Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
COAXIAL CABLE INSULATION-STRIPPING TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101930
Kind Code:
A1
Abstract:
In a coaxial cable insulation-stripping tool (1), comprising a cutting channel (12) for a coaxial cable which is to be received in the tool (1) and comprising two blades (16, 17) which are arranged at a distance one behind the other and in each case in a manner protruding transversely into the cutting channel (12) within a replaceable so-called cartridge (14, 15), wherein a first, front blade (16) protrudes further into the cutting channel (12) than the second, rear blade (17), the invention proposes that two cartridges (14, 15) are arranged at a distance from one another along the circumference of the cutting channel (12) in the tool (1), wherein each cartridge (14, 15) has two blades (16, 17), and the blades (16, 17) of one cartridge (14, 15) are arranged with the same length in the longitudinal direction of the cutting channel (12) as the blades (16, 17) of the other cartridge (14, 15).

Inventors:
WEIDLING, Ralph (Dorbaumstraße 72, Münster, 48157, DE)
Application Number:
EP2018/082386
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
November 23, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
WEICON GMBH & CO KG (Königsberger Str. 255, Münster, 48157, DE)
International Classes:
H02G1/12; B25G1/08
Domestic Patent References:
WO2003053635A22003-07-03
WO1994001906A11994-01-20
Foreign References:
EP2081266A12009-07-22
GB1056280A1967-01-25
DE102016101940A12017-01-19
DE202014101596U12014-04-29
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
HABBEL, Lutz (Am Kanonengraben 11, Münster, 48151, DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche:

1. Coaxialkabel-Abisolierwerkzeug (1 ),

mit einem Schneidkanal (12) für ein in dem Werkzeug (1 ) aufzunehmendes Coaxialkabel

und mit zwei Messern (16, 17), die innerhalb einer aus- wechselbaren so genannten Kassette (14, 15) im Abstand hintereinander und jeweils quer in den Schneidkanal (12) ragend angeordnet sind,

wobei ein erstes, vorderes Messer (16) weiter in den Schneidkanal (12) ragt als das zweite, hintere Messer (17), dadurch gekennzeichnet,

dass in dem Werkzeug (1 ) zwei Kassetten (14, 15) entlang dem Umfang der Schneidkanals (12) voneinander beab- standet angeordnet sind,

wobei jede Kassette (14, 15) zwei Messer (16, 17) aufweist, und die Messer (16, 17) der einen Kassette (14, 15) in Längsrichtung des Schneidkanals (12) auf gleicher Länge wie die Messer (16, 17) der anderen Kassette (14, 15) an- geordnet sind.

2. Werkzeug nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die beiden Kassetten (14, 15) einander gegenüberlie- gend angeordnet sind.

3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Werkzeug (1 ) ein längliches Gehäuse aufweist und der Schneidkanal (12) in Längsrichtung des Gehäuses verläuft.

4. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Werkzeug (1 ) eine Schraubfläche (8) aufweist, die als eine Unterbrechung (7) aufweisender, C-förmiger Um- fangsabschnitt eines Sechskants ausgestaltet ist.

5. Werkzeug nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass der die Schraubfläche (8) bildende Umfangsabschnitt in seiner Umfangsgeometrie fünf Ecken aufweist.

6. Werkzeug nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Unterbrechung (7) in dem die Schraubfläche (8) bildenden Abschnitt (6) des Gehäuses durch eine so ge- nannte führende Kante (26) und eine so genannte folgende Kante (27) begrenzt ist,

wobei die führende Kante (26) bei einer Rechtsdrehung ei- ner Schraube mittels der Schraubfläche (8) die in Drehrich- tung vordere Kante ist,

und wobei ein metallischer Stift (3) der führenden Kante (26) näher benachbart als der folgenden Kante (27) durch das Material dieses Abschnitts (6) des Gehäuses verläuft.

7. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Werkzeug (1 ) länglich ausgestaltet ist

und zwei Gehäuseteile (4, 5) aufweist, die um eine Schar- nierachse (2) aufklappbar ist, welche parallel zu seiner Längsachse verläuft,

wobei der Schneidkanal (12) ebenfalls in Längsrichtung in dem Gehäuse verläuft

und durch die beiden klappbaren Gehäuseteile (4, 5) be- grenzt ist.

8. Werkzeug nach den Ansprüchen 6 und 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Schraubfläche (8) derart ausgerichtet ist, dass ihre Mittelachse ebenfalls parallel zur Längsachse des Werk- zeugs (1 ) verläuft,

wobei die Schraubfläche (8) von einem Abschnitt (6) des Gehäuses begrenzt ist, der rohrstutzenartig ausgestaltet ist und eine in Längsrichtung verlaufende Unterbrechung (7) aufweist,

und der metallische Stift (3) durch die Scharnierachse (2) verläuft.

9. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass ein so genanntes Außenmesser außerhalb der Kas- setten (14, 15) quer in den Schneidkanal (12) ragt.

10. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass in beiden Kassetten (14, 15) jeweils mehr als zwei Messer (16, 17) hintereinander angeordnet sind.

11. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass eine Kassette (15) einen in den Schneidkanal (12) ra- genden Anschlag (19) für ein Ende eines in das Werkzeug (1 ) einzuführenden Coaxialkabels aufweist,

wobei die zweite Kassette (14) eine Aufnahmemulde (20) für diesen Anschlag (19) aufweist.

12. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass neben dem Schneidkanal (12) ein Durchgangskanal (10) durch das Werkzeug (1 ) verläuft,

wobei ein Ende des Durchgangskanals (10) durch den mit der Schraubfläche (8) versehenen Abschnitt (6) des Ge- häuses gebildet ist.

13. Werkzeug nach den Ansprüchen 7 und 12,

dadurch gekennzeichnet, dass die beiden klappbaren Gehäuseteile (4, 5) an einem Ende des Durchgangskanals (10) Klemmmulden (11 ) auf- weisen.

14. Werkzeug nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass wenigstens eine Klemmmulde (11 ) quer zu ihrer Um- fangsrichtung profiliert ist.

15. Werkzeug nach Anspruch 13 oder 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Klemmmulde (11 ) durch einen in einem Gehäu- seteil (4, 5) gehaltenen Einsatz gebildet ist.

16. Werkzeug nach Anspruch 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Einsatz auswechselbar in dem Gehäuseteil (4, 5) gehalten ist.

17. Werkzeug nach Anspruch 15 oder 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Einsatz aus einem anderen Material als das den Einsatz aufnehmende Gehäuseteil (4, 5) besteht.

18. Werkzeug nach Anspruch 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Einsatz aus einem thermoplastischen Polyurethan besteht.

Description:
"Coaxialkabel-Abisolierwerkzeug"

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft ein Coaxialkabel-Abisolierwerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Gattungsgemäße Coaxial-Abisolierwerkzeuge sind aus der Pra- xis bekannt. Sie dienen dazu mittels der beiden Messer zwei zir- kumferente Einschnitte in ein Coaxialkabel einbringen zu kön- nen. Beispielsweise kann mit dem zweiten, hinteren Messer eine äußere Schutzhülle des Coaxialkabels eingeschnitten werden, während im Abstand davon, mittels des so genannten ersten Messers gleichzeitig ein tieferer Einschnitt in das Coaxialkabel eingebracht wird, welcher sowohl eine metallische Abschirmung als auch eine Ummantelung durchtrennt, so dass die Seele die ses Coaxialkabels freigelegt werden kann. Dadurch, dass die beiden Messer innerhalb einer auswechselbaren Kassette ange- ordnet sind, kann das Werkzeug schnell an unterschiedliche In- stallations-Situationen angepasst werden, beispielsweise an un- terschiedliche Kabeltypen oder an die technischen Einrichtungen angepasst werden, an welche die Antennenkabel angeschlossen werden sollen.

Beispielsweise sind unterschiedliche, so genannte Absetzmaße erforderlich, also die Längen auf denen die äußere Schutzhülle entfernt wird und die Abschirmung freigelegt wird, oder es wer- den unterschiedliche Überstände gefordert, also unterschiedliche Maße, wie weit die Seele freigelegt und aus ihrer Ummantelung herausragen soll.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein gattungsgemäßes Werkzeug dahingehend zu verbessern, dass dieses eine mög- lichst einfache Handhabung und einen schnellen Arbeitsfort- schritt ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Coaxialkabel-Abisolierwerkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausge- staltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, entlang dem Um- fang des Schneidkanals zwei Kassetten mit derartigen Messern anzuordnen. Die Messer sind, in Längsrichtung des Schneidka- nals gesehen, auf gleicher Länge bzw. auf gleicher Höhe ange- ordnet. Ein zirkumferenter Schnitt wird dadurch bewerkstelligt, dass das Werkzeug um das Coaxialkabel herum gedreht wird. Durch die beiden verwendeten Kassetten ergibt sich eine erheb- liche verringerte Drehbewegung, so dass mit einer einzigen Handbewegung, ohne das Werkzeug umgreifen zu müssen, die gewünschte Schneidwirkung an dem Coaxialkabel erzielt werden kann.

Insbesondere vorteilhaft wird dies dadurch ermöglicht, dass die beiden Kassetten einander gegenüberliegend angeordnet sind, so dass eine Drehbewegung um maximal 180° erforderlich ist, um einen vollständigen Umfangsschnitt in das Coaxialkabel ein- zubringen. Es ist davon auszugehen, dass die Messer nicht nur punktuell in das Coaxialkabel eindringen, sondern linienförmig entlang einem gewissen Anteil des Kabelumfangs. Insbesondere kann dieser Anteil des Kabelumfangs durch die Messerform be- einflusst werden und durch eine konkav bogenförmig verlaufen- de, an den Durchmesser des jeweils durchzuführenden Um- fangsschnitts angepasste Messerklinge besonders groß gestaltet werden. Jedenfalls reicht üblicherweise eine Drehbewegung von weniger als 180° für einen vollständigen Umfangsschnitt aus. Ei- ne schnell durchführbare Drehung aus dem Handgelenk heraus ermöglicht daher unter Verwendung eines vorschlagsgemäßen Werkzeugs das gewünschte Absetzen und die Schaffung des gewünschten Überstandes. Dadurch, dass die Messer in den beiden Kassetten in Längsrichtung auf gleicher Länge angeord- net sind, werden keine separaten Schnitte erzielt, die zueinander in Längsrichtung des Coaxialkabels versetzt sind, sondern die Schnitte, die sich von den verschiedenen Kassetten ergeben, ergänzen sich jeweils zu einem einzigen, zirkumferenten Schnitt in das Coaxialkabel.

Vorteilhaft kann das Werkzeug ein längliches Gehäuse aufwei- sen. Der Schneidkanal verläuft dabei in Längsrichtung des Ge- häuses. Im Unterschied dazu, das Gehäuse beispielsweise schräg oder quer zu dem Coaxialkabel anzusetzen, ergibt sich insbesondere bei engen Installationsbedingungen ein erhebli- cher Vorteil, beispielsweise, wenn an einem Mehr-Parteien-LNB oder an einem Verteiler eine Vielzahl von Antennenanschlüssen eng benachbart angeordnet sind, kann ein annähernd stiftförmi- ges Werkzeug, welches längs an das Coaxialkabel angesetzt werden kann, ein problemloses Arbeiten ermöglichen.

Vorteilhaft kann das Werkzeug eine Schraubfläche aufweisen, die es ermöglicht, Hülsen oder Überwurfmuttern an Antennen- steckern zu verschrauben, so dass auch diese Arbeiten ohne ei- nen Werkzeugwechsel mit Hilfe desselben Werkzeugs durchge- führt werden können. In an sich bekannter Weise weist dieses Werkzeug eine Schraubfläche auf, die als C-förmiger Umfangs- abschnitt eines Sechskants ausgestaltet ist.

Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die zu handhaben- de Schraube bzw. Mutter möglichst weitgehend umfasst wird, beispielsweise dadurch, dass die Innenkontur des Gehäuseab- schnitts, welche die Schraubfläche bildet, in ihrer Umfangsgeo- metrie 5 Ecken aufweist. Dementsprechend liegen die sämtli- chen 6 Umfangsflächen der zu betätigenden Schraube bzw. Mut- ter an. Die Unterbrechung, welche die C-förmige Schraubfläche aufweist, ermöglicht das Ansetzen des Werkzeugs von der Seite her an das Coaxialkabel und anschließend einen möglichst kur- zen Weg in Längsrichtung des Kabels bis das Werkzeug mit sei- ner Schraubfläche auf die zu betätigende Schraube bzw. Mutter aufgeschoben ist.

Die erwähnte Unterbrechung in dem Abschnitt des Gehäuses, welcher die Schraubfläche bildet, weist bei einer Verschraubung aufgrund der Drehrichtung eine so genannte führende Kante und eine so genannte folgende Kante auf, welche zur Begrenzung dieser Unterbrechung dienen. Als führende Kante ist dabei die Kante bezeichnet, welche in Drehrichtung die vordere Kante darstellt. Als führende Kante wird im Rahmen des vorliegenden Vorschlags dabei insbesondere die Kante bezeichnet, die bei ei- ner Rechtsdrehung einer Schraube, also beim Anziehen der Schraube, die in Drehrichtung vordere Kante ist. Um eine wirt- schaftliche vorteilhafte Fertigung des Werkzeugs aus Kunststoff zu ermöglichen, kann eine Verstärkung des Werkzeuggehäuses nahe der führenden Kante vorgesehen sein, um Verformungen zu vermeiden und eine sichere Erfassung der Schraube bzw. Mutter mit Hilfe des Werkezeugs zu gewährleisten. Diese Ver- stärkung kann vorteilhaft in Form eines Metallstiftes vorgesehen sein, welcher in dem die Schraubfläche bildenden Abschnitte des Gehäuses angeordnet ist und der führenden Kante näher benachbart ist als der folgenden Kante. Durch diese Verstärkung des Gehäuseabschnitts kann hinsichtlich Materialwahl und Wanddicke des Gehäuses eine besonders wirtschaftliche Aus- gestaltung des Werkzeugs unterstützt werden.

Vorteilhaft kann das Gehäuse länglich ausgestaltet sein, um die erwähnte platzsparende Handhabung auch in engen Umgebun- gen zu ermöglichen. Dabei kann das Gehäuse vorteilhaft um ei- ne Scharnierachse aufgeklappt werden, welche parallel zur Längsachse des Werkzeugs verläuft. Auch der Schneidkanal verläuft in Längsrichtung in dem Gehäuse und ist durch diese beiden klappbaren Gehäuseteile begrenzt. Das Werkzeug kann also mit vergleichsweise geringem Platzbedarf rings um das Co- axialkabel herum aufgeklappt und an das Coaxialkabel ange- setzt werden und anschließend geschlossen werden, indem die beiden Gehäuseteile zusammengeklappt werden. Das Coaxial- kabel ist nun in dem Schneidkanal des Werkzeugs aufgenom- men und mit der erwähnten Drehbewegung können gleichzeitig mehrere zirkumferente Schnitte in das Coaxialkabel eingebracht werden.

Bei dieser erwähnten klappbaren Ausgestaltung des Werkzeug- gehäuses kann vorteilhaft das Scharnier mit Hilfe eines metalli- schen Scharnierstiftes verwirklicht werden, welcher die beiden ggf. aus Kunststoff gefertigten Gehäuseteile gelenkig miteinan- der verbindet. Dieser metallische Scharnierstift kann vorteilhaft den oben bereits erwähnten metallischen Verstärkungsstift bil den, der im Bereich der Schraubfläche den die Schraubfläche bildenden Abschnitt des Gehäuses verstärkt.

Abgesehen von den in den beiden Kassetten vorgesehenen Messern können vorteilhaft noch zwei gegenüberliegende, so genannte Außenmesser vorgesehen sein, welche außerhalb der Kassetten in dem Werkzeug vorgesehen sind und ebenfalls quer in den Schneidkanal ragen. Somit wird die Möglichkeit geschaf- fen, unabhängig von der Anzahl der in den Kassetten angeord- neten Messer und über eine Länge, welche die Länge der Kas- setten übertrifft, mittels der Außenmesser Coaxialkabel, die eine Vielzahl von Lagen aufweisen, in mehreren Stufen abzusetzen.

Unabhängig von der Möglichkeit, außerhalb der Kassetten Au- ßenmesser anzuordnen, kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass in den beiden Kassetten jeweils nicht nur zwei, sondern jeweils mehr als zwei Messer hintereinander angeordnet sind. In Anpas- sung an bestimmte Installationsvorschriften oder an bestimmte Kabeltypen können auf diese Weise stufenartig mehrere zirkum- ferente Schnitte mit unterschiedlicher Eindringtiefe in das Coaxi- alkabel erzeugt werden, die Coaxialkabel also mehrstufig abge- setzt werden.

Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die Kassetten nicht nur für einen bestimmten Abstand der einzelnen Schnitte Sorge tra- gen, sondern, dass sie auch einen bestimmten Abstand dieser Schnitte vom Ende des Coaxialkabels sicherstellen. Zu diesem Zweck kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass eine Kassette ei- nen in den Schneidkanal ragenden Anschlag aufweist, gegen den dann das Ende des Coaxialkabels geführt werden kann. Dieser Anschlag erstreckt sich dabei vorteilhaft über den gesam- ten Querschnitt des Führungskanals. Ein derart groß bemesse- ner Anschlag erleichtert einen zügigen Arbeitsfortschritt. Die zweite Kassette weist eine Aufnahmemulde für diesen Anschlag auf, so dass das Werkzeug problemlos geschlossen werden kann. Zudem bewirkt die Aufnahmemulde eine sichere Lagerung des freien Endes des Anschlags, so dass dieser gegen Verfor- mungen oder Beschädigungen gesichert abgestützt in der Auf- nahmemulde gehalten werden kann.

Vorteilhaft kann das Werkzeug zwei Kanäle aufweisen, die in Längsrichtung im Gehäuse des Werkzeugs vorgesehen sind: Neben dem Schneidkanal kann ein Durchgangskanal vorgese- hen sein, der sich über die gesamte Länge des Werkzeugs er- streckt und an den beiden Enden des Werkzeugs, insbesondere vorteilhaft an den beiden axialen Enden eines länglichen Werk- zeugs, Austrittsöffnungen für das Coaxialkabel aufweist.

Dadurch, dass der Schneidkanal neben dem Durchgangskanal vorgesehen ist, sind Beschädigungen an dem Coaxialkabel aus- geschlossen, wenn dieses in den Durchgangskanal eingelegt wird. So kann beispielsweise vorgesehen sein, zunächst das Coaxialkabel mit Hilfe des Werkzeugs vorzubereiten, in dem es in den Schneidkanal eingelegt wird und dort abisoliert wird.

Wenn kurz darauf das abisolierte und entsprechend vorbereitete Coaxialkabel an eine Einrichtung angeschlossen werden soll, kann das Werkzeug so an das Coaxialkabel angesetzt werden, dass das Coaxialkabel in dem Durchgangskanal des Werkzeugs aufgenommen wird. Ein Ende des Durchgangskanals ist durch den Gehäuseabschnitt gebildet, welcher die Schraubfläche auf- weist, so dass nun beispielsweise die erwähnte Schraube bzw. Mutter festgezogen werden kann.

Am gegenüberliegenden Ende des Durchgangskanals kann das klappbare Werkzeug vorteilhaft nicht nur eine einfache Austritts- Öffnung in Form zweier glattflächiger Mulden aufweisen, die ge- meinsam die Austrittsöffnung aus dem Durchgangskanal bilden, sondern diese beiden Mulden können vorteilhaft zu Klemmmul- den ausgestaltet sein. Als Alternative zu der Betätigung von Sechskant-Verschraubungselementen können mit derartigen Klemmmulden gerändelte oder geriffelte Schraubelemente betä- tigt werden. Die Klemmwirkung einer Klemmmulde kann dadurch sichergestellt werden, dass die Klemmmulde einen geringeren Durchmesser aufweist, als es dem Außendurchmesser der zu handhabenden Schraubelemente entspricht, und / oder die Klemmwirkung kann durch eine Profilierung der Klemmmulde bewirkt bzw. unterstützt werden.

Von den beiden Klemmmulden kann wenigstens eine quer zu ih- rer Umfangsrichtung profiliert sein. Dies kann beispielsweise dann eine vorteilhafte Ausgestaltung des Werkzeugs darstellen, wenn die beiden Klemmmulden einteilig und materialeinheitlich aus den beiden Gehäuseteilen gebildet sind, so dass mittels der Profilierung eine gute Kraftübertragung vom Werkzeug auf das Schraubelement gewährleistet werden kann.

Alternativ dazu, eine Klemmmulde einteilig und materialeinheit- lich aus einem Gehäuseteil zu bilden, kann sie vorteilhaft durch einen Einsatz geschaffen werden, der in den jeweiligen Gehäu- seteil eingesetzt ist. Durch die Ausgestaltung als Einsatz erge- ben sich folgende Vorteile: In einer ersten Ausführungsform kann beispielsweise vorgese- hen sein, den Einsatz aus dem gleichen Material herzustellen, aus dem auch das jeweilige Gehäuseteil besteht. In diesem Fall ist der Einsatz vorzugsweise auswechselbar in dem Gehäuseteil gehalten. Sollte der Einsatz verschleißen und die Kraftübertra- gung auf das Schraubelement beeinträchtigt sein, so kann er gegen einen neuen, nicht verschlissenen Einsatz ausgewechselt werden und wieder eine zuverlässige Betätigung der Schrau- belemente sichergestellt werden. Aber auch wenn der Einsatz, der aus dem gleichen Material wie das Gehäuseteil besteht, nicht auswechselbar sondern fest verankert in dem Gehäuseteil angeordnet ist, beispielsweise verklebt ist, kann es vorteilhaft sein die Klemmmulde als separaten Einsatz herzustellen und erst dann mit dem übrigen Gehäuseteil zu verbinden, um so bei spielsweise eine komplizierte Geometrie der Klemmmulde zu ermöglichen, beispielsweise mit einem federnden Abschnitt, was bei einer einstückigen Herstellung wie z.B. im Spritzguss nicht oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand zu ver- wirklichen wäre.

In einer zweiten Ausführungsform kann der Einsatz aus einem anderen Werkstoff als dem Material des jeweiligen Gehäuseteils bestehen. Beispielsweise kann ein Werkstoff verwendet werden, der im Vergleich zum Gehäusewerkstoff weicher ist, beispiels weise in Art eines gummiähnlichen Elastomers, so dass einer- seits durch hohe Reibungskräfte und andererseits auch durch die Verformbarkeit der Klemmmulde, die sich an eine Oberflä- chenprofilierung des Schraubelementes anpasst und einen ge- wissen Formschluss bewirkt, hohe Schraubkräfte vom Werkzeug auf das Schraubelement übertragen werden können. Es kann jedoch auch beispielsweise ein Werkstoff verwendet werden, der im Vergleich zum Gehäusewerkstoff härter ist und dadurch im ständigen Kontakt mit den Schraubelementen einem geringeren Verschleiß unterliegt, als wenn die Klemmmulde durch das Ma- terial des Gehäusewerkstoffs gebildet würde. Beispielsweise kann für eine solch härtere Klemmmulde ein thermoplastischer Polyurethanwerkstoff (TPU) verwendet werden, wie er unter der Produktbezeichnung„Desmopan“ handelsüblich ist.

Auch die erwähnten Einsätze der zweiten Ausführungsform, die aus einem anderen als aus dem Gehäusewerkstoff bestehen, können entweder dauerhaft in dem jeweiligen Gehäuseteil ver- ankert sein, beispielsweise vom Gehäusewerkstoff umspritzt sein, oder sie können auswechselbar in dem jeweiligen Gehäu- seteil gehalten sein, so dass sie bei Verschleiß ausgewechselt werden können.

Die als auswechselbare Einsätze ausgestalteten Klemmmulden können vorteilhaft mittels eines Klemmsitzes in ihrem jeweiligen Gehäuseteil gehalten sein und mittels eines Werkzeugs, bei spielsweise eines Schraubendrehers, aus dem Gehäuseteil her- ausgehebelt werden. Eine Einstecktnut, die zwischen dem Ge- häuseteil und dem Einsatz vorgesehen ist, kann dazu dienen, den Schraubendreher oder ein vergleichbares Instrument anzu- setzen und die Entnahme des Einsatzes zu erleichtern. Während der Benutzung wird der Einsatz durch die auf das Schraubele- ment ausgeübten Druckkräfte fester in seinen Klemmsitz ge- drückt, so dass ein vergleichsweise schwacher Klemmsitz aus- reichend sein kann, um den auswechselbaren Einsatz zuverläs- sig an seinem jeweiligen Gehäuseteil zu halten. Gleichzeitig er- leichtert ein solch schwacher Klemmsitz die gewollte Entnahme des Einsatzes, wenn der Einsatz ausgewechselt werden soll.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Darstellungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf ein geschlossenes

Coaxialkabel-Abisolierwerkzeug,

Fig. 2 eine Ansicht aus derselben Blickrichtung auf das ge- öffnete Werkzeug, und Fig. 3 eine Ansicht auf die Scharnierseite des geschlosse- nen Werkzeugs.

Fig. 1 zeigt ein Werkzeug 1 , welches zur Abisolierung von Co- axialkabeln und für weitere Arbeiten an und mit Antennenkabeln genutzt werden kann. Das Werkzeug 1 ist länglich ausgestaltet und um eine in seiner Längsrichtung verlaufende Scharnierach- se 2 klappbar, wobei ein durchgehender oder mehrere einzelne metallische Stifte 3 die Scharnierachse 2 bilden und zwei Ge- häuseteile 4 und 5 gelenkig miteinander verbinden.

Der Gehäuseteil 5 ist länger als der Gehäuseteil 4 und erstreckt sich über diesen hinaus, da der Gehäuseteil 5 noch einen Ab- schnitt 6 aufweist, der rohrstutzenartig ausgestaltet ist und einen insgesamt etwa C-förmigen Querschnitt aufweist mit einer Un- terbrechung 7, die in Längsrichtung des Werkzeugs 1 verläuft. Die Innenkontur dieses Abschnitts 6 beschreibt einen Umfangs- abschnitt eines Sechsecks und dient als Schraubfläche 8 dazu, Sechskantverschraubungen zu handhaben. Die Schlüsselweite des Sechskants ist auf einem Kennzeichnungsfeld 9 des Gehäu- seteils 4 angezeigt.

Der Abschnitt 6 des Gehäuseteils 5 bildet ein erstes Ausgangs- ende eines Durchgangskanals 10, dessen anderes Ende durch zwei Klemmmulden 11 gebildet wird, die in Längsrichtung des Durchgangskanals 10 geriffelt sind, also quer zu ihrer Umfangs- richtung profiliert sind.

Parallel zu dem Durchgangskanal 10 weist das Werkzeug 1 ei- nen Schneidkanal 12 auf, in welchen ein Ende eines Coaxialka- bels eingeführt werden kann.

Fig. 2 zeigt das Werkzeug 1 im aufgeklappten Zustand. Entlang der Scharnierlinie 2 ist auch im Bereich des Abschnitts 6 und da- ran angrenzend ein weiterer metallischer Stift als Scharnierach- se vorgesehen. Im aufgeklappten Zustand ist deutlich, dass die beiden Gehäuseteile 4 und 5 jeweils mit Einsätzen versehen sind, die als Kassetten 14 und 15 bezeichnet sind. In beiden Kassetten sind Messer integriert, wobei jeweils ein erstes, so genanntes vorderes Messer 16 weiter in den Schneidkanal 12 ragt, als ein im Abstand davon angeordnetes zweites, hinteres Messer 17. Weiterhin enthalten beiden Kassetten 14 und 15 Hinweisfelder 18, in denen die Abmessungen für den mit diesen Kassetten 14 und 15 erzeugten Überstand sowie das Absetz- maß angezeigt ist. Die Kassette 15 ist weiterhin mit einem An- schlag 19 versehen, der sich über den gesamten Querschnitt des Schneidkanals 12 erstreckt. Die gegenüberliegende Kasset- te 14 weist eine Aufnahmemulde 20 auf, die komplementär zu dem Anschlag 19 ausgestaltet ist, so dass der Anschlag 19 in die Aufnahmemulde 20 eintauchen kann, wenn das Werkzeug 1 geschlossen wird. Hierzu werden die beiden Gehäuseteile 4 und 5 um die Scharnierachse 2 zusammengeklappt und in der ge- schlossenen Stellung mit Hilfe eines beweglichen Riegels 21 ge- sichert.

Die Kassetten 14 und 15 sind auswechselbar in den jeweiligen Gehäuseteilen 4 und 5 angeordnet. Sie können gegen anders ausgestaltete Kassetten ausgewechselt werden, bei denen die entsprechenden Messer und Anschläge sowie Aufnahmemulde unterschiedlich ausgestaltet sind, so dass einerseits andere Ma- ße für den Überstand und das Absetzmaß erzielt werden können und in Anpassung an unterschiedliche Arten von Coaxialkabeln auch unterschiedliche Eindringtiefen der Messer in das Coaxial- kabel vorgesehen sein können.

Weiterhin sind in Fig. 2 zwei Scharniere 22 und 23 erkennbar, wobei das rechts ersichtliche Scharnier 23 zwei voneinander be- abstandete Scharnierarme 24 aufweist.

Fig. 3 zeigt eine Ansicht auf die Scharnierseite des Werkzeugs 1. Dem Abschnitt 6 des Gehäuseteils 5 gegenüberliegend ist am Ende des Werkzeugs 1 das Ende des dort vorgesehenen metal- lischen Stiftes 3 ersichtlich, der sich durch das links dargestellte Scharnier 22 erstreckt. Das rechts dargestellte Scharnier 23 be- findet sich in der Nähe des Abschnitts 6, der die Schraubfläche 8 bildet, und von dem rechten Scharnierarm 24 aus erstreckt sich ein metallischer Stift 3 bis in eine Rippe 25 hinein und bis zum

Ende des Abschnitts 6. Dieser metallische Stift, der in Fig. 3 nicht erkennbar ist, bildet somit eine mechanische Verstärkung für den Abschnitt 6 des Gehäuses und ist einer führenden Kante 26 des Abschnitts 6 näher als einer folgenden Kante 27, die wie die führende Kante 26 die Unterbrechung 7 begrenzt.

Bezugszeichen:

1 Werkzeug

2 Scharnierachse

3 Metallischer Stift

4 Gehäuseteil

5 Gehäuseteil

6 Abschnitt

7 Unterbrechung

8 Schraubfläche

9 Kennzeichnungsfläche

10 Durchgangskanal

11 Klemmmulde

12 Schneidkanal

14 Kassette

15 Kassette

16 Erstes Messer

17 Zweites Messer

18 Hinweisfeld

19 Anschlag

20 Aufnahmemulde

21 Riegel

22 Scharnier

23 Scharnier

24 Scharnierarme

25 Rippe

26 Führende Kante

27 Folgende Kante