| JP2006186721 | MEMBER-COUPLING MECHANISM |
| WO/2011/058202 | DEVICE FOR JOINING PERFORATED ELEMENTS |
| WO/2010/003638 | CONNECTING COMPONENT FOR ATTACHING AN ADD-ON PART TO A SUPPORTING PART |
VAN NIEKERK, Johann (Dachauer Straße 346, München, 80993, DE)
HERZINGER, Thomas (Gaßnerstraße 7, München, 80639, DE)
HAMMER, Maik (Ahornstraße 21, Eching, 84174, DE)
VAN NIEKERK, Johann (Dachauer Straße 346, München, 80993, DE)
HERZINGER, Thomas (Gaßnerstraße 7, München, 80639, DE)
| Patentansprüche Bauteilverbindung, mit einem ersten Fahrzeugbauteil (1), das ein von dem ersten Fahrzeugbauteil (1) abstehendes, männliches Fixierelement (2) aufweist, das teilweise oder ganz die Form einer Kugel oder ganz oder teilweise eine kugelähnliche Form hat, einem zweiten Fahrzeugbauteil (3), das ein zur Aufnahme des männlichen Fixierelements (2) vorgesehenes weibliches Fixierelement (4, 5) aufweist, wobei das männliche Fixierelement (2) in einer Einführrichtung (6) in das weibliche Fixierelement (4, 5) eingeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das männliche Fixierelement (2) im Wesentlichen quer zur Einführrichtung (6) ein Übermaß in Bezug auf das weibliche Fixierelement (4, 5) aufweist, so dass die beiden Fahrzeugbauteile (1 , 3) an den Fixierelementen (2, 4, 5) aneinander geklemmt sind. Bauteilverbindung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass weibliche Fixierelement (4, 5) durch ein in dem zweiten Fahrzeugbauteil (3) vorgesehenes Durchgangsloch (4) gebildet ist. Bauteilverbindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchgangsloch (4) eine von einer Kreisform abweichende Form hat. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Durchgangslochs (4) einem Quadrat oder einem Dreieck ähnelt. 5. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Fahrzeugbauteile (1 , 3) im Bereich der beiden Fixierelemente in Richtungen quer zur Einführrichtung (6) unverschieblich relativ zueinander fixiert sind. 6. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres männliches Fixierelement (2b) vorgesehen ist, das teilweise oder ganz die Form einer Kugel oder teilweise oder ganz eine kugelähnliche Form hat und das in einer bzw. in derselben Einführrichtung (6) in ein zugeordnetes weiteres weibliches Fixierelement (4b) eingeführt ist. 7. Bauteilverbindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere weibliche Fixierelement (4b) durch einen Schlitz bzw. durch ein längliches Durchgangsloch gebildet ist, in dem das weitere männliche Fixierelement (2b) in einer Längsrichtung des Schlitzes bzw. des länglichen Durchgangsloch verschiebbar ist. 8. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Rand des Durchgangslochs (4, 4a, 4b) mindestens ein von dem zweiten Fahrzeugbauteil (3) abstehendes, biegeelastisches Klemmelement (5, 5a, 5b, 5c) vorgesehen ist, das von außen her eine im Wesentlichen quer zur Einführrichtung (6) wirkende Klemmkraft auf eine Außenseite des männlichen Fixierelements (2, 2a, 2b) ausübt. 9. Bauteilverbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (5, 5a, 5b, 5c) das männliche Fixierelement (2, 2a, 2b) hintergreift. 10. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Klemmelement (5) um einen sich entlang des gesamten Rands des Durchgangslochs (4) erstreckenden Klemmkragen (5) handelt. 11. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass entlang des Rands des Durchgangslochs (5) mehrere in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Klemmkrägen (5a, 5b, 5c) vorgesehen sind, die auf einem Umfangs- abschnitt das männliche Fixierelement (2, 2a, 2b) von außen her berühren. 12. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 8 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkragen bzw. die Klemmkrägen (5, 5a, 5b, 5c) in Einführrichtung (6) bzw. entgegen der Einführrichtung (6) von dem zweiten Fahrzeugbauteil (3) absteht bzw. abstehen. 13. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem ersten und/oder bei dem zweiten Bauteil um ein Blechbauteil, insbesondere um ein Stahloder Aluminiumblechbauteil, handelt. 14. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem ersten und/oder bei dem zweiten Fahrzeugbauteil um ein Karosseriebauteil handelt. 15. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchgangsloch (4, 4a, 4b) aus dem zweiten Fahrzeugbauteil (3) ausgestanzt ist. 16. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem mindestens einen Klemmkragen (5, 5a, 5b, 5c) um einen umgebogenen Abschnitt des zweiten Fahrzeugbauteils (3) handelt. 17. Bauteilverbindung nach einem Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem männlichen Fixierelement um ein vollständig aus Metall, insbesondere aus Stahl oder Aluminium bestehendes Element handelt. 18. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das männliche Fixierelement (2, 2a, 2b) stoffschlüssig mit dem ersten Fahrzeugbauteil (1) verbunden ist, insbesondere dass das männliche Fixierelement (2, 2a, 2b) an das erste Fahrzeugbauteil (1) angeschweißt ist. 19. Bauteilverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Fahrzeugbauteile (1 , 3) zusätzlich zu der mindestens einen lösbaren Klemmverbindung über eine weitere Verbindung, insbesondere über eine Schweißverbindung, unmittelbar fest miteinander verbunden sind. 20. Verfahren zum lösbaren Vormontieren mindestens zweier Fahrzeugbauteile (1 , 3), dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Fahrzeugbauteile (1 , 3) zusammengesteckt werden, wobei sie über eine Klemmverbindung miteinander verbunden werden, die ein an einem der beiden Fahrzeugbauteile (1 ) vorgesehenes männliches Fixierelement (2, 2a, 2b) aufweist, das teilweise oder ganz die Form einer Kugel bzw. teilweise oder ganz eine kugelähnliche Form hat und das entlang einer Einführrichtung (6) in ein an dem anderen der mindestens zwei Fahrzeugbauteile (3) vorgesehenes weibliches Fixierelement (4, 4a, 4b) eingeführt und daran festgeklemmt wird. 21. Bauteilverbindung, mit einem ersten Nichtfahrzeugbauteil (1), das ein von dem ersten Nichtfahrzeugbauteil (1) abstehendes, männliches Fixierelement (2) aufweist, das teilweise oder ganz die Form einer Kugel oder ganz oder teilweise eine kugelähnliche Form hat, einem zweiten Nichtfahrzeugbauteil (3), das ein zur Aufnahme des männlichen Fixierelements (2) vorgesehenes weibliches Fixierelement (4, 5) aufweist, wobei das männliche Fixierelement (2) in einer Einführrichtung (6) in das weibliche Fixierelement (4, 5) eingeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das männliche Fixierelement (2) im Wesentlichen quer zur Einführrichtung (6) ein Übermaß in Bezug auf das weibliche Fixierelement (4, 5) aufweist, so dass die beiden Nichtfahrzeugbauteile (1 , 3) an den Fixierelementen (2, 4, 5) aneinander geklemmt sind. 22. Verfahren zum lösbaren Vormontieren mindestens zweier Nichtfahrzeugbauteile (1 , 3), dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Nichtfahrzeugbauteile (1 , 3) zusammengesteckt werden, wobei sie über eine Klemmverbindung miteinander verbunden werden, die ein an einem der beiden Nichtfahrzeugbauteile (1 ) vorgesehenes männliches Fixierelement (2, 2a, 2b) aufweist, das teilweise oder ganz die Form einer Kugel bzw. teilweise oder ganz eine kugelähnliche Form hat und das entlang einer Einführrichtung (6) in ein an dem anderen der mindestens zwei Nichtfahrzeugbauteile (3) vorgesehenes weibliches Fixierelement (4, 4a, 4b) eingeführt und daran festgeklemmt wird. |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bauteilverbindung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 , ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 20, eine Bauteilverbindung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 21 sowie ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 22.
Eine Bauteilverbindung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 ist aus der älteren, nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung DE 10 2009 049 602.5 bekannt.
In der Großserienfertigung von Fahrzeugkarosserien werden eine Vielzahl einzelner Karosserieteile sowie Anbauteile, wie z.B. Halterungen etc. weitgehend vollautomatisiert zusammengebaut. Bei einem Fügevorgang werden zwei oder mehrere Karosserieteile zunächst mittels aufwändiger Spann- und Aufnahmetechnik relativ zueinander positioniert und anschließend miteinander verbunden, z.B. durch Schweißen, Clinchen oder andere Fügeverfahren.
Bei der oben erwähnten DE 10 2009 049 602.5 geht es um die lose Vorfixierung zweier fest miteinander zu verbindender Bauteile. An dem einen Bauteil ist ein abstehendes kugelförmiges Formschlusselement vorgesehen, das in eine z. B. schlüssellochartig gestaltete Ausnehmung des zweiten Bauteils eingreift. Die beiden miteinander zu verbindenden Bauteile werden also zusammengesetzt und anschließend relativ zueinander verschoben, wobei sich durch das Verschieben ein Formschluss ergibt. Durch den Formschluss werden die beiden Bauteile relativ zueinander vorfixiert und können anschließend fest miteinander verbunden werden, z. B. durch Schweißen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bauteilverbindungskonzept zu schaffen, mittels dem Bauteile, insbesondere Karosserieteile von Fahrzeugen sowie Anbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile, einfach (vor-)montiert werden können.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 bzw. 20 bzw. 21 bzw. 22 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ausgangspunkt der Erfindung ist ein Verfahren zum Verbinden von Bauteilen, bei dem ein erstes Fahrzeugbauteil bzw. ein erstes Nichtfahrzeugbauteil mit einem zweiten Fahrzeugbauteil bzw. mit einem zweiten Nichtfahrzeugbauteil verbunden wird..
Der Begriff "Fahrzeugbauteil" ist äußerst breit zu interpretieren. Er umfasst eine Vielzahl von Arten von Bauteilen, die es bei der Herstellung eines Fahrzeugs zu verbinden gilt, insbesondere, aber nicht ausschließlich, Karosseriebauteile, sondern auch andere Bauteile, wie z. B. sogenannte „Anbauteile" von Fahrzeugen (Halteeinrichtungen für Nebenaggregate, etc). Der Begriff „Fahrzeuge" umfasst sowohl Personenkraftwagen als auch Nutzfahrzeuge, wie Lkw oder Schienenfahrzeuge, Motorräder, etc.
Der Begriff„Nichtfahrzeugbautei!" ist ebenfalls sehr breit zu interpretieren. Er umfasst grundsätzlich alle Arten von Bauteilen, die für Anwendungen außerhalb des Fahrzeug(bau)bereichs, insbesondere außerhalb des Straßenfahrzeug(bau)bereichs, bestimmt sind. Die Erfindung kann beispielsweise in folgenden Bereichen eingesetzt werden: • Bereich„Weißer Ware", d. h. Herstellung von Haushaltsgeräten, wie z. B. Kühlschränken, Gefrierschränken, Gefriertruhen, Elektroherden, Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Wäschetrocknern usw., insbesondere Verbindung von für Haushaltsgeräte bestimmten (Blech- )Gehäusebauteilen.
1. Gehäuseteile können zusammengesteckt werden, nicht nur zur Vorfixierung, sondern„die Kugel" kann gezielt als Fügeelement eingesetzt werden, das ein späteres Zerlegen ermöglicht.
2. Kugel als standardisiertes Element für Montageteile, z. B.
Isolationsmaterialien, Verkleidungsteile, Elektronik / Steuergeräte, Kabel.
3. Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Bauteilverbindung bei einem Kühlschrank oder Trockner als schwimmende Fixierung für Wärmetauscher o. ä. eingesetzt werden.
• Möbelherstellung, insbesondere Verbindung einzelner Möbelteile. Die Erfindung könnte z. B. eingesetzt werden bei der Herstellung von
• Wohn- und Küchenmöbeln, Büromöbeln, Labormöbeln, Straßenmöbeln, Stadtmöbeln, Parkmöbeln, Gartenmöbeln, z. B. zur Positionierung und Vorfixierung von Struktur- und Montageteilen;
• Blechbauteilen zur Vorfixierung von Bauteilen, um anschließend mit wenig Fügeelementen (z.B. Schrauben) zu fixieren;
• Zur geometrischen Ausrichtung mehrerer Möbelteile über die Kugel (eine zweite Komonente/Möbelstück„rutscht" über die Kugel in die richtige Position relativ zu einer/einem ersten Komponente/Möbelstück).
• Bauwirtschaft, insbesondere Verbindung einzelner Komponenten eines Hauses, wie z. B. Verbindung von Fassadenelementen. Befestigungs- Ankersysteme im Strukturbereich im Bau, z. B. Dachstrukturen. Demontierbare Messestände. • Fluggerätebau, insbesondere Flugzeugbau, insbesondere Verbindung von Bauteilen von Fluggeräten.
• Spielzeugbereich, insbesondere Verbindung einzelner Spielzeugteile.
Die vorstehende Aufzählung von Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ist rein exemplarisch und keineswegs einschränkend zu verstehen.
Wenngleich die nachfolgende Beschreibung primär im Zusammenhang mit „Fahrzeugbauteilen" erfolgt, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sämtliche Teilaspekte der Erfindung auch auf den Bereich „Nichtfahrzeugbauteile" anwendbar sind. Insbesondere können Teilaspekte der Erfindung, die in Patentansprüchen enthalten sind, welche sich auf ein Verfahren zum Verbinden von Fahrzeugbauteilen beziehen, auch bei dem sich auf„Nichtfahrzeugbauteile" beziehenden Verfahren eingesetzt werden.
Das erste der beiden Fahrzeugbauteile bzw. das erste der beiden Nichtfahrzeugbauteile weist ein vom ersten Fahrzeugbauteil bzw. von dem ersten Nichtfahrzeugbauteil abstehendes, „männliches Fixierelement" auf, das teilweise oder ganz die Form einer Kugel bzw. Kalotte oder teilweise oder ganz eine kugelähnliche Form hat. Der Begriff „kugelähnlich" ist ebenfalls sehr breit zu interpretieren und nicht auf den mathematischen Begriff einer Kugelgeometrie beschränkt.„Kugelähnlich" kann z.B.„konvex gewölbt" bedeuten. Vorzugsweise ist das kugelförmige oder kugelähnlich gestaltete männliche Fixierelement rotationssymmetrisch bezüglich einer Normalenrichtung eines oder beider Fahrzeugbauteile an der Stelle des männlichen Fixierelements. Die Begriffe „kugelartig" oder „kugelähnlich" umfassen ganz allgemein "runde" bzw. „gewölbte", insbesondere „konvex gewöibte" Geometrien. Ein derart gestaltetes männliches Fixierelement kann sehr einfach mit dem zweiten Fahrzeugbauteil bzw. mit dem zweiten Nichtfahrzeugbauteil zusammengesteckt werden. Durch eine runde, kantenlose Geometrie des männlichen Fixierelements minimiert sich die Gefahr, dass sich die beiden Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile beim Zusammenstecken ungewollt verkannten.
Das zweite Fahrzeugbauteil bzw. das zweite Nichtfahrzeugbauteil weist ein zur Aufnahme des männlichen Fixierelements vorgesehenes "weibliches Fixierelement" auf. Der Begriff "weibliches Fixierelement" ist ebenfalls äußerst breit auszulegen. Gemeint sind ganz allgemein konstruktive Gestaltungen, die es ermöglichen, das männliche Fixierelement in einer Einführrichtung in das weibliche Fixierelement einzuführen.
Der Kern der Erfindung besteht darin, dass das männliche Fixierelement ein Übermaß in Bezug auf das weibliche Fixierelement aufweist. Das Übermaß kann insbesondere in einer Richtung, die quer zur Einführrichtung ist, bestehen. Aufgrund des Übermaßes werden die beiden Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile beim Zusammenstecken an den Fixierelementen lösbar aneinandergeklemmt.
Die Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile können alsoeinfach zusammengesteckt und auf diese Weise relativ zueinander (vor-)fixiert werden.
Fahrzeugbauteile, wie z. B. einzelne Karosserieteile, oder Nichtfahrzeugbauteile können durch ein oder mehrere derartige Bauteilverbindungen miteinander verbunden, d. h. (vor-)montiert werden. Die einzelnen Bauteile brauchen dabei lediglich "zusammengesteckt" werden. Je nach Art der Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile und der konstruktiv vorgesehenen„Klemmkraft" können die beiden Fahrzeugbauteile
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Bauteilverbindung miteinander verbunden sein oder zusätzlich über eine oder mehrere andere Verbindungstechniken, wie z. B. Schweißen, Schrauben, Nieten, Clinchen etc. In Betracht kommen dabei insbesondere auch solche Verbindungstechniken, die von einer einzigen Bauteilseite her herstellbar sind („einseitige Verbindungsverfahren"). Exemplarisch sei hier das Laserschweißen genannt, bei dem im Unterschied zu Punktschweißverfahren der„Bauteilverbund" nicht von beiden Seiten her mittels einer Schweißzange zugänglich sein muss, sondern von einer einzigen Seite her gearbeitet werden kann.
Ein Formschluss in Einführrichtung zwischen den Fixierelementen kann vorgesehen sein. Ein derartiger Formschluss muss aber nicht notwendigerweise vorgesehen sein. Anders ausgedrückt muss nicht unbedingt ein Hinterschnitt des männlichen und des weiblichen Fixierelements vorgesehen sein.
Das weibliche Fixierelement kann durch ein in dem zweiten Fahrzeugbauteil bzw. an dem zweiten Nichtfahrzeugbauteil vorgesehenes„Durchgangsloch" gebildet sein. Der Begriff „Durchgangsloch" ist breit zu interpretieren und nicht per se auf eine bestimmte Lochgeometrie beschränkt. Das Durchgangsloch kann z.B. kreisförmig sein oder eine von einer Kreisform abweichende Geometrie aufweisen, wie z.B. eine im Wesentlichen quadratische Geometrie, eine drei-, vier- oder mehreckförmige Geometrie, wobei die„Ecken" ausgerundet sein können.
Da das männliche Fixierelement quer zur Einführrichtung ein gewisses Übermaß im Bezug auf das weibliche Fixierelement aufweist, müssen die beiden Fixierelemente - oder zumindest eines der beiden Fixierelemente - eine gewisse„Mindestelastizität" aufweisen, so dass das Zusammenstecken ermöglicht wird und nach dem Zusammenstecken eine hinreichende Klemmkraft bestehen bleibt.
Bei dem männlichen Fixierelement kann es sich z.B. um eine Kugel aus Vollmaterial handeln, insbesondere um eine Stahl- oder Aluminiumkugel. Alternativ dazu kann das männliche Fixierelement auch aus einem anderen Material bestehen, wie z. B. Kunststoff. Eine derartige "Vollkugel" weist eine vergleichsweise geringe Elastizität auf. Die für ein Zusammenstecken erforderliche Mindestelastizität kann dann durch eine entsprechende Gestaltung des weiblichen Fixierelements erreicht werden.
Es kann vorgesehen sein, dass die beiden Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile nach dem Zusammenstecken an den Fixierelementen in Richtungen, die quer zur Einführrichtung sind, spielfrei miteinander verbunden, d.h. unverschieblich relativ zueinander fixiert sind.
Wie bereits erwähnt, können die beiden Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile über mehrere derartige oder ähnliche Bauteilverbindungen aneinander (vor-)fixiert werden. Dementsprechend kann an einem der beiden Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile mindestens ein weiteres männliches Fixierelement vorgesehen sein, das ebenfalls teilweise oder ganz die Form einer Kugel bzw. teilweise oder ganz eine kugelähnliche Form hat und das in einer bzw. in derselben Einführrichtung wie das erste männliche Fixierelement in ein zugeordnetes weiteres weibliches Fixierelement eingeführt werden kann bzw. eingeführt ist, das an dem betreffenden anderen Fahrzeugbauteil bzw. Nichtfahrzeugbauteil vorgesehen ist.
Das mindestens eine weitere weibliche Fixierelement kann durch einen Schlitz bzw. durch ein längliches Durchgangsloch gebildet sein, in dem das weitere männliche Fixierelement in einer Längsrichtung des Schlitzes bzw. des länglichen Durchgangslochs verschieblich ist.
Anschaulich gesprochen bildet somit die eine "Bauteilverbindung" ein "Fest- 1 1 i mri io min oetöne inö i+ r οΐη "I ne lpnar"
Dies hat den Vorteil, dass die beiden miteinander zu verbindenden Fahrzeugbauteile "schwimmend" und somit im Wesentlichen spannungsfrei zusammengesteckt bzw. aneinander fixiert werden können. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist an einem Rand des das weibliche Fixierelement bildenden Durchgangslochs mindestens ein von dem zweiten Fahrzeugbauteil bzw. zweiten Nichtfahrzeugbauteil abstehendes, biegeelastisches Klemmelement vorgesehen. Das Klemmelement übt von außen her eine im Wesentlichen quer zur Einführrichtung wirkende Klemmkraft auf eine Außenseite des männlichen Fixierelements aus. Das Klemmelement kann das männliche Fixierelement hintergreifen. Dies muss aber nicht unbedingt der Fall sein. Im Falle eines Hinterschnitts kommt es beim Zusammenfügen, d. h. beim Zusammenstecken der beiden Fixierelemente zu einem „Überdrücken" und somit zu einem hörbaren Einrasten des männlichen Fixierelements in bzw. an dem weiblichen Fixierelement.
Bei dem Klemmelement kann es sich um einen sich entlang des gesamten Rands des Durchgangslochs erstreckenden Klemmkragen handeln. Alternativ dazu kann auch lediglich ein sich über einen Umfangsabschnitt erstreckendes Klemmkragenelement vorgesehen sein. Ferner können entlang des Durchgangslochs mehrere in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Klemmkrägen vorgesehen sein, die das männliche Fixierelement jeweils auf einem Umfangsabschnitt oder jeweils an einer Umfangsstelle von außen her berühren. Es kann auch vorgesehen sein, dass lediglich ein Teil der vorgesehenen Klemmkrägen von außen her gegen das männliche Fixierelement drückt.
Es kann vorgesehen sein, dass der Klemmkragen bzw. die Klemmkrägen in Einführrichtung bzw. entgegen der Einführrichtung von dem zweiten Fahrzeugbauteil absteht bzw. abstehen. Der mindestens eine Klemmkragen muss nicht ganz senkrecht in Bezug auf das zweite Fahrzeugtei! umgebogen werden, sondern kann leicht schräg angestellt werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Klemmkragen mit der Oberfläche des zweiten Fahrzeugbauteils bzw. zweiten Nichtfahrzeugbauteils im Bereich des Durchgangslochs einen Winkel im Bereich einschließt, der im Bereich zwischen 80° und 90° liegt.
Bei dem ersten und/oder bei dem zweiten Fahrzeugbauteil bzw. Nichtfahrzeugbauteil kann es sich um ein Blechbauteil handeln. Im Fall von Fahrzeugbauteilen kann es sich bei dem ersten und/oder bei dem zweiten Fahrzeugbauteil insbesondere um ein Karosseriebauteil handeln. Das das weibliche Fixierelement bildende Durchgangsloch kann aus dem zweiten Fahrzeugbauteil bzw. Nichtfahrzeugbauteil ausgestanzt sein. Bei dem Klemmkragen kann es sich um einen„umgebogenen" bzw.„hochgestellten" Abschnitt des ausgestanzten Durchgangslochs handeln.
Bei einem oder bei beiden der Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile kann es sich insbesondere um Tiefziehteile handeln. Das mindestens eine weibliche Fixierelement, das z.B. durch ein Durchgangsloch gebildet sein kann, kann unmittelbar im Tiefziehwerkzeug ausgestanzt oder in einem nachfolgenden Fertigungsschritt hergestellt werden.
Bei einem oder bei beiden der Fahrzeugbauteile bzw. Nichtfahrzeugbauteile kann es sich um Bauteile aus Metall (Blechbauteil(e)) oder aus Kunststoff, insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoff (z. B. Kohlefaserbauteil(e), Glasfaserbauteil(e) o. ä.) handeln.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Erfindung im Automobilbaubereich, der bereits heute hochautomatisiert ist, signifikante Kosteneinsparungen ermöglicht. Aber auch in Bereichen außerhalb des Automobilbaus bzw. in Bereichen, in denen eine Automatisierung bislang als zu kostspielig erschien, bietet die Erfindung die Möglichkeit, bislang nicht oder kaum automatisierte Fertigungsvorgänge von Grund auf neu zu konzipieren und zu automatisieren, was mit einem hohen Kostensenkungspotenzial verbunden ist. Das erfindungsgemäße Verfahren kann somit in einer Vielzahl von Bereichen als sehr kostengünstiges geometrieunspezifisches, vorrichtungsfreies „Standard-Verbindungsverfahren" etabliert werden.
Im Folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 Ein Blech mit einer aufgeschweißten Stahlkugel;
Figuren 2, 3 ein Blech mit einem Durchgangsloch mit umlaufenden Klemmkragen;
Figuren 4-6 verschiedene Ausführungsbeispiele mit unterschiedlichen
Klemmkrägen; und
Figur 7 zwei schwimmend aneinander fixierte Bauteile gemäß der Erfindung.
Figur 1 zeigt ein erstes Blech 1 , auf das eine Stahlkugel 2 aufgeschweißt ist.
Die Figuren 2, 3 zeigen ein zweites Blech 3, in das ein Durchgangsloch 4 gestanzt ist, welches einen umgebogenen Kragen 5 aufweist, der als Klemmkragen fungiert. Das Durchgangsloch 4 bzw. der Klemmkragen 5 haben einen geringfügig kleineren Durchmesser als die Kugel 2. Der Klemmkragen ist jedoch hinreichend elastisch, so dass die Kugel in das Durchgangsloch 4 gesteckt werden kann.
Das Durchgangsloch 4 kann, wie in den Figuren 2, 3 gezeigt, eine annähernd viereckige bzw. quadratische Form haben. Im Falle einer annähernd quadratischen Druchgangslochgeometrie, drückt der Klemmkragen 5 punktförmig an vier jeweils ca. 90° voneinander beabstandeten Stellen von außen her gegen die Kugel 2. Figur 4 zeigt die beiden Bleche 1 , 3 in zusammengestecktem Zustand. Die an dem Blech 1 fixierte Kugel wurde von unten her durch das Durchgangsloch 4 hindurchgesteckt. Der Klemmkragen 5 drückt im Wesentlichen quer zu einer Einführrichtung 6 von außen her gegen die Kugel 2. Die beiden Bleche 1 , 3 sind damit in Richtungen, die quer zur Einführvorrichtung 6 sind, fest und im Wesentlichen spielfrei relativ zueinander positioniert.
Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem anstatt eines umlaufenden Klemmkragens in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt mehrere zahnartige Klemmkragenelemente 5a, 5b, 5c vorgesehen sind.
Beim Ausführungsbeispiel der Figur 6 sind lediglich zwei derartige zahnartige Klemmkragenelemente 5a, 5b vorgesehen, die in Umfangsrichtung ca. 180° voneinander beabstandet sind. Die beiden Klemmkragenelemente 5a, 5b sind auf einander gegenüberliegenden Seiten der Kugel 2 angeordnet.
Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem auf einem ersten Blech 1 beabstandet voneinander eine erste Kugel 2a und eine zweite Kugel 2b angeordnet sind. Die beiden Kugeln 2a, 2b können auf das Blech 1 aufgeschweißt sein.
In dem zweiten Blech 3 ist ein erstes der Kugel 2a zugeordnetes rechteckiges bzw. quadratisches Durchgangsloch 4a vorgesehen, das einen umlaufenden Klemmkragen 5 aufweist, ähnlich wie er in den Figuren 2 - 4 gezeigt ist. Im Bereich der Kugel 2a sind die beiden Bleche 1 , 3 somit fest quer zur Einführrichtung relativ zueinander fixiert.
Bei dem zweiten Durchgangsloch 4b hingegen handelt es sich um ein längliches Durchgangsloch, mit zwei in Lochlängsrichtung verlaufenden Klemmkrägen 5a, 5b, die voneinander gegenüberliegenden Seiten her gegen die Außenseite der Kugel 2b drücken. Bei der in Figur 7 gezeigten Anordnung sind die Bleche "schwimmend" aneinander fixiert. Durch das Langloch 4b werden Spannungen zwischen den Befestigungsstellen vermieden.
Die beiden Bleche 1 , 3 können einfach zusammengesteckt und anschließend z.B. durch Schweißen dauerhaft fest miteinander verbunden werden. Die beim Schweißen auftretenden Wärmedehnungen werden aufgrund der schwimmenden Anordnung der beiden Bleche„automatisch" ausgeglichen.
