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Title:
COMMUNICATION ADAPTER FOR A TRANSMITTER OF A FIELD DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/095648
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an adapter (6) for a two-wire field device (1), in particular of process and/or automation technology, having a communication unit (13) for communicating, in particular in a wireless manner, in particular in a bidirectional manner, with an external unit (20), and an energy storage unit (15) for supplying at least the communication unit (13) by means of electrical energy. According to the invention, the adapter (6) comprises a first connection element (7a) for making contact, in particular electrical contact, between the adapter (6) and a second connection element (7b) of the field device (1), which is complementary to the first connection element (7a) , wherein the at least two connection elements (7a, 7b) are configured to supply at least the adapter (6) with electrical energy and to interchange information. The present invention also relates to a transmitter having an adapter according to the invention and to a two-wire field device having an adapter according to the invention or a transmitter according to the invention.

Inventors:
KORN, Michael (Ennenhofenerstrasse 15, Marktoberdorf, 87616, DE)
HÄRLE, Thomas (Tannenhofstr. 13, Oy-Mittelberg, 87466, DE)
JÖGEL, Thomas (Am Hochrainebach 5, Immenstadt, 87509, DE)
WARNKING, Michael (Hochgratstr. 33, Sonthofen, 87527, DE)
ZELLER, Robert (Bahnhofstraße 28, Lechbruck, 86983, DE)
Application Number:
EP2017/075923
Publication Date:
May 31, 2018
Filing Date:
October 11, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ENDRESS+HAUSER WETZER GMBH+CO. KG (Obere Wank 1, Nesselwang, 87484, DE)
International Classes:
G01F1/00; G01F15/06; G01F23/00; G01K1/00; G01L19/00; H01R13/66; H01R103/00
Domestic Patent References:
WO2009040191A12009-04-02
WO2006106055A22006-10-12
Foreign References:
DE102006051900A12008-05-08
US20150002185A12015-01-01
DE102013103212A12014-10-02
US20140170989A12014-06-19
US7262693B22007-08-28
Attorney, Agent or Firm:
ANDRES, Angelika (Endress+Hauser AG+Co. KG, Colmarer Str. 6, Weil am Rhein, 79576, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Adapter (6) für ein 2-Draht-Feldgerät (1 ), insbesondere der Prozess und/oder Automatisierungstechnik,

wobei der Adapter (6) zumindest umfasst

- eine Kommunikationseinheit (13) zur, insbesondere drahtlosen,

insbesondere bi-direktionalen Kommunikation mit einer externen Einheit (20), und

- eine Energiespeicher-Einheit (15) zur Versorgung zumindest der

Kommunikationseinheit (13) mittels elektrischer Energie

dadurch gekennzeichnet,

dass der Adapter (6) ein erstes Anschlusselement (7a) zur, insbesondere elektrischen, Kontaktierung des Adapters (6) mit einem zweiten (7b), zu dem ersten Anschlusselement (7a) komplementären Anschlusselement des Feldgeräts (1 ) umfasst, wobei die zumindest zwei Anschlusselemente (7a, 7b) zur Versorgung zumindest des Adapters (7a) mit elektrischer Energie und zum Austausch von Informationen ausgestaltet sind.

2. Adapter (6) nach Anspruch 1 ,

mit einer Einheit zur Strom- und/oder Spannungsbegrenzung (17).

3. Adapter (6) nach Anspruch 1 oder 2,

wobei die beiden Anschlusselemente (7a, 7b) dazu ausgestaltet ist, die Versorgung zumindest des Adapters (6) mit elektrischer Energie und den Austausch von Informationen getrennt voneinander durchzuführen.

4. Adapter (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei die beiden Anschlusselemente derart ausgestaltet sind, dass die Versorgung mit elektrischer Energie und/oder der Austausch von

Informationen bidirektional durchführbar ist/sind.

5. Adapter (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei es sich bei den beiden Anschlusselementen (7a, 7b) jeweils um eine, insbesondere serielle, Schnittstelle, beispielsweise um eine CDI, UART, i2C oder SPI- Schnittstelle, handelt.

6. Adapter (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei die Kommunikationseinheit (13) eine Einheit zur drahtlosen

Signalübertragung (14), insbesondere ein Bluetooth-Modul, umfasst.

7. Adapter (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei eine Recheneinheit (18) vorgesehen ist, welche zumindest dazu ausgestaltet ist, die Versorgung der Kommunikationseinheit (13) mittels elektrischer Energie über die Anschlusselemente (7a, 7b) und/oder über die Energiespeicher-Einheit (15) zu steuern.

8. Adapter (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

mit einer Batterie (16), welche der Energieversorgung zumindest der

Kommunikationseinheit (13) und/oder der Recheneinheit (18) mit elektrischer Energie dient.

9. Transmitter (3) für ein 2-Draht-Feldgerät (1 ), insbesondere der Prozess

und/oder Automatisierungstechnik, welcher Transmitter (3) der Bestimmung und/oder Überwachung zumindest einer Prozessgröße eines Mediums dient, und welcher Transmitter (3) einen Adapter (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.

10. 2-Draht-Feldgerät (1 ), insbesondere der Prozess- und/oder

Automatisierungstechnik, umfassend einen Adapter (6) nach zumindest einem der Ansprüche 1 -8 oder einen Transmitter (3) nach Anspruch 9.

Description:
Kommunikations-Adapter für einen Transmitter eines Feldgeräts

Die Erfindung betrifft einen Adapter für einen Transmitters eines Feldgeräts. Der Adapter dient der, insbesondere drahtlosen, Kommunikation des Transmitters mit einer externen Einheit. Ferner betrifft die Erfindung einen Transmitter für ein 2- Draht-Feldgerät, insbesondere der Prozess- und/oder Automatisierungstechnik, welcher Transmitter der Bestimmung und/oder Überwachung zumindest einer Prozessgröße dient, und welcher Transmitter einen erfindungsgemäßen Adapter umfasst.

Feldgeräte zur Bestimmung, Überwachung und/oder Beeinflussung verschiedener Prozessgrößen werden vielfach in der Prozess- und/oder Automatisierungstechnik eingesetzt. Beispiele für derartige Feldgeräte sind Füllstandsmessgeräte,

Durchflussmessgeräte, Druck- und Temperaturmessgeräte, pH- und/oder pH- Redoxpotentialmessgeräte, oder auch Leitfähigkeitsmessgeräte, welche der Erfassung der jeweils entsprechenden Prozessgrößen, wie einem Füllstand, einem Durchfluss, dem Druck, der Temperatur, einem pH-Wert, eines

Redoxpotentials, oder einer Leitfähigkeit dienen. Die jeweils zugrunde liegenden Messprinzipien sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt, und werden an dieser Stelle nicht einzeln angeführt. Bei Durchflussmessgeräten handelt es sich insbesondere um Coriolis-, Ultraschall-, Vortex-, thermische und/oder magnetisch induktiven Durchflussmessgeräte. Füllstandsmessgeräte wiederum sind insbesondere Mikrowellen-Füllstandsmessgeräte, Ultraschall- Füllstandsmessgeräte, zeitbereichsreflektometrische Füllstandsmessgeräte (TDR), radiometrische Füllstandsmessgeräte, kapazitive Füllstandsmessgeräte, konduktive Füllstandsmessgeräte und/oder temperatursensitive

Füllstandsmessgeräte. Bei Druckmessgeräte dagegen handelt es sich bevorzugt um sogenannte Absolut-, Relativ- oder Differenzdruckgeräte, während

Temperaturmessgeräte häufig Thermoelemente oder temperaturabhängige Widerstände zur Ermittlung der Temperatur aufweisen.

Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden im Prinzip alle Geräte als Feldgerät bezeichnet, die auf Feldebene angeordnet sind, also im Prinzip prozessnah eingesetzt werden und prozessrelevante Informationen liefern oder verarbeiten. Neben Sensoren und Aktoren werden als Feldgeräte allgemein auch solche Einheiten bezeichnet, die direkt an einem Feldbus angeschlossen sind, und zur Kommunikation mit einer Steuerstelle wie einem Leitsystem dienen, wie z.B. Remote I/Os, Gateways, Linking Devices und Wireless Adapter bzw. Funkadapter. Eine Vielzahl solcher Feldgeräte wird von Firmen der Endress + Hauser-Gruppe hergestellt und vertrieben.

Feldgeräte verfügen vielfach über Mittel zur Anzeige und/oder Übertragung von Informationen bzw. Daten, wie beispielsweise von Betriebszuständen,

Messwerten, Geräteparametern oder ähnlichem. Während im Falle von

Informationsanzeigen, wie beispielsweise Displays, oder auch optische oder akustische Anzeigeelemente, die Informationen im Wesentlichen lokal am Ort des Feldgeräts verfügbar sind, erlauben verschiedenste Kommunikationsmittel die Übertragung von Informationen an andere Feldgeräten, oder auch an eine übergeordnete Einheit, wie beispielsweise eine Leitstelle. In dieser Hinsicht sind eine Vielzahl drahtgebundener sowie drahtloser Standards und Technogien aus dem Stand der Technik bekannt. Es gibt hierbei jedoch zunehmend ein Bestreben, auf drahtgebundene Datenübertragungseinheiten zu verzichten. Hierdurch können im Industriebereich beispielsweise Kosten für eine Verkabelung reduziert werden, was dazu führt, dass die Gebrauchstauglichkeit verbessert und damit ein Nutzen für den Anwender generiert werden kann. Außerdem ermöglicht eine drahtlose Datenübertragung eine deutlich einfachere Handhabung, insbesondere in Bezug auf Parametrierungen von Feldgeräten, welche beispielsweise bei der Inbetriebnahme durchgeführt werden.

Zur Energieversorgung eines Feldgeräts kommt vielfach die sogenannte

Zweidrahttechnik, oder auch Zweileitertechnik genannt, zum Einsatz, bei welcher ein Feldgerät über ein einziges Leitungspaar an eine Leitstelle angeschlossen wird. Es erfolgt also sowohl die Energieversorgung, insbesondere in Form eines Versorgungsstroms, als auch eine Daten- bzw. Informationsübertragung über das gemeinsame Leitungspaar. Dabei wird ein erster Draht bzw. eine erste Leitung für den Hinweg, und ein zweiter Draht bzw. eine zweite Leitung für den Rückweg genutzt. Der über die Zweidrahtleitung zur Verfügung gestellte Versorgungsstrom bzw. die entsprechende elektrische Leistung muss vom jeweiligen Feldgerät geeignet verwaltet und auf die einzelnen Komponenten des Feldgeräts aufgeteilt werden. Zweidrahtleitungen sind ferner häufig für 4-20mA Schnittstellen ausgelegt. Dies hat zur Folge, dass den jeweiligen Feldgeräten nur eine sehr begrenzte Leistungsaufnahme zur Verfügung steht. Soll das Feldgerät neben einer Messwerterfassung noch über weitere Funktionen, wie beispielsweise einer Funktion zur drahtlosen Kommunikation, verfügen, stellt dies höchste

Anforderungen an die Konzeption und den Aufbau des Gerätes.

Eine Lösung, welche aus der US 7,262,693 bekannt geworden ist, beinhaltet die Integration eines oder mehrerer Kondensatoren zum Zweck der

Zwischenspeicherung von Energie aus der Zweidrahtleitung bzw. aus dem Zweileiterfeldbus in das Feldgerät. Die mittels des Kondensators/der

Kondensatoren zwischengespeicherte Energie wird dann einem Drahtlosmodul, welches zur Übertragung von Daten und/oder Information das temporär eine große Leistung bzw. Energie benötigt, zur Verfügung gestellt. Sowohl der Kondensator als auch das Drahtlosmodul werden dabei direkt aus der

Zweidrahtleitung gespeist. Das Feldgerät muss also von vornherein passend konzipiert sein. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit bereitzustellen, ein Zweidraht-Feldgerät auf möglichst einfache Art und Weise mit einem

Drahtlosmodul zur Kommunikation auszustatten.

Diese Aufgabe wird durch den Adapter nach Anspruch 1 , durch den Transmitter nach Anspruch 8, sowie durch ein Feldgerät nach Anspruch 9 gelöst.

Hinsichtlich des Adapters wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst durch einen Adapter für ein 2-Draht-Feldgerät, insbesondere der Prozess und/oder Automatisierungstechnik. Der Adapter umfasst dabei zumindest eine Kommunikationseinheit zur, insbesondere drahtlosen, insbesondere bidirektionalen Kommunikation mit einer externen Einheit, und eine

Energiespeicher-Einheit zur Versorgung zumindest der Kommunikationseinheit mittels elektrischer Energie. Ferner umfasst der Adapter erfindungsgemäß zumindest ein erstes Anschlusselement zur, insbesondere elektrischen, Kontaktierung des Adapters mit einem zweiten, zu dem ersten Anschlusselement komplementären Anschlusselement des Feldgeräts, wobei die zumindest zwei Anschlusselemente zur Versorgung zumindest des Adapters mit elektrischer Energie und zum Austausch von Informationen bzw. Daten ausgestaltet sind. Bei dem Feldgerät handelt es sich beispielsweise um ein Messgerät mit einer

Sensoreinheit und einer Elektronikeinheit, welches der Bestimmung und/oder Überwachung zumindest einer Prozessgröße eines Mediums in einem Behältnis dient. Der Adapter wird erfindungsgemäß also nicht unmittelbar an die Prozessschleife angeschlossen, sondern an ein Anschlusselement des Feldgeräts. Dieses Anschlusselement ist bevorzugt in einer Elektronikeinheit, insbesondere in einem Transmitter des Feldgeräts angeordnet. Das Feldgerät muss also vorteilhaft lediglich über ein geeignetes Anschlusselement verfügen. Sowohl die

Energieversorgung des Adapters als auch eine Übertragung von Daten bzw. Informationen zwischen dem Feldgerät und dem Adapter erfolgt über das

Anschlusselement des Feldgeräts und das Anschlusselement des Adapters, z. B. jeweils in Form elektrischer Signale. In einer Ausgestaltung umfasst der Adapter eine Einheit zur Strom- und/oder

Spannungsbegrenzung. Diese Einheit ist insbesondere derart ausgestaltet, dass sie eine Verwendung des Feldgeräts in explosionsgefährdeter Atmosphäre ermöglicht. Eine weitere Ausgestaltung beinhaltet, dass jedes der beiden Anschlusselemente dazu ausgestaltet ist, die Versorgung zumindest des Adapters mit elektrischer Energie und den Austausch von Informationen getrennt voneinander

durchzuführen. Bevorzugt weist jedes Element zumindest ein erstes

Kontaktelement für die Energieversorgung und zumindest ein zweites

Kontaktelement zur Informations- bzw. Datenübertragung auf.

Bevorzugt sind die Anschlusselemente derart ausgestaltet, dass die Versorgung mit elektrischer Energie und/oder der Austausch von Informationen bidirektional durchführbar ist/sind. Es kann also nicht nur der Adapter über das Feldgerät mittels elektrischer Energie versorgt werden. Vielmehr kann ebenfalls das

Feldgerät über den Adapter mittels elektrischer Energie versorgt werden. Das gleiche gilt für den Austausch von Informationen, welche sowohl vom Adapter zum Feldgerät als auch vom Feldgerät zum Adapter übertragen werden können. Es handelt sich also im Wesentlichen um bidirektionale Anschlusselemente, wobei die Energieversorgung und/oder eine Übertragung von Daten bzw. Informationen bidirektional durchgeführt werden kann/können.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung handelt es sich bei den beiden Anschlusselementen jeweils um eine, insbesondere serielle, Schnittstelle, beispielsweise um eine CDI, UART, i2C oder SPI- Schnittstelle.

Eine Ausgestaltung beinhaltet, dass die Kommunikationseinheit eine Einheit zur drahtlosen Signalübertragung, insbesondere ein Bluetooth-Modul, umfasst. Es sei darauf verwiesen, dass viele weitere Technologien zur drahtlosen

Datenübertragung hinlänglich aus dem Stand der Technik bekannt sind, und gleichermaßen unter die vorliegende Erfindung fallen.

In einer Ausgestaltung umfasst der Adapter eine Recheneinheit, welche zumindest dazu ausgestaltet ist, die Versorgung der Kommunikationseinheit mittels

elektrischer Energie über die Anschlusselemente und/oder über die

Energiespeicher-Einheit zu steuern. Die Recheneinheit kann ferner der

Verarbeitung, Aufbereitung, Wandlung und/oder Weiterleitung von jeweils Daten bzw. Informationen enthaltenden Signalen von der Kommunikationseinheit und/oder dem Feldgerät dienen. Dabei kann die Recheneinheit einerseits über die Anschlusselemente, und damit über das Feldgerät, oder auch über die

Energiespeicher-Einheit mittels elektrischer Energie versorgt werden.

In einer Ausgestaltung umfasst der Adapter eine Batterie, welche der

Energieversorgung zumindest der Kommunikationseinheit und/oder der

Recheneinheit mit elektrischer Energie dient. Die Batterie stellt eine zusätzliche Energiequelle zur Energiespeicher-Einheit und der aus der Prozessschleife bezogenen Energie da. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird außerdem gelöst durch einen Transmitter für ein 2-Draht-Feldgerät, insbesondere der Prozess und/oder

Automatisierungstechnik, welcher Transmitter der Bestimmung und/oder

Überwachung zumindest einer Prozessgröße eines Mediums dient, und welcher Transmitter einen erfindungsgemäßen Adapter aufweist. Der Adapter kann einerseits lösbar innerhalb des Transmitters angeordnet sein. Andererseits kann er auch fester Bestandteil des Transmitters ausgeführt sein. Für die beiden Ausgestaltungen sind keine nennenswerten baulichen Modifikationen des

Transmitters notwendig, da der Adapter in beiden Fällen mittels der beiden Anschlusselemente, insbesondere elektrisch, kontaktiert wird.

Schließlich wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst durch ein 2-Draht- Feldgerät, insbesondere der Prozess und/oder Automatisierungstechnik, umfassend einen erfindungsgemäßen Adapter oder einen erfindungsgemäßen Transmitter.

Die in Bezug auf den Adapter beschriebenen Ausgestaltungen finden mutatis mutandis Anwendung auf den erfindungsgemäßen Transmitter und das

erfindungsgemäße Feldgerät.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näherer erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 : eine schematische Zeichnung eines Feldgeräts mit einem

Transmitter und einem erfindungsgemäßen Adapter in einer ersten Ausgestaltung der Erfindung, und

Fig. 2 eine schematische Zeichnung eines Feldgeräts mit einem

Transmitter und einem erfindungsgemäßen Adapter in einer zweiten

Ausgestaltung.

In den Figuren sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen

gekennzeichnet. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich ohne Beschränkung der

Allgemeinheit auf ein Feldgerät in Form eines Messgeräts 1 mit einer

Sensoreinheit 2 und einem Transmitter 3, über welchen Transmitter 3 das

Messgerät 1 mit einem Leitsystem 4 verbunden ist. Das Messgerät 1 ist als 2- Draht-Feldgerät ausgestaltet und an eine 2-Draht Prozessschleife 5 anschließbar.

Die Kommunikation zum Leitsystem 5 erfolgt entsprechend über einen

Zweileiterbus 5, etwa über HART, PROFIBUS PA oder FOUNDATION Fieldbus. Es ist auch möglich, die Anbindung an den Bus zusätzlich oder alternativ als drahtlose Schnittstelle auszugestalten, etwa nach dem WirelessHART Standard, wobei über WirelessHART eine Anbindung direkt an ein Leitsystem 4 via einem Gateway bereitstellbar ist. Darüber hinaus ist optional oder zusätzlich im Falle des HART-Protokolls eine 4..20 mA Schnittstelle implementierbar. In Fig. 1 ist eine erste Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Adapters 6 gezeigt. Der Adapter 6 verfügt über ein erstes Anschlusselement 7a, mittels welchem er mit einem zweiten zu dem ersten Anschlusselement 7a

komplementären Anschlusselement 7b, insbesondere lösbar, verbindbar ist. Es sei darauf verwiesen, dass für andere, hier nicht gezeigte, Ausgestaltungen das zweite Anschlusselement 7b auch Bestandteil einer anderen Komponente des Feldgeräts 1 sein kann. Auch sind Feldgeräte 1 bekannt, bei welchen der

Transmitter 3 und die Sensoreinheit 2 einstückig ausgeführt sind.

Die Funktionsweise eines Transmitters 3 ist an sich hinlänglich aus dem Stand der Technik bekannt und wird deswegen an dieser Stelle nicht detailliert beschrieben. Der Transmitter 3 gemäß Fig. 1 verfügt beispielsweise über einen Analog-Digital- Wandler 8, mittels welchem ein von der Sensoreinheit 2 empfangenes Messsignal digitalisiert wird. Als weitere Komponenten zur Signalverarbeitung umfasst der Transmitter 3 eine Recheneinheit 9, beispielweise ein Controller, und einen DC- DC-Wandler 10, sowie eine Regeleinheit 1 1 , insbesondere zur Regelung eines elektrischen Stroms.

Bei den Anschlusselementen 7a, 7b handelt es sich bevorzugt jeweils um zueinander, insbesondere komplementäre, Schnittstellen. Bevorzugt handelt es sich um serielle Schnittstellen, wie beispielsweise eine CDI, UART, i2C oder SPI- Schnittstelle. Den Schnittstellen 7a, 7b sind zumindest zwei zueinander

komplementäre Kontaktierungselemente 12a, 12b zugeordnet, von denen ein erstes Kontaktierungselement 12a zur Energieversorgung des Adapters 6 mittels elektrischer Energie, und ein zweites Kontaktierungselement 12b zum Austausch von Information bzw. Daten zwischen dem Adapter 6 und dem Transmitter 3, bevorzugt in Form elektrische Signale, dient. Es versteht sich von selbst, dass die Anschlusselemente 7a, 7b aber auch mehr als zwei Kontaktelemente 12a, 12b aufweisen können.

Der Adapter 6 verfügt über eine Kommunikationseinheit 13 mit einer Einheit zur drahtlosen Signalübertragung 14, welche für die hier gezeigte Ausgestaltung durch ein Bluetooth-Modul gegeben ist. Das Bluetooth-Modul ist bevorzugt derart ausgestaltet, dass es dem Protokollstapel Low Energy als„Bluetooth Low Energy" (auch als BTLE, BLE, oder Bluetooth Smart bekannt) oder zumindest dem

Standard„Bluetooth 4.0" genügt. Über den Adapter 6, bzw. über die

Kommunikationseinheit des Adapters 6 kann das Feldgerät mit einer externen Einheit 20, beispielsweise mit einer Leitstelle 4, einer externen Einheit 20, beispielsweise ein fest installiertes Gerät, wie ein Computer, oder eine mobile Einheit, wie z. B. ein Mobiltelefon, Tablet oder Notebook, oder auch mit einem externen Modul, wie beispielsweise einer Anzeige oder einem Diagnosemodul, kommunizieren.

Das Feldgerät 1 , bzw. dessen jeweils relevante Komponenten, können mittels des Adapters 6 sowohl zur unidirektionalen als auch zur bidirektionalen

Kommunikation mit der externen Einheit 20 ausgestaltet sein. Dies betrifft sowohl die Energieversorgung als auch die Übertragung von Informationen. Bei den Informationen handelt es sich beispielsweise um Daten bezüglich einer

Parametrierung des Feldgeräts 1 , welche von der externen Einheit 20 an das Feldgerät 1 gesendet werden, oder auch um mittels des Feldgeräts 1 ermittelte

Messwerte, welche vom Feldgerät 1 an die externe Einheit 20 übertragen werden.

Zur Energieversorgung umfasst der Adapter eine Energiespeicher-Einheit 15, welche zumindest die Kommunikationseinheit 13 mit elektrischer Energie versorgt. Zur drahtlosen Übertragung von Informationen hat die Kommunikationseinheit 13 temporär einen erhöhten Energiebedarf, welcher durch die Zweidraht- Prozessschleife 5 üblicherweise nicht gedeckt werden kann. Bei der

Energiespeichereinheit 15 handelt es sich bevorzugt um einen Kondensator oder um einen Superkondensator. Im fortlaufenden Betrieb wird überschüssige Energie aus der Prozessleitschleife über die Anschlusselemente 7a, 7b in der

Energiespeicher-Einheit 15 zwischengespeichert, die dann auf Bedarf den einzelnen Komponenten des Adapters 6, insbesondere der

Kommunikationseinheit 13 zur Verfügung gestellt wird.

Optional kann zusätzlich eine Batterie 16 vorgesehen werden, welche

beispielsweise, aber nicht zwingend, ebenfalls der Energiespeicher-Einheit 15 zugeordnet werden kann. Diese stellt auf Bedarf zusätzliche Energie zu der über die Prozessschleife 5 eingespeisten Energie zur Verfügung.

Ebenfalls optional ist die Integration einer Einheit zur Strom- und/oder

Spannungsbegrenzung 17. Dies ist insbesondere relevant im Falle, dass das Feldgerät 1 in einer explosionsgefährdeten Atmosphäre eingesetzt werden soll.

Schließlich kann der Adapter noch über eine Recheneinheit 18 verfügen. Mit der Recheneinheit 18 kann beispielsweise die Energieversorgung der

Kommunikationseinheit 13 gesteuert werden, aber auch mittels der

Anschlusselemente 7a,7b, oder im Falle, dass eine bi-direktionalen

Kommunikation möglich ist, ebenfalls über die Kommunikationseinheit

empfangene Informationen weiterverarbeitet und -geleitet werden.

Eine zweite beispielhafte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt. Hier ist der Adapter als integraler Bestandteil des Transmitters 3 ausgestaltet. Wie in Fig. 1 , erfolgt die elektrische Anbindung des Adapters, bzw. seiner Komponenten über die Anschlusselemente 7a, 7b. Bezugszeichenliste

1 Feldgerät, Messgerät

2 Sensoreinheit

3 Transm itter

4 Leitsystem

5 Prozessschleife

6 Adapter

7a, 7b Anschlusselemente

8 Analog-Digital-Wandler

9 Recheneinheit

10 DC-DC-Wandler

1 1 Regeleinheit

12a, 12b Kontaktelemente

13 Kommunikationseinheit

14 Einheit zur drahtlosen Signalübertragung

15 Energiespeicher-Einheit

16 Batterie

17 Einheit zur Strom und/oder Spannungsbegrenzung 18 Recheneinheit

20 externe Einheit