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Title:
COLD-ROLLED FIXING SCREW COMPRISING A SELF-TAPPING THREAD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/059193
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cold-rolled fixing screw consisting of a low-alloy carbon steel with a high degree of deformation according to the ratios of external diameter to core diameter of > 1.2 and pitch to external diameter of > 0.23, with a self-tapping thread for screwing into materials, in particular plastics. The screw material of said steel screw with a ferritic structure contains additional constituents with a substantially higher carbon content than the carbon that is contained in the ferrite. Said mixed structure has a maximum carbon content of 0.42 weight percent and a maximum grain size that corresponds to at least 2000 grains/mm2, preferably at least 3000 grains/mm2, with a residual stress that is impressed and maintained by the cold rolling process.

Inventors:
Friederich, Heinrich (Beinstrasse 15, Gross-Rohrheim, 68649, DE)
Schmoock, Reinhard (Wiesengarten 26, Netphen, 57250, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/012286
Publication Date:
June 30, 2005
Filing Date:
October 29, 2004
Export Citation:
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Assignee:
EJOT GMBH & CO. KG (Untere Bienhecke, Bad Laasphe, 57334, DE)
Friederich, Heinrich (Beinstrasse 15, Gross-Rohrheim, 68649, DE)
Schmoock, Reinhard (Wiesengarten 26, Netphen, 57250, DE)
International Classes:
C21D9/00; C22C38/02; C22C38/04; C22C38/12; C22C38/14; F16B25/00; B21H3/02; C21D7/10; (IPC1-7): C22C38/02; C22C38/04; C22C38/12; C22C38/14; C21D9/00; F16B25/00
Foreign References:
EP0948719A11999-10-13
DD272973A11989-11-01
DE3427557A11985-03-28
EP0093218A11983-11-09
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 431 (C - 0759) 17 September 1990 (1990-09-17)
Attorney, Agent or Firm:
Bardehle, Heinz (Bardehle, Pagenberg Dost Altenburg, Geissle, Galileiplatz 1 München, 81679, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Durch Kaltwalzen geformte Befestigungsschraube aus niedrig legiertem Kohlenstoffstahl mit großem Umformgrad gemäß einem Verhältnis Außendurchmesser/Kerndurchmesser >1,2 und einem Verhältnis von Steigung/Außendurchmesser >0,23 mit selbstfurchendem Gewinde für das Einschrauben insbesondere in Kunststoffe, gekennzeichnet durch ein Schraubenmaterial einer Schraube aus Stahl von ferritischem Gefüge und weiteren Bestandteilen mit gegenüber dem im Ferrit enthaltenen Kohlenstoff wesentlich höheren Kohlenstoffgehalt, wobei dieses Mischgefüge einen Kohlenstoffgehalt von max. 0,42 Gewichtsprozenten und eine maximale Korngröße entsprechend mindestens 2000 Körner/mm2, vorzugsweise mindestens 3000 Körner/mm2, mit durch das Kaltwalzen eingeprägten, aufrechterhaltenen Eigenspannungen aufweist.
2. Befestigungsschraube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Bestandteile wahlweise einzeln oder in Kombination Anteile von kugelig eingeformtem Zementit, lamellarem Perlit, Bainit oder Martensit sind.
3. Befestigungsschraube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Mangan in 0,602, 0 Gewichtsprozenten beigefügt ist.
4. Befestigungsschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Silizium in maximal 1,2 Gewichtsprozenten beigefügt ist.
5. Befestigungsschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Chrom in maximal 2 Gewichtsprozenten beigefügt ist.
6. Befestigungsschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Molybdän in maximal 1 Gewichtsprozent beigefügt ist.
7. Befestigungsschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Vanadium in maximal 0,5 Gewichtsprozenten beigefügt ist.
8. Befestigungsschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Bor in maximal 0,008 Gewichtsprozenten beigefügt ist.
9. Befestigungsschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Niob in maximal 0,15 Gewichtsprozenten beigefügt ist.
10. Befestigungsschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schraubenmaterial Titan in maximal 0,3 Gewichtsprozenten beigefügt ist.
Description:
Durch Kaltwalzen geformte Befestigungsschraube mit selbstfurchendem Gewinde Die Erfindung bezieht sich auf eine durch Kaltwalzen geformte Befestigungsschraube aus niedrig legiertem Kohlenstoffstahl mit großem Umformgrad gemäß einem Verhältnis Außendurchmesser/Kerndurchmesser >1,2 und einem Verhältnis von Steigung/Außendurchmesser >0,23 mit selbstfurchendem Gewinde für das Einschrauben insbesondere in Kunststoffe.

Eine derartige Befestigungsschraube ist beispielsweise in der europäischen Patentschrift 948719 dargestellt und beschrieben. Beim Kaltwalzen dieser Schraube ergibt sich ein großer Umformgrad, gemäß dem im Anspruch 1 dieser Patentschrift angegebenen Verhältnis von Außendurchmesser/Kerndurchmesser 1,2 bis 1,4 und das Verhältnis von Steigung/Außendurchmesser 0,23 bis 0,41 ist.

Gemäß Anspruch 2 der zitierten europäischen Patentschrift beträgt das Verhältnis von Außendurchmesser/Kerndurchmesser 1,25 bis 1,65 und das Verhältnis von Steigung/Außendurchmesser 0,24 bis 0,53. Das Material dieser Schraube und deren Herstellungsverfahren, nämlich das Kaltwalzen und das Vergüten, ist in der europäischen Patentschrift kurz angesprochen (siehe Spalte 4, Zeilen 39 bis 49).

Weiterhin ist in der deutschen Patentschrift 27 54 870 eine durch Kaltwalzen geformte Befestigungsschraube offenbart, bei der ebenfalls ein großer Umformungsgrad vorliegt, und zwar aufgrund des Verhältnisses Außendurchmesser/Kerndurchmesser von 1,85 und des Verhältnisses von Steigung/Außen-durchmesser von 0,45. Über das Herstellungsverfahren der Schraube ist in der Schrift das Kaltwalzen und als Ausgangsmaterial Kohlenstoffstahl mit einem Kohlenstoffgehalt bis 0,35 Gewichtsprozent erwähnt.

Eine grundlegende Erläuterung des Herstellungsverfahrens der vorstehend beschriebenen durch Kaltwalzen geformten Befestigungsschraube ist in der

Schriftenreihe"EJOT FORUM 2, technische Aufsätze vom September 1990" enthalten. In dieser Veröffentlichung wird auf Seite 2, mittlere Spalte, auf eine für die Herstellung derartiger Schrauben verwendete Vergütungsanlage Bezug genommen, mit der Schrauben auf die Werkstoffqualität 10.9 vergütet werden.

Unter Vergütung wird in diesem Zusammenhang die Wärmebehandlung von Kohlenstoffstahl verstanden, wozu in einer Tabelle (siehe Seite 7) ausgeführt wird, dass der Kohlenstoffstahl gegebenenfalls mit Zusätzen abgeschreckt (nach Erwärmen) und angelassen wird. Darüber hinaus hat man gemäß Seite 4, mittlere Spalte zur Erhöhung der Festigkeit Stahlschrauben einsatzvergütet, d. h. die Schrauben nach der Kaltverformung (Kaltwalzen) einem Karbonnitrieren zur Erhöhung des Kohlenstoffgehalts an der Oberfläche der Schraube (bekanntes Einsatzverfahren) und danach der Direktabschreckung und einem Anlassvorgang ausgesetzt. Auf Seite 5, mittlere Spalte, wird ergänzend unter Hinweis auf Bild 4 erläutert, dass die einsatzvergüteten Schrauben eine höhere Bruchgefahr aufweisen als die nur auf 10. 9-Qualität vergüteten Schrauben. In jedem Falle wird also dargelegt, dass die Vergütung der Schrauben, d. h. deren Erwärmung, Abschreckung und Anlassen das wesentliche Merkmal des Herstellungsprozesses derartiger Schrauben war und ist.

Diese Lehre der Herstellung der hier behandelten Schrauben, nämlich die Anwendung des aus Erhitzung, Abschreckung und Anlassen bestehenden Vergütungsverfahrens, wird weiterhin in dem Artikel"Verbindungs- Trüffelschweine", veröffentlicht in KEM 1994 April, Seite 92, bestätigt. In diesem <BR> <BR> Artikel wird auf Seite 92 erklärt : "Auch gewindefurchende Schrauben für Kunststoffverbindungen werden aus Stahl einsatzvergütet oder bestehen aus rostfreiem Stahl". Abgesehen von rostfreiem Stahl, der ein hochlegierter Stahl ist und als solcher nicht mit einem niedrig legierten Kohlenstoffstahl verglichen werden kann und infolgedessen auch nicht vergütet wird, läuft die Literaturstelle wie der vorstehend behandelte Aufsatz darauf hinaus, gewindefurchende Schrauben für Kunststoffverbindungen aus Stahl herzustellen und anschließend zu vergüten, also dem Prozess mindestens der Erwärmung mit nachfolgender

Abschreckung und des Anlassens auszusetzen, um damit den Anforderungen der Praxis zu genügen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs behandelten Schrauben hinsichtlich ihrer Festigkeit zu verbessern und ihren Herstellungsprozess zu vereinfachen. Erfindungsgemäß geschieht dies durch ein Schraubenmaterial einer Schraube aus Stahl von ferritischem Gefüge und weiteren Bestandteilen mit gegenüber dem im Ferrit enthaltenen Kohlenstoff wesentlich höheren Kohlenstoffgehalt, wobei dieses Mischgefüge einen Kohlenstoffgehalt von max.

0,42 Gewichtsprozenten und eine maximale Korngröße entsprechend mindestens 2000 Körner/mm2, vorzugsweise mindestens 3000 Kömer/mm, mit durch das Kaltwalzen eingeprägten, aufrechterhaltenen Eigenspannungen aufweist.

Die Erfindung beruht vor allem auf der überraschenden Erkenntnis, dass die beim Kaltwalzen im Schraubenmaterial eingeprägten Eigenspannungen, die axial in der Schraube verlaufen, eine axiale Druckeigenspannung (Kontraktionsspannung) bilden, die bei der Belastung der in ein Kunststoffmaterial eingedrehten Schraube ausgenutzt wird, um bei dynamischer Beanspruchung der Schraubverbindung (schwingende Beanspruchung) die Dauerfestigkeit der Verbindung zu erhöhen, da die aufrecht erhaltene Druckeigenspannung zu den im Betrieb auftretenden äußeren Zugspannungen entgegengesetzt verläuft. Dieser Effekt der Erhaltung der eingeprägten Eigenspannungen bzw. Druckeigenspannungen, der sich als entscheidend für die besondere Widerstandsfähigkeit der erfindungsgemäßen Schraube herausgestellt hat, ergibt sich durch bewusste Vermeidung einer nachträglichen Vergütung, d. h. Erwärmung, Abschrecken und Anlassen der kaltgewalzten Schraube, die, was bisher völlig übersehen worden ist, die vorstehend als besonders nützlich sich zeigende Eigenspannung beseitigen würde.

Mit der unmittelbaren Beendigung des Herstellungsprozesses der erfindungsgemäßen Schrauben nach dem Kaltwalzen ohne weitere Warmbehandlung im Sinne der Vergütung ergibt sich damit eine wesentliche

Vereinfachung des Herstellungsprozesses, der darüber hinaus, wie gesagt, zu einer besonderen Festigkeit der Schraube führt.

Als weitere Bestandteile der erfindungsgemäßen Befestigungsschraube kann man zweckmäßig wahlweise einzeln oder in Kombination Anteile von kugelig eingeformtem Zementit, lamellarem Perlit, Bainit oder Martensit verwenden. Das Verhältnis des Kohlenstoffgehalts im ferritischen Gefüge und in den weiteren Bestandteilen kann man vorteilhaft mit etwa 1 : 10 wählen. Beim Kaltwalzen werden die Körner des Mischgefüges durch Kaltverformung gestreckt, wobei sich in ihnen eine Kontraktionsspannung aufbaut, die, wenn sie nicht durch nachträgliches Vergüten aufgehoben wird, sich besonders sinnvoll als Widerstandskraft gegen äußere Krafteinwirkung auf die Schraube im Verbund ausnutzen lässt. Dabei spielt die Korngröße der Körner insofern eine wichtige Rolle, als der Effekt der Widerstandsbildung aufgrund der Kaltverformung dann besonders groß ist, wenn die maximale Korngröße unter einem Wert liegt, der sich bei mindestens 2000 Körnern/mm2, vorzugsweise mindestens 3000 Körnern/mm2, ergibt (DIN EN ISO 643, für USA ASTM E 112).

Vorteilhaft kann man das Schraubenmaterial durch Beimengungen hinsichtlich seiner Festigkeitseigenschaften weiterhin verbessern. Hierfür bestehen folgende Möglichkeiten, Beimengungen einzeln oder in beliebiger Kombination dem Schraubenmaterial beizufügen. Es handelt sich dabei um Mangan in 0,6 bis 2,0 Gewichtsprozenten, Silizium in maximal 1,2 Gewichtsprozenten, Chrom in maximal 2 Gewichtsprozenten, Molybdän in maximal 1 Gewichtsprozent, Vanadium in maximal 0,5 Gewichtsprozenten, Bor in maximal 0,008 Gewichtsprozenten, Niob in maximal 0,15 Gewichtsprozenten und Titan in maximal 0,3 Gewichtsprozenten.