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Title:
COMPOSITION USED AS A PREVENTIVE FIRE PROTECTION AGENT, THE APPLICATION THEREOF TO PRODUCTS, AND THE PRODUCTION AND USE OF SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/064737
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the use of a composition as a preventive temporary fire protection agent, said composition containing: between 2.0 wt. % and 23 wt. %, preferably between 2.0 wt. % and 15 wt. %, especially between 3.0 wt. % and 14.5 wt. %, of diammonium hydrogen phosphate; between 1.0 wt. % and 17 wt. %, preferably 1.0 wt. % and 10 wt. %, especially between 1.0 wt. % and 2.5 wt. % of urea; and between 60 wt. % and 97 wt. %, preferably between 75 wt. % and 97 wt. %, especially between 83 wt. % and 96 wt. % of water. The invention also relates to the application of said composition and to the production and use thereof as a preventive protection agent for checking forest fires and steppe fires.

Inventors:
REIMANN, Peter (Agnes-Miegel-Hof 18, Hilden, 40721, DE)
ROTH, Günter (Schumannstr. 2d, Hilden, 40721, DE)
Application Number:
EP2007/008902
Publication Date:
June 05, 2008
Filing Date:
October 13, 2007
Export Citation:
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Assignee:
UNION MARKETING GMBH (In den Weiden 5, Hilden, 40721, DE)
REIMANN, Peter (Agnes-Miegel-Hof 18, Hilden, 40721, DE)
ROTH, Günter (Schumannstr. 2d, Hilden, 40721, DE)
International Classes:
C09K21/04; A62D1/00; D21H21/34; C09K21/00; A62D1/00; D21H21/34
Attorney, Agent or Firm:
SIECKMANN, Ralf (Cohausz Dawidowicz Hannig & Sozien, Schumannstrasse 97-99, Düsseldorf, 40237, DE)
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Claims:

Patentansprüche:

1. Verwendung einer Zusammensetzung enthaltend

2,0 Gew.-% bis 23 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3,0 Gew.-% bis 14,5 Gew.-%, Diammoniumhydrogenphosphat;

1 ,0 Gew.-% bis 17 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%, Harnstoff

60 Gew.-% bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 97 Gew.-%, insbesondere 83 Gew.-% bis 96 Gew.-% Wasser als vorbeugender temporärer Brandschutz.

2. Verwendung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung, 0 bis 1 Gew.-% wenigstens eines Chelatbildners enthält, der ausgewählt ist aus Polyoxycarbonsäuren, Polyaminen, EDTA und / oder NTA.

3. Verwendung nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung, 0 bis 7 Gew.-% übliche Hilfs- und Zusatzstoffe enthält, die ausgewählt sind aus Netzmitteln, Bindemitteln, Verdickungsmittel und Farbstoffen.

4. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Hilfsund Zusatzstoffe, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung,

0 bis 1 Gew.-% wenigstens eines Mittels zur Wasserenthärtung, insbesondere ein Alkalipolyphosphat, und/oder

0 bis 3 Gew.-% Tenside, insbesondere anionische, nicht ionogene oder amphotere Tenside oder Mischungen hiervon und/oder

0 bis 3 Gew.-% Bindemittel oder Verdickungsmittel, insbesondere wasserlösliche Cellulosederivate oder andere wasserverdünnbare Filmbildner, und/oder

0 bis 0,2 Gew.-% wasserlösliche Farbstoffe enthält.

5. Verwendung nach vorstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den mit der Zusammensetzung behandelten Produkten um Papier, Pappe, Kartonagen, Dekorationsartikel, um Laub- oder Nadelholzbäume, Sträucher, Stauden, Gräser, Teile hiervon, Anordnungen hieraus oder Erzeugnisse hieraus handelt.

6. Verwendung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Zusammensetzung behandelte« Produkt ein Dekorationsartikel, Laub- oder Nadelholzbaum, Teile hiervon oder Anordnungen hieraus, ein Adventskranz oder ein Gesteck ist.

7. Verfahren zum Aufbringen der Zusammensetzung gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das brennbare Produkt kontinuierlich oder diskontinuierlich als wässrige Lösung von 2,0 Gew. : % bis 23 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3,0 Gew.-% bis 14,5 Gew.-%, Diammoniumhydrogenphosphat; 1 ,0 Gew.-% bis 17 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%, Harnstoff, 60 Gew.-% bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 97 Gew.-%, insbesondere 83 Gew.-% bis 96 Gew.-% Wasser auf die Oberfläche des brennbaren Produktes aufgebracht wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation durch Spritzen, Sprühen, Walzen, Tauchen, Tränken, oder Streichen erfolgt mit nachfolgender Trocknung bei Umgebungstemperatur.

9. Konzentrat für vorbeugenden temporären Brandschutz aus

60 Gew.-% bis 95 Gew.-% Diammoniumhydrogenphosphat und

5 Gew.-% bis 39 Gew.-% Harnstoff

0 Gew.-% bis 1 Gew.-% Alkalipolyphosphat.

10. Verwendung einer Zusammensetzung von 2,0 Gew.-% bis 23 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3,0 Gew.-% bis 14,5

Gew.-%, Diammoniumhydrogenphosphat, 1 ,0 Gew.-% bis 17 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%, Harnstoff 60 Gew.-% bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 97 Gew.-%, insbesondere 83 Gew.-% bis 96 Gew.-% Wasser als vorbeugender temporärer Brandschutz, insbesondere zur Eindämmung von Busch- und Steppenbränden.

11. Verwendung einer Zusammensetzung nach Anspruch 9, in dem das Konzentrat vor dem Gebrauch 10 % bis 40 %ig in Wasser gelöst wird, als vorbeugender temporärer Brandschutz, insbesondere zur Eindämmung von Busch- und Steppenbränden.

12. Verwendung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den brennbaren Materialien um Dekorationsartikel, um Laub- oder Nadelholzbäume, Unterholz, Sträucher, Stauden, Gräser, Teile hiervon, Anordnungen hieraus oder Erzeugnisse hieraus handelt.

13. Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst 2,0 Gew.- Teile bis 23 Gew.-Teile Diammoniumhydrogenphosphat und 1 ,0 Gew.-Teile bis 17 Gew.-Teile Harnstoff und ggf. die Hilfs- und Zusatzstoffe gemäß Anspruch 4 kontaktiert, insbesondere vermischt, und ggf. vermahlt und dann in 60 Gew.-Teile bis 97 Gew. -Teilen Wasser auflöst.

Description:

Zusammensetzung als vorbeugender temporärer Brandschutz, ihre Aufbringung auf Produkte, ihre Herstellung und Verwendung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung als vorbeugenden temporären Brandschutz, Aufbringung auf Produkte, ihre Herstellung und Verwendung zur Eindämmung von Busch- und Steppenbränden.

Stand der Technik:

Unter einem Flammschutzmittel versteht man solche anorganische und /oder organische Stoffe, die insbesondere Holz und Holzwerkstoffe, Kunststoffe, Textilien flammfest machen sollen. Sie erreichen dies, indem sie die Entflammung der zu schützenden Stoffe verhindern, die Entzündung behindern und die Verbrennung erschweren. (Römpp Lexikon Chemie, 10te Aufl. Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1997, Stichwort Flammschutzmittel, Seite 1352 f. )

Man teilt Flammschutzmittel nach Wikipedia in anorganische Flammschutzmittel, zu denen u.a. Ammoniumphosphate zählen, halogenierte Flammschutzmittel, Organophosphor-Flammschutzmittel und Stickstoff basierte Flammschutzmittel ein, zu denen u.a. auch Harnstoff zählt.

Unter der Bezeichnung Antiflame® wird im Internet ein Flammschutzmittel auf Basis von Ammoniumdihydrogenphosphat (= Monoammoniumphosphat) beworben und vertrieben, das ungiftig ist.

Baumwollstoffe können durch in Wasser (un)lösliche Ammoniumpolyphosphate flammhemmend ausgerüstet werden (GB-A-1069946, GB-A1504507).

DD 287 550 A5 betrifft eine wässrige Zubreitung zum Feuerfestmachen, die neben einem Ammoniumphosphat, Wasser, Harnstoff, 7 bis 24 Gew.-% einer Fluorpolymerdispersion enthält sowie ein Verfahren zum Feuerfestmachen eines Substrats durch Imprägnieren, Trocknen und Härten.

EP 449 159 B1 (= JP-A-4214471) betrifft eine feuerhemmende Ausrüstung aus einem wasserlöslichen und einem wasserunlöslichen Ammoniumpolyphosphat, einem Tensid, einem wärmehärtbaren Kunstharz, Harnstoff und Wasser sowie ein Verfahren zur flammhemmenden Ausrüstung von gewebten und ungewebten Materialien, insbesondere aus Zellulose, durch Imprägnierung und Wärmehärtung.

Die vorstehend genannten Druckschriften betreffen bindemittelhaltige, wärmehärtende Zubereitungen zur dauerhaften flammschützenden Ausrüstung von Textilen, aber keinen vorbeugenden temporären Brandschutz.

Beschreibung der Erfindung:

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine spezielle Zusammensetzung aus nur 2 Wirksubstanzen als vorbeugenden temporären Brandschutz bereitzustellen, die anders als die halogenierten Flammschutzmittel und die Organophosphor-Flammschutzmittel bei Gebrauch ungefährlich sind und in kürzester Zeit und auf einfachste Weise auf dem gegen Brand zu schützenden Produkt aufgebracht wird.

Diese Aufgabe wird durch einen vorbeugenden temporären Brandschutz gelöst.

Die Erfindung betrifft somit die Verwendung einer Zusammensetzung als temporärer Brandschutz enthaltend

2,0 Gew.-% bis 23 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3,0 Gew.-% bis 14,5 Gew.-%, Diammoniumhydrogenphosphat (= Diammoniumphosphat);

1 ,0 Gew.-% bis 17 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%, Harnstoff

60 Gew.-% bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 97 Gew.-%, insbesondere 83 Gew.-% bis 96 Gew.-% Wasser.

Unter vorbeugendem temporärem Brandschutz versteht man die in den Ansprüchen definierte in Wasser gut lösliche Zusammensetzung, die vor einem Brand auf die Oberfläche der gegen Brand zu schützenden Produkte aufgebracht wird. Bei saugfähigen Untergründen diffundieren die wirksamen Bestandteile in die zu schützenden Objekte, bei nicht saugfähigen Materialien verbleiben sie auf der Oberfläche und bilden einen farblosen Schutzfilm.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher keine Feuerlöschmittel, die erst nach Entstehen des Brands auf den Brandherd gegeben werden.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind auch keine Imprägnierungen, also das Durchtränken poröser brennbarer Stoffe, um diese dauerhaft flammfest zu machen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält die als vorbeugender temporärer Brandschutz eingesetzte Zusammensetzung, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung, 0 bis 1 Gew.-% wenigstens eines Chelatbildners, wobei der Chelatbildner ausgewählt ist aus Polyoxycarbonsäuren, Polyaminen, EDTA und /oder NTA.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung, 0 bis 7 Gew.-% übliche Hilfs- und Zusatzstoffe, die ausgewählt sind aus Netz-, Binde- und Verdickungsmitteln und Farbstoffen.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung, bezogen auf 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung, 0 bis 1 Gew.-% eines Mittels zur Wasserenthärtung, insbesondere ein Alkalipolyphosphat, und/oder 0 bis 3 Gew.-% Tenside, insbesondere anionische, nicht ionogene oder amphotere Tenside oder Mischungen hiervon, und/oder 0 bis 3 Gew.-% Binde- oder Verdickungsmittel, . . insbesondere wasserlösliche Cellulosederivate oder andere wasserverdünnbare Filmbildner, je nach zu schützendem Untergrund oder Anwendung, und/oder 0 bis 0,2 Gew.-% wasserlösliche Farbstoffe.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den mit der Zusammensetzung behandelten Produkten um Papier, Pappe, Kartonagen, Dekorationsartikel, um Laub- oder Nadelholzbäume, Sträucher, Stauden, Gräser, Teile hiervon, Anordnungen hieraus oder Erzeugnisse hieraus.

Beispiele für derartige Produkte sind Dekorationsmaterialien (Girlanden, Lampions, Papierblumen); Holzwerkstoffe, Unterholz in Wäldern; Sträucher, Gräser, Heu, Stroh, Trockenblumen.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das brennbare Produkt ein Lauboder Nadelholzbaum, Teile hiervon oder Anordnungen hieraus, ein Weihnachtsbaum, Adventskranz oder ein Gesteck.

Herstellung:

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Herstellverfahrens für die vorgenannte Zusammensetzung.

Diese wird durch die Merkmale des Herstellungsanspruchs gelöst.

Die Erfindung betrifft somit Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung der vorbeschriebenen Art, wobei man zunächst 2,0 Gew.-Teile bis 23 Gew.-Teile Diammoniumhydrogenphosphat und 1 ,0 Gew.-Teil bis 17 Gew.-Teile Harnstoff und ggf. die vorgenannten Hilfs- und Zusatzstoffe kontaktiert, insbesondere miteinander vermischt, ggf. vermahlt und dann in 60 Gew.-Teilen bis 97 Gew.-Teilen Wasser auflöst.

Aufbringen der Zusammensetzung:

Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Aufbringen der Zusammensetzung auf ein spezielles brennbares Produkt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der weiteren Verfahrensansprüche gelöst.

Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Aufbringen der Zusammensetzung der vorbeschriebenen Art, wobei auf das brennbare Produkt kontinuierlich oder diskontinuierlich eine wässrigen Lösung von 2,0 Gew.-% bis 23 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3,0 Gew.-% bis 14,5 Gew.-%, Diammoniumhydrogenphosphat, 1 ,0 Gew.-% bis 17 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%, Harnstoff, 60 Gew.-% bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 97 Gew.-%, insbesondere 83 Gew.-% bis 96 Gew.-% Wasser auf die Oberfläche des brennbaren Produktes aufgebracht wird.

Bevorzugt ist beim erfindungsgemäßen Verfahren die Applikation durch Spritzen, Sprühen, Walzen, Tauchen, Tränken, oder Streichen, gefolgt von einer Trocknung bei Umgebungstemperatur.

Konzentrat:

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Konzentrats für vorbeugenden temporären Brandschutz, das vor Ort in die entsprechende wässrige Zusammensetzung umgewandelt werden kann.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs auf das Konzentrat gelöst.

Die Erfindung betrifft so ein Konzentrat für vorbeugenden temporären Brandschutz aus

60 Gew.-% bis 95 Gew.-% Diammoniumhydrogenphosphat und

5 Gew.-% bis 39 Gew.-% Harnstoff

0 Gew.-% bis 1 Gew.-% Alkalipolyphosphat.

Verwendungen:

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin die Verwendung von 2 Wirksubstanzen in Kombination mit einem Lösemittel als flammhemmende Ausrüstung zur Eindämmung von Busch- und Steppenbränden.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale in Anspruch 11 gelöst.

Die Erfindung betrifft so die Verwendung einer Zusammensetzung von 2,0 Gew.-% bis 23 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3,0 Gew.-% bis 14,5 Gew.-%, Diammoniumhydrogenphosphat; 1 ,0 Gew.-% bis 17 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%, Harnstoff 60 Gew.-% bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 97 Gew.-%, insbesondere 83 Gew.-% bis 96 Gew.-% Wasser als vorbeugender temporärer Brandschutz.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die o.g. Zusammensetzung verwendet, um brennbare Materialien wie Laub- oder Nadelholzbäume oder Erzeugnisse hiervon, insbesondere um Teile dieser Bäume oder Anordnungen hieraus, einen Adventskranz

oder ein Gesteck, sowie andere Produkte pflanzlicher Herkunft schwerentflammbar auszurüsten.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin die Verwendung der Ausrüstung als vorbeugender Schutz von Brandfällen, insbesondere zur Eindämmung von Busch- und Steppenbränden.

Die Erfindung betrifft so die Verwendung einer Zusammensetzung von 2,0 Gew.-% bis 23 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 3,0 Gew.-% bis 14,5 Gew.-%, Diammoniumhydrogenphosphat, 1 ,0 Gew.-% bis 17 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 Gew.-% bis 2,5 Gew.-%, Harnstoff 60 Gew.-% bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 75 Gew.-% bis 97 Gew.-%, insbesondere 83 Gew.-% bis 96 Gew.-% Wasser als vorbeugender temporärer Brandschutz, insbesondere zur Eindämmung von Busch- und Steppenbränden.

Die Erfindung betrifft so die Verwendung der flammhemmenden Ausrüstung der vorgenannten Art und / oder aufgebracht nach vorgenanntem Verfahren als vorbeugender Schutz in Brandfällen, zur Vermeidung der Ausbreitung von Flammen bei brennbaren organischen Materialien.

Ausführungsbeispiele

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend durch Ausführungsbeispiele in Form von Herstellbeispielen und Anwendungsbeispielen näher erläutert, die zeigen, dass die erfindungsgemäße Zusammensetzung nachweislich als vorbeugender temporärer Brandschutz eingesetzt werden kann.

Herstellbeispiel:

Eine Mischung aus 18 kg Diammoniumhydrogenphosphat, 11 ,7 kg Harnstoff und 0,3 kg Natriumpolyphosphat werden in einer Kugel- oder Trichtermühle bis zur Homogenität

vermählen. Das entstehende feinkörnige pulverförmige Gemisch löst sich schnell und rückstandsfrei in 100 L Wasser.

Anwendungsbeispiel 1 :

Auf einer größeren freien Fläche mit trockenen Sträuchern und Gräsern wurden 100 L der vorstehend beschriebenen 30 %-igen Lösung mit Hilfe eines motorbetriebenen Drucksprühgerätes auf einer Kreisfläche von ca. 150 m 2 versprüht, so dass die Sträucher und Gräser innerhalb der Kreisfläche gleichmäßig benetzt wurden. Nach dem Trocknen der versprühten Lösung wurde die Fläche in Windrichtung zur Kreisfläche unter Aufsicht der Feuerwehr in Brand gesetzt. Es zeigte sich dabei, dass die Sträucher und Gräser auf der freien Fläche abbrannten, während die flammhemmend ausgerüsteten Pflanzen innerhalb der Kreisfläche erhalten blieben. Die Reste der erfindungsgemäßen Zusammensetzung auf den nicht verbrannten Pflanzen sind unschädlich für die Natur, da sie durch Regen abgewaschen werden und als Dünger wirken.

Anwendungsbeispiel 2:

Eine Lösung aus 15 Gew.-% Diammoniumhydrogenphosphat, 5 Gew.-% Harnstoff, 2 Gew.-% anionische und nicht ionogene Tenside in 78 Gew.-% Wasser wird mit Hilfe einer Sprühflasche auf Tannenzweige versprüht. Nach dem Trocknen wird versucht, die Tannenzweige mit einer Kerze zu entzünden. Es zeigt sich dabei, dass die vorbeugend temporär brandschützend ausgerüsteten Tannenzweige sich wesentlich schwerer entzünden lassen als die unbehandelten Zweige bei einem Vergleichsversuch. Bei der behandelten Probe wird zudem das Nachglimmen stark vermindert.

Anwendungsbeispiel 3:

Der nachstehende Test zeigt die vorbeugende temporäre Brandschutzwirkung der erfindgngsgemäßen Zusammensetzung bei 5 bis 20 % wässrigen Lösungen bei unterschiedlichen Konzentrationen der beiden Wirkstoffe:

Versuchsreihe A 20 %-ige Lösungen

Wasser Harnstoff Diammonium Visuelle Bewertung phosphat des Flammschutzes

A1 100 g + 2 g 18 g 1

A2 100 g + 5 g 15 g 1

A3 100 g + 10 g 10 g 2

A4 100 g + 15 g 5 g 3

A5 100 g + 20 g O g 5

Versuchsreihe B 10 %-ige Lösungen

B1 100 g + 1 , O g 9,0 g 1-2 *)

B2 100 g + 2, 5 g 7,5 g 1-2

B3 100 g + 5, o g 5,0 g 3

B4 100 g + 7, 5 g 2,5 g 4

B5 100 g + 10, O g 0,0 g 5

Versuchsreihe C 5 %-ige Lösungen

C1 100 g + 0 ,50 g 4 ,50 g 2-3 C2 100 g + 1 ,25 g 3 ,75 g 2-3) C3 100 g + 2 ,50 g 2 ,50 g 4 C4 100 g + 3 ,75 g 1 ,25 g 5 C5 100 g + 5 ,00 g 0 ,00 g 5

Versuchsdurchführung:

Bahnen aus saugfähigem Papier wurden zur Hälfte mit den o.g. Lösungen getränkt und an der Luft getrocknet. Die Papiere wurden dann senkrecht mit der nicht imprägnierten Seite nach unten aufgehängt und durch darunter gestellte Teelichter entzündet. Die ungeschützten Abschnitte brannten in allen Fällen restlos ab. Die Bewertung der

1 Q

flammhemmenden Wirkung erfolgte visuell durch Vergleich der unverbrannten Restlängen der imprägnierten Abschnitte.

Note 1 sehr gute Flammschutzwirkung (unverbrannte Restlänge 80-100 %)

Note 2 gute Flammschutzwirkung (unverbrannte Restlänge 60-80 %)

Note 3 deutlich erkennbare Flammschutzwirkung (unverbrannte Restlänge 30-60

%)

Note 4 schwache Flammschutzwirkung (unverbrannte Restlänge < 30 %)

Note 5 keine erkennbare Flammschutzwirkung (Papier brennt ab)

Fazit des Anwendungsbeispiels 3:

Harnstoff weist im Vergleich zu Diammoniumphosphat keine eigene signifikante Flammschutzwirkung auf. Die Wirkung von Diammoniumphosphat ist ausgeprägt und steigt mit der Anwendungskonzentration. Offensichtlich kann aber ein Teil des effektiven Diarηmoniumhydrogenphosphats durch Harnstoff ersetzt werden, ohne die vorbeugende temporäre Brandschutzwirkung zu beeinträchtigen.