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Title:
COLLABORATIVE PARKING GUIDING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/061028
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for seeking and driving to a parking space for a vehicle with a device, in particular a mobile device (for example, cell phone, smartphone) or a navigation device, for sending a parking space request and/or a parking space release to a parking guiding system and for receiving parking space information (INF1, INF2) via the parking guiding system, wherein the parking guiding system manages the parking space allocation of an area. The parking space request comprises the current position of the vehicle and the target location, the parking space release comprises the position of the parking space, and the parking space information comprises the position of a target parking space. The method does not require an expensive infrastructure, such as parking space allocation detectors for example. The method advantageously enables an entirely collaborative behavior of the participants by means of a Car-2-Car communication.

Inventors:
BAMBERG, Rodolfo (Maxtorgraben 29, Nürnberg, 90409, DE)
Application Number:
EP2010/065597
Publication Date:
May 26, 2011
Filing Date:
October 18, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
BAMBERG, Rodolfo (Maxtorgraben 29, Nürnberg, 90409, DE)
International Classes:
G08G1/14; G07B15/02
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) mit einem Gerät (G1,G2) zum Senden einer Parkplatzanforderung (ANF1,ANF2) und/oder einer Parkplatzfreigabe an ein Parkleitsystem (PL1-PL4) und zum Empfangen einer Parkplatzinformation (INF1,INF2) durch das Parkleitsystem, wobei das Parkleitsystem (PL1-PL4) die Parkplatzbelegung eines Gebietes verwaltet, wobei die Park- platzanforderung (ANF1,ANF2) die aktuelle Position des Fahrzeugs (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) und den Zielort umfasst, wobei die Parkplatzfreigabe die Position des Parkplatzes umfasst, und wobei die Parkplatzinformation (INF1,INF2) die Position eines Zielparkplatzes umfasst.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

es sich bei dem Gerät (G1,G2) um ein Navigationssystem handelt oder um ein mobiles Gerät mit Ortsbestimmungsfunktiona- lität.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Parkplatzanforderung (ANF1,ANF2) eine geschätzte An- kunftszeit am Zielort umfasst.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Parkplatzfreigabe den Zeitpunkt der aktuellen Freigabe oder den spätesten Zeitpunkt einer geplanten Freigabe umfasst .

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Parkplatzanforderung (ANF1,ANF2) zu einer von einem Benutzer festlegbaren Zeit vor voraussichtlicher Ankunft am Zielort automatisch gesendet wird.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

es sich bei dem Parkleitsystem (PL1-PL4) um einen Internet- oder Intranetserver handelt.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Parkplatzinformation (INF1,INF2) vom Gerät (G1,G2) op- tisch und/oder akustisch ausgegeben wird.

8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

vom Parkleitsystem (PL1-PL4) eine Identifikation und die Parkzeit des Fahrzeuges (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) erfasst und zu einer Gebührenabrechnung mit dem Fahrer verwendet werden.

9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Fahrzeuge (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) mit dem Parkleitsystem (PL1-PL4) via Car2X-Kommunikation und untereinander via

Car2Car-Kommunikation kommunizieren .

10. Parkleitsystem (PL1-PL4) zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) mit einem

Gerät (G1,G2) zum Senden einer Parkplatzanforderung

(ANF1,ANF2) und/oder einer Parkplatzfreigabe an einen Server des Parkleitsystems (PL1-PL4) und zum Empfangen einer Parkplatzinformation (INF1,INF2) durch den Server des Parkleit- System (PL1-PL4), wobei im Server abfragbare Daten über die Parkplatzbelegung eines Gebietes gespeichert sind, wobei die Parkplatzanforderung (ANF1,ANF2) die aktuelle Position des Fahrzeugs (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) und den Zielort umfasst, wo¬ bei die Parkplatzfreigabe die Position des Parkplatzes um- fasst, und wobei die Parkplatzinformation (INF1,INF2) die Position eines Zielparkplatzes umfasst.

11. Parkleitsystem (PL1-PL4) nach Anspruch 10, wobei das Gerät (G1,G2) ein Navigationssystem umfasst, wobei mittels des Navigationssystems eine Fahrtstrecke von der aktuellen Posi¬ tion des Fahrzeugs (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) zur Position des Zielparkplatzes berechenbar und der Fahrer des Fahrzeugs

(KFZ 1 -KFZ 10, PKWA, PKWB) zur Position des Zielparkplatzes leitbar ist.

12. Parkleitsystem (PL1-PL4) nach Anspruch 10 oder 11, weiter umfassend eine Abrechnungseinheit (AS) oder eine Schnittstel¬ le zu einer Abrechnungseinheit (AS) , zur Erstellung einer Ge¬ bührenabrechnung, basierend auf einer Identifikation und der Parkzeit des Fahrzeuges (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) . 13. Anordnung zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) auf einem bestimmbaren Areal, enthaltend eine Anzahl von Parkplätzen, die Anordnung umfassend :

einen Zugang zur Einfahrt in das Areal;

einen Server (PL1-PL4) mit abfragbaren Daten über die

Parkplatzbelegung des Areals;

ein mobiles Gerät (G1,G2), welches beim Zugang bei der Einfahrt in das Areal einem Fahrer des Fahrzeugs (KFZ1- KFZ 10, PKWA, PKWB) übergebbar ist, wobei dem Gerät (G1,G2) vom Server (PL1-PL4) ein freier Parkplatz im Areal zuordenbar ist ;

auf dem Areal verteilte Funkbaken, die mit dem Server (PL1-PL4) und mit dem mobilen Gerät (G1,G2) kommunikativ verbunden sind und wobei über die Signalstärke zwischen den Funkbaken und dem mobilen Gerät (G1,G2) die Position des Fahrzeugs (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) bestimmbar ist,

wobei, basierend auf der Position des Fahrzeugs (KFZ1- KFZ 10, PKWA, PKWB) und des zugeordneten freien Parkplatzes vom mobilen Gerät (G1,G2) oder vom Server (PL1-PL4) der Weg des Fahrzeuges (KFZ1-KFZ10, PKWA, PKWB) zum freien Parkplatz berechenbar ist und durch das mobile Gerät (G1,G2) dem Fahrer optisch und/oder akustisch wiedergebbar ist.

Description:
Beschreibung

Kollaboratives Parkleitsystem Die Erfindung betrifft ein Verfahren, ein Parkplatzleitsystem und eine Anordnung zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug.

In dicht besiedelten Gebieten ist es schwierig, einen Park- platz zu finden. Verkehrsteilnehmer fahren mit geringem Tempo durch Straßen in der Nähe des Zieles, um einen Parkplatz zu finden. Die Parkplatzsuche verursacht zusätzliche C02 und Schadstoff Ausstöße, unvorhersagbare Wartezeiten, und erhöht das Verkehraufkommen im betroffenen Gebiet. Eine höhere Ver- kehrsdichte verursacht auch mehr C02 und Schadstoff Ausstoß von anderen Teilnehmern.

Für Parkhäusern gibt es Parkleitsystemen, die auf Infrastrukturen basieren, die erkennen, wann ein Parkplatz frei ist; Pkws werden zu freien Parkplätzen geführt. Ähnliche Systeme könnten auch in Innenstädten eingeführt werden, wären aber mit hohen Kosten verbunden. Parkplatzknappheit herrscht aber nicht nur in Innenstädten, auch in Innenstadtnähe kommt es zu Parkplatzknappheit, vor allem abends, wenn Bewohner von der Arbeit zurückkehren.

In Städten existieren Anzeigetafeln, die den Autofahrern die jeweils aktuelle Anzahl von freien Parkmöglichkeiten in Parkplätzen oder Parkhäusern anzeigen.

Die internationale Patentanmeldung WO2008/034779A1 offenbart ein Parkleitsystem, das einer mobilen Empfängereinrichtung Parkleitinformation in Form von moduliertem Licht zuführt. Das offenbarte Parkleitsystem benötigt aber zum Betrieb eine aufwändige Infrastruktur.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren, ein Parkleitsystem und eine Anordnung zum Suchen und Ansteu- ern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug bereitzustellen, wel ¬ che ohne aufwändige Infrastruktur betrieben werden können.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug mit einem Gerät zum Senden einer Parkplatzanforderung und/oder einer Park- platzfreigabe an ein Parkleitsystem und zum Empfangen einer Parkplatzinformation durch das Parkleitsystem, wobei das Parkleitsystem die Parkplatzbelegung eines Gebietes verwal- tet, wobei die Parkplatzanforderung die aktuelle Position des Fahrzeugs und den Zielort umfasst, wobei die Parkplatzfreiga ¬ be die Position des Parkplatzes umfasst, und wobei die Park- platzinformation die Position eines Zielparkplatzes umfasst. Dadurch werden die Zeit zur Parkplatzsuche und der Fahrweg zum Parkplatz reduziert. Dies führt zu einer entspannten

Parkplatzsuche für den Fahrer und reduziert den Schadstoff ¬ ausstoßes des Fahrzeugs (z.B. PKW) . Weiterhin kann das Verfahren ohne zusätzliche größere Infrastruktur durchgeführt werden. So kann z.B. auf Sensoren verzichtet werden, die eine Parkplatzbelegung erkennen. Das Verfahren ermöglicht ein kol- laboratives Parkleitsystem, mit dem sich Autos (z.B. PKWs) Parkplätze gegenseitig freigeben. Mithilfe in den Autos vor ¬ handener Lokalisationsgeräte, die zu einem zentralen Parkleitsystem z.B. über Internet verbunden sind, informieren die Teilnehmer wo sie ein Parkplatz suchen, bzw., dass Sie den Parkplatz verlassen haben. Bei dem Gebiet kann es sich z.B. um eine von einem privaten Betreiber zur Verfügung gestellte Parkfläche handeln. Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass es sich bei dem Gerät um ein Navigationssystem handelt oder um ein mobiles Gerät (z.B. Handy, Smartphone) mit Ortsbestimmungsfunktionalität handelt. Navigationssysteme und mobile Geräte sind üblicherweise in einem Fahrzeug vor- handen und müssen nicht erst angebracht werden. Es gibt por ¬ table Navigationssysteme mit Internetanschluss und Handys mit GPS-Funktionalität und mit Internetanschluss. Ausgehend vom aktuellen Standort des Fahrzeugs und der Position eines ge ¬ meldeten freien Zielparkplatzes können das Navigationssystem oder das mobile Gerät mit Navigationsfunktionalität einen Fahrer zum Zielparkplatz leiten. Dies erhöht den Fahrkomfort für den Fahrer und auch die Fahrsicherheit, da der Fahrer den Fahrweg nicht selbst suchen muss.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Parkplatzanforderung eine geschätzte An- kunftszeit am Zielort umfasst. Dadurch kann die Verwaltung der Parkplätze effizient erfolgen und die Auslastung der Parkplätze erhöht werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Parkplatzfreigabe den Zeitpunkt der aktuellen Freigabe oder den spätesten Zeitpunkt einer geplanten Freigabe umfasst. Auch dadurch wird die Effizienz bei Verwaltung und Auslastung der Parkplätze erhöht. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Parkplatzanforderung zu einer von einem Benutzer festlegbaren Zeit vor voraussichtlicher Ankunft am Zielort automatisch gesendet wird. Ein Navigationsgerät kann erkennen, wenn das Fahrzeug von einem Gebiet z.B. noch eine Stunde Fahrtzeit entfernt ist und sendet dann automatisch ei ¬ ne Parkplatzanforderung für das Gebiet an das Parkleitsystem. Dadurch wird der Fahrer entlastet und durch die Feststellung und Mitteilung einer ziemlich genauen Ankunftszeit beim Gebiet, wird auch die Effizienz bei Verwaltung und Auslastung der Parkplätze erhöht.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass es sich bei dem Parkleitsystem um einen Internetoder Intranetserver handelt. Beim Server kann es sich z.B. um einen leistungsfähigen Personal Computer handeln, bei dem die Daten für angeforderte, belegte und freigegebene Parkplätze z.B. in einer relationalen Datenbank oder in einem oder meh- reren Tabellenkalkulationsprogrammen (z.B. Excel™) gespeichert sind. Die Daten im Server können aber auch in einer Auszeichnungssprache, z.B. Extensible Markup Language (XML) gespeichert und hinterlegt sein. Der Datenaustausch zwischen dem mobilen Gerät und dem Server kann z.B. über Wireless Application Protocol (WAP) erfolgen. Die physikalische Verbindung zwischen dem mobilen Gerät und dem Server kann z.B. über Funk erfolgen. Internet- oder Intranetserver sind leicht und ohne zusätzliche Infrastruktur einrichtbar.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Parkplatzinformation vom Gerät optisch und/oder akustisch ausgegeben wird. Dadurch wird der Fahrer zielgerecht zum freien Parkplatz geleitet.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass vom Parkleitsystem eine Identifikation und die Parkzeit des Fahrzeuges erfasst und zu einer Gebührenabrech ¬ nung mit dem Fahrer verwendet werden. Die Identifikation für ein Fahrzeug (z.B. Kfz-Kennzeichen) kann dem Parkleitsystem schon mit der Parkplatzanforderung mitgeteilt werden oder durch eine Leseeinrichtung (z.B. Kamera) an der Zufahrt und Ausfahrt eines Parkareals (Parkplatz, Parkhaus etc.) erfasst und dem Parkleitsystem weitergeleitet werden. In Abhängigkeit von der Parkdauer erfolgt eine Vergebührung für die Benutzung des Parkplatzes. Die Bezahlung kann z.B. über Kreditkarte oder eine Abbuchung auf der Telefonrechung erfolgen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Fahrzeuge mit dem Parkleitsystem via Car2X- Kommunikation und untereinander via Car2Car-Kommunikation kommunizieren. Eine Car2Car-Kommunikation z.B. auf IEEE

802.11-Basis erfolgen, eine Car2X-Kommunikation z.B. durch WLAN-Gateways . Car2X-Kommunikation und Car2Car-Kommunikation ermöglichen nicht nur eine Kollaboration der Fahrzeuge mit dem Parkleitsystem, sondern auch eine Kollaboration der Fahrzeuge untereinander. Dadurch wird eine aufwändige Infrastruk- tur und Personal, z.B. für die Reservierung eines Parkplat ¬ zes, vermieden.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Parkleitsystem zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug mit einem Gerät zum Senden einer Parkplatzanforderung

und/oder einer Parkplatzfreigabe an einen Server des Parkleitsystems und zum Empfangen einer Parkplatzinformation durch den Server des Parkleitsystem, wobei im Server abfrag- bare Daten über die Parkplatzbelegung eines Gebietes gespei ¬ chert sind, wobei die Parkplatzanforderung die aktuelle Posi ¬ tion des Fahrzeugs und den Zielort umfasst, wobei die Park ¬ platzfreigabe die Position des Parkplatzes umfasst, und wobei die Parkplatzinformation die Position eines Zielparkplatzes umfasst. Das Parkleitsystem kann ohne zusätzliche größere Infrastruktur realisiert werden. Beim Server kann es sich z.B. um einen leistungsfähigen Personal Computer handeln, bei dem die Daten für angeforderte, belegte und freigegebene Parkplätze z.B. in einer relationalen Datenbank oder in einem oder mehreren Tabellenkalkulationsprogrammen (z.B. Excel™) gespeichert sind. Die physikalische Verbindung zwischen dem mobilen Gerät und dem Server kann z.B. über Funk erfolgen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Gerät ein Navigationssystem umfasst, wobei mittels des Navigationssystems eine Fahrtstrecke von der ak ¬ tuellen Position des Fahrzeugs zur Position des Zielparkplat ¬ zes berechenbar und der Fahrer des Fahrzeugs zur Position des Zielparkplatzes leitbar ist. Navigationssysteme sind heutzu- tage oft schon in der Grundausstattung eines Fahrzeugs dabei oder aber als portable Navigationssysteme leicht im Fahrzeug anbringbar. Auch Handys oder Smartphones besitzen oft GPS- oder Navigationsfunktionalität. Ein Parkplatzsuchender ist dadurch leicht und komfortabel zu einem freien Parkplatz leitbar. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Parkleitsystem eine Abrechnungseinheit oder eine Schnittstelle zu einer Abrechnungseinheit umfasst, zur Erstellung einer Gebührenabrechnung, basierend auf einer Identifikation und der Parkzeit des Fahrzeuges. In Abhängigkeit von der Parkdauer erfolgt eine Vergebührung für die Benutzung des Parkplatzes. Die Bezahlung kann z.B. über Kreditkarte oder eine Abbuchung auf der Telefonrechung erfolgen. Die Abrechnungseinheit kann z.B. in Form eines Tabellenkalku- lationsprogrammes (Spreadsheet) realisiert sein.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch eine Anordnung zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug auf einem bestimmbaren Areal, enthaltend eine Anzahl von Park- platzen, die Anordnung umfassend:

einen Zugang zur Einfahrt in das Areal;

einen Server mit abfragbaren Daten über die Parkplatzbelegung des Areals;

ein mobiles Gerät, welches beim Zugang bei der Einfahrt in das Areal einem Fahrer des Fahrzeugs übergebbar ist, wobei dem Gerät vom Server ein freier Parkplatz im Areal zuordenbar ist ;

auf dem Areal verteilte Funkbaken, die mit dem Server und mit dem mobilen Gerät kommunikativ verbunden sind und wo- bei über die Signalstärke zwischen den Funkbaken und dem mobilen Gerät die Position des Fahrzeugs bestimmbar ist,

wobei, basierend auf der Position des Fahrzeugs und des zugeordneten freien Parkplatzes vom mobilen Gerät oder vom Server der Weg des Fahrzeuges zum freien Parkplatz berechen- bar ist und durch das mobile Gerät dem Fahrer optisch

und/oder akustisch wiedergebbar ist. Die Anordnung kann temporär, z.B. bei einem Großereignis (Fussballweltmeisterschaft, etc.) erstellt und verwendet werden, ohne eine auf ¬ wendige Infrastruktur installieren zu müssen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden erläutert. Dabei zeigen:

FIG 1 ein Beispiel für eine Interaktion von Fahrzeugen mit dem Parkleitsystem,

FIG 2 ein beispielhaftes schematisches Übersichtsbild mit

Komponenten des Parkleitsystems, FIG 3 ein erstes beispielhaftes Übersichtsbild mit mögli ¬ chen Kommunikationsfällen,

FIG 4 ein zweites beispielhaftes Übersichtsbild mit mög ¬ lichen Kommunikationsfällen, und

FIG 5 ein beispielhaftes Szenario für einen Parkplatzaus ¬ tausch zwischen zwei Fahrzeugen.

FIG 1 zeigt ein Beispiel für Interaktionen von Fahrzeugen

KFZ1, KFZ2 mit dem Parkleitsystem PL1. Der Pkw KFZ1, der einen Parkplatz sucht, stellt eine Anforderung ANF1 an das zentrale Parkleitsystem PL1. Der Pkw KFZ2, der einen Parkplatz freigeben will oder freigegeben hat, meldet die Freiga- be FREU und die frei werdende Parkplatzposition ebenfalls an das Parkleitsystem PL1. Bei einer Parkplatzanforderung ANF1 muss das Fahrzeug KFZ1 auch das Ziel (Gebiet) seiner Fahrt angeben. Das Parkleitsystem PL1 sendet dem anfragenden Fahrzeug KFZ1 eine Parkplatzinformation INFI mit einer Bestäti- gung der Anfrage und einer Position eines zugewiesenen Zielparkplatzes. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug KFZ1, KFZ2 und Parkleitsystem PL1 erfolgt über ein Gerät Gl, G2 im Fahrzeug KFZ1, KFZ2 z.B. über Funkverbindung. Bei dem Gerät Gl, G2 kann es sich z.B. um ein internetfähiges Navigationsgerät handeln. Aber auch mobile Geräte Gl, G2 sind einsetzbar, z.B. internetfähige Handys oder Smartphones. Vorteilhafterweise können diese mobile Geräte mit GPS-Funktionalität und Naviga ¬ tionsfunktionalität ausgestattet sein.

Das zentrale Parkleitsystem PL1 verwaltet eine Datenbank, die Positionsdaten und Status (besetzt/frei ) der Parkplätze spei ¬ chert. Das Parkleitsystem PL1 sucht einen freien Parkplatz aus der Datenbank aus, der nah am Ziel eines einen Parkplatz anfordernden Fahrzeuges KFZ1 ist. Anschließend bekommt Fahr ¬ zeug KFZ1 eine Bestätigung, mit der Position des Zielpark- platzes. Der Zielparkplatz ist ab dem Zeitpunkt besetzt, der Datenbankeintrag wird mit dem Status „besetzt" aktualisiert.

Ab dem Zeitpunkt, wo ein Fahrzeug (PKW, LKW etc.) einen Parkplatz zugewiesen bekommt, bis zur Ankunft bei dem Park- platz, muss der Parkplatz frei gehalten werden. Dies muss durch ein entsprechendes Verbot und Kontrollverfahren gewährleistet sein. Bei einer Parkplatzfreigabe FREU schickt Fahr ¬ zeug KFZ2 die eigene Position mit an das Parkleitsystem PL1. Der entsprechende Datenbankeintrag wird mit dem Status „frei" aktualisiert. Bei der Datenbank kann es sich z.B. um eine re ¬ lationale Datenbank oder ein Spreadsheet (Tabellenkalkulati ¬ onsprogramm, z.B. EXCEL™) handeln.

FIG 2 zeigt ein beispielhaftes schematisches Übersichtsbild mit Komponenten des Parkleitsystems PL2. Folgende Komponenten befinden sich im zentralen Parkleitsystem PL2 :

• Modul für Parkplatzzuordnung: Führt einen Algorithmus aus, der Anhand von angeforderten und freien Parkplät- zen, sowie anhand von anderen Datenquellen, die optimale Zuordnung von Parkplätzen bestimmt.

• Nutzer Datenbank: Jeder Nutzer des Systems erhält einen Eintrag. Unter anderem wird bei dem Eintrag gespeichert: Identifikationsdaten, z.B.: Adresse, Name, Pkw Kennzei- chen usw.

• Liste der Parkereignisse (Startzeit, Freigabezeit,

Ort,...) • Parkplatz Datenbank: Diese Datenbank enthält je Parkplatz einen Eintrag, mit Status (frei/besetzt) , Beset- zer, besetzt seit und Position.

• Abrechnungssystem AS oder Schnittstelle für Abrechnungs- System AS: Die Daten der Nutzerdatenbank können zur Abrechnung benutzt werden, so dass das System kommerziell eingesetzt werden kann.

• Schnittstelle für weitere Dienste: Bei der Parkplatzzu ¬ ordnung können externe Dienste die Zuordnung beeinflus- sen, z.B.: Dienst zur Vorhersage der Parkplatzknappheit.

Beim im Parkleitsystem PL2 verwendeten Computer kann es sich z.B. um einen leistungsfähigen Personal Computer handeln. Die Daten für angeforderte, belegte und freigegebene Parkplätze können z.B. in einer relationalen Datenbank oder in einem oder mehreren Tabellenkalkulationsprogrammen (z.B. Excel™) gespeichert sein. Der Datenaustausch zwischen dem mobilen Gerät und dem Parkleitsystem PL2 kann z.B. über Wireless Application Protocol (WAP) erfolgen.

FIG 2 zeigt, dass Fahrzeuge KFZ3 und KFZ4, die die Dienste des Parkleitsystems PL2 benutzen wollen, sich anmelden müssen bzw. Abmelden, wenn sie die Dienste nicht mehr nutzen wollen. Das Anmelden bzw. das Abmelden kann jeweils separat erfolgen. Es ist aber auch möglich, dass bei einer ersten Parkplatzanforderung ANF2 eines Fahrzeugs KFZ3 die Anmeldung gemeinsam mit der Anforderung ANF2 erfolgt. Genauso kann eine Abmeldung mit einer Parkplatzfreigabe FREI2 erfolgen. Die angemeldeten Fahrzeuge/Fahrer werden in der „Nutzer Datenbank" des Park- leitsystem PL2 verwaltet. In der „Nutzer Datenbank" wird auch die Parkzeit erfasst, für eine Abrechnung von Parkgebühren. Die Gebührenberechnung und Rechnungsstellung erfolgt mit einem Abrechnungssystem AS, das entweder im Parkleitsystem PL2 integriert ist oder über eine Schnittstelle durch die „Nutzer Datenbank" mit den zur Abrechnung benötigten Informationen

(Fahrzeug-Id, Adressdaten, Parktag, Parkzeit, etc.) versorgt wird. Die zu zahlenden Gebühren können z.B. über Kreditkarte, Lastschrifteinzug oder über die Telefonrechnung abgebucht werden .

Die „Parkplatz Datenbank" verwaltet die zur Verfügung stehen- den Parklätze auf einem Parkareal oder einem Gebiet (z.B.

Parkhaus) . So erhält die „Parkplatz Datenbank" die Parkplatzfreigaben FREI2 von Fahrzeugen KFZ4 und versorgt das „Modul für Parkplatzzuordnung" mit der Information über zur Verfügung stehenden aktuellen freien Parkplätzen.

In FIG 2 macht Fahrzeug KFZ3 eine Parkplatzanforderung ANF2 an das Parkleitsystems PL2. Die Parkplatzanforderung ANF2 wird im „Modul für Parkplatzzuordnung" im Parkleitsystem PL2 aufgenommen und sendet an Fahrzeug KFZ3 eine Parkplatzinfor- mation INF2 mit einer Bestätigung oder eine Ablehnung (z.B. wenn der Parkplatz voll ist) . Eine Bestätigung enthält auch die Zielkoordinaten des zugeordneten freien Parkplatzes.

FIG 3 zeigt ein erstes beispielhaftes Übersichtsbild mit mög- liehen Kommunikationsfällen. Kommunikationsfall 1 stellt eine Parkplatzsuche dar und Kommunikationsfall 2 eine Parkplatz ¬ freigabe. Die Kommunikationsfälle 1 (Parkplatzsuche) und 2 (Parkplatzfreigabe) mit den Kommunikationsszenarien werden im Folgenden beschrieben.

Kommunikationsfall 1 (Parkplatzsuche)

Fahrzeug KFZ5 -> Zentrales Parkleitsystem PL3 :

• Anmeldung (nur einmal nötig; danach nicht meht erforderlich)

· Position

• Anforderung Parkplatz

• Zielposition

• Geschätzte Ankunftszeit am Ziel (z.B.: Durch Navigati ¬ onssystem geschätzt)

· Geparkt at X. • Zielparkplatz besetzt (Ausnahme, Parkplatz wird als be ¬ setzt aktualisiert, ggf. Konsequenzen ziehen, z.B. Ord ¬ nungsamt bestellen)

Zentrales Parkleitsystem PL3 -> Fahrzeug KFZ5:

• Position des Zielparkplatzes

Kommunikationsfall 2 (Parkplatzfreigäbe)

Fahrzeug KFZ6 -> Zentrales Parkleitsystem PL3 :

• Abmeldung

• Position

• Freigabe

Zentrales Parkleitsystem PL3 -> Fahrzeug KFZ6:

• Bestätigung der Abmeldung, mit Angabe der geparkten Zeit

Die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen KFZ5 bzw. KFZ6 mit dem Parkleitsystem PL3 erfolgt z.B. über eine klassische Funk- oder Satellitenverbindung oder via Car2x-Kommunikation (z.B. über die Funkschnittstelle IEEE 802.11p).

FIG 4 zeigt ein zweites beispielhaftes Übersichtsbild mit möglichen Kommunikationsfällen. In FIG 4 sind eine Car2x- Kommunikation zwischen Fahrzeug KFZ8 und dem Parkleitsystem PL4, sowie eine Car2Car-Kommunikation zwischen den Fahrzeugen KFZ 8 und KFZ 9 dargestellt.

Kommunikationsfall 1 (Car2x-Kommunikation)

Fahrzeug KFZ8 -> Zentrales Parkleitsystem PL4 :

• Lokalisierungsinformation

• Anforderung / Freigabe eines Parkplatzes

• Zielposition / Parkposition

• Ankunftszeit am Ziel (z.B. durch Navigationssystem geschätzt)

• Geparkt at X. Diese Nachricht wird von Fahrzeug KFZ8 auch geschickt, wenn der Fahrer einen Parkplatz selbständig gefunden hat • Möchte jetzt meinen Parkplatz verlassen. (Optional: werde in Y Zeit meinen Parkplatz verlassen)

Zentrales Parkleitsystem PL4 -> Fahrzeug KFZ8:

• Zuteilung eines Zielparkplatzes

· Ab wann der Parkplatz freiwird

• ID des anderen Fahrzeugs (Freigebender / Anfordernder)

• Wann der neue Parkplatzbesetzer ankommen wird, bzw. wie weit er entfernt ist Kommunikationsfall 2 (Car2Car-Kommunikation)

Fahrzeug KFZ8<-> Fahrzeug KFZ 9 :

• Meldung man befindet sich in unmittelbarer Nähe

• Austausch der Beschreibung (Kennzeichen, Typ, Farbe

etc.) der Fahrzeuge, damit man sich gegenseitig besser erkennt.

Es ist möglich, dass die Car2Car-spezifische WLAN- Sendeeinrichtung in den Fahrzeugen KFZ8 und KFZ9 nicht nur den 802.11p Standard, sondern auch 802.11 in den Varianten a, b und g unterstützt. Damit werden die Kommunikationsmöglichkeiten von mobilen Geräten (z.B. Handy, Smartphones) im Fahrzeug erweitert.

Neben der Car2X-Kommunikation ermöglicht eine Car2Car- Kommunikation einen erweiterten kollaborativen Ansatz des erfindungsgemäßen Verfahrens und des Parkleitsystems.

FIG 5 zeigt ein beispielhaftes Szenario (mit den Schritten 1, 2 und 3) für einen Parkplatzaustausch zwischen zwei Fahrzeu- gen PKWA und PKWB . Das Fahrzeug PKWA, das einen Parkplatz sucht, stellt eine Anforderung an das zentrale Parkleitsys ¬ tem. Das Fahrzeug PKWB, das einen Parkplatz freigegeben hat bzw. freigeben will, meldet die Freigabe an das zentrale Parkleitsystem. Das einen Parkplatz anfordernde Fahrzeug PKWA muss auch das Ziel (Gebiet, Areal) seiner Fahrt angeben. Das zentrale Parkleitsystem verwaltet eine Datenbank, die Positi ¬ onsdaten und Status (besetzt/frei ) der Parkplätze speichert. Das Parkleitsystem sucht einen freien Parkplatz aus der Datenbank aus, der nah am Ziel von Fahrzeug PKWA ist. Anschlie ¬ ßend bekommt Fahrzeug PKWA eine Bestätigung, mit der Position des Zielparkplatzes. Der Zielparkplatz ist ab dem Zeitpunkt besetzt, der Datenbankeintrag wird mit dem Status „besetzt" aktualisiert .

Ab dem Zeitpunkt, an dem ein Fahrzeug einen Parkplatz zuge ¬ wiesen bekommt, bis zur Ankunft bei dem Parkplatz, muss der Parkplatz frei gehalten werden. Dies muss durch ein entsprechendes Verbot und Kontrollverfahren gewährleistet sein. Das Fahrzeug PKWB schickt bei der Freigabe die eigene Position mit. Der Datenbankeintrag wird mit dem Status „frei" aktuali ¬ siert. Das Fahrzeug PKWB erhält vom Parkleitsystem auf die Freigabemeldung eine Bestätigung der Freigabe mit Informationen über das Fahrzeug das den Parkplatz von Fahrzeug PKWB als nächstes besetzen soll. In FIG wird angenommen, dass Fahrzeug PKWA den Parkplatz von Fahrzeug PKWB zugewiesen bekommt.

Fahrzeug PKWB muss warten bis Fahrzeug PKWA am Parkplatz an- kommt. Erst wenn sich Fahrzeug PKWA in unmittelbarer Nähe be ¬ findet, darf Fahrzeug PKWB losfahren den Parkplatz verlassen. Die Geräte (Navigationsgerät, Handy, etc.) in den Fahrzeugen PKWA und PKWB leiten die Fahrer/Teilnehmer dabei. Vorteilhafterweise sind die Fahrzeuge PKWA und PKWB mit Car2Car- Kommunikationsmechanismen ausgestattet.

Mit dem beschrieben Verfahren werden Parkplatzsuche und Parkplatzzuordnung auf kollaborative Weise optimiert. Es ermög- licht Suche und Zuordnung in Orten zu optimieren, wo es keine Infrastruktur gibt, die einzelne Parkplätze überwachen kann.

Das Verfahren nutzt die Tatsache aus, dass viele Autofahrer mobile Geräte besitzen, die Positionsdaten bestimmen können und mit einem zentralen Dienst kommunizieren können (z.B. über mobiles Internet) . Besonders effektiv ist das Verfahren, wenn ein Navigations ¬ system vorhanden ist. Koordinaten freier Parkplätze werden an das Navigationssystem übermittelt, das den Fahrer dann zum freien Parkplatz führt.

Vorteile des Verfahrens sind insbesondere:

• Keine Parkplatzdetektions-Infrastruktur wird benötigt.

• C02 und Schadstoff -Ausstoß werden minimiert, da Park- platzsuchende nicht fahren müssen, um einen freien Parkplatz zu finden.

• Zeit wird gespart, indem man direkt zum Zielparkplatz fährt .

• Der Verkehrsaufkommen wird gesenkt, und langsame Pkws, die Parkplätze suchen, stören nicht den fließenden Verkehr

• Sollte es keine freien Parkplätze geben, wird der Su ¬ chende darüber informiert, so dass es nicht unnötig nach einem Parkplatz suchen muss.

• Die Parkplatzsuche kann mit der Routenplanung kombiniert werden, so dass das Navigationssystem auch berücksichtigt, wann der Parkplatz frei werden wird.

• Mit Prognosen von Ankunftszeiten, die von Navigationssystemen an das zentrale Parkleitsystem übermittelt werden, kann die Zuordnung von Parkplätzen optimiert werden, so dass Parkplätze möglichst wenig unbesetzt sind.

Im Folgenden werden beispielhaft zwei Ausführungsbeispiele beschrieben : Ausführungsbeispiel 1:

Gewisse Zonen eines Stadtbereiches werden für das „Kollabora- tive Parkleitsystem" reserviert. Diese Zonen werden entspre ¬ chend gekennzeichnet. In dieser Zone dürfen nur Pkws parken, die von dem zentralen Parkleitsystem einen Parkplatz zugewie- sen bekommen haben.

Benötigte Hardware und Software an den Pkws: z.B. Navigationsgerät mit Internetverbindung und die Soft ¬ ware für das kollaborative Parkleitsystem.

Das zentrale Parkleitsystem läuft auf einem Server, das an das Internet angebunden ist.

Die Anforderung der Parkplätze beim zentralen Parkleitsystem kann mit der Navigationssoftware kombiniert sein, so dass z.B. 1 Stunde vor Ankunft einen Parkplatz automatisch ange- fordert wird.

Sollte es keine freien Parkplätze geben, wird dem suchenden Pkw mitgeteilt, dass es warten muss. Dafür könnten speziell gekennzeichneten Flächen vorgesehen werden. Sobald ein Park- platz frei wird, wird dem wartenden Pkw den Parkplatz zugewiesen (FIFO Konzept, oder ggf. Priorisierung nach geeigneten Kriterien) .

Um die Einhaltung der Regeln in der Parkzone zu kontrollie- ren, wird mit dem Ordnungsamt zusammengearbeitet. Zusätzlich zu der normalen Kontrolle im Rundgang können Beamte gezielt über mögliche Parksünder informiert werden: Bei der Ankunft an dem Parkplatz kann ein Parkender dem zentralen Parkleitsystem mitteilen, dass der zugewiesene Parkplatz bereits be- setzt ist. Der Parkende bekommt einen neuen Parkplatz zuge ¬ wiesen und das Ordnungsamt wird über die Position des mögli ¬ chen Verstoßes informiert.

Ausführungsbeispiel 2:

Bei einem Großereignis wie z.B. eine Weltmeisterschaft ändert sich die Parkplatzsituation für eine gewisse Zeit. Um Parkplätze gezielt kontrollieren und zuweisen zu können, ohne eine Aufwendige Infrastruktur zu installieren, wird das Kolla- borative Parkleitsystem eingesetzt. Die kontrollierte Parkzone hat nur wenige Zugänge. An diesen Zugängen bekommen die Pkws oder Lkws einen Parkplatz zugewiesen. Dazu bekommen die Parkenden ein Gerät (Parkgerät), das Lokalisiert werden kann. Das Parkgerät kann auch mit dem zentralen Parkleitsystem kommunizieren.

Das Parkgerät verbindet sich über IEEE 802.15.4 mit über dem Gelände verteilten Access Points, die mit dem zentralen Parkleitsystem verbunden sind. Mit Daten über die Signalstärke zwischen Parkgerät und Access Points können die Parkgeräte deren Position bestimmen.

Die Parkgeräte sind so konstruiert, dass Sie die Richtung des Parkplatzes anzeigen, und signalisieren, wann die Zielpositi- on erreicht worden ist.

Beim Verlassen des Parkplatzes kann das Parkgerät die Abwei ¬ chung von der Zielposition erkennen, und die Freigabe melden. Bei der Ausfahrt werden die Parkgeräte abgegeben.

Verfahren zum Suchen und Ansteuern eines Parkplatzes für ein Fahrzeug mit einem Gerät, insbesondere mobilen Gerät (z.B. Handy, Smartphone) oder Navigationsgerät, zum Senden einer Parkplatzanforderung und/oder einer Parkplatzfreigabe an ein Parkleitsystem und zum Empfangen einer Parkplatzinformation (INF1,INF2) durch das Parkleitsystem, wobei das Parkleitsystem die Parkplatzbelegung eines Gebietes verwaltet, wobei die Parkplatzanforderung die aktuelle Position des Fahrzeugs und den Zielort umfasst, wobei die Parkplatzfreigabe die Position des Parkplatzes umfasst, und wobei die Parkplatzinformation die Position eines Zielparkplatzes umfasst. Das Verfahren be ¬ nötigt keine aufwändige Infrastruktur, wie z.B. Parkplatzbe ¬ legungsdetektoren. Vorteilhafterweise ermöglicht das Verfah ¬ ren durch eine Car2Car-Kommunikation ein vollständiges kolla- boratives Verhalten der Teilnehmer. Bezugs zeichen

KFZ1-KFZ10, PKWA, Fahrzeug

Gl, G2 Gerät

PL1-PL4 Parkleitsystem

ANF1, ANF2 Parkplatzanforderung

INFI, INF2 ParkplatzInformation

FREU, FREI2 Parkplatzfreigäbe

AS AbrechnungsSystem