REKASCH, Klaus (Stelkenshof 3a, Rheurdt, 47509, DE)
BRENDEL, Thomas (Am Herrenhaus 6, Mettmann, 40822, DE)
REKASCH, Klaus (Stelkenshof 3a, Rheurdt, 47509, DE)
| Patentansprüche 1. Kombination aus einem Gerät (2) oder Behälter, der zur Anordnung auf einer Oberseite eines von Wandungen umgebenen Raums vorgesehen ist und auf seiner Unterseite einen Anschlussbereich für mindestens eine Öffnung (3) in der Oberseite des Raumes aufweist, und einer Dichtungsvorrichtung zum Abdichten des Anschlussbereiches des Gerätes (2) oder Behälters gegenüber der Umgebung, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsvorrichtung von einer kompressiblen Flachdichtung (4) gebildet ist, die aus einem solchen Material und in einer solchen Größe hergestellt ist, dass sie für ein Gesamtgewicht des Gerätes (2) oder Behalters tragfahig und ihre Dichtigkeit über das Eigengewicht des Gerätes (2) oder Behälters herstellbar ist . 2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachdichtung (4) für einen Einsatz bei einem dachseitig anzuordnenden Gerät (2) eines Schienenfahrzeugs ausgebildet ist. 3. Kombination nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachdichtung (4) auf einer Basis von Ethylen- Propylen-Dien-Kautschuk mit geschlossener Zellstruktur hergestellt ist. 4. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dimensionierung der Flachdichtung (4) so bemessen ist, dass sich bei Aufsetzen der Kombination aus dem Gerät (2) oder Behälter und der Flachdichtung ein gewünschter vertikaler Abstand zwischen dem Gerat (2) oder Behälter und der Oberseite des Raumes ergibt. 5. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachdichtung (4) auf der Oberseite des Raumes oder der Unterseite des Gerätes (2) oder Behälters aufklebbar ist. 6. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich Auflage-Materialstreifen (5) zum planen Aufliegen des Gerätes (2) oder Behälters auf der Oberseite des Raumes umfasst. 7. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusatzlich mechanische Befestigungselemente zur Befestigung des Gerätes (2) oder Behälters an der Oberfläche des Raumes umfasst. 8. Kombination nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der mechanischen Befestigungselemente Beilagen zwischen die Unterseite des Gerätes (2) oder Behälter und die Oberfläche des Raumes einschiebbar sind. |
Kombination aus einem Gerat oder Behalter und einer
DichtungsVorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kombination aus einem Gerat oder Behalter, der zur Anordnung auf einer Oberseite eines von Wandungen umgebenen Raums vorgesehen ist und auf seiner Unterseite einen Anschlussbereich für mindestens eine Öffnung in der Oberseite des Raumes aufweist, und einer Dichtungsvorrichtung zum Abdichten des Anschlussbereiches des Gerätes oder Behalters gegenüber der Umgebung. Als Beispiele für solche Gerate können Klimageräte in
Schienenfahrzeugen angesehen werden, welche auf deren Dach angeordnet sind. Solche Klimageräte haben regelmäßig an ihrer Unterseite wenigstens eine Öffnung, die über einer
zugehörigen Öffnung im Wagendach angeordnet ist. Auf diese Weise entstehen Durchbruche vom Klimagerät zum Wageninneren. Die Durchbruche können der Luftfuhrung zur Klimatisierung und der Durchfuhrung von elektrischen Leitungen dienen. Dabei muss sichergestellt sein, dass sie luft- und wasserdicht gegenüber einer Umgebung sind. Die Bereitstellung der
Dichtigkeit wird dabei dadurch erschwert, dass aufgrund von Maßtoleranzen die Position der Öffnung des Klimagerätes zur Position der Öffnung des Wagendaches variieren kann.
In diesem Zusammenhang bekannt sind Vorrichtungen zur
Abdichtung mit gerateseitig angeordneten Hohlkammerdichtungen und wagenseitigem Dichtrahmen. Lagetoleranzen zwischen dem Dichtrahmen am Wagendach und der Hohlkammerdichtung am
Klimagerat werden in bestimmten Grenzen von der
Hohlkammerdichtung toleriert, ohne dass deren
Dichtungsfunktion beeinträchtigt wird. Solche Vorrichtungen werden z.B. bei der Regionalzug-Baureihe „Desiro DMU UK CL 185" der Anmelderin eingesetzt. Bei darüber hinaus gehenden Lagetoleranzen muss die Position des Klimagerätes gegenüber dem Wagendach justiert werden. Dies wird dadurch erreicht, dass das Klimagerät in der
Horizontalen auf dem Wagendach in bestimmten Grenzen
verschiebbar ist. Damit das Verschieben ermöglicht wird, werden vorgesehene Befestigungsschrauben zwischen Klimagerät und Wagendach durch entsprechend große Locher oder Langlocher im Klimagerät und/oder in der Halterung des Wagendachs gefuhrt. Durch das Einschieben oder Entfernen von Beilagen zwischen der Unterseite des Klimagerätes und der Oberseite des Wagendachs wird eine Justage in der vertikalen Richtung erreicht .
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kombination aus einem Gerat oder Behalter und einer
Dichtungsvorrichtung anzugeben, die größere Lagetoleranzen im Ubergangsbereich zwischen Gerat und darunter liegender
Wandungsoffnung gestattet, ohne dass eine manuelle Justage erfolgen muss.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Kombination dadurch gelost, dass die Dichtungsvorrichtung von einer kompressiblen Flachdichtung gebildet ist, die aus einem solchen Material und in einer solchen Große hergestellt ist, dass sie für ein Gesamtgewicht des Gerätes oder Behalters tragfahig und ihre Dichtigkeit über das Eigengewicht des Gerätes oder Behalters herstellbar ist.
Die vorgesehene Flachdichtung gestattet es, dass allein die Gewichtskraft des Gerätes oder Behalters eine Dichtigkeit in dem Ubergangsbereich zwischen Gerat und darunter liegendem Raum schafft. Voraussetzung dafür ist eine geeignete
Tragfähigkeit der Flachdichtung. Diese darf bei Belastung nicht zu stark komprimiert werden.
Bevorzugt ist die Flachdichtung für einen Einsatz bei einem dachseitig anzuordnenden Klimagerät eines Schienenfahrzeugs ausgebildet. Dabei bildet das Dach des Schienenfahrzeugs die o. g. Oberseite des Raumes, der hier ein Innenraum eines Wagenkastens eines Schienenfahrzeugs ist.
Zur Bereitstellung der gewünschten Materialeigenschaften ist es vorteilhaft, wenn die Flachdichtung auf einer Basis von Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk mit geschlossener
Zellstruktur hergestellt ist. Solches Material liegt
beispielsweise als Rollen- oder Plattenmateπal vor, so dass daraus Flachdichtungen geschnitten werden können, deren Abmessungen an die zu umgebenden Offnungen angepasst sind.
Vorteilhafter Weise ist eine Dimensionierung der
Flachdichtung so bemessen, dass sich bei Aufsetzen der
Kombination aus dem Gerat oder Behalter und der Flachdichtung ein gewünschter vertikaler Abstand zwischen dem Gerat oder Behalter und der Oberseite des Raumes ergibt. Im Fall eines Schienenfahrzeugs wird in dieser Weise eine geeignete vertikale Positionierung des Klimagerätes herbeigeführt. Die Flachdichtung kann auf die Oberseite des Raumes oder die Unterseite des Gerätes oder Behalters aufklebbar sein. In beiden Fallen ist die Flachdichtung auf einer planen Ebene angeordnet, d.h. nicht etwa in einer Nut gefuhrt. Dies gilt für beide Seiten der Flachdichtung, so dass sie ohne jegliche Fuhrung zwischen der Unterseite des Gerätes oder Behalters und der Oberseite des Raumes angeordnet ist.
Es können zusatzliche Auflage-Mateπalstreifen zum planen Aufliegen des Gerätes oder Behalters auf der Oberseite des Raumes vorgesehen sein, die dann ebenfalls zu der Kombination gehören. Solche Auflage-Mateπalstreifen vermeiden ein nicht planparalleles Aufliegen des Gerätes oder Behalters.
Die Kombination kann zusätzlich mechanische
Befestigungselemente zur Befestigung des Gerätes oder
Behalters an der Oberflache des Raumes umfassen, so dass eine einmal einjustierte Lage des Gerätes oder Behalters sicher beibehalten wird. Im Bereich der mechanischen Befestigungselemente können Beilagen zwischen der Unterseite des Gerätes oder Behalters und der Oberflache des Raumes einschiebbar sein. Dies verhindert eine Durchbiegung des Gerätes oder Behalters oder eine unzulässig hohe Einpressung der Flachdichtung beim
Befestigungsvorgang .
Em Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung noch naher erläutert. Die einzige Figur zeigt eine perspektivische Ansicht von oben auf einen Dachbereich eines Schienenfahrzeugs mit darauf
angeordnetem Klimagerät. In der Figur ist ein Ausschnitt eines Schienenfahrzeugdaches 1 dargstellt, auf dessen Oberseite ein Klimagerät 2
angeordnet ist. Das Fahrzeugdach 1 zeigt im zentralen Bereich des dargestellten Ausschnitts insgesamt drei parallel zueinander angeordnete Offnungen 3, die in Kombination mit hier nicht dargestellten Offnungen an der Unterseite des Klimagerätes 2 Durchbruche von dem Klimagerät 2 in einen Innenraum des Schienenfahrzeugs bilden. Die
stromungstechnische Einheit aus Klimagerät 2 und Innenraum des Schienenfahrzeugs ist gegenüber der Umgebung abzudichten. Zu diesem Zweck sind jeweilige Flachdichtungen 4 vorgesehen, welche die Offnungen 3 jeweils umschließen und eine im
Wesentlichen rechtwinklige Randflache aufweisen.
Die Flachdichtungen 4 sind aus einem Material auf der Basis von Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk mit geschlossener
Zellstruktur hergestellt. Dabei sind die Flachdichtungen so bemessen, dass sich bei Aufsetzen des Klimagerätes auf die Oberseite des Daches 1 ein gewünschter vertikaler Abstand zwischen dem Klimagerät und der Oberseite des Wagendaches 1 ergibt.
Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel sind die Flachdichtungen 4 in dem Bereich um die Offnungen 3 herum, auf die Oberseite des Wagendaches 1 geklebt. Bei einer horizontalen Justage des Klimagerätes 2 verbleiben somit die Flachdichtungen 4 an ihrem Platz. Bei einer alternativen Ausfuhrungsform der Erfindung sind mit den Flachdichtungen 4 im Wesentlichen baugleiche Flachdichtungen an der Unterseite des Klimagerätes 2 um dort vorgesehene Offnungen herum aufgeklebt, so dass im Justagefall die Einheit aus Klimagerät 2 und Dichtungen 4 horizontal bewegt wird. Eine Ausgangshohe der Flachdichtungen 4 ist so bemessen, dass sich bei Aufsetzen des Klimagerätes 2 ein gewünschter Abstand zum Dach 1 ergibt.
Da im vorliegenden Ausfuhrungsbeispiel die Offnungen 3 in erheblichem Abstand zu den kurzen Seiten des Klimagerätes 2 enden, sind zum Abstutzen des Klimagerätes 2 zusätzliche Mateπalstreifen 5 vorgesehen, die für ein planes Aufliegen des Klimagerätes 2 auf dem Wagendach 1 sorgen. Im
vorliegenden Ausfuhrungsbeispiel sind die zusatzlichen
Mateπalstreifen 5 in den Langsendbereichen des Klimagerätes 2 in dessen Querrichtung angeordnet. Dabei können die
Mateπalstreifen 5 aus demselben Material hergestellt sein, wie die Flachdichtungen 4.
Das Klimagerät 2 sorgt durch sein Eigengewicht für eine zuverlässige Abdichtung des Ubergangsbereichs zwischen
Klimagerät 2 und Wagendach 1 zur äußeren Umgebung. Das gewählte Material gewährleistet darüber hinaus, dass eine zuverlässige Dichtefunktion der Flachdichtungen 4 dauerhaft gegeben ist. Bei einer erweiterten, hier nicht dargestellten
Ausfuhrungsform sind zusätzliche mechanische
Befestigungselemente beispielsweise in den Langsendbereich des Klimagerätes 2 vorgesehen, so dass an diesen Stellen beispielsweise eine Schraubverbindung zum Dach 1 des
Schienenfahrzeugs hergestellt werden kann. Zum Vermeiden einer Durchbiegung des Klimagerätes 2 oder einer unzulässig hohen Einpressung der Flachdichtung kann immer ein Spalt zwischen einer vorgesehenen Geratepratze und einem Halter verbleiben, in den Beilagen eingeschoben werden können, bevor die Verbindung durch das Einsetzen und Anziehen von Schrauben hergestellt wird.
Next Patent: TURBO ENGINE HAVING STEAM TAPPING
