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Title:
COMBINATION OF MR MEASUREMENT SIGNALS IN ORDER TO IMPROVE THE SIGNAL-TO-NOISE RATIO
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/013436
Kind Code:
A1
Abstract:
A method according to the invention for evaluation of MR measurement signals comprises a combination of n associated MR measurement signals, wherein the combination of the MR measurement signals comprises the formation of a median of the n MR measurement signals in order to determine an ideal MR measurement signal. Determination of a mean value via a median has the advantage that this is also insensitive to a sequence of non-Gaussian-distributed values, that is to say sequences which contain so-called "spurious values". This is because the "spurious values" are ignored when determining the median. As a consequence of this, the effort which was previously accepted and was associated with high costs for avoiding such spurious values can also at least be reduced. A computer program product, an electronically readable data storage medium, a processing device and a magnetic resonance installation for carrying out the method are also claimed.

Inventors:
HEID, Oliver (Luitpoldstraße 63, Erlangen, 91052, DE)
Application Number:
EP2011/060757
Publication Date:
February 02, 2012
Filing Date:
June 28, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
HEID, Oliver (Luitpoldstraße 63, Erlangen, 91052, DE)
International Classes:
G01R33/56; G06T5/50
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Auswerten von MR-Messsignalen umfassend eine Kombination von n zusammengehörigen MR-Messsignalen, wobei die Kombination der MR-Messsignale die Bildung eines Medians der n MR-Messsignale zur Ermittelung eines idealen MR- Messsignals umfasst.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei der gebildete Median ein ermedian ein Untermedian oder ein gewöhnlicher Median ist.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die n zusammengehörigen MR-Messsignale Bilddaten sind.

4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die n zusammengehörigen MR-Messsignale Bilddaten einzelner MR-Bilder oder einer Serie von MR-Bildern sind.

5. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die n zusammengehörigen MR-Messsignale korrespondierende Bilddaten einer Serie von MR-Bildern sind.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 5, wobei die n zusammengehörigen MR-Messsignale Bilddaten einer

zusammengehörigen Gruppe von MR-Bildern einer Serie von MR- Bildern sind.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei zusammengehörige Gruppen von MR-Bildern der Serie von MR-Bildern über eine Korrelation mit einer Zeitfunktion unterschieden werden.

8. Computerprogrammprodukt, welches ein Programm umfasst und direkt in einen Speicher einer programmierbaren

Verarbeitungseinheit einer Magnetresonanzanlage ladbar ist, mit Programm-Mitteln, um alle Schritte des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-7 auszuführen, wenn das Programm in einer Verarbeitungseinheit einer Magnetresonanzanlage ausgeführt wird.

9. Elektronisch lesbarer Datenträger mit darauf gespeicherten elektronisch lesbaren Steuerinformationen, welche derart ausgestaltet sind, dass sie bei Verwendung des Datenträgers in einer Verarbeitungseinheit einer Magnetresonanzanlage das Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7 durchführen.

10. Verarbeitungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-7.

11. Magnetresonanzanlage mit einer Verarbeitungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-7.

Description:
Beschreibung

KOMBINATION VON MR - ES S S IGNALEN ZUR VERBESSERUNG DES

SIGNAL - ZU - RAUSCH - VERHÄLTNI S SES

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auswerten von MR- Messsignalen, ein Computerprogrammprodukt, einen elektronisch lesbaren Datenträger, eine Verarbeitungseinrichtung und eine Magnetresonanzanlage.

Die Magnetresonanz-Technik (im Folgenden steht die Abkürzung MR für Magnetresonanz) ist eine bekannte Technik, mit der Bilder vom Inneren eines Untersuchungsobjektes erzeugt werden können. Vereinfacht ausgedrückt wird hierzu das

Untersuchungsobjekt in einem Magnetresonanzgerät in einem vergleichsweise starken statischen, homogenen Grundmagnetfeld BO (Feldstärken von 0,2 Tesla bis 7 Tesla und mehr)

positioniert, so dass sich dessen Kernspins entlang des Grundmagnetfeldes orientieren. Zur Ortskodierung der

Messdaten werden dem Grundmagnetfeld schnell geschaltete magnetische Gradientenfelder überlagert. Zum Auslösen von Kernspinresonanzen werden mittels mindestens einer Sendespule hochfrequente Anregungspulse (HF-Pulse) in das

Untersuchungsobjekt eingestrahlt, die ausgelösten

Kernspinresonanzen (Signale) mittels Empfangsspulen gemessen, und auf Basis der gemessenen Signale z.B. anatomische MR- Bilder rekonstruiert. Die magnetische Flussdichte dieser HF- Pulse wird üblicherweise mit Bl bezeichnet. Das pulsförmige Hochfrequenzfeld wird daher im Allgemeinen auch kurz Bl-Feld genannt. Mittels dieser Hochfrequenzpulse werden die

Kernspins der Atome im Untersuchungsobjekt dabei derart angeregt, dass sie um einen sogenannten "Anregungsflipwinkel" (im Folgenden auch kurz "Flipwinkel" genannt) aus ihrer Gleichgewichtslage parallel zum Grundmagnetfeld B0 ausgelenkt werden. Die Kernspins präzedieren dann um die Richtung des Grundmagnetfelds B0. Die dadurch erzeugten

Magnetresonanzsignale werden von Hochfrequenzempfangsantennen aufgenommen. Die so aufgezeichneten Messsignale werden digitalisiert und als komplexe Zahlenwerte, auch Rohdaten genannt, in einer k-Raum-Matrix abgelegt. Durch

mehrdimensionale Fouriertransformation der Werte der k-Raum- Matrix können die Messsignale z.B. zu Bilddaten verrechnet werden, um aus der mit Werten belegten k-Raum-Matrix ein zugehöriges MR-Bild zu rekonstruieren. Mithilfe der

Magnetresonanz-Technik können neben anatomischen Bildern auch Spektroskopiedaten, Bewegungsdaten oder Temperaturdaten eines untersuchten bzw. behandelten Gebietes ermittelt werden.

Bei der Auswertung von MR-Messsignalen werden üblicherweise ausreichend viele Signale aufgenommen, um z.B. zur

Verbesserung des Signal-zu-Rausch-Verhältnisses (SNR, engl. „signal to noise ratio") arithmetische Summen und Mittelwerte bilden zu können, und so Fehler in den Messdaten ausgleichen zu können. Wegen der hohen Empfindlichkeit der Signalaufnahme und z.B. durch HF-Interferenzen auftretende Ausreißer in den Signalen, treten hierbei häufig grobe Fehler auf.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Auswerten von MR-Messsignalen, ein

Computerprogrammprodukt, einen elektronisch lesbaren

Datenträger, eine Verarbeitungseinrichtung und eine

Magnetresonanzanlage anzugeben, mit welchen eine gegenüber Ausreißern stabile Auswertung ermöglicht wird.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Auswerten von MR- Messsignalen umfasst eine Kombination von n zusammengehörigen MR-Messsignalen, wobei die Kombination der MR-Messsignale die Bildung eines Medians der n MR-Messsignale zur Ermittelung eines idealen MR-Messsignals umfasst.

Eine Bestimmung eines mittleren Wertes über einen Median hat den Vorteil, dass sie auch gegenüber einer Folge von nicht- gaußverteilten Werten, d.h. Folgen, welche sogenannte „Ausreißer" enthalten, unempfindlich ist. Die „Ausreißer" werden nämlich bei der Bestimmung des Medians nicht mit berücksichtigt. Als Folge hiervon kann weiterhin ein bisher betriebener mit hohen Kosten verbundener Aufwand zur

Vermeidung derartiger Ausreißer zumindest verringert werden. Ein erfindungsgemäßes Computerprogrammprodukt umfasst ein Programm und ist direkt in einen Speicher einer

programmierbaren Verarbeitungseinheit einer

Magnetresonanzanlage ladbar. Es umfasst weiter Programm- Mittel, um alle Schritte des obigen Verfahrens auszuführen, wenn das Programm in einer Verarbeitungseinheit einer

Magnetresonanzanlage ausgeführt wird.

Ein erfindungsgemäßer elektronisch lesbarer Datenträger umfasst darauf gespeicherte elektronisch lesbare

Steuerinformationen, welche derart ausgestaltet sind, dass sie bei Verwendung des Datenträgers in einer

Verarbeitungseinheit einer Magnetresonanzanlage das obige Verfahren durchführen. Eine erfindungsgemäße Verarbeitungseinrichtung ist zur

Durchführung des obigen Verfahrens ausgeführt.

Eine erfindungsgemäße Magnetresonanzanlage umfasst eine Verarbeitungseinrichtung, welche zur Durchführung des obigen Verfahrens ausgeführt ist.

Die bezüglich des Verfahrens genannten Vorteile und

Ausgestaltungen gelten für das Computerprogrammprodukt, den elektronisch lesbaren Datenträger, die

Verarbeitungseinrichtung und die Magnetresonanzanlage analog.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen

Ausführungsbeispielen sowie anhand der Figuren. Die

aufgeführten Beispiele stellen keine Beschränkung der

Erfindung dar. Es zeigen: FIG 1 schematisch ein Magnetresonanzgerät

Durchführung des Verfahrens,

FIG 2 eine schematische Darstellung eines Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens.

In Figur 1 ist eine Magnetresonanzanlage dargestellt. Die Magnetresonanzanlage umfasst ein Magnetresonanzgerät 1, welches hier durch seine Magneteinheit 2 repräsentiert ist. Weitere Einheiten des Magnetresonanzgeräts 1 wie

Gradientenspuleneinheit und HF-Einheiten, sowie deren

Zusammenwirken sind bekannt und daher hier der

Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Bei einer MR-Untersuchung befindet sich ein

Untersuchungsobjekt in einem Untersuchungsvolumen U innerhalb des Magnetresonanzgeräts 1. Wie oben bereits beschrieben werden während einer MR-Untersuchung HF-Pulse in das

Untersuchungsobjekt eingestrahlt und daraus resultierende MR- Messsignalen gemessen. Die gemessenen MR-Messsignalen werden an eine mit dem Magnetresonanzgerät 1 verbundene

Verarbeitungseinheit 6 übertragen und dort gespeichert und ggf. nach einer Vorverarbeitung z.B. zu Bilddaten

verarbeitet .

Die Verarbeitungseinheit 6 ist weiterhin mit einer Eingabe- /Ausgabeeinheit 9 verbunden, welche Daten von der

Verarbeitungseinheit 6 empfangen und z.B. Bilddaten für einen Nutzer darstellen kann, sowie von einem Nutzer eingegebene Daten, z.B. Steuerbefehle für die Aufnahme von MR- Messsignalen mit dem Magnetresonanzgerät 1 oder zur

Verarbeitung von bereits gemessenen MR-Messsignalen, an die Verarbeitungseinheit 6 senden kann. Wird ein erfindungsgemäßes Computerprogrammprodukt 7 in die programmierbare Verarbeitungseinheit 6 des

Magnetresonanzgeräts 1 geladen, kann das nachfolgend

beschriebene Verfahren ausgeführt werden, wenn das auf dem Computerprogrammprodukt 7 umfasste Programm auf der

Verarbeitungseinheit 6 ausgeführt wird. Ein solches

Computerprogrammprodukt 7 kann auch als elektronisch lesbare Steuerinformationen auf einen elektronisch lesbaren

Datenträger 8 gespeichert werden, und so bei Verwendung des Datenträgers 8 in der Verarbeitungseinheit 6 des

Magnetresonanzgeräts 1 eine Durchführung des Verfahrens ermöglichen . Figur 2 zeigt schematisch den Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens .

Dazu werden in einer Verarbeitungseinheit 6 n

zusammengehörige MR-Messsignale geladen (101) und

ausgewertet, wobei die Auswertung eine Kombination der n zusammengehörigen MR-Messsignale umfasst (102) . Die

Kombination der n zusammengehörigen MR-Messsignale umfasst dabei die Bildung eines Medians (M) der n zusammengehörigen MR-Messsignale zur Ermittelung eines idealen Messsignals. Das Ergebnis der Auswertung unter Verwendung des als idealem Messsignal ermittelten Messignals wird z.B. zur

Weiterverarbeitung gespeichert oder für eine Ausgabe an einer Ausgabeeinrichtung 9 bereit gemacht (103) . Zusammengehörige MR-Messsignale können hierbei z.B. Rohdaten sein. Die Zusammengehörigkeit rührt beispielsweise daher, dass die MR-Messsignale an einer selben k-Raumposition akquiriert wurden oder sonst eine selbe Bedingung, z.B.

Akquisition in einer selben Schicht bzw. Position des

Untersuchungso jekts oder auch eine Akquisition der MR-

Messsignalen an einer selben Stelle innerhalb eines von dem Untersuchungsobjekt durchgeführten periodischen Bewegung, bei der Akquisition der MR-Messsignalen vorliegt. Insbesondere bei der Aufnahme von MR-Messsignalen in Verbindung mit

Strahlentherapie und/oder Isotopengeneratoren ist eine

Wiederholte Aufnahme von zusammengehörigen MR-Messsignalen und eine Bestimmung eines idealen MR-Messsignales aus diesen zusammengehörigen MR-Messsignalen in der Regel durchzuführen. Eine Auswertung der Rohdaten kann beispielsweise eine

Fouriertransformation umfassen, um aus den Rohdaten Bilddaten oder auch spektroskopische Daten zu errechen.

Zusätzlich oder alternativ kann die Auswertung eine reine Bildung eines Median oder eines Vielfachen des Medians umfassen, um das SNR der aufgenommenen MR-Messsignale zu verbessern . Zusammengehörige MR-Messsignale können aber auch bereits aus Rohdaten berechnete Bilddaten sein. Die Zusammengehörigkeit rührt hierbei beispielsweise daher, dass die MR-Messsignale Messignale einer selben Position einzelner MR-Bilder oder Serien von MR-Bildern einer Schicht des Untersuchungsobjekts sind.

Eine Auswertung der Bilddaten kann beispielsweise eine reine Bildung eines Medians oder eines Vielfachen des Medians der n Bilddaten z.B. zur Verstärkung des Kontraste oder zum

Ausgleichen von Intensitätsunterschieden oder zur

Verbesserung des SNR.

Weiter zusätzlich oder alternativ kann die Auswertung eine Korrelation mit einer Zeitfunktion umfassen, um z.B. selbe Zeitpunkte innerhalb einer sich periodisch ändernden

Messbedingung zu ermitteln.

Bei sogenannten „functional imaging" ( FI ) -MR-Messungen, mittels welcher z.B. Gehirnaktivitäten visualisiert werden können, werden in der Regel Bildserien von einer

Größenordnung von ca. 100 Bildern oder auch mehr derselben Position aufgenommen, um statistisch signifikante Aussagen über das aufgenommene Untersuchungsobjekt, das Gehirn oder Teile des Gehirns, zu erlauben. Dabei wird, beispielsweise zu bestimmten Zeiten während der Aufnahme dieser Bildserie, eine Stimulation des Gehirns vorgenommen, z.B. durch eine

bestimmte Bewegung, die der Patient ausführt, oder einen bestimmten Reiz, der auf den Patienten ausgeübt wird. Die aufgenommene Bildserie wird dann z.B. in zwei Gruppen aufgeteilt. Dies erfolgt z.B. über eine Korrelation mit einer Zeitfunktion, welche die Aufnahmezeiten der einzelnen MR- Bilder der Bildserie mit den Zeiten vergleicht, zu denen eine Stimulation erfolgte, oder durch andere geeignete Mittel. Die eine Gruppe enthält somit die MR-Bilder der Serie, während welcher keine Stimulation stattfand. Die andere Gruppe der Serie enthält hingegen diejenigen MR-Bilder der Serie, während welcher eine Stimulation stattfand. Die MR-Bilder der jeweiligen Gruppen werden dann statistisch untersucht, um diejenigen Gehirnregionen herauszufinden, in welchen während der Stimulation eine Aktivität festzustellen ist. Eine

Aktivität wird dann einer bestimmten Region in dem

aufgenommenen Untersuchungsobjekt angenommen, wenn in dieser in den MR-Bildern der beiden genannten Gruppen ein

statistisch signifikanter Unterschied festgestellt werden kann. Bei der statistischen Untersuchung werden

korrespondierende Bilddaten der Serie bzw. einer Gruppe der Serie untersucht. Korrespondierende Bilddaten in diesem Sinne sind z.B. Pixelintensitäten jeweils derselben Position in den einzelnen MR-Bildern der Serie bzw. einer Gruppe der Serie.

Oben genannte Auswertungen bzgl . Rohdaten und auch bzgl .

Bilddaten werden in gängigen Verfahren bisher zumeist unter Verwendung eines arithmetischen Mittelwerts oder

arithmetischer Summen zur Ermittelung eines idealen

Messsignals ausgeführt, was zu einer großen

Fehleranfälligkeit bei „Ausreißern" in den aufgenommenen MR- Messsignale führt. Derartige nicht-gaußverteilte Folgen von Messsignalen mit Ausreißern werden z.B. durch nur schwer zu vermeidende, auftretende HF-Interferenzen oder sogenannte „Spikes" (elektrische Entladungen an den Gradientenspulen) verursacht und finden sich daher häufig in MR-Messsignalen . Ein Median bestimmt aus einer Folge von nach ihrer Größe sortierten Werten einen mittleren Wert. Eine Bestimmung eines mittleren Wertes über einen Median hat den Vorteil, dass sie auch gegenüber einer Folge von nicht-gaußverteilten Werten, d.h. Folgen, welche sogenannte „Ausreißer" enthalten, unempfindlich ist. Die „Ausreißer" werden nämlich bei der Bestimmung des Medians nicht mit berücksichtigt.

Hierbei sind z.B. folgende Arten eines Medians einer Folge von MR-Messwerten (x 1 ,x 2 ,...x n ) denkbar.

Der „gewöhnliche" Median: für n ungerade

für n gerade

Der Untermedian

ix +l für n ungerade

X, 2

X„ für n gerade

Der Obermedian:

r n ungerade

für n gerade

Der Obermedian und der Untermedian zeichnen sich dadurch aus, dass der als idealer Wert bestimmte (Ober- bzw. Unter) Median immer ein Wert der ursprünglichen Folge ist, wohingegen beim „gewöhnlichen" Median bei einer geraden Anzahl an Elementen in der Folge der Mittelwert der beiden in der Mitte der Folge liegenden Werte ist.

Durch die Verwendung eines Median anstelle von arithmetischen Mittelwerten oder eines Vielfachen eines Medians anstelle von arithmetischen Summen kann eine ausreichend große Robustheit der Auswertung gegenüber Ausreißern erzielt werden, dass der bisher betriebene apparativer Aufwand zur Vermeidung solcher Ausreißer, wie etwa HF-Schirmkabinen oder ein möglichst lunkerfreier Verguss der Gradientenspulen, zumindest

reduziert werden kann, ohne die Stabilität der aus den MR- Messsignalen erhaltbaren Informationen über das Untersuchungsobjekt zu verringern. Somit könnten die mit den apparativen Maßnahmen verbundenen hohen Kosten ebenfalls reduziert werden. Eine erfindungsgemäße Auswertung der MR- Bilder ist insbesondere für statistische Auswertungen einer Vielzahl von MR-Bildern besonders robust.