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Patent Searching and Data


Title:
COMPOSITE FRAME FOR INSERTION INTO AN OPENING OF A BUILDING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/012083
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a composite frame (110) that is to be inserted into an opening of a building and comprises a window/door frame (112) and a sash (114) that is hinged to the window/door frame (112). The sash (114) is fitted with an inner profiled sash element (116), on an external face of which a profiled adapter element (118) is provided for fixedly inserting a pane (120) supplied for said purpose, said profiled adapter element (118) being fixedly connected to the inner profiled sash element (116). The window/door frame (112) encompasses an inner profiled window/door frame element (122) which essentially surrounds the inner profiled sash element (116). Furthermore, an outer visible part (124) that is fixedly connected to the inner profiled window/door frame element (122) is provided on a side of the inner profiled window/door frame element (122) facing the exterior of the building.

Inventors:
BETZ, Holger (Von-Stauffenberg-Str. 47, Albstadt, 72459, DE)
PFEFFER, Rolf (Südstr. 5, Starzach-Bierlingen, 72181, DE)
KÖNIG, Ralf (Vogesenstr. 3, Renchen, 77871, DE)
KNIPPERS, Jan (Liliencronstr 15, Stuttgart, 70619, DE)
PETERS, Stefan (Taunusstr. 41, Stuttgart, 70469, DE)
Application Number:
EP2007/006607
Publication Date:
January 31, 2008
Filing Date:
July 25, 2007
Export Citation:
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Assignee:
BETZ, Holger (Von-Stauffenberg-Str. 47, Albstadt, 72459, DE)
PFEFFER, Rolf (Südstr. 5, Starzach-Bierlingen, 72181, DE)
KÖNIG, Ralf (Vogesenstr. 3, Renchen, 77871, DE)
KNIPPERS, Jan (Liliencronstr 15, Stuttgart, 70619, DE)
PETERS, Stefan (Taunusstr. 41, Stuttgart, 70469, DE)
International Classes:
E06B3/30; E06B3/26
Attorney, Agent or Firm:
HÖSSLE, Markus (Hössle Kudlek & Partner, P.O. Box 10 23 38, Stuttgart, 70019, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verbundrahmen (110) zum Einsetzen in eine Gebäudeöffnung, mit einem Blendrahmen (112) und einem an dem Blendrahmen (112) angelenkten Flügelrahmen (114), wobei der Flügelrahmen (114) ein inneres Flügelrahmenprofil (116) um- fasst und an einer nach außen weisenden Seite des inneren Flügelrahmenprofils (116) ein fest mit dem inneren Flügelrahmenprofil (116) verbundenes Adapterprofil (118) zum festen Einsetzen einer dafür vorgesehenen Scheibe (120) vorgesehen ist, und wobei der Blendrahmen (112) ein um das innere Flügelrahmenprofil (116) im wesentlichen umlaufendes inneres Blendrahmenprofil (122) umfasst und an einer gebäu- deaußenseitigen Seite des inneren Blendrahmenprofils (122) ein fest mit dem inneren Blendrahmenprofil (122) verbundenes Außensichtteil (124) vorgesehen ist.

2. Verbundrahmen nach Anspruch 1, bei dem die Scheibe (120) im wesentlichen umlaufend mit dem Adapterprofil (118) verbunden ist.

3. Verbundrahmen nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Scheibe (120) mit dem Adapterprofil (118) verklebt ist.

4. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 3, bei dem die feste Verbindung des Adapterprofils (118) mit dem inneren Flügelrahmenprofil (116) und die feste Verbindung des Außensichtteils (124) mit dem inneren Blendrahmenprofil (122) mittels Verschraubung (117, 123) und/oder Verklebung erfolgt.

5. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Außensichtteil (124) im wesentlichen aus einem Material gefertigt ist, das aus der Gruppe bestehend aus Kunststoffen, PVC, faserverstärkten Kunststoffen insbesondere glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) , Mineralwerkstoffen, Holzkomposit (Fibrex™) oder einem Metall bzw. einer Metalllegierung insbesondere Aluminium und Aluminiumlegierungen ausgewählt ist.

6. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 5, bei dem das innere Flügelrahmenprofil (116) und das innere Blendrahmenprofil (122) jeweils aus einem Material gefertigt sind, das aus der Gruppe bestehend aus Holz, Kunststoff, PVC, faserverstärktem Kunststoff, insbesondere glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) , Mineralwerkstoffen oder Holzkomposit (Fibrex™) ausgewählt ist.

7. Verbundrahmen nach Anspruch 6, bei dem das innere Flügelrahmenprofil (116) und das innere Blendrahmenprofil (122) aus demselben Material gefertigt sind und raumseitige

Oberflächen mit einheitlicher Erscheinung bereitstellen.

8. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 7, bei dem das Außensichtteil (124) im wesentlichen eine gebäudeaußenseitige Oberfläche (124a) umfaßt, die als alleinige Oberfläche des Verbundrahmens der Witterung zugänglich bzw. dieser ausgesetzt ist.

9. Verbundrahmen nach Anspruch 1 bis 8, bei dem das Außensichtteil (124) eine erste Dichtung (130) umfasst, die zwischen dem Außensichtteil (124) und der Scheibe (120) oder zwischen dem Außensichtteil (124) und dem Adapterpro-

fil (118) angeordnet ist und in einem geschlossenen Zustand des Verbundrahmens (110) das Außensichtteil (124) gegenüber der Scheibe (120) oder das Außensichtteil (124) gegenüber dem Adapterprofil (118) abdichtet.

10. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 9, bei dem das Außensichtteil (124) einen Hohlraum (135) aufweist, wobei der Hohlraum (135) mit Luft oder einem wärmedämmenden Dämmstoff gefüllt ist, der aus der Gruppe bestehend aus Gasen, Dämmschaum, Dämmwolle oder weiteren geeigneten Dämmstoffen ausgewählt ist.

11. Adapterprofil, insbesondere zur Verwendung in einem Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 10, zur festen Verbindung mit einer Scheibe (120) und zur festen Verbindung mit einem Flügelrahmenprofil (116).

12. Adapterprofil nach Anspruch 11, das einen Mittelabschnitt (118b) zur Verbindung des Adapterprofils (118) mit der Scheibe (120) und mindestens einen ersten Schenkel (118a) zur Verbindung des Adapterprofils mit dem Flügelrahmenprofil (116) umfasst, der an einem ersten Ende des Mittelabschnitts (118b) angeordnet ist.

13. Adapterprofil nach Anspruch 12, bei dem der erste Schenkel (118a) derart an dem Mittelabschnitt angeordnet ist, dass das Adapterprofil (118) im wesentlichen einen L- förmigen oder ein T-förmigen Querschnitt aufweist.

14. Adapterprofil nach einem der Ansprüche 11 bis 13, das zur Anbringung einer Dichtung (132) ausgebildet ist, die das Adapterprofil gegenüber einer Blendrahmenoberfläche des Verbundrahmens (110) abdichtet.

15. Adapterprofil nach einem der Ansprüche 12 bis 14, das mindestens einen zweiten Schenkel (118c) aufweist, der an einem dem ersten Ende entgegengesetzten zweiten Ende des Mittelabschnitts (118b) angeordnet ist.

16. Adapterprofil nach Anspruch 15, bei dem der zweite Schenkel (118c) derart an dem Mittelabschnitt (118b) angeordnet ist, dass das Adapterprofil (118) im wesentlichen einen Z-förmigen, einen U-förmigen oder einen h-förmigen Querschnitt aufweist.

17. Adapterprofil nach einem der Ansprüche 11 bis 16, das im wesentlichen aus einem Material gefertigt ist, das aus der Gruppe bestehend aus faserverstärkten Kunststoffen insbesondere glasverstärktem Kunststoff (GFK) und kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) ausgewählt ist.

18. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche

I bis 10, mit einem Adapterprofil nach einem der Ansprüche

II bis 17.

19. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 10 oder 18, mit einer zweiten Dichtung (132), die an dem Adapterprofil (118) angebracht ist und eine innerhalb des Verbundrahmens (110) angeordnete Oberfläche (124b) des Außensichtteils (124) strukturell beaufschlägt.

20. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 10 oder 18 und 19, bei dem eine innenliegende Seitenfläche (116a) des Flügelrahmenprofils (116) und eine Randfläche (124c) des Außensichtteils und/oder eine Randfläche der ersten Dichtung (130) im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind und eine sich durch die Scheibe (120) erstreckende gemeinsame Fläche (124c, 130, 116a) bzw. einen sich durch die Scheibe (120) erstreckenden Rahmen

bilden, wobei die innenliegende Seitenfläche (116a) des Flügelrahmenprofils (116) an die Scheibe (120) angrenzt.

21. Verbundrahmen nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 10 oder 18 bis 20, bei dem das Außensichtteil (124) und das Adapterprofil (118) aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt sind.

22. Verbundrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 18 bis 21, mit einem zwei Rahmenöffnungen aufweisenden Blendrahmen (312), wobei die beiden Rahmenöffnungen durch einen in dem Blendrahmen (312) ausgebildeten Pfosten (326) getrennt sind, und mit zwei Flügelrahmen (314.1, 314.2), die jeweils einer der Rahmenöffnungen zugeordnet sind.

23. Verbundrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 18 bis 22, mit einem eine Rahmenöffnung aufweisenden Blendrahmen (412) , wobei die Rahmenöffnung zwei Flügelrahmen (414.1, 414.2) aufweist und die beiden Flügelrahmen (414.1, 414.2) in geschlossenem Zustand des Verbundrahmens durch einen an einem der beiden Flügelrahmen (414.1, 414.2) ausgebildeten Stülp (425) verbunden sind.

24. Verbundrahmen nach Anspruch 22 oder 23, bei dem beide Flügelrahmen (316.1, 316.2) offenbar sind.

25. Verbundrahmen nach Anspruch 22 oder 23, bei dem einer der beiden Flügelrahmen (414.1) offenbar und der andere der beiden Flügelrahmen (414.2) fest ausgebildet sind.

26. Verbundrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 18 bis 25, bei dem das Adapterprofil (118) partiell in einer beliebigen Anzahl von Teilabschnitten mit der Scheibe verbunden ist oder eine beliebige Anzahl von Unterbrechungen aufweist.

27. Verbundrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 18 bis 26, bei dem das Adapterprofil (118) direkt oder indirekt ohne einen Blendrahmen (112) mit einem Gebäude verbunden ist.

28. Fenster mit einem Verbundrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 18 bis 27.

29. Tür mit einem Verbundrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 18 bis 27.

Description:

Verbundrahmen zum Einsetzen in eine Gebäudeöffnung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verbundrahmen zum Einsetzen in eine Gebäudeöffnung, insbesondere Fenster- und Türöffnungen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Fenster- oder Türrahmen, der in Verbundtechnik aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt ist.

Fenster- und Türrahmen werden traditionell aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt. In den letzten Jahren sind zunehmend Fensterrahmen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) zum Einsatz gekommen, außerdem sind Verbundfensterrahmen aus Holz und Aluminium bekannt.

Typischerweise werden bei der Fensterherstellung Isoliergläser in einem Rahmen aus Holz, Kunststoff oder Aluminium verklotzt. Die Fensteröffnungsflügel werden dabei durch die Verklotzung der Scheiben im Rahmen ausgesteift. Die dadurch im Rahmen entstehenden Kräfte werden über die Rahmenecken weitergeleitet und bestimmen die Dimensionierung des Rahmens. Bei Holz-Aluminium-Verbundrahmen werden die Holzrahmen durch einen außenliegenden Aluminiumrahmen vor der Witterung geschützt, wobei die hohe Wärmeleitfähigkeit von Aluminium zu unerwünschten Wärmebrücken im Rahmenquerschnitt führt.

Aus der EP 0 586 213 Al ist ein aus Polymer- und Holzfasern bestehendes Verbundmaterial bekannt, das zu einem Fensterrahmen extrudiert werden kann.

Demgegenüber wird erfindungsgemäß ein Verbundrahmen und ein Adapterprofil für ein Fenster oder eine Tür mit einem sehr kleinen Rahmenquerschnitt, d.h. mit einer kleinen Ansichtsbreite des Rahmens, vorgeschlagen.

Der erfindungsgemäße Verbundrahmen weist einen (in eingebautem Zustand) feststehenden ersten Rahmenabschnitt auf. An diesem ersten Rahmenabschnitt ist ein zweiter, offenbarer Rahmenabschnitt angelenkt. Der offenbare zweite Rahmenabschnitt wiederum umfasst ein inneres (d.h. in eingebautem Zustand in das Gebäudeinnere weisendes) Flügelrahmenprofil. An einer (wiederum auf den eingebauten Zustand bezogenen) nach außen weisenden Seite (Wetter- bzw. Witterungsseite) des inneren Flügelrahmenprofils ist ein fest mit dem Flügelrahmenprofil verbundenes Adapterprofil vorgesehen, das zur festen Aufnahme einer dafür vorgesehenen Fensterscheibe dient.

Der erste, feste Rahmenabschnitt weist ein (in geschlossenem Zustand) um das innere Flügelrahmenprofil des offenbaren zweiten Rahmenabschnitts im wesentlichen umlaufendes inneres Blendrahmenprofil auf. An einer zur Gebäudeaußenseite weisenden Seite des umlaufenden inneren Blendrahmenprofils ist ein fest mit dem umlaufenden inneren Blendrahmenprofil verbundenes Außensichtteil vorgesehen.

In der Fachterminologie werden der feststehende erste Rahmenabschnitt als Blendrahmen und der offenbare zweite Rahmenabschnitt als Flügelrahmen bezeichnet. Diese Begriffe werden nachfolgend verwendet. Entsprechend werden das ge- bäudeinnenseitig angeordnete Profil des Blendrahmens als inneres Blendrahmenprofil und das gebäudeinnenseitig angeordnete Profil des Flügelrahmens als inneres Flügelrahmenprofil bezeichnet.

Die Scheibe und das Adapterprofil können im wesentlichen umlaufend miteinander fest verbunden sein, so dass das Adapterprofil mit der Scheibe eine selbsttragende, steife Einheit bildet. Diese feste Verbindung kann beispielsweise durch Verklebung der Scheibe mit dem Adapterprofil oder einer anderen geeigneten Verbindungstechnik realisiert werden.

Des weiteren können die feste Verbindung des Adapterprofils mit dem inneren Flügelrahmenprofil sowie die feste Verbindung des Außensichtteils mit dem inneren Blendrahmenprofil zum Beispiel ebenfalls durch Verklebung und/oder durch Ver- schraubung erfolgen. Jedoch sind auch andere geeignete Befestigungsformen möglich.

Eine auf gewöhnliche Art und Weise verklotzte Scheibe benötigt beispielsweise einen umlaufenden Rahmen, der eine versteifende und stützende Funktion bereitstellt und dementsprechend dimensioniert werden muss. Demgegenüber wird durch die fest verbundene Einheit aus Adapterprofil und Scheibe bereits eine steife selbsttragende Einheit bereitgestellt, die fest mit dem Flügelrahmenprofil verbunden werden kann. Auf diese Weise wird die Dimensionierung des Flügelrahmenprofils im wesentlichen weniger durch eine versteifende Funktion als vielmehr durch die Aufnahme der für ein Fenster üblichen Beschläge bestimmt. Dies hat zur Folge, dass die Reduzierung der Abmessungen des Flügelrahmenprofils durch die verwendeten Beschläge begrenzt wird. Das innere Blendrahmenprofil sieht ebenfalls eine Aufnahme von Beschlägen vor und wird daher ebenfalls im wesentlichen durch diese Funktion in seinen Abmessungen bestimmt.

Auf diese Weise kann die gebäudeinnenseitige Ansichtsfläche des Flügelrahmenprofils und des Blendrahmenprofils redu-

ziert werden. Als gebäudeinnenseitige Ansichtsfläche wird die Oberfläche des Verbundrahmens bezeichnet, die den Verbundrahmen in raumseitiger Richtung abgrenzt und sich einem im Gebäude plazierten Betrachter als Ansicht bietet. Die beiden Rahmenprofile können folglich deutlich schlanker ausgebildet werden als bei vergleichbaren herkömmlichen Fensterrahmen und ermöglichen daher bei einer vorgegebenen Gebäudeöffnung eine größere Fensterfläche, da der Rahmenanteil des Fensters reduziert wird.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Fensterrahmen mit einer verklotzten Scheibe und einem sogenannten Luftfalz wird bei der festen Verbindung der Scheibe mit dem Adapterprofil eine vergleichsweise dünne Verklebungsschicht aufgebracht, die sowohl den nötigen Bauraum reduziert als auch aufgrund der geringen Dicke in sichtbaren Bereichen kaum wahrgenommen wird und daher das ästhetische Empfinden eines Betrachters nicht beeinträchtigt. Des weiteren ermöglicht die durch die feste Verbindung hergestellte steife Einheit aus Scheibe und Adapterprofil eine unbewegliche Positionierung der Scheibe im Verbundrahmen. Im Gegensatz dazu kann bei stärkeren Erschütterungen des Fensterflügels, wie beispielsweise bei Zuschlagen des Fensterflügels, die Scheibe in einem herkömmlichen Fensterrahmen mit einer verklotzten Scheibe in ihrer Position relativ zum Fensterrahmen verschoben werden.

Das Blendrahmenprofil und das Flügelrahmenprofil erfüllen, wie voranstehend dargestellt, im wesentlichen die Funktion die für ein Fenster üblichen Beschläge aufzunehmen bzw. die Einheit aus Scheibe und Adapterprofil mit den Beschlägen zu verbinden. Des weiteren bilden beide Profile die gebäudeinnenseitige Ansichtsfläche des Verbundrahmens und müssen daher insbesondere hohen ästhetischen Anforderungen gerecht werden.

Hierzu können das Blendrahmenprofil und das Flügelrahmenprofil beispielsweise aus einer Gruppe bestehend aus Holz, Kunststoff, wie beispielsweise PVC, faserverstärktem Kunststoff, wie beispielsweise glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) , Mineralwerkstoffen oder Holzkomposit, wie beispielsweise Fibrex™ der Firma Anderson, ausgewählt werden. Auch Oberflächenbe- schichtungen aus diesen Materialien auf einem Rahmenprofil aus einem geeigneten Werkstoff sind denkbar.

Je nach Wahl der Materialien für das Blendrahmenprofil und das Flügelrahmenprofil kann bei Verwendung desselben Materials oder bei Verwendung von einheitlichen bzw. einheitlich erscheinenden Materialien bzw. Oberflächen ein einheitliches gebäudeinnenseitiges Erscheinungsbild bereitgestellt werden. Die Auswahl der Materialien ist jedoch nicht auf die Wahl desselben Materials für das Blendrahmenprofil und das Flügelrahmenprofil beschränkt, sondern es können auch verschiedene Materialien für die jeweiligen Profile gewählt werden, wodurch jedoch ggf. kein einheitliches Erscheinungsbild der inneren Oberfläche bzw. Ansichtsfläche erreicht werden kann.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform wird sowohl das Blendrahmenprofil als auch das Flügelrahmenprofil aus Holz gefertigt und somit ein schlanker Rahmen mit raumseitig einheitlichen Ansichtsflächen bereitgestellt.

Das Außensichtteil grenzt im wesentlichen den Verbundrahmen vollständig auf der gebäudeaußenseitigen Seite ab. Das Außensichtteil ist mit dem inneren Blendrahmenprofil verbunden und weist eine gebäudeaußenseitige Oberfläche auf, die vorzugsweise als alleinige Oberfläche des Verbundrahmens der Witterung zugänglich bzw. dieser ausgesetzt ist. Hierzu

erstreckt sich das Außensichtteil beispielsweise über das Adapterprofil und grenzt an die Scheibe an.

Auf diese Weise wird ein einheitliches Erscheinungsbild des Verbundrahmens bezüglich der Gebäudeaußenseite erzielt, da von außen ausschließlich das Außensichtteil bzw. Teilabschnitte des Außensichtteils und die Scheibe sichtbar sind. Insbesondere bei Gebäudefassaden mit mehreren Fenstern oder großflächigen Glas- bzw. Fensterfassaden, die im wesentlichen aus nebeneinander angeordneten Fenstern bestehen, ist ein solches einheitliches Erscheinungsbild erwünscht.

Neben einem offenbaren Verbundrahmen ist auch die Ausführung eines festen, nicht offenbaren Verbundrahmens (ein sogenanntes Festfeld) denkbar. Da der Verbundrahmen vollständig von dem Außensichtteil abgedeckt wird und sehr schlank ausgebildet ist, weisen der offenbare Verbundrahmen und das Festfeld eine vergleichbare Rahmendicke auf, bzw. können mit einer gleichen bzw. im wesentlichen gleichen Rahmendik- ke angefertigt werden, ohne dass der Verbundrahmen des Festfeldes breiter bzw. im wesentlichen breiter ausgeführt werden muss, wie dies im Gegensatz dazu bei herkömmlichen Fensterrahmen der Fall ist. Auf diese Weise ist von der Gebäudeaußenseite kein Unterschied zwischen einem offenbaren Verbundrahmen und einem Festfeld sichtbar. Insbesondere bei Gebäudefassaden, die sowohl offenbare Fenster als auch Festfelder aufweisen, kann auf diese Weise eine einheitliche gebäudeaußenseitige Erscheinungsform der einzelnen Fenster und ggf. ein einheitliches Erscheinungsbild von Glasbzw. Fensterfassaden ermöglicht werden.

Zur Abdichtung des Verbundrahmens kann an einem der Scheibe naheliegenden Rand des Außensichtteils eine umlaufende erste Dichtung, beispielsweise eine Dichtung mit einer Dichtlippe, an dem Außensichtteil angeordnet sein. Die erste

Dichtung kann derart zwischen dem Außensichtteil und der Scheibe angeordnet sein, dass in geschlossenem Zustand des Verbundrahmens die erste Dichtung bzw. ggf. deren Dichtlippe die Scheibe und/oder das Adapterprofil strukturell beaufschlägt. Die erste Dichtung stellt somit eine dichtende Verbindung zwischen der Scheibe und dem Außensichtteil bzw. zwischen dem Adapterprofil und der Scheibe her und dichtet auf diese Weise das Außensichtteil gegenüber der Scheibe bzw. gegenüber dem Adapterprofil ab.

Zur Aufnahme der Dichtung an dem Außensichtteil kann zum Beispiel an diesem eine Nut vorgesehen werden, in die die Dichtung in geeigneter Weise eingesetzt bzw. befestigt wird. Hierzu kann beispielsweise an dem der Scheibe nächst- liegenden Abschnitt des Außensichtteils eine Nut vorgesehen sein, deren öffnung im wesentlichen in Richtung des Gebäudeinneren weist. Hierin lässt sich eine erste Dichtung mit einer Dichtungslippe befestigen, welche in geschlossenem Zustand des Verbundrahmens die Scheibe strukturell beaufschlagt. Jedoch sind auch andere gebräuchliche Vorrichtungen zur Anbringung einer Dichtung an dem Außensichtteil denkbar.

Auf diese Weise bildet die auf der Scheibe aufliegende Dichtlippe zusammen mit dem Außensichtteil einen witte- rungsseitigen Abschluss des Verbundrahmens.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform kann das Außensichtteil einen dämmenden Hohlraum aufweisen bzw. kann als Hohlkammerprofil ausgebildet sein. Der Hohlraum kann mit Luft oder einem wärmedämmenden Dämmstoff aus der Gruppe bestehend aus Gasen, Dämmschaum wie beispielsweise Polyurethan-Schaum, Dämmwolle oder weiteren geeigneten wärmedämmenden Dämmstoffen gefüllt sein. Auf diese Weise kann die Wärmeleitfähigkeit des Außensichtteils zusätzlich reduziert

werden. Der Hohlraum ist beispielsweise im Verbindungsbereich zu dem Blendrahmenprofil angeordnet und reduziert die Wärmeleitung des Außensichtteils insbesondere zu dem raum- seitigen inneren Blendrahmenprofil . Eine Ausbildung von Wärmebrücken kann somit reduziert oder verhindert werden.

Selbstverständlich sind auch Ausführungen mit einem Außen- sichtteil ohne Dämmkern oder ohne Hohlraum möglich.

Das Außensichtteil kann im wesentlichen aus einem Material gefertigt sein, das aus einer Gruppe bestehend aus Kunststoffen wie beispielsweise PVC, faserverstärkten Kunststoffen, beispielsweise glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) , Mineralwerkstoffen, Holzkomposit, wie beispielsweise Fibrex™ der Firma Anderson, oder einem Metall bzw. einer Metalllegierung insbesondere Aluminium oder Aluminiumlegierungen ausgewählt ist. Jedoch sind auch andere Materialien denkbar, die geeignet sind den Beanspruchungen der Witterung standzuhalten sowie in geeigneter Weise formbar bzw. ausführbar sind. Ein Außensichtteil aus einem GFK-Verbundmaterial ist bspw. aus der EP 0 586 213 Al bekannt.

Entsprechend einer möglichen Ausführungsform ist die Verwendung von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) zur Fertigung des Außensichtteils vorgesehen. GFK stellt neben einer hohen Festigkeit und Witterungsbeständigkeit eine vergleichsweise geringe Wärmeleitfähigkeit bereit, wodurch die gesamte Wärmeleitfähigkeit des Rahmens zusätzlich zu einer möglichen Ausbildung mit einem dämmenden Hohlraum reduziert werden kann. Des weiteren ermöglicht die bereits erwähnte geringe Wärmausdehnung des faserverstärkten Kunststoffes eine direkte und einfache Verbindung mit dem angrenzenden inneren Blendrahmenprofil. Diese feste Verbindung kann wie bereits beschrieben bspw. mittels Verschraubung und/oder

Verklebung oder einer anderen geeigneten Verbindung ausgeführt werden. Eine Entkopplung des Außensichtteils zur Berücksichtigung unterschiedlicher Wärmeausdehnungen und zur Verhinderung von Wärmebrücken zwischen dem beispielsweise aus Holz gefertigten inneren Blendrahmenprofil und dem Au- ßensichtteil aus GFK ist nicht notwendig. Des weiteren wird mittels des GFKs eine Ausbildung von Wärmebrücken verhindert, so dass ebenfalls zur Berücksichtigung dieses Aspekts keine Entkopplung vorzusehen ist.

Das vorgeschlagene Adapterprofil, das beispielsweise in einem wie voranstehend beschriebenen Verbundrahmen verwendet werden kann, ist zur festen Verbindung mit einer Scheibe sowie zur festen Verbindung mit einem Flügelrahmenprofil vorgesehen.

Hierzu umfasst ein Querschnitt des Adapterprofils entsprechend einer möglichen Ausführungsform einen Mittelabschnitt zur Verbindung des Adapterprofils mit der Scheibe und mindestens einen ersten Schenkel zur Verbindung des Adapterprofils mit dem Flügelrahmen. Der erste Schenkel kann hierzu beispielsweise an einem ersten Ende des Mittelabschnitts angeordnet sein.

Hierbei kann der erste Schenkel derart an dem Mittelabschnitt angeordnet sein, dass sich ein im wesentlichen L- förmiger oder ein T-förmiger Querschnitt des Adapterprofils ergibt.

Des weiteren kann das Adapterprofil entsprechend einer Ausgestaltungsform zur Anbringung einer zweiten Dichtung ausgebildet sein, die das Adapterprofil gegen eine Blendrahmenoberfläche des Verbundrahmens abdichtet. Denkbar sind hierfür die Ausbildung einer Nut zur Aufnahme der zweiten Dichtung oder andere geeignete Vorrichtungen.

Außerdem kann das Adapterprofil einen zweiten Schenkel aufweisen, der an einem dem ersten Ende entgegengesetzten zweiten Ende des Mittelabschnitts angeordnet ist.

Beispielsweise kann der zweite Schenkel derart an dem Mittelabschnitt angeordnet sein, dass das Adapterprofil im wesentlichen einen Z-förmigen, einen U-förmigen oder einen h- förmigen Querschnitt aufweist. Der h-förmige Querschnitt stellt hierbei eine Kombination aus dem Z-förmigen und dem U-förmigen Querschnitt dar.

Der zweite Schenkel schließt entsprechend der genannten Querschnitte an die gebäudeaußenseitige Oberfläche der Scheibe an. Die abgewinkelten Querschnitte versteifen das Adapterprofil und ermöglichen die Bereitstellung der steifen, selbsttragenden Einheit aus Adapterprofil und Scheibe.

Selbstverständlich sind auch verschiedene Variationen der dargestellten Querschnitte oder andersartig gestaltete Querschnitte für das Adapterprofil möglich.

Der erste Schenkel ist beispielsweise mit dem inneren Flügelrahmenprofil verbunden. Entsprechend der dargestellten Querschnittsformen erstreckt sich der erste Schenkel im wesentlichen in einer Ebene parallel zu der raumseitigen Scheibenoberfläche. Der erste Schenkel weist somit eine ge- bäudeinnenseitige Oberfläche auf, mit Hilfe derer das Adapterprofil mit dem inneren Flügelrahmenprofil verbunden werden kann. Dies kann, wie voranstehend beschrieben, ebenfalls mittels Verschraubung und/oder Verklebung oder auf eine andere geeignete Weise erfolgen.

Die Verbindung des Adapterprofils mit dem inneren Flügelrahmenprofil kann derart ausgeführt sein, dass die Scheibe

nicht in Kontakt mit dem inneren Flügelrahmenprofil steht, sondern beabstandet von diesem angeordnet ist und eine Fuge zwischen beiden Elementen gebildet wird. In dieser Fuge kann beispielsweise ein geeignetes Isoliermaterial angeordnet sein, um das Flügelrahmenprofil gegenüber der Scheibe zu isolieren.

Entsprechend einer möglichen Ausführungsform ist das Adapterprofil aus einem Material gefertigt, das lediglich eine sehr geringe Wärmeausdehnung bzw. eine im wesentlichen der Scheibe entsprechende Wärmeausdehnung aufweist, so dass eine feste bzw. starre und im wesentlichen umlaufende Verbindung des Adapterprofils mit der Scheibe ohne das Auftreten von Spannungen in bzw. zwischen den einzelnen Elementen ermöglicht wird. Mittels eines hochfesten und steifen Materials ist des weiteren eine Ausbildung von verschiedenen dünnwandigen Querschnitten für das Adapterprofil möglich.

Das Adapterprofil wird daher vorzugsweise aus einem Material gefertigt, das aus einer Gruppe ausgewählt werden kann, die faserverstärkte Kunststoffe, wie beispielsweise glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) und kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK), umfasst. Neben einer hohen Festigkeit erfüllen diese Werkstoffe die Eigenschaft des geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten bzw. eines Ausdehnungskoeffizienten der der Wärmeausdehnung einer Glasscheibe nahekommt .

Die zur Anbringung einer zweiten Dichtung vorgeschlagene Nut nahe dem ersten Schenkel kann beispielsweise von dem ersten Schenkel und einem Fortsatz, der parallel zu dem ersten Schenkel auf dem Adapterprofil angeordnet ist, gebildet werden. Die öffnungsrichtung der Nut verläuft damit parallel zur Ausrichtung des ersten Schenkels. Alternativ kann die Nut auf dem ersten Schenkel ebenso in anderer ge¬

ll

eigneter Weise ausgeführt und/oder in einer anderen Richtung ausgerichtet sein, so daß sie das Adapterprofil gegen eine Blendrahmenoberfläche des Verbundrahmens abdichten kann.

In dieser Nut kann in geeigneter Weise eine zweite Dichtung, beispielsweise eine Dichtung mit Dichtungslippe, befestigt werden. Die zweite Dichtung bzw. ggf- deren Dichtungslippe erstreckt sich bis zu dem naheliegenden Außen- sichtteil und beaufschlagt strukturell eine innerhalb des Verbundrahmens angeordnete Oberfläche des Außensichtteils und dichtet auf diese Weise das Adapterprofil gegen das Au- ßensichtteil ab. Die Anordnung der zweiten Dichtung zwischen dem Adapterprofil und dem Außensichtteil wirkt somit einer Entstehung von Wärmebrücken entgegen.

Entsprechend einer weiteren möglichen Ausführungsform sind sowohl das Außensichtteil als auch das Adapterprofil aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Mit dieser Ausführungsform wird eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit erreicht, die durch die Anordnung der zweiten Dichtung zwischen dem Adapterprofil und dem Außensichtteil eine Ausbildung von etwaigen Wärmebrücken erheblich reduziert bzw. verhindert .

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform sind eine innenliegende Seitenfläche des Flügelrahmenprofils und eine Randfläche des Außensichtteils und/oder eine Randfläche der ersten Dichtung im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, so dass eine sich durch die Scheibe erstreckende gemeinsame Fläche bzw. ein sich scheinbar durch die Scheibe erstreckender Rahmen bebildet wird. Hierbei stellt die innenliegende Seitenfläche des Flügelrahmenprofils die an die Scheibe angrenzende Oberfläche des Flügelrahmenprofils dar.

Dies bedeutet, dass zwischen den beiden Flächen im wesentlichen keine Stufe wahrnehmbar ist, so dass sich für einen Betrachter eine scheinbar durchgängige Fläche ergibt, die lediglich durch die Scheibe unterbrochen ist und somit insbesondere ästhetische Aspekte berücksichtigt werden können. Eine stufige Ausgestaltung und mögliche aus dieser scheinbar durchgängigen Fläche hervorstehende überstände des Adapterprofils oder des Flügelrahmenprofils in den durchsichtigen Bereich der Scheibe können auf diese Weise vermieden werden, d.h. es wird verhindert, dass die erste Dichtung und/oder das Flügelrahmenprofil deutlich in den durchsichtigen Bereich der Scheibe hineinragen und von der jeweils gegenüberliegenden Seite sichtbar sind. Dies ist gewöhnlich insbesondere bei auf der Scheibe aufgebrachten Dichtungen der Fall und wird von einem Betrachter meist als nicht ästhetisch empfunden.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform kann die voranstehend beschriebene Anordnung der Seitenfläche des Flügelrahmenprofils und der Randfläche des Außensichtteils dadurch erreicht werden, dass die jeweilige gebäudeinnensei- tige und witterungsseitige Ansichtsfläche des Verbundrahmens im wesentlichen gleich groß ausgebildet werden. Dies bedeutet, dass die gebäudeaußenseitige Oberfläche des Außensichtteils, ggf. mit einer abstehenden Dichtung bzw. einer Dichtlippe, gleich groß ist, wie die in Richtung der Gebäudeinnenseite (bei geschlossenen Verbundrahmen) bereitgestellten Ansichtsflächen des Flügelprofilrahmens und des Blendrahmenprofils zusammen. In einem Querschnitt durch den Verbundrahmen entspricht dies einer gleichen Höhe des Außensichtteils inklusive einer ggf. angebrachten ersten Dichtung und des Flügelprofilrahmens zusammen mit dem angrenzenden Blendrahmenprofil.

Mit der Erfindung wird gemäß einer Ausgestaltungsform ein witterungsgeschütztes Rahmenprofil für Fenster oder Türen bereitgestellt, das raumseitig beispielsweise aus Holz besteht und somit hohen Ansprüchen an die Gebäudegestaltung gerecht wird. Aufgrund der versteifenden, lastabtragenden Ausgestaltung des Flügelholzrahmens durch das außenseitig aufgesetzte und fest mit dem Flügelholzrahmen verbundene umlaufende Fensterprofil beispielsweise aus GFK ist die Gestaltung eines Rahmens mit sehr kleiner Ansichtsbreite (schlanker Rahmen) möglich, so dass moderne gestalterische Ansprüche befriedigt werden können. Aufgrund der beispielsweisen Verwendung von glasfaserverstärktem Kunststoff für das Fensterprofil und das Außensichtteil wird der Wärmedurchgangskoeffizient des Verbundrahmens im Vergleich zu einem Holz-Aluminium-Fenster verbessert. Aufgrund der geringen Wärmeleitung des GFK entstehen keine Wärmebrücken im Rahmenguerschnitt .

Als eine weitere Ausführungsform ist eine direkte Verbindung der Fensterbeschläge mit dem Adapterprofil denkbar. Auf diese Weise kann beispielsweise auf eine Verwendung mindestens des Flügelrahmenprofils verzichtet und so der Rahmen noch schlanker ausgeführt werden. Selbstverständlich muss das Adapterprofil die Scheibe nicht vollständig bzw. im wesentlichen umlaufend umschließen. Vielmehr kann das Adapterprofil die Scheibe auch lediglich in einer beliebigen Anzahl von Teilabschnitten partiell umfassen bzw. mit der Scheibe verbunden sein, wie beispielsweise im Bereich der Lastabtragung über die Fensterbeschläge. Dies bedeutet, dass das im wesentlichen umlaufende Adapterprofil eine beliebige Anzahl von Unterbrechungen aufweisen kann. Ebenso ist die Anbringung von Beschlägen vergleichbar einer rahmenlosen Glastüre denkbar, bei der die Beschläge beabstandet von dem Rand an der Scheibe angebracht sind, wobei keine Verwendung eines den Rand der Scheibe (teilweise) umfas-

senden Adapterprofils notwendig ist. Selbstverständlich ist in jedem Fall eine geeignete Dichtung der Scheibe vorzusehen, wobei einem Fachmann auf dem Gebiet des Fenster- und Türenbaus geeignete Ausführungen einer Dichtungsanordnung geläufig sind.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist eine Verwendung eines Adapterprofils mit einer Scheibe ohne einen Blendrahmen denkbar. Hierbei ist die Scheibe im wesentlichen umlaufend oder in einer beliebigen Anzahl von Teilabschnitten partiell mit dem Adapterprofil verbunden, das direkt oder indirekt mit dem Gebäude verbunden sein kann.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, den Unteransprüchen und der beiliegenden Zeichnung.

Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.

Figur 1 zeigt einen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen.

Figur 2 zeigt einen der Figur 1 ähnlichen Querschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen.

Figur 3 zeigt einen Horizontalschnitt durch einen zwei nebeneinanderliegende Fenster integrierenden erfindungsgemäßen Verbundrahmen im Pfostenbereich.

Figur 4 zeigt einen Horizontalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens mit zwei nebeneinanderliegenden Fenstern, wobei der Schnitt durch den Stulpbereich verläuft .

Figur 5 zeigt in schematischer perspektivischer Teilansicht einen Schnitt durch das Fenster der Figur 1 in geschlossenem Zustand.

Figur 6 zeigt das Fenster der Figur 5 in perspektivischer Schnittdarstellung in geöffnetem Zustand.

Figur 7 zeigt einen der Figur 1 ähnlichen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens mit einem sich scheinbar durch die Scheibe erstreckenden Rahmen.

Figur 8 zeigt einen Horizontalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens mit einem offenbaren Fenster und einem angrenzenden Festfeld, wobei der Schnitt durch den Pfostenbereich verläuft.

Figur 9 zeigt einen der Figur 1 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen in eingebautem Zustand.

Figur 10 zeigt einen der Figur 4 ähnlichen Horizontalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens mit zwei nebeneinanderliegenden Fenstern, wobei der Schnitt durch den Stulpbereich verläuft .

Figur 11 zeigt einen der Figur 3 ähnlichen Horizontalschnitt durch einen zwei nebeneinanderliegende Fenster integrierenden erfindungsgemäßen Verbundrahmen im Pfostenbereich.

Figur 12 zeigt einen der Figur 9 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen und einer Isolierglasscheibe .

Figur 13 zeigt einen der Figur 12 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen und einer gebäudeau- ßenseitig zusätzlich isolierten Isolierglasscheibe.

Figur 14 zeigt einen der Figur 13 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen und einer gebäudeau- ßenseitig zusätzlich isolierten Isolierglasscheibe.

Figur 15 zeigt einen der Figur 12 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfin-

dungsgemäßen Verbundrahmen und einer Isolierglasscheibe mit zwei Kammern.

Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens 110. Der erfindungsgemäße Verbundrahmen ist zum Einsetzen in eine Gebäudeöffnung insbesondere eine Fenster- oder eine Türöffnung, geeignet. Der Einbau kann vertikal lotrecht, aber auch geneigt (bspw. als Dachfenster) erfolgen. Selbstverständlich ist auch ein in einer anderen Raumrichtung orientierter Einbau wie beispielsweise ein im wesentlichen waagrechter Einbau denkbar.

Der erfindungsgemäße Verbundrahmen umfasst einen zur Gebäudeaußenseite weisenden Blendrahmen 112 und einen an dem Blendrahmen 112 angelenkten Flügelrahmen 114. üblicherweise ist der Flügelrahmen 114 an dem Blendrahmen 112 mittels Scharnieren derart angelenkt, dass er in horizontaler Richtung aufgeschwenkt werden kann. In vielen Fällen ist der Scharniermechanismus zur Anlenkung des Flügelrahmens 114 an dem Blendrahmen 112 so ausgestaltet, dass der Flügelrahmen gegenüber dem Blendrahmen darüber hinaus auch in eine geneigte Schrägstellung (Neigungswinkel zur Vertikalen) geöffnet werden kann. Selbstverständlich kann der Flügelrahmen auch als "Schieberahmen" oder feststehender (nicht offenbarer) Rahmen ausgestaltet werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.

Erfindungsgemäß umfasst der Flügelrahmen 114 ein Flügelrahmenprofil 116, an dem in Richtung der Gebäudeaußenseite (also an einer nach außen weisenden Seite des Flügelrahmenprofils 116) ein Adapterprofil 118 angebracht ist. Das Adapterprofil 118 besteht entsprechend der dargestellten Ausführungsform beispielsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff und ist fest mit dem Flügelrahmenprofil 116 ver-

bunden. Im Beispiel der Darstellungen in den Fiyuren 1 bis 4 ist die feste Verbindung mittels Schrauben 117 realisiert. Alternativ kann die feste Verbindung auch mittels Verklebung oder mittels Verschraubung und Verklebung realisiert werden. Auch jede andere dem Fensterbauer geläufige Art und Weise der festen Verbindung zwischen dem entsprechend der dargstellten Ausführungsform aus Holz bestehenden Flügelrahmenprofils und dem Adapterprofil aus glasfaserverstärktem Kunststoff kann eingesetzt werden.

Das Adapterprofil 118 weist einen im wesentlichen Z- förmigen Querschnitt mit einem ersten 118a und einem zweiten 118c Schenkel sowie einem die beiden Schenkel 118a, 188c verbindenden Mittelabschnitt 118b auf. Dabei sind der erste 118a und der zweite 118c Schenkel jeweils im wesentlichen rechtwinklig zu dem Mittelabschnitt 118b abgewinkelt, wobei der zweite Schenkel 118c und der Mittelabschnitt 118b fest mit der Scheibe 120 bzw. einem wärmedämmenden Randverbund 121 der Scheibe und einer wetterseitigen Oberfläche 120a der Scheibe 120 verbunden sind. Der erste Schenkel 118a ist mit dem inneren Flügelrahmenprofil 116 verbunden.

Der im wesentlichen Z-förmige Querschnitt des Adapterprofils 118 weist einen parallel zu dem ersten Schenkel 118a angeordneten Fortsatz sowie eine zwischen dem ersten Schenkel und dem Fortsatz ausgebildete Nut 118d zur Aufnahme einer zweiten Dichtung 132 mit einer Dichtlippe auf. Die öffnung der Nut 118d ist in der dargestellten Ausführungsform parallel zu dem ersten Schenkel 118a ausgerichtet. Die Dichtlippe beaufschlagt strukturell eine innerhalb des Verbundrahmens 110 angeordnete Oberfläche 124b des Außensicht- teils 124 und dichtet das Adapterprofil 118 gegen das Au- ßensichtteil 124 ab.

Der Blendrahmen 112 ist ebenfalls im wesentlichen zweiteilig ausgebildet und umfasst ein Blendrahmenprofil 122, das um das Flügelrahmenprofil 116 des Flügelrahmens 114 im wesentlichen umläuft. Darüber hinaus umfasst der Blendrahmen 112 ein Außensichtteil 124, das erfindungsgemäß entsprechend der dargestellten Ausführungsform aus glasfaserverstärktem Kunststoff (bzw. aus einem im wesentlichen glasfaserverstärkten Kunststoff enthaltenden Verbundmaterial) besteht. Das zur Gebäudeaußenseite weisende Außensichtteil 124 aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ist mit dem Blendholzrahmen 122 fest verbunden. Die feste Verbindung kann wie im Falle des Flügelrahmens 114 und wie in den Figuren 1 bis 4 beispielhaft dargestellt mittels Schrauben 123 oder mittels Verklebung oder mittels Verkle- bung/Verschraubung . oder jeder anderen im Fensterbau geeigneten Verbindungsmethode erfolgen.

Das Außensichtteil 124 ist derart ausgebildet, dass es im wesentlichen den Verbundrahmen 110 vollständig auf der ge- bäudeaußenseitigen Seite abgrenzt und an die Scheibe 120 angrenzt, sodass im wesentlichen nur eine gebäudeaußensei- tige Oberfläche 124a des Außensichtteils 124 als alleinige Oberfläche des Verbundrahmens der Witterung zugänglich bzw. dieser ausgesetzt ist.

Zur Aufnahme einer ersten Dichtung 130 mit einer Dichtungslippe ist an dem der Scheibe nächstliegenden Abschnitt des Außensichtteils eine Nut 124d vorgesehen, in die die erste Dichtung 130 eingesetzt wird. Die öffnung der Nut 124d weist im wesentlichen in Richtung des Gebäudeinneren. Die Dichtungslippe beaufschlagt in dem dargestellten geschlossenen Zustand des Verbundrahmens 110 strukturell die Scheibe 120 und dichtet das Außensichtteil 124 gegen die Scheibe 120 ab. Die auf der Scheibe 120 aufliegende Dichtlippe 124d

bildet zusammen mit dem Außensichtteil 124 somit den witte- rungsseitigen Abschluss des Verbundrahmens 110.

Zur Vervollständigung des erfindungsgemäßen Verbundrahmens 110 vor dem Einbau in die dafür vorgesehene Gebäudeöffnung wird eine Scheibe 120 in das Adapterprofil 118 aus GFK eingesetzt und fest mit diesem verbunden, bspw. durch umlaufende Verklebung an allen vier Kanten der Scheibe 120. Selbstverständlich sind auch andere Scheibenformen wie beispielsweise runde oder vieleckige Formen möglich. Bei der Scheibe 120 handelt es sich insbesondere um eine Isolierglasscheibe. Die Scheibe 120 kann aus Glas oder aus einem anderen geeigneten Material bestehen. über die feste Verbindung mit dem Adapterprofil 118, insbesondere Verklebung, wird die Scheibe 120 zur Aussteifung der Flügelrahmenanordnung 114 herangezogen, so dass eine starre und selbsttragende Einheit entsteht. Durch die starre und somit lastabtragende Verbindung des Adapterprofils 118 mit dem Flügelrahmenprofil 116 wird das Flügelrahmenprofil 116 durch die Scheibe 120 ausgesteift. Wie in der Darstellung der Figuren 1 bis 4 beispielhaft dargestellt, weist die Isolierglasscheibe 120 einen wärmedämmenden Randverbund 121 (bspw. aus Kunststoff (PVC) oder einem anderen geeigneten Material) auf. Alternativ zu einem wärmedämmenden Randverbund ist selbstverständlich auch ein konventioneller Randverbund möglich. Selbstverständlich sind auch Ausführungen mit Isoliergläsern mit mehr als einer Kammer möglich.

Der feststehende Rahmenabschnitt des erfindungsgemäßen Verbundrahmens wird, wie bereits voranstehend erläutert, durch den Blendrahmen 112 gebildet, der aus dem innenliegenden Blendrahmenprofil 122 und dem Außensichtteil 124 besteht. Der Blendrahmen 112 und der Flügelrahmen 114 treffen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in geschlossenem Zustand an drei Dichtebenen aufeinander, nämlich eine äußere Dich-

tung 130 zwischen dem Außensichtteil 124 und der Scheibe 120, einer mittleren Dichtung 132 zwischen dem Außensichtteil 124 und dem Fensterprofil 118 sowie einer inneren Dichtung 134 zwischen dem Flϋgelrahmenprofil 116 und dem Blendrahmenprofil 122. Die Darstellung mit drei Dichtebenen ist beispielhaft; der Fensterbauer weiß, dass zwischen den beiden relativ zueinander bewegbaren Rahmenabschnitten mindestens eine Dichtebene vorzusehen ist (in erster Linie die hier als mittlere Dichtebene bezeichnete) und dass darüber hinaus jede Anzahl von Dichtebenen (zwei, drei, vier oder sogar mehr) denkbar ist.

Das Außensichtteil 124 des Blendrahmens 112 ist als Hohlprofil mit einem Hohlraum 135 ausgelegt, der mit einem Dämmkern versehen werden kann, um den Wärmedurchgangskoeffizienten des Verbundrahmens zu verbessern.

Eine innenliegende Seitenfläche 116a des Flügelrahmenprofils 116 und eine Randfläche 124c des Außensichtteils bzw. eine Randfläche der ersten Dichtung 130 grenzen im wesentlichen auf gleicher Höhe (gekennzeichnet durch die Linie A- A) bündig aneinander, wodurch ein sich scheinbar durch die Scheibe 120 erstreckender Rahmen gebildet wird.

Der Aspekt des sich durch die Scheibe erstreckenden Rahmens wird in der dargestellten Ausführungsform durch eine geeignete Ausführung des Außensichtteils 124 und der Dichtung 130 sowie des Flügelrahmenprofils 116 und des Blendrahmenprofils 122 erzielt, die durch gleich große freie Ansichtsflächen sowohl rauminnenseitig als auch gebäudeaußenseitig gekennzeichnet ist (dargestellt durch die gebäudeaußensei- tige Höhe des Verbundrahmens hl und der raumseitigen Höhe h2) .

Entsprechend einer in Figur 5 dargestellten Ausführungsform wird zusätzlich auch eine innere Oberfläche 12Od des Randverbunds der Scheibe im wesentlichen auf bzw. geringfügig unterhalb der Höhe A-A angeordnet. Auf diese Weise ergibt sich eine sich durch die Scheibe erstreckende, scheinbar durchgängige Fläche.

Des weiteren ist in Figur 1 die Scheibe 120 mittels des Adapterprofils 118 in der dargestellten Ausführungsform beabstandet von dem inneren Flügelrahmenprofil angeordnet und eine Fuge zwischen beiden Elementen vorgesehen. Diese Fuge wird mittels einer Isolierung 136 zumindest am oberen Rand der Fuge abgeschlossen. Selbstverständlich kann die Isolierung die Fuge auch vollständig ausfüllen.

Die Figuren 2 bis 4 und 7 zeigen weitere Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Verbundrahmen, und die Figuren 5 und 6 zeigen eine perspektivische Schnittdarstellung des Verbundrahmens der Figur 1 in geschlossenem bzw. geöffnetem Zustand. Die dreistelligen Bezugszeichen geben an ihrer ersten Stelle die Nummer der Figur an, und sich an die erste Ziffer anschließende zweistellige identische Zahlenfolgen bezeichnen identische oder ähnliche Elemente in den jeweiligen Figuren.

Figur 5 zeigt einen der Figur 1 vergleichbaren erfindungsgemäßen Verbundrahmen 510 in perspektivischer Schnittdarstellung, und Figur 6 zeigt den Verbundrahmen der Figur 5 in perspektivischer Schnittdarstellung in geöffnetem Zustand.

Figur 2 zeigt einen dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 ähnlichen Verbundrahmen 210 mit einem Blendrahmen 212 und einem Flügelrahmen 214, die an insgesamt drei Dichtebenen 230, 232, 234 in geschlossenem Zustand aufeinandertreffen.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Verbundrahmen 210 der Figur 2 und dem Verbundrahmen 110 der Figur 1 besteht darin, dass das Blendrahmenprofil 222 der Figur 2 in von der Ausführungsform der Figur 1 abweichender Art und Weise an einem von dem Außensichtteil 224 zur Gebäudeinnenseite hin abkragenden Profilabschnitt 225 befestigt ist.

Figur 3 zeigt einen Horizontalschnitt durch einen erfindungsgemäßen Verbundrahmen 310, der zwei nebeneinanderliegende Fenster integriert. Der Horizontalschnitt der Figur 3 zeigt einen Pfosten 326 des Blendrahmens 312 (als Teil des Außensichtteils 324). Der Verbundrahmen der Figur 3 umfasst einen ersten Flügelrahmen 314.1 (in der Darstellung der Figur 3 links) und einen daneben liegenden zweiten Flügelrahmen 314.2 mit entsprechenden Scheiben 320.1, 320.2. Jeder der Flügelrahmen 314.1, 314.2 ist erfindungsgemäß aus einem Flügelrahmenprofil 316.1, 316.2 und einem mit dem Flügelrahmenprofil 316.1, 316.2 fest verbundenen Adapterprofil 318.1, 318.2 gebildet.

Der Blendrahmen 312 des Verbundrahmens 310 der Figur 3 weist ein mit dem Außensichtteil 324 fest verbundenes Blendrahmenprofil 322 auf, das um das Flügelrahmenprofil 316.1, 316.2 im wesentlichen umläuft und im Bereich zwischen den beiden Flügelrahmenprofilen 316.1, 316.2 einen Pfosten bildet (Schnittdarstellung der Figur 3) . Die feste Verbindung zwischen Blendrahmenprofil 322 und Außensichtteil 324 erfolgt bspw. durch Verschraubung 323. Bildlich gesprochen handelt es sich bei der Rahmenanordnung der Figur 3 um eine spiegelbildliche Verdoppelung des Einzelrahmens der Figur 1, mit der in der Figur 3 mit A bezeichneten Achse als Spiegelachse.

Figur 4 zeigt einen Horizontalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens.

Der in Figur 4 dargestellte Verbundrahmen 410 ist zur Aufnahme von zwei nebeneinanderliegenden Fenstern ausgelegt, die über einen Stülp 425 des Außensichtabschnitts 424 des Blendrahmens 412 aneinandergrenzen. In dem Ausführungsbeispiel der Figur 4 ist lediglich eines der beiden Fenster (das in der Darstellung der Figur 4 links angeordnete Fenster) mit dem Flügelrahmen 414.1 offenbar, während das rechts daneben liegende Fenster einen fest mit dem Blendrahmen 412 verbundenen "Flügelrahmen" 414.2 aufweist und somit feststehend und nicht offenbar ist (eine derartige Anordnung ist bspw. im Türbereich üblich, mit einer offenbaren Glastür und einem daneben liegenden festen Fenster) . Selbstverständlich kann der "feste Flügelrahmen" 414.2 des Ausführungsbeispieles der Figur 4 auch offenbar ausgebildet sein; dies würde bedeuten, dass er erst dann offenbar ist, wenn der gebäudeinnenseitig übergreifende linke Flügelrahmen 414.1 bereits geöffnet ist.

Von dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 unterscheidet sich der Verbundrahmen 410 der Figur 4 insofern, als das Blendrahmenprofil umlaufend um beide Flügelrahmenprofile 416.1, 416.2 ausgebildet ist und in der Ausschnittdarstellung der Figur 4 daher nicht sichtbar ist, da im Bereich des Stülp 425, wo die beiden Flügelrahmenprofile 416.1, 416.2 aufeinandertreffen, kein Blendrahmenprofil vorgesehen ist. Mit anderen Worten könnte man auch sagen, dass im Bereich des Stülp 425 das "feste Flügelrahmenprofil" 416.2 die Funktion des Blendrahmenprofils übernimmt, da es in der dargestellten Ausführungsform fest mit dem Außensichtteil 424 verbunden ist. (Diese Betrachtungsweise trifft jedoch im Falle eines offenbaren rechten Flügelrahmens 414.2 nicht mehr zu. )

Figur 7 zeigt einen der Figur 1 im wesentlichen vergleichbaren Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels eines

erfindungsgemäßen Verbundrahmens mit einem sich durch die Scheibe erstreckenden Rahmen.

Hierzu wird neben der innenliegenden Seitenfläche 116a des Flügelrahmenprofils 116 auch die Randfläche 124c des Außen- sichtteils bzw. der dort angeordneten Dichtung 730 auf der Höhe A-A angeordnet. Die Flächen liegen im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene bzw. auf gleicher Höhe (A-A) und ergeben eine sich durch die Scheibe erstreckende gemeinsame Fläche bzw. einen sich scheinbar durch die Scheibe erstrek- kenden Rahmen. Eine Anordnung der inneren Oberfläche 72Od des Randverbunds der Scheibe im wesentlichen in dieser Ebene bzw. leicht unterhalb der Ebene verstärkt den entstehenden Eindruck zusätzlich.

Im Gegensatz zu Figur 1 umgreift das Außensichtteil 124 zusätzlich das innere Blendrahmenprofil und weist eine stabilisierende bzw. versteifende Einbuchtung 740 des Hohlraums 735 auf. Auch die Form der ersten Dichtung 730 weicht u.a. von der in Figur 1 dargestellten Dichtung 130 ab. Eine übereinstimmung der Höhen hi und h 2 aus Figur 1 ist aufgrund der strukturellen Unterschiede jedoch nicht mehr möglich.

Figur 8 zeigt einen Horizontalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens mit einem offenbaren Fenster und einem angrenzenden Festfeldfenster, wobei der Schnitt durch einen sogenannten Pfostenbereich verläuft. In dem Ausführungsbeispiel der Figur 8 ist lediglich eines der beiden Fenster (das in der Darstellung der Figur 8 links angeordnete Fenster 820.1) mit einem Flügelrahmen 814.1 offenbar, während das rechts daneben liegende Fenster 820.2 fest mit dem Blendrahmen 812 verbundenen ist und somit feststehend und nicht offenbar ist. Der Pfostenbereich setzt sich in der dargestellten

Ausführungsform aus dem Außensichtteil 824 und dem Blendrahmenprofil 822 des offenbaren Fensters zusammen. Das Außensichtteil 824 und das Blendrahmenprofil 822 stellen im dargestellten Pfostenbereich eine zusätzliche Aufnahme für das angrenzende Festfeldfenster 820.2 bereit. Der in Figur 8 dargestellte Verbundrahmen 810 ist somit zur Aufnahme von zwei nebeneinanderliegenden Fenstern ausgelegt, die über das Außensichtteil 824 des Blendrahmens 812 aneinandergren- zen. Zur festen Verbindung des Festfeldfensters 820.2 mit dem Blendrahmen 812 ist in der dargestellten Ausführungsform die Scheibe 820.2 zwischen einer Druckdichtung 841 und einem Abschnitt des Außensichtteils 824 eingespannt. Selbstverständlich kann das Festfeldfenster 820.2 ebenfalls als offenbarer Fensterflügel ausgeführt werden. In diesem Fall ist der Blendrahmen 822 und das Außensichtteil 824 (im dargestellten Bereich) als Stülp ausgeführt.

Die wesentlichen Unterschiede von Figur 8 gegenüber Figur 4 bestehen in einer alternativen Ausgestaltungsform des Außensichtteils 824 sowie der festen Verbindung des Festfeldfensters mit dem Blendrahmen ohne die Verwendung eines Adapterprofils für das Festfeldfenster. Selbstverständlich kann die Scheibe des Festfeldes ebenfalls mittels eines Adapterprofils am Blendrahmen angebracht werden.

Figur 9 zeigt einen der Figur 1 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen 910 in eingebautem Zustand. Figur 9 unterscheidet sich von Figur 1 im wesentlichen in der Befestigung des Außensichtteils 924 an dem Blendrahmenprofil 922 mittels einer Verschraubung 923 (gestrichelt angedeutet) . Die hierfür verwendeten Schrauben erstrecken sich im Gegensatz zu Figur 1 durch einen Teilbereich des Außensichtteils 924 bis in das Blendrahmenprofil 922. Als Eintrittsstelle in das Au-

ßensichtteil 924 wird in der dargestellten Ausführungsform die Einbuchtung 940 in dem Außensichtteil 924 verwendet. Weitere wesentliche Unterschiede gegenüber der Figur 1 stellen die weiteren Ausgestaltungsformen der ersten Dichtung 930 sowie der Isolierung 936 dar.

Figur 10 zeigt einen der Figur 4 ähnlichen Horizontalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbundrahmens 1010 mit zwei nebeneinander liegenden Fenstern 1020.1, 1020.2, wobei der Schnitt durch den Stulpbereich 1025 verläuft. Figur 10 stellt eine weitere Ausführungsform des Außensichtteils 1024 für die Verwendung mit zwei nebeneinander liegenden Fenstern bereit. Des weiteren sind die ersten Dichtungen 1030.1, 1030.2 entsprechend einer weiteren Ausführungsform ausgeführt. Das Außensichtteil greift in der dargestellten Ausführungsform in das Adapterprofil 1018.2 ein. Hierzu ist zwischen dem Adapterprofil 1018 und dem Außensichtteil 1024 an den Stellen 1060 ein definierter Abstand (beispielsweise 0,2mm) vorgesehen.

Figur 11 zeigt einen der Figur 3 ähnlichen Horizontalschnitt durch einen zwei nebeneinanderliegende Fenster integrierenden erfindungsgemäßen Verbundrahmen 1110 im Pfostenbereich. Figur 11 stellt eine weitere Ausführungsform des Außensichtteils 1124 für die Verwendung mit zwei nebeneinander liegenden Fenstern bereit. Des weiteren sind die ersten Dichtungen 1130.1, 1130.2 entsprechend einer weiteren Ausführungsform ausgeführt.

Figur 12 zeigt einen der Figur 9 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen 1210 und einer Isolierglasscheibe 1220.

Figur 13 zeigt einen der Figur 12 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbei- spiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen 1310 und einer Isolierglasscheibe 1320. Die dargestellte Isolierglasscheibe weist auf der gebäudeaußenseiti- gen Oberfläche eine zusätzliche Isolierschicht bzw. eine im Vergleich zu Figur 12 größere Glasstärke der Scheibe auf.

Figur 14 zeigt einen der Figur 13 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen 1410 und einer Isolierglasscheibe 1420. Die dargestellte Isolierglasscheibe 1420 weist auf der gebäudeaußen- seitigen Oberfläche eine zusätzliche Isolierschicht bzw. eine im Vergleich zu Figur 13 größere Glasstärke der Scheibe auf.

Figur 15 zeigt einen der Figur 12 ähnlichen Querschnitt/Vertikalschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fensters mit einem erfindungsgemäßen Verbundrahmen 1510 und einer Isolierglasscheibe mit zwei Kammern 1520.1, 1520.2. Die Isolierglasscheibe weist im Vergleich zu den vorstehend beschriebenen Figuren eine größere Glasstärke der Scheibe auf. Zur Aufnahme der Scheibe ist in der dargestellten Ausführungsform das Adapterprofil 1518 entsprechend in seiner Ausdehnung angepaßt sowie das Flügelrahmenprofil 1516 mit einer geeigneten Ausnehmung ausgeführt .

Die Erfindung eröffnet somit die Möglichkeit zur Konstruktion von Fenstern mit sehr schlanken, witterungsgeschützten Rahmenprofilen bei gleichzeitig hoher Rahmendämmwirkung. Durch die feste Verbindung zwischen Scheibe 120, Adapterprofil 118 und Flügelrahmenprofil 116 kann die Ansichtsbreite des Verbundrahmens im Vergleich zu konventionellen

Fensterkonstruktionen reduziert werden, so dass eine schmalere Rahmenbreite erzielt werden kann. Die Ausgestaltung des außenliegenden Teils des Blendrahmens 112 schützt die innenseitigen Holzelemente (Flügelrahmenprofil und Blendrahmenprofil) vor der Witterung. Durch die Verwendung von GFK für das Adapterprofil 118 und das Außensichtteil 124 des Blendrahmens 112 wird der Wärmedurchgangskoeffizient des Rahmens im Vergleich zu konventionellen Holz- Aluminiumfenstern deutlich verbessert. Insbesondere entstehen durch die geringe Wärmeleitung des GFK keine Wärmebrük- ken im Rahmenquerschnitt.