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Title:
COMPOSITE HEAT INSULATION SYSTEM THAT CAN BE DISMANTLED AND METHOD FOR THE PRODUCTION AND REMOVAL THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/137164
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a composite heat insulation system (1) and a method for producing the same. The composite heat insulation system (1) has at least one heat-insulating material layer (2), at least one base plaster layer (3) which is applied on the heat-insulating material layer (2), at least one reinforcing layer (4) which is embedded or applied in or on the base plaster layer (3), and at least one final coating (5) which terminates the composite heat insulation system (1) to the outside. The reinforcing layer (4) has at least one projecting part (6) and/or a point of engagement (7) in order to be able to detach the reinforcing layer (4) together with the plaster layers (3, 5) surrounding the reinforcing layer (4) from the heat-insulating material layer (2) fastened on a base by transmitting force onto the projecting part (6) and/or the point of engagement (7).

Inventors:
POPRAWA, Christian (Ringstraße 77d, Wülfrath, 42489, DE)
KOLBE, Georg Johannes (Kirchhellener Straße 4, Bottrop, 46236, DE)
Application Number:
EP2017/000183
Publication Date:
August 17, 2017
Filing Date:
February 09, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SAINT-GOBAIN WEBER GMBH (Schanzenstraße 84, Düsseldorf, 40549, DE)
International Classes:
E04B1/76; E04F13/04
Foreign References:
DE202010007659U12010-10-14
DE3444815A11986-06-12
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
BÖRJES-PESTALOZZA, Henrich et al. (Urachstraße 23, Freibur i. Br., 79102, DE)
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Claims:
Ansprüche

Wärmedämmverbundsystem (1) , umfassend wenigstens eine WärmedämmstoffSchicht (2) , wenigstens eine auf die WärmedämmstoffSchicht (2) aufgetragene Grundputzschicht (3) , wenigstens eine in oder auf die Grundputzschicht (3) eingebettete oder aufgebrachte Armierungsschicht (4) und wenigstens eine das Wärmedämmverbundsystem (1) nach außen hin abschließende Schlussbeschichtung (5) , dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungsschicht (4) zumindest einen überstehenden Teil (6) und/oder eine Angriffsstelle (7) aufweist, um die Armierungsschicht (4) mittels einer Kraftübertragung auf das überstehende Teil (6) und/oder die Angriffsstelle (7) mitsamt den die Armierungsschicht (4) umgebenden Putzschichten (3, 5) von der an einem Untergrund befestigten Wärmedämmstoff - Schicht (2) ablösen zu können.

Wärmedämmverbundsystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die WärmedämmstoffSchicht (2) im Montagezustand nicht mit dem Untergrund verklebt oder verklebbar ist und/oder, insbesondere ausschließlich, mittels stiftartigen, vorzugsweise lösbaren und/oder nicht temperaturleitfähigen, Verbindungselementen (9) , insbesondere mittels Schrauben (10) , Nägeln und/oder Nieten, an dem Untergrund angebracht oder anbringbar ist, vorzugsweise wobei diese Verbindungselemente (9) versenkt angeordnet sind, und/oder dass die Armierungsschicht (4) aus einem Gewebe, insbesondere aus einem Glasfasergewebe, ausgestaltet ist, vorzugsweise derart, dass die Armierungsschicht (4) zumindest teilweise aus zumindest einer Gewebebahn besteht. Wärmedämmverbundsystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Abmessung

(14) der Armierungsschicht (4) in zumindest einer Richtung größer ist, als die entsprechende Abmessung (15) von zumindest einer oder aller übrigen Schichten (2, 3, 5) des Wärmedämmverbundsystems (1) , insbesondere derart, dass zumindest ein Teil (6) der Armierungsschicht (4) im Montagezustand relativ zu zumindest einer der weiteren Schichten (2, 3, 5) des Wärmedämmverbundsystems (1) übersteht, und/oder dass zumindest der überstehende Teil

(6) und/oder die Angriffsstelle (7) der Armierungsschicht (4) im Montagezustand nicht in oder auf die Grundputzschicht (3) eingebettet oder aufgebracht ist.

Wärmedämmverbundsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die GrundputzSchicht (3) eine Gesamtschichtdicke (16) zwischen 3 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 8 mm, aufweist und/oder dass alle Bestandteile des im Montagezustand an dem Untergrund angebrachten Wärmedämmverbundsystems (1) rückbaufähig und/oder recyclingfähig sind, insbesondere, dass die WärmedämmstoffSchicht (2) zumindest teilweise aus Mineralwolle hergestellt ist.

Verfahren zur Herstellung eines Wärmedämmverbundsystems (1) , insbesondere eines recyclingfähigen Wärmedämmverbundsystems (1) , wobei auf einen Untergrund, insbesondere auf eine Gebäudewandung, eine Wärmedämmstoff - schicht (2) aufgebracht wird, auf die Wärmedämmstoff - Schicht (2) eine Grundputzschicht (3) aufgetragen wird, in oder auf die Grundputzschicht (3) eine Armierungsschicht (4) eingebettet und/oder aufgebracht wird und zum Abschluss nach außen hin eine Schlussbeschichtung (5) aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die WärmedämmstoffSchicht (2) nicht durch Verkleben an einem Untergrund angebracht wird und/oder, vorzugsweise ausschließlich, mittels stiftartigen, insbesondere lösbaren und/oder nicht temperaturleitfähigen , Verbindungs- elementen (9), insbesondere mittels Schrauben (10),

Nägeln und/oder Nieten, vorzugsweise wobei diese Verbindungselemente (9) versenkt angeordnet sind, an dem Untergrund angebracht wird.

Verfahren nach dem Oberbegriff von Anspruch 5 oder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungs- schicht (4) im Montagezustand eine Angriffsstelle (7) aufweist und/oder in zumindest einem Bereich relativ zu zumindest einer, insbesondere der WärmedämmstoffSchicht (2) und/oder der Grundputzschicht (3), oder allen Schichten (2, 3, 5) des Wärmedämmverbundsystems (1) überstehend angebracht wird, insbesondere derart, dass durch den überstehenden Teil (6) die Angriffsstelle (7) ausgebildet wird, wobei durch die Angriffsstelle (7) und/oder den überstehenden Teil (6) ein Kraftübertrag, insbesondere einer Zugkraft, auf die Armierungsschicht (4) möglich ist.

Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Auftragung der Grundputzschicht (3) zunächst eine erste Teilschicht (12) davon aufgetragen wird, anschließend die Armierungsschicht (4) auf die erste Teilschicht (12) aufgebracht wird, und dann die zweite Teilschicht (13) auf die Armierungsschicht (4) aufgetragen wird, wodurch die Armierungsschicht (4) zwischen den zwei Teilschichten (12, 13) der Grund- putzschicht (3) eingebettet wird und/oder dass der Untergrund zunächst mit Bohrlöchern versehen wird, darin jeweils ein Dübel (11) eingesetzt wird und die Wärme- dämmstoffschicht (2) mit in die Dübel (11) eingeschraubten Schrauben (10), insbesondere nicht wärmeleitfähigen und/oder versenkt angeordneten Schrauben (10), an dem Untergrund befestigt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungsschicht (4) an dem Untergrund derart angebracht wird, dass ihr dachseitiges Ende (17) und/oder ihr bodenseitiges Ende (18) übersteht/überstehen, insbesondere derart, dass der überstehende Teil (6) von einem Dachrand und/oder einem Sockelabschluss abgedeckt wird, und/oder dass ein oder der überstehende Teil (6) der Armierungsschicht (4) in einem Abschnitt des Untergrundes mit einem Fenster unter einer Fensterbank und/oder an oder in einem Rolladenkasten angeordnet wird, insbesondere davon abgedeckt wird .

Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gesamtschichtdicke (16) der Grundputzschicht (3) zwischen 3 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 8 mm, beträgt und/oder dass die Wärmedämmstoffschicht (2) zumindest teilweise aus Mineralwolle hergestellt ist.

Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass alle Bestandteile des Wärmedämmverbundsystem (1) recyclingfähig sind und/oder dass die Armierungsschicht (4) aus einem Gewebe, insbesondere aus einem Glasfasergewebe, ausgestaltet ist, vorzugsweise derart, dass die Armierungsschicht (4) zumindest teilweise aus Gewebebahnen besteht. Verfahren zum Entfernen eines an einem Untergrund montierten Wärmedämmverbundsystems (1), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und/oder hergestellt durch das Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 10, von dem Untergrund, dadurch gekennzeichnet, dass durch Ausübung einer Kraft, insbesondere einer Zugkraft, auf einen überstehenden Teil (6) und/oder eine Angriffsstelle (7) einer Armierungsschicht (4) die Armierungs- schicht (4) und alle die Armierungsschicht (4) umgebenden Putzschichten (3, 5) von einer darunterliegenden WärmedämmstoffSchicht (2) des Wärmedämmverbundsystem (1) abgelöst werden.

Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verfahren eine auf dem Untergrund angebrachte Wärmedämmstoffschicht (2) , insbesondere vollständig, von einer auf dieser Wärmedämmstoffschicht aufgebrachten Grundputzschicht (3) und/oder Kleberschicht trennbar ist und/oder dass eine oder die Wärmedämmstoffschicht (2) von dem Untergrund durch Lösen einer oder mehrerer Verbindungselemente (9) , insbesondere Schrauben (10) , Nägeln und/oder Nieten, vorzugsweise wobei diese Verbindungselemente (9) versenkt angeordnet sind, abgenommen wird, insbesondere rückstandslos abgenommen wird.

/ Zusammenfassung

Description:
Rückba fähiges Wärmedämmverbundsystem und Verfahren zu dessen

Herstellung und Entfernung

Die Erfindung betrifft ein Wärmedämmverbundsystem, umfassend wenigstens eine Wärmedämmstoffschient , wenigstens eine auf die WärmedämmstoffSchicht aufgetragene Grundputzschicht, wenigstens eine in oder auf die Grundputzschicht eingebettete oder aufgebrachte Armierungsschicht und wenigstens eine das Wärmedämmverbundsystem nach außen hin abschließende Schlussbeschichtung . Insbesondere betrifft die Erfindung ein rückbaufähiges und/oder recyclingfähiges Wärmedämmverbundsystem sowie dessen Herstellung.

Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung eines Wärmedämmverbundsystems, insbesondere eines rückbaufähigen und/oder recyclingfähigen Wärmedämmve bund- Systems, vorzugsweise an einer Gebäudewandung, wobei auf eine Untergrundfläche, insbesondere eine Gebäudewandung, eine WärmedämmstoffSchicht aufgebracht wird, anschließend auf die WärmedämmstoffSchicht eine GrundputzSchicht aufgetragen wird, dann in oder auf die Grundputzschicht eine Armierungsschicht eingebettet und/oder aufgebracht wird und zum Abschluss des Wärmedämmverbundsystems nach außen hin eine

Schlussbeschichtung aufgetragen wird. Der Begriff Gebäudewandung kann sich im Kontext der Erfindung insbesondere auf eine Bodenfläche, eine Dachfläche und/oder eine Wandfläche eines Gebäudes beziehen.

BESTÄTIGUNGSKOPIE Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Entfernen eines an einer Gebäudewandung montierten Wärmedämmverbundsystems von der Gebäudewandung. Das Thema Energieeinsparung ist nicht erst seit der Energiewende bedeutsam geworden. Um Gebäude energie- und ressourceneffizienter Beheizen zu können, wurde in den letzten Jahren viel in die Wärmedämmung von Gebäuden investiert. So wurde beispielsweise durch die Aufbringung von Wärmedämm- Verbundsystemen auf die Außenseiten von Gebäudewandungen erreicht, dass sich der Transmissionswärmeverlust verringert hat. In der Regel wurden hierzu konventionelle Wärmedämmverbundsysteme verwendet, die zwar eine adäquate Wärmedämmung der Gebäude erreichen lassen, doch welche bisher weniger beachtete entscheidende Nachteile mit sich bringen. Insbesondere blieb bisher nahezu unbeachtet, dass es sich bei vielen dieser bisher verwendeten Wärmedämmverbundsysteme nach deren Rückbau, beispielsweise nach Ablauf ihrer vorgesehenen Nutzungsphase, um nicht recyclingfähigen Sondermüll handelt. Eine Rückführung der zur Ausbildung dieser konventionellen

Wärmedämmverbundsysteme eingesetzten Baustoffe in den Wert- stoffkreislauf ist in der Regel unwirtschaftlich oder schlichtweg nicht mehr möglich. Zum einen sind die eingesetzten Baustoffe selbst häufig nicht recyclingfähig und zum anderen werden die Baustoffe häufig derart miteinander verbunden, insbesondere verklebt, so dass eine Trennung in die möglicherweise recyclingfähigen Einzelbaustoffe nicht mehr zu erreichen ist. Aus diesem Grund können besonders für die Entsorgung rückgebauter konventioneller Wärmedämmverbund- Systeme hohe Kosten entstehen. Darüber hinaus verhindert die

Zusammensetzung dieser konventionellen Wärmedämmverbundsysteme einen schonenden und umweltfreundlichen Umgang mit bestehenden Ressourcen. Außerdem steht dieser Umgang mit Abfall - Stoffen rückgebauter, konventioneller Wärmedämmverbundsysteme im Widerspruch zu den in Deutschland durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und die Abfallverzeichnisverordnung (AW) festgelegten Regeln. Mittlerweile wurden diese Nachteile konventioneller Wärmedammverbundsysteme allerdings auch von der Industrie und von politischer Seite her erkannt. Ein Bericht des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP-Bericht BBHB 019/2014/281) , welcher im Auftrag des Fachverbandes Wärme- dämm-Verbundsysteme e.V. erstellt wurde, stellt daher die Zielsetzung auf, Forschungsvorhaben zu initiieren, um ökologisch, ökonomisch und technisch sinnvolle Maßnahmen zur stofflichen und energetischen Wiederverwertung von Bestandteilen von Wärmedämmverbundsystemen nach einem Rückbau für deren Trennung zu entwickeln.

Es besteht daher die Aufgabe ein rückbaufähiges und/oder trennbares Wärmedämmverbundsystem zu schaffen. Diese Aufgabe wird bei dem Wärmedämmverbundsystem der eingangs erwähnten Art durch die Merkmale gemäß Anspruch 1 gelöst. Insbesondere wird erfindungsgemäß zur Lösung der Aufgabe vorgeschlagen, dass die Armierungsschicht - besonders auch im fertig verarbeiteten (also eingebauten) Zustand - zumindest einen überstehenden Teil und/oder eine Angriffsstelle aufweist, um die Armierungsschicht mittels einer Kraftübertragung auf das überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle mitsamt der/den die Armierungsschicht umgebenden Putzschicht/Putzschichten, insbesondere der Grundputzschicht und/oder der Schlussbeschichtung, von der an einem Untergrund befestigten Wärmedämmstoffschicht ablösen zu können . Insbesondere kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der Untergrund eine Gebäudewandung, insbesondere eine Mauer aus Mauerwerk oder Beton, oder ein bereits vorhandenes Wärmedämmungsverbundsystem, oder wenigstens die Dämmmaterialschicht davon, auf Mauerwerk oder Beton, ist. Durch den erfindungsgemäßen Aufbau des

Wärmedämmverbundsystems ist es möglich, die montierten Schichten des Wärmedämmverbundsystems nahezu rückstandslos voneinander zu trennen, so dass diese in den Wertstoffkreislauf zurückführbar sind. Durch die Kraftübertragung auf das überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle, insbesondere durch Verwendung eines Werkzeugs, kann die Armierungsschicht mitsamt der Grundputz- Schicht und aller weiteren auf die Grundputzschicht aufge- tragenen Schichten von der Wärmedämmstoffschicht abgetragen, insbesondere abgezogen, werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass der dadurch abbröckelnde Putz aufgefangen wird, wodurch dieser ebenfalls recyclebar ist. Um eine besonders einfache Ablösung der WärmedämmstoffSchicht von dem Untergrund zu ermöglichen, kann es zweckmäßig sein, wenn die Wärmedämmstoffschicht im Montagezustand nicht mit dem Untergrund verklebt oder verklebbar ist. Besonders vorteilhaft kann es dabei sein, wenn die Wärmedämm- Stoffschicht im Montagezustand, insbesondere ausschließlich mittels stiftartigen, vorzugsweise lösbaren und/oder nicht temperaturleitfähigen, Verbindungselementen an dem Untergrund angebracht oder anbringbar ist. Geeignete Verbindungselemente können beispielsweise Schrauben, Nägel und/oder Nieten sein. Vorzugsweise sind die Verbindungselemente versenkt angeordnet, so dass eine nach außen ragende Seite jedes Verbindungselements mit einer Oberfläche der

Wärmedämmstoffschicht eben abschließt. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundsystems kann vorsehen, dass die Armierungsschicht aus einem Gewebe, insbesondere aus einem reißfesten Gewebe, ausgestaltet ist. Dabei kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die Armierungsschicht aus einem Glasfasergewebe ausgestaltet ist. Um einen möglichst guten Kraftübertrag und ein gleichmäßiges Ablösen der Armierungs- schicht von der Wärmedämmstoffschicht zu erreichen, kann es vorteilhaft sein, wenn die Armierungsschicht zumindest teilweise aus einer Gewebebahn oder mehreren Gewebebahnen hergestellt ist.

Das Ablösen erfolgt erfindungsgemäß vorzugsweise entlang des mit dem Wärmedämmverbundsystem beaufschlagten Untergrundes, die Krafteinwirkung oder Kraftübertragung vorzugsweise in einem Winkel von mindestens 10 oder 20 oder 30 oder 40 oder 50 oder mehr Grad relativ zur Fläche des Untergrundes, insbesondere im Wesentlichen senkrecht dazu. Zur Vereinfachung des Entfernens der Armierungsschicht kann es zweckmäßig sein, wenn zumindest eine Abmessung der Armierungsschicht in zumindest einer Richtung größer ist, als die entsprechende Abmessung in dieser Richtung von zumindest einer oder allen übrigen Schichten des Wärmedämmverbund- Systems. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest ein Teil der Armierungsschicht im Montagezustand relativ zu zumindest einer der weiteren Schichten des Wärmdämmverbundsystems übersteht. Alternativ oder ergänzend kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest der überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle der Armierungsschicht im Montagezustand des Wärmedämmverbundsystems nicht in oder auf die Grundputzschicht eingebettet oder aufgebracht ist. Somit lässt sich zumindest der überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle leichter, insbesondere mit einem Werkzeug, greifen oder erreichen, um eine Kraft, insbesondere eine Zugkraft, auf die Armierungsschicht zu übertragen. Besonders vorteilhaft kann es dabei sein, wenn der überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle der Armierungsschicht an einem Ende einer als Gewebebahn ausgestalteten Armierungsschicht angeordnet ist/sind.

Eine besonders stabile und dennoch einfach rückbaubare Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundsystems kann vorsehen, dass die GrundputzSchicht eine Gesamtschichtdicke zwischen 3 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 8 mm aufweist.

Das erfindungsgemäße Wärmedämmverbundsystem kann also den Vorteil gegenüber vorbekannten Wärmedämmverbundsystemen haben, dass alle Bestandteile des im Montagezustand an dem Untergrund angebrachten Wärmedämmverbundsystems rückbaufähig und/oder recyclingfähig sind. Dabei kann es insbesondere vorteilhaft sein, wenn die WärmedämmstoffSchicht zumindest teilweise aus Mineralwolle hergestellt ist.

Eine weitere Lösung der zuvor genannten zugrundeliegenden Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des erfindungs- gemäßen Verfahrens nach Anspruch 5 bereitgestellt. Insbeson- dere wird erfindungsgemäß zur Lösung der zuvor genannten Aufgabe vorgeschlagen, dass die WärmedämmstoffSchicht nicht durch Verkleben an dem Untergrund angebracht wird und/oder, vorzugsweise ausschließlich, mittels stiftartigen, insbesondere lösbaren und/oder nicht-temperaturleitfähigen, Verbin- dungselementen an dem Untergrund angebracht wird. Insbesondere kann hierbei erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass es sich bei dem Untergrund um eine Gebäudewandung handelt. Besonders geeignete Verbindungselemente können beispielsweise Schrauben, Nägel und/oder Nieten sein. Vorzugsweise sind die Verbindungselemente versenkt angebracht. Dadurch, dass bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen ist, dass die Wärmedämmstoffschicht nicht Stoffschlüssig an den Untergrund angebracht wird, kann die Wärmedämmstoffschicht vollkommen rückstandslos von dem Untergrund abgenommen werden, sollte es erforderlich sein, ein durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestelltes Wärmedämmverbundsystem rückzubauen. Dies hat den Vorteil, dass ein aufwändiges Entfernen der verklebten Wärmedämmstoffschicht entfällt und die einzelnen Bestandteile des mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugten Wärmedämmverbundsystems leichter trennbar sind.

Ein weiterer, insbesondere unabhängiger, erfindungsgemäßer Vorschlag zur Lösung der zuvor genannten Aufgabe kann vorsehen, dass die Armierungsschicht im Montagezustand eine Angriffsstelle aufweist und/oder in zumindest einem Bereich relativ zu zumindest einer, insbesondere der Wärmedämmstoff - schicht und/oder der Grundputzschicht, oder allen Schichten des Wärmedämmverbundsystems überstehend angebracht wird. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn durch den überstehenden Teil die Angriffsstelle ausgebildet wird. Durch die Angriffsstelle und/oder den überstehenden Teil kann eine Kraftübertragung, insbesondere eine Zugkraft, auf die Armierungs- schicht ausgeübt werden. Dies kann beispielsweise durch Werkzeug und/oder lediglich mit den Händen erfolgen.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann weiter vorgesehen sein, dass zur Auftragung der Grundputzschicht zunächst eine erste Teil- schicht davon aufgetragen wird, anschließend die Armierungsschicht auf die erste Teilschicht aufgebracht wird, und dann die zweite Teilschicht auf die Armierungsschicht aufgetragen wird, wodurch die Armierungsschicht zwischen den zwei Teilschichten der Grundputzschicht eingebettet wird. Um eine möglichst gute Fixierung des, insbesondere erfindungsgemäßen, Wärmedämmverbundsystems an dem Untergrund zu erreichen, kann es zweckmäßig sein, wenn der Untergrund zunächst mit Bohrlöchern versehen wird, darin jeweils ein Dübel eingesetzt wird und die WärmedämmstoffSchicht mit in die Dübel eingeschraubten Schrauben an dem Untergrund befestigt wird. Um Kältebrücken zu vermeiden, kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die verwendeten Schrauben, bei- spielsweise durch eine Beschichtung oder Verwendung eines nicht wärmeleitenden Materials, wie Kunststoff, nicht wärme- leitfähig ausgebildet sind. Insbesondere können die Schrauben versenkt angebracht sein oder werden. Damit der überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle den ästhetischen Gesamteindruck einer mit dem Wärmedämmsystem verkleideten Oberfläche nicht nachteilig beeinträchtigt/beeinträchtigen und/oder um eine möglicherweise ungewollte Krafteinwirkung auf das überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle vermeiden zu können, kann es vorteilhaft sein, wenn die Armierungsschicht an dem Untergrund derart angebracht wird, dass ihr dachseitiges Ende und/oder ihr bodenseitiges Ende übersteht/überstehen . Insbesondere kann es dabei zweckmäßig sein, wenn der überstehende Teil von einem Dachrand und/oder von einem Sockelabschluss abgedeckt wird. Dadurch kann erreicht werden, dass in einem Montagezustand des mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten Wärmedämmverbundsystems der überstehende Teil und/oder die Angriffsstelle abgeschirmt ist, und daher insbesondere für ein ungeschultes Auge nicht wahrnehmbar ist. Dadurch ist es möglich, Vandalismus durch Missbrauch der Rückbaufunktion des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundsystems zu vermeiden. Soll mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Gebäudewandung oder ein Teil davon isoliert werden, welche/r ein Fenster aufweist, so kann es zweckmäßig sein, wenn ein oder der überstehende Teil der Armierungsschicht in einem Ab- schnitt des Untergrundes mit einem Fenster unter einer Fensterbank und/oder an oder in einem Rollladenkasten angeordnet wird. Insbesondere kann es zweckmäßig sein, wenn der überstehende Teil der Armierungsschicht davon abgedeckt wird.

Um ein besonders haltbares und dennoch einfach rückbaubares Wärmedämmverbundsystem erstellen zu können, kann es vorteilhaft sein, wenn der Grundputz in einer Gesamtschichtdicke zwischen 3 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 8 mm, aufgetragen wird.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen sein, dass die WärmedämmstoffSchicht zumindest teilweise aus Mineralwolle hergestellt ist.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden ausschließlich Bestandteile zur Herstellung eines Wärmedämmverbundsystems eingesetzt, die recyclingfähig sind.

Die Armierungsschicht eines Wärmedämmverbundsystems ist für die Qualität des gesamten Dämmsystems von entscheidender Bedeutung. In der Regel sorgt sie für eine flächige Verteilung von Spannungen aus dem Verputz, wodurch beispielsweise Risse in der Grundputzschicht und/oder der Schlussbeschichtung vermieden werden können. Diese Risse können beispielsweise dadurch entstehen, dass die einzelnen Putzschichten des Wärmedämmverbundsystems unterschiedlich schnell aushärten, wodurch Zugspannungen mit einer entsprechenden Rissgefährdung entstehen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines, insbesondere erfindungsgemäßen, Wärmedämmverbund- systems übernimmt die Armierungsschicht noch eine weitere Aufgabe. Sie dient neben dem bereits genannten Zweck dazu, auf die WärmedämmstoffSchicht aufgetragene Putzschichten nahezu rückstandslos entfernen zu können, sollte ein Rückbau eines derart hergestellten Wärmedämmverbundsystems notwendig sein. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfin- dungsgemäßen Verfahrens kann daher vorsehen, dass die Armierungsschicht aus einem Gewebe, insbesondere einem reißfesten Gewebe, ausgestaltet ist. Vorzugsweise ist die Armierungs- schicht zumindest teilweise aus Gewebebahnen hergestellt. Ein besonders geeignetes Gewebe kann beispielsweise ein Glas- fasergewebe sein.

Ferner betrifft, die Erfindung auch ein Verfahren zum Entfernen eines an einem Untergrund montierten Wärmedämmverbund- systems, insbesondere eines erfindungsgemäßen Wärmedämm- Verbundsystems wie hier beschrieben und beansprucht und/oder eines Wärmedämmverbundsystems hergestellt durch das erfindungsgemäße Verfahren, wie hier beschrieben und beansprucht, von dem Untergrund. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass durch Ausübung einer Kraft, insbesondere einer Zugkraft, auf einen überstehenden Teil und/oder auf eine Angriffsstelle einer Armierungsschicht vorzugsweise alle, die Armierungsschicht umgebenden Putzschichten von einer darunterliegenden Wärmedämmstoffschicht des Wärmedämmverbundsystems abgelöst werden. Dies hat den Vorteil, dass die einzelnen Bestandteile des derart entfernten Wärmedämmverbundsystems leichter trennbar und somit dem Wertstoffkreislauf rückführbar sind.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es zweckmäßig sein, wenn durch das Verfahren eine auf dem Untergrund angebrachte Wärmedämmstoffschicht , insbesondere vollständig, von einer auf dieser Wärmedämmstoffschicht aufgebrachten Grundputzschicht und/oder Kleberschicht trennbar ist.

Alternativ oder ergänzend dazu kann es zweckmäßig sein, wenn eine oder die Wärmedämmstoffschicht von dem Untergrund durch Lösen einer oder mehrerer Verbindungselemente abgenommen wird, insbesondere rückstandslos abgenommen wird. Bei den Verbindungselementen kann es sich dabei beispielsweise um Schrauben, Nägel und/oder Nieten handeln.

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, ist jedoch nicht auf dieses Ausführungs- beispiel beschränkt. Weitere erfindungsgemäße Ausführungsbei - spiele ergeben sich durch die Kombination einzelner oder mehrerer Merkmale der Schutzansprüche untereinander und/oder mit einzelnen oder mehreren Merkmalen der Ausführungsbei - spiele .

Es zeigt: ein schematisch dargestelltes erfindungsgemäßes Wärmedämmverbundsystem im Montagezustand, das Ausführungsbeispiel aus Figur 1 dargestellt als ExplosionsZeichnung,

Fig. 3 das Ausführungsbeispiel aus den Figuren 1 und 2, wobei durch Kraftausübung auf die Armierungsschicht die Putzschichten von der Wärmedämmstoffschicht abgelöst werden. In den Figuren 1 bis 3 ist ein spezifisches Ausführungsbeispiel eines Wärmedämmverbundsystems dargestellt, welches im Ganzen als 1 bezeichnet wird. In Figur 1 ist das erfindungsgemäße Wärmedämmverbundsystem 1 an einem Untergrund angebracht. Der Untergrund ist hier eine Gebäudewandung 8, die aus Mauerwerk besteht.

Das erfindungsgemäße Wärmedämmverbundsystem 1 weist eine WärmedämmstoffSchicht 2 auf, welche durch Verschraubung an der Gebäudewandung 8 fixiert oder fixierbar ist. Hierzu wurde die Gebäudewandung mit Bohrlöchern versehen, in welche Dübel 11 eingesetzt wurden oder einsetzbar sind. Durch nicht- wärmeleitfähige Schrauben 10 ist die WärmedämmstoffSchicht 2 durch Einschrauben der Schrauben 10 in die Dübel 11 durch die WärmedämmstoffSchicht an der Gebäudewandung 8 fixiert oder fixierbar. Auf die WärmedämmstoffSchicht 2 ist eine erste Teilschicht 12 einer Grundputzschicht 3 aufgetragen. Auf die erste Teilschicht 12 der Grundputzschicht 3 ist eine Armierungsschicht 4 aufgebracht. Durch eine zweite Teilschicht 13 der Grundputzschicht 3, die auf die Armierungsschicht 14 aufgetragen ist, ist die Armierungsschicht somit in der Grundputzschicht 3 eingebettet. Auf die Grundputzschicht 3 ist ferner eine Schlussbeschichtung 5 auf- getragen, die dazu dient, das Wärmedämmverbundsystem 1 nach außen hin abzuschließen. Die Schlussbeschichtung 5 kann beispielsweise ein geeigneter Oberputz sein.

Die Armierungsschicht 4 des erfindungsgemäßen Wärmedämm- Verbundsystems 1 weist zumindest einen überstehenden Teil 6 auf. Der überstehende Teil 6 bildet bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 3 eine Angriffsstelle 7 aus. Mittels einer Kraftübertragung auf das überstehende Teil 6 kann, wie in Figur 3 gezeigt ist, die Armierungsschicht 4 mit samt den die Armierungsschicht 4 umgebenden Putzschichten 3, 5 von der an der Gebäudewandung 8 befestigten Wärmedämmstoffschicht 2 abgelöst werden. Die Wärmedämmstoffschicht 2 ist im Montagezustand, wie in Figur 1 zu sehen ist, nur mittels der als Schrauben 10 ausgebildeten Verbindungselemente 9 an der Gebäudewandung fixiert oder fixierbar. Im Gegensatz zu vorbekannten Wärmedämmverbundsystemen ist bei dem erfindungsgemäßen Wärme - dämmverbundsystem 1 also keine Stoffschlüssige Verbindung, wie beispielsweise durch Verkleben, vorgesehen. Die lösbaren Verbindungselemente 9 können daher erforderlichenfalls einfach entfernt werden, wodurch die Fixierung der Wärmedämmstoffschicht an der Gebäudewandung aufhebbar ist.

Das Armierungsgewebe 4 besteht bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 1 bis 3 aus einem reißfesten Gewebe. Ein geeignetes Gewebe kann beispielsweise ein Glasfasergewebe sein. Das Gewebe ist dabei als durchgehende Gewebebahn ausge- staltet, so dass ein Abziehen im Ganzen, insbesondere entlang einer Gesamtausdehnung der Gebäudewandung 8, möglich ist.

Um die als überstehendes Teil 6 ausgestaltete Angriffsstelle 7 einfach greifen, insbesondere mit einem Werkzeug greifen zu können, ist die längsseitige Abmessung der als Gewebebahn ausgebildeten Armierungsschicht 4 länger als die entsprechende Abmessung aller übrigen Schichten 2, 3, 5 des Wärmedämmverbundsystems 1 und/oder der Gebäudewandung 8. Daher ist die Angriffsstelle 7 der Armierungsschicht 4 im Montagezustand nicht in oder auf die Grundputzschicht 3 eingebettet oder aufgebracht .

Die Gesamtschichtdicke 16 der Grundputzschicht 3 beträgt zwischen 5 mm und 8 mm. Alle Bestandteile des im Montagezustand an der Gebäudewandung 8 angebrachten Wärmedämmverbundsystems 1 sind rückbaufähig und/oder recyclingfähig.

Die Wärmedämmstoffschicht 2 ist zumindest teilweise aus Mineralwolle hergestellt. Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die Wärmedämmstoffschicht 2 aus mehreren, aneinander angrenzenden Dämmstoff latten ausgebildet ist.

In Figur 3 ist dargestellt, wie durch Kräfteinwirkung auf die Armierungsschicht 4 an der Angriffsstelle 7 die Armierungsschicht 4 zusammen mit allen die Armierungsschicht 4 umgebenden Putzschichten 3, 5 von der an der Gebäudewandung 8 fixierten oder fixierbaren Wärmedämmstoffschicht 2 abgezogen wird beziehungsweise abziehbar ist. Insbesondere kann dadurch ein nahezu restloses Abziehen aller Putzschichten von der Wärmedämmstoffschicht 2 erreicht werden, so dass die einzelnen Bestandteile des erfindungsgemäßen Wärmedämmver- bundsystems 1 leichter trennbar sind und somit in den Wertstoffkreislauf zurückführbar sind.

Wie in den Figuren 1 bis 3 gezeigt ist, kann es vorteilhaft sein, wenn der überstehende Teil 6 an einem Ende, insbe- sondere an einem längsseitig gelegenen Ende, der Armierungsschicht 4 angeordnet ist. Ferner kann es vorgesehen sein, dass die Armierungsschicht 4 zwei oder mehr Angriffsstellen 7 aufweist. Wie in den Figuren 1 bis 3 zu sehen ist, weist die Armierungsschicht 4 eine am dachseitigen Ende 17 und am bodenseitigen Ende 18 angeordnete Angriffsstelle 7 auf. Die als überstehender Teil 6 ausgebildeten Angriffsstellen 7 können beispielsweise von einem Dachrand und einem Sockelabschluss abgedeckt werden oder abdeckbar sein. Ferner kann vorgesehen sein, dass diese im Bereich eines Fensters unter einer Fensterbank und/oder an oder in einem Rollladenkasten angeordnet oder anordenbar sind und davon abgedeckt werden oder abdeckbar sind. Nach Abzug der Armierungsschicht 4 von der WärmedämmstoffSchicht 2 kann das Wärmedämmverbundsystem 1 durch Lösen der Verbindungselernente 9 und Entfernen der Wärmedämmstoffschicht 2 von der Gebäudewandung 8 vollständig rückgebaut werden. Durch den erfindungsgemäßen Aufbau des Wärmedämmverbundsystems 1 ist es ferner möglich, die einzelnen Bestandteile des Wärmedämmverbundsystems 1 nahezu rückstandslos voneinander zu trennen, so dass kein oder kaum Sondermüll bei der Entsorgung des erfindungsgemäßen Wärmedämmverbundsystems 1 anfällt.

/Bezugs zeichenliste

Bezugs zeichenliste

1 Wärmedämmverbundsystem

2 Wärmedämmstoffschicht

3 Grundputzschicht

4 Armierungsschicht

5 Schlussbeschichtung

6 überstehender Teil der Armierungsschicht

7 Angriffsstelle

8 Gebäudewandung

9 Verbindungseiement

10 Schraube

11 Dübel

12 erste Teilschicht der Grundputzschicht

13 zweite Teilschicht der Grundputzschicht

14 Abmessung der Armierungsschicht

15 Abmessung der weiteren Schichten

16 Gesamtschichtdicke der Grundputzschicht

17 dachseitiges Ende

18 bodenseitiges Ende

/ Ansprüche