Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
CLOSURE PLUG FOR AN OUTLET OPENING OF A CONTAINER AND CONTAINER HAVING A CLOSURE PLUG
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/112202
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a closure plug for an outlet opening of a container that accommodates liquid melt, said closure plug having a closure region on the outer surface thereof that is provided to come into contact with a section of the delimiting wall delimiting the outlet opening in order to close the outlet opening. The closure plug narrows from the closure region towards a front end along the longitudinal axis thereof, said front end being provided to be inserted into the outlet opening, wherein a section between the closure region and the front end is designed in a concave manner.

Inventors:
SCHUSTER, Heiko (Kochstrasse 27, Willich, 47877, DE)
RÖDL, Sigurd (Dauner Strasse 43a, Duisburg, 47259, DE)
Application Number:
EP2010/002022
Publication Date:
October 07, 2010
Filing Date:
March 30, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
VDEH-BETRIEBSFORSCHUNGSINSTITUT GMBH (Sohnstrasse 65, Düsseldorf, 40042, DE)
SCHUSTER, Heiko (Kochstrasse 27, Willich, 47877, DE)
RÖDL, Sigurd (Dauner Strasse 43a, Duisburg, 47259, DE)
International Classes:
B22D41/18; C21C5/46; F27D3/15
Attorney, Agent or Firm:
KÖNIG, Reimar et al. (Lohengrinstrasse 11, Düsseldorf, 40459, DE)
Download PDF:
Claims:
"Patentansprüche:"

1. Verschlussstopfen für eine Ausflussöffnung eines Behälters, der flüssige Schmelze aufnimmt, der - einen Verschlussbereich (3) an seiner Außenoberfläche aufweist, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt der die Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand (1) in Kontakt zu kommen, um die Ausflussöffnung zu verschließen,

- sich entlang seiner Längsachse von dem Verschlussbereich (3) zu einem vorderen Ende hin verjüngt, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt (4) zwischen dem Verschlussbereich (3) zu einem vorderen Ende konkav ausgebildet ist und/oder sich der Verschlussbereich (3) in einem Abschnitt (4) des Verschlussstopfens befindet, der konkav ausgebildet ist.

2. Verschlussstopfen nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Verschlussstopfens in dem Bereich zwischen dem dem vorderen Ende entfernten Ende des Verschlussbereich und unmittelbar vor dem vorderen Ende nur kontinuierliche Formänderungen aufweist.

3. Verschlussstopfen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem konkav ausgebildeten Abschnitt (4) und dem vorderen Ende ein Abschnitt (5) befindet, der im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist.

4. Verschlussstopfen nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Ende eine ebene Fläche aufweist, die in einer Ebene liegt, die senkrecht zur Längsachse des Verschlussstopfens liegt.

5. Verschlussstopfen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ebene

Fläche die Endfläche des zylinderförmig ausgebildeten, zwischen dem konkav ausgebildeten Abschnitt (4) und dem vorderen Ende angeordneten Abschnitts (5) ist.

6. Verschlussstopfen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Verschlussbereichs (3) ein Abschnitt (2) vorgesehen ist, der konvex ausgebildet ist.

7. Verschlussstopfen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius des konkav ausgebildeten Abschnitts (4) größer ist, als die Hälfte der Differenz zwischen dem Querschnitt des Verschlussstopfens an dem dem vorderen Ende entfernten Ende des Verschlussbereichs (3) und dem Querschnitt des vorderen Endes.

8. Verschlussstopfen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am vorderen Ende eine Fluidauslassöffnung (7) vorgesehen ist, aus der ein durch eine im Verschlussstopfen vorgesehene Zufuhrleitung strömendes Fluid austreten kann.

9. Behälter zur Aufnahme einer Schmelze, in dem eine Auslassöffnung ausgebildet ist, die durch eine Begrenzungswand (1) begrenzt wird, und der einen

Verschlussstopfen zum Verschließen der Ausflussöffnung aufweist, wobei der Verschlussstopfen einen Verschlussbereich (3) an seiner Außenoberfläche aufweist, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt der die Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand (1) in Kontakt zu kommen, um die Ausflussöffnung zu verschließen, und der sich entlang seiner Längsachse von dem Verschlussbereich (3) zu einem vorderen Ende hin verjüngt, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Kontur des Verschlussstopfens und die Form der Ausflussöffnung derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Schmelze, die dann, wenn der Verschlussstopfen soweit angehoben wird, dass sich ein Spalt zwischen der Außenoberfläche des Verschlussstopfens und der Begrenzungswand (1) bildet, der Verschlussstopfen mit seinem vorderen Ende aber noch in die Ausflussöffnung eingeführt ist, in die Ausflussöffnung einfließt, im Bereich eines an die Begrenzungswand (1) angrenzenden Strömungsbereichs im wesentlichen eine parallel zur Begrenzungswand gerichtete Strömungsrichtung aufweist.

10. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das die äußere Kontur des Verschlussstopfens und die Form der Ausflussöffnung derart aufeinander abgestimmt sind, dass sich der Spalt nach Art eines Diffusors zum vorderen Ende hin erweitert.

11. Behälter zur Aufnahme einer Schmelze, in dem eine Ausflussöffnung ausgebildet ist, die durch eine Begrenzungswand (1) begrenzt wird, und der einen

Verschlussstopfen zum Verschließen der Ausflussöffnung aufweist, wobei der Verschlussstopfen einen Verschlussbereich (3) an seiner Außenoberfläche aufweist, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt der die Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand (1) in Kontakt zu kommen, um die Ausflussöffnung zu verschließen, und der sich entlang seiner Längsachse von dem Verschlussbereich zu einem vorderen Ende hin verjüngt, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden, insbesondere nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussstopfen zumindest eines der Merkmale eines Verschlussstopfens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist.

12. Verwendung des Verschlussstopfens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einem Behälter zur Aufnahme einer flüssigen Metallschmelze und/oder Verwendung des Behälters nach einem der Ansprüche 8 bis 11 zur Aufnahme einer flüssigen Metallschmelze.

Description:
"Verschlussstopfen für eine Ausflussöffnung eines Behälters und Behälter mit einem

Verschlussstopfen "

Die Erfindung betrifft einen Verschlussstopfen für eine Ausflussöffnung eines Behälters, der flüssige Schmelze oder andere feststoffbeladene Fluide (Gase und Flüssigkeiten) aufnehmen kann, der einen Verschlussbereich an seiner Außenoberfläche aufweist, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt der die

Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand in Kontakt zu kommen, um die Ausflussöffnung zu verschließen und der sich entlang seiner Längsachse von dem Verschlussbereich zu einem vorderen Ende hin verjüngt, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden. Ebenso betrifft die Erfindung einen Behälter zur Aufnahme einer Schmelze oder anderer feststoffbeladener Fluide (Gase und

Flüssigkeiten), in dem eine Ausflussöffnung ausgebildet ist, die durch eine Begrenzungswand begrenzt wird, und der einen Verschlussstopfen zum Verschließen der Ausflussöffnung aufweist, wobei der Verschlussstopfen einen Verschlussbereich an seiner Außenoberfläche aufweist, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt, der die Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand in Kontakt zu kommen, um die

Ausflussöffnung zu verschließen, und der sich entlang seiner Längsachse von dem Verschlussbereich zu einem vorderen Ende hin verjüngt, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden. Ebenso betrifft die Erfindung die Verwendung derartiger Verschlusstopfen, bzw. die Verwendung derartiger Behälter. Auf dem Gebiet der Handhabung von Metallschmelzen ist es bekannt, dass in Metallschmelzen feste Partikel dispergiert sein können, die sich in durchströmten Systemen, beispielsweise beim Ausströmen aus einem Behälter durch dessen Ausflussöffnung an den Wänden, beispielsweise an den Wänden der Ausflussöffnung ablagern können. Dies kann zu Störungen des Prozessablaufs führen.

Aus WO 2005/042189 A2 ist ein Verschlussstopfen für eine Ausflussöffnung eines Behälters bekannt, der flüssige Schmelze aufnimmt, der einen Verschlussbereich an seiner Außenoberfläche aufweist, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt der die Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand in Kontakt zu kommen, um die

Ausflussöffnung zu verschließen und der sich entlang seiner Längsachse von dem Verschlussbereich zu einem vorderen Ende hin verjüngt, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden. Ferner ist aus WO 2005/042189 A2 ein Behälter zur Aufnahme einer Schmelze bekannt, in dem eine Ausflussöffnung ausgebildet ist, die durch eine Begrenzungswand begrenzt wird, und der einen

Verschlussstopfen zum Verschließen der Ausflussöffnung aufweist, wobei der Verschlussstopfen einen Verschlussbereich an seiner Außenoberfläche aufweist, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt, der die Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand in Kontakt zu kommen, um die Ausflussöffnung zu verschließen, und der sich entlang seiner Längsachse von dem Verschlussbereich zu einem vorderen Ende hin verjüngt, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden.

Gemäß WO 2005/042189 A2 soll das vorbeschriebene Problem der Ablagerung fester Partikel von Metallschmelzen dadurch gelöst werden, dass an der Oberfläche des

Verschlussstopfens oder an der Oberfläche der die Auslassöffnung begrenzenden Begrenzungswand Wellen vorgesehen sind, die derart angeordnet werden, dass die Größe des Durchflusskanals, der sich beim Anheben des Verschlussstopfens zwischen der Außenoberfläche des Verschlussstopfens und der Begrenzungswand der Ausflussöffnung bildet diskontinuierlich größer wird und zwar je größer wird, desto weiter der jeweilige Teil des Durchflusskanals von dem Kontaktpunkt zwischen dem Verschlussstopfen und der Begrenzungswand bei geschlossenem Verschlussstopfen entfernt ist. Durch die wellenförmig, stufenförmige Ausbildung der Oberfläche des Verschlussstopfens soll bei der Konstruktion gemäß WO 2005/042189 A2 erreicht werden, dass die an der Oberfläche des Verschlussstopfens vorbeiströmende

Strömung an einzelnen Stellen entlang der Oberfläche abreißt, weil die Oberfläche an diesen Punkten plötzlich zurückspringt, und dadurch turbulente Wirbel an der Oberfläche der Verschlussstopfen ausgebildet werden. WO 2005/042189 A2 lehrt, dass die kontrollierten Turbulenzen an der Oberfläche des Verschlussstopfens die Verstopfungsrate an der Oberfläche des Verschlussstopfens dadurch reduzieren, dass kontinuierlich nicht metallische Partikel fortgetragen werden. Zusätzlich macht WO 2005/042189 A2 geltend, dass bei der - möglichen - Anwesenheit von Gasen die kontrollierten Turbulenzen im Bereich der Verschlussstopfenoberfläche die Gasbläschen einheitlich um diesen Teil des Verschlussstopfens verteilen und dadurch zur Verhinderung verstopfender Ablagerungen beitragen.

Aus der Praxis sind ferner Stopfengeometrien bekannt, bei denen der Verschlussstopfen eine kugel- oder kegelförmige Spitze aufweist.

Vor diesem Hintergrund lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Verschlussstopfen für eine Ausflussöffnung eines Behälters, der flüssige Schmelze aufnimmt, sowie einen Behälter zur Aufnahme einer Schmelze vorzuschlagen, der die Ablagerung von Partikeln beim Durchströmen eines solchen Systems mit einem mit Partikeln beladenen Fluid reduziert. Ferner soll eine Verwendung für einen derartigen Verschlussstopfen, bzw. einen derartigen Behälter angegeben werden.

Diese Aufgabe wird durch die nebengeordneten Ansprüche 1 , 9 und 12 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen sowie der hier nachstehenden Beschreibung wiedergegeben.

Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, dass es unter anderem eine strömungsbedingte Ursache für das Zusetzen von durchströmten Ausgusssystemen gibt, nämlich Rezirkulationsgebiete an der Begrenzungswand der Ausflussöffnung unterhalb des Stopfens, die durch Strömungsablösung mit resultierenden lokalen Maxima der Strömungsgeschwindigkeit in der Mitte der Kernströmung unterhalb des Stopfens entstehen. Die Erfindung geht davon aus, dass diese Ursache zu einer verstärkten Ablagerung von Partikeln an die Innenwand des durchströmten Systems führt.

Der erfindungsgemäße Verschlussstopfen weist eine Außenkontur auf, die die Strömung gut führen soll. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das an dem

Verschlussstopfen vorbeiströmende Fluid durch die Außenkontur des Verschlussstopfens so gelenkt, dass die Strömung parallel zur Längsachse des Verschlussstopfens erfolgt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das vordere Ende des Verschlussstopfens durch eine scharfe Kante von der weiteren Oberflächenform des Verschlussstopfens abgegrenzt. Dadurch bildet sich an dieser, aber auch nur an dieser Stelle eine Ablösung der Strömung. Dadurch kann die Bildung eines Geschwindigkeitsmaximums unterhalb des Stopfens vermieden werden.

Der erfindungsgemäße Verschlussstopfen weist zwischen dem Verschlussbereich und dem vorderen Ende einen Abschnitt auf, der konkav ausgebildet ist. Ergänzend oder alternativ ist der Verschlussstopfen derart ausgebildet, dass sich der - A -

Verschlussbereich in einem Abschnitt des Verschlussstopfens befindet, der konkav ausgebildet ist. Dadurch erhält der Verschlussstopfen eine einfach herzustellende Stopfengeometrie, die es zugleich ermöglicht, die Strömung in der Ausflussöffnung parallel zur Begrenzungswand der Ausflussöffnung zu führen. Dadurch kann verhindert werden, dass Geschwindigkeitsmaxima in der Mitte der Kernströmung entstehen.

Ferner lässt sich mit der Erfindung eine stabilere Strömungsführung erreichen. Ebenso kann mit der Erfindung eine Vermeidung, bzw. eine Minimierung der Ansatzbildung erreicht werden. Als konkav ausgebildeter Abschnitt des Verschlussstopfens wird insbesondere bevorzugt ein Abschnitt verstanden, der eine Kontur in einer Schnittebene des Verschlusstopfens, die die Längsachse des Verschlussstopfens enthält, aufweist, bei der alle Oberflächenpunkte auf der Kontur auf einer Seite einer Geraden liegen, die den Anfangspunkt und den Endpunkt der Kontur verbindet.

Der Verschlussbereich kann ein Oberflächenbereich sein. Häufig ist der Verschlussbereich jedoch so ausgebildet, dass - im Querschnitt gesehen - ein

Verschlusspunkt entsteht, bzw. - auf die Oberfläche des Verschlussstopfens bezogen - eine Verschlusslinie besteht, mit der der Verschlussstopfen in Kontakt mit einer Begrenzungswand einer Ausflussöffnung kommen kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Oberfläche des Verschlussstopfens in dem Bereich zwischen dem dem vorderen Ende entfernten Ende des Verschlussbereichs und unmittelbar vor dem vorderen Ende derart ausgestaltet, dass sie nur kontinuierliche Formänderungen aufweist. Unter einer kontinuierlichen Formänderung werden insbesondere solche Formänderungen verstanden, bei denen eine erste Oberfläche nicht unter Ausbildung einer Kante in eine zweite Oberfläche übergeht. Insbesondere wird unter einer kontinuierlichen Formänderung eine Formänderung verstanden, bei der eine erste, eben verlaufende Oberfläche nicht durch eine Übergangsoberfläche in eine zweite, eben verlaufende Oberfläche übergeht, bei der der Radius der Kontur der Übergangsoberfläche kleiner als die Längserstreckung der ersten Oberfläche oder kleiner ist als die Längserstreckung der zweiten Oberfläche ist , wobei als Längserstreckung die Erstreckung der Oberfläche von der Übergangsoberfläche fort verstanden wird. Unter einer kontinuierlichen Formänderung wird insbesondere auch jede Art der Formänderung verstanden, bei der eine den die Formänderung beinhaltenden Oberflächenbereich entlang strömende Strömung nicht abreißt. Durch eine kontinuierliche Formänderung kann eine besonders gute Führung der Strömung erreicht werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Verschlussstopfen in dem Bereich zwischen dem dem vorderen Ende entfernten Ende des Verschlussbereichs und unmittelbar vor dem vorderen Ende nur einen einzigen konkav ausgebildeten Abschnitt auf. Dadurch kann eine besonders gute Führung der Strömung erreicht werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird der konkav ausgebildete Abschnitt in einem Querschnitt durch den Verschlussstopfen, der in einer Ebene erfolgt, die auch die Längsachse des Verschlussstopfens beinhaltet, im Wesentlichen durch einen Kreisbogen oder einen Abschnitt einer Ellipse oder einen Abschnitt einer Parabel gebildet. Auch dies trägt zu einer guten Strömungsführung bei. In einer bevorzugten Ausführungsform wird der den konkaven Abschnitt bildende Kreisbogen, bzw. Abschnitt der Ellipse, bzw. Abschnitt der Parabel durch den Kreisbogen eines

Kreisausschnitts, bzw. den Abschnitt eines Ellipsenausschnitts bzw. den Abschnitt eines Parabelausschnitts gebildet, wobei der Kreisausschnitt, bzw. der Ellipsenausschnitt bzw. der Parabelausschnitt einen Winkel von mindestens 10°, insbesondere bevorzugt von mindestens 25° und besonders bevorzugt von mindestens 45° aufweist.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Verschlussstopfen zwischen dem konkav ausgebildeten Abschnitt und dem vorderen Ende einen Abschnitt auf, der im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist. Dies kann einer guten Strömungsführung dienen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der zylinderförmig ausgebildete Teil des Verschlussstopfens unmittelbar an das vordere Ende angrenzend ausgebildet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Verschlussstopfen einen einzigen konkav ausgebildeten Abschnitt auf, an den sich unmittelbar ein zylinderförmig ausgebildeter Abschnitt des Verschlussstopfens anschließt, an den sich, in einer besonders bevorzugten Ausführungsform, unmittelbar das vordere Ende anschließt.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das vordere Ende eine ebene Fläche auf, die in einer Ebene liegt, die senkrecht zur Längsachse des Verschlussstopfens liegt. Insbesondere bevorzugt wird das vordere Ende vollständig durch eine derartige ebene

Fläche gebildet. In einer ergänzenden oder alternativen, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform kann das vordere Ende eine konkav nach innen gewölbte Endfläche aufweisen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform dieser alternativen Ausführungsform wird das gesamte vordere Ende durch eine konkav nach innen gewölbte Endfläche des Stopfens gebildet.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist oberhalb des Verschlussbereichs ein Abschnitt vorgesehen, der konvex ausgebildet ist. Das Vorsehen eines solchen konvex ausgebildeten Abschnitts erlaubt es, in einer bevorzugten Ausführungsform, bei der sich der Verschlussbereich des Verschlussstopfens in einem Abschnitt des

Verschlussstopfens befindet, der konkav ausgebildet ist, diesen Verschlussbereich des Verschlusstopfens durch den sich daran anschließenden konvex ausgebildeten Abschnitt in den weiteren, meist zylinderförmig ausgebildeten oberen Teil des Verschlussstopfens übergehen zu lassen. Die Erfindung ist allerdings nicht auf den Einsatz bei Verschlussstopfen beschränkt, die einen im Wesentlichen zylinderförmigen Grundkörper aufweisen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Radius des konkav ausgebildeten Abschnitts größer, als die Hälfte der Differenz zwischen dem Querschnitt des Verschlussstopfens an dem dem vorderen Ende entfernten Ende des Verschlussbereichs und dem Querschnitt des vordem Endes. Dies trägt zu einer besonders guten Strömungsführung bei.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist am vorderen Ende des Verschlussstopfens eine Fluidauslassöffnung vorgesehen, aus der ein durch eine im Verschlussstopfen vorgesehene Zufuhrleitung strömendes Fluid austreten kann. Aus einer derartigen

Fluidauslassöffnung kann beispielsweise Argon ausgebracht werden.

Der erfindungsgemäße Behälter zur Aufnahme einer Schmelze weist einen Verschlussstopfen auf, dessen äußere Kontur und die Form der Auslassöffnung derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Schmelze, die dann in die Auslassöffnung einfließt, wenn der Verschlussstopfen soweit angehoben wird, dass sich ein Spalt zwischen der Außenoberfläche des Verschlussstopfens und der Begrenzungswand bildet, der Verschlussstopfen mit seinem vorderen Ende aber noch in die Auslassöffnung eingeführt ist, in die Auslassöffnung einfließt, im Bereich eines an die Begrenzungswand angrenzenden Strömungsbereichs im Wesentlichen eine parallel zur Begrenzungswand gerichtete Strömungsrichtung aufweist. Durch diese Strömungsführung kann die Ablagerung von Partikeln an der Begrenzungswand vermieden werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die äußere Kontur des Verschlusstopfens und die Form der Ausflussöffnung derart aufeinander abgestimmt, dass sich dann, wenn der Verschlussstopfen so weit angehoben wird, dass sich ein Spalt zwischen der Außenoberfläche des Verschlussstopfens und der Begrenzungswand bildet, der Verschlussstopfen mit seinem vorderen Ende aber noch in die Auslassöffnung eingeführt ist, ein Spalt bildet, dessen Querschnitt nach Art eines Diffusors zum vorderen Ende hin erweitert wird. Auf diese Weise wird die Strömung kontrolliert verzögert.

Eine alternative oder ergänzende Ausbildung des erfindungsgemäßen Behälters sieht vor, dass der Behälter einen Verschlussstopfen mit zumindest einem Merkmal des vorstehend beschriebenen, erfindungsgemäßen Verschlussstopfens aufweist. Durch die Kombination der an dem Verschlussstopfen realisierbaren Maßnahmen mit den an der Begrenzungswand des Behälters durchführbaren Maßnahmen und deren Abstimmung aufeinander kann eine besonders gute Strömungsführung herbeigeführt werden.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der erfindungsgemäße Verschlussstopfen mit einem Behälter zur Aufnahme einer flüssigen Metallschmelze verwendet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der erfindungsgemäße Behälter zur Aufnahme einer flüssigen Metallschmelze verwendet. Es hat sich gezeigt, dass besonders im Einsatz bei Metallschmelzen die durch den erfindungsgemäßen Verschlussstopfen, bzw. dem erfindungsgemäßen Behälter erreichte Strömungsführung Vorteile bei der Reduktion der Ablagerungen an den Wänden des Systems bietet. Der erfindungsgemäße Verschlussstopfen und der erfindungsgemäße Behälter können ferner bei anderen feststoffbeladenen Fluiden (Gasen und Flüssigkeiten) vorteilhaft eingesetzt werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1a. b eine schematisch ausgeführte Schnittdarstellung eines aus der Praxis bekannten Verschlussstopfens im Eingriff in die Auslassöffnung eines Behälters zur Aufnahme einer Schmelze,

Fig. 2 eine schematisch ausgeführte Schnittdarstellung eines erfindungsgemäß ausgebildeten Verschlussstopfens im Eingriff in die Ausflussöffnung eines Behälters zur Aufnahme einer Schmelze,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verschlussstopfens,

Fig. 4 eine schematisch ausgeführte Schnittzeichnung durch eine erste

Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verschlussstopfens im Eingriff in die Auslassöffnung eines Behälters zur Aufnahme einer Schmelze,

Fig. 5 eine schematisch ausgeführte Schnittzeichnung einer zweiten

Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verschlussstopfens im Eingriff in die Auslassöffnung eines Behälters zur Aufnahme einer Schmelze. In den Figuren 1a, 1 b und 2 sind die durch die Geometrie des Verschlussstopfens und die Form der Auslassöffnung entstehenden Strömungsverhältnisse dargestellt. Die Rezirkulationsgebiete sind gestrichelt dargestellt. Wie man den Figuren 1a und 1 b entnehmen kann, werden bei aus der Praxis bekannten Verschlussstopfen wandnahe Rezirkulationsgebiete ausgebildet. Bei dem erfindungsgemäßen Verschlussstopfen kann sich in der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform unterhalb des eben ausgebildeten vorderen Endes (Stopfenboden) eine aufwärtsgerichtete Strömung einstellen, in welcher sich vermehrt Partikel, bzw. Einschlüsse ansammeln können. Eine Ablagerung dieser Partikel an dem Stopfenboden selbst kann jedoch beispielsweise durch Ausbringen eines Fluids an einer Fluidauslassöffnung am vorderen Ende des Stopfens vermieden werden. Die in Figur 1a dargestellte, aus der Praxis bekannte Verschlussstopfenform weist ein kugelförmig ausgebildetes vorderes Ende auf. Die in Figur 1 b dargestellte, aus der Praxis bekannte Verschlussstopfenform weist ein kegelförmig ausgebildetes vorderes Ende auf.

Die in den Figuren 2, 3, 4, 5 dargestellten Bauformen des erfindungsgemäßen Verschlussstopfens weisen einen Verschlussbereich 3 an ihren Außenoberflächen auf, der dazu vorgesehen ist, mit einem Abschnitt der die Ausflussöffnung begrenzenden Begrenzungswand 1 in Kontakt zu kommen, um die Ausflussöffnung zu verschließen. Der dargestellte Verschlussstopfen verjüngt sich entlang seiner Längsachse von dem

Verschlussbereich zu einem vorderen Ende hin, das dafür vorgesehen ist, in die Ausflussöffnung eingeführt zu werden. Zwischen dem dem vorderen Ende entfernten Ende des Verschlussbereichs 3 und dem vorderen Ende ist ein Abschnitt 4 vorgesehen, der konkav ausgebildet ist. Der Verschlussbereich 3 ist selbst in diesem konkav ausgebildeten Abschnitt 4 des Verschlussstopfens angeordnet. Der

Verschlusstopfen weist einen Verschlusspunkt auf. Am Verschlusspunkt verschließt der Stopfen die Ausflussöffnung. Beim Anheben des Verschlussstopfens befindet sich hier die Stelle mit dem engsten Spalt, wobei über die zur Verfügung gestellte Spaltfläche der Volumenstrom geregelt werden kann.

Der kreisbogenförmig ausgebildete konkave Abschnitt 4 lenkt die Schmelze so um, dass sie beim Übergang in einen zylinderförmig ausgebildeten, sich an den konkav ausgebildeten Abschnitt 4 anschließenden Abschnitt 5 parallel zur Begrenzungswand der Ausflussöffnung strömt. Eine scharfe Kante 6, an der der zylindrisch ausgebildete Abschnitt 5 in das durch eine ebene Fläche gebildete vordere Ende des

Verschlussstopfens übergeht, bewirkt ein Ablösen der Strömung von der Verschlusstopfenkontur. Der Ablösepunkt ist mit der scharfen Kante festgelegt. Die Schmelze strömt von dort wandparallel weiter. Oberhalb des Verschlussbereichs 3 ist ein Abschnitt 2 vorgesehen, der konvex ausgebildet ist. An dem durch eine ebene Fläche gebildeten vorderen Ende des Verschlussstopfens ist eine Auslassöffnung 7 vorgesehen, aus der ein durch eine im Verschlussstopfen vorgesehene Zufuhrleitung strömendes Fluid austreten kann. Durch diese Fluidauslassöffnung 7 kann Argon zugeführt werden.

Bei der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform ist der Verschlusspunkt bei einer 45° Tangente der Begrenzungswand der Ausflussöffnung vorgesehen. Bei der in Figur 5 vorgesehenen Variante liegt der Verschlusspunkt an einer 30° Tangente der Begrenzungswand der Ausflussöffnung. Dieser Verschlusspunkt der zweiten Variante wird bei aus der Praxis bekannten Verschlussstopfen häufig eingesetzt.