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Title:
COMPRESSED-AIR SYSTEM FOR A VEHICLE AND METHOD FOR OPERATING A COMPRESSED-AIR SYSTEM OF A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/054642
Kind Code:
A2
Abstract:
A compressed-air system for a utility vehicle (10) comprises a compressed-air installation (12) and a control device (20) for controlling the compressed-air installation (12). The control device (20) is designed to perform a conditioning process by means of which, before the vehicle (10) is started, the compressed-air installation (12) is changed to a state in which it is ready to operate. According to one embodiment, a user can use a signal generator integrated, for example, into a mobile device (22) to generate a control signal for triggering the conditioning process, which control signal is then sent to the control device (20).

Inventors:
LEINUNG, Andreas (Presselweg 1, München, 81245, DE)
Application Number:
EP2017/071265
Publication Date:
March 29, 2018
Filing Date:
August 23, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GMBH (Moosacher Str. 80, München, 80809, DE)
International Classes:
B60T15/48; B60T17/02; B60T17/06
Other References:
None
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1 . Druckluftanlagensystem für ein Fahrzeug (10), insbesondere für ein Nutzfahrzeug, aufweisend:

eine Druckluftanlage (12); und

eine Steuervorrichtung (20) zum Steuern der Druckluftanlage (12), die ausgestaltet ist, um einen Kondition iervorgang auszuführen, mit dem die Druckluftanlage (12) vor einem Fahrbeginn des Fahrzeugs (10) in einen betriebsbereiten Zustand versetzt wird.

2. Druckluftanlagensystem nach Anspruch 1 , bei welchem

ferner ein Signalgenerator vorgesehen ist, der bei Vorliegen einer bestimmten Bedingung ein Steuersignal zum Auslösen des Konditioniervorgangs erzeugt. 3. Druckluftanlagensystem nach Anspruch 2, bei welchem

das Steuersignal ein Triggersignal zum sofortigen Auslösen des Konditioniervorgangs oder ein Zeitsignal zum Auslösen des Konditioniervorgangs zu einem gewünschten Zeitpunkt in der Zukunft ist. 4. Druckluftanlagensystem nach Anspruch 2 oder 3, bei welchem

der Signalgenerator derart ausgestaltet ist, dass er das Steuersignal in Abhängigkeit von einer Bedienung durch einen Benutzer erzeugt.

5. Druckluftanlagensystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei welchem

der Signalgenerator separat von der Steuervorrichtung (20) vorgesehen ist und das erzeugte Steuersignal an die Steuervorrichtung (20) sendet.

6. Druckluftanlagensystem nach Anspruch 5, bei welchem

der Signalgenerator in ein Mobilgerät (22) integriert ist oder mit einem Mobilgerät (22) verbunden ist.

7. Druckluftanlagensystenn nach Anspruch 6, bei welchem

das Mobilgerät (22) über eine Drahtlosverbindung (30) oder ein Telekommunikationsnetz mit der Steuervorrichtung (20) oder mit einem Fahrzeugbus (32), an den die Steuervorrichtung (20) angeschlossen ist, verbindbar ist.

8. Druckluftanlagensystem nach Anspruch 6 oder 7, bei welchem

der Signalgenerator eine Eingabevorrichtung (24) zum Eingeben eines Steuerbefehls entsprechend dem zu erzeugenden Steuersignal durch einen Benutzer und/ oder eine Lokalisierungsvorrichtung (26) zum Ermitteln einer Position des Mobilgeräts (22) und automatischen Erzeugen des Steuersignals entsprechend der ermittelten Position aufweist.

9. Druckluftanlagensystem nach Anspruch 6, bei welchem

das Mobilgerät (22) an eine Kommunikationsschnittstelle (38) eines Fahrzeugbusses (32), an den die Steuervorrichtung (20) angeschlossen ist, anschließbar ist.

10. Druckluftanlagensystem nach einem der Ansprüche 4 bis 9, bei welchem

der Signalgenerator eine Eingabevorrichtung (36) aufweist, die in dem Fahrzeug (10) installiert ist.

1 1 . Druckluftanlagensystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei welchem

der Signalgenerator in die Steuervorrichtung (20) integriert ist. 12. Druckluftanlagensystem nach einem der Ansprüche 2 bis 1 1 , bei welchem

der Signalgenerator eine Authentifizierungsvorrichtung aufweist oder mit einer Authentifizierungsvorrichtung verbunden ist, wobei die Authentifizierungsvorrichtung ausgestaltet ist, um ein Authentifizierungssignal zu erzeugen, das an die Steuervorrichtung (20) gesendet wird.

13. Druckluftanlagensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Kondition iervorgang wenigstens eine Maßnahme umfasst, die ausgewählt ist aus: Befüllen wenigstens eines Druckluftspeichers (18, 57) der Druckluftanlage (12) mit Druckluft;

Regenerieren einer Druckluftaufbereitungseinrichtung (16) der Druckluftanlage (12); Aufladen einer Batterie;

selektives Befüllen von Luftverbraucherkreisen, die mit der Druckluftanlage verbunden sind;

Betätigen einer Parkbremse;

Starten eines Motors des Fahrzeugs (10);

Abschalten von energieverbrauchenden Komponenten;

Anheben einer Luftfederung auf ein vorbestimmtes Niveau; und

Optimieren einer Lüftspieleinstellung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheiben.

14. Druckluftanlagensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Kondition iervorgang eine Fehlerdiagnose der Druckluftanlage (12) umfasst und die Steuervorrichtung (20) ausgestaltet ist, ein Fehlerdiagnoseergebnis an eine

Anzeigevorrichtung (40) für einen Benutzer auszugeben.

15. Druckluftanlagensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Steuervorrichtung (20) eine Steuerelektronik einer Druckluftaufbereitungs- einrichtung (16) der Druckluftanlage (12) ist oder in eine Steuerelektronik einer Druckluftaufbereitungseinrichtung (16) der Druckluftanlage (12) integriert ist.

16. Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem Druckluftanlagensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

17. Verfahren zum Betreiben einer Druckluftanlage (12) eines Fahrzeugs (10), insbesondere eines Nutzfahrzeugs, bei welchem die Druckluftanlage (12) vor einem

Fahrbeginn des Fahrzeugs (10) mittels eines Kondition iervorgangs in einen betriebsbereiten Zustand versetzt wird.

18. Verfahren nach Anspruch 17, bei welchem

der Kondition iervorgang durch ein Steuersignal ausgelöst wird, das bei Vorliegen einer bestimmten Bedingung erzeugt wird.

19. Verfahren nach Anspruch 18, bei welchem

das Steuersignal ein Triggersignal zum sofortigen Auslösen des Konditionier- vorgangs oder ein Zeitsignal zum Auslösen des Kondition iervorgangs zu einem gewünschten Zeitpunkt in der Zukunft ist.

20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, bei welchem

das Steuersignal durch einen Benutzer erzeugt wird. 21 . Verfahren nach Anspruch 20, bei welchem

das Steuersignal von einem Benutzer über ein Mobilgerät (22) oder eine in dem Fahrzeug (10) installierte Eingabevorrichtung (36) erzeugt wird.

22. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21 , bei welchem

ein Auslösen des Konditioniervorgangs mittels eines Authentifizierungssignals authentifiziert wird.

23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22, bei welchem

der Konditioniervorgang wenigstens eine Maßnahme umfasst, die ausgewählt ist aus

Befüllen wenigstens eines Druckluftspeichers (18, 57) der Druckluftanlage (12) mit Druckluft;

Regenerieren einer Druckluftaufbereitungseinrichtung (16) der Druckluftanlage (12);

Aufladen einer Batterie;

selektives Befüllen von Luftverbraucherkreisen, die mit der Druckluftanlage verbunden sind;

Betätigen einer Parkbremse;

Starten eines Motors des Fahrzeugs (10);

Abschalten von energieverbrauchenden Komponenten;

Anheben einer Luftfederung auf ein vorbestimmtes Niveau; und

Optimieren einer Lüftspieleinstellung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheiben.

24. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 23, bei welchem

der Kondition iervorgang eine Fehlerdiagnose der Druckluftanlage (12) umfasst und das Fehlerdiagnoseergebnis an einen Benutzer ausgegeben wird.

Description:
BESCHREIBUNG

Druckluftanlagensystem für ein Fahrzeug und Verfahren zum Betreiben einer Druckluftanlage eines Fahrzeugs

Die Erfindung betrifft ein Druckluftanlagensystem für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Nutzfahrzeug, sowie Verfahren zum Betreiben einer Druckluftanlage eines Fahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs. Beim Starten eines herkömmlichen Nutzfahrzeugs werden nach längerer Standzeit in der Regel einige Minuten Wartezeit benötigt bis die Druckluftanlage des Nutzfahrzeugs betriebsbereit ist. Der Fahrer darf insbesondere mit dem Nutzfahrzeug erst fahren, wenn die Druckluftspeicher der Bremsanlage ausreichend mit Druckluft gefüllt sind. Das Befüllen einer komplett oder zum Teil entleerten Druckluftbremsanlage benötigt aber eine gewisse Zeitdauer. Es ist in diesem Zusammenhang bekannt, nach dem Starten des Motors eine erhöhte Motordrehzahl und damit auch eine erhöhte Kompressordrehzahl anzufordern, um die Befüllungsdauer der Druckluftbremsanlage durch eine erhöhte Druckluft-Förderleistung des Kompressors zu verkürzen. Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Druckluftanlagensystem und ein verbessertes Verfahren zum Betreiben einer Druckluftanlage eines Fahrzeugs zu schaffen, mit denen Wartezeiten nach dem Starten des Fahrzeugs bis zum Losfahren verkürzt werden können. Diese Aufgabe wird gelöst durch die Lehre der unabhängigen Ansprüche. Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen

Ansprüche.

Das erfindungsgemäße Druckluftanlagensystem für ein Fahrzeug weist auf: eine Druckluftanlage und eine Steuervorrichtung zum Steuern der Druckluftanlage, die ausgestaltet ist, um einen Kondition iervorgang auszuführen, mit dem die Druckluftanlage vor einem Fahrbeginn des Fahrzeugs in einen betriebsbereiten Zustand versetzt wird. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, die Druckluftanlage des Fahrzeugs bereits vor dem Fahrbeginn des Fahrzeugs automatisch in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Auf diese Weise können Wartezeiten nach dem Starten des Fahrzeugs bis zum Losfahren des Fahrzeugs vermieden oder zumindest verkürzt werden. Auch ist für den Kondition iervorgang die Anwesenheit des Fahrers nicht zwingend erforderlich. Der Begriff "vor dem Fahrbeginn" soll in diesem Zusammenhang alle Zeiträume und

Betriebszustände des Fahrzeugs umfassen, bevor ein Fahrer des Fahrzeugs mit dem Fahrzeug losfährt, insbesondere bevor ein Fahrer das Fahrzeug bzw. den Fahrzeug- motor mit dem Ziel des Losfahrens startet.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich vorzugsweise um ein Nutzfahrzeug. Die Druckluftanlage enthält vorzugsweise eine Druckluftbremsanlage und/oder eine Luftfederung. Das Versetzen der Druckluftanlage in einen betriebsbereiten Zustand soll in diesem

Zusammenhang das Versetzen der gesamten Druckluftanlage oder zumindest einzelner Komponenten der Druckluftanlage (z.B. Druckluftspeicher, Luftfilter, Lufttrocknerpatronen, etc.) in einen betriebsbereiten Zustand umfassen. Unter einem betriebsbereiten Zustand der Druckluftanlage bzw. einer Druckluftanlagenkomponente soll in diesem Zusammenhang ein Zustand verstanden werden, in dem ein Fahren des

Fahrzeugs möglich und zulässig ist.

Der Konditioniervorgang enthält vorzugsweise wenigstens eine Maßnahme, die ausgewählt ist aus einem Befüllen wenigstens eines Druckluftspeichers der Druckluft- anläge mit Druckluft, einem Regenerieren einer Druckluftaufbereitungseinrichtung der Druckluftanlage (z.B. aufweisend eine regenerierbare Lufttrocknerpatrone und/oder einen regenerierbaren Luftfilter), einem Aufladen einer Batterie, einem selektiven Befüllen von Luftverbraucherkreisen, die mit der Druckluftanlage verbunden sind, einem Betätigen einer (bevorzugt elektrisch steuerbaren) Parkbremse (zu Beginn, im Laufe oder zum Abschluss des Konditioniervorgangs), einem Starten eines Motors des

Fahrzeugs (mit einem Motorbetrieb z.B. während der Dauer des Konditioniervorgangs oder bis zum Fahrbeginn des Fahrzeugs), einem Abschalten insbesondere von viel Energie verbrauchenden Komponenten zum Abschluss des Konditioniervorgangs, einem Anheben einer Luftfederung auf ein vorbestimmtes Niveau, einem Optimieren einer Lüftspieleinstellung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheiben und dergleichen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein Signalgenerator vorgesehen, der bei Vorliegen einer bestimmten Bedingung (sofort oder mit einem vorbestimmten Zeitverzug) ein Steuersignal zum Auslösen des Konditioniervorgangs erzeugt.

Das Steuersignal ist vorzugsweise ein Triggersignal zum sofortigen Auslösen des Konditioniervorgangs oder ein Zeitsignal (z.B. Uhrzeit oder Zeitdauer) zum Auslösen des Konditioniervorgangs zu einem gewünschten Zeitpunkt in der Zukunft. Im Fall einer Uhrzeit als Zeitsignal kann diese ein einmaliges Auslösen des Konditioniervorgangs oder ein wiederholtes (z.B. täglich, werktäglich, wöchentlich) Auslösen des Konditioniervorgangs bewirken. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Signalgenerator derart ausgestaltet, dass er das Steuersignal in Abhängigkeit von einer Bedienung durch einen Benutzer erzeugt. In anderen vorteilhaften Ausgestaltungen kann der Signalgenerator das Steuersignal auch automatisch, d.h. ohne die Notwendigkeit irgendeiner Bedienung durch einen Benutzer erzeugen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Signalgenerator separat von der Steuervorrichtung vorgesehen. Das von dem Signalgenerator erzeugte Steuersignal zum Auslösen des Konditioniervorgangs sendet dieser dann an die Steuervorrichtung. In anderen vorteilhaften Ausgestaltungen kann der Signalgenerator auch in die Steuer- Vorrichtung integriert sein.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Signalgenerator in ein Mobilgerät integriert oder mit einem Mobilgerät verbunden. Bei dem Mobilgerät handelt es sich vorzugsweise um ein Mobiltelefon, ein Smartphone, einen Tabletcomputer, einen Fahrzeugschlüssel, ein mobiles Navigationsgerät, ein PDA (Personal Digital Assistant) oder dergleichen. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist dieses Mobilgerät über eine Drahtlosverbindung, bevorzugt eine Funkverbindung (z.B. WLAN, Wifi, Bluetooth, etc.), oder ein Telekommunikationsnetz mit der Steuervorrichtung oder mit einem Fahrzeugbus, an den die Steuervorrichtung angeschlossen ist, verbindbar. Das Mobilgerät einerseits und die Steuervorrichtung bzw. der Fahrzeugbus andererseits verfügen zu diesem Zweck über geeignete (Drahtlos-)Kommunikationsschnittstellen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Signalgenerator eine Eingabevorrichtung (z.B. Touchscreen eines Smartphones, etc.) zum Eingeben eines Steuerbefehls entsprechend dem zu erzeugenden Steuersignal durch einen Benutzer und/oder eine Lokalisierungsvorrichtung (z.B. GPS-Sensor) zum Ermitteln einer

Position des Mobilgeräts und automatischen Erzeugen des Steuersignals entsprechend der ermittelten Position auf. Je nach Ausführungsform kann der Benutzer so zum

Beispiel über die Eingabevorrichtung zu einem gewünschten Zeitpunkt einen Steuer- befehl zum Erzeugen eines entsprechenden Steuersignals eingeben, damit die Druckluftanlage zu einem gewünschten Zeitpunkt vorkonditioniert wird. Alternativ oder zusätzlich kann mittels der Lokalisierungsvorrichtung automatisch ein Steuersignal zum Auslösen des Konditioniervorgangs erzeugt werden, wenn sich zum Beispiel der Benutzer dem Fahrzeug nähert.

In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Mobilgerät an eine Kommunikationsschnittstelle (z.B. USB-Schnittstelle, etc.) eines Fahrzeugbusses, an den die Steuervorrichtung angeschlossen ist, anschließbar. In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der Signalgenerator eine Eingabevorrichtung aufweisen, die in dem Fahrzeug (fest) installiert ist und vorzugsweise mit dem Fahrzeugbus gekoppelt ist.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Signalgenerator zudem eine Authentifizierungsvorrichtung auf oder ist mit einer Authentifizierungs- vorrichtung verbunden, wobei die Authentifizierungsvorrichtung ausgestaltet ist, um ein Authentifizierungssignal zu erzeugen, das an die Steuervorrichtung gesendet wird. Bei dem Authentifizierungssignal kann es sich zum Beispiel um ein Signal zusätzlich zum Steuersignal oder um eine Codierung des Steuersignals selbst handeln. Dieses

Authentifizierungssignal enthält vorzugsweise eine Identifizierung des Benutzers, des Signalgenerators, des Mobilgeräts oder dergleichen, welche von der Steuervorrichtung authentifiziert werden kann. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Konditioniervorgang vor dem Fahrbeginn des Fahrzeugs nur durch berechtigte

Benutzer initiiert werden kann.

In einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst der

Konditioniervorgang eine Fehlerdiagnose der Druckluftanlage und ist die Steuer- Vorrichtung dann ausgestaltet, ein Fehlerdiagnoseergebnis an eine Anzeigevorrichtung für einen Benutzer auszugeben. Bei der Anzeigevorrichtung handelt es sich zum

Beispiel um ein Display eines Smartphones oder Tablet-Computers, einen Monitor oder dergleichen. In einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuervorrichtung eine Steuerelektronik einer Druckluftaufbereitungseinrichtung der Druckluftanlage oder in eine solche integriert.

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Fahrzeug, das ein oben beschriebenes Druck- luftanlagensystem der Erfindung aufweist. Bei dem Fahrzeug handelt es sich vorzugsweise um ein Nutzfahrzeug.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Druckluftanlage eines Fahrzeugs wird die Druckluftanlage vor einem Fahrbeginn des Fahrzeugs mittels eines Konditioniervorgangs in einen betriebsbereiten Zustand versetzt.

Mit diesem Verfahren lassen sich die gleichen Vorteile erzielen, die oben in Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Druckluftanlagensystem erläutert wurden. Bezüglich der verschiedenen Vorteile, Definitionen und vorteilhaften Ausgestaltungen wird deshalb hier ergänzend auf die obigen Ausführungen zum Druckluftanlagensystem der Erfindung verwiesen. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der Kondition iervorgang durch ein Steuersignal ausgelöst, das bei Vorliegen einer bestimmten Bedingung (sofort oder mit einem vorbestimmten Zeitverzug) erzeugt wird. Dieses Steuersignal wird vorzugsweise durch einen Benutzer erzeugt.

Vorzugsweise ist das Steuersignal ein Triggersignal zum sofortigen Auslösen des Konditioniervorgangs oder ein Zeitsignal zum Auslösen des Konditioniervorgangs zu einem gewünschten Zeitpunkt in der Zukunft. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Steuersignal von einem

Benutzer über ein Mobilgerät oder eine in dem Fahrzeug installierte Eingabevorrichtung erzeugt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Auslösen des Konditionier- Vorgangs mittels eines Authentifizierungssignals authentifiziert.

In einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst der

Kondition iervorgang eine Fehlerdiagnose der Druckluftanlage. Das Fehlerdiagnoseergebnis wird dann vorzugsweise an einen Benutzer ausgegeben.

Obige sowie weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung besser verständlich. Darin zeigen, größtenteils schematisch:

Fig. 1 den Aufbau eines Bremsanlagensystems eines Nutzfahrzeugs gemäß einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer stark vereinfachten Darstellung; und Fig. 2 den Aufbau einer Druckluftbremsanlage eines Nutzfahrzeugs gemäß einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer detaillierteren Darstellung. Fig. 1 zeigt schematisch und stark vereinfacht den Aufbau eines Bremsanlagensystems eines Nutzfahrzeugs als erfindungsgemäßes Beispiel eines Druckluftanlagensystems für ein Fahrzeug. In anderen Anwendungen der Erfindung kann das Druckluftanlagen- system alternativ oder zusätzlich auch eine Luftfederung eines Nutzfahrzeugs ent- halten.

Das Nutzfahrzeug 10 enthält eine Druckluftbremsanlage 12, die u.a. einen Kompressor 14, eine Druckluftaufbereitungseinrichtung 16 und mehrere Druckluftspeicher 18 aufweist. Der Kompressor 14 ist bevorzugt ein Elektro-Kompressor, der unabhängig vom Betrieb des Fahrzeugmotors betrieben werden kann. Die Druckluftaufbereitungseinrichtung 16 weist zum Beispiel wenigstens einen Luftfilter und wenigstens eine Lufttrocknerpatrone auf.

Die Druckluftbremsanlage 12 ist über einen Fahrzeugbus 32 mit einer Steuervorrichtung 20 verbunden. Die Steuervorrichtung 20 steuert und überwacht die Druckluftbremsanlage 12. Bei dem Fahrzeugbus 32 kann es sich zum Beispiel um ein leitungsgebundenes Bussystem (z.B. CAN, etc.) oder um ein drahtloses Bussystem (z.B.

Ethernet, etc.) handeln. Alternativ kann die Steuervorrichtung 20 auch direkt mit der Druckluftbremsanlage 12 bzw. deren Komponenten verbunden sein oder in die Druck- luftbremsanlage 12 integriert sein. Die Steuervorrichtung 20 kann dabei ein oder mehrere Steuergeräte umfassen, die zum Beispiel miteinander vernetzt sind. Zum Beispiel kann die Steuervorrichtung 20 ein Bremssteuergerät für elektronische Bremssysteme (EBS) und eine Luftaufbereitungselektronik (EAC) aufweisen oder in solchen Steuergeräten enthalten sein.

An dem Fahrzeugbus 32 sind ferner optional eine Drahtlos-Kommunikationsschnittstelle 34 zur drahtlosen Kommunikation (z.B. per Funk) mit externen Geräten, eine Eingabevorrichtung 36 und/oder eine Kommunikationsschnittstelle 38 (z.B. USB) zum Anschließen von Geräten angeschlossen.

Zu dem Bremsanlagensystem des Nutzfahrzeugs 10 gehört in diesem Ausführungsbeispiel ferner ein Mobilgerät 22 in Form z.B. eines Smartphones. Das Mobilgerät 22 hat einen Touchscreen, der in üblicher weise als Eingabevorrichtung 24 und als Anzeigevorrichtung 40 dient. Das Mobilgerät 22 enthält in diesem Ausführungsbeispiel ferner eine Lokalisierungsvorrichtung 26 (z.B. GPS-Sensor) und eine Drahtlos- Kommunikationsschnittstelle 28. Das Mobilgerät 22 kann über seine Drahtlos-Kommunikationsschnittstelle 28 per Drahtlosverbindung 30, bevorzugt per Funkverbindung (z.B. WLAN, Wifi, Bluetooth, etc.) mit der Steuervorrichtung 20 direkt oder über den Fahrzeugbus 32 mittels der Drahtlos-Kommunikationsschnittstelle 34 des Fahrzeugbusses 32 kommunizieren. Alternativ kann das Mobilgerät 22 auch an die Kommunikationsschnittstelle 38 des Fahrzeugbusses 32 angeschlossen werden, z.B. über ein USB-Kabel.

Fig. 2 zeigt eine detailliertere Darstellung einer Druckluftbremsanlage eines Nutzfahrzeugs, bei welcher die Erfindung in vorteilhafter Weise zum Einsatz kommen kann. Von der Druckluftbremsanlage werden über die entsprechenden Druckluftspeicher 18 zum Beispiel ein oder mehrere Bremszylinder 42 einer Vorderachse sowie ein oder mehrere Bremszylinder 44 einer Hinterachse angesteuert bzw. betrieben. Außerdem können ein oder mehrere Bremszylinder 46, insbesondere Feststellbremszylinder für eine Parkbremse angesteuert bzw. betrieben werden.

Die Druckluftbremsanlage enthält ein integriertes Steuergerät 48, das mit den verschiedenen Komponenten beispielsweise elektrisch, pneumatisch und/oder über einen CAN-Bus verbunden ist, um die Komponenten anzusteuern und/oder z.B. Betriebs- zustandssignale von den Komponenten zu empfangen.

Die Druckluftaufbereitungseinrichtung 16 der Druckluftbremsanlage 12 weist insbesondere eine Ventileinrichtung 50 zum Regeln des Anlagendrucks und eine Lufttrocknerpatrone 52 auf. Die Ventileinrichtung 50 steuert auch die Regeneration der Lufttrocknerpatrone 52. Die Lufttrocknerpatrone 52 ist über ein Ablassventil 66 mit einer Entlüftung 68 der Druckluftbremsanlage 12 verbunden.

In der Druckluftbremsanlage 12 ist ferner eine Mehrkreisschutz- Ventileinrichtung 54 vorgesehen. Zwischen der Mehrkreisschutz-Ventileinrichtung 54 und der Lufttrockner- patrone 52 ist bevorzugt ein Hauptrückschlagventil 70 vorgesehen, um die geförderte Druckluft dauerhaft im Bremssystem zu speichern. In der Mehrkreisschutz-Ventileinrichtung ist in Fig. 2 beispielhaft eine Ventileinrichtung 56 zum elektrisch gesteuerten Absperren oder ggf. Entlüften eines optional vorgesehenen, weiteren Druckluftspeichers 57 für weitere Druckluft-Verbraucherkreise gezeigt. Außerdem sind in dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Ventileinrichtung 58 zum Ansteuern der Parkbremse und ein Wakeup-Schaltung 60 für die Stromversorgung der gesamten Druckluftbremsanlage 12 vorhanden. Die Druckluftbremsanlage 12 ist dabei mit einer Spannungsversorgung 64 verbunden.

Mit dem Steuergerät 48 der Druckluftbremsanlage 12 sind üblicherweise weitere

Steuergeräte 62 verbunden. Diese weiteren Steuergeräte 62 sind zum Beispiel einem Antriebsstrang, einer Kupplung, einem Motor, einem Dashboard, einer Luftfederung, einem elektrischen Nachsteller des Lüftspiels, etc. zugeordnet.

Die in Fig. 1 dargestellte Steuervorrichtung 20 des Druckluftbremsanlagensystems ist gemäß der Erfindung derart ausgestaltet, dass sie die Druckluftbremsanlage 12 des Nutzfahrzeugs 10 bereits vor dem Fahrbeginn des Nutzfahrzeugs 10 mittels eines Konditioniervorgangs in einen betriebsbereiten Zustand versetzen kann. Die Steuer- Vorrichtung 20 weist hierzu bevorzugt einen Energiespeicher auf, der die Steuervorrichtung unabhängig von einem Betriebszustand des Fahrzeugmotors mit

elektrischer Energie versorgt.

Der von der Steuervorrichtung 20 auslösbare Konditioniervorgang umfasst zum Beispiel ein Befüllen der Druckluftspeicher 18 der Bremsanlage 12 mit Druckluft, ein Regenerieren der Druckluftaufbereitungseinrichtung 16 der Bremsanlage 12 und/oder eine Fehlerdiagnose der Bremsanlage 12. Nach einem solchen Konditioniervorgang befindet sich die Druckluftbremsanlage 12 oder zumindest ein Teil ihrer Komponenten in einem betriebsbereiten Zustand, der ein Fahren des Nutzfahrzeugs 10 erlaubt. Auf diese Weise kann eine Wartezeit nach dem Starten des Fahrzeugmotors bis zum Losfahren des Nutzfahrzeugs 10 vermieden oder zumindest verkürzt werden. Der Kondition iervorgang kann je nach Anwendungsfall auch das Starten des Fahrzeug- motors enthalten. Das Starten des Fahrzeugmotors erfolgt zum Beispiel zu Beginn oder während eines Konditioniervorgangs, um die anderen Maßnahmen des Konditioniervorgangs durchführen zu können. Der Motor wird dann zum Beispiel zum Abschluss des Konditioniervorgangs wieder abgeschaltet. In anderen Ausführungsformen oder Anwendungsfällen kann der Motor auch zum Abschluss des Konditioniervorgangs gestartet werden oder eingeschaltet bleiben. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn der Fahrer in Kürze mit dem Fahrzeug 10 losfahren will. Außerdem kann der Kondition iervorgang zum Beispiel das Aufladen einer Batterie des Fahrzeugs 10 umfassen.

In weiteren Ausführunsgformen kann der Kondition iervorgang auch das Betätigen einer bevorzugt elektrisch ansteuerbaren Parkbremse enthalten. Zum Beispiel wird zunächst die Parkbremse aktiviert bevor der Motor des fahrzeugs gestartet wird. In anderen Anwendungsfällen kann die Parkbremse aktiviert werden, falls der Fahrer dies beim Abstellen des Fahrzeugs vergessen hat; dies kann vorzugsweise auch dann erfolgen, falls der Fahrer seinen Fahrzeugschlüssel im Fahrzeug eingeschlossen haben sollte. Das Auslösen des Konditioniervorgangs wird von einem Benutzer mit Hilfe eines

Signalgenerators ausgeführt. Der Signalgenerator erzeugt ein Steuersignal, das an die Steuervorrichtung 20 gesendet wird, sodass diese die Druckluftbremsanlage 12 ansteuert, um den Kondition iervorgang auszulösen. Bei dem Steuersignal handelt es sich zum Beispiel um ein Triggersignal zum sofortigen Auslösen des Konditioniervorgangs oder um ein Zeitsignal zum zeitverzögerten Auslösen des Konditioniervorgangs zu einer vorbestimmten Uhrzeit oder nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer.

In einer Ausführungsform der Erfindung weist der Signalgenerator die Eingabevorrichtung 24 des Mobilgeräts 22 auf. Der Benutzer kann dann über diese Eingabe- Vorrichtung, zum Beispiel mittels einer geeigneten App, einen Steuerbefehl eingeben, der einem Zeitsignal zum Auslösen des Konditioniervorgangs entspricht. Die Übertragung dieses Zeitsignals erfolgt beispielsweise über die Funkverbindung 30 drahtlos an die Steuervorrichtung 20. In einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist der Signalgenerator die

Lokalisierungsvorrichtung 26 des Mobilgeräts 22 auf. Nähert sich der Benutzer dem Fahrzeug, so erzeugt der Signalgenerator automatisch ein Triggersignal zum sofortigen Auslösen oder ein Zeitsignal zum zeitversetzten Auslösen des Konditioniervorgangs. Die Übertragung dieses Triggersignals oder Zeitsignals erfolgt beispielsweise ebenfalls über die Funkverbindung 30 drahtlos an die Steuervorrichtung 20.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung bildet ein Fahrzeugschlüssel mit einem Transponder das Mobilgerät 22. Der Signalgenerator weist dann diesen Transponder auf. Nähert sich der Benutzer dem Fahrzeug, so reagiert der Transponder automatisch auf ein Anfragesignal des Nutzfahrzeugs und erzeugt automatisch ein Triggersignal zum sofortigen Auslösen oder ein Zeitsignal zum zeitversetzten Auslösen des

Konditioniervorgangs.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung bildet ein Telefon oder Mobiltelefon das Mobilgerät 22. Der Der Signalgenerator weist dann die Eingabevorrichtung dieses (Mobil-)Telefons auf. Der Benutzer kann dann über diese Eingabevorrichtung (z.B. als SMS) einen Steuerbefehl eingeben, der einem Zeitsignal zum Auslösen des

Konditioniervorgangs entspricht. Die Übertragung dieses Zeitsignals erfolgt dann zum Beispiel über ein Telekommunikationsnetz an die Steuervorrichtung 20.

Die Durchführung eines Konditioniervorgangs der Bremsanlage vor einem Fahrbeginn des Fahrzeugs kann zum Beispiel folgendermaßen ablaufen.

Der Ruhestrom der Steuergeräte der Steuervorrichtung 20 ist typischerweise möglichst niedrig, damit sich die Batterien im Parkzustand des Fahrzeugs nicht zu schnell entleeren. Nach einem Auslösen des Konditioniervorgangs durch ein Steuersignal gemäß einer der oben beschriebenen Varianten, wird die Stromversorgung der für den

Kondition iervorgang notwendigen Komponenten zugeschaltet, d.h. insbesondere auch für nicht-stromsparende Teile der Elektroniken und für elektrische Aktuatoren. Dies erfolgt zum Beispiel mit Hilfe der Wakeup-Schaltung 60. Ggf. werden auch andere Steuergeräte und Komponenten, die für den Konditioniervorgang benötigt werden, aufgeweckt oder direkt mit Strom versorgt.

Nach dem Ausführen des eigentlichen Konditioniervorgangs können die nicht mehr benötigten und unnötig Strom verbrauchenden Komponenten wieder abgeschaltet werden. Dies gilt insbesondere für die viel Energie verbrauchenden Komponenten und für den Fall, dass der Fahrer nicht unmittelbar nach dem Konditioniervorgang mit dem Fahrzeug losfahren will. Das Ergebnis bzw. das Ende des Konditioniervorgangs kann dem Fahrer des

Fahrzeugs optional mitgeteilt werden. Dies kann zum Beispiel über die Anzeigevorrichtung 40 des Mobilgeräts 40 oder über eine Anzeigevorrichtung im Fahrzeug geschehen. Der Konditioniervorgang, der vor dem Fahrbeginn des Fahrzeugs durchgeführt wird, kann eine oder mehrere Maßnahmen umfassen. Hierzu zählen zum Beispiel das Befüllen wenigstens eines Druckluftspeichers 18 der Bremsanlage mit Druckluft; das Regenerieren der Druckluftaufbereitungseinrichtung 16 der Bremsanlage, d.h. zum Beispiel wenigstens einer Lufttrocknerpatrone 52 und/oder wenigstens eines Luftfilters; das Aufladen einer Batterie; das selektive Befüllen von Luftverbraucherkreisen, die mit der Bremsanlage verbunden sind; das Betätigen der Parkbremse; das Starten des Fahrzeugmotors; das Abschalten von energieverbrauchenden Komponenten; das Anheben einer Luftfederung auf ein vorbestimmtes Niveau; das Optimieren einer Lüftspieleinstellung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheiben und dergleichen.

Beim Befüllen eines Druckluftspeichers mit Druckluft wird zum Beispiel in einem ersten Schritt in Abhängigkeit von dem Steuersignal die Stromversorgung der Luftaufbereitung und anderer benötigter Steuergeräte aktiviert. Der Kompressor 14 und die Druckluftaufbereitung 16 werden in den Fördermodus geschaltet. Dann werden der Systemdruck und/oder die Drücke in den Verbraucherkreisen erfasst. Je nach Ausführungsform kann ggf. die bis zum gewünschten Fahrbeginn des Fahrzeugs verbleibende Zeit bestimmt werden, um die Art und die Dauer der Befüllung darauf abzustimmen. Beim Erreichen der gewünschten Solldrücke in den verschiedenen Verbraucherkreisen wird die Kompressorförderung wieder abgeschaltet. Je nach Ausführungsform kann im Anschluss optional die Lufttrocknerpatrone 52 der Druckluftaufbereitungseinrichtung 16 regeneriert werden. Beim Regenerieren der Lufttrocknerpatrone 52 wird zum Beispiel in einem ersten Schritt durch das Steuersignal die Stromversorgung der Luftaufbereitungselektronik zum Ansteuern von Ventileinrichtungen aufgeweckt. Optional kann zunächst die Bremsanlage mit Druckluft befüllt werden, um das regenerieren bei Maximaldruck durchzuführen. Es werden dann entsprechende Magnetventile so geschaltet, dass die trockene Druckluft aus einem Druckluftspeicher 18 zurück durch die Lufttrocknerpatrone 52 geleitet wird. Der Kompressor 14 ist dabei ausgeschaltet. Falls nach dem Regenerieren der Lufttrocknerpatrone 52 noch ausreichend Zeit bis zum Starten des Fahrzeugs verbleibt, kann ggf. die Bremsanlage wieder mit Druckluft befüllt werden. Falls für das Losfahren des Fahrzeugs nicht alle Verbraucherkreise mit Druckluft gefüllt sein müssen und/oder das Druckniveau nicht maximal sein muss, kann auch ein selektives Befüllen vorgenommen werden. In diesem Fall können über elektrisch gesteuerte oder elektrisch gesteuerte Ventileinrichtungen 56 der Mehrkreisschutz- Ventileinrichtung 54 einzelne Verbraucherkreise frühzeitig wieder geschlossen werden, um eine mögliche Losfahrzeit des Fahrzeugs früher zu erreichen. Über die Kompressorsteuerung und das Ablassventil der Luftaufbereitungselektronik kann das Druckniveau in der Bremsanlage vor dem Losfahren zum Beispiel je nach den geplanten Betriebs- zuständen variabel eingestellt werden. Zum Aufladen der Batterie wird zunächst das Getriebe in den Leerlauf geschaltet, falls es sich noch nicht im Leerlauf befinden sollte. Dann wird die elektrische Parkbremse aktiviert. Diese Funktion ist häufig in der Luftaufbereitungselektronik integriert. Dann kann der Motor gestartet werden, ggf. mit erhöhter Motordrehzahl. Wenn der Kondition iervorgang auch eine Fehlerdiagnose der Druckluftbremsanlage 12 umfasst, kann die Steuervorrichtung 20 das entsprechende Fehlerdiagnoseergebnis vorzugsweise an einer Anzeigevorrichtung 40 ausgeben, zum Beispiel auf dem Touch- screen des Smartphones, der auch als Eingabevorrichtung 24 für den Steuerbefehl zum Auslösen des Konditioniervorgangs benutzt wird.

Um ein unbeabsichtigtes oder unbefugtes Auslösen eines Konditioniervorgangs zu verhindern, weist das Druckluftbremsanlagensystem bevorzugt ferner ein

Authentifizierungssystem auf. Hierzu weist der Signalgenerator eine Authentifizierungs- vorrichtung auf oder ist mit einer solchen verbunden, welche ein Authentifizierungs- signal erzeugt, das ebenfalls an die Steuervorrichtung 20 gesendet wird. Die Steuervorrichtung 20 verifiziert das empfangene Authentifizierungssignal und löst den

Konditioniervorgang der Druckluftbremsanlage 12 nur aus, wenn ein Authentifizierungssignal eines berechtigten Benutzers, Mobilgeräts, etc. empfangen worden ist.

Bei dem Authentifizierungssignal handelt es sich beispielsweise um ein separates Signal, das zusätzlich zum Steuersignal erzeugt und gesendet wird. Alternativ handelt es sich bei dem Authentifizierungssignal um eine Codierung des Steuersignals selbst, zum Beispiel durch einen Authentifizierungsschlüssel im Header des Steuersignals oder eine Verschlüsselung des Steuersignals.

BEZUGSZEICHENLISTE

10 Fahrzeug, insbes. Nutzfahrzeug

12 Druckluftanlage, insbes. Druckluftbrennsanlage

14 Kompressor

16 Druckluftaufbereitungseinrichtung

18 Druckluftspeicher

20 Steuervorrichtung

22 Mobilgerät

24 Eingabevorrichtung

26 Lokalisierungsvorrichtung

28 Drahtlos-Kommunikationsschnittstelle

30 Drahtlosverbindung

32 Fahrzeugbus

34 Drahtlos-Kommunikationsschnittstelle

36 Eingabevorrichtung

38 Kommunikationsschnittstelle

40 Anzeigevorrichtung

42 Bremszylinder Vorderachse

44 Bremszylinder Hinterachse

46 Bremszylinder Parkbremse

48 Steuergerät

50 Ventileinrichtung

52 Lufttrocknerpatrone

54 Mehrkreisschutz-Ventileinrichtung

56 Ventileinrichtung

57 weiterer Druckluftspeicher

58 Ventileinrichtung

60 Wakeup-Schaltung

62 Steuergeräte

64 Spannungsversorgung

66 Ablassventil

68 Entlüftung ňauptrückschlagventil