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Title:
COMPOSITE MATERIAL FOR COVERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/127998
Kind Code:
A1
Abstract:
A composite material (1) for covers, in particular for mattress or cushion covers, having a surface material (2), a sub-surface material (3) and a filling yarn (4) arranged between the surface material (2) and the sub-surface material (3), wherein the filling yarn (4) is worked in between the surface material (2) and the sub-surface material (3) in the stretched state in a direction (Q) transverse to the longitudinal direction (L) of the composite material (1), wherein the composite material (1) is crossed, transversely to the longitudinal direction (L) thereof, by elastic threads which, in the slackened state, determine the width (B) of the composite material (1).

Inventors:
KRUSE, Norbert (Waldluststr. 39, Papenburg, 26871, DE)
Application Number:
EP2010/063934
Publication Date:
October 20, 2011
Filing Date:
September 22, 2010
Export Citation:
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Assignee:
BODET & HORST GMBH & CO. KG (Gewerbegebiet 9, Elterlein, 09481, DE)
KRUSE, Norbert (Waldluststr. 39, Papenburg, 26871, DE)
International Classes:
D04B1/18; A47C27/00
Attorney, Agent or Firm:
DANTZ, Jan et al. (Am Zwinger 2, Bielefeld, 33602, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verbundstoff (1 ) für Bezüge, insbesondere für Matratzen-oder Kissenbezüge, aufweisend einen Oberstoff (2), einen Unterstoff (3) und einen zwischen dem Oberstoff (2) und dem Unterstoff (3) angeordneten Füllfaden (4), wobei der Füllfaden (4) in einer Richtung (Q) quer zur Längsrichtung (L) des Verbundstoffes (1 ) im gestreckten Zustand zwischen dem Oberstoff (2) und dem Unterstoff (3) eingearbeitet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundstoff (1 ) quer zu seiner Längsrichtung (L) mit elastischen, im entspannten Zustand die Breite (B) des Verbundstoffes (1 ) bestimmenden, Fäden durchzogen ist.

2. Verbundstoff (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Elastizität des Verbundstoffes (1 ) in Längsrichtung (L) etwa der Elastizität des Verbundstoffes (1) in Querrichtung (Q) entspricht.

3. Verbundstoff (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastizität des Verb und Stoffes (1 ) über 60% beträgt.

4. Verbundstoff (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) des Verbundstoffes (1 ) zwischen 180cm und 250cm beträgt.

5. Verbundstoff (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllfaden (4) als gerade Flottung zwischen dem Oberstoff (2) und dem Unterstoff (3) eingearbeitet ist.

6. Verbundstoff (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Fäden als Elasthanfäden ausgebildet sind.

7. Verbundstoff (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Fäden als mit einer Elasthanseele ausgebildete Fäden ausgebildet sind. Verbundstoff (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Fäden als mit Elasthan plattierte Fäden ausgebildet sind.

Description:
Verbundstoff für Bezüge

Die Erfindung betrifft einen Verbundstoff für Bezüge, insbesondere für Matratzen- oder Kissenbezüge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Es sind Verbundstoffe für Matratzen- oder Kissenbezüge bekannt, die aus einem Oberstoff und einem Unterstoff sowie einem zwischen dem Oberbegriff und dem Unterstoff angeordneten Füllstoff bestehen. Die bisherigen Verbundstoffe weisen in ihrer Längsrichtung deutlich höhere Eiastizitätswerte auf als in ihrer Querrichtung, wobei die Querrichtung üblicherweise der Breite einer solchen Matratze oder eines solchen Kissens entspricht. Die unterschiedlichen Elastizitätswerte sind darauf zurückzuführen, dass der den Füllstoff bildende Füllfaden in Querrichtung des Verbundstoffes im gestreckten Zustand eingearbeitet wird. Dabei wird der Fülifaden zwischen dem Oberstoff und dem Unterstoff eingelegt und durch

Bindungspunkte zwischen der Oberseite und der Unterseite gehalten. Der Füllfaden selbst bildet in dieser Querrichtung keine Masche und damit keine Fadenreserve aus. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verbundstoff für Bezüge mit verbesserten Elastizitätseigenschaften zu schaffen.

Diese Aufgabe wird durch einen Verbundstoff mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Verbundstoff ist dieser quer zu seiner Längsrichtung mit elastischen, im entspannten Zustand die Breite des Verbundstoffes bestimmenden, Fäden durchzogen. Die Breite des Verbundstoffes ist dabei so bemessen, dass der Verbundstoff gegenüber der Breite der zu beziehenden Matratze oder des zu beziehenden Kissens eine Überbreite aufweist, die durch die in Querrichtung eingearbeiteten elastischen Fäden ausgeglichen wird.

Der Schlafkomfort einer mit einem solchem Verbundstoff bezogenen Matratze ist durch die durch den Verbundstoff bewirkte verbesserte Punktelastizität deutlich verbessert. Durch die große Elastizität auch in der Querrichtung wird die Funktion der Matratzenkerne unterstützt. Ein Verlust aufgrund einer eingeschränkten Querelastizität wird durch den erfindungsgemäßen Verbundstoff somit vermieden. Außerdem wird durch das Zusammenziehen des Verbundstoffs in der Querrichtung das Voiumen des Verbundstoffes erhöht, so dass man einen im Griff weichen, angenehmen Stoff erhält. Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung entspricht die Elastizität des Verbundstoffes in Längsrichtung etwa der Elastizität des Verb und Stoffes in Querrichtung, insbesondere beträgt die Elastizität des Verbundstoffes sowohl in Längs- als auch in Querrichtung über 60%.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Füllfaden als gerade Flottung zwischen dem Oberstoff und dem Unterstoff eingearbeitet.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 einen Querschnitt durch eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Verbundstoffes.

Figur 2 eine schematische Darstellung des Fadenverlaufs der Fäden eines

Rapports.

In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Verbundstoffes, der Matratze und anderer Teile. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, das heißt, durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.

Bei dem in Figur 1 dargestellten Querschnitt durch eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Verbundstoffes 1 ist dieser als mehrschichtiges Gestrick mit einem die Oberseite bildenden Oberstoff 2, einem die Unterseite des Verbundstoffes 1 bildenden Unterstoff 3 und einem zwischen dem Oberstoff 2 und dem Unterstoff 3 angeordneten, eine Füllung bildenden Füllfaden 4 ausgebildet. Der Oberstoff 2, der Füllfaden 4 und der Unterstoff 3 werden durch einen Verbin- dungsfaden 5 zusammengehalten. Dabei ist der Unterstoff 3 dem Matratzenkern einer Matratze zugewandt.

Der Oberstoff 2 besteht dabei aus einer Chemiefaser, einer Naturfaser oder ei- nem Gemisch aus Chemie- und Naturfaser, je nach Einsatzzweck des Verbundstoffes. Der Unterstoff 3 besteht vorzugsweise aus einer Chemiefaser, insbesondere aus Polyester.

Der Füllfaden 4 und besteht vorzugsweise aus einem hochelastischen texturier- ten Polyamid- oder Polyestergarn. Ais elastische Fäden werden bevorzugt

Elasthanfäden eingesetzt. Alternativ kommen auch mit einer Elasthanseele ausgebildete Fäden zum Einsatz, beispielsweise in Gestalt von mit einer

Elasthanseele ausgebildete Polyesterfäden. Alternativ können die elastischen Fäden auch als mit Elasthan plattierten Fäden sein.

Der Füllfaden 4 ist in einer Querrichtung Q quer zur Längsrichtung L des Verbundstoffes im gestreckten Zustand zwischen dem Oberstoff 2 und dem Unterstoff 3 eingearbeitet. Die sich in der Querrichtung Q erstreckende Breite B des Verbundstoffes ist dabei so bemessen, dass sie gegenüber dem zu beziehenden Gegenstand, beispielsweise eine Matratze oder einem Kissen, eine Überbreite aufweist. Diese Überbreite wird durch das Einziehen von elastischen Fäden in das Verbundstoffmaterial in der Weise ausgeglichen, dass sich das Verbund- stoffmateriai durch Zusammenziehen der elastischen Fäden in einen entspannten Zustand auf eine der Breite des zu beziehenden Gegenstands, beispielsweise der Matratze, zusammenzieht.

Hergesteilt wird der Verbundstoff 1 auf einer Großrundstrickmaschine in einem Arbeitsgang. Figur 2 zeigt den Fadenverlauf von vier übereinander angeordneten Systemen I, II, III und IV, die jeweils den Einsatz bzw. Nichteinsatz der Nadeln des Zylinders 7 und der Nadeln der Rippscheibe 6 zeigen. Für den Oberstoff 2 kommen dabei, wie in den Systemen i und III gezeigt, die Nadeln des Zylinders 7 maschenbildend zum Einsatz. Für den Unterstoff 3 werden, wie in System III gezeigt, nur die Nadein der Rippscheibe 6 eingesetzt. Der Füllfaden 4 ist, wie in System III gezeigt, bevorzugt als gerade Fiottung zwischen dem Oberstoff 2 und dem Unterstoff 3 eingearbeitet. Die Verbindung zwischen dem Oberstoff und dem Unterstoff durch den Verbindungsfaden 5 (Syst. IV) erfolgt bevorzugt mit unregelmäßigen oder diagonal angeordneten Abbindepunkten. Die Maschen des Oberstoffes 2 sind größer kuiiert als die Maschen des Unterstoffes 3, um in ausreichender Menge Stoff bereit zu stellen, um ohne Eigenelastizität des Oberstoffes 2 eine Dehnung des Verb und Stoffes nicht zu behindern. Während die Elastizität des Verbundstoffes 1 in der Längsrichtung bereits durch die in Längsrichtung ausgebildeten Maschen des Verbundstoffes 1 vorliegt, ist nunmehr auch eine Elastizität des Verbundstoffes 1 in der Breite durch das durch elastische Fäden auf eine gewünschte Breite geraffte Verb und Stoffmaterial erreichbar.

Die Elastizität des Verb und Stoffes 1 entspricht dabei in der Längsrichtung L etwa der Elastizität des Verb und Stoffes 1 in seiner Querrichtung Q, sprich der Breite des Verbundstoffes. Die Elastizität, sprich die reversible Dehnbarkeit des Verbundstoffes 1 beträgt dabei bevorzugt mehr als 60% der Länge bzw. Breite des Verbundstoffes 1 im entspannten Zustand.

Der erfindungsgemäße Verbundstoff wird bei der Ausrüstung zunächst gewaschen, wobei ein Krumpfen des Verbundstoffes herbeigeführt wird. Beim anschließenden Spannen im Spannrahmen wird der Verbundstoff im Spannrahmen mit Voreilung gefahren, so dass der Verbundstoff 1 sowohl in der Länge als auch in seiner Breite relaxieren kann und bei einer anschließenden Trocknung vorfixiert wird, ohne seine elastischen Eigenschaften zu verlieren. Dadurch ist der Verbundstoff auch waschbar, insbesondere bei einer Waschtemperatur von 60°C.

Bezugszeichenliste:

1 Verbundstoff

2 Oberstoff

3 Unterstoff

4 Füllfaden

5 Verbindungsfaden

6 Rippscheibe

7 Zylinder

B Breite

L Längsrichtung Q Querrichtung