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Title:
COMPACTOR ASSEMBLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/081417
Kind Code:
A1
Abstract:
According to different embodiments, a compactor assembly (100, 400a, 500a to 700b, 900) can comprise the following: a mounting structure (204); a compactor (102) carried by the mounting structure (204), wherein the compactor (102) has a compacting mechanism (112) for compacting containers and a drive (112a) for driving the compacting mechanism (112); and a support assembly (404) having a spring-elastic torque support (404k) by means of which the compacting mechanism (112) is supported on the mounting structure (204) in a vibration-decoupled manner.

Inventors:
HARTUNG, Domenic (Geragasse 2, Molsdorf, 99094, DE)
Application Number:
EP2018/078869
Publication Date:
May 02, 2019
Filing Date:
October 22, 2018
Export Citation:
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Assignee:
WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH (Heinz-Nixdorf-Ring 1, Paderborn, 33106, DE)
International Classes:
B30B9/32; B02C4/42; B30B15/00; G07F7/06
Foreign References:
DE102011052633B32012-09-13
EP3208214A12017-08-23
DE1757525A11972-04-20
CN102228848B2014-04-16
JPH06246496A1994-09-06
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
VIERING, JENTSCHURA & PARTNER MBB (Am Brauhaus 8, Dresden, 01099, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900), aufweisend:

• ein Tragegestell (204);

• einen Kompaktor (102), welcher mittels des Tragegestells (204) getragen wird, wobei der Kompaktor (102) ein Kompaktierwerk (112) zum Kompaktieren von Behältern und einen Antrieb (112a) zum Antreiben des Kompaktierwerks (112) aufweist, wobei das Kompaktierwerk (112) eine Welle (602), welche mit dem Antrieb (112a) gekuppelt ist, und eine

Kompaktierwalze (112w), welche mittels der Welle (602) gelagert ist, aufweist, und wobei das Kompaktierwerk (112) ferner eine Zuführvorrichtung (112t) aufweist, welche mit der Welle (602) gekuppelt ist, zum Zuführen von Behältern zu der Kompaktierwalze (112w); und

• eine Abstützanordnung (404), welche eine federelastische Drehmomentstütze (404k) aufweist, mittels welcher das Kompaktierwerk (112) auf dem

Tragegestell (204) schwingungsentkoppelt abgestützt ist.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß Anspruch 1, wobei die Abstützanordnung (404) ferner zumindest eine Einsteckkupplung (702, 702o) aufweist und/oder bereitstellt.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei ein Formschlusselement (702) der Einsteckkupplung (702, 702o) eine größere Steifigkeit aufweist als die Drehmomentstütze (404k).

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß Anspruch 2 oder 3, wobei die Abstützanordnung (404) ein erstes Formschlusselement (702) aufweist, welches mit der Drehmomentstütze (404k) verbunden ist;

wobei das Tragegestell (204) und/oder das Kompaktierwerk (112) ein zu dem ersten Formschlusselement (702) komplementäres zweites Formschlusselement (702o) aufweisen, und

wobei das erste Formschlusselement (702) und das zweite Formschlusselement (702o) ineinandergesteckt die Einsteckkupplung (702) bereitstellen.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4,

wobei die Abstützanordnung (404) ferner zumindest eine zusätzliche

Drehmomentstütze (404k) aufweist, welche in einer Richtung parallel zu einer Drehachse (402a) des Kompaktierwerks (112) neben der federelastischen

Drehmomentstütze (404k) angeordnet ist.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5,

wobei die Abstützanordnung (404) dem Kompaktierwerk (112) einen

Rotationsfreiheitsgrad (501) relativ zu dem Tragegestell (204) bereitstellt, und wobei eine Schwingung des Kompaktierwerks (112) gemäß dem

Rotationsfreiheitsgrad (501) gedämpft und/oder begrenzt wird mittels der federelastischen Drehmomentstütze (404k).

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6,

wobei die Abstützanordnung (404) ein Radiallager aufweist, mittels welchem die Welle (602) auf dem Tragegestell (204) abgestützt ist; und

wobei der Antrieb (112a) mittels eines Festlagers auf dem Tragegestell (204) abgestützt ist, wobei das Festlager und/oder das Radiallager eine größere Steifigkeit aufweisen als die Drehmomentstütze (404k).

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7,

wobei die Zuführvorrichtung (112t) ein Transportband aufweist.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8,

wobei das Kompaktierwerk (112) ferner eine Schaufelradzuführung (902), welche mit der Welle (602) gekuppelt ist, zwischen der Zuführvorrichtung (112t) und der Kompaktierwalze (112w) aufweist.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, ferner aufweisend:

eine Transportvorrichtung (200t) zum Transportieren von Behältern zu dem

Kompaktierwerk (112) und/oder daran vorbei.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß Anspruch 10, ferner aufweisend:

eine Selektiervorrichtung (200s), welche zum selektiven Auswählen von mittels der Transportvorrichtung (200t) transportierten Behältern und zum Zuführen der ausgewählten Behälter zu dem Kompaktor (102) eingerichtet ist.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11,

wobei das Tragegestell (204) ein erstes Tragegestellteil (404a) und ein zweites Tragegestellteil (404b) aufweist,

wobei das erste Tragegestellteil (404a) einen Aufnahmeraum (1201) zum Aufnehmen des zweiten Tragegestellteils (404b) aufweist,

wobei das zweite Tragegestellteil (404b) den Kompaktor (102) trägt und, in dem Aufnahmeraum (1201) aufgenommen, mit dem ersten Tragegestellteil (404a) gekuppelt ist.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß Anspruch 12, ferner aufweisend:

mehrere Schwingungsdämpfer (1402), mittels denen das erste Tragegestellteil (404a) und das zweite Tragegestellteil (404b) schwingungsgedämpft miteinander gekuppelt sind. 14. Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900), aufweisend:

• ein Tragegestell (204);

• einen Kompaktor (102), welcher mittels des Tragegestells (204) getragen wird, wobei der Kompaktor (102) ein Kompaktierwerk (112) zum

Kompaktieren von Behältern und einen Antrieb (112a) zum Antreiben des Kompaktierwerks (112) aufweist; und

• eine Abstützanordnung (404), welche eine federelastische Drehmomentstütze (404k) aufweist, mittels welcher das Kompaktierwerk (112) auf dem

Tragegestell (204) schwingungsentkoppelt abgestützt ist.

Kompaktoranordnung (100, 400a, 500a bis 700b, 900) gemäß Anspruch 14, wobei die Abstützanordnung (404) ein erstes Formschlusselement (702) aufweist, welches mit der Drehmomentstütze (404k) verbunden ist;

wobei das Tragegestell (204) und/oder das Kompaktierwerk (112) ein zu dem ersten Formschlusselement (702) komplementäres zweites Formschlusselement (702o) aufweisen, und

wobei das erste Formschlusselement (702) und das zweite Formschlusselement (702o) ineinandergesteckt eine Einsteckkupplung (702) bereitstellen.

Description:
Beschreibung Kompaktoranordnung Die Erfindung betrifft eine Kompaktoranordnung.

Im Allgemeinen werden zum Kompaktieren von Objekten verschiedene Konzepte verwendet, wobei die Objekte zerteilt, gepresst und/oder auf eine andere Art umgeformt werden, um deren Platzbedarf zu verringern. Aufgrund des eingeführten Pfandsystems für Einweg- und Mehrwegbehälter (z.B. Flaschen, Dosen, Gläser, etc.) werden zunehmend automatisierte Rücknahmesysteme verwendet, um die Rücknahme großer Mengen an Behältern logistisch einfach zu gestalten. Derartige Rücknahmesysteme können die Behälter beispielsweise nach Art und/oder Material sortieren. Ferner können verschiedene Optionen für die Rücknahme von Einzelbehältern oder Gebinden (z.B. einem Kasten, etc.) vorgesehen sein. In der Regel kann es erforderlich oder hilfreich sein, die Behälter zu zerkleinern, um einen effizienten Abtransport dieser zu ermöglichen. Dabei können nicht nur Einweg-Kunststoffbehälter, sondern auch Einweg-Glasbehälter, kompaktiert werden. Mehrwegbehälter und Mehrweggebinde werden in der Regel separat gesammelt und abtransportiert ohne diese zu kompaktieren. In der Lebensmittelindustrie werden die leeren Behälter auch als Leergut bezeichnet und das Rücknahmesystem als

Leergutrücknahmeanlage oder Leergutrücknahmeautomat.

Das Kompaktieren erfolgt herkömmlicherweise in einem Kompaktierwerk, mittels dessen eine Kraft auf den zu kompaktierenden Behälter ausgeübt wird. Üblicherweise wird die Kraft mittels eines elektrischen Motors erzeugt, welcher ein Drehmoment auf das

Kompaktierwerk überträgt.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen wurde erkannt, dass beim Kompaktieren je nach Stabilität des zu kompaktierenden Behälters hohe Belastungsschwankungen auftreten können, welche auf die umliegenden Bauteile abgeleitet werden.

Werden eine Vielzahl verschiedener Behälter kompaktiert, kann deren Stabilität und Widerstandskraft untereinander verschieden sein. Ein widerstandsfähiger Behälter, welcher in den Kompaktor gerät, kann eine höhere Kraft zu seiner Kompaktierung benötigen, als ein weniger stabiler Behälter. Die höhere Kraft muss von dem Motor aufgebracht, auf das Kompaktierwerk übertragen werden und beide müssen gegen eine Ausgleichsbewegung zueinander gesichert werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich drehende Teile des Kompaktors, z.B. Drehlager sowie Wellen, verkanten und/oder beschädigt werden. Die Belastungsschwankungen im Betrieb des Kompaktierwerks führen zu Lastspitzen, welche bei der Auslegung des Kompaktierwerks berücksichtigt werden müssen. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen wurde erkannt, dass die Auslegung des

Kompaktierwerks auf große Lastspitzen stabilere und damit schwere Bauteile (z.B. dickere Wellen, stärkere Profilträger, usw.) benötigt, welche aufgrund ihres höheren Gewichts wiederum die Montage und Demontage der Kompaktoranordnung erschweren. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen wird eine Kompaktoranordnung bereitgestellt, welche die auftretenden Kräfte besser verteilt und federelastisch aufnimmt, was die Belastung einzelner Bauteile reduziert, so dass diese leichter ausgelegt werden können. Anschaulich werden der Motor und das Kompaktierwerk drehmomentgesichert gegeneinander abgestützt. Ferner werden die beim Betrieb auftretenden Schwingungen von der Kompaktoranordnung besser absorbiert, was den Geräuschpegel und Vibrationen reduziert. Dies schont die Kompaktoranordnung, z.B. deren elektrische Bauteile.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann eine Kompaktoranordnung Folgendes aufweisen: ein Tragegestell; einen Kompaktor, welcher mittels des Tragegestells getragen wird, wobei der Kompaktor ein Kompaktierwerk (z.B. ein Schneid-Press-Werk) zum Kompaktieren von Behältern und einen Antrieb zum Antreiben des Kompaktierwerks aufweist; und eine Abstützanordnung, welche eine federelastische Drehmomentstütze aufweist, mittels welcher das Kompaktierwerk auf dem Tragegestell

schwingungsentkoppelt abgestützt ist.

Der Antrieb kann einen elektrischen Motor und optional ein Getriebe aufweisen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung ferner eine Linearführung aufweisen, welche eine Verformungsrichtung der Drehmomentstütze definiert.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann sich die Linearführung durch die

Drehmomentstütze hindurch erstrecken oder in dieser integriert sein. Dies erleichtert die Montage.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung ferner zumindest eine (z.B. formschlüssige) Einsteckkupplung (auch als Steckverbindung bezeichnet) aufweisen und/oder bereitstellen. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann ein Formschlusselement der

Einsteckkupplung eine größere Steifigkeit aufweisen als die Drehmomentstütze. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung ein erstes

Formschlusselement aufweisen, welches mit der Drehmomentstütze verbunden (z.B. daran befestigt) ist; wobei das Tragegestell und/oder das Kompaktierwerk ein zu dem ersten Formschlusselement komplementäres zweites Formschlusselement aufweisen, und wobei das erste Formschlusselement und das zweite Formschlusselement ineinandergesteckt die Einsteckkupplung (702) bereitstellen (z.B. bilden).

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung ferner zumindest eine zusätzliche Drehmomentstütze aufweisen, welche in einer Richtung parallel zu einer Drehachse des Kompaktierwerks neben der federelastischen Drehmomentstütze

angeordnet ist (z.B. in einem Abstand von dieser). Damit lassen sich Querkräfte besser aufnehmen und verteilen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung dem

Kompaktierwerk einen Rotationsfreiheitsgrad relativ zu dem Tragegestell bereitstellen, wobei eine Schwingung des Kompaktierwerks gemäß dem Rotationsfreiheitsgrad gedämpft und/oder begrenzt wird mittels der federelastischen Drehmomentstütze.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann eine Steckrichtung der Einsteckkupplung tangential zu dem Rotationsfreiheitsgrad sein.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das Kompaktierwerk eine Welle aufweisen, welche mit dem Antrieb (z.B. dem Motor und/oder dem Getriebe) gekuppelt ist; wobei das Kompaktierwerk ferner eine Kompaktierwalze (zumindest eine Schneidrolle, zumindest eine Pressrolle und/oder zumindest eine Schneid-Press-Rolle aufweisend) aufweist, welche mittels der Welle gelagert ist.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung ein Radiallager (z.B. ein Radiaxiallager) aufweisen, mittels welchem die Welle auf dem Tragegestell abgestützt ist; wobei der Antrieb (z.B. der Motor) mittels eines Festlagers auf dem

Tragegestell abgestützt ist, und wobei das Festlager und/oder das Radiallager eine größere Steifigkeit aufweisen als die Drehmomentstütze. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das Kompaktierwerk ferner eine

Zuführvorrichtung aufweisen, welche mit der Welle gekuppelt ist, zum Zuführen von Behältern zu der Kompaktierwalze. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Zuführvorrichtung ein Transportband aufweisen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das Kompaktierwerk ferner eine

Schaufelradzuführung, welche mit der Welle gekuppelt ist, zwischen der

Zuführvorrichtung und der Kompaktierwalze aufweisen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung ferner aufweisen: eine Transportvorrichtung zum Transportieren von Behältern zu dem

Kompaktierwerk und/oder daran vorbei.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung ferner aufweisen: eine Selektiervorrichtung, welche zum selektiven Auswählen von mittels der Transportvorrichtung transportierten Behältern und zum Zuführen der ausgewählten Behälter zu dem Kompaktor eingerichtet ist (z.B. Behältertyp-abhängig).

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das Tragegestell ein erstes Tragegestellteil und ein zweites Tragegestellteil aufweisen, wobei das erste Tragegestellteil einen

Aufnahmeraum zum Aufnehmen des zweiten Tragegestellteils aufweist, wobei das zweite Tragegestellteil den Kompaktor trägt und, in dem Aufnahmeraum aufgenommen (z.B. mit dem ersten Tragegestellteil zusammengefügt), mit dem ersten Tragegestellteil (z.B. lösbar) gekuppelt ist. Damit lässt sich eine bessere Schwingungsentkopplung erreichen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung ferner aufweisen: mehrere Schwingungsdämpfer, mittels denen das erste Tragegestellteil und das zweite Tragegestellteil schwingungsentkoppelt miteinander gekuppelt sind. Dies kann die Schwingungsdämpfung erhöhen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung ferner aufweisen: mehrere Standelemente, mittels denen das erste Tragegestellteil in einem Abstand von einem Untergrund abgestützt ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im

Folgenden näher erläutert. Es zeigen

Figur 1 A und Figur 1B einen Kompaktor gemäß verschiedenen Ausführungsformen in verschiedenen schematischen Ansichten;

Figur 2A und Figur 2B eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in verschiedenen schematischen Ansichten; Figur 3A und Figur 3B jeweils eine Leergutrücknahmeanlage gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht;

Figur 4A und Figur 4B jeweils eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in verschiedenen schematischen Ansichten;

Figur 5A, Figur 5B und Figur 6A jeweils eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Seitenansicht oder

Querschnittsansicht; Figur 6B eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen Ausführungsformen in einer schematischen Draufsicht oder Querschnittsansicht;

Figur 7A und 7B, Figur 8A und 8B sowie Figur 9 jeweils eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht;

Figur 10A und 10B sowie 11B jeweils eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht; Figur I IA, Figur 12A und 12B jeweils ein Tragegestell gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht;

Figur 13A und 13B jeweils eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht;

Figur 14 ein Tragegestell gemäß verschiedenen Ausführungsformen in einer

schematischen Querschnittsansicht oder Seitenansicht; und Figur 15 ein Tragegestell mit einem Kompaktor gemäß verschiedenen Ausführungsformen in einer schematischen Ansicht.

In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, die Teil dieser bilden und in denen zur Veranschaulichung spezifische

Ausführungsformen gezeigt sind, in denen die Erfindung ausgeübt werden kann. In dieser Hinsicht wird Richtungsterminologie wie etwa„oben",„unten",„vorne",„hinten", „vorderes",„hinteres", usw. mit Bezug auf die Orientierung der beschriebenen Figur(en) verwendet. Da Komponenten von Ausführungsformen in einer Anzahl verschiedener Orientierungen positioniert werden können, dient die Richtungsterminologie zur

Veranschaulichung und ist auf keinerlei Weise einschränkend. Es versteht sich, dass andere Ausführungsformen benutzt und strukturelle oder logische Änderungen

vorgenommen werden können, ohne von dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es versteht sich, dass die Merkmale der hierin beschriebenen verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen miteinander kombiniert werden können, sofern nicht spezifisch anders angegeben. Die folgende ausführliche Beschreibung ist deshalb nicht in einschränkendem Sinne aufzufassen, und der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung wird durch die angefügten Ansprüche definiert. Im Rahmen dieser Beschreibung werden die Begriffe "verbunden", "angeschlossen" sowie "gekoppelt" verwendet zum Beschreiben sowohl einer direkten als auch einer indirekten Verbindung (z.B. ohmsch und/oder elektrisch leitfähig, z.B. einer elektrisch leitfähigen Verbindung), eines direkten oder indirekten Anschlusses sowie einer direkten oder indirekten Kopplung. In den Figuren werden identische oder ähnliche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen, soweit dies zweckmäßig ist.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann der Begriff "gekoppelt" oder "Kopplung" im Sinne einer (z.B. mechanischen, hydrostatischen, thermischen und/oder elektrischen), z.B. direkten oder indirekten, Verbindung und/oder Wechselwirkung verstanden werden. Mehrere Elemente können beispielsweise entlang einer Wechselwirkungskette miteinander gekoppelt sein. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann "gekuppelt" im Sinne einer mechanischen (z.B. körperlichen bzw. physikalischen) Kopplung verstanden werden, z.B. mittels eines direkten körperlichen Kontakts. Eine Kupplung kann eingerichtet sein, eine mechanische Wechselwirkung (z.B. Kraft, Drehmoment, etc.) zu übertragen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann eine Kompaktoreinrichtung mit einem auf einem Tragegestell montierten Kompaktor bereitgestellt sein oder werden, wobei der Kompaktor einen Motor mit einer Motorwelle und ein Schneidwerk zum Verkleinern eines Gebindes aufweist, wobei das Schneidwerk ein oder eine Mehrzahl von Schneidmessern aufweist, die auf der Motorwelle gelagert sind, und eine federnde Abstützung, die das Schneidwerk drehmomentabgestützt auf dem Tragegestell lagert. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann der Kompaktoranordnung eine bessere Kraftverteilung, eine bessere Schwingungsdämpfung, eine bessere Abfederung von Lastspitzen (z.B. bei der PET- Verarbeitung) und/oder eine doppelte Entkoppelung der Schwingungen (z.B. zwischen mehreren Tragegestellteile und mittels der

Drehmomentstütze) und damit Reduktion von Geräuschen bereitgestellt sein oder werden.

Als Schwingungsentkopplung kann verstanden werden, dass die Übertragung von

Schwingungen zwischen zwei miteinander gekuppelten Bauteilen gehemmt wird. Mit anderen Worten kann eine Schwingung, welche von einem Bauteil auf das andere mittels deren Kupplung untereinander übertragen wird (auch als Schwingungsübertragung bezeichnet), reduziert werden. Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem der

Querschnitt der Kupplung, bzw. die Kontaktfläche und/oder Kupplungsfläche der beiden Bauteile untereinander, reduziert wird. Alternativ oder zusätzlich kann deren Kupplung untereinander eine gewisse Relativbewegung der beiden Bauteile zueinander zulassen (z.B. innerhalb der Grenzen der Kupplung und/oder kraftschlüssig), so dass eine Auslenkung des einen Bauteils nur teilweise auf das andere übertragen wird.

Als Schwingungsdämpfung kann verstanden werden, dass die Übertragung von

Schwingungen zwischen zwei Bauteilen gedämpft wird. Die Schwingungsdämpfung entzieht der Schwingung im Zeitverlauf Energie und wandelt die entzogene Energie in Wärme um (auch als Dissipation bezeichnet). Eine Schwingung beruht im Allgemeinen auf der Wechselbeziehung zweier Energieformen, z.B. werden bei einer mechanischen

Schwingung kinetische Energie und potentielle Energie zyklisch ineinander umgewandelt. Die Schwingungsdämpfung bewirkt, dass bei jedem Umwandlungszyklus ein Teil der umgewandelten Energie in eine dritte Energieform (z.B. Wärmeenergie) abgezweigt wird. Mit größerer Schwingungsdämpfung verliert die Schwingung schneller an Energie, was deren Abklingzeit verringert, und somit ebenso dazu beträgt, dass deren Übertragung gehemmt wird.

Fig.lA und Fig.lB veranschaulichen einen Kompaktor 102 gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Querschnittsansicht 100a und einer

schematischen Draufsicht 100b. Ein Kompaktor 102 kann als funktionelle Baugruppe einer Leergutrücknahmeanlage verstanden werden. Der Kompaktor 102 kann beispielsweise eingerichtet sein, zumindest einen Teil des der Leergutrücknahmeanlage zugeführten Leerguts 104 (auch als Behälter bezeichnet) zu kompaktieren, d.h. dessen Platzbedarf zu verringern. Dies kann

beispielsweise erfolgen, indem das Leergut umgeformt und/oder gepresst (z.B. in eine flache Form gedrückt) wird. Das kompaktierte Leergut 104k kann in einem Frachtbehälter 152 gesammelt werden, welcher beispielsweise unter dem Kompaktor 102 angeordnet sein oder werden kann. Beispielsweise kann das kompaktierte Leergut 104k nach unten aus dem Kompaktor 102 ausgeworfen 101s werden.

Das Leergut 104 (oder mit anderen Worten ein oder mehrere Behälter) kann in dem Zusammenhang als entleerte Verkaufsverpackung und/oder Verkaufsbehälter verstanden werden, wie etwa Einwegflaschen, Einwegpfandflaschen, Getränkedosen,

Mehrwegflaschen und Ähnliches. Die Leergutrücknahmeanlage kann beispielsweise Teil einer Leergut-Rückführungskette sein, welche das Leergut beispielsweise einer

Wiederverwendung oder einer Verwertung (z.B. zur Rohstoff-Rückgewinnung) zuführt.

Der Kompaktor 102 kann mindestens ein Kompaktierwerk 112 (anschaulich eine

Vorrichtung zum Verringern des Platzbedarfs), auch bezeichnet als Schneidwerk 112, aufweisen, mittels dessen das Leergut 104 kompaktiert wird. Das Kompaktierwerk 112 kann zumindest eine Kompaktierwalze 112w (z.B. eine Einzel-Kompaktierwalze, mehrere gegenläufige Kompaktierwalzen, etc.) und einen Antrieb 112a (z.B. einen elektrischen Motor oder ähnliches aufweisend) aufweisen zum Antreiben der Kompaktierwalze 112w. Optional kann das Kompaktierwerk 112 eine Zuführvorrichtung 112t aufweisen zum Zuführen 101t des Leerguts 104 in Richtung der Kompaktierwalze 112w.

Die Zuführvorrichtung 112t kann einen Bandförderer aufweisen oder ein Bandförderer sein. Der Bandförderer kann beispielsweise ein Transportband (z.B. einen Gurt, ein Kettenband oder Ähnliches; es ist anzumerken, dass auch mehrere Bänder, Gurte oder dergleichen zur Realisierung des Transportbandes vorgesehen sein können, wobei die mehreren Bänder, Gurte oder dergleichen auf gemeinsamen Spannrollen gespannt sein können oder jeweils auf separate Spannrollen, die optional gemeinsam in gleicher Weise angesteuert werden können) aufweisen, auf welchem das Leergut 104 transportiert wird. Das Transportband kann mittels mehrerer Transportrollen (auch als Tragrollen bezeichnet) abgestützt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Zuführvorrichtung 112t einen

Rollenförderer aufweisen, welcher eine Vielzahl von Transportrollen aufweist, welche eine Transportfläche bereitstellen, auf welcher das Leergut 104 transportiert wird. Es können alternativ oder zusätzlich noch andere Förderertypen verwendet werden, welche geeignet zum Transport des Leerguts 104 sind. Optional kann die Transportvorrichtung ein

Schaufelrad (nicht dargestellt) aufweisen, welches eingerichtet ist, das transportierte Leergut 104 zu der Kompaktierwalze 112w zu führen. Ferner kann optional auch eine Rutsche als Zuführvorrichtung 112t verwendet werden, auf welcher das Leergut 104 in Richtung der Kompaktierwalze 112w rutscht.

Ferner kann das Kompaktierwerk 112 eine Vielzahl anderer Bauteile aufweisen, z.B. Schutzbleche, Blenden, Lager, Führungselemente und Ähnliches, welche zum Betreiben des Kompaktierwerks 112 hilfreich sein können.

Fig.2A und Fig.2B veranschaulichen eine Kompaktoranordnung 100 gemäß verschiedenen Ausführungsformen in einer schematischen Seitenansicht 200a oder Querschnittsansicht 200a und einer schematischen Draufsicht 200b. Der Kompaktor 102 kann Teil der Kompaktoranordnung 100 sein. Die

Kompaktoranordnung 100 kann zusätzlich zu dem Kompaktor 102 weitere funktionelle Baugruppen aufweisen, welche beispielsweise den Betrieb des Kompaktors 102 unterstützen und/oder den Kompaktor 102 in eine Ablaufkette einer

Leergutrücknahmeanlage einbinden.

Die Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise ein Tragegestell 204 aufweisen, welches ein Tragegestellteil oder mehrere Tragegestellteile aufweisen kann. Mittels des Tragegestells 204 kann der Kompaktor 102 abgestützt sein oder werden. Beispielsweise kann das Tragegestell 204 den Kompaktor 102 in einer Arbeitshöhe (z.B. in einer Höhe in einem Bereich von ungefähr 0,5 bis ungefähr 2 m) abstützen. Somit kann beispielsweise ein Frachtbehälter 152 (z.B. ein Container, ein anderer Großraum-Behälter, etc.) unter dem Kompaktor 102 angeordnet werden. Beispielsweise kann das Tragegestell 204 mehrerer Stützbeine 206 aufweisen, oder mit anderen Worten, kann das Tragegestell 204 mittels mehrerer Stützbeine 206 abgestützt sein. Zwischen den mehreren Stützbeinen 206 kann ein Bereich 204r (auch als Sammelbereich bezeichnet) unter dem Kompaktor 102 der

Kompaktoranordnung 100 bereitgestellt sein zum Aufnehmen eines Frachtbehälters 152. Mittels des Frachtbehälters 152, wie er hierin beschrieben ist, kann das kompaktierte Leergut 104k beispielsweise leicht gesammelt und abtransportiert werden, wobei beispielsweise ein voller Frachtbehälter 152 gegen einen leeren Frachtbehälter 152 ausgetauscht werden kann.

Die Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise eine Transportvorrichtung 200t aufweisen, welche eingerichtet ist, dem Kompaktor 102 das Leergut 104 zuzuführen oder das Leergut 104 an diesem vorbei zu führen. Die Transportvorrichtung 200t kann beispielsweise Teil einer Transportstrecke sein, entlang derer das Leergut 104 transportiert wird, z.B. durch eine Kompaktoranordnung 100 oder durch mehrere

Kompaktoranordnungen 100 hindurch.

Beispielsweise kann zu kompaktierendes Leergut 104 (z.B. Einweg-Kunststoffbehälter, Einweg-Blechdosen, etc.), welches mittels der Transportvorrichtung 200t transportiert wird, erkannt werden, z.B. mittels einer entsprechend eingerichteten Sensoranordnung, und selektiv dem Kompaktor 102 zugeführt werden, z.B. mittels einer entsprechend

eingerichteten Selektiervorrichtung 200s, die beispielsweise basierend auf Sensordaten der Sensoranordnung gesteuert bzw. geregelt wird. Nicht zu kompaktierendes Leergut 104 (z.B. Mehrweg-Behälter, etc.), dass mittels der Transportvorrichtung 200t transportiert wird, kann beispielsweise an dem Kompaktor 102 vorbei und durch die

Kompaktoranordnung 100 hindurch transportiert werden.

Die Selektiervorrichtung 200s kann beispielsweise eingerichtet sein, aus einem Leergut- Strom, welcher mittels der Transportvorrichtung 200t geführt wird, das Leergut 104, welches eine der Kompaktoranordnung 100 zugeordnete Kategorie (z.B.„zu

kompaktierend") aufweist, herauszuteilen und dem Kompaktor zuzuführen.

Die Selektiervorrichtung 200s kann optional eingerichtet sein, das Kategorisieren des Leerguts 104 durchzuführen, z.B. nach„zu-kompaktierend" oder„nicht-zu- kompaktierend" und optional nach weiteren Merkmalen wie Behältertyp,

Rückführungstyp, Material und/oder Farbe. Als„zu-kompaktierend" kategorisiertes Leergut 104 kann beispielsweise weiter nach seiner Farbe und/oder Material

unterkategorisiert werden und ob es überhaupt dem betreffenden Kompaktor 102 zugeführt werden soll. Das Kategorisieren kann alternativ oder zusätzlich mittels einer

Kategorisiereinrichtung am Eingang 302 einer Leergutrücknahmeanlage (vergleiche die nachfolgenden Figuren) erfolgen.

Die Kompaktoranordnung 100 kann optional ein Gehäuse 300g (vergleiche die

nachfolgenden Figuren) aufweisen, in welchem der Kompaktor 102 und die

Transportvorrichtung 200t angeordnet sind. Das Gehäuse 300g kann zumindest eine erste Öffnung aufweisen, durch welche hindurch der Kompaktoranordnung 100 Leergut 104 zugeführt (z.B. mittels der Transportvorrichtung 200t aufgenommen) wird, z.B. entlang der Transportstrecke. Optional kann das Gehäuse 300g eine zweite Öffnung aufweisen, durch welche hindurch die Kompaktoranordnung 100 das an dem Kompaktor 102 vorbei transportierte Leergut 104 (z.B. mittels der Transportvorrichtung 200t) ausgibt, z.B.

entlang der Transportstrecke.

Fig.3A und Fig.3B veranschaulichen jeweils eine Leergutrücknahmeanlage 300 gemäß verschiedenen Ausfuhrungsformen in einer schematischen Perspektivansicht in

verschiedenen Konfigurationen 300a, 300b.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Leergutrücknahmeanlage 300 mehrere der Kompaktoranordnungen 100 (zusammen auch als Kompaktoreinrichtung bezeichnet) aufweisen, wie sie hierin beschrieben sind. Diese können entlang einer Reihe angeordnet sein oder entlang mehrerer Reihen und somit eine Transportstrecke 306 oder mehrere Transportstrecken 306 bedienen und/oder bilden.

Die Ablaufkette beim Betrieb der Leergutrücknahmeanlage 300 kann an ihrem Anfang 302 beispielsweise eine Überprüfung des Leerguts 104 (z.B. auf dessen Rücknahmefähigkeit) und/oder dessen Kategorisierung aufweisen. Beispielsweise können zur Überprüfung verschiedene Merkmale des Leerguts 104 (wie beispielsweise Leerguttyp, Gewicht, Gebindetyp, Barcode -Informationen, usw.) erfasst werden. Das als rücknahmefähig kategorisierte Leergut 104 kann dann von der Leergutrücknahmeanlage 300 angenommen werden.

Die mehreren Kompaktoranordnungen 100 können in die Ablaufkette eingebunden sein. Die mehreren Kompaktoranordnungen 100 können beispielsweise gemäß der

Unterkategorisierung kompaktieren. Von den mehreren Kompaktoranordnungen kann beispielsweise eine erste Kompaktoranordnung Leergut einer ersten Unterkategorie (z.B. „blau" oder„Kunststoff) kompaktieren und eine zweite Kompaktoranordnung kann Leergut einer zweiten Unterkategorie (z.B.„rot" oder„Blech") kompaktieren. Alternativ dazu können die Kompaktoranordnungen 100 nacheinander aufgefüllt werden, ohne das Leergut zu unterscheiden. Beispielsweise kann dann eine erste Kompaktoranordnung der mehreren Kompaktoranordnungen 100 gewartet werden während eine zweite

Kompaktoranordnung der mehreren Kompaktoranordnungen 100 den Betrieb der jeweiligen Transportstrecke 306 aufrechterhält.

Zum Bereitstellen zweier paralleler Transportstrecken 306 kann eine Kompaktoranordnung 100 zwei Kompaktoren 102 aufweisen, welche nebeneinander (z.B.„Rücken an Rücken") auf einem gemeinsamen Tragegestell 204 der Kompaktoranordnung 100 angeordnet sind (auch als Doppelmodul 300d bezeichnet). Die Kompaktoren 102 eines Doppelmoduls 300d können parallel zueinander eingebunden sein (d.h. zwei unterschiedliche Transportstrecken bedienen). Optional können mehrere Doppelmodule 300d entlang einer Transportstrecke 306 hintereinander (d.h. in Serie) eingebunden sein. Somit kann beispielsweise ein Kompaktor 102 eines ersten Doppelmoduls 300d gewartet werden während der dazu serielle Kompaktor 102 eines zweiten Doppelmoduls 300d den Betrieb aufrechterhält. Mehrere Doppelmodule 300d können alternativ oder zusätzlich parallel zueinander (d.h. in verschiedenen Transportstrecken-Paaren) eingebunden sein.

Alternativ dazu können die Kompaktoranordnungen 100 jeweils nur einen Kompaktor 102 aufweisen (vergleiche Fig.l3B) und/oder separat aufgestellt sein oder werden.

Die Ablaufkette kann an einem ersten Ende einen ersten Sammelraum 304a (z.B. mit dem Frachtbehälter 152 darin) zum Aufnehmen des kompaktierten Leerguts 104k aufweisen, wie vorangehend beschrieben ist. Die Ablaufkette kann optional an einem zweiten Ende zumindest einen zweiten Sammelraum 304b für nicht-zu-kompaktierendes Einzel-Leergut (z.B. Mehrweg-Leergut oder Glasflaschen), an einem dritten Ende einen dritten

Sammelraum 304c für Leergut-Kisten und/oder an einem vierten Ende einen vierten Sammelraum 304d für nicht verwertbares Leergut (z.B. zu entsorgendes Leergut) aufweisen. Die Enden der Ablaufkette können mittels eines Transportsystems verbunden sein, so dass zu jedem Ende eine Transportstrecke 306 führt. Das Transportsystem kann beispielsweise mehrere Transportstrecken 306 aufweisen und optional an Stellen, an denen sich das Transportsystem verzweigt (d.h. zwei Transportstrecken 306 aneinandergrenzen), eine Selektiervorrichtung aufweisen.

Wie in Fig.3B dargestellt ist, kann das Leergut 104 aus dem Kompaktor 102 der jeweiligen Kompaktoranordnung 100 auch auf ein (in den ersten Sammelraum 304a erstrecktes)

Abtransportband 308 fallen, mittels dessen das kompaktierte Leergut 104k in den vierten Sammelraum 304d (z.B. neben den Kompaktoranordnungen 100 angeordnet), z.B. in darin separat aufgestellte Container, abtransportiert werden kann. Somit kann beispielsweise die Leergutrücknahmeanlage 300 platzsparend bereitgestellt sein, da keine Container von unterhalb des Kompaktors 102 der jeweiligen Kompaktoranordnung 100 ausgetauscht werden müssen und/oder kompaktiertes Leergut 104k aus mehreren

Kompaktoranordnungen 100 kategorieweise zusammengeführt werden kann.

Fig.4A veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 400a gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Seitenansicht oder Querschnittsansicht und Fig.4B die Kompaktoranordnung 400a in einer schematischen Draufsicht 400b oder Querschnittsansicht 400b in einer Blickrichtung quer zu Fig.4A. Der Kompaktor 102 der Kompaktoranordnung 400a kann ein Kompaktierwerk 112 (anders ausgedrückt ein Schneidwerk) und einen Antrieb 112a aufweisen und auf einem

Tragegestell 204 getragen sein (z.B. entgegen seiner Gewichtskraft, welche z.B. in

Richtung 105 verläuft). Der Antrieb 112a kann einen Motor 112m aufweisen, welcher mit dem Kompaktierwerk 112 gekuppelt 402 sein kann, z.B. mittels einer Welle und/oder eines Getriebes des Antriebs 112a. Zum Betrieb des Kompaktierwerks 112 kann der Motor 112m ein Drehmoment (entlang der Drehachse 402a, welche z.B. parallel zu Richtung 103 verläuft) erzeugen, welches mittels der Kupplung 402 auf das Kompaktierwerk 112 übertragen wird.

Die Kompaktoranordnung 400a kann ferner eine Abstützanordnung 404 aufweisen, mittels welcher das Kompaktierwerk 112 auf dem Tragegestell 204 abgestützt ist. Mittels der Abstützanordnung kann das auf das Kompaktierwerk 112 übertragene Drehmoment abgestützt sein, z.B. auf dem Tragegestell 204. Dazu kann die Abstützanordnung 404 eine Drehmomentstütze 404k aufweisen, welche in einem Abstand von der Kupplung 402 angeordnet ist, z.B. zwischen dem Kompaktierwerk 1 12 und dem Tragegestell 204. Mit anderen Worten kann die Drehmomentstütze 404k eine Auslenkung des Kompaktierwerks 112 relativ zu dem Tragegestell 204 (z.B. um Drehachse 402a herum), welche durch das Drehmoment angeregt wird, hemmen, abstützen und/oder begrenzen.

Die Drehmomentstütze 404k kann federelastisch ausgebildet sein, d.h. elastisch verformbar sein, so dass eine geringe Auslenkung 501 des Kompaktierwerks 112 zu dem Tragegestell 204 ermöglicht ist. Dabei kann die Drehmomentstütze 404k eingerichtet sein, ihre Form entgegen einer Rückstellkraft zu verändern (z.B. mittels Dehnung und/oder Stauchung), so dass beim Auslenken 501 des Kompaktierwerks 112 aus seiner Ruhelage eine

Rückstellkraft in Richtung der Ruhelage bewirkt wird. Damit kann eine Übertragung von Lastspitzen und Schwingungen auf das Traggestell reduziert werden (auch als

Schwingungsentkopplung bezeichnet). Die Rückstellkraft kann die maximale Amplitude der Auslenkung 501 (Schwingung 501) begrenzen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die federelastische Drehmomentstütze 404k als ein Bauelement verstanden werden, welches unter Belastung nachgeben (z.B. sich dehnen oder stauchen) und nach Entlastung in die ursprüngliche Gestalt zurückkehren kann, d.h. sich elastisch rückstellend verhält (reversible Verformung). Mit anderen Worten kann die Drehmomentstütze 404k bis zu einer Elastizitätsgrenze gedehnt/gestaucht werden ohne sich dabei plastisch zu verformen oder nur geringfügig plastisch zu verformen (z.B. mit weniger als 0,2% bleibender Verformung) oder ohne zu brechen. Gemäß

verschiedenen Ausführungsformen kann sich das Drehmomentstütze 404k bis zu einer Verformung von mehr als ungefähr 10%, z.B. von mehr als ungefähr 25%, z.B. von mehr als ungefähr 50% elastisch rückstellend verhalten. Die Verformung kann als Verhältnis der Längenänderung (oder Breitenänderung) zur ursprünglichen Länge (oder Breite) der gedehnten oder gestauchten Drehmomentstütze 404k verstanden werden. Wird die Drehmomentstütze 404k gedehnt/gestaucht kann diese eine Rückstellkraft erzeugen, welche entgegen des Dehnens/Stauchens gerichtet ist. Die Rückstellkraft (gemessen bei konstanter Dehnung/Stauchung) kann umso größer sein, desto härter die

Drehmomentstütze 404k ist, d.h. desto größer dessen Federkonstante ist. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Drehmomentstütze 404k ein elastisches Material aufweisen, beispielsweise einen Kunststoff, wie ein Elastomer oder ein anderes elastisches Polymer und/oder Co-Polymer, z.B. Gummi, Silikon,

Silikonkautschuk, fluorierter Silikonkautschuk, Naturkautschuk oder einen anderen geeigneten (z.B. weichen) Kunststoff. Beispielsweise kann das Polymer oder das Co- Polymer Silizium aufweisen.

Die Elastizitätsgrenze und/oder die Federkonstante der Drehmomentstütze 404k können von dem elastischen Material und/oder einer Form der Drehmomentstütze 404k beeinflusst sein oder werden. Die Federkonstante der Drehmomentstütze 404k kann umso größer sein, desto größer ein Elastizitätsmodul des elastischen Materials ist oder desto größer eine Materialstärke des elastischen Materials ist (d.h. desto massiver die Drehmomentstütze 404k ist). Die Federkonstante der Drehmomentstütze 404k kann z.B. umso größer sein, desto größer die Shorehärte des elastischen Materials ist. Für eine vorgegebene

Federkonstante kann die Drehmomentstütze 404k umso massiver (z.B. als Platte oder Zylinder, z.B. als Elastomerfeder oder Gummipuffer) ausgebildet sein, desto kleiner das Elastizitätsmodul des elastischen Materials ist.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das elastische Material auch metallisch sein, wie z.B. Stahl (z.B. Federstahl) oder ein anderes Metall, eine andere Metalllegierung oder intermetallische Verbindung.

Beispielsweise kann die Drehmomentstütze 404k eine Metallfeder oder eine

Kunststofffeder (z.B. in Form einer Tellerfeder, Schenkelfeder, Torsionsfeder, Blattfeder, oder einer anderen Federform) aufweisen oder daraus gebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Drehmomentstütze 404k eine Kunststoff-Platte oder einen Kunststoff- Zylinder aufweisen oder daraus gebildet sein, einen Gummipuffer.

Die Ausbildung als Gummipuffer kann beispielsweise besonders kostensparend sein. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Drehmomentstütze 404k zwischen das Kompaktierwerk 112 und das Tragegestell 204 eingesteckt sein. Dies kann die

(De)Montage und somit die Wartung erleichtern. In dem Fall können die

Drehmomentstütze 404k und das Kompaktierwerk 112 bzw. die Drehmomentstütze 404k und das Tragegestell 204 beispielsweise zueinander passende Einsteckstrukturen (auch als Formschlusselemente bezeichnet, z.B. Nut und Feder, Stift und Öffnung, usw.) zum Bilden einer Einsteckkupplung aufweisen. Mit anderen Worten können die zueinander passenden Einsteckstrukturen zum (z.B. formschlüssigen) Ineinanderstecken eingerichtet sein, z.B. entlang der Auslenkrichtung 501.

Ein Ineinanderstecken entlang Auslenkrichtung 501 kann die (De)Montage und somit die Wartung noch weiter erleichtern, da das Kompaktierwerk 112 auf einfache Weise um die Drehachse 402a herum geschwenkt werden kann, um die Drehmomentstütze 404k freizugeben, so dass diese auf einfache Weise ausgetauscht werden kann.

Alternativ oder zusätzlich zu der Einsteckkupplung kann auch eine Schraub Verbindung verwendet werden. Fig.SA veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 500a gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Seitenansicht oder Querschnittsansicht analog zu Fig.4A.

Die Abstützanordnung 404 der Kompaktoranordnung 500a kann eine Linearführung 4041 aufweisen, welche eine Schwingungsrichtung 501 (auch als Auslenkrichtung 501 bezeichnet) des Kompaktierwerks 112 definiert. Die Schwingungsrichtung 501 kann beispielsweise tangential zur Drehachse 402a sein.

Beispielsweise kann die Linearführung 4041 die Relativbewegung zwischen dem

Kompaktierwerk 112 und dem Tragegestell 204 auf genau einen Freiheitsgrad (z.B.

entlang Auslenkrichtung 501) begrenzen, z.B. einen Rotationsfreiheitsgrad bezüglich der Drehachse 402a.

Optional kann die Linearführung 4041 zwei Formschlusselemente aufweisen, welche zum Ineinanderstecken eingerichtet sind, z.B. entlang Auslenkrichtung 501. Dies kann die Montage erleichtern. Die Anzahl der Freiheitsgrade kann als Zahl der voneinander unabhängigen

Bewegungsmöglichkeiten, z.B. als Zahl zueinander quer verlaufender Richtungen/ Achsen, verstanden werden, entlang/um welcher/welche ein System bewegt werden kann, bzw. entlang/um welcher/welche eine Relativbewegung (Auslenkung) erfolgen kann. Ein rotatorischer Freiheitsgrad (auch Rotationsfreiheitsgrad genannt) kann als Drehung um eine Achse verstanden werden. Ein translatorischer Freiheitsgrad (auch

Translationsfreiheitsgrad genannt) kann hingegen als Bewegung (z.B. Verschiebung) entlang einer Richtung verstanden werden. Die Linearführung 4041 kann beispielsweise ein Schubgelenk und/oder einen Schwenkarm aufweisen oder daraus gebildet sein.

Die Linearführung 4041 kann beispielsweise makroskopisch betrachtet einen linearen Führungspfad bereitstellen und gleichzeitig ausreichend Spiel aufweisen, dass die

Auslenkung um die Drehachse 402a herum kein Verkanten der Linearführung 4041 bewirkt.

Fig.SB veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 500b gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Seitenansicht oder Querschnittsansicht analog zu Fig.4A.

Die Abstützanordnung 404 kann ferner eingerichtet sein, ein Auslenken des

Kompaktierwerks 112 relativ zu dem Tragegestell 204 zu dämpfen, mittels der

Drehmomentstütze 404k und/oder mittels eines separaten Schwingungsdämpfers 404d, wie in Fig.5B veranschaulicht. Beispielsweise kann zur elastischen Verformung der

Drehmomentstütze 404k und/oder des Schwingungsdämpfers 404d aufgebrachte Energie zumindest teilweise in Wärme umgewandelt werden. Damit kann erreicht werden, dass das Tragegestell 204 von dem Kompaktierwerk 112 schwingungsentkoppelt ist. Die Stärke der Dämpfung (auch als Dämpfungsgrad bezeichnet) kann im Allgemeinen von einer Vielzahl von Parametern abhängen, welche wiederum in andere Eigenschaften eingreifen. Beispielsweise kann es nötig sein, für eine größere Dämpfung eine geringere Federkonstante in Kauf zu nehmen, was wiederum zu einer größeren Amplitude der Auslenkung des Kompaktierwerks 112 relativ zum Tragegestell 204 führen kann. Eine separater Schwingungsdämpfer 404d kann diese Größen voneinander unabhängig gestaltbar machen. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann der Schwingungsdämpfer 404d weggelassen werden, wenn die Drehmomentstütze 404k selbst ausreichend

Schwindungsenergie absorbiert (in Wärmeenergie umwandelt), d.h. dämpfend wirkt.

Alternativ oder zusätzlich kann der Schwingungsdämpfer 404d in die Drehmomentstütze 404k integriert sein oder werden. Damit kann eine kompaktere Bauform erreicht werden.

Ebenso kann der Schwingungsdämpfer 404d als Teil der Linearführung 4041 ausgebildet sein, z.B. indem die Reibung zwischen den Teilen der Linearführung 4041 ausgenutzt wird, um der Schwingung Energie zu entziehen. In dem Fall kann die Linearführung 4041, z.B. können deren Formschlusselemente, zusätzlich beispielsweise kraftschlüssig

ineinandergreifen und/oder einen dämpfenden Hubkolben aufweisen.

Fig.6A veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 600a gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Seitenansicht oder Querschnittsansicht analog zu Fig.4A.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung 404 ein

vorstehendes Formschlusselement 702 (z.B. den Stift oder einen anderen Vorsprung) aufweisen, welches in ein ausgespartes Formschlusselement 702o (z.B. eine Öffnung oder eine andere Aussparung) des Tragegestells 204 hineinragt, wenn das Tragegestell 204 und/oder die Abstützanordnung 404 zusammengesteckt sind.

Das Formschlusselement 702 kann eine größere Steifigkeit aufweisen als die

Drehmomentstütze 404k.

Das Formschlusselement 702 kann sich optional durch die Drehmomentstütze 404k hindurch erstrecken oder in diese integriert sein. Beispielsweise kann die

Drehmomentstütze 404k eine Durchgangsöffnung aufweisen, in welche ein Stift 702 hineinragt (oder ein anderes Formschlusselement).

Fig.6B veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 600b gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Draufsicht oder Querschnittsansicht analog zu Fig.4B. Das Kompaktierwerk 112 der Kompaktoranordnung 600b kann eine Welle 602 aufweisen, welche mit dem elektrischen Antrieb 112a (z.B. mit dem Motor 112m und/oder dem Getriebe) gekuppelt ist, und zumindest eine Kompaktierwalze 1 12w, welche mittels der Welle 602 gelagert ist. Die Kompaktierwalze 112w kann eine Rolle oder mehrere Rollen aufweisen, von denen jede Rolle mehrere Vorsprünge 122 aufweist, z.B. schneidende Vorsprünge und/oder pressende Vorsprünge. Mit anderen Worten kann die oder jede Rolle der Kompaktierwalze 112w als Schneidrolle, Pressrolle und/oder kombinierte Schneid- Press-Rolle ausgebildet sein.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung 404 ein radial sicherndes Drehlager 404r (auch als Radiallager bezeichnet) aufweisen, d.h. dieses blockiert zwei Freiheitsgrade der Welle 602 quer zur Drehachse 402a. Das Drehlager 404r kann optional als Radiaxiallager (d.h. als zusätzlich axial sicherndes Radiallager) ausgebildet sein.

Mittels des Drehlagers 404r kann die Welle 602 auf dem Tragegestell 204 drehbar gelagert und abgestützt sein. Ferner kann der Antrieb 112a (z.B. der Motor 112m) mittels eines Festlagers 604 auf dem Tragegestell 204 abgestützt sein. Das Festlager 604 kann den Motor 112a (z.B. dessen Stator) dreh- und translationssicher mit dem Tragegestell 204 verbinden (d.h. alle Freiheits grade gegenüber dem nehmen Tragegestell 204).

Das Festlager 604 kann eine größere Steifigkeit aufweisen als die Drehmomentstütze 404k. Als Steifigkeit kann der Widerstand eines Körpers gegen eine elastische Verformung durch eine Kraft oder ein Moment (Biegemoment oder Torsionsmoment, je nach Beanspruchung) verstanden werden.

Mittels des Festlagers 604 und des Radiallagers 404r kann die Welle 602 in einer festen Lage (translationssicher) relativ zu dem Tragegestell 204 (drehbar) gelagert sein, was eine Relativbewegung des Kompaktierwerk 112 relativ zum Tragegestell 204 auf eine Rotation um die Drehachse 402a der Welle 602 begrenzt.

Fig.7A veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 700a gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht.

Das Kompaktierwerk 112 der Kompaktoranordnung 700a kann eine Einsteckstruktur 704 (z.B. einen Abstandshalter mit Öffnungen, wie beispielsweise eine Klammer) aufweisen. Die Drehmomentstütze 404k kann mit der Einsteckstruktur 704 und/oder dem Tragegestell 204 formschlüssig verbunden sein, z.B. mittels (z.B. ineinandergesteckter) zueinander komplementärer Formschlusselemente. Dies kann die (De)Montage erleichtern.

Beispielsweise kann die Abstützanordnung 404 einen Stift 702 (oder ein anderes vorstehendes erstes Formschlusselement 702) aufweisen, welcher sich in die Einsteckstruktur 704 hinein oder durch diese hindurch erstreckt. Die Einsteckstruktur 704 kann eine Öffnung 702o (oder ein anderes komplementär ausgespartes zweites

Formschlusselement 702o) aufweisen, welche den Stift 702 aufnimmt. Alternativ oder zusätzlich kann die Abstützanordnung 404 einen zusätzlichen Stift 712 (oder ein anderes vorstehendes zusätzliches erstes Formschlusselement 712) aufweisen, welcher sich in das Tragegestell 204 hinein oder durch dieses hindurch erstreckt. Das Tragegestell 204 kann eine zusätzliche Öffnung (oder ein anderes zusätzliches

komplementär ausgespartes zweites Formschlusselement 702o) aufweisen, welche den zusätzlichen Stift aufnimmt (vergleiche Fig.l 1A).

Der Stift 702 und/oder der zusätzliche Stift 712 können beispielsweise an der

Drehmomentstütze 404k befestigt sein. Alternativ oder zusätzlich können der Stift 702 und der zusätzlichen Stift 712 monolithisch miteinander verbunden sein, so dass sich der monolithische Verbund 702, 712 durch die Drehmomentstütze 404k hindurch erstreckt.

Es können auch andere Steck-Formschluss- Verbindungen verwendet werden, wie beispielsweise eine Nut-Feder- Verbindung, um eine Einsteckkupplung der

Abstützanordnung 404 auszubilden.

Der Stift 702 kann beispielsweise mittels einer Schraub Verbindung an der Einsteckstruktur 704 montiert sein, wie beispielsweise in Fig.15 veranschaulicht ist.

Fig.7B veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 700b gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht.

Das Gehäuse 112g des Kompaktierwerks 112 (hier nur eine Wand dessen Gehäuses 112g veranschaulicht) kann an der Einsteckstruktur 704 verbunden sein oder werden und mittels der Welle 602 an dem Drehlager 404r abgestützt sein.

Die Einsteckstruktur 704 kann das Gehäuse 112g des Kompaktierwerks 112 in einem Abstand von der Drehmomentstütze 404k halten.

Fig.8A und Fig.8B veranschaulichen eine Kompaktoranordnung gemäß verschiedenen Ausführungsformen in verschiedenen schematischen Perspektivansichten 800a, 800b, wobei zur besseren Veranschaulichung von dem Kompaktierwerk 112 nur eine

Gehäusewand des Gehäuses 112g dargestellt ist und der Antrieb 112a weggelassen ist. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Abstützanordnung 404 mehrere (z.B. zwei oder mehr) Drehmomentstützen 404k aufweisen, welche in einer Reihe angeordnet sind (z.B. zwischen der Einsteckstruktur 704 und dem Tragegestell 204). Dies kann die Aufnahme von Querkräften verbessern.

Optional kann jede der Drehmomentstützen 404k mit einem Stift 702 (z.B. einer Stange) verbunden sein, welche sich in die Drehmomentstütze 404k und die Einsteckstruktur 704 zumindest teilweise hinein erstreckt. Fig.9 veranschaulicht eine Kompaktoranordnung 900 gemäß verschiedenen

Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht, wobei zwei der

Drehmomentstützen 404k weggelassen sind, um die Öffnungen 702o darzustellen.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das Kompaktierwerk 112 eine

Schaufelradzuführung 902 aufweisen, welche mit der Welle 602 gekuppelt ist, z.B. mittels einer Kette 904, eines Getriebes, eines Riemens oder Ähnlichem. Somit kann die

Antriebsenergie des Antriebs (nicht dargestellt) auf weitere angetriebene Teile des Kompaktierwerks 112 übertragen werden. Das Kompaktierwerk 112 kann mittels der Abstützanordnung 404 in einem Abstand von dem Tragegestell 204 abgestützt werden.

Fig.lOA und Fig.lOB veranschaulichen eine Kompaktoranordnung, z.B. eine der vorangehend beschriebenen Kompaktoranordnungen 100, 400a, 500a bis 700b, 900, gemäß verschiedenen Ausführungsformen in verschiedenen schematischen

Perspektivansichten 1000a, 1000b, wobei zur besseren Veranschaulichung in 1000a nur ein Teil des Gehäuses 112g dargestellt ist.

Die Schaufelradzuführung 902 kann zwischen der Zuführvorrichtung 112t und der Kompaktierwalze (in der Ansicht verdeckt) angeordnet sein.

Fig.llA veranschaulicht ein Tragegestell 204 gemäß verschiedenen Ausführungsformen in einer schematischen Perspektivansicht und Fig. IIB eine Kompaktoranordnung 100 mit dem Tragegestell 204 gemäß verschiedenen Ausführungsformen, z.B. eine der

vorangehend beschriebenen Kompaktoranordnungen 400a, 500a bis 700b, 900, in einer schematischen Perspektivansicht. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung Folgendes aufweisen: ein erstes Tragegestellteil 404a und ein zweites Tragegestellteil 404b, welche derart passend zueinander eingerichtet sind, dass diese lösbar miteinander gekuppelt werden können und ein gemeinsames Tragegestell 204 bilden können, wie nachfolgend genauer beschrieben ist.

Dabei kann der Kompaktor 102 zum Kompaktieren von Behältern, wie beispielsweise vorangehend beschrieben ist, auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnet sein oder werden, z.B. auf diesem abgestützt sein. Ferner kann das erste Tragegestellteil 404a mittels Standelementen 206 (z.B. mittels Standfüßen) aufgestellt sein (vergleiche Fig. l2B).

In Fig. l 1A ist das zweite Tragegestellteil 404b der Kompaktoranordnung in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Das zweite Tragegestellteil 404b kann einen Tragrahmen 414r aufweisen sowie passend zu den zu tragenden Aufbauten eingerichtete Trageelemente 414e. Beispielsweise kann auf dem zweiten Tragegestellteil 404b das Festlager 604 zum Lagern eines Antriebs 112a und die Abstützanordnung 404 abgestützt sein (siehe Fig. l 1B). Wie in Fig.11B in einer perspektivischen Ansicht dargestellt, kann, gemäß verschiedenen Ausführungsformen, ein Kompaktor 102 auf dem zweite Tragegestellteil 404b angeordnet sein oder werden. Wie vorangehend beschrieben ist, kann der Kompaktor 102 einen Antrieb 112a (z.B. einen Motor), ein Kompaktierwerk 112 mit einer Zuführvorrichtung 112t aufweisen. Ferner kann der Kompaktor 102 weitere Bauteile aufweisen, wenn dies zum Betreiben des Kompaktors 102 hilfreich ist. Der Kompaktor 102 kann von einer externen Quelle (z.B. von einer Versorgungsvorrichtung) mit elektrischer Energie versorgt werden, z.B. mittels einer elektrischen Leitungsführung. Der Antrieb 112a des

Kompaktierwerks 112 kann fest mit dem zweiten Tragegestellteil 404b verbunden sein, z.B. mittels des Festlagers 604. Das Kompaktierwerk 112 kann federnd bzw.

schwingungsgedämpft auf dem zweiten Tragegestellteil 404b abgestützt sein, z.B. mittels der Abstützanordnung 404.

Anstelle des Festlagers 604 kann beispielsweise eine Formschlussverbindung verwendet werden, um den Antrieb 112a auf dem Tragegestell zu montieren, wie beispielsweise in Fig.15 veranschaulicht ist. Fig.HA und Fig.HB veranschaulichen ein Tragegestell 204 gemäß verschiedenen Ausführungsformen in verschiedenen schematischen Perspektivansichten 1200a, 1200b bzw. verschiedenen Montagestufen 1200a, 1200b. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann beispielsweise passend zu dem zweiten Tragegestellteil 404b ein erstes Tragegestellteil 404a bereitgestellt sein oder werden, wie in Fig. l2A veranschaulicht ist. Das erste Tragegestellteil 404a kann einen Tragrahmen 434r aufweisen sowie passend zu den zu tragenden Aufbauten entsprechend eingerichtete Trageelemente 434e.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das erste Tragegestellteil 404a derart eingerichtet sein, dass dieses einen Aufnahmeraum 1201 zum Aufnehmen des zweiten Tragegestellteils 404b definiert bzw. bildet. Anschaulich kann das erste Tragegestellteil 404a ein äußeres Tragegestellteil sein, wobei das zweite Tragegestellteil 404b ein inneres Tragegestellteil ist, welches von dem äußeren Tragegestellteil zumindest abschnittsweise umgeben wird. Dabei kann der Aufnahmeraum 1201 derart bereitgestellt sein, dass der auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnete Kompaktor 102 ebenfalls aufgenommen werden kann. Anschaulich kann das zweite Tragegestellteil 404b auf einfache Weise von dem ersten Tragegestellteil 404a entfernt werden, z.B. nach unten hin abgesenkt werden.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das erste Tragegestellteil 404a mittels mehreren Standelementen 206 aufgestellt sein oder werden, wie beispielsweise in Fig. l2B veranschaulicht ist. Die Standelemente 206 können fest mit dem ersten Tragegestellteil 404a verbunden sein. Alternativ dazu kann das erste Tragegestellteil 404a mehrere Hohlprofüe 444h aufweisen, in welche die Standelemente 206 eingesteckt sein können oder werden können. Die Standelemente 206 können beispielsweise von oben durch die Hohlprofüe 444h hindurch geschoben werden und in den Hohlprofilen 444h (oder an dem ersten Tragegestellteil 404a) fixiert werden. Fig.l3A und Fig.l3B veranschaulichen eine Kompaktoranordnung 100, z.B. eine der vorangehend beschriebenen Kompaktoranordnungen 400a, 500a bis 700b, 900, gemäß verschiedenen Ausführungsformen in verschiedenen schematischen Perspektivansichten gemäß verschiedener Konfigurationen (bzw. Montagestufen) 1300a, 1300b. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Verbindung des ersten

Tragegestellteils 404a mit dem zweiten Tragegestellteil 404b schwingungsentkoppelt sein. Anschaulich kann die Querschnittsfläche, mit der das erste Tragegestellteil 404a und das zweite Tragegestellteil 404b verbunden miteinander sind (auch als Verbindungsfläche bezeichnet), derart klein gewählt werden, dass mittels der Verbindungsfläche eine

Schwingungsübertragung zwischen den Tragegestellteilen 404a, 404b gehemmt wird.

Fig.14 veranschaulichen ein Tragegestell 204 gemäß verschiedenen Ausführungsformen in verschiedenen schematischen Querschnittsansicht oder Seitenansicht.

Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann eine Schwingungsdämpfung zwischen dem ersten Tragegestellteil 404a und dem zweiten Tragegestellteil 404b mittels

Schwingungsdämpfern 1402 erfolgen, z.B. mehreren Elastomerkörpern 1402 (wie beispielsweise Gummidämpfern), welche zwischen dem ersten Tragegestellteil 404a und dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnet sind. Die Schwingungsdämpfer 1402 können das erste Tragegestellteil 404a und das zweite Tragegestellteil 404b

schwingungsgedämpft miteinander kuppeln. Dies kann die Schwingungsübertragung noch weiter erhöhen, was die Bauteile der Kompaktoranordnung schont und den Geräuschpegel senkt.

Fig.15 veranschaulichen ein Kompaktor 102, der auf dem Tragegestell 204 angeordnet ist, gemäß verschiedenen Ausführungsformen, in einer schematischen Ansicht. Der Kompaktor 102 kann beispielsweise in einer ersten ein Schneidwerk 112 aufweisen, z.B. zum Zerkleinern von Leergut 104 aus Kunststoff. Mittels einer Vorbandbaugruppe 112t (auch als Zuführvorrichtung bezeichnet) kann beispielsweise das Leergut 104 in Richtung des Schneidwerks 112 geführt werden. Die Vorbandbaugruppe 112t kann beispielsweise als Transportband (z.B. in Form eines Transportgurts, welcher aus einer Vielzahl von Gurtgliedern gebildet ist, in Form eines durchgehenden Transportbandes, etc.) ausgestaltet sein. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die

Vorbandbaugruppe 112t modular ausgestaltet sein, so dass diese auf einfache Weise ausgetauscht werden kann. Das Transportband kann mittels einer separaten

Antriebsvorrichtung angetrieben werden oder vermittels einer Drehmoment-Kopplung den Antrieb des Motors 112m nutzen.

Das Schneidwerk 112 kann beispielsweise derart eingerichtet sein, dass der Elektromotor 112m vermittels einer federelastischen Drehmomentstütze auf die Messerwelle des Kompaktierwerks 112 wirkt, z.B. ohne zusätzliche Hilfsgetriebe. Zum Übertragen des Drehmoments von dem Elektromotor 112m auf die Messerwelle kann ein beispielsweise Kegelradgetriebe verwendet werden. Wie beispielsweise in Fig.15 dargestellt ist, kann der Antrieb 112a (z.B. der Motor 112m) mittels eines entsprechenden Halterung 1504 auf das Tragegestell 204 formschlüssig aufgesteckt sein.