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Title:
COMPOSITE SHEET USED TO PROTECT DISPLAYS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/054209
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a composite sheet which is used to protect displays, especially plasma displays. The composite sheet is essentially comprised of three sheets. The inner sheet (1) is made of a thermoplastic synthetic material and the outer sheets (2,3) are made of glass. The individual sheets (1,2,3) are firmly joined to each other by means of a thermoplastic polyurethane film (4). The glass sheet (3) facing the display is provided with electric screening (5). The inventive sheet, when detached from the display, can be used in a plurality of ways owing to the construction thereof. It is light, shatterproof and offers a wide range of design opportunities.

Inventors:
Bier, Peter (Bethelstrasse 27, Krefeld, 47800, DE)
Elschner, Andreas (Lederstrasse 6, Mülheim, 45479, DE)
Zander, Klaus (Uranusbogen 12, Mülheim, 45478, DE)
Genz, Joachim (An Holthausens Kull 15, Krefeld, 47803, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/000089
Publication Date:
July 26, 2001
Filing Date:
January 05, 2001
Export Citation:
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Assignee:
BAYER AKTIENGESELLSCHAFT (Leverkusen, 51368, DE)
Bier, Peter (Bethelstrasse 27, Krefeld, 47800, DE)
Elschner, Andreas (Lederstrasse 6, Mülheim, 45479, DE)
Zander, Klaus (Uranusbogen 12, Mülheim, 45478, DE)
Genz, Joachim (An Holthausens Kull 15, Krefeld, 47803, DE)
International Classes:
G02B1/11; B32B17/10; C09D5/25; G02B1/10; G09F9/00; H01J11/02; H01J17/16; H01J17/49; H01J29/86; (IPC1-7): H01L51/00
Attorney, Agent or Firm:
BAYER AKTIENGESELLSCHAFT (Leverkusen, 51368, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Verbundscheibe zur Verwendung als Schutz von Displays, insbesondere PlasmaDisplays, wobei die Verbundscheibe im wesentlichen drei Scheiben aufweist, von denen die innere Scheibe (1) aus einem thermoplastischen Kunststoff und die äußeren Scheiben (2,3) aus Glas bestehen, wobei die ein zelnen Scheiben (1, 2,3) durch eine Folie (4) aus thermoplastischem Poly urethan miteinander fest verbunden sind und wobei die dem Display zuge wandte Glasscheibe (3) mit einer elektrischen Abschirmung versehen ist.
2. Verbundscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als elektri sche Abschirmung eine oder mehrere Schichten (5) aus TCO (Transparent Conducting Oxyde) verwendet werden.
3. Verbundscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als TCO Schichten (5) IndiumZinnoxid verwendet wird.
4. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die TCOSchicht (5) auf der dem Display zugewandten Ober fläche der Glasscheibe (3) vorgesehen ist.
5. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die TCOSchicht (5) auf der dem Display abgewandten Ober fläche der Glasscheibe (3) vorgesehen ist.
6. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als thermoplastischer Kunststoff für die innere Scheibe (1) Polycarbonat verwendet wird.
7. Verbundscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Poly carbonat aus Bisphenol A hergestellt ist.
8. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an die Stirnseiten der inneren Scheibe (1) aus thermoplastischem Kunst stoff Elemente (7A, 7B) zur Halterung, Verzierung od. dgl. angespritzt sind.
9. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Scheibe (1) aus thermoplastischem Kunststoff eine Stärke von 0,1 mm bis 20 mm, bevorzugt von 2 mm bis 6 mm, aufweist.
10. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass beiden äußeren Glasscheiben (2,3) jeweils die gleiche Stärke aufweisen.
11. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Betrachter zugewandte Glasscheibe (2) eine kratzfeste Ober fläche aufweist.
12. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die dem Betrachter zugewandte Glasscheibe (2) mit einer Antireflex Beschichtung (6) versehen ist.
Description:
Verbundscheibe zur Verwendung als Schutz von Displays Die Erfindung betrifft eine Verbundscheibe zur Verwendung als Schutz von Dis- plays, insbesondere Plasma-Displays.

Mit zunehmender Entwicklung der Datenverarbeitung finden auch Displays zur An- zeige von Daten immer weitere Verwendung. Dabei werden Flachbildschirme immer beliebter. Die hierzu verwendeten Plasma-Displays werden in vielen Bereichen der Informations-und Kommunikationstechnologie eingesetzt, beispielsweise in Verbin- dung mit Monitoren für die Verwendung mit Personalcomputern, Fernsehgeräten, Telefonendgeräten, Werbeflächen zur Anzeige wechselnder Information etc.

Herkömmlich werden solche Displays verbraucherseitig mit Glasplatten geschützt, die Verwendung von Glas hat zwar einen ausreichenden Schutz des Displays zur Folge, ist jedoch nachteilig hinsichtlich seines Gewichtes, seiner Eigenempfindlich- keit (Glasbruch) und seiner eingeschränkten Formgebung.

Zur Reduzierung des Gewichts wurden insbesondere im Bereich von Fahrzeugschei- ben bereits Verbundscheiben entwickelt, welche aus mehreren einzelnen Scheiben bestehen, wobei, bei ungefähr gleich starker Scheibenstärke, ein Teil des Glases durch thermoplastische Kunststoffscheiben ersetzt wurde. So ist beispielsweise seit langem aus der DE-OS 15 94 164 eine Verbundscheibe bekannt, die aus den Schicht- stoffen Polycarbonat und Glas besteht. Dabei ist eine Grundscheibe aus hochmole- kularem thermoplastischem Polycarbonat von zwei äußeren Glasscheiben umgeben, wobei die Verbindung der Scheiben mittels einer Schicht aus thermoplastischem Polyurethan erfolgt.

Aus der US-PS 54 82 896 ist eine Schutzschicht für LED-Displays bekannt, bei der ein ultradünnes transparentes Substrat auf die LED-Anordnung laminiert wird, wobei

als ultradünnes Substrat bevorzugt Glas verwendet wird, um die eigentliche LED- Anordnung zu schützen.

Des weiteren ist aus der GB 23 35 884 A ein flexibles Substrat bekannt, das aus einer einheitlichen Verbindung von Display und Schutzschicht besteht. Auch hierbei be- steht der Aufbau der Schutzschicht aus einer Kombination von einer Glasschicht und einer Kunststoffschicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbundscheibe zur Verwendung als Schutz von Displays, insbesondere Plasma-Displays, anzugeben, welche losgelöst vom eigentlichen Display vielseitig einsetzbar ist, ein geringes Gewicht aufweist, splitterfrei ist und ein hohes Maß an Designfreiheit zulässt.

Diese Aufgabe ist durch eine Verbundscheibe gelöst, die im wesentlichen drei Schei- ben aufweist, von denen die innere Scheibe aus einem thermoplastischen Kunststoff und die äußeren Scheiben aus Glas bestehen, wobei die einzelnen Scheiben durch eine Folie aus thermoplastischem Polyurethan miteinander fest verbunden sind und wobei die dem Display zugewandte Glasscheibe mit einer elektrischen Abschirmung versehen ist.

Die erfindungsgemäße Verbundscheibe lässt sich, anders als Glas, auch für groß- flächige Plasma-Displays einsetzen, beispielsweise für Werbeträger oder Großlein- wände. Auch ist ihr Einsatz besonders geeignet für öffentlich zugängliche Displays, wie sie beispielsweise auf Bahnhöfen, Flughäfen od. dgl. anzutreffen sind. Die Splitterfreiheit der erfindungsgemäßen Verbundscheibe bietet zum einen einen noch besseren Schutz gegen eine Beschädigung des dahinter angeordneten und nicht mit der Verbundscheibe in Kontakt stehenden Displays, darüber hinaus verhindert sie auch zuverlässig Verletzungen bei Beschädigungen der Verbundscheibe, da diese auch bei Bruch einer oder beider Glasscheiben ihren stützenden Verbund beibehält.

Bevorzugt wird als elektrische Abschirmung eine oder mehrere Schichten aus einem sogenannten TCO (Transparent Contacting Oxyde) verwendet. Insbesondere hat sich die Beschichtung mit Indium-Zinnoxid (ITO) bewährt. Zur Erhöhung der elektrischen Abschirmung sind bei Verwendung von mehreren Schichten, diese elektrisch leitend miteinander verbunden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die TCO-Schicht bzw. Schichten alternativ auf der dem Display zugewandten Oberfläche oder dem Display abge- wandten Oberfläche displayseitigen Glasscheibe vorgesehen. Herstellungstechnisch wird die Beschichtung auf der dem Display zugewandten Oberfläche der display- seitigen Glasscheibe zu bevorzugen sein.

Bevorzugt wird für die innere Scheibe aus thermoplastischem Kunststoff Polycarb- onat verwendet, da Polycarbonat auch in stärkeren Scheiben mit einer extrem hohen Transparenz herstellbar ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Polycarbonat aus Bisphenol A hergestellt ist. Ein solches Polycarbonat wird von der Anmelderin unter der Bezeichnung Makrolont vertrieben.

Gemäß einer weiteren Lehre der Erfindung können an die Stirnseiten der inneren Scheibe aus thermoplastischem Kunststoff Elemente zur Halterung, Verzierung od. dgl. angespritzt sein. Auf diese Weise ist es möglich, beispielsweise die Halterungen zur Befestigung der gesamten Verbundscheibe einstückig mit der inneren Scheibe aus thermoplastischem Kunststoff auszubilden, so dass auf zusätzliche Halteele- mente, wie sie bei Glasscheiben erforderlich sind, vollkommen verzichtet werden kann. Denkbar ist weiterhin, dass die äußeren Glasscheiben im Randbereich von Kunststoff-Elementen umgeben sind, so dass der designerischen Gestaltung der er- findungsgemäßen Verbundscheiben keine Grenzen gesetzt sind.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die innere Scheibe aus thermoplasti- schem Kunststoff eine Stärke von 0,1 mm bis 20 mm, bevorzugt von 2 mm bis 6 mm, aufweist. Verbundscheiben in dieser Stärke sind auch für die Verwendung

großflächiger Displays problemlos herstellbar. Gegenüber reinen Glasscheiben lässt sich das Gewicht der Scheibe um 1/4 bis 1/3 reduzieren.

Zum Erreichen einer völligen Verzerrungsfreiheit ist es zweckmäßig, dass die beiden äußeren Glasscheiben jeweils die gleiche Stärke aufweisen, so dass aufgrund des dann gleichen Ausdehnungskoeffizienten ein hohes Maß an Planarität der Verbund- scheiben erreicht wird.

Schließlich ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die dem Betrachter zugewandte Glasscheibe eine Oberfläche hat, die kratzfest ist und mit einer Antireflex-Beschichtung versehen ist. Hierzu eignen sich insbesondere alternierende Beschichtungen aus TiO2/Si02.

In der lediglich bevorzugte Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen sind mögliche miteinander laminierte Schichtfolgen näher erläutert.

In der Zeichnungen zeigen Fig. 1 eine Schichtfolge einer ersten erfindungsgemäßen Verbundscheibe, Fig. 2 eine Schichtfolge einer weiteren erfindungsgemäßen Verbundscheibe und Fig. 3A und 3B mögliche Ausführungen des Randbereiches der vorgenannten Ver- bundscheiben.

In den Fig. 1 und 2 sind zwei mögliche Schichtfolgen von erfindungsgemäßen Ver- bundscheiben schematisch dargestellt. Beide Scheiben bestehen aus einer inneren Schicht 1 aus einem thermoplastischem Kunststoff, bevorzugt Polycarbonat, auf die

eine dem Betrachter zugewandte Glasscheibe 2 und eine dem Display zugewandte Glasscheibe 3 mittels jeweils einer dünnen Folie 4 aus Polyurethan auflaminiert sind.

Displayseitig dient zur elektrischen Abschirmung eine oder mehrere Schichten 5 aus TCO (Transparent Conducting Oxyde), die bevorzugt aus Indium-Zinnoxid (ITO) bestehen. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist die TCO-Schicht 5 auf der äußeren Oberfläche der Verbundscheibe angeordnet und beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 zwischen der äußeren, displayseitigen Glasscheibe 3 und der die innere Scheibe 1 und die äußere Glasscheibe 3 verbindenden PU-Schicht 4 angeordnet.

Die Fig. 3A und 3B zeigen mögliche Ausführungen des Randbereichs der erfin- dungsgemäßen Verbundscheiben, wobei in Fig. 3A Halteelemente 7A angedeutet sind, die unmittelbar an die innere Scheibe 1 angespritzt werden können, so dass auf separate Halte-bzw. Befestigungsmittel verzichtet werden kann. Fig. 3B zeigt eine mögliche Randform 7B, die so gewählt ist, dass sie die dem Betrachter zugewandte Glasscheibe 2 teilweise umgreift und so als Bestandteil des Gehäuses für das zugehö- rige Display dienen kann.