen sich insbesondere durch Kombination von erfindungsgemäßer Schließeinrichtung und Schlossfalleneinrichtung realisieren, bevorzugt mit jeweils einer mit Brandschutzgel gefüllten rahmenlosen Verglasung.
Die erfindungsgemäßen Brandschutzelemente können auch mit mehreren Ausnehmungen versehen werden, in die entsprechend mehrere erfindungsgemäße Schließeinrichtungen befestigt werden. Dies kann beispielsweise bei großflächigen Brandschutzfenstern erforderlich sein.
Bei dem erfindungsgemäßen schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelement hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Ausnehmung weitestgehend die Form der Brandschutzplatte aufweist. Auf diese Weise kann ein fester Sitz der Schließeinrichtung sowie eine gute Wärmeisolation sichergestellt werden.
Besonders bevorzugt werden bei dem erfindungsgemäßen schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelement Verglasungen verwendet, die ein innen liegendes, randseitig beabstandetes umlaufendes Abstandshalteprofil aufweisen. Hierdurch ist an den Stoßkanten der Verglasung eine Nut ausgebildet, in die eine mit einer entsprechend ausgeformten Feder versehene Brandschutzplatte der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung teilweise eingreift. Auf diese Weise lassen sich die exakte Positionierung und Fixierbarkeit der Brandschutzplatte und damit auch der Schließeinrichtung ebenso verbessern, wie die Wärmeisolierung des Brandschutzelements im Bereich der Schließeinrichtung.
Nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelements ist der Abstandhalter über ein Füllmaterial mit den Glasscheiben verbunden. Als Füllmaterial können beispielsweise Klebstoffe, insbesondere spaltüberbrückende Klebstoffe, oder aber auch Gießharze oder Silicon eingesetzt werden. Die Gießharze können ein- oder zweikomponentig sein. Auf diese Weise lässt sich eine zuverlässige Verbindung zwischen Abstandhalter und den Glasscheiben der Brandschutzdoppelverglasung realisieren Insbesondere im Falle von mit Brandschutzgel gefüllten Verglasungen wird auf diese Weise auch die ausreichende Dichtigkeit gegen ein Ausfließen des Brandschutzgels an den Bohrungen für die Abstaπdhalter sichergestellt
Nach einer bevorzugten Ausfuhrungsform des erfindungsgemaßen schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelements besteht der Abstandhalter der erfindungsgemaßen Schließeinrichtung aus einer Hülse und zumindest zwei mit der Hülse fest verbundenen parallel beabstandeteπ Anschlagflachen, wobei die Hülse auf beiden Seiten der Anschlagflachen übersteht und die jeweiligen Teilstucke der Hülse, die über die Anschlagflachen überstehen, eine Lange aufweisen, die gleich oder großer als die Dicke der Glasscheiben ist Auf diese Weise kann der Abstandhalter die beim Anziehen des Fixiermitteis zur Erzielung des Klemmsitzes für die Brandschutzplatte entstehenden mechanischen Kräfte gut aufnehmen Werden die Teilstucke der Hülse, die über die Anschlagflachen überstehen, langer ausgeführt als die Dicke der Glasscheiben ist, so ermöglicht dies außerdem die Integration von Trenn- bzw Dampfungselementen jeweils zwischen Gegenplatte bzw Schlosskastengehause und der Verglasung
Weiterhin ist ein erfindungsgemaßes schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelement bevorzugt, bei dem der Raum zwischen den Glasscheiben mit einem Gas, einer Flüssigkeit oder einem Gel, insbesondere einem Brandschutzgel, gefüllt ist Als Brandschutzgel können im Prinzip sämtliche, dem Fachmann für diese Zwecke bekannten Gele eingesetzt werden Die im Rahmen der Erfindung eingesetzten Brandschutzgele können auch Additive beinhalten wie Silikate, UV- Schutzmittel oder auch Farbstoffe Die mit einem Brandschutzgel gefüllten Verglasungen sind besonders bevorzugt, da diese sehr gute Brandschutzeigenschaften aufweisen und mit Hilfe der erfindungsgemaßen Halterung rahmenlos befestigt werden können Der erfindungsgemaße Aufbau der Schließeinrichtung und auch der Schlossfalleneinπchtung stellt ferner sicher, dass auch das Platzen einer Scheibe im Brandfall die Funktionsweise der Schließemπchtung bzw der Schlossfalleneiππchtung durch die andere, noch intakte Brandschutzscheibe, weiterhin gewährleistet ist
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausfuhrungsform des schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelements besteht zumindest eine der Glasscheiben aus Sicherheitsglas, insbesondere aus Emscheibensicherheitsglas Dies ist besonders vorteilhaft, da dieses bei extrem hohen Temperaturen im Brandfall in sehr viele kleine Bruchstücke zerspringt, von denen zum einen eine geringere Verletzungsgefahr ausgeht und die zum anderen auch im zerborstenen Zustand gut am Brandschutzgel haften und damit weiterhin das Brandschutzgel für eine gewisse Zeit vor dem direkten Flammenkontakt schützen Besonders vorteilhaft ist dabei der Einsatz von Glasarten, die eine hohe Temperaturresistenz besitzen, wie beispielsweise Duran ® Da Emscheibensicherheitsglas nach dem Vorspannen nicht mehr geschnitten werden kann, müssen die Öffnung für den Abstandhalter der erfindungsgemaßen Schließeinπchtung bzw Schlossfalleneinnchtung sowie auch die Ausnehmung für die Brandschutzplatte der erfindungsgemaßen Schließeinrichtung bereits vor dem Vorspannen in den Glasscheiben vorgesehen werden
Erfindungsgemaß lassen sich jedoch ebenso andere Glasscheiben verwenden, wie Floatglas oder aber auch Verbundsicherheitsglas
Die für die erfindungsgemaßen schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelemente eingesetzten Glasscheiben können prinzipiell jede gewünschte Dicke annehmen Für Braπdschutzzwecke, insbesondere zur Herstellung von mit Brandschutzgel gefüllten Doppelverglasungen ist es zweckmäßig, wenn die einzelnen Glasscheiben unabhängig voneinander eine Scheibendicke von 1 bis 15 mm, bevorzugt 2,5 bis 10 mm aufweisen.
Der Abstand der beiden Glasscheiben in einer solchen Doppelverglasung kann ebenfalls beliebig den Anforderungen angepasst werden. Unabhängig davon, ob der Zwischenraum der Glasscheiben mit einem Gas, einer Flüssigkeit oder einem Gel, insbesondere einem Brandschutzgel gefüllt ist, hat sich ein Abstand der Glasscheiben von 5 bis 50 mm als für die meisten Anwendungen ausreichend erwiesen. Besonders bevorzugt beträgt der Abstand der Glasscheiben voneinander etwa 8 bis 25 mm, da sich auf diese Weise insbesondere bei mit Brandschutzgel gefüllten Brandschutzverglasungen gute Brandresistenzen bei gleichzeitig moderatem Gewicht der Verglasung erzielen lassen.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des schwenk- und/ oder kippbaren Brandschutzelements ist das Brandschutzelement rahmenlos ausgeführt. Dies ist besonders vorteilhaft, weil derartige Brandschutzelemente einen hohen Lichtdurchtritt aufweisen, der nicht durch Rahmenbestandteile beeinträchtigt wird. Außerdem treten aufgrund der Homogenität der Materialien im Brandfall geringere mechanische Spannungen auf, die sich bei in Rahmen eingefassten Verglasungen aufgrund der unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten ergeben können.
Ausführunqsbeispiel:
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 8 beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 die erfindungsgemäße Schließeinrichtung in der Aufsicht,
Fig. 2 . die erfindungsgemäße Schließeinrichtung in der seitlichen Ansicht, Fig. 3 eine Detaildarstellung der in Fig. 1 dargestellten Schließeinrichtung entlang der Schnittlinie A-A,
Fig. 4 eine Detaildarstellung der in eine Ausnehmung der Verglasung eingesetzten Brandschutzplatte in der Aufsicht,
Fig. 5 eine Detaildarstellung der Fig. 4 im Bereich des Übergangs zwischen Brandschutzplatte und Verglasung entlang der Schnittlinie B-B,
Fig. 6 die erfindungsgemäße Schließeinrichtung von der Brandseite in dreidimensionaler Darstellung,
Fig. 7 die erfindungsgemäße Schließeinrichtung von der Gegenbrandseite in dreidimensionaler Darstellung und
Fig. 8 eine Detaildarstellung der in eine Ausnehmung der Verglasung eingesetzten Brandschutzplatte in dreidimensionaler Darstellung.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Schließeinrichtung 1 für ein schwenkbares und/oder kippbares Brandschutzelement 2 mit einer Verglasung 3, vorliegend eine rahmenlose Brandschutzglastür, abgebildet. Die Verglasung 3 besteht, wie in Fig. 2 gezeigt, aus zwei parallel beabstandeten Glasscheiben 4 und 5 aus Einscheibensicherheitsglas. Zwischen den Glasscheiben 4 und 5 befindet sich ein in Fig. 1 dargestelltes innen liegendes umlaufendes Abstandshalteprofil 6.
Die Schließeinrichtung 1 umfasst, wie Fig. 1 verdeutlicht, ein auf die Verglasung 3 aufgesetztes Schlosskastengehäuse 7 mit integrierter Schließmimik, wobei die Schließmimik einen Fallenriegel 8, der über einen Türdrücker 9 mittels eines Drückervierkaπts 10 betätigbar ist und einen Treibriegel 11 , der mittels eines Schließzylinders 12 betätigbar ist, umfasst.
Gemäß Fig. 2 befindet sich dem Schlosskastengehäuse 7 gegenüberliegend eine Gegenplatte 13, die, wie in der Detailansicht gemäß Fig. 3 zu sehen ist, mit- tels eines Fixiermittels 14 in Form einer Schraube mit dem Schlosskastengehäuse 7 verbunden ist, wobei die Schraube durch einen hülsenartigen Abstandhalter 15 geführt ist.
Zwischen dem in Fig. 2 dargestellten Schlosskastengehäuse 7 und der Gegenplatte 13 wird eine in Fig. 4 ohne Schlosskastengehäuse 7 und Gegenplatte 13 dargestellte rechteckige mineralische Brandschutzplatte 16 mit zwei abgerundeten Ecken im Klemmsitz gehalten. Die Brandschutzplatte 16 ist in einer entsprechend geformten Ausnehmung 17 in der Verglasung 3 eingesetzt. Die Brandschutzplatte 16 weist ferner eine Öffnung 18 für den Drückervierkant 10, eine Öffnung 19 für den Schließzylinder 12 sowie weitere Öffnungen 20 für die Befestigungsschrauben der Beschläge 21 auf.
Die Höhe der Brandschutzplatte 16 und somit auch der Ausnehmung 17 ist so gewählt, dass sich sämtliche Öffnungen 18, 19 und 20 innerhalb der Fläche der Brandschutzplatte 16 befinden. Die Länge der Brandschutzplatte 16, d.h. ihre senkrechte Ausdehnung, ist deutlich geringer als die des Schlosskasteπgehäu- ses 7 und auch der Gegenplatte 13, wobei das Schlosskastengehäuse 7 und die Gegenplatte 13 so auf der Brandschutzplatte 16 positioniert sind, dass sie oberen und unteren Seitenkanten der Brandschutzplatte 16 überragen.
Der in Fig. 4 dargestellte Abstandhalter 15 besteht aus mit Kunststoff beschichtetem Edelstahl und weist einseitig daran ausgebildete ringförmige Anschlagflächen 22 für die Glasscheiben 4 und 5 sowie eine Hülse 23 zur Durchführung des Fixiermittels 14 auf. Die Glasscheiben 4 und 5 weisen je eine Bohrung 4a bzw. 5a auf, in denen ein Abstandhalter 15 mit den jeweils äußeren Bereichen der Hülse 23 mittels eines Füllmaterials 24, hier ein Gießharz, mit den Glasscheiben 4 und 5 verklebt ist. Zwischen Schlosskastengehause 7 und der Glasscheibe 5 sowie zwischen der Gegenplatte 13 und der Glasscheibe 4 befindet sich jeweils ein Trenn- bzw Dampfungselement 25 in Form einer Zwischenlegscheibe aus Gummi
In der Fig 5 ist eine Detailansicht der Brandschutzplatte 16 entlang der Schnittlinie B - B aus der Fig 4 dargestellt Die Brandschutzplatte 16 besitzt eine Dicke, die dem inneren Abstand der Glasscheiben 4 und 5 voneinander entspricht Die Glasscheiben 4 und 5 werden in diesem Abstand durch das innenhegende und leicht nach innen versetzte umlaufende Abstandshalteprofil 6 fixiert Das Ab- standshalteprofil 6 hat ebenfalls eine Dichtfunktion, die ein Herausfließen des zwischen den Glasscheiben 4 und 5 befindlichen Brandschutzgels 26 verhindert
Das Brandschutzgel 26 wird beispielsweise als Hydrogel aus einer NaCI/ MgC^ Salzlosung unter Zugabe polymeπsierbarer Verbindungen wie einer Mischung aus Acrylamid, N-Methylolacrylamid, Methylenbisarcylamid und einem Polymeπ- sationsbeschleuniger in Wasser entweder vor dem Einfüllen zwischen die Glasscheiben 4 und 5 hergestellt oder ιn-sιtu zwischen den Glasscheiben 4 und 5 erzeugt, indem die oben genannten Komponenten miteinander vermischt und direkt in den Hohlraum zwischen die Glasscheiben 4 und 5 eingefüllt werden Die Polymerisation zum Hydrogel erfolgt dann im nun mit der Mischung ausgefüllten Hohlraum zwischen den Glasscheiben 4 und 5
In der Fig 5 ist des Weiteren dargestellt, dass zwischen den Glasscheiben 4 und 5 durch das leicht nach innen versetzte umlaufende Abstandshalteprofil 6 eine Nut 27 ausgebildet ist, in die die Brandschutzplatte 16 mit ihrer Stoßkante 28 eingreift Das umlaufende Abstandshalteprofil setzt sich aus einem U-formιgen Profil 6a und einem Dichtprofil 6b zusammen Auf der Brandschutzplatte 16 befinden sich beidseitig zwei weitere Brandschutzplatten 29, die jeweils die Dicke der Glasscheiben 4 und 5 aufweisen, wobei die Stoßkanten der Brandschutzplat- ten 29 mit den Stoßkanten der Glasscheiben 4 und 5 in Kontakt stehen. Die Brandschutzplatte 16 ist im Bereich der der Verglasung 3 gegenüberliegenden Stoßkante 30 mit Abdeckleisten 31 versehen und an der Stoßkante 30 mit dem Abschlussprofil 32 abgedeckt.
Die Fig. 6 zeigt die Schließeinrichtung 1 von der Brandseite und Fig. 7 von der Gegenbrandseite jeweils in dreidimensionaler Darstellung von schräg oben betrachtet. In Fig. 8 ist die in die Ausnehmung 17 der Verglasung 3 eingesetzte Brandschutzplatte 16 in dreidimensionaler Darstellung von schräg unten abgebildet.
Bezuαszeichenliste:
1 ) Schließeiπrichtung
2) schwenkbares und/oder kippbares Brandschutzelement
3) Verglasung
4) Glasscheibe
4a) Bohrung
5) Glasscheibe
5a) Bohrung
6) Abstandshalteprofil
6a) U-förmiges Profil
6b) Dichtprofil
7) Schlosskastengehäuse
8) Fallenriegel
9) Türdrücker
10) Drückervierkant
11 ) Treibriegel
12) Schließzylinder
13) Gegenplatte
14) Fixiermittel
15) hülsenartiger Abstandhalter
16) mineralische Brandschutzplatte
17) Ausnehmung
18) Öffnung
19) Öffnung
20) Öffnung
21 ) Beschläge
22) Anschlagfläche
23) Hülse
24) Füllmaterial 25) Dämpfungselement
26) Brandschutzgel
27) Nut
28) Stoßkante
29) Brandschutzplatte
30) Stoßkante
31 ) Abdeckleiste
32) Abschlussprofil
Next Patent: EPIGENETIC MARKERS FOR THE IDENTIFICATION OF BLOOD SUB-CELLS OF TYPE 1
