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Title:
CLUTCH ACTUATION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/110038
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a clutch actuation device (8), in particular for a semi-automatic clutch of a motorbike, comprising at least one housing part (9), a swivel element (10), a torsion element (14) and a force transmission element (19), wherein the swivel element (10) can be rotationally fixed to a shifting shaft (6) of a transmission (4), the torsion element (14) is rotatably mounted on a housing part (9), the torsion element (14) is coupled to the swivel element (10) on one side and can be connected to the clutch (3) via the force transmission element (19) on the other side, and wherein a swivel movement of the swivel element (10) can be converted via the torsion element (14) into a translational movement of the force transmission element (19).

Inventors:
FINKENZELLER, Marc (Gehren 1, Gengenbach, 77723, DE)
Application Number:
DE2018/100923
Publication Date:
June 13, 2019
Filing Date:
November 13, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16D23/12
Domestic Patent References:
WO2011039767A22011-04-07
Foreign References:
DE10352953A12005-06-09
EP1645769A22006-04-12
DE102016207237A12017-11-02
US20120291580A12012-11-22
DE102016204111A12017-09-14
DE102016216571A12018-03-01
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Claims:
Patentansprüche

1. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8), für eine Kupplung (3) eines Motorrads, mit zumindest einem Gehäuseteil (9), einem Schwenkelement (10), einem Verdreh- element (14) und einem Kraftübertragungselement (19),

wobei

das Schwenkelement (10), vorzugsweise drehfest, mit einer Schaltwelle (6) eines Getriebes (4) verbindbar ist,

das Verdrehelement (14) drehbar an einem Gehäuseteil (9) gelagert ist, das Verdrehelement (14) einerseits mit dem Schwenkelement (10) gekoppelt und andererseits über das Kraftübertragungselement (19) mit der Kupplung (3) ver- bindbar ist,

und wobei eine Schwenkbewegung des Schwenkelements (10) über das Verdreh- element (14) in eine Translationsbewegung des Kraftübertragungselements (19) umwandelbar ist.

2. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkelement (10) und das Verdrehelement (14) form-schlüssig oder reibschlüssig miteinander gekoppelt sind.

3. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Verdrehelement (14) einen ersten Abschnitt (15) zur Kopplung mit dem Schwenkelement (10) und einen zweiten Abschnitt (16) mit einer Aufnah- me (18) zur Aufnahme eines Endabschnitts (35) des Kraftübertragungselements (19) aufweist.

4. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdrehelement (14) um eine Drehachse (17) drehbar gelagert ist, und dass die Aufnahme für das Kraftübertragungselement (19) exzentrisch zur Dreh- achse (17) am Verdrehelement (14) angeordnet ist.

5. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Aufnahme für den Endabschnitt (35) des Kraftübertragungsele- ments (19) als Einhängeöse (18) ausgeführt ist.

6. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass der zweite Abschnitt (16) des Verdrehelements (14) als Kurven- scheibe (16) ausgebildet ist.

7. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungselement (19) seilförmig ausgeführt ist, und die Kurven- scheibe (16) so in Wechselwirkung mit dem Kraftübertragungselement (19) steht, dass bei Drehung der Kurvenscheibe (16) um die Drehachse (17) das Kraftüber- tragungselement (19) sich an die Außenkontur der Kurvenscheibe (16) an- schmiegt.

8. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenscheibe (16) einen ersten Kurvenabschnitt (31 , 33) und einen zweiten Kurvenabschnitt (32, 34) aufweist, wobei der erste Kurvenabschnitt (31 , 33) so ausgebildet ist, dass die Kupplung (3) vor dem Schaltvorgang in einen nächsten Gang vollständig geöffnet ist und der zweite Kurvenabschnitt (32, 34) so ausgebildet ist, dass die Kupplung (3) während des Schaltvorgangs in ihrer geöff- neten Position gehalten wird.

9. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrien der Kurvenabschnitte für das Hochschalten der Gänge (31 , 32) und die Geometrien der Kurvenabschnitte für das Runterschalten der Gänge (33, 34) gleich oder verschieden ausgeführt sind.

10. Kupplungsbetätigungsvorrichtung (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungselement (19) als Bowdenzug, Seil oder Stab ausgebildet ist.

Description:
Kupplunqsbetätiqunqsvorrichtunq

Die Erfindung betrifft eine Kupplungsbetätigungsvorrichtung für eine Kupplung eines Motorrads mit zumindest einem Gehäuseteil, einem Schwenkelement, einem Verdreh- element und einem Kraftübertragungselement.

Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind verschiedene Betätigungsvorrichtungen für eine Kupplung eines Motorrads bekannt. Für gewöhnlich erfolgt die Betätigung der Kupplung unabhängig von der Gangschaltung. Dafür ist ein Kupplungshebel vorgese- hen, der beispielsweise an der Lenkstange eines Motorrads angeordnet werden kann. Neben der Unterbrechung des Kraft-/ bzw. Leistungsflusses während des Schaltvor- gans wird auch die Drehzahlwandlung während des Anfahrvorgangs über den Kupp- lungshebel gesteuert.

Weiterhin sind halbautomatische Kupplungen für Motorräder bekannt. Bei solchen Kupplungen ist die Funktion des Kupplungshebels zur Unterbrechung des Kraft-/ bzw. Leistungsflusses während der Gangwahl in den Schalthebel integriert. Der Anfahrvor- gang kann hier, wie beispielsweise aus der DE 10 2016 204 111 A1 bekannt, durch den Einsatz einer Reibungskupplung mit Fliehkraftbetätigung erfolgen. Dadurch kann der Kupplungshebel an der Lenkstange entfallen.

Halbautomatische Kupplungen und deren Betätigungsvorrichtungen sind beispiels- weise aus der WO 2011/039767 A2 bekannt oder in der noch nicht veröffentlichten DE 10 2016 216 571 beschrieben.

So offenbart die WO 2011/039767 A2 eine Betätigungsvorrichtung für eine halbauto- matische Kupplung, bei der die Drehung des Schalthebels eine translatorische Bewe- gung einer Betätigungsstange zur Betätigung der Kupplung aus der Schaltebene her- aus hervorruft.

Nachteilig an einer solchen Betätigungsvorrichtung ist allerdings der große Bedarf an erforderlichem Bauraum für die Kupplungsaktuierung, der aufwendige Aufbau und die damit verbundenen Kosten. Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die aus dem Stand der Technik bekannten Kupplungsbetätigungsvorrichtungen weiterzuentwickeln, die genannten Nachteile zu beheben und insbesondere eine Kupplungsbetätigungsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die eine möglichst kompakte Bauweise aufweisen soll.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kupplungsbetätigungsvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, wobei das Schwenkelement drehfest mit einer Schaltwelle eines Getriebes verbindbar ist, das Verdrehelement drehbar an einem Gehäuseteil gelagert ist, das Verdrehelement einerseits mit dem Schwenkelement ge- koppelt und andererseits über das Kraftübertragungselement mit der Kupplung ver- bindbar ist, und wobei eine Schwenkbewegung des Schwenkelements über das Ver- drehelement in eine Translationsbewegung des Kraftübertragungselements umwan delbar ist.

Eine solche Kupplungsbetätigungsvorrichtung ermöglicht es, die Bewegung eines Schalthebels, insbesondere die Drehung der Schaltwelle, zusätzlich zum eigentlichen Schalten der Gänge auch zur Betätigung der Kupplung zu verwenden.

Besonders vorteilhaft können die Schaltachse der Schaltwelle und die Drehachse des Verdrehelements parallel zueinander angeordnet sein. So können die durch den Schalthebel eingeleitete Schwenkbewegung des Verschwenkelements und die Trans- lationsbewegung des Kraftübertragungselements in parallel zueinander liegenden Ebenen, bevorzugt in einer Ebene, erfolgen, wodurch ein kompakter Aufbau ermög- licht wird. Des Weiteren kann die Kupplungsbetätigungsvorrichtung durch diese An- ordnung als eine Einheit, also als ein vormontierter Zusammenbau, direkt mit der Schaltwelle verbunden werden, sodass auch die Montage vereinfacht wird. Auch ist es dadurch möglich, die Kupplungsbetätigungsvorrichtung als Zusammenbau vor der Endmontage und unabhängig von der Betätigung des Schalthebels zu testen.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beansprucht und werden im nachfolgend näher erläutert. Das Schwenkelement und das Verdrehelement können formschlüssig oder reib- schlüssig miteinander gekoppelt sein. Die Kopplung kann beispielsweise über Zahn- rad- oder auch Reibradverbindungen erfolgen.

Weiter kann das Verdrehelement einen ersten Abschnitt zur Kopplung mit dem

Schwenkelement und einen zweiten Abschnitt mit einer Aufnahme zur Aufnahme ei- nes Endabschnitts des Kraftübertragungselements aufweisen. Der erste und der zwei- te Abschnitt des Verdrehelements sind hierfür parallel zueinander, vorzugsweise pa- rallel zur Ebene der Schwenkbewegung, angeordnet.

Ferner ist es wünschenswert, wenn der zweite Abschnitt des Verdrehelements einen ersten und einen zweiten Bereich aufweist, wobei der erste Bereich zur radialen Füh- rung des Kraftübertragungselements ausgeführt ist und der zweite Bereich zur seitli- chen Führung des Kraftübertragungselements dient. Dafür ist der zweite Bereich ge- genüber dem ersten Bereich radial erhaben ausgeführt. Auch kann der zweite Bereich als ein dem ersten Abschnitt zugewandter Randbereich ausgeführt werden.

Vorzugsweise ist der erste Bereich zur radialen Führung des Kraftübertragungsele- ments als eine Außenkontur am Umfang des Verdrehelements ausgeführt.

Außerdem kann es von Vorteil sein, das Verdrehelement um eine Drehachse drehbar zu lagern und die Aufnahme für das Kraftübertragungselement exzentrisch zur Dreh- achse am Verdrehelement anzuordnen. Durch die außerhalb der Drehachse des Ver- drehelements liegende Aufnahme wird der Flub des Kraftübertragungselements und dadurch die Betätigung der Kupplung realisiert.

Ferner kann die Aufnahme für den Endabschnitt des Kraftübertragungselements als Einhängeöse ausgebildet sein. So kann auf eine einfache und sichere Art und Weise eine formschlüssige und lösbare Anbindung des Kraftübertragungselements an das Verdrehelement erfolgen. Im Verschleißfall kann dadurch beispielsweise das Kraft- übertragungselement einfach ausgetauscht werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist der zweite Abschnitt des Verdrehele- ments als Kurvenscheibe ausgeführt. Durch die Verwendung einer Kurvenscheibe kann bei minimalem Bauraum eine einfache Funktionsbeziehung zwischen der Schwenkbewegung des Schwenkhebels und der Translationsbewegung des Kraft- übertragungselements erstellt werden.

Bevorzugterweise ist das Kraftübertragungselement seilförmig ausgeführt und die Kurvenscheibe so in Wechselwirkung mit dem Kraftübertragungselement, dass bei Drehung der Kurvenscheibe um die Drehachse das Kraftübertragungselement sich an die Außenkontur der Kurvenscheibe anschmiegt.

Ferner kann die Kurvenscheibe einen ersten Kurvenabschnitt und einen zweiten Kur- venabschnitt aufweisen, wobei der erste Kurvenabschnitt so ausgebildet ist, dass die Kupplung vor dem Schaltvorgang in einen nächsten Gang vollständig geöffnet ist und der zweite Kurvenabschnitt so ausgebildet ist, dass die Kupplung während des Schaltvorgangs in ihrer geöffneten Position gehalten wird. Auch ist der zweite Kurven- abschnitt so gewählt, dass die Kraft zum Offenhalten der Kupplung gering ist und dadurch die erforderliche Schalthebelkraft auf ein Minimum reduziert werden kann.

Auch ist es möglich, die Geometrien der Kurvenabschnitte der Kurvenscheibe für das Floch- und Runterschalten der Gänge gleich oder verschieden auszuführen. Durch die angepasste Kontur der Geometrie der Kurvenabschnitte können die Kraft- bzw. He- belverhältnisse für das Hoch- und Runterschalten einfach angepasst werden.

In vorteilhafter Weise kann das Kraftübertragungselement als Bowdenzug, Seil oder Stab ausgebildet sein. Auch kann die Kupplungsbetätigungsvorrichtung als vormontierte Einheit eingesetzt werden und über zusätzliche Verbindungsmittel mit dem Rahmen des Motorrads ver- bunden werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, auf das die Erfindung aber nicht beschränkt ist und aus dem sich weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben können wird nach- folgend anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Fig.1 : ein Blockschaltbild eines Antriebsstrangs,

Fig. 2: eine Seitenansicht einer Kupplungsbetätigungsvorrichtung,

Fig. 3: einen Längsschnitt der in Fig. 2 gezeigten Kupplungsbetätigungsvorrichtung,

Fig. 4: die in Fig. 2 und Fig. 3 gezeigte Kupplungsbetätigungsvorrichtung ohne Ge- häuseanbindung in 3D,

Fig. 5a und 5b: die in den Fig. 2-4 gezeigte Kupplungsbetätigungsvorrichtung in betä- tigtem Zustand.

Figur 1 zeigt schematisch einen Antriebsstrang 1 eines Motorrads anhand eines Blockschaltbildes. Der Antriebsstrang weist einen Antriebsmotor 2 auf, der hier als Verbrennungsmotor dargestellt ist, aber auch als Elektromotor ausgebildet sein kann. Über eine Kupplung 3, ein Getriebe 4 und eine Antriebswelle 5 werden die hier nicht dargestellten Räder des Motorrads angetrieben.

Das Getriebe 4 ist schaltbar ausgeführt und über eine Schaltwelle 6 mit einem Schalt- hebel 7 verbunden. Zusätzlich ist die Schaltwelle 6 mit einer Kupplungsbetätigungs- vorrichtung 8 verbunden, die zur Betätigung der hier halbautomatisch ausgeführten Kupplung 3 dient.

Wird also aufgrund eines Schaltwunsches der Schalthebel 7 betätigt, wird über die Schaltwelle 6 sowohl das Übersetzungsverhältnis im Getriebe 4 geändert als auch die Kupplung 3 über die Kupplungsbetätigungsvorrichtung 8 betätigt. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Kraftfluss durch die Betätigung der Kupplung 3 vor der gewünschten Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Getriebes 4 unterbrochen ist.

In Figur 2 ist eine Seitenansicht einer Kupplungsbetätigungsvorrichtung 8 gemäß ei- nem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die dargestellte Kupplungsbetätigungsvorrich- tung 8 weist ein Gehäuseteil 9 auf, in dem ein Schwenkelement 10 angeordnet ist. Das Schwenkelement 10 ist einerseits mit der Schaltwelle 6 und andererseits mit ei- nem Verdrehelement 14 verbunden und ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgeführt. Es ist allerdings auch vorstellbar, das Schwenkelement 10 ein- teilig oder mit mehr als zwei Teilen auszuführen. Die hier dargestellte zweiteilige Aus- führungsform besteht aus einem mit der Schaltwelle 6 verbundenen Hebelanteil 11 und einem mit dem Hebelanteil 11 über Niete 13 verbundenen Verzahnungsabschnitt 12. Auch sind weitere stiftartige Verbindungen, aber auch stoffschlüssige und weitere kraft- oder formschlüssige Verbindungen hier denkbar.

Über den Verzahnungsabschnitt 12 erfolgt die hier formschlüssige Kopplung mit dem Verdrehelement 14. Anstatt des Verzahnungsabschnittes 12 ist allerdings auch eine kraftschlüssige Kopplung, wie z.B. in Form eines Reibrades zwischen Schwenkele- ment 10 und Verdrehelement 14 denkbar.

Das Verdrehelement 14 ist über eine Drehachse 17 gegenüber dem Gehäuseteil 9 und einem nicht dargestellten Gehäusedeckel 21 drehbar gelagert. Zur Kopplung von Schwenkelement 10 und Verdrehelement 14 ist am Verdrehelement 14 ein in Figur 4 dargestelltes Zahnrad 15 als erster Abschnitt vorgesehen. Außerdem weist das Ver- drehelement 14 eine Kurvenscheibe 16 als zweiten Abschnitt auf, die eine Aufnahme 18 für einen Endabschnitt 35 eines Bowdenzugs 19 vorsieht, die exzentrisch zur Drehachse 17 angeordnet ist. Zusätzlich zur Aufnahme 18 ist der Bowdenzug 19 über eine Führung 20 im Gehäuseteil 9 geführt. Dafür ist eine Hülle 28 des Bowdenzugs 19 im Gehäuse verschraubt. Diese zusätzliche Führung des Bowdenzugs 19 ermöglicht eine rein translatorische Bewegung des Bowdenzugs 19 zur Betätigung der Kupplung 3. Außerdem kann durch die Veränderung der Einschraubtiefe der Bowdenzug 19 und damit die Betätigung der Kupplung 3 eingestellt werden.

Figur 3 zeigt einen Längsschnitt durch die Kupplungsbetätigungsvorrichtung 8. Zur Anbindung des hier zweiteilig ausgeführten Schwenkelements 10 ist eine Nabe 23 vorgesehen, die einteilig oder mehrteilig mit dem Schwenkelement 10 ausgeführt sein kann und über eine Profilverbindung 24 formschlüssig mit der Schaltwelle 6 verbun- den werden kann. Neben einer formschlüssigen Welle-Nabe-Verbindung sind aller- dings auch kraftschlüssige Verbindungen, wie bspw. Kegel- oder Schrumpfverbindun- gen denkbar. Zur Minimierung der Reibung und zur Positionierung des Verdrehele- ments 14 gegenüber der im Gehäuseteil 9 angeordneten Drehachse 17 sind Nadella- ger 25, 26 zwischen Drehachse 17 und Verdrehelement 14 vorgesehen. Alternativ ist auch eine Gleitlagerung denkbar. Zur Anbindung des Bowdenzugs 19 am Verdrehe- lement 14 ist die Aufnahme 18 als Einhängeöse 27 vorgesehen. Die Einhängeöse 27 ist in die Kurvenscheibe 16 des Verdrehelements 14 integriert. Zusätzlich weist die Kurvenscheibe 16 einen als Außenkontur ausgeführten ersten Bereich 29 zur radialen Führung des Bowdenzugs 19 und einen zweiten Bereich 30 zur seitlichen Führung des Bowdenzugs 19 am Verdrehelement 14 auf, wobei der zweite Bereich 30 radial erhaben gegenüber der Außenkontur ausgeführt ist. Auch sind der erste Bereich 29 und der zweite Bereich 30 in Richtung der Drehachse 17 axial versetzt zueinander angeordnet.

Zum Schutz vor Schmutz, Salz oder Wasser ist ein Gehäusedeckel 21 vorgesehen, der mittels Schrauben 22 mit dem Gehäuseteil 9 verbunden ist.

Verschiedene Betätigungszustände sind den Figuren 4, 5a und 5b zu entnehmen. Während Figur 4 die Kupplungsbetätigungsvorrichtung 8 in einem nicht betätigten Ru- hezustand zeigt, sind in den Figuren 5a und 5b die jeweiligen gewünschten Endpositi- onen beim Floch- und Runterschalten dargestellt.

In Figur 4 ist die Kopplung des Verzahnungsabschnitts 12 des Schwenkelements 10 mit dem als Zahnrad 15 ausgeführten ersten Abschnitt des Verdrehelements 14 dar- gestellt. Das Zahnrad ist drehtest mit der Kurvenscheibe 16 verbunden.

Wird, wie in den Figuren 5a und 5b gezeigt, die Schaltwelle 6 über den Schalthebel 7 verdreht, wird das Schwenkelement 10 der Verdrehung der Schaltwelle 6 entspre- chend verschwenkt und das mit dem Schwenkelement 10 verbundene Verdrehele- ment 14 um die Drehachse 17 rotiert. Durch die exzentrisch zur Drehachse 17 ange- ordnete Aufnahme 18 wird die Rotationsbewegung der Schaltwelle 6 über die Ver- schwenkung des Schwenkelements 10 in eine Translationsbewegung des Bowden- zugs 19 überführt. Der Bowdenzug 19 schmiegt sich dabei radial an den ersten Be- reich 29 und axial an den zweiten Bereich 30 der Kurvenscheibe 16 an und wird dadurch geführt. Der erste Bereich 29 der Kurvenscheibe 16 weist einen ersten Kur- venabschnitt 31 ,33 auf, der so gewählt ist, dass die Kupplung 3 vor dem Schaltvor- gang in einen nächsten Gang vollständig geöffnet ist und einen zweiten Kurvenab- schnitt 32, 34 der so gewählt ist, dass die Kupplung während des Schaltvorgangs in ihrer geöffneten Position gehalten wird. In dem in Figur 5a und 5b gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel sind die Geometrien der Kurvenabschnitte für das Hochschalten der Gänge (31 , 32 aus Fig. 5a) und die Geometrien der Kurvenabschnitte für das Runter- schalten der Gänge (33, 34 aus Fig. 5b) gleich ausgeführt. Es ist allerdings auch denkbar, diese Geometrien verschieden auszuführen. Der erste Kurvenabschnitt 31 geht in den zweiten Kurvenabschnitt 32 über und kann einen vom zweiten Kurvenab- schnitt 32 verschiedenen Radius aufweisen. Auch der erste Kurvenabschnitt 33 geht in den zweiten Kurvenabschnitt 34 über und kann einen vom zweiten Kurvenabschnitt 34 verschiedenen Radius aufweisen.

Die vorangegangenen Ausführungsbeispiele betreffen eine Kupplungsbetätigungsvor- richtung 8, für eine Kupplung 3 eines Motorrads, mit zumindest einem Gehäuseteil 9, einem Schwenkelement 10, einem Verdrehelement 14 und einem Kraftübertragungs- element 19, wobei das Schwenkelement 10 vorzugsweise drehtest mit einer Schalt- welle 6 eines Getriebes 4 verbindbar ist, das Verdrehelement 14 drehbar an einem Gehäuseteil 9 gelagert ist, das Verdrehelement 14 einerseits mit dem Schwenkele- ment 10 gekoppelt und andererseits über das Kraftübertragungselement 19 mit der Kupplung 3 verbindbar ist, und wobei eine Schwenkbewegung des Schwenkelements 10 über das Verdrehelement 14 in eine Translationsbewegung des Kraftübertragungs- elements19 umwandelbar ist.

Bezuqszeichenliste

1 Antriebsstrang

2 Antriebsmotor

3 Kupplung

4 Getriebe

5 Antriebswelle

6 Schaltwelle

7 Schalthebel

8 Kupplungsbetätigungsvorrichtung

9 Gehäuseteil

10 Schwenkelement

11 Hebelanteil

12 Verzahnungsabschnitt

13 Nieten

14 Verdrehelement

15 Zahnrad

16 Kurvenscheibe

17 Drehachse

18 Aufnahme

19 Bowdenzug

20 Führung

21 Gehäusedeckel

22 Schrauben

23 Nabe

24 Profilverbindung

25 erstes Nadellager

26 zweites Nadellager

27 Einhängeöse

28 Bowdenzughülle

29 erster Bereich

30 zweiter Bereich

31 erster Kurvenabschnitt - Hochschalten zweiter Kurvenabschnitt - Hochschalten erster Kurvenabschnitt - Runterschalten zweiter Kurvenabschnitt - Runterschalten Endabschnitt