Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
COMPACT TEMPERATURE-CONTROL SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/059372
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a temperature control system that consists of at least two parts, a first part (1) that thermoelectrically generates heat/cold and a second part (2) that transports the heat or cold. The inventive device is further characterized in that at least one of the two parts (1, 2) is provided with means (13, 14) for holding together the two parts.

Inventors:
Glasa, Stefan (Melkerstieg 2 Hamburg, 22559, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/001263
Publication Date:
August 16, 2001
Filing Date:
February 06, 2001
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
Glasa, Stefan (Melkerstieg 2 Hamburg, 22559, DE)
International Classes:
A41D13/005; F25B21/04; (IPC1-7): F25B21/04; A41D13/005
Domestic Patent References:
WO1998003091A1
WO1999058907A1
Foreign References:
AT392728B
EP0346118A2
US4923248A
Attorney, Agent or Firm:
Meier, Frank (Eisenführ, Speiser & Partner Ballindamm 3 Hamburg, 20095, DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche
1. Klimagerät, welches aus mindestens zwei Teilen besteht, einem ersten durch Thermoelektrik Wärme oder Kälte erzeugenden Teil (1) und einem zweiten, Wärme oder Kälte transportierenden Teil (2), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der beiden Teile (1, 2) Mittel (13, 14) zum Zusammenhalten der beiden Teile (1, 2) aufweist.
2. Klimagerät nach Anspruch 1, wobei die Mittel Magnete (13, 14) umfassen.
3. Klimagerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die jeweils zueinander liegenden Außenflächen (15, 16) beider Teile (1, 2) kongruent zueinander sind.
4. Klimagerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die deckungsgleichen Flächen (15, 16) in konkavkonvexer Geometrie zueinander liegen.
5. Klimagerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in den Zentren der Flächen (15, 16) jeweils ein Magnet (13, 14) angeordnet ist.
6. Klimagerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einer Weste zum Kühlen von Körperzonen, vornehmlich im Nackenund Brustbereich, die unter Schutzanzügen getragen wird, in denen der Träger zeitweise unter großer Wärmebelastung steht und durch Schwitzen eine Behinderung erfährt, die die Anwendung des eigentlichen Schutzanzuges stark beeinträchtigt, wobei ein Teil mit der Weste fest verbunden ist und durch das das Kühlmittel der Weste mit einer Pumpe geführt ist und in dem anderem Teil das kälteerzeugende Energieteil liegt, und beide Teile an den gegenüberliegenden Flächen je deckungsgleich konkav und konvex ausgebildet sind und außerhalb einer dieser Flächen mindestens ein Dauermagnet integriert ist.
7. Klimagerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, für diffusionsgehemmte Schutzanzüge mit außen getragenem Klimagerät und innen getragenem Konverter, zum Klimatisieren von Teilzonen des menschlichen Körpers von Personen, die in Schutzanzügen übermäßiger Hitze oder Kälte ausgesetzt sind, wobei die Wärme oder Kä ! teabgebende Oberffäche des eigentlichen Klimagerätes unmittelbar an der Außenseite des zugeordneten Schutzanzuges anliegt und dass eine die Wärme oder Kälte aufnehmende Oberfläche des Konverters unmittelbar an der Innenfläche des zugeordneten Schutzanzuges anliegt.
8. Klimagerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei Leitungen (203a) zum Vorbeileiten der zirkulierenden Luft in dem Konverter an einem Feuchtigkeitsabund/oder Adsorbersystem.
9. Klimagerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein außen getragener klimaerzeugender Teil vorgesehen ist, welcher nach dem physikalischen Prinzip der PeltierTechnik arbeitet, insbesondere Wärme oder Kälte erzeugt.
Description:
<BR> <BR> <P> Kompakt-Klimagerät<BR> ------------------------------------------------------------ --------------------- Die Erfindung bezieht sich auf ein Kompakt-KIlimagerät.

Es sind Kleinklimageräte bekannt, die nach diversen Klimatechniken nach dem Stand der Technik konzipiert sind. Mit diesen Systemen werden vorwiegend kleinere Räume wie Kühlboxen im Freizeitbereich oder Transportbehälter von klimaempfindli- chen Waren wie Lebensmittel entsprechend klimatisiert.

Es sind Anwendungen bekannt, bei denen eine Klimatisierung in geschlossenen Folien-oder textilartigen Behältnisses erforderlich ist. Das können beispielsweise gasdichte Schutzanzüge sein oder Schutzräume, die mit gasdichter Folie umgeben sind für medizinische Anwendungen, wie Brutkästen für Säuglinge etc. Bei diesen bekannten Systemen sind immer Öffnungen in der umgebenden Schutzhülle erforderlich, da die Klimaernergie durch schlauchartige Leitungen transportiert wird.

Durch diese schlauchartigen Leitungen wird je nach Klimasystem Luft oder Flüssigkeit für den Energietransfer gepumpt. Bei vielen derartigen Anwendungen sind diese Klimasysteme, insbesondere durch die notwendigen Schlauchleitungen in dem Einsatz begrenzt und müssen immer nach der Bauart oder der Schutzhülle modifiziert werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein kompaktes Klimagerät zu schaffen, das Klimaenergie in einem geschlossenen folienartigen Schutzraum transportiert, ohne dass bauliche Veränderungen des Schutzraumes nötig sind. Es soll auch als ganz normales, aber zweiteiliges Klimagerät Verwendung finden, ohne irgend eine Modifizierung des Klimagerätes, unabhängig von den verwendeten Art des Kühlmittels.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem Klimagerät der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das Klimagerät aus zwei Teilen besteht, einem je nach Anwendung durch Thermoelektrik Wärme oder Kälte erzeugenden Teil und einem je nach Anwendung Wärme oder Kälte transportierenden Teil, welche mit Magnetkraft zu einem Aggregatverbund zusammengefügt werden.

Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß die geometrische Anordnung beider Teile je nach Anwendung den Austausch von Wärme oder Kälte durch folienartiges Gewebe oder Textilien ermöglicht. Die erfinderische Lösung wird anhand von Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1-7 erläutert.

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Klimagerät, welches aus zwei Hauptteilen besteht, einem klimaerzeugendem Teil 1 und einem Wärmeaustauscher 2. Im folgenden werden die Hauptteile als Teil 1 und Teil 2 bezeichnet. Das klimaerzeu- gende Teil 1 ist nach bekanntem Stand der Technik mit Thermoelektrik konzipiert.

Es besteht aus zwei Thermoelementen 3 und 4, den metallenen Wärmeleitern 5 und 6, einer Isolierschicht 7, Ventilatoren 8 und einer elektrischen Stromquelle in Form von aufladbaren Akkuzellen 9, und dem Gehäuse 10 mit den Öffnungen 11 und 12.

Die Wirkungsweise derartiger klimaerzeugende Systeme ist bekannt und braucht nicht näher erläutert zu werden. Neuartig ist die Integrierung von Magneten 13 in der Wärmeleitfläche 5 und als Metallplatte 14 in Teil 2. Das Teil 2 ist als Wärme- austauscher konzipiert.

In Fig. 3 erkennt man den Aufbau. Es ist ein Metalikörper, dessen äußere Hauptflächen 15 (siehe Fig. 1) formschlüssig der Außenfläche 16 von Teil 1 (siehe Fig. 1) entsprechen. Mit zwei Ventilatoren 17, 18, die mit einer integrierten Stromquelle 19 versorgt werden, wird Luft durch den labyrinthartigen Innenraum geführt 20, welcher stegartige Ausformungen hat. An die Ein-und Ausgänge 21 und 22 kann beispielsweise ein kissenartiges Teil 24 (siehe Fig. 6) gefügt werden, welches mit zu-und abführenden Schläuchen 26 (siehe Fig. 6) verbunden ist, durch das die Luft als Kühitransportmittel im geschlossenen Kreislauf geführt wird.

Bei Inbetriebnahme sind Teil 1 und Teil 2 durch die Wirkung der Magnete 13 und 14-das sind vorzugsweise Permagnentmagnete-zueinander gehalten und als Gesamteinheit zu sehen. Die Haltekraft der Magnete 13, 14 ist so ausgelegt, daß mit Handkraft Teil 1 und 2 getrennt werden können. Die Wärme-bzw. Kälteleistung kann ungehindert von Teil 1 zu Teil 2 geführt werden, da das Material der Kontaktflächen aus gut wärmeleitendem Metall besteht. Kommt zwischen Teil 1 und Teil 2 eine nicht zu dicke Folie 23 oder Textilgewebe zu liegen, wirken die Magnete 13, 14 je nach Feldstärke weiterhin als Verbindung der Teile 1 und 2. Es kann weiterhin ein Wärme-bzw. Kälteaustausch erfolgen.

Versuchsreihen haben ergeben, daß Folien 23 von ca. 1 mm Stärke mit oder ohne Gewebeeinlagen nur einen Wärmeaustauschverlust in Abhängigkeit der eingesetzten Thermoelemente von ca. 5 % im ganzen System verursachen. Bei Versuchen mit Kühlerfordernissen von Körperregionen der Träger von Schutzanzügen 25, wie ABC- Anzügen, hat der indirekte Kühleffekt sehr gut funktioniert (Fig. 4 und Fig. 5, die den Anschnitt A der Fig. 4 zeigt). Wie oben beschrieben, brauchen keine Öffnungen für Schlauchleitungen etc. in diese Schutzanzüge 25 gemacht werden, so dass dieses neuartige Klimasystem sehr vielfältig angewendet werden kann.

Die vielfältige Anwendbarkeit dieser Erfindung zeigt als Fig. 7 einen Kraftfahrzeug- sitz 26 mit dem Kühfkissen 24 und der durch die Magnete 13 und 14 zusammen- gehaltenen Teile 1 und 2 als erkennbaren Aggregatverbund.

Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Klimagerätes-für welche auch unabhängig Schutz beansprucht wird-ist dieses in ein westenför- miges Kleidungsstückes integriert. Dabei kühlt das erfindungsgemäße Klimagerät bei Bedarf Teilzonen des menschlichen Körpers, die einer übermäßigen Hitze ausgesetzt sind.

Diese Anwendung zielt auf Berufsgruppen mit entsprechenden Schutzanzügen, die zeitweise großer Hitze ausgesetzt sind. Das sind u. a. Soldaten mit sogenannten Kampfanzügen, welche gasdicht sind etc. Obwohl die meisten dieser Schutzanzüge teilweise einen Schutz gegen äußere Hitzeeinwirkung aufweisen, kommt es im Innern zu großen Hitzestaus, die negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben bzw. die zu Beeinträchtigungen des Vorhabens führen, zu welchem der Schutzanzug bestimmt ist. Bei Ganzkörper-Schutzanzügen von Soldaten ist die Überhitzung im Innern sehr groß, da aus Tarngründen keine äußere reflektierende Oberfläche des Anzuges gegen Strahlungserwärmung möglich ist. Bei sogenannten chemical-biological warfare suits (chemisch-biologischen Kampfanzügen) der Soldaten ist das oben beschriebene Problem der inneren Überhitzung als sehr große Behinderung aufgetreten.

Es sind Systeme bekannt, die wie Unterkleidung mit einer integrierten Kühlung ausgebildet sind. Die Funktion derartiger Systeme beruht auf Kühftechnik nach dem Stand der Technik, derart, daß dünne Kuhlschlauche in dem Gewebe eingearbeitet sind, durch die Kühlflussigkeit gepumpt wird. Die notwendige Kühlenergie kommt von einem tragbaren Kühlaggregat, welches wie ein Mini-Kühlschrank aufgebaut ist mit allen Varianten der Kühitechnik vom Absorberprinzip bis zur Trockeneis- Speisung. Es sind auch Systeme in der Entwicklung, die mit dem sogenannten Prinzip der Zeolith-Technik arbeiten sollen. Mit diesem Verfahren kühlen beispiels- weise Eisenbahn und Luftfahrt ihre Speisen. Die Verbindung von Weste und Kühlaggregat besteht aus Schlauchleitungen, die durch den Schutzanzug geführt werden. Hierbei sind die Schlauchleitungen mit trennbaren Schlauchkupplungen versehen, die durch eine Öffnung mit Schutzanzug geführt werden. Diese Durchbrüche müssen gasdicht sein. Das ist alles sehr aufwendig. Das Material dieser Schutzanzüge ist aus Gewichtsgründen sehr dünn. Das macht bei derartigen Systemen aufwendige Verstärkungseinlagen notwendig. Es ist ersichtlich, dass diese Systeme teuer in der Herstellung, vom Gewicht her viel zu unhandlich und bei Anwendung für einen Kampfanzug wie oben beschrieben nicht optimal sind.

Die Vorteile dieser Ausführungsform der Erfindung liegen darin, daß eine leichte Weste zur Kühlung des Körpers geschaffen wurde-im folgenden Weste genannt- die sehr günstig in der Herstellung ist, sehr wenig Gewicht hat und minimale Behinderung beim Tragen verursacht und bei jeder Art Schutzanzug benutzt werden kann, ohne daß der Schutzanzug wie oben beschrieben daraufhin eingerichtet werden muß. Es werden nur spezielle Körperteile gekühlt, vornehmlich im oberen hinteren Nackenbereich und vorne im Brustbereich. Dies ist aus medizinischer Kenntnis ausreichend. Auch wird die Dauer der Kühlung bevorzugt begrenzt werden auf ca. zwei Stunden. Dies ist für einen Anwendungsbereich wie Brandeinsatz oder für einen Kampfeinsatz von Soldaten in der Praxis völlig ausreichend. Die zu erreichende Temperaturdifferrenz zur normalen Körpertemperatur sollte bevorzugt ca. 8-12° C nicht überschreiten.

Das Ausführungsbeispiel wird anhand der Zeichnung beschrieben.

Fig. 8 zeigt den Gesamtaufbau einer Weste 101 mit verbundenem Klimagerät oder Kühlaggregat 107. Die Weste 101 wird beim Anlegen durch das Halsloch 102 über den Kopf gezogen und durch eine Bebänderung 105 am (nicht dargestellten) Körper festgeschnürt. Die Weste 101 kann direkt auf der Haut getragen werden oder vorzugsweise über einem dünnen Unterhemd. Man erkennt die eigentlichen Kühizonen 103a im Brustbereich 103 und im Nackenbereich 104. Die Kühlzonen 103a bestehen aus Kühlbahnen 106, in denen sich das Kühlmittel befindet. Die Kühlbahn 106 ist als geschlossener Kreislauf ausgeführt, der durch das Kühl- aggregat 107 über eine aus der eigentlichen Weste 101 heraustretenden Leitung 108 geführt wird. Als Kühlmittel kann sowohl Kühiflüssigkeit oder, wegen der niedrigen Temperaturdifferenz ; auch normale Luft eingesetzt werden.

Das eigentliche Kühlaggregat 107 besteht (wie bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 1-7) aus zwei Hauptteilen. In beiden Teilen befinden sich integrierte Dauermagnete, deren Magnetkraft-unterstützt durch eine geometrisch ineinander- greifende Formgebung-an den Verbindungsflächen normalerweise fest verbunden sind. Diese Dauermagnete haben bekannterweise hohe Haltekräfte, so daß eine sehr feste Verbindung beider Teile entsteht, womit das Aggregat nahezu als einstückig angesehen werden kann. Wie Fig. 8 und Fig. 13 zeigen, bilden Weste 101 und Aggregat 107 eine miteinander verbundene Einheit.

Für eine weitergehende Beschreibung sind die beiden Hauptteile, Teil 101 a und Teil 102a, zum besseren Verständnis in Fig. 9, 12 und 14 getrennt dargestellt. Die Perspektivskizze Fig. 9 zeigt den äußeren Aufbau der Hauptteile. Teil 101a ist mit dem Kühikreis der Weste 101 durch ein kurzes Mundstück 104 (Fig. 9) fest verbunden, in dem sich die Zu-106 und Rückleitung 107 befindet. Teil 101 a ist zum Teil 102a hin kallottenförmig ausgebildet. Außen erkennt man drei Dauerma- gnete 107a an der Kontaktfläche. Die Seitenansicht Fig. 10 zeigt ein Dauermagnet- paar 107, 108, welches durch die Magnetkraft Teil 101 a und 102a fest zusammen- hält. Eine gewünschte Trennung beider Teile erfolgt durch eine integrierte Schraubmechanik 109 (Fig. 10, Fig. 9), mit der die Dauermagneten 107, 108 von Teil 102a etwas in das Gehäuse zurückgezogen werden. Dadurch reduziert sich die Haltekraft beider Dauermagnete 107a, 108 zueinander und beide Teile 101 a, 102a können mit leichter Handkraft voneinander gelöst werden.

Fig. 14 zeigt einen Hauptschnitt durch die getrennten Gehäuseteile 101, 102. Die Kühlenergie wird im Teil 102a erzeugt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein thermoelektrisches Prinzip eingesetzt. Dieses Prinzip ist auch als Peltier-Technik bekannt. Bei dieser Technik wird Kühlt und Wärme gleichzeitig erzeugt. Das Thermoelement 110 liegt mit der kälteerzeugenden Seite an der konkaven Außen- fläche. Die entstehende Wärme an der gegenüberliegenden Seite des Thermoele- mentes 1 10 wird durch einen Ventilator 1 1 2 durch die Öffnungen 116, 117 nach außen abgeführt. Die elektrische Energie wird vorzugsweise durch aufladbar Akkus 114 bereitgestellt. Ein einfacher Ein-und Ausschalter 115 steuert das Kühisystem.

In Teil 101 a befindet sich eine Umwälzpumpe 111, die das Kühlmedium der Weste durch die Zu-106 und Rückleitung 107 durch die Kammer 105 leitet. Die innere Wand der Kalotte 108c ist kammförmig ausgebildet. Diese Kämme 108c ragen in die Kammer 105. Das Material der kammförmigen Wand besteht aus Aluminium und ist daher sehr gut wärmeleitend. Liegen Teil 101 a und 102a dicht ineinander, wie oben beschrieben, findet zwischen Teil 101 a und Teil 102a ein Kälteaustausch statt nach dem Prinzip eines Wärmetauschers.

Für gasdichte Schutzanzüge ist der Einsatz einer Kühlweste der hier beschriebenen Bauart von großem Vorteil, da der Anzug nicht mit speziellen Öffnungen für Schläuche etc. versehen werden muß.

Fig. 11 zeigt die einfache Skizze eines Anzugs 101b mit der innen getragenen Weste 102b und den Küh ! f) ächen 103b sowie den von Teil 102a getrennten Teil 101 a des Klimagerätes. Von außen wird das Teil 102a einfach an Teil 101 a gedrückt. Das folienartige Material 108b des Schutzanzugs 101 b liegt also zwischen den beiden Teilen 101 a und 102a (Fig. 12). Das Material 108b derartiger Schutzanzüge 101 b ist relativ dünn, so daß die Dauermagnete nicht wesentlich in ihrer Haltekraft gemindert werden. Die kalottenförmige Ausgestaltung der Kontaktflächen von Teil 101 a und 102a ergeben eine gute räumliche Orientierung der beiden Teile zueinander. Bei Betrieb des Kühlaggregats mindert das eingeklemm- te Material 108b des Schutzanzugs 101 b den Energietransfer von Teil 102a zu Teil 101 a etwas. Versuche haben ergeben, daß dies von der Leistung her nur am Anfang der Dauer des Kühfvorhabens auftritt und bei den zu erzielenden Tempera- turdifferenzen (8-12° C) von der zur Verfügung stehenden Leistung aufgefangen wird.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung-...-wirkt das Klimagerät mit einem innerhalb eines Kleidungsstückes getragenem Konverter zusammen. Dabei klimatisiert das Klimagerät bei Bedarf Teilzonen des menschlichen Körpers, die in Schutzanzügen übermäßiger Hitze oder Kälte ausgesetzt sind.

Die Anwendung zielt insbesondere auf Soldaten in sogenannten Kampfanzügen, welche gasdichte oder sehr stark diffusionsgehemmte Schutzkleidung tragen.

Obwohl die meisten dieser Schutzanzüge teilweise einen Schutz gegenäußere Hitzeeinwirkung aufweisen, kommt es während des Einsatzes im inneren der Anzüge zu großen Hitzestaus, welches negative Auswirkungen auf das Wohl- befinden hat und schließlich zu Beeinträchtigungen des Vorhabens führt. Ins- besondere bei Schutzanzügen von Soldaten ist die Überhitzung im Inneren sehr groß, da aus Tarngründen keine äußere reflektierende Oberfläche des Anzuges gegen Strahlungserwärmung möglich ist. Bei sogenannten militärischen chemical- biological-warfare-suits (chemisch-biologische Kampfanzügen) ist das oben beschriebene Problem der inneren Überhitzung als sehr große Behinderung aufgetreten.

Es sind Systeme bekannt, die wie Unterkleidung mit einer integrierten Kühlung versehen sind. Die Funktion derartiger Systeme beruht auf Kühitechnik nach dem Stand der Technik derart, daß dünne Kühischläuche in das Gewebe einer speziellen Unterkleidung eingearbeitet sind, durch die Kühlmittel gepumpt wird. Die notwendige Kühlenergie stammt von einem tragbaren Kühlaggregat, welches wie ein Mini-Kühischrank aufgebaut ist mit allen Varianten der Kühitechnik vom Absorberprinzip bis zur Trockeneis-Speisung. Es sind auch Systeme in der Entwicklung, die mit dem sogenannten Prinzip der Zeolith-Technik arbeiten. Mit diesem Verfahren kühlen beispielsweise Eisenbahn und Luftfahrt ihre Speisen. Die Verbindung zwischen innerer Kühikleidung und Kühlaggregat besteht aus Schlauchleitungen, die durch den Schutzanzug geführt werden. Hierbei sind die Schlauchleitungen mittrennbaren Schlauchkupplungen versehen. Die Durchbrüche müssen gasdicht sein, was sich konstruktionstechnisch sehr aufwendig gestaltet.

Da das Material von Schutzanzügen aller Art aus Gewichtsgründen sehr dünn ist, benötigt man bei derartigen Systemen zusätzlich aufwendige Verstärkungseinlagen. Es ist ersichtlich, daß diese Systeme teuer in der Herstellung und vom Gewicht her viel zu unhandlich sowie bei Anwendungen in Verbindung mit Kampfanzügen wie oben beschrieben nicht optimal sind.

Es sind Systeme in der Entwicklung, die die ganze Innenluft austauschen. Auch das bedingt umständliche Zuführungsschläuche und zusätzlich zur eigentlichen Klimaeinheit noch schwere Filtereinheiten, die die kontaminierte Außenluft aufwendig dekontaminieren. Die Mobilität der Anwender ist bei Verwendung dieser Systeme sehr stark behindert. Gerade Soldaten müssen unabhängig vom Kampfauftrag ausgesprochen mobil sein und sollten zusätzlich zu ihren einsatz- bedingten Ausrüstungen wie Waffen, Munition etc. nicht zusätzlich mit schweren Klimaaggregaten und Filtersystemen ausgestattet werden.

Vorteile dieser Ausführungsform der Erfindung ist die Bereitstellung eines kompakten, sehr leichten Klimasystems, welches keine der oben beschriebenen Nachteile aufweist und gleichzeitig universal unabhängig von der Bauart des verwendeten Schutzanzuges eingesetzt werden kann.

Im folgenden werden anhand der Zeichnung mehrere Ausführungsbeispiele erläutert. Fig. 15-17 zeigt schematisch einen Soldaten, der mit einem zur Zeit verwendeten sog. NBC-Schutzanzug dargestellt ist. Diese Anzüge sind in Oberkörper-und Beinbekleidung geteilt. Die gestrichelte Linie zeigt den Anwender 202d, den Anzug 201 d, der mit einem Gürtel 203d geschnürt ist, an dem das eigentliche Klimagerät 204d außen befestigt ist.

Die Funktion des Klimasystems ist in Fig. 18 dargestellt. Das Klimasystem besteht aus zwei Hauptteilen, dem je nach Bedarf Wärme oder Kälte erzeugenden Teil 201 e und dem Konverter als Teil 202e. Im Folgenden werden die Teile als Teil 201 e und Teil 202e bezeichnet. Beide Teile 201 e, 202e sind in einem Längsschnitt dargestellt. Man erkennt die muldenförmige Ausgestaltung 21 2d des Teils 201 e und die konvexe kongruent zu Teil 201 e geformte Oberfläche 213d von Teil 202e.

Durch mindestens einen verschiebbaren Dauermagneten 209d und mindestens eine Metallplatte aus Stahl 218d können Teil 201 e und Teil 202e zusammen gehalten werden, so daß die beiden Teile 201 e, 202e als einstückig angesehen werden können. Teil 201 e befindet sich außerhalb des Anzuges und Teil 202e innerhalb, wobei das eigentliche Anzugmaterial 203e zwischen den Teilen 201 e und 202e je nach Anwendung als Wärme-oder Kältebrücke eingeklemmt wird. Auch wenn zwischen den Teilen 201 e und 202e ein nicht übermäßig dicker Textilstoff 203e zuliegen kommt, reichen die Magnetkräfte aus, beide Teile miteinander zu verbinden. Die Thermoelementtechnik ist bei diesem Ausführungsbeispiel als Wärme-oder Kälteerzeuger verwandt worden. Man erkennt in Fig. 18 die Thermoelemente 204e, die je nach Anwendung Wärme oder Kälte leitenden Metallkörper 205d, 206d die Ventilatoren 207d, die elektrische Stromversorgung 1 Od in Form von Hochleistungsakkus, die Funktionssteuerung 11 d und die Lüftungsschlitze 208d, 209d.

Die Wärme-oder Kälteleistung geht von Teil 201 e zu Teil 201 e, wenn beide Teile 201 e, 202e verbunden sind und wird auch nur marginal reduziert, wenn der Textilstoff 203e des Schutzanzuges zwischen den Teilen 201 e und 202e geklemmt ist. Ein Ventilator 21 6d mit einer Stromversorgung 217d ermöglicht, daß Luft durch die stegartige Ausformung 214d durch Öffnungen 215d geleitet werden kann. Die zueinanderweisenden Flächen von Teil 202 (13d) und Teil 201 e (5d) bestehen aus einem gut wärmeleitenden Metall. So ist ersichtlich, daß Teil 202e als sog. Wärme- austauscher zu verstehen ist. Anhand der Fig. 19, welche unten noch näher erläutert wird, läßt sich die Funktion gut ableiten.

In Anbetracht des bisher Beschriebenen ist die Vorteilhaftigkeit dieser Ausführungs- form gut zu erkennen, wenn die Konfiguration in den Fig. 15-17 nun beschrieben wird. Zwischen dem Anzug 201 d und dem Anwender 202d befindet sich eine eingeschlossene Luftschicht 205d, deren Volumen dem körpernahen Anliegen des Anzuges 201 d entspricht. Wie beschrieben kann Wärme oder Kälte mit marginalem Verlust durch den Anzugstoff gelangen, wenn er zwischen Teil 201 e und Teil 202e zuliegen kommt. So kann Teil 201 e flexibel an verschiedenen Orten außerhalb des Anzuges getragen und Teil 202e entsprechend im Schutzanzug 201d gegenüber Teil 201 befestigt werden. Das Luftvolumen wird mittels der Ventilatoren durch Teil 202 geführt und entsprechend temperiert, wodurch eine Klimatisierung der Innenluft ohne Durchbrüche im Anzug 201 d erreicht wird. So können selbst bauartlich unter- schiedliche Anzüge 201d Verwendung finden, ohne umständlich modifiziert werden zu müssen.

Eine Temperatur des inneren Luftvolumens von ca. 25° ist für ein Wohlbefinden ausreichend. Zusätzlich kann die temperierte Luft an ein sogenanntes kombiniertes Ad-und Absorbermaterial, im folgenden mit AA bezeichnet, vorbei geführt werden, welches zusätzlich zur Temperierung deren Feuchtigkeitsgehalt reduziert. In Fig. 19 und 20 ist dies dargestellt. Vorzugsweise an den Aus-oder Eingängen des Konverters ist eine Aufnahme 208f vorgesehen, in die ein magazinartiges AA eingesteckt wird. Das AA bindet die Luftfeuchte und kann zusätzlich das Mehrfache des eigenen Volumens an kondensiertem Transpirationswasser speichern. Fig. 20 zeigt im Längsschnitt das magazinartige AA-Teil 21 Of, bevor es eingesetzt wird.

Es befindet sich vorzugsweise in einer luftdicht verschlossenen Box, deren Ver- schlußdeckel 213f vor Gebrauch abgenommen wird, so daß die Luft an dem AA vorbeiströmen kann. Da das AA stark hygroskopisch ist, wird die Feuchtigkeit im AA gebunden. Fallen aufgrund der Kühlwirkung größere Mengen an flüssiger Feuchtigkeit an, wird diese ebenfalls im AA gebunden. Dabei kann sich das Volumen vergrößern 211f. Durch Mehrteiligkeit des AA-Gehäuses 21 2f kann sich das Gehäuse teleskopartig vergrößern und größere Mengen an Flüssigkeit binden.

Um zu gewährleisten, daß die Innenluft des Anzuges auch im Bereich eng anliegnder Kleidungsteile, vornehmlich unter außen getragenen Gurtsystemen zirkuliert, kann der Anwender auch wie in Fig. 8 dargestellt auch dünnes Abstandsgewebe in Form einer Weste mit Halsloch 202 tragen. Vorzugsweise kann die Weste mit AA-Material versehen werden, welches die Transpirationsfeuchtigkeit unmittelbar in Körpernähe ad-und absorbieren kann. In diesem Fall hätte die AA- Weste die gleiche Funktion wie die in Fig. 20 dargestellte AA-Box. Beide beschriebenen AA-Systeme sind kostengünstig und als sogenannte Einwegsysteme zu verstehen.

Um eine räumlich günstige Luftzirkulation innerhalb des gesamten Innenraumes zu ermöglichen, kann wie in Figur 21 und 22 dargestellt beispielsweise ein Luftver- teilungsgürtel 203g, der mit dem Teil 202g verbunden ist, verwendet werden. Wie beschrieben kann Teil 201 e und Teil 202e auch als nahezu einstückiges Klimagerät verwandt werden und z. B. bei nicht absolut gasdichter K ! eidung außen getragen werden (Fig. 1-3) und mit einer schlauchartigen Zuführung 208d eine Temperie- rung des inneren Luftvolumens des Schutzanzuges erreicht werden.