MRASS, Andreas (Markplatz 1, Darmstadt, 64283, DE)
MUELLER, Peter (Im Rosengarten 18, Griesheim, 64347, DE)
ERAY, Kemal (Borkenweg 4, Worms, 67550, DE)
HASSENZAHL, Thorsten (Berliner Strasse 24, Pfungstadt, 64319, DE)
OSWALD, Klaus (Jasminweg 3, Riedstadt, 64560, DE)
GRUNERT, Lothar (Freiherr-vom-Stein-Strasse 14, Biblis, 68647, DE)
MRASS, Andreas (Markplatz 1, Darmstadt, 64283, DE)
MUELLER, Peter (Im Rosengarten 18, Griesheim, 64347, DE)
ERAY, Kemal (Borkenweg 4, Worms, 67550, DE)
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Merck Patent GmbH
Verschlus s
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Verschluss zum Verschließen einer öffnung eines Behälters zur Aufbewahrung und Entnahme von sterilen oder feuchtigkeitsempfindlichen Medien mit einer
Verschlusskappe, die flüssigkeitsdicht mit dem Behälter verbindbar ist und mit einem durchstechbaren, selbstverschließenden Septum, welches mindestens eine Entnahmeöffnung in der Verschlusskappe flüssigkeitsdicht verschließt, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (2) eine drehbare gelagerte Schutzkappe (4) mit einer Aussparung (5) aufweist.
2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Entnahmeöffnung (7) in der
Verschlusskappe (3) und die Aussparung (5) in der Schutzkappe (4) jeweils außermittig angeordnet sind und die Verschlusskappe (4) außermittig einen nicht von der mindestens einen Entnahmeöffnung (7) erfassten Verschlussbereich (9) aufweist, der größer als die Aussparung (5) in der Schutzkappe (4) ist. - 16 - MER 5859 P
3. Verschluss nach Anspruch 1 oder Anschluss 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusskappe (3) mehrere außermittig angeordnete Entnahmeoffnungen (7) aufweist und dass die Aussparung (5) in der Schutzkappe (4) an die Abmessungen der Entnahmeoffnungen (7) angepasst ist.
4. Verschluss nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (2) einen Rastmechanismus aufweist, der geeignet ist, die Schutzkappe (4) relativ zu der Verschlusskappe (3) derart anzuordnen, dass die Aussparung (5) in der Schutzkappe (4) entweder fluchtend mit der oder einer Entnahmeoffnung (7) m der Verschlusskappe (3) oder aber im Abstand zu der oder den Entnahmeoffnungen (7) ausgerichtet ist.
5. Verschluss nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (2) einen Sperrmechanismus aufweist, der verhindert, dass die Schutzkappe (4) entgegen einer vorgegebenen Drehrichtung verdreht werden kann.
6. Verschluss nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (4) derart losbar mit der Verschlusskappe (3) verbindbar ist, dass ein erstmaliges Losen der Schutzkappe (4) von der Verschlusskappe (3) feststellbar ist.
7. Verschluss nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusskappe (3) derart losbar mit dem Behalter (1) verbindbar ist, dass ein erstmaliges Losen der Verschlusskappe (3) von dem Behalter (1) feststellbar ist. - 17 - MER 5859 P
8. Verschluss nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (4; mindestens eine seitlich vorspringende Ausformung aufweist |
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Merck Patent GmbH
VERSCHLUSS MIT MEMBRAN UND DREHBARER SCHUTZKAPPE
Die Erfindung betrifft einen Verschluss zum Verschließen einer öffnung eines Behalters zur Aufbewahrung und Entnahme von sterilen oder feuchtigkeitsempfindlichen Medien mit einer Verschlusskappe, die flussigkeitsdicht mit dem Behalter verbindbar ist und mit einem durchstechbaren, selbstverschließenden Septum, welches mindestens eine Entnahmeoffnung in der Verschlusskappe flussigkeitsdicht verschließt .
Sowohl in der Forschung als auch im Zusammenhang mit industriellen Analyse- und Herstellungsverfahren werden oftmals sterile oder feuchtigkeitsempfindliche Medien benotigt, die über einen langen Zeitraum gelagert werden und für eine gelegentliche Verwendung oder eine im
Wesentlichen kontinuierliche Entnahme kleiner Mengen des Mediums bereitgehalten werden müssen. Die Entnahme einer benotigten Menge des Mediums sollte in einfacher Weise so möglich sein, dass eine Verunreinigung des noch nicht benotigten Mediums möglichst ausgeschlossen ist.
Zu diesem Zweck ist es bekannt, geeignete Behalter wie beispielsweise Flaschen aus Glas oder Kunststoff mit einem Verschluss zu verschließen, der eine Entnahmeoffnung aufweist, die wiederum mit einem Septum flussigkeitsdicht verschlossen ist. Bekannte derartige Verschlusse solcher Behalter weisen zu diesem Zweck eine oder mehrere
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Entnahmeoffnungen auf, die auf Ihrer zum Innenraum des Behalters zugewandten Seite durch ein die eine oder die mehreren Entnahmeoffnungen bedeckendes Septum flussigkeitsdicht abgedeckt bzw. verschlossen werden.
Um ein in dem Behalter befindliches Medium entnehmen zu können, wird das Septum mit einer Kanüle durchstochen und die benotigte Menge des Mediums entnommen. Das Septum besteht zweckmaßigerweise aus einem Material, das - ebenso wie das Behaltermaterial - inert gegenüber dem in dem Behalter aufzubewahrenden Medium ist und gleichzeitig leicht durchstochen werden kann, um sich nach der Entnahme des Mediums wieder selbsttätig flussigkeitsdicht zu verschließen .
Unabhängig von dem jeweils verwendeten Material hinterlasst jedes Durchstechen des Septums eine oftmals sichtbare Beschädigung des Materials, so dass insbesondere nach mehreren Entnahmevorgangen ein flussigkeitsdichter oder steriler Verschluss des Behalters durch das mehrfach durchstochene Septum nicht mehr zuverlässig gewahrleistet werden kann.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass ein mehrfaches Durchstechen des Septums an derselben Stelle dazu fuhren kann, dass sich das Septum in diesem Bereich nicht mehr zuverlässig vollständig verschließt, so dass eine sterile und trockene Lagerung des in dem Behalter befindlichen Mediums nicht mehr gewahrleistet ist. Aus diesem Grund soll üblicherweise vermieden werden, denselben Bereich des
Septums wiederholt zu durchstechen und für eine Entnahme des in dem Behalter befindlichen Mediums zu nutzen.
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Um die für einige Anwendungen erforderliche Sterilität zu gewährleisten und das unerwünschte Eindringen von Feuchtigkeit in das Behälterinnere zusätzlich zu verhindern- ist es aus der Praxis bekannt, derartige
Verschlüsse mit einer zusätzlichen Schutzkappe zu versehen. Diese Schutzkappe wird üblicherweise auf den Verschluss aufgeschraubt oder aufgesteckt und bedeckt die eine oder die mehreren Entnahmeöffnungen vollständig. Bevor das in dem Behälter befindliche Medium entnommen werden kann, muss die Schutzkappe entfernt werden, um die mit dem Septum verschlossene Entnahmeöffnung freizugeben. Die Handhabung derartige Verschlüsse wird durch die zusätzliche Schutzkappe erschwert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demzufolge, einen Verschluss der eingangs genannten Gattung so auszugestalten, dass das in dem Behälter befindliche Medium möglichst zuverlässig gegenüber Umwelteinflüssen geschützt wird und gleichzeitig eine schnelle und einfache Entnahme des Mediums ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Verschluss eine drehbar gelagerte Schutzkappe mit einer Aussparung aufweist. Die drehbar gelagerte Schutzkappe muss nicht von dem Verschluss bzw. der Verschlusskappe gelöst werden, um die in der Verschlusskappe angeordnete Entnahmeöffnung freizugeben. Die Schutzkappe muss lediglich so weit verdreht werden, dass die Aussparung in der Schutzkappe in einem bislang von der Schutzkappe abgedeckten Bereich eine Entnahmeöffnung in der Verschlusskappe freigibt und für eine Entnahme des Mediums
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zuganglich macht. Es kann allerdings bereits ausreichen, wenn die drehbar gelagerte Schutzkappe Markierungen aufweist, die einen neuen, bislang noch nicht genutzten Bereich einer Entnahmeoffnung anzeigen und diese Markierungen durch ein Verdrehen der Schutzkappe relativ zu der Entnahmeoffnung und den Entnahmeoffnungen neu positioniert werden kann.
Eine drehbar an dem Verschluss gelagerte Schutzkappe hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Schutzkappe nicht vollständig von dem Verschluss gelost werden muss, so dass keine losen Einzelteile gehandhabt werden müssen, die das Einhalten steriler oder hochreiner Arbeitsbedingungen erschweren konnten. Auch kann die drehbar gelagerte Schutzkappe mit einer Hand bzw. mit der den Behalter ergreifenden Hand in einfacher Weise zuverlässig betätigt werden, so dass mit einer zweiten Hand beispielsweise das Septum durchstochen und das in dem Behalter befindliche Medium entnommen werden kann.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass die mindestens eine Entnahmeoffnung in der Verschlusskappe und die Aussparung in der Schutzkappe jeweils außermittig angeordnet sind und dass die Verschlusskappe außermittig einen nicht von der mindestens einen Entnahmeoffnung erfassten Bereich aufweist, der großer als die Aussparung in der Schutzkappe ist. Wenn über einen längeren Zeitraum und insbesondere vor einer ersten Benutzung des Behalters kein Medium aus dem Behalter entnommen werden muss, so kann die Schutzkappe relativ zu der Verschlusskappe so verdreht bzw. positioniert werden, dass die Aussparung der
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Schutzkappe sich über einem Bereich der Verschlusskappe befindet, der keine Entnahmeöffnung aufweist, so dass das darunter angeordnete Septum entweder durch die Verschlusskappe oder durch die Schutzkappe vollständig bedeckt und gegenüber äußeren Umgebungseinflüssen geschützt ist. Erst wenn die Schutzkappe relativ zu der Verschlusskappe verdreht wird, so dass die Aussparung in der Schutzkappe zumindest teilweise über eine Entnahmeöffnung in der Verschlusskappe zu liegen kommt, wird der entsprechende Bereich des Septums von außen zugänglich und kann zur Entnahme des in dem Behälter befindlichen Mediums durchstochen werden.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Verschlusskappe mehrere außermittig angeordnete Entnahmeöffnungen aufweist und dass die Aussparung in der Schutzkappe an die Abmessungen der Entnahmeöffnungen angepasst ist. Die Verschlusskappe kann beispielsweise drei, fünf oder mehrere vorzugsweise kreisrunde oder kreisbogensegmentförmige Entnahmeöffnungen aufweisen. Die mehreren Entnahmeöffnungen werden jeweils durch ein Septum verschlossen. Dabei kann das Septum entweder einstückig ausgestaltet sein und im Wesentlichen die ganze öffnung des Behälters und damit auch alle Entnahmeöffnungen bedecken, oder aber es können mehrere, jeweils eine zugeordnete Entnahmeöffnung bedeckende Septen vorgesehen sein.
Die Aussparung in der Schutzkappe ist zweckmäßigerweise an die Abmessungen der Entnahmeöffnungen angepasst und entspricht in der Formgebung und Dimensionierung der zweckmäßigerweise einheitlichen Ausgestaltung der mehreren Entnahmeöffnungen. Es ist jedoch auch denkbar, dass die
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Aussparung in der Schutzkappe deutlich kleiner als die Abmessung der einzelnen Entnahmeoffnungen ist, so dass die Aussparungen in der Schutzkappe innerhalb einer Entnahmeoffnung mehrfach neu positioniert werden kann, um jeweils einen bislang noch nicht verwendeten Bereich des Septums freizugeben, bevor die Aussparung in der Schutzkappe über einer neuen Entnahmeoffnung positioniert wird.
Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass die Schutzkappe derart losbar mit der Verschlusskappe verbindbar ist, dass ein erstmaliges Losen der Schutzkappe von der Verschlusskappe feststellbar ist. Für bestimmte Anwendungen kann es zweckmäßig sein, dass gleichzeitig aus mehreren Entnahmeoffnungen das in dem
Behalter befindliche Medium entnommen werden kann. Ebenso ist es denkbar, dass durch eine Entnahmeoffnung Luft oder ein geeignetes Fordermedium in den Behalter eingebracht wird, um die Entnahme des in dem Behalter befindlichen Mediums durch eine andere Entnahmeoffnung zu unterstutzen. Um einen größeren Bereich einer einzigen Entnahmeoffnung oder aber mehrere Entnahmeoffnungen gleichzeitig zuganglich zu machen, kann die Schutzkappe von der Verschlusskappe gelost werden. Der Verschluss weist jedoch einen Originalitatsschutz auf, so dass ein erstmaliges Losen der Schutzkappe von der Verschlusskappe feststellbar ist und bei einer spateren Verwendung des betreffenden Behalters berücksichtigt werden kann.
Ebenso ist denkbar, dass die Schutzkappe losbar mit der Verschlusskappe verbindbar ist, um beispielsweise bei entsprechenden Anforderungen wahrend der Benutzung eine
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einfache und schnelle Entnahme der Schutzkappe im Bedarfsfall zu ermöglichen. Die Schutzkappe kann zu diesem Zweck rastend oder mit einem Schnappverschluss drehbar an der Verschlusskappe gelagert sein. Eine geeignete Befestigungsvorrichtung kann dabei entweder mittig im Bereich der Drehachse der Schutzkappe oder entlang des Umfangs der Schutzkappe angeordnet, bzw. ausgestaltet sein.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass auch die Verschlusskappe derart lösbar mit dem Behälter verbindbar ist, dass ein erstmaliges Lösen der Verschlusskappe von dem Behälter feststellbar ist. Insbesondere für eine rasche Entnahme großer Mengen des in dem Behälter befindlichen Mediums kann es vorteilhaft sein, wenn die Verschlusskappe vollständig von dem Behälter gelöst werden kann, so dass die öffnung des Behälters freigegeben wird und das in dem Behälter befindliche Medium entnommen oder beispielsweise ausgeschüttet werden kann. Um bei einer späteren Verwendung des zeitweilig ohne Verschlusskappe genutzten und anschließend mit der Verschlusskappe wieder verschlossenen Behälters auch zu einem späteren Zeitpunkt noch feststellen und gegebenenfalls berücksichtigen zu können, weist die Verschlusskappe einen Originalitätsschutz auf.
Um die Handhabung des Verschlusses zu erleichtern und auch eine einhändige Betätigung der Schutzkappe bzw. Freigabe des Septums zum Durchstechen mit einer Kanüle und der Entnahme von dem darin befindlichen Medium zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die Schutzkappe mindestens eine seitlich vorspringende Ausformung aufweist. Die Schutzkappe kann auch eine mehreckige, beispielsweise achteckige oder zwölfeckige Querschnittsfläche aufweisen, so dass
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unabhängig von der jeweiligen Ausrichtung des Behälters bzw. der Schutzkappe bei einem einhändigen Ergreifen des Behälters die Schutzkappe mit Daumen und Zeigefinger er den Behälter ergreifenden Hand zuverlässig betätigt und verdreht werden kann.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 eine Schrägansicht eines Behälters, der mit einem erfindungsgemäßen Verschluss verschlossen ist,
Fig. 2 eine Schrägansicht einer Verschlusskappe mit mehreren Entnahmeöffnungen,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Schutzkappe in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie IV-IV der in Fig. 3 dargestellten Schutzkappe,
Fig. 5 eine vergrößert dargestellte Teilansicht V der in
Fig. 3 gezeigten Schutzkappe in geschnittener Darstellung,
Fig. 6 eine vergrößert dargestellte Teilansicht VI der in
Fig. 3 gezeigten Schutzkappe und
Fig. 7 eine lediglich teilweise dargestellte Schnittansicht längs der Linie VII-VII des in Fig. 1 dargestellten Behälters mit dem Verschluss,
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Fig. 8 eine Ansicht der in Fig. 2 gezeigten Verschlusskappen von unten.
Der in Fig. 1 dargestellte Behalter 1 weist eine in dieser Ansicht nicht sichtbare öffnung auf, die von einem
Verschluss 2 verschlossen wird. Der Verschluss 2 weist eine Verschlusskappe 3 und eine drehbar auf der Verschlusskappe 3 angeordnete Schutzkappe 4 auf. Die Schutzkappe 4 weist eine Aussparung 5 auf, die im Auslieferungszustand des vollständig befullten Behalters 1 vollständig von einer
Sicherheitsabdeckung 6 bedeckt ist. Um erstmals ein in dem Behalter 1 befindliches steriles oder feuchtigkeitsempfindliches Medium entnehmen zu können, muss die Sicherheitsabdeckung 6 von der Schutzkappe 4 gelost werden, so dass die darunter befindliche Aussparung 5 von außen zuganglich wird und eine Entnahme des Mediums ermöglicht.
Zu diesem Zweck weist die in Fig. 2 einzeln abgebildete Verschlusskappe 3 mehrere Entnahmeoffnungen 7 auf. Bei dem in den Figuren abgebildeten Ausfuhrungsbeispiel sind fünf kreisförmige Entnahmeoffnungen 7 im Abstand zueinander sowie im Abstand zu einer Drehachse 8 der Verschlusskappe 3 angeordnet. Zwischen zwei benachbarten Entnahmeoffnungen 7 ist ein nicht von den Entnahmeoffnungen 7 erfasster Bereich 9 angeordnet, dessen Abmessungen großer als die Abmessungen jeder Entnahmeoffnung 7 sind. In diesem Bereich 9 bedeckt die Verschlusskappe 3 grundsatzlich den zugeordneten Bereich der öffnung des Behalters 1, und zwar unabhängig von der jeweiligen Ausrichtung der Schutzkappe 4.
In den Fig. 3 und 4 ist zur Veranschaulichung die Schutzkappe 4 in vergrößerter Darstellung abgebildet. Die
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Aussparung 5 der Schutzkappe 4 ist zu einem überwiegenden Anteil von der Sicherheitsabdeckung 6 bedeckt, die einstuckig an der Schutzkappe 4 ausgebildet ist und über schmale Stege mit der Schutzkappe 4 verbunden ist. Die derart gestaltete Schutzkappe 4 kann kostengünstig und in einfacher Weise mit gangigen Spritzgussverfahren aus einem geeigneten Material, wie beispielsweise Polyethylen (PE), hergestellt werden.
Die Schutzkappe 4 weist eine im Wesentlichen zylindrische Innenflache 10 und eine Außenflache 11 auf, die entlang eines Umfangs der Schutzkappe 4 in zwölf ebene Flachen 12 unterteilt ist. Die ebenen Flachen 12 weisen jeweils einen Winkel von 30° zu einer benachbarten ebenen Flache 12 auf. Durch die auf diese Weise gebildeten Kanten 13 lasst sich die Schutzkappe 4 in einfacher Weise ergreifen und verdrehen, wodurch eine einhandige Bedienung erleichtert wird .
Die Schutzkappe 4 weist in ihrer Mitte zwei Rastelemente 14 auf, die in eine zugeordnete öffnung in der Verschlusskappe
3 eingeführt werden können und die Schutzkappe 4 dauerhaft mit der Verschlusskappe 3 verbinden. Sollte die Schutzkappe
4 von der Verschlusskappe 3 gelost werden wollen, so musste hierzu mindestens eines der beiden Rastelemente 14 verbogen oder abgebrochen werden, so dass ein erstmaliges vollständiges Losen der Schutzkappe 4 von der Verschlusskappe 3 jederzeit festgestellt werden kann. Dies stellt ebenfalls einen Originalitatsschutz dar. Eine mögliche und in dem Ausfuhrungsbeispiel verwirklichte
Ausgestaltung der Rastelemente 14 wird in Fig. 6 in nochmal vergrößerter Darstellung gezeigt.
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Um die Ausrichtung der Schutzkappe 4 relativ zu der Verschlusskappe 3 zu erleichtern bzw. vorzugeben, weist die Schutzkappe 4 an der Innenfläche 10 mehrere, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zwölf nach innen vorspringende, wulstartige Rastelemente 15 auf. Die Rastelemente 15 können jeweils einer ebenen Fläche 12 zugeordnet sein. Die Verschlusskappe 3 weist eine an die Formgebung der Rastelemente 15 angepasste, senkrecht zur Umfangsrichtung ausgerichtete Nut 16 auf, in welche jeweils ein Rastelement 15 eingreifen kann. Die Nut 16 ist beispielsweise in Fig. 2 dargestellt.
Die Formgebung der Rastelemente 15 ist derart, dass einerseits ein Verdrehen der Schutzkappe 4 nicht unangemessen behindert wird, während andererseits eine Positionierung der Schutzkappe 4 mit einem in die Nut 16 der Verschlusskappe 3 eingreifenden Rastelement 15 bevorzugt wird. Ein Benutzer kann demzufolge bei einem Verdrehen der Schutzkappe 4 die durch die Rastelemente 15 vorgegebenen Stellungen der Schutzkappe 4 und damit der Aussparung 5 relativ zu der Verschlusskappe 3 wahrnehmen bzw. erfühlen.
Eine mögliche Ausgestaltung der Rastelemente 15 wird in der vergrößerten Teilansicht in Fig. 5 veranschaulicht.
In Fig. 7 ist eine Schnittansicht des Behälters 1 dargestellt, der in seinem Auslieferungszustand mit dem Verschluss 2 verschlossen ist. Die Verschlusskappe 3 des
Verschlusses 2 ist mittels eines Schraubgewindes 17 mit dem Behälter 1 verschraubt. Zwischen einem oberen Rand 18 des
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Behälters und einer Innenseite 19 der Verschlusskappe 3 ist ein Septum 20 angeordnet. Das Septum 20 besteht vorzugsweise aus Silikon, das auf einer dem Innenraum des Behälters 1 zugewandten Oberfläche mit einem inerten Material, wie beispielsweise PTFE, beschichtet ist.
Die Verschlusskappe 3 weist an der dem Septum 20 zugewandten Innenseite 19 im Abstand zu einem äußeren Rand angeordnete, in Richtung des Behälterinneren vorspringende Ausformungen 21 auf. Wenn die Verschlusskappe 3 fest mit dem Behälter 1 verschraubt wird, drücken die nach innen vorspringenden Ausformungen 21 innerhalb des oberen Randes 18 des Behälters 1 auf das Septum 20 und erzeugen eine geringfügige Verformung des Septums 20, so dass das Material des Septums 20 unter Spannung steht und die selbstverschließenden Eigenschaften des Materials verstärkt werden .
Auch der Schraubverschluss der Verschlusskappe 3 mit dem Behälter 1 ist mit einem Originalitätsschutz versehen. Zu diesem Zweck sind an einem dem Behälter 1 zugewandten Endbereich 22 der Verschlusskappe 3 mehrere lamellenartige Ausformungen 23 ausgeformt, die nicht radial nach innen ausgerichtet sind, sondern jeweils einen Winkel von etwa 50° hierzu aufweisen. Der Behälter 1 weist eine daran angepasste, schräg abstehende Ausformung auf, die derart ausgestaltet ist, dass die Ausformungen 23 bei einem Zuschrauben der Verschlusskappe 3 auf dem Behälter 1 nahezu ungehindert über die Ausformung des Behälters 1 hinweggleiten, wohingegen bei einem Aufdrehen der
Verschlusskappe 3 die Ausformungen 23 mit der zugeordneten Ausformung des Behälters 1 in Eingriff treten und mit einem
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erhöhten Kraftaufwand verbogen werden müssen, um die Verschlusskappe 3 freizugeben. Auf diese Weise kann der Verschluss 2 vollständig von dem Behalter 1 entnommen werden, um die Behalteroffnung vollständig freizugeben, sofern dies im Einzelfall erforderlich oder gewünscht ist. Ein derartiges Offnen des Behalters 1 bewirkt jedoch eine dauerhafte Verformung der lamellenartigen Ausformungen 23, was zu einem spateren Zeitpunkt jederzeit festgestellt werden kann, wodurch ebenfalls ein Originalitatsschutz erreicht wird.
Zur Herstellung des Verschlusses 2 können alle spritzgießfahigen Polymere verwendet werden, die sich jedoch vorzugsweise inert gegenüber aggressiven Losungsmitteln aber auch gegenüber Auslaugen verhalten.
Es ist auch denkbar, dass eine Drehrichtung der Schutzkappe 4 relativ zu der Verschlusskappe 3 vorgegeben wird. Zu diesem Zweck können beispielsweise vergleichbare lamellenartige Ausformungen 23 an der Schutzkappe 4 oder der Verschlusskappe 3 vorgesehen sein, die lediglich eine Drehrichtung der Schutzkappe 4 zulassen und die entgegengesetzte Drehrichtung blockieren. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass die Schutzkappe 4 mehrfach in unterschiedliche Richtungen verdreht wird und die
Aussparung 5 wiederholt über einer Entnahmeoffnung 7 positioniert wird, die bereits für eine Entnahme des Mediums verwendet wurde. Mit einer derartigen Maßnahme kann die Sterilität des in dem Behalter 1 befindlichen Mediums auch über mehrere Entnahmevorgange weitestgehend gewahrleistet werden.
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Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel ist lediglich zur Veranschaulichung gedacht und erlaubt im Rahmen des dem Fachmann zur Verfügung stehenden Wissens verschiedene Varianten. Auf Grund der allgemeinen Gültigkeit des beschriebenen Erfindungsprinzips ist das als Beispiel vorgestellte Ausführungsbeispiel jedoch nicht geeignet, den Schutzbereich der vorliegenden Anmeldung nur auf diese Ausführungsform zu reduzieren.
Sofern nicht ausdrücklich als erfindungswesentliches
Merkmal gekennzeichnet, versteht es für den Fachmann von selbst, dass die in der Zeichnung dargestellten oder abgebildeten Abmessungen oder relativen Größenverhältnisse lediglich jeweils mögliche Ausgestaltungen des Erfindungsprinzips veranschaulichen sollen, ohne dass damit eine Einschränkung auf diese Abmessungen oder Größenverhältnisse verbunden wäre.
