EKENHORST, Dirk (Loeweweg 21, Osnabrück, 49076, DE)
| Ansprüche 1 . Verbundfolie (10), insbesondere für Verpackungen (1 ) in der Nahrungsmitteloder Lebensmittelindustrie, mit wenigstens einer aus siegelbarem Material bestehenden Siegelschicht (12), die zumindest mittelbar mit einer als Außenschicht wirkenden ersten Schicht (1 1 ) verbunden ist, wobei die Siegelschicht (12) einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweist als die erste Schicht (1 1 ) , dadurch gekennzeichnet, dass auf der der ersten Schicht (1 1 ) abgewandten Seite der Siegelschicht (12) in Wirkverbindung mit der Siegelschicht (12) eine als innere Schicht wirkende zweite Schicht (13) angeordnet ist, dass die zweite Schicht (13) einen höheren Schmelzpunkt aufweist als die Siegelschicht (12) und, dass die zweite Schicht (13) wenigstens eine Durchgangsöffnung (17; 17a bis 17c) aufweist, die von der Siegelschicht (12) überdeckt ist. 2. Verbundfolie nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht (13) aus Polyethylenterephthalat (PET) besteht. 3. Verbundfolie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Siegelschicht (12) und der ersten Schicht (1 1 ) zumindest eine als Barriereschicht wirkende dritte Schicht (15) angeordnet ist. 4. Verbundfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Schicht (13) eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) ausgebildet sind, die in gleichmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind. Verbundfolie nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Reihen von Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) vorgesehen sind, dass zwischen den Reihen eine streifenförmige Zone (19) ohne Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) ausgebildet ist und, dass die beiden Reihen von Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) derart zueinander ausgerichtet sind, dass bei einem Umfalten der Verbundfolie (10) im Bereich der streifenförmigen Zone (19) und Gegeneinanderlegen der beiden Abschnitte unter Bildung einer Faltkante (18) die Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) der beiden gegeneinander gelegten zweiten Schichten (13) in Überdeckung zueinander angeordnet sind. Verbundfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Siegelschicht (12) aus Polyethylen (PE) besteht und eine Schichtdicke von 30μιη bis Ι ΟΟμιτι, bevorzugt zwischen 50μιη und 90μιη aufweist und, dass die zweite Schicht (13) eine Dicke von 8μιη bis 20μιη, bevorzugt zwischen 12μιη und 18μιη aufweist. Verfahren zur Herstellung einer Verbundfolie (10), bei der eine als Außenschicht wirkende erste Schicht (1 1 ), eine Siegelschicht (12) und eine als innere Schicht wirkende zweite Schicht (13) miteinander flächig verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass in die zweiten Schicht (13) vor dem Verbinden mit der Siegelschicht (12) wenigstens eine Durchgangsöffnung (17; 17a bis 17c) ausgebildet wird und, dass die Siegelschicht (12) zumindest im Bereich der Durchgangsöffnung (17; 17a bis 17c) angeordnet wird, so dass diese die wenigstens eine Durchgangsöffnung (17; 17a bis 17c) überdeckt. 8. Verfahren zur Herstellung eines aus wenigstens einer Verbundfolie (10) bestehenden Folienverbundes (1 ), insbesondere einer Verpackung, unter Verwendung einer Verbundfolie (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei zwei Abschnitte der wenigstens einen Verbundfolie (10) gegeneinander gelegt werden und durch Einbringen von Wärme und Druck wenigstens eine Siegelschicht (12) aktiviert wird, so dass die Siegelschichten (12) der beiden Abschnitte in Wirkverbindung geraten und die beiden gegeneinander gelegten Abschnitte miteinander verbinden, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung der Wärme bzw. des Drucks in die wenigstens eine Verbundfolie (10) zumindest eine Verdrängung des Materials der Siegel- schicht (12) in den Bereich von zueinander in Überdeckung ausgerichteten Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) von als inneren Schichten wirkenden zweiten Schichten (13) bewirkt, derart, dass das Material der Siegelschichten (12) in Wirkverbindung gelangt. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) der inneren Schicht (13) beim Versiegeln unter Einwirkung von Wärme und Druck sich in ihrer Ausdehnung aufweiten bzw. aufbrechen und dabei insbesondere eine vollflächi- ge, dichte Verbindung ausbilden. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung einer einzigen Verbundfolie (10) diese im Bereich ei- ner streifenförmigen Zone (19) ohne Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) in der zweiten Schicht (13) unter Bildung einer Faltkante (18) gefaltet und gegeneinander gelegt wird, so dass die Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) fluchtend zueinander angeordnet sind. 1 1 . Vorrichtung zur Herstellung einer Verbundfolie (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (20) zur Herstellung wenigstens einer, bevorzugt einer Vielzahl von in gleichmäßigen Abständen zueinander angeordneten Durchgangsöffnungen (17; 17a bis 17c) in einer insbesondere aus Polyethylente- rephthalat (PET) bestehenden zweiten Schicht (13) vorgesehen ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (20) als Lasereinrichtung, Stanzeinrichtung ausgebildet ist oder wenigstens ein Messer umfasst. |
VERBUNDFOLIE, VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER VERBUNDFOLIE UND EINES AUS WENIGSTENS EINER VERBUNDFOLIE BESTEHENDEN FOLIENVERBUNDES SOWIE VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG EINER VERBUNDFOLIE
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Verbundfolie, ein Verfahren zur Herstellung einer Ver- bundfolie sowie ein Verfahren zur Herstellung eines aus wenigstens einer Verbundfolie bestehenden Folienverbundes gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Herstellung einer Verbundfolie.
Eine derartige Verbundfolie ist insbesondere aus der Lebensmittel- bzw. Nahrungsmittelindustrie bekannt und dient hierbei zum Herstellen von Verpackungen, welche jeweils eine bestimmte Menge von Lebens- bzw. Nahrungsmitteln enthalten. Insbesondere sind derartige Verbundfolien zum Herstellen von sogenannten
Schlauchbeutelpackungen bekannt. Derartige Schlauchbeutelpackungen werden dadurch hergestellt, dass zwei gegenüberliegende Randbereiche einer Verbundfolie, oder aber zwei getrennte Verbundfolien, gegeneinandergelegt werden, wobei unter Einwirkung von Wärme und Druck die Randbereiche an den gegeneinander gelegten Siegelschichten der Verbundfolie miteinander verschweißen.
Die Verbundfolien bestehen dabei aus mehreren miteinander verbundenen
Schichten mit unterschiedlichen Schmelzpunkten. Beim Versiegeln schmelzen die Folienschichten mit den niedrigsten Schmelzpunkt zunächst auf. Es ist daher üblich, beim Verschweißen von Verbundfolien auf der Packungsinnenseite diejenigen Schichten als Siegelschichten anzuordnen, die den niedrigsten Schmelzpunkt aufweisen. Aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen kommt hierbei als Siegelschicht, welche gleichzeitig die innere Schicht der Verpackung ausbildet, insbesondere Polyethylen (PE) in Frage. Andere Kunststoffe mit einem gegenüber PE höherem
Schmelzpunkt, wie beispielsweise Polyamid (PA) oder Polyethylenterephthalat (PET) kommen als Siegelschicht nicht zum Einsatz, da diese Polymere einen zu hohen Schmelzpunkt aufweisen, so dass sie im Verpackungsbereich nicht wirtschaftlich verschweißt werden können bzw. ihre Schweißnahtfestigkeit nicht ausreichend ist. Darüber hinaus ist der Einsatz von derartigen Kunststoffen wie PA oder PET auf der Packungsinnenseite bei gleichzeitiger Verwendung von Kunst- Stoffen mit einem im Vergleich dazu niedrigeren Schmelzpunkt nicht möglich, da dann zunächst die Schicht mit dem niedrigeren Schmelzpunkt aufschmelzen würde, ohne dass es zu einem Aufschmelzen der Schicht an der Packungsinnenseite mit dem relativ dazu höheren Schmelzpunkt kommt. Zusätzlich wird erwähnt, dass der Einsatz von insbesondere Polyethylen (PE) als innerste, mit einem Füllgut in Kontakt stehende Packstoffschicht als Verpackung für sensible Lebensmittel, wie zum Beispiel Mineralwasser, aufgrund seiner hohen Migrationsfähigkeit nicht geeignet ist.
Offenbarung der Erfindung
Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verbundfolie, ein Verfahren zur Herstellung einer Verbund- folie sowie ein Verfahren zur Herstellung eines aus wenigstens einer Verbundfolie bestehenden Folienverbundes nach den Oberbegriffen der jeweiligen unabhängigen Ansprüche derart weiterzubilden, dass als innere Schichten der Verpackungen Materialien zum Einsatz kommen können, die in Bezug auf die verschiedenen Schichten nicht zwangsläufig den niedrigsten Schmelzpunkt aufwei- sen. Insbesondere soll es damit ermöglicht werden, anstelle von Polyethylen
(PE) alternative Polymere zu verwenden. Diese Aufgabe wird bei einer Verbundfolie mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Verbundfolie sowie ein Verfahren zur Herstellung eines aus wenigstens einer erfindungsgemäßen Verbundfolie bestehenden Folienverbundes sind in den jeweiligen unabhängigen Ansprüchen angegeben. Der Erfindung liegt dabei die Idee zugrunde, als mit dem Füllgut in Kontakt stehender Innenschicht ein Material mit einem gegenüber der zuerst aufschmelzenden (Siegel-) Schicht relativ dazu höherem Schmelzpunkt, insbesondere Polye- thylenterephthalat (PET), zu verwenden, wobei diese Innenschicht wenigstens eine Durchgangsöffnung aufweist, die von einer Siegelschicht mit einem relativ dazu geringerem Schmelzpunkt überdeckt ist. Die dichte Verbindung im Bereich der Siegel- bzw. der Schweißnaht wird insbesondere auch dadurch erzielt, dass beim Aufschmelzen der Siegelschicht das Material der Siegelschicht durch die Durchgangsöffnung der PET-Innenschicht dringt und mit der gegenüberliegenden Siegelschicht in Wirkverbindung gelangt. Gleichzeitig brechen, je nach Schweißparameter und Siegelwerkzeug, die Durchgangsöffnungen in der innersten Schicht unter der Einwirkung des Drucks der Siegelbacken auf, so dass eine vorzugsweise vollflächige, insbesondere linienförmige Verbindungszone im Bereich der Durchgangsöffnungen erzielt wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Verbundfolie, des Verfahrens zur Herstellung der Verbundfolie sowie des Verfahrens zur Herstellung eines aus wenigstens einer Verbundfolie bestehenden Folienverbundes sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in den Ansprüchen, der Beschreibung und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
Die Verwendung von PET als Innenschicht insbesondere für Verpackungen hat den Vorteil, dass bei sensiblen Lebensmitteln, wie z.B. Wasser, eine derartige dazu Verbundfolie geeignet ist, derartige sensible Lebensmittel aufgrund der sehr geringen Mikrationsfähigkeit von PET zu verpacken.
Besonders bevorzugt ist es, wenn zwischen der Siegelschicht und der ersten Schicht zumindest eine als Barriereschicht wirkende dritte Schicht angeordnet ist. Eine derartige Barriereschicht kann beispielsweise den Eintritt von UV-Strahlung in eine Verpackung verhindern und somit die Haltbarkeit des Nahrungs- bzw. Lebensmittels vergrößern.
Besonders bevorzugt ist es, wenn in der zweiten Schicht eine Vielzahl von Durchgangsöffnungen ausgebildet sind, die in gleichmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind. Durch diese Ausbildung lässt sich eine erfindungsgemä- ße Verbundfolie insbesondere als endlose Packstoffbahn bevorraten und besonders einfach verarbeiten.
Insbesondere zur Bildung von dichten Schlauchbeutelpackungen, bei denen der Austritt von insbesondere flüssigem oder pastösem Füllgut sicher verhindert werden muss, ist es darüber hinaus in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass zumindest zwei Reihen von Durchgangsöffnungen vorgesehen sind, dass zwischen den Reihen eine streifenförmige Zone ohne Durchgangsöffnungen ausgebildet ist und, dass die beiden Reihen von Durchgangsöffnungen derart zueinander ausgerichtet sind, dass bei einem Um- falten der Verbundfolie im Bereich der streifenförmigen Zone und Gegeneinan- derlegen der beiden Abschnitte unter Bildung einer Faltkante die Durchgangsöffnungen der beiden gegeneinander gelegten zweiten Schichten in Überdeckung zueinander angeordnet sind.
Zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich der Eigenschaften von Verpackungen bei Schlauchbeuteln werden erzielt, wenn die Siegelschicht aus Polyethylen (PE) besteht und eine Schichtdicke von 30μιη bis Ι ΟΟμιτι, bevorzugt zwischen 50μιη und 90μιη aufweist und, dass die zweite Schicht eine Dicke von 8μιη bis 20μιη, bevorzugt zwischen 12μιη und 18μιη aufweist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung.
Diese zeigt in:
Fig. 1 eine als Schlauchbeutelpackung ausgebildete Verpackung für ein Lebens- bzw. Nahrungsmittel in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 2 einen Schnitt in der Ebene II-II der Fig. 1 ,
Fig. 3 eine Darstellung einer Verbundfolie mit ihren unterschiedlichen Schichten zur Verwendung bei einer Verpackung gemäß der Fig. 1 in einem Randbereich, der mittels einer Schweißnaht verbunden wird, in perspektivischer Ansicht, Fig. 4 die Darstellung eines Teils der Verbundfolie gemäß Fig. 3 im Bereich ihrer Siegel- sowie Innenschicht in perspektivischer Ansicht und
Fig. 5 eine vereinfachte Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung von
Durchgangsöffnungen an einer PET-Innenschicht.
In der Fig. 1 ist eine insbesondere in der Lebensmittel- bzw. Nahrungsmittelindustrie einsetzbare Verpackung 1 dargestellt. Die Verpackung 1 dient hierbei insbesondere der Verpackung von flüssigem, pastösem oder stückigem Füllgut, wie beispielsweise Milch, Wasser, Ketchup, oder ähnlichem. Besonders bevorzugt ist der Einsatz der Verbundfolie zum Verpacken von sensorisch sensiblen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Wasser.
Die Verpackung 1 ist im Ausführungsbeispiel kissenartig ausgebildet und weist insbesondere eine obere, streifenförmige Schweißnaht 2 und eine untere, ebenfalls streifenförmige Schweißnaht 3 auf. Eine derartige Verpackung 1 wird in der Praxis mittels sogenannter Schlauchbeutelmaschinen hergestellt, bei der wenigstens eine als endlose Packstoffbahn bevorratete Verbundfolie taktweise oder kontinuierlich abgezogen, gefaltet, befüllt und verschweißt wird. Hierbei arbeiten derartige Schlauchbeutelmaschinen entweder mit einer einzigen Packstoffbahn, bei der die beiden in Längsrichtung bezüglich der Vorzugsrichtung beabstande- ten Endbereiche gegeneinander gelegt werden, oder aber mit zwei separaten Packstoffbahnen, welche in Überdeckung gebracht werden. In beiden Fällen sind somit weitere, in der Darstellung der Fig. 1 nicht dargestellte, sogenannte Längsschweißnähte erforderlich.
Ergänzend wird erwähnt, dass es anstelle der kissenartigen Verpackungen 1 selbstverständlich auch in den Rahmen der Erfindung fällt, andersartig geformte Verpackungen 1 , zum Beispiel in Form von Standbeutelpackungen, pyramidenartigen Packungen usw. vorzusehen bzw. zu verwenden. Wesentlich ist lediglich, dass alle derartigen Verpackungen 1 Schweißnähte 2, 3 aufweisen.
Das Herstellen der Schweißnähte 2 und 3 erfolgt durch sogenannte, aus dem Stand der Technik bekannte Siegelwerkzeuge, die Siegelbacken aufweisen, zwischen denen die beiden gegenüberliegenden Abschnitte der wenigstens einen Packstoffbahn unter Einwirkung von Wärme und Druck miteinander verschweißt werden.
Die Verpackung 1 wird unter Verwendung einer in der Fig. 3 dargestellten, erfin- dungsgemäßen Verbundfolie 10 hergestellt, die die oben genannte Packstoffbahn darstellt. Die Verbundfolie 10 weist zumindest drei unterschiedliche Schichten 1 1 bis 13 auf. Als äußere Schicht 1 1 der Verpackung 1 , die eine erste Schicht 1 1 darstellt, findet dabei bevorzugt, jedoch nicht zwingend Polyethylenterephtha- lat (PET) Verwendung. Alternativ hierzu ist beispielsweise auch der Einsatz von Polyamid (PA) denkbar. An die erste (äußere) Schicht 1 1 schließt sich eine zweite Schicht als Siegelschicht 12 an, welche insbesondere aus Polyethylen (PE) besteht. Die äußere Schicht 1 1 weist einen höheren Schmelzpunkt auf als die Siegelschicht 12. An die Siegelschicht 12 schließt sich wiederum auf der der äußeren Schicht 1 1 gegenüberliegenden Seite eine als innere Schicht 13 wirkende zweite Schicht 13 an. Die innere Schicht 13 besteht hierbei insbesondere ebenfalls aus Polyethylenterephthalat (PET). Wesentlich hierbei ist, dass die Siegelschicht 12 einen niedrigeren Schmelzpunkt ausweist als die innere Schicht 13.
In der Praxis zufriedenstellende Ergebnisse für Verpackungen 1 wurden erzielt, wenn die Schichtdicke der Siegelschicht 12 zwischen 30μιη und Ι ΟΟμιτι, bevorzugt zwischen 50μιη und 90μιη aufweist und, wobei die innere Schicht 13 eine Schichtdicke von 8μιη bis 20μιη, bevorzugt zwischen 12μιη und 18μιη aufweist.
Insbesondere kann es auch vorgesehen sein, dass zwischen der äußeren Schicht 1 1 und der Siegelschicht 13 wenigstens eine zusätzliche Barriereschicht
15 angeordnet ist, wie dies anhand der Fig. 3 erkennbar ist. Als Material für die Barriereschicht 15 kommen dabei alle, bei Verbundfolien gebräuchlichen Barriereschichten 15 in Frage. Auch kann die Verbundfolie 10 insgesamt aus einer Vielzahl von miteinander verbundenen Schichten bestehen. Wesentlich ist ledig- lieh, dass die innere, mit dem Lebensmittel in Kontakt stehende Schicht 13 einen höheren Schmelzpunkt aufweist als die mit dieser zusammenwirkende Siegelschicht 12.
Erfindungswesentlich ist, dass die innere Schicht 13 mit wenigstens einer Perfo- ration bzw. wenigstens einer Durchgangsöffnung 17 ausgebildet ist. In der Fig. 4 sind beispielhaft drei verschiedene Formen von Durchgangsöffnungen 17 darge- stellt. So sind die Durchgangsöffnungen 17a als runde Durchgangsöffnungen 17a ausgebildet, während die Durchgangsöffnungen 17b einen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen. Die Durchgangsöffnung 17c ist als Zickzack-Muster ausgebildet. Bei Verwendung von Durchgangsöffnungen 17a und 17b sind diese insbesondere als eine Vielzahl von nebeneinander bzw. hintereinander angeordneten Durchgangsöffnungen 17a bzw. 17b angeordnet bzw. ausgebildet.
Bei der Formung der Verpackungen 1 mittels der erfindungsgemäßen Verbundfolie 10 ist es wesentlich, dass entsprechend der Fig. 3 (hier ist der Fall dargestellt, bei der eine einzige Verbundfolie 10 verwendet wird) diese derart im Bereich einer Kante 18 umgefaltet wird, dass die Durchgangsöffnungen 17 der gegenüberliegenden Abschnitte der inneren Schicht 13 fluchtend zueinander angeordnet sind. Zwischen den Durchgangsöffnungen 17 und der Kante 18 ist eine eine Zone 19 ausgebildet, in der keine Durchgangsöffnungen 17 ausgebildet sind.
In dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur ein Bereich mit zwei fluchtend angeordneten Reihen von Durchgangsöffnungen 17 dargestellt. Selbstverständlich ist es auch im Rahmen der Erfindung, mehrere derartige Reihen von Durchgangsöffnungen 17 parallel zur Kante 18 anzuordnen.
Bei der Bildung der Schweißnähte 2, 3 im Bereich der Durchgangsöffnungen 17 wird mittels des erwähnten Siegel- bzw. Schweißwerkzeuges Wärme und Druck in den Bereich der Schweißnaht 2 bzw. 3 eingebracht. Hierbei wird die Siegelschicht 12 entsprechend der Darstellung der Fig. 2 derart aufgeschmolzen, dass Material aus der Siegelschicht 12 durch die Durchgangsöffnung 17 gelangt und sich insbesondere mit Material der Siegelschicht 12 auf der gegenüberliegenden Seite vereint und hierbei eine feste Verbindung eingeht.
Weiterhin erfolgt in Abhängigkeit der Schweißparameter und der Ausbildung des Siegelwerkzeuges ein Aufbrechen bzw. Aufweiten der Durchgangsöffnungen 17 derart, dass vorzugsweise eine streifenförmige Verbindungszone ausgebildet wird, in der die beiden Siegelschichten 12 eine vollflächige, dichte Verbindung eingehen, so dass ggf. auf ein Umfalten der Verbundfolie 10 zum Bilden einer Kante 18 verzichtet werden kann. In der Fig. 5 ist stark vereinfacht eine Einrichtung 20 zum Herstellen von Durchgangsöffnungen 17 in der inneren Schicht 13 dargestellt, die Teil einer (nicht dargestellten) Vorrichtung zum Herstellen der Verbundfolie 10 ist. Hierbei wird die innere Schicht 13 entsprechend des Pfeils 21 taktweise oder kontinuierlich unterhalb der Einrichtung 20 entlanggefördert, wobei die Einrichtung 20 in der inneren Schicht 13 die Durchgangsöffnungen 17 ausbildet. Als Einrichtung 20 kommt hierbei insbesondere eine Laserstrahleinrichtung, eine Stanzeinrichtung oder eine wenigstens ein Messer aufweisende Einrichtung 20 in Frage. Die so ausgebildete innere Schicht 13 wird anschließend in an sich bekannter Art und Weise mittels der Vorrichtung mit der äußeren Schicht 1 1 , der Siegelschicht 12 sowie ggf. mit der Barriereschicht 15 verbunden, wobei die Siegelschicht 12 zumindest den Bereich der Durchgangsöffnungen 17 überdeckt. Auch sind andere Einrichtungen 20 denkbar. So können beispielsweise mittels einer Lasereinrichtung in eine bereits gefertigte Verbundfolie 10 nachträglich die Durchgangsöffnungen 17 ausgebildet werden und dabei ggf. zusätzliche Schwächungen an der Verbundfolie, zum Beispiel zum vereinfachten Anbringen einer Ausgießöffnung oder deren vereinfachten Handhabung ausgebildet werden.
