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Patent Searching and Data


Title:
CLUTCH ACTUATION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/127891
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a clutch actuation system for actuating a dual clutch of a vehicle. Said clutch actuation system is composed of two part clutches which are actuated by two engagement bearings which are loaded by means of pressure and are arranged coaxially with respect to one another. Here, the first engagement bearing is connected to an annular piston which is arranged coaxially with respect to a transmission input shaft in a housing and is guided in the housing. The second engagement bearing is actuated by a piston which is arranged outside the housing and is operatively connected to the end of an actuating element. Said actuating element is configured at the other end as a fork, the two arms of which act diametrically on the second engagement bearing. According to the invention, at least one second piston is arranged in the housing radially outside the annular piston and acts on an actuating element within the surface of the latter.

Inventors:
MALITOURNE, Jerome (67 rue de Schifflange, Drusenheim, F-67410, FR)
ORTMANN, Simon (Rainweg 2, Rheinau-Linx, 77866, DE)
Application Number:
DE2011/000332
Publication Date:
October 20, 2011
Filing Date:
March 28, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestrasse 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
MALITOURNE, Jerome (67 rue de Schifflange, Drusenheim, F-67410, FR)
ORTMANN, Simon (Rainweg 2, Rheinau-Linx, 77866, DE)
International Classes:
F16D21/00; F16D25/08; F16D25/10
Attorney, Agent or Firm:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (AT/BHL-GIndustriestrasse 3, Bühl, 77815, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Kupplungsbetätigungssystem (1) zur Betätigung einer Doppelkupplung eines Kraftfahrzeuges, die sich aus zwei Teilkupplungen (K1 , K2) zusammensetzt, die durch zwei mittels Druck beaufschlagte koaxial zueinander angeordnete Einrücklager (5, 6) betätigt werden, wobei das erste Einrücklager (6) mit einem koaxial zu einer Getriebeeingangswelle in einem Gehäuse (3) angeordneten ringförmigen Kolben (4) verbunden ist, der im Gehäuse geführt wird und das zweite Einrücklager (5) von einem außerhalb des Gehäuses (3) angeordneten Kolben (9) betätigt wird, der mit dem Ende eines Stellelements in Wirkverbindung steht, wobei dieses Stellelement am anderen Ende als Gabel ausgeführt ist, deren beide Arme diametral auf das zweite Einrücklager (5) einwirken, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein radial außerhalb des ringförmigen Kolbens (4) mit im Gehäuse (3) angeordneter Kolben (9) innerhalb der Fläche eines Stellelementes (13) auf dieses einwirkt.

Kupplungsbetätigungssystem (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine hohl ausgeführte Kolben (9) aus einem äußeren Kolben (9a) gebildet wird, der einen formgleichen inneren Kolben (9b) mit einem Abstand (Δχ) umhüllt.

Kupplungsbetätigungssystem (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass end- seitig im äußeren Kolben (9a) ein Auflageelement (11 ) eingebracht ist.

Kupplungsbetätigungssystem (1 ) nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des mindestens einen Auflageelements (11 ) sphärisch ausgebildet ist.

Kupplungsbetätigungssystem (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (13) als Hebel ausgeführt ist.

Kupplungsbetätigungssystem (1 ) nach den Ansprüchen 1 , 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf jedes Auflageelements (11 ) auf jeweils eine in der Fläche des Hebels (13) vorgesehene gewölbte Ausnehmung (13a) einwirkt.

Kupplungsbetätigungssystem (1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Ende des Hebels (13) zur Bildung eines Scharniers mit mindestens einer gewölbten Ausnehmung (13b) versehen ist und das andere Ende des Hebels (13) gabelförmig ausgeführt ist, so dass dieses zwei Gabelarme (13c) aufweist.

8. Kupplungsbetätigungssystem (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Kolben (9) und Gehäuse (3) ein ringförmiger Druckraum (14) vorhanden ist.

9. Kupplungsbetätigungssystem (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckraum (14) von einer Schmutzabdeckung (10) abgedeckt ist.

10. Kupplungsbetätigungssystem (1 ) nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung eines Scharniers mit dem Hebel (13) das Kupplungsgehäuse (2) mindestens eine Erhebung (2a) aufweist, deren Form zu der der gewölbten Ausnehmung (13b) am Ende des Hebels (13) invers ausgeführt ist.

Description:
Kupplungsbetätiqunqssystem

Die Erfindung betrifft ein Kupplungsbetätigungssystem zur Betätigung einer Doppelkupplung eines Kraftfahrzeuges mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Es sind auf unterschiedliche Art und Weise arbeitende Kupplungsbetätigungssysteme zur Betätigung einer Doppelkupplung bekannt. So gibt es mechanisch betätigbare Kupplungsbetätigungssysteme, wie dies in der DE 196 22 707 B4 für eine einfache Kupplung beschrieben ist Das Wirkprinzip dieses Betätigungssystems beruht darauf, dass ein Betätigungshebel mit einem Einrücklager auf einem Führungsrohr über eine lange Strecke geführt wird. Dieses Führungsrohr ist dabei fest mit der Getriebeglocke verbunden. Beim Einrückvorgang zur Betätigung der Kupplung drückt der als schwenkbarer Hebel bezeichnete Einrückhebel gegen das auf dem Führungsrohr geführte Betätigungsteil. Durch die Führung des Betätigungsteils auf dem Rührungsrohr (Trägerteil) wird während des Einrückvorgangs dem Betätigungsteil mitsamt Einrücklager eine Zwangsbewegung vorgegeben. Für eine Adaption auf eine Doppelkupplung gemäß DE 10 2009 011 809 A1 bedeutet das, dass jeder Teilkupplung ein Teileinrücksystem zugeordnet ist, das aus einem Einrücklager und einem mit diesem verbundenen zylinderförmigen Betätigungselement gebildet wird. Dabei sind diese Teileinrücksysteme konzentrisch um eine Getriebeeingangswelle ineinander geschachtelt angeordnet, und jedes Teileinrücksystem steht über das jeweilige Einrücklager mit der entsprechenden Teilkupplung in Wirkverbindung. Über die beiden Gabelarme des jeweiligen, dem Teileinrücksystem zugeordneten Einrückhebels sind die beiden Einrücklager betätigbar. Da jedes Betätigungselement über zwei gegenüber liegend angeordnete Koppelelemente verfügt, ist über diese eine Gelenkverbindung mit den Enden der Gabelarme des jeweiligen Einrückhebels herstellbar.

Dieses auf einem Hebelsystem basierende Kupplungsbetätigungssystem benötigt jedoch viel Bauraum sowie eine hohe Fertigungsgenauigkeit der Bauteile, was eine kostenintensive Fertigung nach sich zieht.

Weiter ist aus der DE 10 2009 034 401 A1 ein hydraulisch betätigbares Kupplungsausrücksystem für eine Doppelkupplung bekannt, das zwei hydrostatische, um die beiden Getriebeeingangswellen des Doppelkupplungsgetriebes angeordnete Nehmerzylindersysteme enthält, mit jeweils zumindest einem druckbeaufschlagbaren Kolben zur Betätigung jeweils einer Reibungskupplung und ein getriebeseitig aufgenommenes Gehäuse. Dabei besteht das eine Nehmerzylindersystem zur Betätigung der zweiten Teilkupplung aus einem Ringzylinder, in dem ein Ringkolben axial geführt wird. Das zweite Nehmerzylindersystem zur Betätigung der ersten Teilkupplung dagegen wird aus mehreren, radial außerhalb des Ringzylinders über den Umfang verteilt angeordneten, hydrostatischen Einzelzylindern gebildet, in denen mit gleichem Druck beaufschlagte Einzelkolben axial geführt werden.

Dieses Doppel-CSC benötigt ebenfalls einen entsprechend großen radialen Bauraum.

Eine Kombination beider dargestellter Ausführungen von Kupplungsbetätigungssystemen zur Betätigung einer Doppelkupplung wird in der FR 2 851 627 B1 beschrieben. Hierbei umfassen die beiden Zylinder einen ersten ringförmigen Zylinder, der koaxial zur Getriebeeingangswelle angeordnet ist und einen ringförmigen Flansch umfasst, der einen zweiten zylindrischen Zylinder parallel zum ersten Zylinder und eine mit Hilfe eines Kugelgelenks am ringförmigen Flansch angelenkte Gabel trägt. Diese Gabel wirkt mit ihrem Kugelgelenkende an einem diametral dem zylindrischen Zylinder in Bezug zur Drehachse gegenüber liegenden Punkt zusammen und liegt mit ihrem anderen Ende auf dem Kolben des Zylinders auf. Dabei liegt sie mit ihrem Mittelteil auf einem Ring auf, der auf der Drehachse zentriert ist und einen Anschlag für die erste Teilkupplung trägt. Somit ist die Gabel dem Kolben des genannten anderen Zylinders zugeordnet und wirkt auf die Betätigungsmittel einer der beiden Kupplungen ein.

Auch bei dieser Lösung wird ein entsprechend großer Bauraum benötigt.

Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Kupplungsbetätigungssystem für eine Doppelkupplung vorzuschlagen, das unter Ausnutzung der Gegebenheiten im Kupplungsgehäuse eines geringen Bauraums bedarf und dabei kostengünstig herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird mit einem Kupplungsbetätigungssystem für eine Doppelkupplung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelost. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Danach wird eine Doppelkupplung eines Kraftfahrzeuges, aus zwei Teilkupplungen bestehend, mittels eines Kupplungsbetätigungssystems betätigt, wobei die beiden Teilkupplungen durch zwei mittels Druck beaufschlagte, koaxial zueinander angeordnete Einrücklager betätigt werden. Dabei ist das erste Einrücklager mit einem koaxial zu einer Getriebeeingangswelle in einem Gehäuse angeordneten ringförmigen Kolben verbunden, der im Gehäuse geführt wird. Das zweite Einrücklager wird von einem außerhalb des Gehäuses angeordneten Kolben betätigt, der mit dem Ende eines Stellelementes in Wirkverbindung steht. Dieses Stellelement ist am anderen Ende als Gabel ausgeführt, deren beide Arme diametral auf das zweite Einrücklager einwirken. Erfindungsgemäß wirkt mindestens ein radial außerhalb des ringförmigen Kolbens mit im Gehäuse angeordneter zweiter Kolben innerhalb der Fläche eines Stellelementes auf dieses ein. Der Querschnitt eines Kolbens kann dabei unterschiedliche Formen aufweisen. So kann er außer einer zylindrischen auch beispielsweise eine nierenför- mige Form besitzen. Außerdem können mehrere Kolben im Gehäuse außerhalb des zentral angeordneten Ringkolbens vorgesehen sein. Das Gehäuse des Kupplungsbetätigungssys- tems und der mindestens eine außerhalb des ringförmigen Kolbens angeordnete Kolben können dabei aus Kunststoff hergestellt sein.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der mindestens eine radial außerhalb zum ringförmigen Kolben im Gehäuse beabstandete zweite Kolben gemäß der Ausbildung des Gehäuses an dieser Stelle hohl ausgeführt ist, so dass in diesem Hohlraum eine Wegmesseinrichtung untergebracht werden kann. Außerdem wird dieser Kolben aus einem äußeren Kolben gebildet, der einen formgleichen inneren Kolben in einem Abstand umhüllt, so dass deren Mantelflächen zueinander beabstandet sind. Dieser Abstand zwischen den beiden Kolben ermöglicht während der Druckbeaufschlagung des Systems den Ausgleich von Winkelabweichung bezüglich der Geraden von innerem und äußerem Kolben über den Kolbenweg.

Besonders vorteilhaft ist es, dass endseitig im Kolben ein Auflageelement eingebracht ist, dessen aus dem Kolben herausragender Kopf sphärisch ausgebildet ist.

Weiter ist es vorteilhaft, dass das Stellelement als Hebel ausgeführt ist und der Kopf jedes Auflageelementes auf jeweils eine in der Fläche des Hebels vorgesehene gewölbte Ausnehmung einwirkt.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das eine Ende des Hebels zur Bildung eines Scharniers mit mindestens einer gewölbten Ausnehmung versehen ist und das andere Ende des Hebels gabelförmig ausgeführt ist, so dass dieses zwei Gabel- arme aufweist, die mit entsprechend diametral am Einrücklager zur Betätigung der Teilkupplung K1 angebrachten Auflagen in Wirkverbindung stehen. Weiter ist es vorteilhaft, zur hydraulischen Übertragung einer Kraft auf den zweiten Kolben, dass zwischen diesem Kolben und dem Gehäuse ein ringförmiger Druckraum vorhanden ist, der von einer Schmutzabdeckung abgedeckt wird. Diese Schmutzabdeckung ist vorzugsweise als Faltenbalg ausgeführt, um der axialen Bewegung des mindestens einen radial außerhalb des Ringkolbens angeordneten Kolbens gerecht zu werden.

Weiter weist zur Bildung eines Scharniers mit dem Hebel in vorteilhafter Weise das Kupplungsgehäuse mindestens eine Erhebung auf, deren Form zu der mindestens einen gewölbten Ausnehmung des Hebelendes invers ausgeführt ist.

Der Vorteil dieses Kupplungsbetätigungssystems besteht in der einfachen und kostengünstigen Herstellung der Bauteile sowie deren einfacher Montage. Außerdem wird das Kupplungsgehäuse durch Anbringen entsprechender Konturen mit in die Anbindung des Kupplungsbetätigungssystems einbezogen, so dass keine zusätzlichen Bauteile erforderlich sind. Hinzu kommt, dass auf eine weitere mechanische Einheit verzichtet werden kann, was den Bauraumbedarf minimiert. Die Krafteinleitung zur Betätigung der Kolben erfolgt vorteilhafter Weise einheitlich für beide Einheiten mittels des Druckmediums in der hydraulischen Strecke.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Kupplungsbetätigungssystem;

Figur 2 ein Teil des Kupplungsbetätigungssystems gemäß Figur 1 in einer anderen

Schnittdarstellung;

Figur 3 eine perspektivische Darstellung des Kupplungsbetätigungssystems;

Figur 4 eine schematische Darstellung des Stellelements des Kupplungsbetätigungssystems bezüglich eines Einrücklagers; Figuren 5

und 6 weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten des Stellelements des Kupplungsbetäti- gungssystems bezüglich eines Einrücklagers.

In Figur 1 ist ein Kuppiungsbetätigungssystem 1 dargestellt, das eine Hybridlösung, bestehend aus einer semihydraulischen Einheit 1a und einem konzentrisch um eine nicht dargestellte Getriebeeingangswelle angeordneten Nehmerzylinder (CSC) 1 b, darstellt. Dieses Kuppiungsbetätigungssystem 1 dient zur Betätigung einer aus zwei Teilkupplungen K1 und K2 bestehenden, nicht dargestellten Doppelkupplung. Dabei dient der Nehmerzylinder bzw. das CSC 1b zur Betätigung der Teilkupplung K2 und entsprechend die semihydraulische Einheit 1a zur Betätigung der Teilkupplung K1.

Das CSC 1b besteht bekanntermaßen aus einem Gehäuse 3, in dem ein Ringkolben 4 axial beweglich geführt wird. Dieser Ringkolben 4 ist kupplungsseitig mit einem Einrücklager 6 verbunden. Zur Abdichtung eines zwischen Ringkolben 4 und Gehäuse 3 gebildeten Druckraumes 8 ist endseitig der Ringkolben 4 mit einem Dichtelement 7 verbunden. Wie aus dieser Figur 1 ersichtlich, ist das Gehäuse 3 des Kupplungsbetätigungssystems 1 mit dem Kupplungsgehäuse 2 verbunden. Außerdem ist radial außerhalb des CSC 1 b der hydraulische Teil der semihydraulischen Einheit 1a in das Gehäuse 3 integriert. Dieser hydraulische Teil besteht in diesem Beispiel ebenfalls aus einem hydraulisch betätigbaren Kolben 9, der zur Möglichkeit der Anpassung an eine Differenz zwischen den Winkeln zur Geraden in einen äußeren Kolben 9a und einen inneren Kolben 9b unterteilt ist. Dabei ist der Kolben 9b so gestaltet, dass er an der Innenfläche des entsprechend geformten Gehäuses 3 geführt wird, das zur Aufnahme einer Wegmesseinrichtung 19 einen Hohlraum aufweist. Außerdem weist er ein Dichtelement 12 auf, das den Druckraum 14 zwischen Gehäuse 3 und Kolben 9 abdichtet. Auf der Mantelfläche des inneren Kolbens 9b, der ebenfalls hohl ausgeführt ist, ist der Kolben 9a aufgesetzt, der zu diesem einen Abstand Δχ aufweist und somit vom Kolben 9b spielbehaftet geführt wird. Außerdem ist endseitig im äußeren Kolben 9a ein Auflageelement 11 eingebracht, das mit seinem Fuß in diesem aufgenommen ist. Zur Verringerung der Reibung und damit des Verschleißes ist der Kopf dieses Auflageelements sphärisch ausgebildet. Denkbar ist allerdings auch, mehrere Kolben und auch damit abgedichtete Druckräume, für diesen hydraulischen Teil der semihydraulischen Einheit 1a vorzusehen. Dabei können die Kolben unterschiedliche Querschnittsformen, wie zum Beispiel eine Nierenform, aufweisen. Die Druckräume können auch in den gleichen Bereich des Gehäuses 3, wie der jetzige Druckraum 8, eingebracht sein. Sollte der vorhandene Bauraum dazu nicht ausreichen, ist es auch möglich, die Druckräume, analog zum vorliegenden Ausführungsbeispiel, separat anzuordnen. Weiter ist aus Figur 1 ersichtlich, dass der mit dem Auflageelement 11 verbundene äußere Kolben 9a mit einem Stellelement 13 in Wirkverbindung steht, das den übrigen Teil der semihydraulischen Einheit 1a darstellt. Dieser Kolben 9a beaufschlagt das Stellelement 13 innerhalb dessen Fläche mit Kraft. Das Stellelement 13 ist hierbei als Hebel ausgeführt, der endsei- tig in Form einer Gabel mit zwei Armen 13c ausläuft. Wie ersichtlich, sind am Einrücklager 5 diametral gegenüber liegende Anlenkungen 18a, 18b vorgesehen, wobei in dieser Darstellung nur die Anlenkung 18b sichtbar ist. Die beiden Gabelarme 13c sind jeweils mit einer Auflage 13d versehen, die zur Betätigung des Einrücklagers 5 mit den Anlenkungen 18a, 18b in Wirkverbindung stehen. Dazu sind die Auflagen 13d zur Vergrößerung ihrer Auflageflächen an den Anlenkungen 18a, 18b entsprechend geformt. Zur formschlüssigen Anlage des Hebels 13 am Auflageelement 11 weist der Hebel 13 eine adäquat gewölbte Ausnehmung 13a auf. Das andere Ende des Hebels 13 ist zur Ausbildung eines Scharniers ebenfalls mit einer gewölbten Ausnehmung 13b versehen. Diese gewölbte Ausnehmung 13b umschließt zumindest teilweise eine sphärisch ausgebildete Erhebung 2a, die am Kupplungsgehäuse 2 vorgesehen ist. Durch das Umschließen der Erhebung 2a von der gewölbten/sphärischen Ausnehmung 13b des Hebels 13 wird ein Scharnier bzw. eine weitere Lagerstelle für den Hebel 13 gebildet. Bei einer axialen Bewegung des Kolbens 9 stützt sich somit der Hebel 13 an zwei Lagerstellen ab - einerseits radial außen am Kupplungsgehäuse 2 (Scharnier), andererseits am Einrücklager 5 zur Betätigung der Teilkupplung K1. Somit erfolgt die Krafteinleitung zwischen zwei Auflagepunkten.

Bei Betätigung eines nicht dargestellten Kupplungspedals wird das gesamte hydraulische System zur Betätigung der Doppelkupplung und damit auch das in dieses integrierte Kupp- lungsbetätigungssystem 1 mit Druck beaufschlagt, und damit sowohl das Einrücklager 5 zur Betätigung der Teilkupplung K1 als auch das Einrücklager 6 zur Betätigung der Teilkupplung K2. Da die Funktionsweise zur Betätigung des Einrücklagers 6 hinlänglich aus der Literatur bekannt ist, wird daher auf eine nähere Beschreibung verzichtet und nur die Betätigung des Einrücklagers beschrieben. Hierzu wird der am Kupplungsgehäuse 2 gelagerte Hebel 13 infolge der axialen Bewegung des Kolbens 9 mit Druck beaufschlagt. Dabei stützt sich dieser am Lagerpunkt radial außen am Kupplungsgehäuse 2 ab. Durch die Bewegung des Hebels 13 und damit dessen Arme 13c, die entsprechend geformte Auflagen 13d aufweisen, wird das mit den Gabelauflagen 13d in Wirkverbindung stehende Einrücklager 5 in axialer Richtung bewegt und somit die Teilkupplung K1 betätigt. Zur Aufnahme der Schwenkbewegung sind die Anlenkungen 18a, 18b unterschiedlich gestaltet. So ist in dieser Figur die als Kugel ausgeführte Anlenkung 18b sichtbar, während die auf der gegenüber liegenden Seite angeordnete Anlenkung 18a tonnenförmig ausgeführt ist und ein balliges Profil aufweist. Zum Schutz vor Schmutzeintrag in den ringförmigen Druckraum 14 ist zwischen Auflageelement 11 und Kolben 9 eine Schmutzabdeckung 10 angebracht, die in diesem Falle vorzugsweise als Faltenbalg ausgebildet ist, um der axialen Bewegung des Kolbens gerecht zu werden, wobei die Kraft am Kolben 9 größer ist als die Kraft am Einrücklager. Dafür ist jedoch der benötigte Hubraum im Druckraum 14 kleiner als der am Einrücklager 5.

Außerdem sind (in dieser Figur nicht dargestellt) am Gehäuse 3 des Kupplungsbetätigungs- systems 1 analog zu einem konventionellen CSC so genannte Pfeifen mit Standard- Konnektoranschlüssen angebracht, über die die beiden Druckräume 8, 14, mit Druckmedium versorgt werden zur Betätigung des Ringkolbens 4 und des Kolbens 9.

Figur 2 zeigt nur einen Ausschnitt des Kupplungsbetätigungssystems 1 gemäß Figur 1 , wobei der Schnitt senkrecht zu dem in Figur 1 verläuft. Der Einfachheit halber werden für die Beschreibung der nachfolgenden Figuren die Bezugszeichen für gleiche Bauteile beibehalten.

In dieser Schnittdarstellung sind außer den Gehäusen 2 und 3 und in den beiden mit diesen verbundenen Einrückeinheiten und deren Einrücklagern 5 und 6 die Befestigungsaufnahmen 15 zu sehen, in die Verbindungsmittel, beispielsweise Schrauben, einführbar sind und somit das Gehäuse 3 des Kupplungsbetätigungssystems 1 mit dem der Kupplung verbunden werden kann. Außerdem sind in dieser Figur die beiden Gabelarme 13c mit ihren Auflagen 13d sichtbar, die mit den Anlenkungen 18a und 18b in Wirkverbindung stehen. Die links in der Figur sichtbare mit dem Einrücklager 5 verbundene Anienkung 18a ist dabei als balliger Zylinder ausgebildet und die rechte Anienkung 18b als Kugel. Durch diese unterschiedliche Ausbildung der beiden Auflagen 18a und 18b wird eine Überbestimmung des Systems vermieden.

Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Kupplungsbetätigungssystems 1 , bestehend aus den beiden Einrückeinheiten mitsamt Einrücklagern 5 und 6 und dem Hebel 13 sowie dessen Gabelarme 13c. Die aus dem Hebel 13 hervorstehende gewölbte Ausnehmung 13a, an der das hier nicht sichtbare Auflageelement des Kolbens anliegt, ist ebenfalls gut erkennbar. Dieser Figur sind auch die beiden Pfeifen 16, 17 für die Zufuhr des Druckmediums zu entnehmen.

In Figur 4 ist der Hebel 13 schematisch als Einzelteil dargestellt. Dieser gabelförmig ausgebildete Hebel 13 mit seinen Gabelarmen 13c ist endseitig zur Anbindung an eine Lagerstelle (Erhebung) im Kupplungsgehäuse 2 und zur Bildung eines Scharniers mit beidseitig zu einer nicht dargestellten Gehäuseaufnahme mit gewölbten Ausnehmungen 13b versehen. Zwischen den Gabelarmen 13c und diesen Ausnehmungen 13b ist die gewölbte Ausnehmung 13a erkennbar, die in diesem Ausführungsbeispiel eine runde sphärische Form aufweist. In dieser Figur ist die gewölbte Ausnehmung 13a, deren Wölbung im Bereich der Teilung des Hebels 13 in die beiden Gabelarme 13c endet, vorzugsweise symmetrisch auf der Fläche des Hebels 13 angeordnet. Das Einrücklager 5 ist hierbei nur als Ringfläche angedeutet.

Im Unterschied zu Figur 4 zeigt Figur 5 eine weitere Möglichkeit der Ausgestaltung und Anordnung der gewölbten Ausnehmung 13a und somit der Ausgestaltung der in dieser Figur nicht dargestellten semihydraulischen Einheit, die in diesem Beispiel aus zwei Kolben gebildet wird, so dass in Figur 5 zwei gewölbte Ausnehmungen 13a erforderlich sind, die symmetrisch zur Hebelachse angeordnet sind. Der sphärische Bereich jeder Ausnehmung 13a endet dabei an einem Gabelarm. Die übrige Ausgestaltung des Hebels 13 ist analog zu dem in Figur 4.

In Figur 6 ist der Hebel 13 aus Figur 4 mit einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit der gewölbten Ausnehmung 13a dargestellt. Diese gewölbte Ausnehmung 13a ist dabei ebenfalls an die Querschnittsform des nicht dargestellten Kolbens der semihydraulischen Einheit ange- passt. In diesem Falle hätte der Kolben eine Nierenform.

Bezuqszeichenliste

Kupplungsbetätigungssystem

a semihydraulische Einheit

b Nehmerzylinder/Concentric Slave Cylinder (CSC)

Kupplungsgehäuse

a Erhebung

Gehäuse Kupplungsbetätigungssystem

Kolben/Ringkolben

Einrücklager

Einrücklager

Dichtelement

Druckraum

Kolben

a äußerer Kolben

b innerer Kolben

0 Schmutzschutz/Faltenbalg

1 Auflageelement

2 Dichtelement

3 Stellelement/Hebel

3a gewölbte Ausnehmung

3b gewölbte Ausnehmung

3c Gabelende

3d Auflage Gabelarm

4 Druckraum

5 Befestigungsaufnahme

6 Druckleitungsanschluss

7 Druckleitungsanschluss

8a Anlenkung

8b Anlenkung

9 Aufnahme für Wegmesseinrichtung