HEINRICH, Horst (Basaltweg 2, Hannover, 30455, DE)
STRILKA, Bernd (Beekestrasse 102a, Hannover, 30459, DE)
DIEKMEYER, Heinrich (Nienstedter Stadtweg 13, Barsinghausen, 30890, DE)
HEINRICH, Horst (Basaltweg 2, Hannover, 30455, DE)
STRILKA, Bernd (Beekestrasse 102a, Hannover, 30459, DE)
Patentansprüche
1. Druckluftversorgungseinrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem Kompressor, einer Steuerelektronik, einem Lufttrockner, der einen Einlasskanal für unge- trocknete Druckluft, einen Auslasskanal für die getrocknete Druckluft und eine von der zu trocknenden Druckluft durchströmbare Entfeuchtungseinrichtung aufweist einem Druckregler mit Auslassventil zur Steuerung des Kompressors zwischen einer Leerlaufphase und einer Lastlaufphase, einem Mehrkreissschutzventil, das über eine Druckluftleitung mit dem Auslasskanal des Lufttrockners verbun- den ist und überströmventile für die einzelnen Kreise aufweist, einem Regenerationsventil und einem Feuchtesensor zur Erfassung der Luftfeuchtigkeit der in der Druckluftleitung strömenden Druckluft, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtesensor in einem Bypasskanal (4) der Druckluftleitung (2) angeordnet ist.
2. Druckluftversorgungseinrichtung nach Anspruch 1, da- durch gekennzeichnet, dass in der Druckluftleitung (2) eine Aufnahme (18) für den Feuchtesensor ausgebildet ist, die mit dem Bypasskanal (4) in Verbindung steht.
3. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorher- gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Bypasskanal (4) oberhalb der Druckluftleitung (2) angeordnet ist.
4. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorher- gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypasskanal (4) oder die Feuchtesensor-Aufnähme (18) über eine Kondensatablaufleitung (20) mit der Druckluftleitung (2) in Verbindung steht.
5. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtesensoraufnahme (18) mit einem Heizelement zur Regenerierung des Feuchtesensors versehen ist.
6. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Druckluftleitung (2) zwischen einem Bypass-Einlass (6) und einem Bypass-Auslass (8) eine Leitungsverengung (22) zur Erzeugung eines Staudrucks vorhanden ist.
7. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zum Feuchtesensor führenden Teil des Bypasskanals (4) eine Einrichtung zum Abfiltern von Verunreinigungen angeordnet ist.
8. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypasskanal (4) so ausgebildet ist, dass die in den Bypasskanal (4) strömende Teilmenge der Druckluft Feuchtesensoraufnahme (18) turbulent durchströmt und damit den Feuchtesensor turbulent anströmt.
9. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtesensoraufnahme (18) für eine senkrechte Aufnahme des Feuchtesensors ausgebildet ist.
10. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtesensor-Aufnahme (18) durch eine durch den Bypasskanal (4) hindurch und über den Bypasskanal (4) hinaus sich erstreckende Ausnehmung gebildet ist.
11. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtesensor-Aufnahme (18) von außen zugänglich ist.
12. Druckluftversorgungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypasskanal (4) und die Feuchtesensor-Aufnahme (18) im Lufttrockner, im Lufttrocknerauslass vor dem Mehrkreisschutzventil, in einem Verbraucherkreis des Mehrkreisschutzventils oder in einem separaten, in die Druckluftleitung (2) einsetzbaren Bauteil ausgebildet sind. |
Druckluftversorgungseinrichtung für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Druckluftversorgungseinrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem Kompressor, einer Steuerelektronik, einem Lufttrockner, der einen Einlasskanal für ungetrocknete Druckluft, einen Auslasskanal für die getrocknete Druckluft und eine von der zu trocknenden Druckluft durchströmbare Entfeuchtungseinrichtung aufweist, einem Druckregler mit Auslassventil zur Steuerung des Kom- pressors zwischen einer Leerlaufphase und einer Lastlaufphase, einem Mehrkreisschutzventil, das über eine Druckluftleitung mit dem Auslasskanal des Lufttrockners verbunden ist und überströmventile für die einzelnen Kreise aufweist, einem Regenerationsventil und einem Feuchtesensor zur Erfassung der Luftfeuchtigkeit gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, in Druckluftversorgungseinrichtungen von Kraftfahrzeugen die Luftfeuchtigkeit am Ausgang des • Lufttrockners oder in einem Druckluftbehälter mit Hilfe eines als Feuchteschalter ausgebildeten Feuchtesensors zu messen, dessen Ausgangssignale einer Auswerte/Steuerelektronik zugeführt werden, die bei einen Schwellwert überschreitender Luftfeuchte ein Regenerieren der Entfeuch- tungseinrichtung veranlasst oder ein Warnsignal erzeugt zur Anzeige, dass z.B. der Wirkungsgrad der Entfeuchtungseinrichtung stark vermindert ist und/oder ausgetauscht werden muss. Als eine Weiterbildung des Feuchteschalters werden unter anderem auch kapazitive Feuchtesensoren eingesetzt, bei denen z.B. eine hygroskopische Polymerschicht als Dielektrikum zwischen zwei Kondensator-Elektroden angeordnet
ist. Entsprechend dem Wasserdampfdruck der Umgebung wird mehr oder weniger Wasser in der Polymerschicht eingelagert. Dadurch ändert sich die Dielektrizitätskonstante und damit die Kapazität des Kondensators. Die Druckluft in Nutzfahr- zeugen ist bekanntlich verunreinigt mit unterschiedlichen zum Teil für die Polymerschicht schädlichen Bestandteilen der Ansaugluft sowie schädlichen öl- und ölzerfallsproduk- ten aus dem Verdichtungsprozess des Kompressors. Die Wirksamkeit des oben genannten kapazitiven Prinzips wird hier- durch bei längerer Einwirkzeit mit solchen Schadstoffen stark beeinträchtigt, wodurch insbesondere die Genauigkeit und die Lebensdauer des Feuchtesensors verringert wird.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Druckluftversorgungseinrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, dass die schädliche Einwirkung von Schadstoffen auf die, das Dielektrikum bildende Polymerschicht des Feuchtesensors wesentlich verringert ist und eine Beeinflussung der Feuchtemessung hinsichtlich Genauig- keit und Lebensdauer durch schädliche Beimengungen und Bestandteile der Druckluft weitestgehend vermieden wird.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst .
Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Aufgabenlösung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In der Messtechnik ist man normalerweise bemüht, so nah wie möglich mit der Messgröße in Berührung zu kommen. Die vorliegende Erfindung schlägt dagegen vor, sich gezielt vom eigentlichen Messmedium zu entfernen, um die eingeschränkte Medienverträglichkeit der hygroskopischen Polymerschicht zu kompensieren und die Messung der relativen Feuchte in einem Bypasskanal der Druckluftleitung durchzuführen. Der Bypass-
kanal ist dabei gegenüber der eigentlichen Druckluftleitung im Querschnitt und Volumenstrom entsprechend vermindert.
Durch den Bypasskanal findet eine Parallelströmung an getrockneter Druckluft statt, wobei der Anteil der Druckluft der durch den Bypasskanal strömt, feuchtemäßig über den gleichen Zustand verfügt, wie der direkt zum Auslassan- schluss strömende Hauptanteil der entfeuchteten Druckluft. Gleichzeitig wird aber die Menge an Schadstoffen, die den Feuchtesensor anströmt, entsprechend verringert, wodurch die schädlichen Einwirkungen auf die feuchteempfindliche Polymerschicht erheblich reduziert werden. Durch die Reduzierung der Einwirkung kontaminierender, d. h. schädlicher Wirkstoffe auf die kapazitätsbestimmende Polymerschicht, bleibt die kalibrierte Genauigkeit des Feuchtesensors über einen längeren Zeitraum erhalten und wird dadurch insgesamt die Lebensdauer des Feuchtesensors verlängert. Die erfindungsgemäße Ausbildung optimiert daher die überwachung der Funktion des Lufttrockners zu Diagnose- und Steuerungszwe- cken, bspw. für die Regeneration und den gezielten Austausch der Entfeuchtungseinrichtung (Trocknerkartusche) .
Die Messung der relativen Feuchte der getrockneten Druckluft in einem Bypasskanal kann sowohl unmittelbar nach dem Lufttrocknerauslass und vor dem Mehrkreisschutzventil, als auch in einem Verbraucherkreis des Mehrkreisschutzven- tiles erfolgen.
Um die Reaktionszeit des Feuchtesensors zu verbessern, ist der Bypasskanal gemäß einer Weiterbildung der Erfindung so ausgebildet, dass im Bypasskanal eine turbulente Strömung auftritt.
Vorzugsweise wird der Feuchtesensor senkrecht oberhalb des Druckluftkanals eingebaut, wodurch für Feuchte-
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Sensorelemente mit freien Drahtenden eine Verbesserung der Vibrationsbeständigkeit erreicht wird.
Eine andere Weiterbildung sieht vor, die Feuchtesensor- Aufnahme über einen Kanal mit der Druckluftleitung zu verbinden, um so überschüssiger (kondensierter) Feuchtigkeit und auch Verunreinigungen die Möglichkeit zu geben, in den Druckluftkanal abzufließen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden.
Es zeigt:
Fig. 1 eine herkömmliche Druckluftversorgungseinrichtung mit einem Feuchtesensor und
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Feuchtemessung in schematischer Darstellung.
Die Zeichnung zeigt in der Figur 1 eine Druckluftversorgungseinrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem Drucklufttrockner 100, dem über einen Anschluss 102 Druckluft von einem Kompressor 104 zugeführt wird. Die Druckluft durch- strömt den Drucklufttrockner 100 und strömt dann weiter ü- ber ein Rückschlagventil 106 und eine Druckluftleitung 2 zu einem Mehrkreisschutzventil 110, das nicht Gegenstand der vorherigen Anmeldung ist und daher nicht näher erläutert werden soll.
In der zum Mehrkreisschutzventil führenden Druckleitung 2 ist ein Feuchtesensor 112 angeordnet.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Feuchtemessung mit- tels des Feuchtesensors 112 nicht unmittelbar in der Druck-
luftleitung 2 ausgangsseitig des Drucklufttrockners 100 vorzusehen, sondern in einem Bypass-Kanal 4 der Druckleitung 2, wie dies näher in der Figur 2 dargestellt ist. Der Bypass-Kanal 4 ist also vorgesehen zwischen dem Ausgang des Drucklufttrockners 100 und dem Mehrkreisschutzventil 110.
Der Bypass-Kanal 4 weist einen Bypass-Einlass 6 und einen Bypass-Auslass 8 auf. Der Bypasskanal 4 ist vorzugsweise, wie dargestellt, U-förmig ausgebildet mit einem senk- recht von der Druckleitung 2 abzweigenden Bypass-
Einlasskanal 10 und einem senkrecht in die Druckleitung 2 einmündenden Bypass-Auslasskanal 12 und mit einem parallel zur Druckleitung 2 verlaufenden, den Bypass-Einlasskanal 10 mit dem Bypass-Auslasskanal 12 verbindenden Verbindungska- nal 14. Der Verbindungskanal 14 steht mit einer durch eine Ausnehmung 18 gebildeten Aufnahme für einen Feuchtesensor (nicht dargestellt) in Verbindung. Die Ausnehmung 18 erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht nach unten über den Verbindungskanal 14 hinaus und steht über einen als Konden- satablauf dienenden Ablaufkanal 20 mit der Druckleitung 2 in Verbindung. über diesen Ablaufkanal werden auch Verunreinigungen, z. B. ölanteile, wieder in die Druckleitung 2 abgeführt .
Der Bypasskanal 4 und die Aufnahme 18 für den Feuchtesensor können im Luftrockner, im Mehrkreisschutzventil oder auch in einem separaten in die Druckleitung 2 einsetzbaren Bauteil ausgebildet sein. Die Aufnahme 18 ist vorzugsweise von außen zugänglich.
In der Feuchtesensor-Aufnahme 18 kann zusätzlich oder im Verbund mit dem Feuchtesensor ein Heizelement (nicht dargestellt) zur Regenerierung und Nachjustierung des Feuchtesensors angeordnet sein.
Vorteilhafterweise kann in der Druckluftleitung 2 zwischen dem Bypass-Einlass 6 und dem Bypass-Auslass 8 eine Leitungsverengung 22 (Blende) ausgebildet sein zur Erzeugung eines Staudrucks, wodurch eine Zwangsführung von Druckluft in den Bypasskanal 4 erzielt wird.
In dem zum Feuchtesensor führenden Teil des Bypasska- nals 4 kann eine Einrichtung zum Abfiltern von Verunreinigungen (nicht dargestellt) angeordnet sein, wodurch eine weitere Reduzierung des Vordringens schädlicher Substanzen zum Feuchtesensor erreicht wird.
Der Bypasskanal 4 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass die in den Bypasskanal 4 strömende Teilmenge der Druckluft den Bypasskanal turbulent durchströmt, wodurch eine Verbesserung der Reaktionszeit des Feuchtesensors erzielt wird.
Der Feuchtesensor wird vorzugsweise senkrecht eingebaut, wodurch für Feuchte-Sensorelemente mit freien Drah- tenden eine Verbesserung der Vibrationsbeständigkeit erzielt wird.
