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Title:
CLUTCH RELEASE BEARING GUIDE DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/025654
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a clutch release bearing guide device which comprises a plastic guide body (1) having a bearing connecting zone for connecting a clutch release bearing thereto, a guide bush section as a component of the guide body (1), having an inner wall some sections of which act as a guide surface (F1, F2) and extending between a front edge (S1) and a rear edge (S2), and a receiving flange (4) defining a receiving section into which the guide body (1) is inserted. The guide body (1), in the area of the guide bush section (1a), is configured in such a manner that it can be deformed in relation to is circumferential width to such an extent as to achieve a required inner diameter. The guide body can also have expansion elements which expand the guide bush section to a required inner diameter. The invention allows the realization of guide surface geometries in narrow shape and position tolerances and which are easily achieved by process engineering.

Inventors:
DITTMER, Steffen (Tulpenstrasse 25, Aurachtal, 91086, DE)
WINKELMANN, Ludwig (Hutstrasse 1a, Erlangen, 91056, DE)
Application Number:
EP2007/058174
Publication Date:
March 06, 2008
Filing Date:
August 07, 2007
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER KG (Industriestrasse 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
DITTMER, Steffen (Tulpenstrasse 25, Aurachtal, 91086, DE)
WINKELMANN, Ludwig (Hutstrasse 1a, Erlangen, 91056, DE)
International Classes:
F16D23/14; F16D23/00
Attorney, Agent or Firm:
SCHAEFFLER KG (Industriestrasse 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Ausrücklager-Führungseinrichtung, umfassend:

- einen Führungskörper (1 ) aus einem Kunststoffmaterial, der einen zur Anbindung eines Ausrücklagers (2) vorgesehenen Lageranbindungsbereich aufweist,

- einen Führungsbuchsenabschnitt als Bestandteil des Führungskörpers (1 ), der eine zumindest abschnittsweise als Führungsfläche (F1 , F2) fungierende Innenwandung aufweist, die sich zwischen einem vorderen Stirnrand (S1 ) und einem hinteren Stirnrand (S2) erstreckt, und

- einen Aufnahmeflansch (4), der einen Aufnahmebereich definiert, in welchen der Führungskörper (1 ) eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper (1 ) im Bereich des Führungsbuchsenabschnitts (1 a) derart ausgebildet ist, dass dieser hinsichtlich seiner Umfangslänge auf ein zur Erreichung einer geforderten Innenabmessung erforderliches Maß verformbar ausgeführt ist.

2. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Spreizmittel vorgesehen sind, die den Führungsbuchsenabschnitt (1 a) auf eine geforderte Innenabmessung spreizen.

3. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Stauchmittel vorgesehen sind, die den Führungsbuchsenabschnitt (1 a) auf eine geforderte Innenabmessung stauchen.

4. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Führungsbuchsenabschnitts (1 a) Axialschlitzstrukturen ausgebildet sind.

5. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialschlitzstrukturen als in Umfangsrichtung des Führungs-

buchsenabschnitts (1 a) abfolgende, abwechselnd von der vorderen Stirnwand und der hinteren Stirnwand vordringende Schlitze ausgeführt sind.

6. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialschlitzstrukturen als in Umfangsrichtung abfolgende, abwechselnd von der Innenseite und von der Außenseite aus eindringende Schlitze ausgeführt sind.

7. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizmittel durch Splintelemente gebildet sind, die in axialer Richtung in den Mantel des Führungsbuchsenabschnitts eingefügt sind.

8. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizmittel durch eine Innenbuchse gebildet sind.

9. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizmittel durch mehrere Ringelemente gebildet sind, die in eine konzentrisch zur Längsachse des Führungsbuchsenabschnitts ausgeführte Ringnutstruktur eingepresst sind.

10. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbuchsenabschnitt (1 a) gegen die Innenwandung des Aufnahmeflansches gespreizt wird.

11. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandung des Führungsbuchsenabschnitts mehrere Axialstege definiert.

12. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper als zweischalige Struktur ausgeführt ist.

13. Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalen des Führungskörpers durch eine Scharnierstruktur miteinander gekoppelt sind.

14. Ausrücklager-Führungsbuchse, umfassend einen Führungskörper (1 ) aus einem Kunststoffmaterial, der einen Führungsbuchsenabschnitt (1 a) aufweist, wobei der Führungsbuchsenabschnitt (1 a) einen Bestandteil des Führungskörpers bildet und eine zumindest abschnittsweise als Führungsfläche (F1 , F2) fungierende Innenwandung bildet, die sich zwischen einem vorderen Stirnrand (S1 ) und einem hinteren Stirnrand (S2) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper (1 ) im Bereich des Führungsbuchsenabschnitts (1 a) in Umfangshchtung längenveränderbar ausgeführt ist, und dass Zwangsmittel vorgesehen sind, die als solche den Führungsbuchsenabschnitt (1 a) auf eine geforderte Innenabmessung drängen.

15. Ausrücklager-Führungsbuchse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsmittel als Spreizringe ausgeführt sind.

16. Ausrücklager-Führungsbuchse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenabmessungen der Führungsbuchse in einem verbauten Zustand durch die Wanddicke der Führungsbuchse und die Abmessungen einer die Führungsbuchse aufnehmenden öffnung festgelegt sind.

17. Ausrücklager-Führungsbuchse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffhülse über Halteringe radial gegen einen Aufnahmebohrungswandung des Metallgehäuses gepresst wird.

18. Ausrücklager-Führungsbuchse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffhülse über Halteringe als Spreizringe sowohl radial gegen die Bohrungswandung des Metallgehäuses gepresst wird, und diese Spreizringe als Sicherungsmittel zur axialen Fixierung der Kunststoffhülse fungieren.

19. Ausrücklager-Führungsbuchse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallring (5 ' ) vorgesehen ist, der eine radiale Spreizung der Kunststoffhülse (1 ' ) bewirkt.

20. Ausrücklager-Führungsbuchse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallring (5 ' ) in Kombination mit Halteringen ( 41 , 43) vorgesehen ist.

Description:

Bezeichnung der Erfindung

Ausrücklager-Führungseinrichtung

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Ausrücklager-Führungseinrichtung, insbesondere für ein Kupplungsausrücklager eines Kfz-Schaltgethebes, wobei diese Ausrücklager-Führungseinrichtung einen Hülsenkörper aufweist, der als solcher ein Kupplungsausrücklager trägt und nach Maßgabe eines Ausrückorgans auf einem beispielsweise getriebeseitig montierten und eine Getriebeeingangswelle umgebenden Führungszapfen axial verlagerbar ist.

Aus der DE 103 56 236 A1 ist eine als Schiebehülse ausgeführte Ausrücklager- Führungseinrichtung der eingangs genannten Art bekannt, die als solche einen Hülsenkörper umfasst, der mit einem Ringflanschabschnitt versehen ist. Der Hülsenkörper weist eine Innenwandung auf, die als Gleitführungsfläche fungiert und den Hülsenkörper axial verschiebbar auf einem Führungszapfen lagert. Der Hülsenkörper und der Ringflanschabschnitt sind miteinander einstückig aus einem Kunststoffmaterial gefertigt. Auf den Ringflanschabschnitt ist unter Be- lassung eines Bewegungsspiels ein Ringelement aufgesetzt, das aus einem Blechmaterial gefertigt ist. Auf einen Außenbereich des Hülsenkörpers ist ferner ein Aufnahmeflansch aufgesetzt, durch welchen der Ringflanschabschnitt ausgesteift wird.

Aus der US 4,351 ,427 A ist eine Ausrücklagereinrichtung bekannt, die als solche ein als Wälzlager ausgeführtes Ausrücklager sowie eine dieses Ausrücklager tragende Führungseinrichtung umfasst. Die Führungseinrichtung weist ei-

nen buchsenartigen und aus einem Kunststoffmaterial gefertigten Führungszylinder auf. In diesen Führungszylinder ist ein Haltering eingesetzt, der eine Sitzfläche bereitstellt, auf welcher das vorgenannte Kupplungsausrücklager fixierbar ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausrücklager- Führungseinrichtung zu ermöglichen, die kostengünstig herstellbar ist und deren Führungsflächengeometrien in einem engen Toleranzbereich realisiert werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Ausrücklager- Führungseinrichtung mit einem Führungskörper aus einem Kunststoffmaterial, der einen zur Anbindung eines Ausrücklagers vorgesehenen Lageranbindungs- bereich aufweist, einem Führungsbuchsenabschnitt als Bestandteil des Führungskörpers, der eine zumindest abschnittsweise als Führungsfläche fungierende Innenwandung aufweist, die sich zwischen einem vorderen Stirnrand und einem hinteren Stirnrand erstreckt, und einem Aufnahmeflansch, der einen Aufnahmebereich definiert, in welchen der Führungskörper eingesetzt ist, wobei sich die Ausrücklager-Führungseinrichtung dadurch auszeichnet, dass der Führungskörper im Bereich des Führungsbuchsenabschnitts derart ausgebildet ist, dass dieser hinsichtlich seiner Umfangslänge auf ein zur Erreichung einer geforderten Innenabmessung erforderliches Maß verformbar ausgeführt ist.

Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, eine Ausrücklager- Führungseinrichtung zu schaffen, bei welcher die für eine hinreichend leichtgängige Führung maßgeblichen Abmessungen der als Axialführungsfläche fungierenden Innenwandung in prozesstechnisch sicher beherrschbarer Weise in einem engen Form- und Lagetoleranzbereich eingehalten werden können.

Der Führungskörper ist im Bereich des Führungsbuchsenabschnitts „in Um- fangsrichtung weich" ausgeführt. Diese Weichheit wird durch Einformung von

Dehnungsstrukturen erreicht. Durch diese Dehnungsstrukturen kann der den Führungsbuchsenabschnitt bildende Mantel unter geringen Kräften auf die er-

forderliche Abmessung gedrängt, insbesondere geweitet werden. Hierdurch kann insbesondere vermieden werden, dass durch Schwindungserscheinungen des zur Bildung des Führungsbuchsenabschnitts verwendeten Kunststoffmate- riales eine Durchmesserverringerung erzwungen wird, die zu einer Beseitigung des für einen hinreichend leichtgängigen Lauf erforderlichen Bewegungsspiels führt.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Führungskörper derart ausgebildet, dass der Führungsbuchsenabschnitt des- selben Axialschlitzstrukturen aufweist. Diese Axialschlitzstrukturen können so ausgebildet sein, dass diese in Umfangshchtung abfolgende, wechselweise von der vorderen Stirnwand bzw. von der hinteren Stirnwand aus vordringende Axi- al-Schlitze umfassen. Durch den hiermit erreichten mäander- oder zickzackartigen Verlauf der Wandung des Führungsbuchsenabschnittes wird es möglich, dieser Wandung in Umfangsrichtung eine gewisse Dehnbarkeit zu verleihen und hierdurch eine radiale Weitung des Führungskörpers unter geringen Kräften zu ermöglichen.

Es ist auch möglich, die Axialschlitzstrukturen so auszubilden, dass diese als in Umfangsrichtung abfolgende, jedoch abwechselnd von der Innenseite bzw. von der Außenseite in den Führungsbuchsenabschnitt eindringende Schlitze ausgeführt sind.

Die Aufspreizung des Führungsbuchsenabschnitts auf den geforderten Innen- durchmesser erfolgt vorzugsweise indem die Spreizmittel als Splintelemente ausgebildet sind, die in axialer Richtung in den Mantel des Führungsbuchsenabschnitts eingefügt, insbesondere unter leichtem Presssitz eingetrieben sind.

Alternativ hierzu oder auch in Kombination mit dieser Maßnahme ist es auch möglich, die Spreizmittel durch wenigstens eine Innenbuchse zu bilden, die als solche den Führungsbuchsenabschnitt von innen her in radialer Richtung unterstützt. Diese Innenbuchse kann eine Innenumfangsfläche aufweisen, die ebenfalls als den Führungsabschnitt führende Gleit-Bewegungsfläche fungiert. Alter-

nativ hierzu ist es auch möglich, diese Innenbuchse so zu dimensionieren, dass diese mit einem größeren Spiel oder Spaltmaß auf einer den Führungsbuchsenabschnitt tragenden Innenstruktur sitzt, so dass die Gleitführung nur durch die anderweitigen Innenwandungsabschnitte der Führungsbuchse bewerkstel- ligt wird.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es auch möglich, die Spreizmittel durch wenigstens ein, vorzugsweise mehrere Ringelemente zu bilden, die in eine konzentrisch zur Längsachse des Führungsbuchsenab- Schnitts ausgeführte Ringnut eingepresst sind. Insbesondere ist es möglich, sowohl von der Vorderseite als auch von der hinteren Stirnseite des Führungsbuchsenabschnitts jeweils ein entsprechendes Ringelement in eine zur Aufnahme des jeweiligen Ringelementes vorgesehene Umfangsnut einzupressen.

Es ist möglich, den Führungsbuchsenabschnitt und den zur Aufnahme desselben vorgesehenen Aufnahmeflansch so zu gestalten, dass der Aufnahmeflansch letztlich als Umgriffsstruktur fungiert, gegen die der Führungsbuchsenabschnitt unter Wirkung der Spreizmittel gespreizt wird.

Der Führungsbuchsenabschnitt kann so ausgebildet sein, dass dessen Innenwandung als Zylinderfläche ausgebildet ist. Alternativ hierzu ist es jedoch auch möglich, den Führungsbuchsenabschnitt so zu gestalten, dass dessen Innenwandung mehrere, insbesondere in Axialrichtung verlaufende Stege (Axialstege) definiert. Durch die zwischen den jeweiligen Axialstegen verbleibenden Längsnuten wird ein Ausweichraum geschaffen, durch welchen eine übermäßige Anpressung des Führungsflanschabschnitts an die diesen tragende Führungseinrichtung vermieden wird.

Der Führungskörper kann gemäß einem besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung als mehrteilige, insbesondere zweischalige Struktur ausgeführt sein. Diese zweischalige Struktur kann durch Verbindungsabschnitte, insbesondere Rastklauenstrukturen miteinander gekoppelt werden. Weiterhin ist es möglich, die beiden Schalen des Führungskörpers durch ein Formwerkzeug derart zu

fertigen, dass diese zumindest zunächst über eine Scharnierstruktur miteinander verbunden sind und entlang dieser Scharnierstruktur lagerichtig zusammengeklappt werden können.

Insbesondere bei einer mehrteiligen Gestaltung des Führungskörpers ist es möglich, den zur Aufnahme des Führungskörpers vorgesehenen Aufnahmeflansch so zu gestalten, dass durch diesen der mehrteilige Führungskörper zusammengehalten wird. An dem Führungskörper und an dem Aufnahmeflansch können Eingriffsabschnitte vorgesehen sein, die bei entsprechendem Zusam- menfügen der beiden Komponenten in eine Eingriffsstellung gelangen und diese Komponenten in Fügestellung sichern.

Insbesondere bei der Realisierung der Spreizmittel als Innenbuchse oder als Ringelemente ist es ebenfalls möglich, über diese Innenbuchse oder die Ring- elemente die einzelnen Komponenten des Führungskörpers miteinander zu koppeln.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:

Figur 1a eine Axialschnittansicht zur Veranschaulichung des Aufbaus einer ersten Variante einer erfindungsgemäßen Ausrücklager- Führungseinrichtung mit einem in Umfangsrichtung leichtgängig weitbaren Führungsbuchsenabschnitt,

Figur 1b eine Detail-Skizze zur Veranschaulichung der Einbauposition eines hier als Spannhülse ausgeführten Spreizmittels bei der Füh- rungseinrichtung nach Figur 1 a,

Figur 2 eine Draufsicht auf eine Ausrücklager-Führungseinrichtung in der Bauart nach Figur 1 a,

Figur 3 ebenfalls eine Draufsicht auf eine Ausrücklager- Führungseinrichtung, hier jedoch mit einer zweischaligen Variante des Führungskörpers sowie einem als Ringbuchse gestalteten Spreizmittel,

Figur 4 eine Axialschnittansicht der Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Figur 3,

Figur 4a eine perspektivische Detaildarstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus des Führungskörpers der Ausrücklager- Führungseinrichtung nach den Figuren 3 und 4,

Figur 5 eine perspektivische Ansicht des aufgeklappten Führungskörpers,

Figur 6 eine Draufsicht auf eine weitere Variante einer Ausrücklager- Führungseinrichtung mit einem mehrere Axialstege definierenden Führungsflächeninnenbereich,

Figur 7 eine Axialschnittansicht zur Veranschaulichung des Aufbaus der Ausrücklager-Führungseinrichtung nach Figur 6,

Figur 8 eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Ausrücklager- Führungseinrichtung, hier zur Veranschaulichung einer Variante der Spreizmittel in Form von Spreizringen,

Figur 9a eine Axialschnittansicht zur Veranschaulichung des Aufbaus einer Buchsen-Variante einer erfindungsgemäßen Ausrücklager-

Führungseinrichtung,

Figur 9b eine Detaildarstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus des Führungshülsenabschnitts bei der Ausrücklager-

Führungseinrichtung gemäß Figur 9a,

Figur 10a eine weitere Variante einer Ausrücklager-Führungseinrichtung,

Figur 10b eine Detaildarstellung zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der hier vorgesehenen Spreizmittel.

Die in Figur 1 a gezeigte Ausrücklager-Führungseinrichtung umfasst einen Führungskörper 1 , der als solcher aus einem Kunststoffmaterial gefertigt ist. Der Führungskörper 1 bildet einen zur Anbindung eines Ausrücklagers 2 vorgesehenen Lageranbindungsbereich. Der Führungskörper 1 wesit einen Führungsbuchsenabschnitt 1 a auf, der einen Bestandteil des Führungskörpers 1 bildet und eine zumindest abschnittsweise als Führungsfläche F1 , F2 fungierende Innenwandung definiert.

Diese Innenwandung erstreckt sich zwischen einem vorderen Stirnrand S1 und einem hinteren Stirnrand S2. Die Ausrücklager-Führungseinrichtung umfasst weiterhin einen Aufnahmeflansch 4, der als solcher einen Aufnahmebereich definiert, in welchen der Führungskörper 1 spielfrei eingesetzt ist. Die hier dargestellte Ausrücklager-Führungseinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass der Führungskörper 1 im Bereich des Führungsbuchsenabschnitts 1 a in Um- fangsrichtung weitbar ausgeführt ist und zudem Spreizmittel vorgesehen sind, die als solche den Führungsbuchsenabschnitt 1 a auf eine geforderte Innenabmessung spreizen oder den Führungsbuchsenkörper in enger Anlage an der Innenwandung des Aufnahmeflansches sichern.

Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind im Bereich des Führungs- buchsenabschnitts 1 a Axialschlitzstrukturen A1 , A2, A3 ausgebildet, die als solche in axialer Richtung verlaufen und den Führungsbuchsenabschnitt 1 a in

Umfangshchtung gewollt schwächen. Die Axialschlitzstrukturen A1 , A2, A3 sind

als in Umfangsrichtung abfolgende, abwechselnd von der vorderen Stirnseite S1 bzw. der hinteren Stirnseite S2 aus axial eindringende Schlitze ausgeführt. Der Axialschlitz A2 befindet sich insoweit zwischen den Axialschlitzen A1 , A3. In die Schlitzwandung des Axialschlitzes A2 ist eine Kehle eingeformt, die als sol- che der Aufnahme eines als Spannhülse 5 ausgeführten Spreizmittels dient. Durch Eintreiben der Spannhülse 5 in die entsprechende Führungskehle des Axialschlitzes A2 wird der Führungsbuchsenabschnitt 1 a in Umfangsrichtung geweitet. Das Ausmaß der Weitung des Führungsbuchsenabschnitts 1 a wird hierbei durch die Innenwandung 4a des Aufnahmeflansches 4 begrenzt.

Durch das angegebene Konzept wird es möglich, die Innengeometrie des Führungsbuchsenabschnitts 1 a über die Geometrie der Innenwandung 4a des Flanschabschnittes 4 und die radiale Wanddicke des Führungsbuchsenabschnitts 1 a zu bestimmen. Etwaige Verringerungen des Innendurchmessers des Führungsbuchsenabschnitts 1 a aufgrund eines Längenschwundes des Führungsbuchsenabschnitts in Umfangsrichtung werden durch das erfindungsgemäße Spreiz-Konzept eliminiert.

Bei der in Figur 1 dargestellten Ausrücklager-Führungseinrichtung weist der Führungskörper 1 weiterhin einen Ringflanschabschnitt 1 b auf, der als solcher an dem Aufnahmeflansch 4 ansteht. Der Führungskörper 1 ist weiterhin von einer Ringklammer 7 umgriffen, durch welche der Führungskörper 1 formschlüssig an dem Aufnahmeflansch 4 gesichert ist. Durch die Ringklammer 7 wird auch ein Fixierabschnitt 7a bereitgestellt, über welchen das Ausrücklager 2 auf dem Führungskörper 1 gesichert ist.

In Figur 1 b ist in Form einer Detailskizze nochmals der Umfangsabschnitt des Führungsbuchsenabschnitts 1 a dargestellt, in welchem das hier als Spannhülse 5 ausgeführte Spreizmittel sitzt. Die Spannhülse 5 ist vorzugsweise aus einem Federstahlmaterial gefertigt. Es ist jedoch auch möglich, die Spannhülse aus einem anderweitigen Metallmaterial oder insbesondere auch aus einem vorzugsweise faserverstärkten Kunststoffmaterial herzustellen. Anstelle der Gestaltung der Spannhülse 5 als Hohlteil ist es auch möglich, diese als Bolzen auszu-

führen und gegebenenfalls durch anderweitige Gestaltungen im Bereich der den Bolzen aufnehmenden Wandung des Führungsbuchsenabschnitts für eine entsprechende Elastizität in Umfangsrichtung zu sorgen. Vorzugsweise sind auch Sicherungsstrukturen, beispielsweise in Form kleiner Rastzungen, in den Führungsbuchsenabschnitt 1 a eingeformt, durch welche die Spreizmittel in Wirkposition gesichert sind.

Die in dieser Darstellung erkennbaren Axialschlitze A1 , A2, A3 sind als in radialer Richtung den Führungsbuchsenabschnitt 1 a vollständig durchsetzende Schlitze ausgeführt. Es ist jedoch auch möglich, diese Axialschlitze A1 , A2, A3 als zumindest einseitig abgedeckte Schlitzstrukturen zu gestalten, wobei die verbleibende Abdeckung vorzugsweise so ausgeführt ist, dass diese eine ausreichende Bewegungsfreiheit der über die Axialschlitze aneinander grenzenden Zonen des Führungsbuchsenabschnitts 1 a in Umfangsrichtung ermöglicht.

In Figur 2 ist in Form einer Draufsicht der Aufbau der Ausrücklager- Führungseinrichtung gemäß Figur 1 a noch weiter veranschaulicht. Wie aus dieser Ansicht erkennbar, sind die erfindungsgemäßen Spreizmittel 5 in einander diametral gegenüberliegenden Umfangszonen des Führungsbuchsenab- Schnitts 1 a angeordnet. Die durch diese Spreizmittel 5 bewirkte Weitung des Führungsbuchsenabschnitts 1 a in Umfangsrichtung wird durch die Innenwandung 4a des Aufnahmeflansches 4 begrenzt. Der Aufnahmeflansch 4 fungiert bei diesem Ausführungsbeispiel gleichzeitig auch noch als Krafteinleitungsstruktur, die als solche im verbauten Zustand mit einem Kupplungsausrückhebel oder anderweitigem Aktuator kinematisch gekoppelt ist.

Gemäß der in Figur 3 dargestellten weiteren Variante einer erfindungsgemäßen Ausrücklager-Führungseinrichtung ist der Führungskörper 1 als zweischalige Struktur ausgeführt, die als solche in den Aufnahmeflansch 4 eingesetzt ist. Der Führungskörper 1 umfasst zwei Halbschalen 1 e, 1f, die über eine Filmscharniereinrichtung 7 miteinander gekoppelt sind. Hierdurch wird es möglich, im Bereich der Innenumfangsfläche auf werkzeugtechnisch günstig realisierbare

Weise Geometrien zu realisieren, die ansonsten aus der hier angetroffenen Betrachtungsrichtung hinterschnitten wären.

Wie aus Figur 4 ersichtlich, ist der Führungskörper 1 unter Einbindung eines hier als Innenbuchse 8 ausgeführten Spreizmittels in den Aufnahmeflansch 4 eingesetzt. Durch die Innenbuchse 8 wird der Führungsbuchsenabschnitt 1 a des Führungskörpers in radialer Richtung abgestützt und definiert gegen die Innenwandung 4a des Aufnahmeflansches 4 gedrängt.

Die Zweischalen-Filmscharniervariante des Führungskörpers nach den Figuren 3 und 4 ist in Figur 5 weiter veranschaulicht. Wie aus dieser Darstellung ersichtlich, werden die beiden Halbschalenabschnitte 1 e, 1 f als über einen Filmscharnierabschnitt 7 zusammenhängende Strukturen gefertigt. Im Bereich ihrer die Innenfläche des Führungsbuchsenabschnitts 1 a bildenden Innenzone sind die beiden Halbschalen 1 e, 1f mit einer Umfangsnut 10a, 10b versehen, in die als solche das in Figur 4 dargestellte, als Innenbuchse ausgeführte Spreizelement eingesetzt werden kann.

Wie bei der Variante nach den Figuren 3, 4 und 5 bereits beschrieben, besteht das Kunststoffgehäuse vorzugsweise aus zwei Halbschalen, wobei bei der Fertigung die beiden Halbschalen mit einem Filmscharnier hergestellt werden. Die Halbschalenfertigung des Gehäuses ermöglicht es, im Führungsbohrungsbe- reich eine Aussparung vorzusehen, in welche beim Fügen der Teile ein Metallstützring eingesetzt wird. Je nach Bauausführung des Ausrücklagers wird der Außendurchmesser des Gehäuses über den Stahlflansch oder über ein schlauchschellenartiges Teil bzw. über einen Bördelring radial vorgespannt. Auch hier kann eine Wärmeausdehnung des Kunststoffgehäuses in Umfangs- richtung durch eine entsprechend große Spalte an den Stoßstellen ermöglicht werden. Der Stützring kann vorteilhaft als geclinchtes oder gewickeltes Teil und/oder mittels Widerstandsschweißen gefertigt werden.

Hiermit werden folgende Vorteile erzielt:

- Eine hohe Genauigkeit der Bohrungsabmessungen und Formgenauigkeit der Kunststoff-Gehäusebohrung lassen sich durch einen Pressverband Stützring/Gehäusewandung und Stahlflansch verwirklichen.

- Das Filmscharnier garantiert die Zuordnung der gleichen Teile aus einem

Formnest sowie aus einer Fertigungscharge.

- Das Führungsspiel zwischen der Gehäusebohrung und der Führungshülse kann minimiert werden.

Alternativ zur vorherigen Variante wird bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 6 und 7 der Mantel des Führungsbuchsenabschnitts durch entsprechende Axial-Schlitze in Umfangsrichtung mäanderartig ausgebildet. Die für den Metallstützring 5 vorgesehene Umfangsnut 7a1 wird vorzugsweise durch sich gegenseitig ergänzende Formkernelemente nach dem Prinzip der N-Profil- Käfig-Fertigung hergestellt, d. h. das zur Erzeugung der Bohrungskontur erforderliche Werkzeug ist so gestaltet, dass dieses wechselweise erhabene und vertiefte Formkernabschnitte aufweist, die sich im Mittenbereich zu einem Ring ergänzen, so dass ein zur Bildung der obengenannten umlaufenden Ausspa- rungsnut geeigneter geteilter und axial herausziehbarer Formkern entsteht. Die radiale Vorspannung wird, wie oben beschrieben, durch den Stahlflansch oder die Schlauchklemme bzw. über den Bördelring erzeugt.

In Figur 6 ist in Form einer Draufsicht eine weitere Variante einer erfindungs- gemäßen Ausrücklager-Führungseinrichtung dargestellt, die hinsichtlich der hierdurch erreichten Gesamtgeometrie weitgehend der Variante nach den Figuren 3, 4 und 5 entspricht. Abweichend von dieser Variante bildet die als Gleit- führungsfläche fungierende Innenwandung des Führungsbuchsenabschnitts 1 a mehrere durch Freiflächen voneinander getrennte Axialstege AS1 , AS2. Durch die zwischen diesen Axialstegen AS1 , AS2 verbleibenden Freiflächen wird ein Ausweichraum geschaffen.

Bei der in den Figuren 6 und 7 dargestellten Variante ist das Kunststoffgehäuse mäanderförmig geschlitzt ausgebildet. Die für den Metallstützring 5 vorgesehene Aussparung oder Nut wird nach dem Prinzip der N-Profil-Käfig-Fertigung hergestellt. Dazu ist das zur Erzeugung der Bohrungskontur erforderliche Werk- zeug so gestaltet, dass dieses wechselweise erhabene und vertiefte Felder bildet, wobei in der Mitte die obengenannte umlaufende Aussparung/Nut erzeugt wird. Die radiale Aussparung wird, wie oben beschrieben, durch den Stahlflansch 4 oder durch Schlauchklemmen bzw. über den Bördelring 7 umgriffen.

Bei ausreichend radial verfügbarem Bauraum wird gemäß der Variante nach Figur 8 vorgeschlagen, das Kunststoffgehäuse mit Schlitzen A1 , A2, A3 durch z.B. mäanderförmige Schlitze in Umfangshchtung elastisch verformbar zu gestalten. Um die Toleranzen der Gehäusebohrung in engen Grenzen zu gewähr- leisten, können Metallstützringe 5c1 , 5c2 in die dafür vorgesehenen Aussparungen 13c1 und 13c2 im Führungsbuchsenabschnitt 1 a eingesetzt werden. Die aufnehmenden Gehäusedurchmesser und die dazu korrespondierenden Außendurchmesser der Stützringe 5c1 , 5c2 sowie die zugehörigen radialen Gehäusewandungsdicken sind z.B. mittels Abstimmungsrippen so festgelegt, dass nach dem Fügen mit dem Stahlflansch 4 und dem Bördelring 7 überspannungspassungen bzw. Presssitze vorliegen.

Für Ausrücklager mit massivem Gehäuse wie z.B. in Figur 9a dargestellt, beispielsweise Ausrücklager aus Gusseisen, Stahl oder Aluminium, wird zur Ver- besserung der Gleiteigenschaften und Verschleißfestigkeit in die jeweilige Führungsbohrung eine als Führungskörper 1 fungierende Kunststoffhülse eingesetzt. Erfindungsgemäß wird hierzu, wie in den Figuren 9a und 9b aufgezeigt, die Kunststoffhülse als in Umfangshchtung weiche d.h. weit- oder stauchbare, insbesondere durch einen Schlitz A1 geschlitzte Hülse ausgeführt.

In die mit mindestens einer Aussparung gefertigte Hülse wird ein Metallstützring 5 eingesetzt, der in seinen Durchmesserabmessungen derart gestaltet ist, dass die Hülse mit Festsitz in der Gehäusebohrung 4a ' sitzt wird. Bei längeren

Kunststoffhülsen ist es vorteilhaft, mindestens zwei Nuten für Stützringe vorzugsweise in den Endbereichen vorzusehen. Alternativ zu der vorgenannten Ausführung ist es auch möglich, die Kunststoffhülse als Segment-, insbesondere als Halbschalenstruktur zu fertigen, welche vorteilhaft mit Filmscharnieren verbunden hergestellt wird. Als weitere Variante wird vorgeschlagen, die Kunststoffhülse durch Schlitzstrukturen mäanderförmig gegliedert zu fertigen. Die für den Metallstützring vorgesehene Aussparung oder Nut kann auch hier so gestaltet sein, dass wechselweise erhabene und vertiefte Felder (N-Käfigkonzept) entstehen.

In den Figuren 10a und 10b ist eine weitere Variante einer Ausrücklager- Führungseinrichtung dargestellt. Die hier vorgesehene Kunststoffhülse 1 ' ist als geschlitzte Struktur ausgeführt und in das massive Metallgehäuse 40 eingesetzt. Um den Wärmedehnungsausgleich sowie den Durchmessertoleranzaus- gleich zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Kunststoffhülse radial durch im Querschnitt winkelförmig gestaltete Sicherungsringe 41 und/oder durch Halteringe 43 aufzuspreizen, sodass die Kunststoffhülse dauerhaft radial nach außen gegen die Bohrungswandung 4a ' gedrängt wird.

Der Sicherungsring 41 sitzt dabei formschlüssig in einer Nut 44 und fixiert gleichzeitig die Kunststoffhülse 1 ' axial. Der Haltering 43 untergreift stirnseitig ebenfalls den Kunststoff ring 1 ' und wird vorzugsweise über eine formschlüssige Verschnappung 45 am Gehäuse 40 axial fixiert. Zusätzlich kann, wie in den Figuren 10a und 10b dargestellt, mittig in der Bohrung der Kunststoffhülse 1 ' ein Metallring 5 ' (geschlossen oder geschlitzt) eingesetzt sein, welcher ein Aufspreizen der Kunststoffhülse 1 ' bewirkt.

Durch das erfindungsgemäße Konzept wird es auf vorteilhafte Weise möglich, Ausrücklager-Führungseinrichtungen aus einem Kunststoffmaterial zu schaffen, bei welchen insbesondere im Bereich der inneren Führungsfläche äußerst geringe Formtoleranzen eingehalten werden können und auf Einflüsse wie äußere Temperatureinwirkungen oder auch Quell/Schwindungseffekte bei dem Kunststoffmaterial weniger Einfluss auf das Bewegungsspiel erlangen. Durch die er-

findungsgemäße Lösung wird es möglich, die Ausrücklager- Führungseinrichtung prozesssicher mit äußerst geringen Formtoleranzen zu fertigen und den Einfluss der Wärmeausdehnung sowie die Fertigungstoleranzen gering zu halten und ein Klemmen des Ausrücklagers auf einer Führungs- einrichtung zu verhindern.

Bei dem verwendeten Kunststoffmaterial handelt es sich vorzugsweise um ein mechanisch und thermisch hochbelastbares Kunststoffmaterial. Es ist möglich, diesem Zuschlags-, Schmier- oder Füllstoffe beizumischen, die die mechani- sehen Eigenschaften des entsprechend gebildeten Verbundbauteils verbessern. Es ist auch möglich, den Kunststoffkorpus aus mehreren in ihren Eigenschaften unterschiedlichen und an entsprechend verschiedenen Stellen eingespritzten Materialmischungen zu fertigen.

Alternativ zu einer radialen Aufspreizung des in Umfangshchtung weich gestalteten Führungskörpers ist es auch möglich, diesen innerhalb einer zur Aufnahme desselben vorgesehenen Aufnahmestruktur (Flansch 4) radial zu stauchen, so dass die Innengeometrie des Führungskörpers ebenfalls durch die Innenabmessungen des Aufnahmebereichs der Aufnahmestruktur und die Wanddicke des Führungskörpers, nicht jedoch durch eine bestimmte Umfangslänge des Mantels des Führungskörpers festgelegt wird.