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Title:
COMFORTABLE PROTECTIVE UNDERPANTS WITH LONG-LASTING SAFETY COMFORT AND PLEASING WEARING COMFORT FOR PREVENTING AN UNAUTHORIZED INVASION BY THIRD PARTIES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/041292
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to comfortable protective underpants with long-lasting safety comfort and pleasing wearing comfort for preventing an unauthorized invasion by third parties and for lower body protection, comprising drawstring casings (2a, 2b) which run on the fabric and which comprise drawstrings (21, 22) guided in the casings in order to lash down the protective underpants for the purpose of preventing the seat of the underpants from sliding. The first ends (3c) of the drawstrings are rigidly connected to a device for retaining the drawstrings (21, 22) in a secure manner, the second ends (3f) of the drawstrings can be connected to the device in a closed position, and the device (4) and an acoustic-type (5) warning device for emitting a warning signal are arranged in an upper region (A) of the protective underpants. The first drawstring casing (2a) extends parallel to the waistband (6), and the second drawstring casing (2b) extends from the drawstring casing opening (9) over the front part (40) and the rear part (41) of the protective underpants in a V-shape and progresses in a crossing manner in a sectional region (7) of the protective underpants.

Inventors:
LEGER, Hartmut (Muehlenfloette 17, 46 238 Bottrop, DE)
Application Number:
DE2017/000287
Publication Date:
March 08, 2018
Filing Date:
September 01, 2017
Export Citation:
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Assignee:
LEGER, Hartmut (Muehlenfloette 17, 46 238 Bottrop, DE)
International Classes:
A41D1/08; A41D1/00; A41D1/22; A41D13/00; A61F5/00
Foreign References:
US20140182038A12014-07-03
US5485636A1996-01-23
DE102014013862A12015-09-24
CA2343707A12001-11-10
Other References:
E. KLEIN, JOURNAL OF MEMBRANE SCIENCE, vol. 2, 1977, pages 349 - 364
Attorney, Agent or Firm:
GEHRKE, Peter, P. (Hölscherstr. 4, Gelsenkirchen-Buer, 45894, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schutzhose mit

a. einem mit einem Vorderteil (40), einem Hinterteil (41), einem Bund (6) und zwei Beinabschnitten (la, lb), gekennzeichnet durch

b. Tunnelzüge (2a, 2b) mit Tunnelzugöffnungen (9),

c. in denen Schnüre (21, 22) geführt sind,

d. die ersten Enden (3c) der Schnüre (21, 22) mit einer Einrichtung (4) zum sicheren Festhalten der Schnüre (21, 22) unlösbar verbunden sind,

e. die aus den Tunnelzugöffnungen (9) herausgeführten zweiten Enden (3f) der Schnüre (21, 22) mit der Einrichtung (4) in Schließstellung verbindbar sind,

f. die Einrichtung (4) und eine Warneinrichtung des akustischen Typs (5) zur Abgabe eines Warnsignals in einem oberen Bereich (A) der Schutzhose angeordnet sind,

g. der erste Tunnelzug (2a) in dem oberen Bereich (A) angeordnet ist und parallel zu dem Bund (6) verläuft,

h. der zweite Tunnelzug (2b) sich von einer Tunnelzugöffhung (9) über das Vorderteil (40) V- förmig und über das Hinterteil (41) V-förmig mit sich überkreuzendem Verlauf in einem Schnittbereich (7) der Schutzhose erstreckt,

i. zumindest in dem Schrittbereich (7) eine Einlage (20) oder eine Gewebeverstärkung (20) angeordnet ist, welche kunststoffartige Fasern mit einem hohen Dehnungswiderstand enthält,

j. die Tunnelzugöffnungen (9) der beiden Tunnelzüge (2a, 2b) der Einrichtung (4) benachbart angeordnet sind.

2. Schutzhose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Tunnelzug (2a) von der Einrichtung (4) in Umlaufrichtung um das Vorderteil (40) und das Hinterteil (41) in Richtung zu seiner Tunnelzugöffhung (9) hin sich erstreckt.

3. Schutzhose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Tunnelzug

(2b) von der Einrichtung (4) über das Vorderteil (40) in Richtung zu dem an den rechten Beinabschnitt (lb) angrenzenden in dem unteren Bereich (B) der Schutzhose angeordneten, dem Vorderteil (40) zugewandten Abschnitt (bl) des Schrittbereichs (7) hin, von dem an den rechten Beinabschnitt (l b) angrenzenden in dem unteren Bereich (B) der Schutzhose angeordneten dem Vorderteil 40 zugewandten Abschnitt (bl ) des Schrittbereichs (7) über den Schrittbereich (7) in Richtung zu dem an den linken Beinabschnitt (la) angrenzenden in dem unteren Bereich (B) angeordneten dem Hinterteil (41) zugewandten Abschnitt (el) des Schrittbereichs (7) hin,

von dem an den linken Beinabschnitt (la) angrenzenden in dem unteren Bereich (B) angeordneten dem Hinterteil (41) zugewandten Abschnitt (el) des Schrittbereichs (7) über das Hinterteil (41) in Richtung zu dem in dem oberen Bereich (A) der Schutzhose angeordneten Seitenbereich (d) des linken Beinabschnitts (la) hin,

von dem im oberen Bereich (A) angeordneten Seitenbereich (d) des linken Beinabschnitts (la) über das Vorderteil (40) in Richtung zu dem an den linken Beinabschnitt (la) angrenzenden in dem unteren Bereich (B) angeordneten dem Vorderteil (40) zugewandten Abschnitt (e2) des Schrittbereichs (7) hin,

von dem an den linken Beinabschnitt (la) angrenzenden in dem unteren Bereich (B) angeordneten Abschnitt (e2) des Schrittbereich (7) über den Schrittbereich (7) in Richtung zu dem an den rechten Beinabschnitt (lb) angrenzenden dem unteren Bereich (B) angeordneten dem Hinterteil (41) zugewandten Abschnitt (b2) des Schrittbereichs 7 hin, von dem an den rechten Beinabschnitt (lb) angrenzenden in dem unteren Bereich (B) angeordneten dem Hinterteil (41) zugewandten Abschnitt (b2) des Schrittbereichs (7), über das Hinterteil 41 in Richtung zu dem in dem oberen Bereich (A) angeordneten Seitenbereich (c) des rechten Beinabschnitts (l b) hin,

von dem in dem oberen Bereich (A) angeordneten Seitenbereich (c) des rechten Beinabschnitts (l b) in Richtung zu der Tunnelzugöffnung (9) hin verläuft.

4. Schutzhose nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe elastisch und atmungsaktiv sowie die Einlage (20), die Gewebeverstärkung (20) sowie die Schnüre (21, 22) ein Aramid-Fasern aufweisendes reiß- und schnittfestes kunststoffartiges Material enthalten.

5. Schutzhose nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Enden (3f) der Schnüre (21, 22) mit voneinander beabstandeten Sprossen (3g) unlösbar sind, die Einrichtung (4) eine Platte ( 12), deren Unterseite mit dem Vorderteil (40) der Schutzhose unlösbar verbunden ist, eine mit der Platte (12) drehbar verbundene Deckplatte (13) aufweist, auf der der Deckplatte (13) zugewandten Oberseite der Platte (12) mindestens zwei parallel zueinander ausgerichtete Stege angeformt sind, wobei in Schließstellung gegen deren der Deckplatte zugewandten Oberseiten die Schnüre (21 , 22) mit ihren zweiten Enden (3f) im rechten Winkel zu diesen ansetzbar, zwischen die Stege die Sprossen (3g) der zweiten Enden (3f) der Schnüre (21 , 22) parallel zu diesen einfügbar, die Deckplatte (13) mit ihrer Außenseite gegen die zweiten Enden (3f) der Schnüre (21, 22) und gegen die Stege ansetzbar und mit der Platte (12) form-, reib- und/oder kraftschlüssig verriegelbar sind.

6. Schutzhose nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Deckplatte (13) und der Platte (12) Öseneinrichtungen (13a) angeformt sind, deren Durchbrüche (13b) in Schließstellung in Übereinstimmung gebracht sind, in welche ein Bügel eines Schlosses (4a) zum Eingriff zur Absicherung der in Schließstellung befindlichen Einrichtung (4) vorgesehen ist.

7. Schutzhose nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Stege Ausnehmungen zum Anlegen der Schnüre (21 , 22) gegen dieselben aufweisen

8. Schutzhose nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Außenseite der Deckplatte (13) und die der Schnüre (21 , 22) zugewandten Außenseiten der Stege aufgeraut oder mit Zähnen versehen sind zur zusätzlichen Sicherung des Fest- haltens der Schnüre (21 , 22) in Schließstellung.

9. Schutzhose nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Enden (3f) der Schnüre (21 , 22) mit der in einer an dem Vorderteil (40) gekoppelten Tasche angeordneten, einschaltbaren Warneinrichtung des akustischen Typs (5) zur Abgabe eines Warnsignals in Schließstellung verbunden sind.

10. Verwendung der Schutzhose mit hohem dauerhaften Sicherheits- und angenehmen Tragekomfort zum Schutz gegenüber unerlaubten Eingriffs Dritter und als Unterleibsschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Anschmiegsame Schutzhose

mit hohem dauerhaften Sicherheits- und angenehmen Tragekomfort

zum Vermeiden des unerlaubten Eingriffs Dritter

Die Erfindung betrifft eine anschmiegsame Schutzhose mit hohem dauerhaften Sicherheits- und angenehmen Tragekomfort zum Vermeiden des unerlaubten Eingriffs Dritter und Unterleibsschutz mit einem, insbesondere elastischen, vorzugsweise atmungsaktiven, Gewebe zum Anliegen gegen die Körperoberfläche einer in Bewegung befindlichen, z.B. sporttreibenden, Person mit zwei zumindest einen Teil deren Oberschenkel bedeckenden Beinabschnitten und mindestens zwei durch, insbesondere auf einer der Innenseite der Schutzhose gepolsterte, Tunnelzüge hindurchgezogenen Schnüren zum Verzurren und rutschfesten Sitz der Schutzhose mit dem Körper der in Bewegung befindlichen Person.

Im Sinne der Erfindung wird unter der in Bewegung befindlichen Person auch eine Person unabhängig von deren Bewegungs- oder Nichtbewegungsstatus, z.B. eine sporttreibende, sitzende, ruhende, usw. Person, verstanden und im Folgenden kurz als Person bezeichnet.

Im Stand der Technik sind Sporthosen, wie Jogginghosen, mit kurzen Beinlängen, z.B. Sportshorts, bekannt, um bei sportlicher Betätigung die körperlichen Bewegungen der Person nicht zu beeinträchtigen. Die herkömmlichen Sporthosen schmiegen sich zwar an den Körper der Person an und beeinträchtigen nicht deren Wohlbefinden, jedoch zeigt sich, dass herkömmliche Sporthosen dem Sicherheitsbedürfnis der Sport treibenden Person nicht Rechnung tragen, da jederzeit Dritte infolge deren Annäherung an die Person diese durch Eingreifen in die Sporthose oder Entfernen der Sporthose vom Körper der Person nicht nur die Sicherheit der Person beträchtlich beeinträchtigen, sondern auch durch den widerrechtlichen körperlichen Kontakt mit der Person gegen ihren Willen dieser im Schrittbereich Gewalt antun und sogar zu vergewaltigen zu versuchen. Im Stand der Technik sind solche herkömmlichen Hosen bekannt, die als elastische Sporthosen, insbesondere elastische Unterbekleidung, aus flächenelastischen Materialien hergestellt sind. Durch die Verwendung solcher flächenelastischen Materialien wird zwar der Tragekomfort der üblicherweise hauteng anliegenden Sporthosen als Ober- oder Unterbekleidung deutlich verbessert, da ein guter Schutz der Ober- und Unterbekleidung bei einem vergleichsweise geringen auf den Körper wirkenden Flächendruck erreicht wird, weil die für den erforderlichen Halt und einen guten Sitz der Bekleidung erforderliche kraftschlüssige Verbindung mit der Haut über die gesamte Anlagefläche der Bekleidung an der Haut erreicht wird. Die herkömmlichen als Unterbekleidung und als Oberbekleidung bereitgestellten Sporthosen genügen aber nicht den heutigen besonderen Anforderungen, nämlich überdies das Sicherheitsbedürfnis der Person zu befriedigen.

Daher ist es erforderlich, ein solches Bekleidungsstück als sog. Schutzhose bereitzustellen, welches dem Sicherheitsbedürfnis der Person genügt und den Eingriff Dritter in die Schutzhose oder gar das gewaltsame Herunterziehen der Schutzhose vom Körper der Person unterbindet.

Weibliche Personen können sich heutzutage, beispielsweise beim Sporttreiben oder Spazierengehen außerhalb des Hauses, unter bestimmten Umständen in gefährlichen Situationen befinden oder sich in diese unwissend begeben, wobei die Personen sich dem Risiko eines Angriffs Dritter durch gewaltsames Herunterreißen der Hosen mit anschließender Vergewaltigung aussetzen. Ebenso können gefährliche Situationen auftreten, bei welchen die Personen Angriffen mit spitzen Gegenständen, beispielsweise Messern oder Ahlen, ausgesetzt sind. Wenn eine solche Person in einer derartigen Situation eine Schutzhose trägt, wird die Person in starkem Maße vor einer Verletzung, Vergewaltigung, schwerwiegenden Infektionen oder sogar vor dem Tod durch den Angriff geschützt werden können.

Es finden sich zwar im Stand der Technik Schutzhosen, die vor dem Risiko mit Waffen, wie Revolvern, zu schützen vermögen, jedoch wird die Gefahr des Angriffs, insbesondere auf weibliche Personen, und deren Abwehr vollkommen übersehen. Die Gefahr nimmt aber stetig zu, sodass Schutzhosen bereitzustellen sind, die sowohl schützen sollen, nicht nur dem Einwirken von Stichwaffen, sondern darüber hinaus bereits vor dem der Vergewaltigung vorausgehenden Herunterzerren der Hose zwecks Entblößen des Unterleibes.

Da die herkömmlichen Schutzhosen lediglich vor der Einwirkung von Schusswaffen zu wirken vermögen, ist es erforderlich, eine Schutzhose bereitzustellen, die die Personen, insbesondere weibliche Personen, hinreichend schützt vor dem Einwirken " von Stichwaffen, aber zugleich das Erfordernis erfüllt, sich an den Körper anzuschmiegen, ohne die Bewegungen der unteren Extremitäten der Person zu beeinträchtigen.

Ebenso soll die Schutzhose nicht nur einen hohen Grad an Behaglichkeit und Beweglichkeit für die Person bereitstellen, sondern hinzukommend an die verschiedenen Torsogrößen, Taillenmaße, usw. der Person anpassbar sein.

Überdies soll die Schutzhose so perfekt an den weiblichen Unterleib angepasst sein, dass trotz der Bewegungen der Person keine Beeinflussung der Anordnung der Schutz bietenden Teile der Schutzhose zu Lasten der Person auftritt.

Des Weiteren soll die Schutzhose möglichst individuell in Beziehung zu dem Gesäß der Person und deren Gesäßmuskulatur anpassbar sein, um sich durch eine einfache und an die Körperbeschaffenheit und den Gesäßmuskelverlauf der Person berücksichtigende individuelle Anpassung auszeichnen zu können.

Hinzukommend soll die Schutzhose einen derart hohen Grad an Behaglichkeit gegenüber der Person vermitteln, dass eine hinreichende Schweißpufferung oder ein Schweißtransport weitgehend beibehalten werden können.

Auch soll die Schutzhose sich sowohl als Unterzieh-Körperschutzelement zum An- schmiegen an den Unterleib einer Person als auch als Überzieh- örperschutzelement zum Überziehen über Unterwäsche oder dergleichen eignen.

Hinzukommend soll die bereitzustellende Schutzhose an den Körper der Person anschmiegsam sein, ohne die Bewegungen der Person zu beeinträchtigen bei sportlichen Tätigkeiten jedweder Art und Hautirritation oder Druckstellen auf der Haut hervorzurufen.

Überdies soll die bereitzustellende Schutzhose das Wohlbefinden der Person nicht beeinträchtigen und hinreichend den bei sportlichen Aktivitäten sich einstellenden Schweiß und die Hautfeuchtigkeit nach außen ableiten können, um Hauterkrankungen, wie Pilzinfektionen, infolge oberflächlichen Hautabriebs wirkungsvoll zu verhindern.

Des Weiteren soll die bereitzustellende Schutzhose das Sicherheitsgefühl der Person besonders fördern durch die Erkenntnis der körperlichen Unversehrbarkeit.

Ebenso soll die Schutzhose nicht nur das gewalttätige Eingreifen in die Schutzhose, sondern auch das gewaltsame Herunterziehen derselben vermeiden, sondern hinzukommend abrupte Lageveränderungen der Person erkennen, Signale des Aufenthaltsortes der Person erzeugen und die Umgebung, in welcher die Person sich aufhält, mittels Ton und/oder sonstigere Signale informieren, wie alarmieren.

Daher soll die bereitzustellende Schutzhose hinzutretend der Person die Möglichkeit bieten, bereits bei Belästigungen, die nicht zu manuellen Eingriffen in den körperlichen Bereich der Person führen, automatisch oder durch Betätigen der Person die Umgebung aufmerksam machen.

Die Aufgabe wird gelöst durch den Hauptanspruch und die Nebenansprüche; die Unteransprüche betreffen weitere Ausgestaltungen und Fortbildungen der Erfindung. Die Erfindung betrifft eine Schutzhose oder ein anschmiegsames als Schutzhose ausgebildetes Bekleidungsstück mit hohem dauerhaften Sicherheits- und angenehmen Tragekomfort zum Vermeiden des unerlaubten Eingriffs Dritter und Unterleibsschutz mit einem, vorzugsweise elastischen atmungsaktiven, Gewebe mit einem Vorderteil, einem Hinterteil, ggf. einem Bund, und zwei Beinabschnitten, welche dadurch gekennzeichnet ist, durch Tunnelzüge und deren Tunnelzugöffnungen, die durch die Tunnelzüge hindurchgezogene oder - geführte Schnüre zum Verzurren zwecks rutschfesten Sitz der Schutzhose, insbesondere mit einem reiß- und schnittfesten kunststoffartigen Material, wobei die ersten Enden der Schnüre mit einer Einrichtung zum sicheren Festhalten der Schnüre fest, vorzugsweise unlösbar, verbunden sind, die zweiten Enden der Schnüre mit der Einrichtung in Schließstellung verbindbar sind, in einem oberen Bereich der Schutzhose die Einrichtung und eine Warneinrichtung des akustischen Typs zur Abgabe eines Warnsignals angeordnet sind, der erste Tunnelzug in dem oberen Bereich angeordnet ist, vorzugsweise parallel zu dem Bund verläuft, der zweite Tunnelzug von seiner Tunnelzugöffnung V-förmig über das Vorderteil und V-förmig über das Hinterteil der Schutzhose mit sich überkreuzendem Verlauf in einem Schnittbereich der Schutzhose sich erstreckt, zumindest in dem Schrittbereich eine Einlage und/oder eine Gewebeverstärkung angeordnet ist, vorzugsweise die kunststoffartige Fasern mit einem hohen Dehnungswiderstand enthält, die Tunnelzugöffnungen der beiden Tunnelzüge der Einrichtung benachbart angeordnet sind.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist gerichtet auf die Verwendung der Schutzhose mit hohem dauerhaften Sicherheits- und angenehmen Tragekomfort zum Schutz gegenüber unerlaubten Eingriffs Dritter und als Unterleibsschutz.

Unter Schutzhose wird im Sinne der Erfindung auch verstanden eine Hose, vorangegangen und nachfolgend Schutzhose auch genannt, die ein körpernah getragenes Bekleidungsstück ist, wodurch die Person als Trägerin des Bekleidungsstückes vor den Auswirkungen des Einstechens von Stichwaffen geschützt oder zumindest deren Auswirkungen auf die Person deutlich verringert werden. Unter Schutzhose wird im Sinne der Erfindung auch verstanden eine Hose, die die Person als Trägerin vor Gewalteinwirkungen, wie Vergewaltigungen schützt. Unter Beinabschnitte werden im Sinne der Erfindung auch verstanden Hosenbein oder Beinlinge, die vorzugsweise kurzbeinig ausgebildet sind. Unter zweitem Tunnelzug wird auch im Sinne der Erfindung ein Tunnel verstanden, dessen zur Aufnahme seiner Schnur vorgesehener über eine kopfwärtige Tunnel zugöffnung zugänglicher Innenraum vom Gewebe, Teilen desselben und/ oder von auf der Außen- und/oder Innenseite des Gewebes angeordneten, unlösbar mit diesen verbundenen Gewebestreifen begrenzt ist und in Bereichen von Vorder- und Hinterteil, von Beinabschnitten, zumindest aber um Teile derselben, X-förmig den Schrittbereich als unteren Übergangsbereich von Vorder- und Hinterteil und die seitlichen Übergangsbereiche von Vorder- und Hinterteil verlaufen kann.

Infolge seines hierdurch überaus geschickten Verlaufs, bereitgestellt durch Kombination seiner beiden U-Formverläufe in Draufsicht auf Vorder- und Hinterteil von kopfwärtigen seitlichen Übergangsbereichen in Richtung zum fußwärtigen Schrittbereich hin für den Schnittpunkt der V-Formverläufe wird die gezielte Regulierung an Unterleibausbildung und eine individuelle, situative Anpassung der erfindungsgemäßen Schutzhose an jedwede zu erwartende Bedrohungsstufe gestattet, ob diese z.B. das Hinunterzerren oder das köpf- oder fußwär- tige Eingreifen umfasst, ohne dass Abschnürung der Oberschenkeldurchblutung, Hautabschürfung oder Hämatome zu befürchten sind.

Der Erfindung liegt auch das Prinzip zugrunde, dass die mit mindestens zwei Tunnelzügen oder mindestens mit dem zweiten Tunnelzug ausgestattete erfindungsgemäße Schutzhose durch das Festzurren der in diesen geführten Schnüren und durch das körpernahe Ansetzen derselben an den Unterleib an die Maße des Unterleibs der Person reguliert bzw. angepasst wird, um das Herunterziehen der Schutzhose vom Leib durch Dritte zu verhindern. Der erste Tunnelzug der Schutzhose mit seiner in ihm geführten Schnur schützt in Schließstellung vor dem oberen Eingriff Dritter von oben und sichert das Herunterziehen der Schutzhose durch das Anschmiegen insbesondere des oberen Bereichs derselben gegen die Körperseite ab; der zweite Tunnelzug mit seiner zweiten Schnur als weitere Sicherung verläuft in der Draufsicht auf den Vorderteil und auf den Hinterteil V-förmig, so dass er sich im Schrittbereich der erfindungsgemäße Schutzhose kreuzt, in welchen der Vorderteil in den Hinterteil übergeht. Dieser in der Draufsicht von außen auf die äußeren Beinabschnitte sich erstreckende Verlauf des zweiten Tunnelzuges in Form einer Acht sichert die erfindungsgemäße Schutzhose einerseits vor dem gewaltsamen unteren Eingriff zwischen den Beinabschnitten und den Beinen der Person und andererseits vor dem gewaltsamen Hinunterziehen der Schutzhose vom Leib der Person durch das infolge Herausziehen sich einstellende zugkraftbeaufschlagte Anschmiegen des zweiten Tunnelzuges gegen die Oberseite der Person.

Der erste Tunnelzug kann in Umlaufrichtung um das Vorder- und Hinterteil sich erstrecken; unter Umlaufrichtungserstreckung wird im Sinne der Erfindung auch der Verlauf entlang des oberen den Beinabschnitten abgewandten Randes von Vorder : und Hinterteil.

Der erste Tunnelzug mit seiner in ihm geführten zweiten Schnur verläuft z.B. von der Einrichtung zum Festhalten der Schnüre, die im Wesentlichen in einem Bereich der Schutzhose sich befindet, welcher oberhalb des rechten Beinabschnittes, wie im Bereich des Bundes derselben, befindet, von dort über den Vorderteil nach unten diagonal zu dem Schrittbereich der erfindungsgemäßen Schutzhose, den Schrittbereich kreuzend zu dem Hinterteil der erfindungsgemäßen Schutzhose um den linken Beinabschnitt herum nach oben zu dem Bund bzw. oberen Bereich der Schutzhose zugewandten Seitenbereich oberhalb des linken Beinabschnitts, von dort wiederum nach unten diagonal, den Schrittbereich kreuzend, nunmehr um den rechten Beinabschnitt des Hinterteils der Schutzhose zu dem oberen rechten Seitenbereich der Schutzhose oberhalb des rechten Beinabschnitts, wobei anschließend der zweite Tunnelzug an der Einrichtung zur kontrollierten Freigabe der Schnüre mit der Freigabe seiner Tunnelzugöffnung endet.

Es zeigt sich, dass durch die geschickte Führung der Schnur in dem zweiten Tunnelzug im Wesentlichen der in der Draufsicht auf den Vorderteil der Schutzhose V-förmige Verlauf der Schnur innerhalb des zweiten Tunnelzuges und der in der Draufsicht auf das Hinterteil der Schutzhose V-förmige Verlauf der Schnur in dem Hinterteil der erfindungsgemäßen Schutzhose, kombiniert mit der kreuzweisen Anordnung der Schnur in dem Schrittbereich die Schutzhose derart durch Festziehen der zweiten Schnur infolge des hinreichenden Herausziehen derselben aus der Tunnelzugöffnung des zweiten Tunnelzuges die Schutzhose an den Körper der Person dergestalt herangezogen wird, dass die erfindungsgemäße Schutzhose durch die durch die erfindungsgemäße Schutzhose hervorgerufenen Konturen an die Körperform der Person wirkungsvoll angepasst wird.

Durch die Anpassung der erfindungsgemäßen Schutzhose an die Körperform der Person legt sie sich äußerst leicht an, sodass ein hoher Grad an Behaglichkeit für die Person unter Beibehaltung der Beweglichkeit zusammen mit einem hohen Grad an Schutz vor jedweder Gewalteinwirkung erstmalig geboten wird.

Durch das infolge des mittels bereits mäßigem Kraftaufwand erfolgte Festzurren sich einstellende Zentrieren gerade der Schnur in dem im dem Hinterteil der erfindungsgemäßen Schutzhose befindlichen zweiten Tunnelzug an die Anordnung der Gesäßmuskulatur der Person wird die erfindungsgemäße Schutzhose so zu dem Gesäß und an das Gesäß wirkungsvoll angezogen, dass die erfindungsgemäße Schutzhose perfekt an den Torso der Person angepasst wird.

Da der Tunnelzug infolge seines diagonalen Verlauf von den Seitenbereichen im rechten Teil und linken Teil des Vorderteils der Schutzhose hin zum Schrittbereich, seiner über Kreuz verlaufenden Anordnung im Schrittbereich sowie seines diagonalen Verlauf von den Seitenbereichen im rechten Teil und linken Teil des Hinterteils der erfindungsgemäßen Schutzhose hin zu dem Schrittbereich kann die erfindungsgemäßen Schutzhose sich individuell je nach den Erfordernissen, den Bedürfnissen und dem Einsatz vor Ort ohne Weiteres angepasst werden.

Es zeigt sich, dass die Bewegungen des Skelettes der Person, beispielsweise beim Laufen oder sonstigen Bewegungen, mit den unteren Extremitäten mittels der Bewegungsmuskeln, die insbesondere im Bereich des Gesäßes sich befinden bzw. angebracht sind, der zweite Tunnelzug ohne Gefahr des Verrutschens der erfindungsgemäßen Schutzhose dauerhaft lagesicher an dem Körper verbleibt. Die Tunnelzüge, sowohl der erste als auch der zweite Tunnelzug, sind entsprechend der Erfindung dergestalt angeordnet, dass der Tunnelzug vorteilhafterweise mit den verschiedenen Gruppen der Muskeln, insbesondere im Bereich des Gesäßes, durch Befolgen ihrer Bewegungen wirkungsvoll zusammenwirken und das sich eisteilende Wohl- und Sicherheitsgefühl der Person infolge des Tragens nicht beeinträchtigen.

Eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzhose oder des anschmiegsamen als Schutzhose ausgebildeten Bekleidungsstückes mit hohem dauerhaften Sicherheitsund angenehmen Tragekomfort zum Vermeiden des unerlaubten Eingriffs Dritter und Unterleibsschutz mit einem elastischen, vorzugsweise atmungsaktiven, Gewebe zum Anliegen gegen die Körperoberfläche einer Person eine Schutzhose ist gekennzeichnet mit zwei zumindest einen Teil deren Oberschenkel bedeckenden Beinabschnitten, durch, insbesondere auf einer Innenseite der Schutzhose gepolsterten, Tunnelzüge hindurchgezogenen Schnüren zum Verzurren und rutschfesten Sitz aus einem reiß- und schnittfesten kunststoffartigen Material, wobei deren erste Enden mit der Einrichtung zum Festhalten der Schnüre oder einer weiteren Einrichtung dieser Art in Schließstellung verbindbar bzw. unlösbar verbunden sind,

deren zweite Enden von der Einrichtung in Schließstellung, die die zweiten Enden der Schnüre -nur durch die die Schutzhose tragende Person- kontrolliert freigibt, mittels ihres durch kraft- und/oder form- und/oder reibschlüssigen Verschlusses, verbindbar sind,

die Einrichtung und / oder die zweiten Enden der Schnüre mit einer, vorzugsweise in einer Tasche angeordneten, einschaltbaren Wameinrichtung des akustischen Typs zur Abgabe eines Warnsignals verbindbar ist,

der erste Tunnelzug parallel zu dem Bund, vorzugsweise kopfwärtig, verläuft, der zweite Tunnelzug in dem Vorderteil und Hinterteil, um die Beinabschlüsse und /oder im Schrittbereich verlaufend angeordnet ist,

zumindest in dem Schrittbereich ein reiß- und schnittfestes Gewebestück angeordnet ist, welches kunststoffartige Fasern mit einem hohen Dehnungswiderstand enthält.

In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzhose verläuft der zweite Tunnelzug von seiner Tunnelzugöffhung im Vorderteil, auch vorderer Bereich genannt, der erfindungsgemäßen Schutzhose, die der Einrichtung zur kontrollierten Freigabe der Schnüre benachbart ist, in Richtung hin zu dem Hinterteil, auch hinterer Bereich genannt, der erfindungsgemäßen Schutzhose um den rechten Beinschnitt herum zu dem Schrittbereich, von dem Schrittbereich um den rechten Beinabschnitt im Vorderteil der Schutzhose herum zu dem hinteren oberen Bereich derselben, von dort im Hinterteil im oberen Bereich der Schutzhose, vorzugsweise parallel zu dem Bund, zu dem Vorderteil derselben, von dort im Vorderteil um den linken Beinabschnitt herum zu dem Schrittbereich, von dem Schrittbereich um den linken Beinabschnitt im Hinterteil herum zu dem Vorderteil im oberen Bereich und/oder von dort, vorzugsweise parallel zu dem Bund, zu der Tunnelzugöffnung hin.

Die erfindungsgemäße Verwendung der Schutzhose oder des anschmiegsamen Bekleidungsstücks als Sicherheitsschutzhose mit hohem dauerhaften Sicherheits- und angenehmen Tragekomfort zum Vermeiden des unerlaubten Eingriffs Dritter und Unterleibsschutz in Schließstellung, die ein, insbesondere elastisches, vorzugsweise atmungsaktives, Gewebe zum Anliegen gegen die Körperoberfläche einer Person aufweist, kann gekennzeichnet sein

durch zwei zumindest einen Teil deren Oberschenkel bedeckenden Beinabschnitten, Tunnelzügen

durch, insbesondere auf einer Innenseite der Schutzhose gepolsterten, Tunnelzüge hindurchgeführte Schnüren zum Verzurren und rutschfesten Sitz an dem Körper der Person aus einem reiß- und schnittfesten kunststoffartigen Material, wobei

die ersten Enden der Schnüre mit der Einrichtung fest, wie unlösbar, verbunden werden, die zweiten Enden der Schnüre mit der Einrichtung kontrolliert lösbar verbunden werden,

die Einrichtung und /oder die zweiten Enden der Schnüre mit einer, vorzugsweise in einer Tasche angeordneten, einschaltbaren Warneinrichtung des akustischen Typs zur Abgabe eines Warnsignals verbunden werden,

der erste Tunnelzug parallel zu dem Bund verläuft und/oder

der zweite Tunnelzug in dem Vorderteil und Hinterteil des Beinabschlusses der Beinab- schnitte des oberen Bundes und im Schrittbereich verlaufend angeordnet ist und/oder zumindest im Schrittbereich ein reiß- und schnittfestes Gewebestück als Zwickel oder Einlage angeordnet ist, welches kunststoffartige Fasern mit einem hohen Dehnungswiderstand enthält.

Durch den hohen Dehnungswiderstand der Einlage wird dem gewaltsamen Eingreifen Dritter über den Schrittbereich in den Genitalbereich ein hoher Widerstand entgegengesetzt, da die Einlage wegen der Verwendung von zugfesten Fasern, wie Fasern mit herkömmlichen Aramid- Verbindungen, nicht gestreckt werden kann, sondern wegen des gegen den Genitalbereich eng anliegenden Gewebes des Schrittbereichs der erfindungsgemäßen Schutzhose lagesicher und damit geschützt überspannt und nicht in Körperöffnungen eingedrückt werden kann. Die Einlage kann mit dem Gewebe unlösbar verbunden, wie verklebt und/oder vernäht, oder dergleichen sein. Die Verklebung der Einlage kann mittels Heißverklebung erfolgen. Vorteilhafterweise kann die Einlage zur Erleichterung von Feuchtigkeitstransport und zur Vermeidung von Feuchtigkeitsstau mit Löchern versehen sein.

Auch die einen hohen Dehnungswiderstand aufweisende kostengünstig herstellbare Gewebeverstärkung des Gewebes des Schrittbereichs, z.B. als Wirk- oder Strickkonstruktion, wird dem gewaltsamen Eingreifen Dritter über den Schrittbereich in den Genitalbereich einen hohen Widerstand entgegensetzen, da die Gewebeverstärkung wegen der Verwendung von zugfesten Fasern, wie Fasern mit herkömmlichen Aramid- Verbindungen, nicht gestreckt werden kann, sondern wegen des gegen den Genitalbereich eng anliegenden Gewebes des Schrittbereichs der erfindungsgemäßen Schutzhose lagesicher und damit geschützt überspannt und nicht in Körperöffnungen eingedrückt werden kann.

Daher werden durch die Gewebeverstärkung und die Einlage sowohl der Person ein zusätzliches Sicherheitsgefühl des Schutzes vor Genitaleingriffen vermittelt als auch der Genitalbereich vor Eingriff Dritter wirkungsvoll geschützt, da vorteilhaftweise der Dehnungswiderstand der Gewebeverstärkung und die Einlage mit Fasern mit Aramid- Verbindungen weit höher als der Dehnungswiderstand von aus Baumwolle bestehendem Gewebeverstärkung und Einlage, zumal diese streckbar sind und das Eindringen nicht verhindern können.

Im Sinne der Erfindung wird auch unter hohem Dehnungswiderstand verstanden, dass das verwendete kunststoffartige Material eine hohe Reißfestigkeit oder Zugfestigkeit aufweisen, wie sie z.B. Kunststoffen mit Aramid- Verbindungen und deren Derivate zu eigen sein können.

Die Schnüre weisen gleichfalls Fasern mit hohem Dehnungswiderstand, wie Aramid- Verbindungen enthaltende Fasern oder Filamente, auf, ggf. diese zwecks Erhöhung deren Schnittfestigkeit verdrillt, verdreht oder dergleichen sein können, zeichnen sich diese ebenso durch eine hinreichend hohe Schnittfestigkeit bzw. Reißfestigkeit, so dass ein gewaltsames Zerreißen der Schnüre nicht möglich ist, zumindest aber eine vorbestimmte Zeitdauer erfordern würde, diese zu entzweien.

Als Zugfestigkeit kann auch im Sinne der Erfindung bezeichnet werden die maximal während eines Zugversuchs auftretende Spannung, bei welcher noch kein Einreißen derselben zu beobachten ist.

Sonach ist vorteilhaftweise der Dehnungswiderstand der Schnüre mit Fasern mit Aramid- Verbindungen weit höher als der Dehnungswiderstand von Schnüren mit Baumwoll- schnüren, um sowohl objektiv die Sicherheit der Person als auch subjektiv deren Gefühl, beschützt zu sein, vor Gewalteinwirkung beträchtlich zu erhöhen.

Unter schneidfestem Gewebe und schneidfesten Schnüre können auch im Sinne der Erfindung reißfeste verstanden werden. Gewebe und die Schnüre können ein kunststoffartiges Material enthalten, welches schnitt- und/oder reißfest ist. So eignet sich für die Schnüre und das Gewebe z.B. ein kunststoffartiges Material, das z.B. nach EN 388 eine Schnittfestigkeit von gleich oder größer 1, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3 oder 4 oder 5, und/oder eine Weiterreißfestigkeit von gleich oder größer 1 , vorzugsweise 2 bis 4, insbesondere 2 oder 3 oder 4. Aufzuweisen vermag.

Zudem ist es möglich, dass der erste Tunnelzug in dem Bündchen der Schutzhose verläuft, auch Bund genannt, der im oberen Bereich der erfindungsgemäßen Schutzhose sich befindet. Der Bund kann beispielsweise hergestellt werden durch das Umlegen des oberen Randes derselben und das Vernähen des umgelegten Randes mit dem übrigen Teil der erfindungsgemäßen Schutzhose, sodass ein durchgehender Kanal oder Hohlraum, als erster Tunnelzug bezeichnet, bereitgestellt wird. Die Öffnungen, Tunnelzugöffnungen genannt, des ersten Tunnelzuges und des zweiten Tunnelzuges liegen nah beieinander, vorteilhafterweise im Bereich der Einrichtung, um bevorzugter Weise die ersten Enden der Schnüre, die aus den Tunnelzugöffnungen herausgeführt sind, fest, wie unlösbar, mit der Einrichtung zu verbinden.

In einer besonderen Ausgestaltungsform der erfindergemäßen Schutzhose sind die ersten Enden der Schnüre ohne deren Herausführung aus den Tunnelzugöffnungen in dem oder auf der Innenseite des Gewebes verlaufend mit der Einrichtung unlösbar verbunden.

Unter unlösbarer Verbindung wird im Sinne der Erfindung auch verstanden eine Kopplung verstanden, die nicht durch Abreißen oder nur sehr schwer durch Abreißen zu entbinden ist, wie Verklebung, Vulkanisation, Vernähung, Verheftung, oder dergleichen.

Die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose eine Hose auf mit kurzen Beinlängen, die im Folgenden auch Bekleidungsstück genannt werden kann. Die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose kann mit einem herkömmlichen elastischen, vorzugsweise kunststoffartigen, Gewebe hergestellt sein, welches als eine Gewebelage oder als eine Oberschicht ausgebildet sein kann und für den beim Sport auftretenden Schweiß durchlässig ist. Die Durchlässigkeit Schweiß und Dichtheit gegenüber Wasser werden im Sinne der Erfindung auch als atmungsaktiv bezeichnet. Die erfindungsgemäße Schutzhose weist zumindest zwei einen Teil der Oberschenkel der Person bedeckende Beinabschnitte auf. Die Beinabschnitte können V-förmig, geradlinig mit dem Hosenbund, usw. sich erstrecken. Der vordere Bereich und der hintere Bereich der Schutzhose enden im oberen Bereich, der durch einen Bund oder Hosenbund begrenzt ist.

Unter Gewebe wird im Sinne der Erfindung auch verstanden ein kreuzende Fäden enthaltender Stoff, welcher als textiles z.B. gewebt, gewirkt, und/oder als Folien ausgestaltet sein kann. Bei dem Gewebe wird im Sinne der Erfindung auch verstanden ein textiles Flächengebilde, das beispielsweise als eine Wirk- oder Strickware bzw. Wirk- oder Strickkonstruktion, wie Gewirke, Gestricke ausgebildet und/oder als Gelege, Vlies, Nonwoven oder als Schichtaufbau ausgebildet ist. Das Gewebe kann von netzartiger bzw. gewebeartiger Struktur sein, welches vorteilhafterweise elastisch ausgebildet ist, um sich der Unterleibgestalt anzupassen, und / oder eine gewisse Dehnbarkeit aufweisen, um die Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken.

Das kunststoffartige Material der Schnüre und/oder des Gewebes kann man mit einem Polymerwerkstoff, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe von Aramiden, Paramiden oder Hochleistungspolyolefinen, wie Polyethylenen mit einem ultrahohen Molekulargewicht, herstellen. Das Material umfasst insbesondere Fasern und/oder Garne und/oder Zwirne und/oder Fäden auf der Grundlage von Polymerwerkstoffen, die umfassen können Aramide oder Polybenzazole oder Hochleistungspolyolefinen, z.B. Hochleistungspolyethylenen, wie Polyethylenen mit einem ultrahohen Molekulargewicht. Fasern mit Hochleistungspolyestern als hochfeste Polyestern und/oder Copolymerenkombinationen derselben und Mischungen derselben können gleichfalls in dem Material enthalten sein. Das kunststoffartige Material des Gewebes kann zudem mindestens Fasern und/oder Garne und/oder Zwirne und/oder Fäden auf der Grundlage von Polyolefin mit einem ultrahohen Molekulargewicht, wie Polyethylen mit einem ultrahohen Molekulargewicht (Ultra High Molecular Weight Polyolefin - UHMW-PO), umfassen, wobei auch Mischungen mit den vorgenannten Aramide oder Polybenzazole oder Hochleistungspolyolefinen oder Polyestern sich als geeignet erweisen und zu keinen Hautirri- tationen der Person führen. Das für das Gewebe zu verwendende Material kann auch Garne, Zwirne und/oder eines Fäden aufweisen, die Mischungen mit Naturstoffen und/oder mit Syn- thetikstoffen sind, die z.B. mindestens zwei Vertreter der Baumwolle, Wolle, Leinen, Poly- estern, Polyolefinen, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Acetat, Triacetat, Polyacryl; Polyamid, Polyvinylalkohol, Polyurethan, Polyvinylestern umfassenden Gruppe enthalten. So zeigt sich ein Material für das Gewebe als besonders geeignet, welches Fasern und/oder Garne und/oder Zwirne und/oder Fäden mit Aramiden, wie para-Aramiden, Polybenzazolen, wie Poly(phenylen-2,6-benzobisoxazol) (PBO), Hochleistungspolyolefinen, wie Hochleis- tungspolyethylenen (High Performance Polyethylenes - HPPEs), bevorzugterweise Polyethylenen mit ultrahohem Molekulargewicht (Ultra High Molecular Weight Polyethylenes - UHMWPEs); Hochleistungspolyestern, Polyparaphenylenterephthalamiden, deren Copolyme- ren, sowie deren Derivaten und Mischungen derselben, enthalten kann. Die vorgenannten Polymerwerkstoffe in Form von Fasern und/oder Garne und/oder Zwirne und/oder Fäden eignen sich für die Herstellung nicht nur der Schnüre und Gewebe sondern auch für Gewebeverstärkungen und zur Bereitstellung der Einlage, da ein kunststoffartiges Materialunter Anderem mit einem hohem Dehnungswiderstand und hohen Schneidfestigkeit bereitstellen können.

Das Gewebe kann nicht nur Fasern enthalten, die die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und Wasserdichtheit des Gewebes bereitstellen, sondern auch zusätzlich oder alternativ Fasern oder Filamente enthalten, die vorteilhafterweise hochfest sind, beispielsweise herkömmlicherweise Polyester oder Polyethylen und/oder deren Derivate, vorzugsweise UHMWPE (ult- rahochmolekulargewichtiges Polyethylen) aufweisen. Die Verwendung von hochfesten Filamenten oder Fasern mit Polyester oder Polyethylen-Verbindungen eignet sich besonders, um die geforderte Schutzwirkung für die Schutzhose zu erzeugen. Ebenso können Fasern oder Filamente mit herkömmlichen Aramid- oder Paraaramid-Verbindungen und/oder Mischungen derselben verwendet werden. Diese können in dünnen Stofflagen gleichfalls verwendet werden entweder gewebt oder gewirkt, die zusammengenäht oder zusammengelegt und/oder verklebt werden können, um die erforderliche Dicke bereitzustellen. Bei den vorangehend offenbarten und nachstehend aufgeführten Polymerwerkstoffen oder -Verbindungen gilt es auch zu beachten, dass diese im Rahmen der vorliegenden Erfindung vom Fachmann derart für das kunststoffartige Material, welches zur Herstellung der Schnüre, des Gewebes, der Gewebeverstärkungen und/oder der Einlage auszuwählen bzw. zu kombinieren sein können, dass -gegebenenfalls die Einbeziehung weiterer Polymer- Werkstoffe oder -Verbindungen, Bindemittel und/oder Komponenten, deren physikalischen Eigenschaften zusehends verstärkt sein können; dies versteht sich für den Fachmann aber von selbst.

Die erfindungsgemäße Schutzhose bzw. das erfindungsgemäße anschmiegsame als Schutzhose ausgebildete Bekleidungsstück kann auch als Gewebe eine Oberschicht aufweisen, die aus einem vorteilhafterweise reißfesten herkömmlichen kunststoffartigen Material hergestellt sein kann. Auf der der Körperoberfläche zugewandten Innenseite der Oberschicht kann Fläche auf Fläche eine sogenannte Funktionsschicht, z.B. als Innenschicht, mit ihrer Außenseite angeordnet sein, die auch atmungsaktiv und wasserdicht ausgestaltet ist. Die Oberschicht kann auch als Funktionsschicht ausgebildet sein, Die Funktionsschicht kann ein Laminat sein, welches als Zweischicht- oder Dreischichtlaminat ausgebildet sein kann. Unter Funktionsschicht wird im Sinne der Erfindung eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Schicht oder Membran auch verstanden. Auch ist unter Laminat im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Sperrschicht mit mindestens einer selektiv permeablen Membran zu verstehen. Unter Membran wird auch ein Film ohne Fehlstellen verstanden, welcher in einem getrennten Verfahren herstellbar ist.

Zur Herstellung der wasserdichten wasserdampfdurchlässigen Schicht oder Membran kann man verwenden die zur Formung einer mikroporösen polymeren Matrix geeigneten Polymere, welche umfassen können Polyolefine, wie Polyethylen-Propylen-Copolymere, Polyethylen, Terephthalate, Polycaprolactam, Polyvinylidenfluorid, Polybutylenterephthalat, Polyestercopolymere und Polytetrafluorethylen. Das wasserdichte wasserdampfdurchlässige Material kann eine Beschichtung, Tränkung oder eine Membran mit Polymeren auf Copo- lyetherestergrundlage (Sympatex) sein oder aus gerecktem Polytetrafluorethylen mit einer mikroporösen Polyurethan-Beschichtung (Gore-tex) sein. Hierbei haben sich aufgrund seiner hohen feuchtigkeitsdurchlässigen Eigenschaften und hohen Wasserdichtigkeit und Strapazierfähigkeit als Material Polymere auf Copolyetherestergrundlage (Sympatex) auch als vorteilhaft erwiesen. Die Funktionsschicht kann auch eine mikroporöse Filtrationsmembran umfassen, deren Poren mit den Polymeren auf Cellulosegrundlage zumindest teilweise gefüllt sind. Wesentlich hierbei ist, daß die Poren in flächenmäßiger Erstreckung der Membranebene untereinander über Kanäle in Verbindung stehen und auch die Kanäle mit diesen Polymeren gefüllt sind und / oder zumindest eine Oberfläche der Membran mit diesen Polymeren ganz- flächig beschichtet sind und die Poren nur dieser Oberfläche zumindest teilweise mit diesen Polymeren gefüllt sind. Typische Vertreter für mikroporöse Filtrationsmembranen sind hydrophobe Polymere wie Polyolefine z.B. Polypropylen, Polyethylen, Polysulfone, Po- lyethersulfone, oder hydrophile Polymere auf Grundlage von Polyamid, Polyetheramid, Po- lyetherester sowie Copolymere derselben. Im Falle von hydrophoben Polymeren und einseitiger Beschichtung wirkt die unbeschichtete Oberfläche als Trennschicht. Die Membran kann eine mindestens annähernd isotrope Porenverteilung aufweisen und / oder doppellagig ausgebildet sein.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose eine hohe Wasserdichtheit auf, wobei die als Innenschicht ausgebil- dete Membran eine Ultrafiltrationsrate von gleich oder weniger als 1 ml/std. x m mmHg, vorzugsweise weniger als 0,1 ml/std. x m 2 mmHg, aufweisen kann. Die Ultrafiltrationsrate kann, auch als„Hydraulic Permeability" bezeichnet, nach der von E. Klein u.a., Journal of Membrane Science, 2 (1977) 349-364 beschriebenen Meßmethode ermittelt werden. Auch zeigt sich, daß die Ultrafiltrationsrate durch Verminderung von Porenfüllern wie Glycerin beim Herstellungsprozeß der Membran von Vorteil ist. Zur Erhöhung der Wasserdichtigkeit kann daher der Glycerinzuschlag auf 0,1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise auf 1 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Membran (ohne Glycerin), gesenkt werden. Auf der Innenseite der Funktionsschicht kann zur Erhöhung der Hautverträglichkeit ein textiles Gewebe mit einem Baumwoll-Material und/oder einem kunststoffartigen Material enthaltendes flächig anliegen.

Zudem ist es möglich, dass die Oberschicht und/oder die Unterschicht Aramid- Verbindung enthaltende Fasern, wie [Poly (1,4-phenylenterephtalalamid)], enthalten, welche einen hohen Dehnungswiderstand, eine große Festigkeit und Biegsamkeit aufweisen. Auch ist es vorteilhaft, wenigstens eine Schicht mit Polymeren auf Grundlage von einem aromatischen Polyamid mit m-Phenylendiamin und Isophtalsäure herzustellen, so dass die erfindungsgemäße Schutzhose aufgrund hoher thermischer Beständigkeit als Bekleidungsstücke für Militärschutzkleidung und Verteidigungs- sowie Kampfanzügen und so weiter zu verwenden sein kann.

Auch kann die erfindungsgemäße Schutzhose aus einem flach gestrickten Textilteil hergestellt sein, um ein umlaufend geschlossenen textilen Körper, in diesem Fall einen Torso zu bilden, dass die erfindungsgemäße Schutzhose lediglich zwei Nähte aufweist, nämlich eine Naht, beispielsweise in einem der beiden Seitenbereiche und eine Naht, beispielsweise im Schrittbereich.

Ebenso kann die erfindungsgemäße Schutzhose nahtlos ausgebildet werden. Die Garne können dergestalt zusammen verwoben sein, dass die Strick- oder die Wirkkonstruktion quasi aus einem Stück bereitgestellt wird und die gewünschten vorteilhaften Eigenschaften nahtlos bieten. Bei dieser Ausgestaltung können auch die Tunnelzüge in der Strick- oder Wirkware aufgenäht sein.

In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schutzhose kann das Gewebe zusätzlich mit einer herkömmlichen hydrophilen Faser oder Filament hergestellt werden um den Schweißtransport von innen nach außen zu unterstützen, um auch als Schweißpufferung zu dienen. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung befindet sich im Schrittbereich eine Einlage und/oder eine Gewebeverstärkung, die als Schicht oder Laminat ausgebildet, aus mehreren Lagen mit einem hochfesten Garn wie Aramid- oder Paraaramidfasern, wie Kevlar, Polyester- oder Polyethylenfasern, wie UHMWPE, hergestellt sein können. Die Einlage wird z.B. in dem Schrittbereich vernäht und/oder verklebt. Die Einlage kann sich in einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzhose in den Vorderteil und den Hinterteil derselben trapezförmig oder v-förmig erweitern oder erstrecken, um auch weitere empfindlichen Körperbereiche von Gesäß und Vorderbauch zu schützen. Gerade die Verwendung von hochfesten Garnen entweder nur im Schrittbereich oder im Schrittbereich und in dem Gewebe der erfindungsgemäßen Schutzhose, welche den Vorderteil und den Hinterteil der Schutzhose umfassen, kann die Verwendung der erfindungsgemäßen Schutzhose deutlich erweitern, zum Bespiel zum Einsatz zum Schutz vor den Einwirkungen von Schusswaffen.

Im Schrittbereich kann sich ein Gewebestück befinden, welches auch als Zwickel ausgebildet ist, auf der Innenseite der Oberschicht und/oder der Innenschicht, welches aus kunststoffartigen Fasern mit einem hohen Dehnungswiderstand ausgebildet ist.

Vorteilhafterweise können solche Fasern als Polyamide aus aromatischen Diaminen und aromatischen Dicarbonsäuren hergestellt sein, die neben Amid- auch Imid-Gruppen enthalten können. Diese kunststoffartigen Fasern zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit aus; vorteilhafterweise werden benutzt Poly (p-phenylenterephtalatamid- Verbindungen als PPTA, UHMWPE und/oder PMPL sowie deren Derivate. So können Aramidfasern [Poly (1 ,4- phenylenterephtalalamid)] verwendet werden, welche einen hohen Dehnungswiderstand, eine große Festigkeit und Biegsamkeit aufweisen.

In der Beschreibung wird insbesondere auf eine Schutzhose für einen Menschen Bezug genommen. Richtungsangaben wie vorn, hinten, rechts und links beziehen sich auf die Perspektive der sportreibenden Person der erfindungsgemäßen Schutzhose in einem normalen Tragezustand. Oben, unten, außen und innen beziehen sich ebenfalls auf den Benutzer oder Person und sind gleichbedeutend mit anderen Begriffen, beispielsweise kopfwärtig, fußwär- tig, außenseitig oder innenseitig.

Das erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose ist im kopfwärtigen Bereich von dem den Bauch der Person umspannenden Bund, auch Hosenbund, Taillenband oder -bund oder Bündchen genannt, begrenzt und im fußwärtigen Bereich von den die Öffnungen der, vorzugsweise kurzbeinigen, Beinabschnitte begrenzenden Bünden. · Als Schutzhose kann aber nicht nur eine Hose mit kurzen Beinlängen, sondern auch mit langen Beinlängen, z.B. eine Dreiviertelhose oder Zweiviertelhose, als besondere Ausbildung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose beigezogen werden. Die Aufzählung der verschiedenen Hosenausbildungen ist daher nicht als einschränkend zu verstehen.

In einer besonderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schutzhose weist diese zumindest zwei Tunnelzüge auf, die insbesondere auf einer Innenseite der Schutzhose zur Erhöhung des angenehmen Tragegefühls gepolstert sind. Der erste Tunnelzug erstreckt sich in dem oberen Bereich der Schutzhose, z.B. im Bereich des Hosenbundes, auch Bündchen genannt, vorteilhafterweise parallel zu diesen. Der erste Tunnelzug nimmt eine Schnur auf, um den oberen Bereich der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose anschmiegsam gegen die Taille der Person in Schließstellung kraftbeaufschlagt anzusetzen. Der zweite Tunnelzug ist vorgesehen, so dass die erfindungsgemäße Schutzhose in Bereichen, z.B. der Beinabschnitte, im Schrittbereich und/oder im oberen Bereich oder Abschnitt der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose gleichfalls anschmiegsam in Schließstellung kraftbeaufschlagt gegen die Körperoberseite des Benutzers angesetzt ist. Im Sinne der Erfindung wird auch unter Tunnelzug ein Hohlraum verstanden, der beispielsweise sich länglich erstreckt und sich beispielweise in der Oberschicht und /oder Unterschicht befindet und/oder von der Oberschicht und von der an der Oberschicht anliegenden Innenschicht der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose ausgebildet ist und/oder auf demselben auf- oder angenäht ist. Der Tunnelzug kann im Sinne der Erfindung auch als ein Kanal verstanden sein, der z.B. von einem Gewebestreifen und einem Gewebe der Schutzhose gebildet wird, wobei die Ränder der beiden gegenüberliegenden Seiten des Gewebestreifens an oder auf das Gewebe der Schutzhose an- bzw. aufgenäht sind. Der Kanal bzw. die Gewebestreifen folgen dem vor- und nachgenannten Verlauf. Auch kann unter Tunnelzug ein Kanal im Sinne der Erfindung verstanden werden, der in oder innerhalb des Gewebes verläuft, sodass das Gewebe der Schutzhose den Kanal begrenzt. Die Gewebestreifen können auf der Außenseite oder auf der Innenseite des Gewebes der Schutzhose an- bzw. aufgenäht sein. Vorzugsweise endet die Tunnelzugöffnung des zweiten Tunnelzuges, wie die des ersten, über welche das zweite Ende der in dem zweiten Tunnelzug hindurchgeführten Schnur herausgeführt ist, im Bereich der Einrichtung. Beide Enden der Schnüre treten aus den Tunnelzugöffnungen oder der gemeinsamen Tunnelzugöffnung heraus, sodass die zweiten Enden leicht von Hand bis zum hinreichenden Anliegen der Schutzhose und der Tunnelzüge gegen die Körperoberfläche herausgezogen und mit der Einrichtung fest verbunden werden und mittels der Einrichtung deren mit der Einrichtung zusammenwirkenden Teile in Bezug auf deren Abstand zu den ersten Enden festlegbar sind.

Da die Tunnelzüge insbesondere diagonal im Vorderteil der Schutzhose vorzugsweise angeordnet sind in der Draufsicht von dem rechten oberen Seitenbereich zu dem Schrittbereich, diesen kreuzend, dann über den Hinterteil der erfindungsgemäßen Schutzhose zu dem oberen Seitenbereich wiederum und von dort diagonal erneut verlaufend zu dem Schrittbereich, sodass wiederum ein diagonaler Verlauf über den hinteren rechten Teil der Schutzhose bis zu dem rechten oberen Seitenbereich erfolgt, zeigt sich die Vorteilhaftigkeit des Diagonalverlaufs des zweiten Tunnelzuges, so dass infolge des Herausziehens des zweiten Endes der Schnur aus dem zweiten Tunnelzug zwar die erfindungsgemäße Schutzhose sich an die Oberfläche des Torsos und damit an den Unterleib der Person anpasst, gleichwohl kein unangenehmes Druckgefühl erzeugt wird, ein Umstand, der für die individuelle Anpassung der Schutzhose und für das hohe Maß an Behaglichkeit und Beweglichkeit spricht.,

Durch das Zusammenwirken des ersten Tunnelzuges mit der in dem ersten Tunnelzug geführten Schnur und dem zweiten Tunnelzug mit der in dem zweiten Tunnelzug geführten Schnur ist es möglich, dass die erfindungsgemäße Schutzhose sich an unterschiedliche Grö- ßen der Personen, wie Körperhöhe, Hüftumfang, usw. anpasst und auch sorgfältig deren Unterleibsbereiche zu schützen vermag.

Die erfindungsgemäße Schutzhose legt sich aufgrund des geschickten Zusammenwirkens der Erstreckungen des ersten Tunnelzuges mit dem zweiten Tunnelzug perfekt an die Besonderheiten und Maße weiblicher, männlicher Personen sowie Personen im Kindesalter perfekt an.

Nach Anziehen der Schutzhose wird durch das Festziehen der Schnüre infolge deren hinreichenden Herausziehens aus den Tunnelzugöffnungen, wobei bereits lediglich eine geringe Zugkraft aufzubringen ist, die erfindungsgemäßen Schutzhose derart reguliert und damit an die Beschaffenheit des weiblichen und männlichen Unterleibes angepasst, dass sie die richtige Sicherheitsposition einnimmt zum Schutz der Person vor der Gewalteinwirkung.

Die Schnüre können, z.B. kunststoffartige, Fasern, z.B. solche mit Polyamide aus aromatischen Diaminen und /oder aromatischen Dicarbonsäuren, enthalten, die neben Amid- auch Imid-Gruppen enthalten können. Die kunststoffartigen Fasern, z.B. mit Polyaramid- Verbindungen, zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit, z.B. Zugfestigkeit, wie Reißfestigkeit, aus; vorteilhafterweise werden benutzt Poly (p-phenylen-terephtalamid- Verbindungen (PPTAs) und/oder Poly (m-phenylenisophtalamid- Verbindungen (PMPLs) sowie deren Derivate. So können Aramid-Fasern [Poly (1 ,4-phenylenterephtalalamid)] verwendet werden, welche einen hohen Dehnungswiderstand, eine große Festigkeit, wie Zugfestigkeit, aufweisen. Auch können die Schnüre Fasern Polyester- oder Polyethylenfasern, wie UHMWPE, oder Mischungen mit den vorgenannten enthalten.

Im Sinne der Erfindung können auch unter Schnüren mehrstückige Bänder, wie geflochtene oder gedrehte, und/oder einstückige Bänder, Kordeln, usw. verstanden werden.

In einer anderen Ausformung der erfindungsgemäßen Schutzhose befindet sich an dem Vorderteil derselben eine Einrichtung zum sicheren Festhalten der Schnüre, die auch Einrichtung zur kontrollierten Freigabe der in den beiden Tunnelzügen verlaufenden Schnüre bzw. deren Enden genannt wird, da die Einrichtung einerseits lagesicher die Schnüre und deren Verbleib in der Einrichtung in Schließstellung sichert, andererseits die Schnüre infolge Übergangs von der Schließ- in die Offenstellung freigibt, sofern die Einrichtung von der Person entsichert ist.

Die Einrichtung zur kontrollierten Freigabe ist dergestalt vorgesehen, dass die Enden der Schnüre erst aufgrund des Eingriffs der Person freigegeben werden und die erfindungsgemäße Schutzhose infolge der Freigabe zumindest jeweils der zweiten Enden der Schnüre nicht mehr gegen die Körperoberseite der Person kraftbeaufschlagt angesetzt ist.

Die Einrichtung ist beispielsweise ein Schnürschloss oder Gurtschloss: beispielsweise umfasst die Einrichtung eine Platte, welche an dem Vorderteil der Schutzhose unlösbar angebracht ist, beispielsweise durch Verklebung und / oder Vernähen, und eine mit der Platte dreh- oder schwenkbar verbundenen Deckplatte. An der Platte sind mindestens zwei Stege angeformt, die parallel und voneinander beabstandet verlaufen. Auf die Stege werden die zweiten Enden beider Schnüre nach deren hinreichenden Herausziehen -unter einem gewissen Kraftaufwand- parallel zueinander aufgelegt. Bei dem Übergang von der Offen- in die Schließstellung wird durch das Schwenken der Deckplatte aus ihrer Ausgangsstellung die der Platte zugewandte Außenseite der Deckplatte gegen die Schnüre und die Stege derart kraft- und reibschlüssig angesetzt, dass die in Schließstellung in der Einrichtung befindlichen Schnüre nicht aus der Einrichtung herausgezogen werden können. Die Deckplatte kann mit der Platte durch den Eingriff ihres an der Deckplatte angeformten Hakens in die Platte und mit derselben in Schließstellung verbleiben. Der Einrichtung wird aber durch ein Schloss, Bügelschloss, oder dergleichen, wie nachfolgend ausgeführt wird, vor dem gewaltsamen Eingriff gesichert.

Durch das Festziehen oder Festzurren infolge des Herausziehens der Schnüre bzw. eines Teils derselben, nämlich deren zweiten Enden, werden die Tunnelzüge mit der erfindungsgemäßen Schutzhose an den Körper herangezogen, sodass durch das Festhalten der Schnüre der Abstand zwischen den ersten Enden der Schnüre, die mit der Einrichtung unlösbar verbunden sind, und den zweiten Enden als diejenigen Teile der Schnüre, die mit der Einrichtung zusammenwirken, in Schließstellung vorteilhafterweise unverändert bleibt.

Den festen Sitz der Schnüre in der Einrichtung in Schließstellung kann beispielsweise durch die Aufrauung der Oberseite der Stege, gegen welche die Schnüre angelegt oder angesetzt werden, und / oder durch die Aufrauung der Außenseite der Deckplatte, die gegen die Schnüre und die Stege angesetzt werden, unterstützt werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzhose kann ein Teil der Schnüre mit an den Schnüren unlösbar verbundenen Sprossen ausgestaltet sein. Dieser Teil entspricht den zweiten, dem von der Maßgabe der Körperlichkeit der Person bestimmten Ausmaß an herausziehbaren Enden. Beim Festzurren durch Herausziehen der Schnüre aus den Tunnelzügen werden die Schnüre derart auf die Oberseite der Stege gelegt bzw. angesetzt, dass die zumindest eine Sprosse jeder Schnur zwischen den Stegen, vorzugsweise formschlüssig, angeordnet sind.

Das Ansetzen der Sprossen zwischen die Stege ist eine weitere Sicherheitsmaßnahme, um das gewaltsame Herausziehen der Schnüre in der Schließstellung der Einrichtung zu vermeiden. Gerade die Verwendung von Schnüren mit Sprossen erleichtert das Ansetzen der Schnüre gegen die Oberseite der Stege in der Offenstellung, da trotz des Ansetzens der Schnüre gegen die Stege in unbeabsichtigtes Herausrutschen der Schnüre beim Schwenken der Deckplatte bei dem Übergang von der Offenstellung in die Schließstellung nicht auszuschließen ist. Des Weiteren unterstützen die in Schließstellung zwischen den Stegen befindlichen Sprosse bei dem Übergang von der Schließstellung in die Offenstellung das kontrollierte Entnehmen der Schnüre aus deren Ansetzposition bei Zurückschwenken der Deckplatte in ihre Ausgangsstellung. In der Einrichtung können die Enden der Schnüre reib- und/oder kraft- und/oder formschlüssig in Schließstellung mit dieser fest verbunden sein. In einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose umfasst die Einrichtung eine Platte, auf welcher zwei kreisförmige Scheiben fest mit der Platte verbunden sind. An der einen Seite der Platte ist eine Deckplatte angelenkt, die von der Offenstellung in die Schließstellung um eine Drehachse schwenkbar ist.

Die zweiten Enden der Schnüre werden in einer Ausgestaltung der Erfindung kreuzweise um einen Teil der Außenseiten der Scheiben als Umlenkbereiche oder -punkte geführt. So kann das zweite Ende der einen Schnur des ersten Tunnelzuges gegen den kopfwärtigen Bereich der Außenseite der einen Scheibe geführt und um den fußwärtigen Bereich der Außenseite der anderen Scheibe geführt sein, hingegen wird das zweite Ende der Schnur des zweiten Tunnelzuges um den fußwärtigen Bereich der Außenseite der einen Scheibe und den kopfwärtigen Bereich der Außenseite der anderen Scheibe geführt, so dass sich die beiden Schnüre im Bereich zwischen den beiden Scheiben kreuzen. An dem kopfwärtigen Bereich der Außenseite der einen Scheibe, fußwärtigen Bereich der Außenseite der anderen Scheibe, fußwärtigen Bereich der Außenseite der einen Scheibe, und/oder kopfwärtigen Bereich der Außenseite der anderen Scheibe können im Querschnitt keilförmige, wie dreieckige, z.B. in Zugrichtung der Schnüre hin ausgerichtete, Haken angeformt sein, so dass die Schnüre nicht nur infolge der durch die Schließstellung erzeugten Kraftbeaufschlagung durch das Ansetzen der Deckplatte gegen die Platte gehalten, sondern auch durch Eingreifen der Haken in die Schnüre die Schnüre reib-, kraft und formschlüssig in der Einrichtung gehalten sind. Bei dem Übergang von der Offenstellung in die Schließstellung wird die Deckplatte gegen die Platte geschwenkt und mit dieser fest verbunden. In Schließstellung werden die den zugewandten Abschnitten der Deckplatte gegen die an den Scheiben und der Platte anliegenden Schnüre dergestalt kraftbeaufschlagt angesetzt, das Herausziehen der Schnüre aus der Einrichtung nicht möglich ist. Die Verbindung kann gesichert werden mittels eines in die Deckplatte und Platte eingreifenden Schlosses als eine von der Person bedienbaren Schließeinrichtung, so dass die Öffnung der Einrichtung zum Herausziehen der zweiten Enden der beiden Schnüre unmöglich ist. In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose ist die Platte gegen eine Grundplatte angesetzt, die gegen die dem Körper abgewandten Oberseite der Oberschicht oder des Gewebes der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose angelegt und mit einer gegen die Innenschicht oder die Innenseite der Oberschicht der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose angesetzten Unterplatte gleichfalls verbunden ist. Unter Oberschicht kann im Sinne im der Erfindung auch das Gewebe verstanden werden.

In einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose umfasst die Einrichtung eine Hülse, die an der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose außenseitig befestigt ist und an einer Seite eine Öffnung aufweist, in welche eine Zunge einführbar ist. Die Zunge besteht z.B. aus zwei zusammensetzbaren oder ineinander einrastbaren Scheiben, zwischen welchen die beiden zweiten Enden der Schnüre angeordnet und fest verbunden sein können, so dass bei dem Übergang von der Offenstellung in die Schließstellung die Zunge zusammen mit den zweiten Enden in die Hülse zwecks Kraftbeaufschlagung der Schnüre eingeschoben wird. In dieser Ausgestaltung der Einrichtung liegt auch der Vorteil begründet, dass infolge eines Eingriffs von außen, beispielsweise durch den Benutzer oder durch eine Warneinrichtung, die Zunge bei dem Übergang einer Verriegelungsstellung der gespannten Feder in die Entriegelungsstellung der entspannten Feder durch das Auslösen der in der Verriegelungsstellung befindlichen kraftbeaufschlagten Feder die Zunge infolge der Entriegelung der Feder von der sich entspannenden Feder, wie Schraubenfeder, um ein vorbestimmtes Maß in die Hülse zusehends eingezogen wird zwecks Übergang von der Schließstellung in eine solche Sperrstellung, so dass zusätzlich die Schnüre mittels Federkraft beaufschlagt werden; das Einziehen der Zunge bewirkt ein zusätzliches kraftbeaufschlagtes Ansetzen der Schutzhose und deren Schnüre gegen die Körperoberseite der Person.

In einer weiteren Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Schutzhose weist die Warneinrichtung einen, vorzugsweise elektronischen, Lagesensor auf, der abrupten Lagever- änderung der Person, beispielsweise die Änderung der schreitenden Position in die liegende Position, erkennen kann und ein Alarmsignal auszulösen vermag.

Auch kann in der Warneinrichtung eine Empfangseinrichtung zum Empfang der von einem Global Positioning System (GPS) gesendeten Sendesignale eingebaut sein, die im Fall der abrupten Lageveränderung der Au h kann in der Warneinrichtung eine Empfangseinrichtung zum Empfang der von einem Global Positioning System (GPS) gesendeten Sendesignale eingebaut sein, die im Fall der abrupten Lageveränderung der Person und/oder der Aktivierung infolge des Herausziehens des Aktivierungsstiftes die mit den den Aufenthaltsort der Person bestimmenden Sendesignalen korrespondierenden Ortungssignale zusammen mit Warnsignalen drahtlos an eine Überwachungsstation zur Einleitung von Hilfsmaßnahmen senden kann.

Im Sinne der Erfindung kann auch unter kontrolliert verstanden, dass die Person und/oder wie Warneinrichtung die Stellungen, wie Schließ-, Sperr- und Offenstellung, der Einrichtung anzusteuern vermögen.

In einer Ausgestaltung der Erfindung hat der erste Tunnelzug ' eine mit dem zweiten Tunnelzug gemeinsame Tunnelzugöffnung, wobei das aus der Tunnelzugöffnung herausgeführte erste Ende, auch das eine Ende genannt, der Schnur unlösbar mit der Einrichtung oder zumindest in Schließstellung mit dieser verbunden ist, der weitere Teil der Schnur in dem ersten Tunnelzug in Umlaufrichtung mit dem Bund, wie parallel zu der oberen Öffnung der Schutzhose, verläuft, so dass deren zweites Ende aus der gemeinsamen Tunnelzugöffnung herausgeführt ist und mit der Einrichtung zusammenwirken kann. Das aus der gemeinsamen Tunnelzugöffnung des zweiten Tunnelzuges herausgeführte erste Ende der Schnur kann ebenso unlösbar mit der Einrichtung oder zumindest in Schließstellung mit dieser verbunden sein. Der weitere Teil der Schnur verläuft in dem zweiten Tunnelzug, so dass das zweite Ende der Schnur aus der Tunnelzugöffnung des zweiten Tunnelzuges zum Zusammenwirken mit der Einrichtung herausgeführt ist. Das Zusammenwirken des zweiten Endes der in dem zweiten Tunnelzug geführten Schnur ermöglicht die, vorteilhafterweise kontrollierte, Festlegung des zweiten Endes derselben in der Einrichtung in Schließstellung, so dass das zweite Ende der Schnur sich dem gewaltsamen Zugriff oder Einwirkung durch Dritte wirkungsvoll entzieht. Zudem wird in der Einrichtung dessen Schließstellung durch ein mit der Einrichtung verbundenes herkömmliches Schloss zuverlässig gesichert.

In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose verläuft der zweite Tunnelzug unter oder unterhalb des ersten Tunnelzuges. Der zweite Tunnelzug erstreckt sich beispielsweise in der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose dergestalt, dass die Öffnungen der beiden Beinabschnitte und/oder die obere Öffnung desselben von dem zweiten Tunnelzug zumindest weitgehend begrenzt sein können, so dass dessen Schnur die die Öffnungen begrenzenden Bereiche desselben gegen den Körper des Person angesetzt sein kann und das Verzurren, wie das vorbestimmte oder teilweise Herausziehen oder Anziehen der Schnur aus der der Tunnelzugöffnung, so weit kraftbeaufschlagt erfolgt sein kann, dass kein Einengungsgefühl der Person aufzutreten vermag.

In einer ganz anderen Ausgestaltung kann der zweite Tunnelzug sich von der Einrichtung ausgehend von seiner Tunnelzugöffnung im Vorderteil der Schutzhose, die der Einrichtung zur kontrollierten Freigabe der Schnüre benachbart ist, in Richtung hin zu einem Hinterteil der Schutzhose um den rechten Beinabschnitt herum zu dem Schrittbereich, von dem Schrittbereich um den rechten Beinabschnitt im Vorderteil der Schutzhose herum zu dem hinteren oberen Bereich derselben, von dort im hinteren oberen Bereich der Schutzhose, vorzugsweise parallel zu dem Bund, zu dem Vorderteil derselben, von dort im Vorderteil um den linken Beinabschnitt herum zu dem Schrittbereich, von dem Schrittbereich um den linken Beinabschnitt im Hinterteil herum zu dem vorderen oberen Bereich, von dort, vorzugsweise parallel zu dem Bund, zu der Tunnelzugöffnung hin zu der Einrichtung zur kontrollierten Freigabe der Schnüre erstrecken.

In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose können in der Offenstellung von der Person die beiden zweiten Enden der Schnüre so weit unter Kraftaufwendung aus den Tunnelzügen, also begrenzt, herausgezogen werden, dass je nach Wohlbefinden der Person und Passsitz die erfindungsgemäße Schutzhose, vorteilhafterweise je nach individuell auf die Person und Gestalt sowie deren Wunsch abgestellt, kraftbeaufschlagt gegen die Körperoberseite der Person angesetzt ist und ein Herunterziehen oder ein Eingreifen in den Raum zwischen der erfindungsgemäßen Schutzhose und der Körperoberseite wirkungsvoll verhindert wird. Nach dem Herausziehen der zweiten Enden der Schnüre können in Schließstellung diese fest mit der Einrichtung verbunden und zusätzlich gesichert sein, so dass der Zugriff auf die zweiten Enden und deren Freigabe von der Einrichtung dem Benutzer obliegt. Bei dem Übergang von der Schließstellung in die Offenstellung werden die beiden zweiten Enden der Schnüre freigegeben, dass das durch die Kraftbeaufschlagung bedingte Ansetzen der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose gegen die Körperoberseite des Benutzers aufgehoben wird.

In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose befindet sich die Warneinrichtung, beispielsweise an der Oberschicht der erfindungsgemäßen Schutzhose.

Die Warneinrichtung kann in einer Tasche angeordnet sein, die auf der dem Körper der Person zugewandten Innenseite des Gewebes oder der Oberschicht der erfindungsgemäßen Schutzhose angeordnet und mit dem Gewebe angenäht oder mit der Oberschicht vernäht oder andersartig verbunden oder angeordnet ist, z.B. sich im Gewebe befindet. Die Zugriffsöffnung der Tasche befindet sich innenseitig. Über die Zugriffsöffnung der Tasche kann eine mit dem Ein/Aus-Schalter der Warneinrichtung verbundene Aktivierungskordel zur Aktivierung der Warneinrichtung über eine in dem Gewebe der erfindungsgemäßen Schutzhose in Form eines Knopflochs ausgebildete Sicherheitsöffnung herausgeführt werden, deren Ende mit einem Sicherheitsring versehen ist. Das andere Ende der Aktivierungskordel ist mit einem Aktivierungsstift versehen, der in einen Ein/Aus-Schalter der Warneinrichtung eingreift und diesen desaktiviert. Der überschüssige Teil des zweiten Endes der Schnur des zweiten oder ers- ten Tunnelzuges, welcher zum Festhalten derselben in der Einrichtung nicht benötigt wird, wird durch den Sicherheitsring hindurchgeführt und anschließend von der Einrichtung gleichfalls in der offenbarten Weise festgehalten und gesichert. Droht ein gewaltsamer Eingriff Dritter kann die Person durch Wegziehen des Abschnitts der zwischen der Einrichtung und der Sicherheitsöffnung der Warneinrichtung gelegenen Schnur den Aktivierungsstift mit Hilfe der Aktivierungskordel aus dem Ein/Aus-Schalter der Warneinrichtung herausziehen und diese zur Erzeugung eines akustischen und/oder zur Sendung elektronischer Signale aktivieren.

Die innen liegende, d.h. in dem von der Schutzhose begrenzten Inneren befindliche, Zugriffsöffnung kann mittels einer Lasche verschließbar sein. Die Verschließbarkeit der Tasche kann mittels eines Reißverschlusses, eines Knopfes, mindestens eines Clips und/oder mindestens eines Klettverschlusses bereitgestellt werden. In einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose ist die Tasche an der Innenseite der Schutzhose angenäht.

Die Warneinrichtung kann durch die Person eine mittels elektrischen Stroms betriebene sein, welche, einen akustischen deutlich hörbaren Warnton erzeugen kann; ebenso kann die Warneinrichtung mit der Einrichtung zur kontrollierten Freigabe dergestalt zusätzlich oder alternativ verbunden sein, dass infolge des unbefugten Eingreifens in die Einrichtung unter Umgehung der Öffnung der Verschließeinrichtung der Warnton erzeugt wird.

Auch kann die Warneinrichtung die an den zweiten Enden, auch andere Enden genannt, der Schnüre befindlichen Ösen aufnehmen und sichern, so dass deren gewaltsames Herausziehen aus der Warneinrichtung gleichfalls die Erzeugung des Warntons zur Folge hat.

Überdies kann die Warneinrichtung mit einem herkömmlichen Trägheitssensor versehen sein, bei dem aus den Trägheitskräften von Beschleunigungsmessern Messwerte gewonnen werden können für die Position der Person, so dass beispielsweise infolge Verbringen der Person von deren aufrechten senkrechten Stellung in die waagerechte Stellung ein Signal er- zeugt wird, welches den akustischen Warnton auslöst und / oder die Zunge in die Sperrstellung verfahren lässt. Vorteilhafterweise wird die Warneinrichtung mit ein, insbesondere wieder aufladbaren, Batterien gespeicherten elektrischem Strom betrieben.

Zudem kann die Warneinrichtung mit einer Empfangseinrichtung als Sensoreinrichtung zur Ortung des Aufenthaltsortes der Person aufweisen, welche über ihre Empfangseinrichtung Sendesignale über ein Global Positioning System (GPS) empfangen und mit den Aufenthaltsort der Person bestimmenden Sendesignalen korrespondierende Ortungssignale an ein mobiles Telefon, wie ein Smartphone-Handy, drahtlos senden kann zur Speicherung und Weiterleitung derselben, so dass bei Aktivierung der Warneinrichtung, beispielsweise durch unmittelbares manuelles Betätigen mittels Ein/Aus-Schalters und/oder durch mittelbares Betätigen mittels des Aktivierungsstiftes ein mit dem Aufenthaltsort der Person kombinierten Notruf erzeugt wird.

Die erfindungsgemäße Schutzhose ermöglicht nicht nur einen hohen Tragekomfort und ausgeglichenes Wohlbefinden der Person, sondern bietet auch einen hinreichenden Schutz gegen das Eingreifen Dritter in den Bereich zwischen Schutzhose und Körper der Person und gegen das gewaltsame Herunterziehen derselben vom Körper der Person.

Überdies ist die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose von Vorteil, weil dieses nicht nur die Person vor gewaltsamen Eingriffen Dritter schützt, sondern auch die Umgebung, in welcher sich die Person aufhält, durch Abgabe von akustischen, deutlich hörbaren Warnsignalen auf die Situation der Person aufmerksam macht.

Die erfindungsgemäße Schutzhose hält zudem den hohen Tragekomfort und das ausgeglichene Wohlbefinden der Person der in Schließstellung befindlichen Schnüre und Anpressen der Schutzhose gegen den Körper der Person aufrecht.

Ebenso wird die Bewegungsfreiheit der Person aufgrund der vollflächig anliegenden Tunnelzüge gegen den Körper der Person nicht eingeschränkt.

Die Praktikabilität und der Passsitz der erfindungsgemäßen Schutzhose wird zusehends gesteigert durch die Verwendung von einem elastischen atmungsaktiven, wasserdichten Gewebe, insbesondere welches als Oberschicht ausgebildet eine Unterschicht als Funktionsschicht aufweist.

Ebenfalls schmiegt sich die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose aufgrund der stufenlosen Anpassung der Schnüre an den Körper der Person, unabhängig von dem Ausmaß des Umfangs desselben, kraftbeaufschlagt an, so dass die die Schnüre aufnehmenden Tunnelzüge ganzflächig entlang ihrer Erstreckung gegen die Körperoberseite der Person angesetzt sind und die durch das Herausziehen der Schnüre erzeugte Kraftbeaufschlagung keine Druckstelle der Person erzeugen.

Des Weiteren ermöglicht die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose die Verwendung derselben sowohl für weibliche wie auch männliche Personen.

Zudem eignet sich die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose sowohl in der Ausgestaltung einer Schutzhose unterschiedlicher Beinlängen, wie mit kurzen Beinlängen, V-förmig ausgeschnittenen Beinlängen mit Dreiviertel, Halbviertel oder 1/1 ausgebildeten Beinlängen.

Schließlich ist der Verwendungszweck der erfindungsgemäßen anschmiegsamen Schutzhose ubiquitär einsetzbar, da die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose sich als Unterbekleidung und Oberbekleidung eignet.

Ausführungsbeispiele:

Die Zeichnungen zeigen aufgrund einer zeichnerischen Vereinfachung in schemati- scher, stark vergrößerter Weise, ohne Anspruch auf eine maßstabsgetreue Wiedergabe in Fig. 1 die Schrägansicht auf die Deckplatte der Einrichtung zum sicheren

Festhalten der Schnüre,

Fig. 2 die Schrägansicht auf die Platte der Einrichtung zum sicheren Festhalten der Schnüre,

Fig. 3 die Draufsicht auf das Vorderteil der erfindungsgemäßen Schutzhose mit Verlauf der Tunnelzüge,

Fig. 4 die Draufsicht auf das Hinterteil der erfindungsgemäßen Schutzhose mit

Verlauf der Tunnelzüge sowie

Fig. 5 die Draufsicht auf die Außenseite der Schutzhose mit den Beinabschnitten und auf die Führung der Schnur des zweiten Tunnelzuges in Form einer Acht.

Die erfindungsgemäße Schutzhose umfasst ein elastisches atmungsaktives Gewebe mit dem Vorderteil 40, dem Hinterteil 41 , dem Bund 6 und zwei kurzbeinige Beinabschnitten la, lb. und zwei Tunnelzüge 2a, 2b, die jeweils eine der Einrichtung 4 benachbarte Tunnelzugöffnung 9 aufweisen. Die Tunnelzüge 2a, 2b nehmen zwei Schnüre 21 , 22 auf. Die ersten Enden 3c der Schnüre 21 , 22 sind mit einer Einrichtung 4 zum sicheren Festhalten der Schnüre 21 , 22 fest verbunden sind; hingen sind die aus den Tunnelzugöffnungen 9 herausgeführten zweiten Enden 3f der Schnüre 21, 22 mit der Einrichtung 4 in Schließstellung verbindbar. Die Einrichtung 4 und eine Warneinrichtung des akustischen Typs 5 zur Abgabe eines Warnsignals sind in einem oberen Bereich A der erfindungsgemäßen Schutzhose, nahe des Bundes 6, angeordnet. Der erste Tunnelzug 2a verläuft in dem oberen Bereich A parallel zu dem Bund 6 von der Einrichtung 4 in Umlaufrichtung um das Vorderteil 40 in Richtung zu seiner Tunnelzu- göff ung 9 hin; der zweite Tunnelzug 2b erstreckt sich von seiner Tunnelzugöffhung 9 V- förmig über das Vorderteil 40 und V-förmig über das Hinterteil 41 der erfindungsgemäßen Schutzhosen, wobei ein sich kreuzender Verlauf des zweiten Tunnelzuges 2b in dem Schnittbereich 7 sich einstellt.

In einem Ausführungsbeispiel verläuft der zweite Tunnelzug 2b von der Einrichtung 4 über das Vorderteil 40 in Richtung zu dem an den rechten Beinabschnitt la angrenzenden in dem unteren Bereich B der erfindungsgemäßen Schutzhose angeordneten, dem Vorderteil 40 derselben zugewandten Abschnitt bl des Schrittbereichs 7 hin, anschließend

von dem an den rechten Beinabschnitt lb angrenzenden in dem unteren Bereich B der erfindungsgemäßen Schutzhose angeordneten dem Vorderteil 40 zugewandten Abschnitt bl des Schrittbereichs 7 über den Schrittbereich 7 in Richtung zu dem an den linken Beinabschnitt la angrenzenden in dem unteren Bereich B angeordneten dem Hinterteil 41 zugewandten Abschnitt el des Schrittbereichs 7 hin,

von dem an den linken Beinabschnitt l a angrenzenden in dem unteren Bereich B angeordneten dem Hinterteil 41 zugewandten Abschnitt el des Schrittbereichs 7 über das Hinterteil 41 in Richtung zu dem in dem oberen Bereich A der Schutzhose angeordneten Seitenbereich d des linken Beinabschnitts la hin;

Anschließend verläuft der zweite Tunnelzug 2b weiter von dem im oberen Bereich A angeordneten Seitenbereich d des linken Beinabschnitts la über das Vorderteil 40 in Richtung zu dem an den linken Beinabschnitt la angrenzenden in dem unteren Bereich B angeordneten dem Vorderteil 40 zugewandten Abschnitt e2 des Schrittbereichs 7 hin,

von dem an den linken Beinabschnitt 1 a angrenzenden in dem unteren Bereich B angeordneten Abschnitt e2 des Schrittbereichs 7 über den Schrittbereich 7 in Richtung zu dem an den rechten Beinabschnitt lb angrenzenden dem unteren Bereich B angeordneten dem Hinterteil 41 zugewandten Abschnitt b2 des Schrittbereichs 7 hin,

von dem an den rechten Beinabschnitt lb angrenzenden in dem unteren Bereich B an- geordneten dem Hinterteil 41 zugewandten Abschnitt b2 des Schrittbereichs 7 über das Hinterteil 41 in Richtung zu dem in dem oberen Bereich (A) angeordneten Seitenbereich c des rechten Beinabschnitts lb hin,

schließlich von dem in dem oberen Bereich A angeordneten Seitenbereich c des rechten Beinabschnitts lb in Richtung zu der Tunnelzugöffnung 9 hin.

In der Draufsicht von außen auf die äußeren Beinabschnitte l a, lb und die Außenseite 55 des Gewebes oder der erfindungsgemäßen Schutzhose erstreckt sich der zweite Tunnelzug 2b in Form einer Acht um die Beinabschnitte la, lb und kreuzt sich oder überschneidet sich in dem Schrittbereich 7 der erfindungsgemäßen Schutzhose, so dass durch die besonders gelungene Führung des zweiten Tunnelzuges 2b an der Außenseite 55 des Gewebes oder in dem Gewebe der erfindungsgemäßen Schutzhose, die im Übrigen die Ergonomie derselben beim Sitzen und Bewegen berücksichtigt, die Blutzirkulation in den von den Beinabschnitten la, lb bedeckten Beinen nicht unterdrückt wird und die erfindungsgemäße Schutzhose einerseits vor dem gewaltsamen unteren Eingriff zwischen den Beinabschnitten la, lb und den Beinen der Person und andererseits vor dem gewaltsamen Hinunterziehen der Schutzhose vom Leib der Person durch das zugkraftbeaufschlagte Anschmiegen des zweiten Tunnelzuges 2b gegen die Oberseite der Person sichert.

Die zweiten Enden 3f der Schnüre 21 , 22 mit voneinander beabstandeten Sprossen 3g unlösbar verbunden, wie miteinander verklebt. Die Einrichtung 4 ist mit einer Platte 12 ausgebildet, deren Unterseite mit dem Vorderteil 40 der erfindungsgemäßen Schutzhose unlösbar verklebt ist. An der mit der Platte 12 schwenkbar verbundenen Deckplatte 13 und an der Platte 12 sind Öseneinrichtungen 13a angeformt, deren Durchbrüche 13b in Schließstellung in Übereinstimmung gebracht sind. Auf der der Deckplatte 13 zugewandten Oberseite der Platte 12 sind mindestens zwei parallel zueinander ausgerichtete Stege angeformt, wobei in Schließstellung gegen deren der Deckplatte zugewandten Oberseiten die Schnüre 21, 22 mit ihren zweiten Enden 3f im rechten Winkel zu diesen angesetzt sind und zwischen die Stege die Sprossen 3g der zweiten Enden 3f der Schnüre 21 , 22 parallel zu diesen eingesetzt sind. Bei dem Übergang von der Offenstellung der Deckplatte zu der Schließstellung wird Deckplatte 13 aus ihrer Ausgangsstellung mit ihrer Außenseite gegen die auf der Oberseite der Stege befindlichen zweiten Enden 3f der Schnüre 21, 22 und gegen die Stege angesetzt sowie mit der Platte 12 form-, reib- und/oder kraftschlüssig verriegelt. Zur Verriegelung gelangt ein an der Deckplatte 13 angeformter Haken 12a in Eingriff mit der Platte 12.

Zur Absicherung der in Schließstellung befindlichen Einrichtung 4 wird durch die in Schließstellung in Übereinstimmung gebrachten Durchbrüche 13b der Öseneinrichtungen 13a ein Bügel 56 eines Schlosses 4a hindurchgefühlt und mit demselben gleichfalls in Schließstellung gesichert.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel weisen die Stege in ihren der Deckplatte 12 zugewandten Teilen Ausnehmungen zum An- oder Auflegen der Schnüre 21, 22 gegen dieselben auf; die Außenseite der Deckplatte 13 und die der Ausnehmungen der Stege sind mit Zähnen versehen, so dass diese zur zusätzlichen Sicherung des Festhaltens der Schnüre 21 , 22 in Schließstellung in der Einrichtung 4 dienen.

In dem Schrittbereich 7 ist eine Einlage 20 mit dem Gewebe vernäht, die Aramid-Fasern mit einem hohen Dehnungswiderstand enthält; die in den Tunnelzügen geführten und aus diesen über deren Tunnelzugöffnungen 9 herausgeführten Schnüre enthalten gleichfalls Aramid- Fasern. Das elastische und atmungsaktive Gewebe ist mit einem herkömmlichen Fasern hergestellt.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist noch zusehends eine. Tasche an der Außenseite des Gewebes der erfindungsgemäßen Schutzhose angenäht, welche eine Warneinrichtung 5 aufnimmt. Die Warneinrichtung 5 wird mittels Betätigen eines Ein/Aus-Schalters durch die Person oder mittels eines mit den zweiten Enden der Schnüre 21, 22 betätigbaren Ein/Aus-Schalters durch einen akustischen, deutlich hörbaren Warnton erzeugen. Im Falle der Erzeugung des Warntons wird ein Signal in einem weiteren Ausführungsbeispiel von der Warneinrichtung an die Einrichtung zur kontrollierten Freigabe der Schnüre gesendet, so dass die zweiten Enden der Schnüre 21 , 22 bei dem Übergang von der Schließstellung in die Sperrstellung noch um ein weiteres vorbestimmtes Ausmaß in die Einrichtung 4 hineingezogen werden zum erhöhten Ansetzen der Schutzhose gegen die Körperoberseite (nicht gezeigt).

In einem anderen Ausführungsbeispiel weist die Einrichtung 4 eine Zunge aufnehmende Hülse auf, die Zunge mit den zweiten Enden der Schnüre 21, 22 in Schließstellung fest verbunden ist und in Schließstellung in der Hülse eingesteckt ist; die Zunge wird mittels eines manuell oder mittels Warneinrichtung 5 automatisch erzeugten Signals aus der Schließstellung in die Sperrstellung um ein weiteres vorbestimmtes Maß in die Hülse zusätzlich eingefahren zur Erzeugung einer zusätzlichen Anspannung der Schnüre . Das Gewebe umfasst eine atmungsaktive Funktionsschicht, die ein Laminat aufweist, wobei das Laminat als Zweischichtlaminat oder Dreischichtlaminat ausgebildet ist. Das Zweischichtlaminat ist als Ober- stoffiaminat, Insertlaminat und / oder Futterlaminat ausgestaltet, die Funktionsschicht hat eine mikroporöse Membran mit Polymeren auf Polytetrafluorethylen-, Polyester- und / oder Polyurethangrundlage, wobei die Funktionsschicht Polymere auf Copolyetherestergrundlage und / oder Copolyetheramidgrundlage enthält. Die Polymere sind Copolyetherester, die sich von längerkettigen Polyglykolen, kurzkettigen Glykolen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und Di- carbonsäuren ableiten.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die Einrichtung 4 zur kontrollierten Freigabe der Schnüre 21 , 22 eine Platte 13 auf, in welcher zwei Scheiben (nicht gezeigt) nebeneinander und beabstandet voneinander fest mit der Platte 13 verbunden sind. An der kopfwärti- gen Seite der Platte 13 ist die Deckplatte 1 12 um eine Drehachse oder Schwenkachse an der Platte 13 angelenkt. In Offenstellung wird das aus dem ersten Tunnelzug 2a herausgeführte zweite Ende 3f der Schnur 21 um den kopfwärtigen Bereich 50 der Außenseite der ersten Scheibe, anschließend von dort um den fußwärtigen Bereich 51 der Außenseite der zweiten Scheibe herumgeführt. Das aus dem zweiten Tunnelzug 2b herausgeführte zweite Ende 3f der Schnur 22 wird in Offenstellung um den fußwärtigen Bereich 51 der Außenseite der ersten Scheibe und anschließend von dort um den kopfwärtigen Bereich 50 der Außenseite der zweiten Scheibe herumgeführt, so dass beide Schnüre 21, 22 sich in dem Bereich 52 zwischen beiden Scheiben kreuzen können; ein Teil des aus dem zweiten Tunnelzug 2b herausgeführte zweiten Endes 3f der Schnur 22 kann in Richtung zu dem aus der Sicherheitsöffnung herausgeführten Sicherheitsring hin geführt, durch diesen hindurch und zurück in Richtung zu der Einrichtung 4, um anschließend um den fußwärtigen Bereich 51 der Außenseite der zweiten Scheibe herum, von dort unter Kreuzen der Schnur 21 im Bereich 52 zwischen beiden Scheiben in Richtung zu dem kopfwärtigen Bereich 50 der Außenseite der ersten Scheibe aus der Einrichtung 4 wiederum herausgeführt zu werden

Die Schnüre 21, 22 sind in einem zusätzlichen Ausführungsbeispiel in der Einrichtung mit ihren beiden Scheiben, wie folgt, geführt:

Die aus der Tunnelöffnung 9 des ersten Tunnelzuges 2a unter Anwendung einer Zugkraft herausgeführte Schnur 21 wird um die erste Scheibe und die zweite Scheibe unter Kreuzen des Bereichs 52 zwischen den beiden Scheiben der Einrichtung 4 gewickelt bzw. gelegt, ohne dass sich die Schnur 21 lockert; das Ende 3f der Schnur wird durch den Sicherheitsring der Warneinrichtung 5 hindurchgeführt und oberhalb der Scheiben vorerst angeordnet.

Die aus der Tunnelöffnung 9 des zweiten Tunnelzuges 2b unter Anwendung einer Zugkraft herausgeführte Schnur 22 wird ebenfalls so fest angezogen, dass man zwischen Schutzhose und Körper der Person nicht mehr eingreifen kann, und wird einmal (lx) um eine der Scheiben herumgeführt und der Rest derselben nach außen geführt. Die oberhalb der Scheiben vorerst angeordnete Schnur 21 wird um die zweite Scheibe um die erste Scheibe unter Kreuzen des Bereichs 52 zwischen den beiden Scheiben der Einrichtung 4 gewickelt oder -legt und der Rest derselben nach außen geführt.

Anschließend wird bei dem Übergang von der Offenstellung in die Schließstellung die Deckplatte 12 gegen die Platte 13 kraftbeaufschlagt angesetzt, so dass die Lage der Schnüre unverändert verbleibt und auch ein Herausziehen der Enden 3f der Schnüre 21, 22 bei Gewalteinwirkung von außen unterbunden verbleibt. In der Schließstellung wird zusehends die Deckplatte 12 mit der Platte 13 zwecks Sicherung mittels einer Schließeinrichtung, z.B. eines Schlosses, Bügelschlosses 4a gesichert, dessen Bügel in die miteinander in Verbindung stehenden Durchbrüche 13 b der an der Platte 13 und der Deckplatte 12 angeformten Ösenein- richtungen 13a eingreift. Bei dem Übergang von der Schließstellung in die Offenstellung wird die Schließeinrichtung von der Einrichtung 4 entfernt und die Deckplatte 12 um ihre Drehachse zur Freigabe der auf Platte 13 verlegten Schnüre 21 , 22 geschwenkt.

Die erfindungsgemäße anschmiegsame Schutzhose zeichnet sich aus durch

- Die Sicherstellung des Sicherheitsbedürfnisses der Person,

- keinen gewaltsamen Eingriff Dritter in die Schutzhose,

- kein gewaltsames Herunterziehen der Schutzhose vom Körper der Person,

- die Anschmiegsamkeit derselben an den Körper der Person ohne Bewegungseinschränkung,

- kein Auftreten von Druckstellen und Hautirritation auf dem Körper der Person,

- die Beibehaltung von Wohlbefinden der Person beim Tragen derselben,

- die Durchlässigkeit für bei sportlichen Aktivitäten sich einstellenden Schweiß und Hautfeuchtigkeit,

- keine Pilzinfektionen infolge fehlenden oberflächlichen Hautabriebs,

- die Gewährleistung des Sicherheitsgefühls der Person,

- die Alarmierung der Umgebung und Sicherheit auch im Fall ' abrupter Lageveränderungen der Person,

- die fehlende Einschränkung der Beweglichkeit der unteren Extremitäten,

- die Anpassbarkeit an die verschiedenen Torsogrößen, Taillenmaße, usw. der Person,

- den hohen Grad an Behaglichkeit für die Person,

- keine Beeinflussung der Anordnung der Schutz bietenden Teile der Schutzhose zu Lasten der Person,

- das individuelle In-Beziehungsetzen der Tunnelzüge und deren Schnüre zu dem Gesäß der Person und

- deren Anpassbarkeit an die Gesäßmuskulatur der Person,

- die Ausrichtung der Tunnelzüge und deren Schnüre an die Körperbeschaffenheit und den Gesäßmuskelverlauf der Person,

- die Beibehaltung einer hinreichenden Schweißpufferung und eines Schweißtransportes von innen nach außen,

- die ubiquitäre Verwendung als Unterzieh-Körperschutzelement zum Anschmiegen an den Unterleib einer Person

als auch als Überzieh-Körperschutzelement zum Überziehen über Unterwäsche oder dergleichen

und

die dem Körper gerecht werdende als angenehm empfundene Ergonomie, z.B. beim Sitzen, Stehen und Bewegen der Person

sowie

fehlende Unterdrückung der Blutzirkulation trotz der eng an den Oberschenkeln der Person anliegenden Beinabschnitte der erfindungsgemäßen Schutzhose.