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Patent Searching and Data


Title:
COMPRESSION PLATE, PARTICULARLY FOR A MAMMOGRAPHY UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/045805
Kind Code:
A1
Abstract:
The inventive compression plate (1) makes it possible to accommodate compression troughs (14, 15 or 16) with different base area dimensions due to the variability of the width (3) of a receiving opening (2), which is formed by frame parts of a retaining frame (1). According to an advantageous embodiment, the frame parts, e.g. provided in the form of retaining arms (4, 5), can be displaced relative to one another and can be positively connected to the compression trough (14 or 15 or 16). In order to press the frame parts against the compression trough (14 or 15 or 16), spring elements, e.g. in the form of draw springs (9, 10), are provided. The complexity of carrying out a mammography examination is reduced by using a retaining frame (1) for different compression troughs (14 or 15 or 16) instead of the otherwise customary multitude of compression plates provided in the form of a unit comprised of retaining frames and a compression trough.

Inventors:
Ramsauer, Martin (Espanstrasse 16, Pyrbaum, 90602, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/055546
Publication Date:
May 04, 2006
Filing Date:
October 25, 2005
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
Ramsauer, Martin (Espanstrasse 16, Pyrbaum, 90602, DE)
International Classes:
A61B6/00; A61B6/04; G03B42/02
Domestic Patent References:
WO2003013358A2
Foreign References:
US5050197A
EP1304076A2
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Kompressionsplatte, insbesondere für ein Mammographiege rät, mit einer Kompressionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) und einem gabelartigen Halterahmen (1) mit einer Aufnahmeöff¬ nung (2) zur Aufnahme der Kompressionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) , dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeöff¬ nung (2) in ihrer Weite (3) entsprechend Kompressionsmul¬ den (14 bzw. 15 bzw. 16) mit jeweils unterschiedlichen Grundflächenmaßen variierbar ist.
2. Kompressionsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich¬ net, dass der Halterahmen (1) zumindest zwei die Weite (3) der Aufnahmeöffnung (2) definierende Rahmenteile ent hält, die zur Variation der Weite (3) der Aufnahmeöffnung (2) in ihrer Lage relativ zueinander veränderbar sind.
3. Kompressionsplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich¬ net, dass die Rahmenteile zur Veränderung der relativen Lage gegeneinander verschiebbar sind.
4. Kompressionsplatte nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile in Form von die je¬ weilige Kompressionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) aufnehmen den Haltearmen (4, 5) ausgebildet sind.
5. Kompressionsplatte nach zumindest einem der Ansprüche 2 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (1) Mit¬ tel zum Andruck der Rahmenteile an die jeweilige Kompres sionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) aufweist.
6. Kompressionsplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich¬ net, dass als Mittel zum Andruck der Rahmenteile Feder¬ elemente, insbesondere Druckfedern (9, 10) oder Zugfedern (19, 20), vorgesehen sind.
7. Kompressionsplatte nach zumindest einem der Ansprüche 2 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen Mittel zur Bewegungskopplung der Rahmenteile im Sinne einer Ein handbedienbarkeit bei einer Aufnahme der jeweiligen Kom¬ pressionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) aufweist.
8. Kompressionsplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich¬ net, dass als Mittel zur Bewegungskopplung der Rahmen¬ teile in Form von Haltearmen (21, 22) ein über eine Um¬ lenkrolle (26) geführtes und mit diesen Haltearmen (21, 22) verbundenes, biegeelastisches Verbindungsmittel (25), insbesondere in Form eines Drahtseils (25) oder eines Fa¬ dens, vorgesehen ist, wobei die Haltearme (21, 22) durch die Bewegungskopplung in entgegengesetzte Bewegungsrich¬ tungen (28, 29 bzw. 30, 31) bewegbar sind.
9. Kompressionsplatte nach zumindest einem der Ansprüche 2 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (1) Mit¬ tel zum formschlüssigen Einrasten der Rahmenteile auf vorgegebenen, verschiedenen Weiten (42) der Aufnahmeöff¬ nung (41) entsprechenden Positionen aufweist.
10. Kompressionsplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich¬ net, dass als Mittel zum Einrasten der Rahmenteile in Form von Haltearmen (32, 33) Ausformungen, insbesondere Rastmulden (37, 38), an den Haltearmen (32, 33) und die sen Ausformungen entsprechende Vorsprünge, insbesondere in Form von federnd gelagerten Rastnocken (35, 36), an einem Führungsteil (34) vorgesehen sind.
11. Kompressionsplatte nach zumindest einem der Ansprüche 1 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (1) formschlüssig mit der jeweiligen Kompressionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) verbindbar ist.
12. Kompressionsplatte nach Anspruch 11 dadurch gekennzeich net, dass an dem Halterahmen (1) bzw. an den Haltearmen (4, 5) Vorsprünge, insbesondere Nocken (28), vorgesehen sind, die in entsprechende Ausformungen (29) , insbeson¬ dere Bohrungen (29), an der jeweiligen Kompressionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) aufnehmbar sind.
13. Kompressionsplatte nach zumindest einem der Ansprüche 2 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile in An passung an Kompressionsmulden (14 bzw. 15 bzw. 16) mit unterschiedlicher Kantenhöhe gemeinsam in ihrer Höhe re¬ lativ zu einem Befestigungsmittel (11) einstellbar sind.
14. Mammographiegerät mit einer Kompressionsplatte nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 113.
Description:
Beschreibung

Kompressionsplatte, insbesondere für ein Mammographiegerät

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kompressionsplatte gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1; eine derartige Kompressions ¬ platte ist z.B. aus dem Siemens-Prospekt „Accessories around Mammography", Bestellnummer A91100-M1270-A924-1-4A00, bzw. aus der Offenlegungsschrift DE 103 46 966 Al bekannt.

Als Mammographiegerät bezeichnet man ein Röntgensystem zur Untersuchung einer Brust eines Patienten oder einer Patien¬ tin, insbesondere zur vorbeugenden Untersuchung auf Brust¬ krebs. Vor Beginn einer Röntgenaufnahme ist in der Regel vor- gesehen, dass die zu untersuchende Brust auf einen zum Mammo ¬ graphiegerät gehörenden Objekttisch platziert und durch eine Kompressionsplatte komprimiert wird.

Es sind verschiedene Ausführungen von Kompressionsplatten be- kannt, die in der Regel aus einer für Röntgenstrahlen durch¬ lässigen, schalenartigen Kompressionsmulde sowie einem gabel¬ artigen Halterahmen mit einer Aufnahmeöffnung zur Aufnahme der Kompressionsmulde bestehen und jeweils als eine Einheit an dem Mammographiegerät austauschbar gehaltert sind. Je nach Anwendungsgebiet und Brustgröße sind unterschiedliche Kom¬ pressionsplatten vorgesehen, die sich unter anderem durch Kompressionsmulden mit verschiedenen Grundflächenmaßen und Kantenhöhen voneinander unterscheiden. Daher muss der Anwen¬ der des Mammographiegeräts in der Regel einige verschiedene Typen von Kompressionsplatten bevorraten.

In der analogen Mammographie sind zwei Objekttischgrößen zur Aufnahme von Röntgenfilmen mit den Maßen 18cm x 24cm bzw. 24cm x 30cm üblich. Bei der Erstellung einer Mammographieauf- nähme wird deshalb eine Kompressionsplatte mit einer Kompres¬ sionsmulde verwendet, die in Ihren Grundflächenmaßen den Ma-

ßen des jeweils benutzen Röntgenfilms entspricht.

In der digitalen Mammographie kann mittels Tomosynthese die Brust in Schichten dargestellt werden. Für diese Untersu- chungsmethoden wird die Brust mit Röntgenstrahlung unter ver¬ schiedenen Einfallswinkeln, typischer Weise von -25° bis +25° gegenüber der Vertikalen, bestrahlt. Diese verschiedenen Ein¬ fallswinkel erfordern eine weitere Kompressionsplatte mit be¬ sonders breiter Kompressionsmulde damit der Halterahmen der Kompressionsplatte nicht auf dem Detektor abgebildet werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, den Aufwand zur Durchführung einer Mammographie zu reduzieren.

Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Kompressionsplatte ge¬ mäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 durch dessen kennzeich¬ nende Merkmale gelöst; vorteilhafte Ausgestaltungen der Er¬ findung sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Variierbarkeit der Aufnahmeöffnung er¬ laubt die Verwendung eines einzigen universellen Halterahmens für verschiedene Kompressionsmulden. In Hinblick darauf, dass in der Regel bisher verschiedene Typen von Kompressionsplat¬ ten vom Anwender bevorratet werden mussten, ergibt sich da- durch gegenüber den herkömmlichen Kompressionsplatten, die nur als Einheit aus Halterahmen und Kompressionsmulde wech¬ selbar sind, eine Reduktion des Material-, Lager- und Bedien¬ aufwandes .

Die Trennbarkeit von Kompressionsmulde und Halterahmen ver¬ einfacht außerdem den Pflegeaufwand, insbesondere die Reini¬ gung, da im getrennten Zustand viele Stellen, besonders im Bereich der Kontaktstellen zwischen der Kompressionsmulde und dem Halterahmen, besser zugänglich sind.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist es, dass die durch die Untersuchungsbelastung und durch den in der Praxis vielfach

vorkommenden Gebrauch von ungeeigneten Reinigungsmitteln häu¬ fig stark beanspruchte Kompressionsmulde bei Verschleiß sepa¬ rat und daher für den Anwender mit geringem Kostenaufwand austauschbar ist.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Weite der Auf¬ nahmeöffnung vorteilhaft durch die Veränderung der relativen Lage entsprechender Rahmenteile des Halterahmens variierbar, die auf konstruktiv einfache Weise als Haltearme ausgebildet sind; zweckmäßig sind die Rahmenteile zur Veränderung der re¬ lativen Lage gegeneinander verschiebbar.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die in ihrer relativen Lage zueinander verstellbaren Rahmenteile durch Federelemente, insbesondere in Form von Zugfedern oder Druckfedern, an die Kompressionsmulde andrückbar.

Eine Handhabung der Kompressionsplatte mit besonders wenig Aufwand wird ermöglicht durch eine Ausgestaltung, die zur Einhandbedienbarkeit entsprechende Mittel zur Bewegungskopp¬ lung der Rahmenteile vorsieht.

Zur besonders sicheren Fixierung der Kompressionsmulde ist eine formschlüssige Verbindung mit dem Halterahmen vorgese- hen.

Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gemäß Merkmalen der Unteransprüche werden im Fol¬ genden anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbei- spielen in der Zeichnung näher erläutert, ohne dass dadurch eine Beschränkung der Erfindung auf diese Ausführungsbei¬ spiele erfolgt; darin zeigen:

FIG 1 in Draufsicht einen Halterahmen mit zur Variation seiner Aufnahmeöffnung unter Vermittlung einer Zugfe¬ der verschiebbaren Haltarmen;

FIG 2 in Draufsicht eine Kompressionsplatte mit dem

Halterahmen gemäß FIG 1, dessen Aufnahmeöffnung zur

Halterung einer Kompressionsmulde mit kleinen Grund ¬ flächenmaßen und niedriger Kantenhöhe angepasst ist;

FIG 3 in Draufsicht eine Kompressionsplatte mit dem

Halterahmen gemäß FIG 1, dessen Aufnahmeöffnung zur Halterung einer Kompressionsmulde mit großen Grund ¬ flächenmaßen und niedriger Kantenhöhe angepasst ist;

FIG 4 in Draufsicht einen Halterahmen gemäß FIG 1, mit zur Variation seiner Aufnahmeöffnung unter Vermittlung einer Druckfeder verschiebbaren Haltearmen; FIG 5 in Draufsicht einen Halterahmen gemäß FIG 4, jedoch mit einer Mechanik zur Bewegungskopplung der Halte¬ arme im Sinne einer Einhandbedienbarkeit;

FIG 6 in Draufsicht einen Halterahmen gemäß FIG 1, jedoch mit Mitteln zum Einrasten der Haltearme in definierte Positionen;

FIG 7 eine Ausschnittvergrößerung aus FIG 2 im Schnittver¬ lauf VII-VII zur Darstellung einer formschlüssigen Verbindung der Kompressionsmulde mit dem Halterahmen;

FIG 8 in Seitensicht die Kompressionsplatte gemäß FIG 2, wobei die Haltearme relativ zu einem Befestigungsmit ¬ tel in ihrer Höhe niedrig eingestellt sind;

FIG 9 in Seitensicht eine Kompressionsplatte gemäß FIG 8, wobei die Haltearme relativ zu dem Befestigungsmittel in ihrer Höhe hoch eingestellt sind.

Figur 1 zeigt einen gabelartigen Halterahmen 1 einer Kompres¬ sionsplatte mit einer Aufnahmeöffnung 2 zur Halterung einer Kompressionsmulde. Die Aufnahmeöffnung 2 ist erfindungsgemäß zur Anpassung an Kompressionsmulden mit unterschiedlichen Grundflächenmaßen in ihrer Weite 3 variierbar. Diese Weite 3 wird von Rahmenteilen, insbesondere in Form zweier Haltearme 4 und 5, bestimmt, deren relative Lage zur Variation der Weite 3 veränderbar ist.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist zur Veränderung der Weite 3 der Aufnahmeöffnung 2 besonders einfach eine Ver¬ schiebungsmöglichkeit des linken Haltearms 4 in der mit einem

Bewegungspfeil 6 markierten Richtung bzw. eine Verschiebungs¬ möglichkeit des rechte Haltearms 5 in der mit einem Bewe¬ gungspfeil 7 markierten Richtung vorgesehen. Zur Führung der verschiebbaren Haltearme 4, 5 ist in diesem Bespiel ein im Teilschnitt abgebildetes, zentrales Führungsteil 8 vorgese¬ hen. Diese Lösung stellt eine besonders einfache, kompakte und sichere Führung von verschiebbaren Haltearmen dar.

In Figur 2 ist eine gebrauchsfertige Kompressionsplatte, be- stehend aus dem in Figur 1 gezeigten Halterahmen 1 und einer in die Aufnahmeöffnung des Halterahmens platzierten Kom¬ pressionsmulde 14 mit kleinen Grundflächenmaßen und niedriger Kantenhöhe, dargestellt. Die niedrige Kantenhöhe der Kompres¬ sionsmulde 14 ist in dieser Draufsicht nicht ersichtlich; sie wird aber durch die in Figur 8 dargestellte Seitensicht die¬ ser Kompressionsplatte, insbesondere im Vergleich mit der Kompressionsplatte mit hoher Kantenhöhe in Figur 9, erkenn¬ bar.

Figur 3 zeigt eine weitere gebrauchsfertige Kompressions¬ platte mit einer gegenüber Figur 2 in ihren Grundflächenmaßen größeren Kompressionsmulde 15, zu deren Halterung der bereits aus den Figuren 1 und 2 bekannte Halterahmen 1 bei einer ent¬ sprechenden Vergrößerung der Aufnahmeöffnung durch Bewegung der Haltearme entgegen der Zugrichtung der Zugfedern 9, 10 verwendbar ist. Anstelle der Kompressionsmulde 15 mit kleiner Kantenhöhe ist der Halterahmen auch für die Aufnahme einer Kompressionsmulde mit hoher Kantenhöhe vorgesehen, wobei sich aufgrund der hier gewählten Draufsicht die zeichnerische Dar- Stellung nicht von Figur 3 unterscheiden würde.

Um die Haltearme 4 und 5 auf vorteilhafte Weise in die stell¬ vertretend für die Figuren 1-3 in Figur 2 mit den Andruck¬ pfeilen 12 bzw. 13 gekennzeichnete Richtung an die Kompressi- onsmulde 14 zu drücken, sind in einer Ausgestaltung Federele¬ mente, in diesem Ausführungsbeispiel in Form von Zugfedern 9,

10, vorgesehen.

Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Halte¬ rahmens, der sich von dem in Figur 1 gezeigten Halterahmen dadurch unterscheidet, dass anstelle von Zugfedern 9, 10 in gleichfalls vorteilhafter Weise Druckfedern 19, 20 zum An¬ druck von Haltearme 17, 18 an eine Kompressionsmulde vorgese¬ hen sind.

Figur 5 zeigt einen Halterahmen wie in Figur 4, jedoch mit einer rechten Zugfeder 24, deren Zugkraft geringer ist als die Druckkraft der linken Druckfeder 23, anstelle der rechten Druckfeder 20 des Ausführungsbeispiels aus Figur 4 und zu¬ sätzlich mit einem Drahtseil 25, das über eine Umlenkrolle 26 geführt ist und zwei Haltearme 21, 22 verbindet. Diese Ände¬ rungen gegenüber dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbei¬ spiel sind zu einer derartigen Bewegungskopplung der beiden Haltearme 21, 22 vorgesehen, dass durch die Verschiebung ei¬ nes der beiden Haltearme 21, 22 sich der jeweils verbleibende Haltearm 21 oder 22 synchron in die entgegengesetzte Richtung bewegt, wobei die resultierenden Kräfte der beiden Federele¬ mente 23, 24 weiterhin die beiden Haltearme 21, 22 an eine in den Halterahmen aufnehmbare Kompressionsmulde andrücken. Die beiden gekoppelten Bewegungsmöglichkeiten sind in Figur 5 durch die Pfeile 28, 29 bzw. 30, 31 angedeutet. Durch diese

Bewegungskopplung wird es ermöglicht, die Aufnahmeöffnung mit einer Einhandbedienung zu variieren, um auf einfache Weise einen Wechsel von Kompressionsmulden vornehmen zu können.

Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Halterahmens wie in Figur 1, bei dem zusätzlich in vorteilhafte Weise an einem Führungsteil 34 befestigte Rastnocken 35, 36 und an den Hal¬ tearmen 32, 33 ausgebildete Rastmulden 37, 38 zum Einrasten der Haltearme auf vorgegebenen Verschiebepositionen vorgese- hen sind. Das Einrasten wird dadurch ermöglicht, dass bei Er¬ reichen dieser Verschiebepositionen durch die Haltearme die Rastnocken 35, 36, insbesondere durch die von den Federn 39

und 40 auf die Rastnocken 35, 36 ausgeübte Kraft, in die Rastmulden 37, 38 hineingreifen. Dieses Einrasten erlaubt zweckmäßig ein derartiges Variieren einer durch die Haltearme 32, 33 definierte Aufnahmeöffnung 41 in ihrer Weite 42, dass diese Weite in den vorgegebenen Verschiebepositionen den

Grundflächenmaßen der durch den Halterahmen aufnehmbaren Kom¬ pressionsmulden entspricht.

Durch eine geeignete Formgebung der Rastnocken 35, 36 und der Rastmulden 37, 38, wie z.B. der abgebildeten, einander ent¬ sprechenden runden Formgebung der Rastnocken 35, 36 und der Rastmulden 37, 38, wird einerseits erreicht, dass die Rastno¬ cken 35, 36 durch ihr formschlüssiges Eingreifen in die Rast¬ mulden 37, 38 die Haltearme 32, 33 an den vorgesehenen Ver- Schiebepositionen sicher fixieren, und andererseits, dass die Haltearme 32, 33 unter Krafteinwirkung von außen von der je¬ weilig durch Einrasten fixierten Verschiebposition gelöst werden können.

Figur 7 zeigt eine Ausschnittsvergrößerung von Figur 2 im

Schnittverlauf VII-VII. Bei der Befestigung der Kompressions¬ mulde 14 am Halterahmen legt sich der rechte Haltearm 5 der Zugfederausführung unter Federkraft in Richtung 46 an die Kompressionsmulde 14, wobei als vorteilhaftes Beispiel einer formschlüssigen gegenseitigen Verbindung ein an dem Haltearm vorhandener Nocken 43 in eine korrespondierende Bohrung 44 in der Seitenwand der Kompressionsmulde 14 greift. Zusätzlich ist ein oberer Vorsprung 45 am rechten Haltearm vorgesehen, der durch das Anliegen des oberen Randes der Kompressions- mulde 14 der während der Untersuchung in Richtung 47 auftre¬ tenden Kraft entgegenwirkt. Andere Kompressionsmulden, wie z.B. die in Figur 3 gezeigte Kompressionsmulde 15 mit großer Grundflächengröße, sind auf entsprechende Weise formschlüssig in dem Halterahmen fixierbar.

Die Anzahl der Nocken je Haltearm 4 bzw. 5 bzw. die Anzahl entsprechender Bohrungen in den Seitewänden der Kompressions-

mulde kann je nach Ausführungsart verschieden sein. Selbst¬ verständlich können in Umkehrung dieses Beispiels auch Nocken an der Kompressionsmulde vorgesehen sein, die in entspre¬ chende Bohrungen in den Haltearmen greifen. Ergänzend zur formschlüssigen Verbindung der Kompressionsmulden mit den

Haltearmen 4, 5 des Haltrahmens kann außerdem ein Formschluss mit anderen Teilen des Halterahmens 1, z.B. mit dem zentralen Führungsteil 8, vorgesehen sein.

Das unter anderem in den Figuren 1-3 und in den Figuren 8 und 9 dargestellte Befestigungsmittel 11 dient zur Aufnahme des Halterahmens 1 an einem Mammographiegerät. Solche Befesti¬ gungsmittel sind, z.B. aus dem vorgenannten Siemens-Prospekt „Accessories around Mammography", an sich bekannt. Um die Kompressionsdicke, d.h. den Abstand der unteren Seite der Kompressionsmulde zu einem an dem Mammographiegerät ange¬ brachten Objekttisch, mit an dem Mammographiegerät vorhande¬ nen Mitteln bestimmen zu können, ist die Verwendung von Kom¬ pressionsplatten mit identischer Gesamthöhe zweckmäßig, wobei die Gesamthöhe 48, wie in den Figuren 8 und 9 dargestellt, durch den Abstand der Unterseite der Kompressionsmulde 14 bzw. 16 zum oberen Ende des Befestigungsmittels 11 definiert ist. Die Kompressionsdicke ist unter anderem für die Bestim¬ mung einer geeigneten Belichtungsdauer bei einer mit dem Mam- mographiegerät durchgeführten Röntgenaufnahme notwendig.

In Figur 8 ist die gebrauchsfertige Kompressionsplatte mit der in Ihrer Kantenhöhe niedrigen Kompressionsmulde 14 aus Figur 2 in Seitensicht gezeigt. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Haltearme 4, 5, von de¬ nen in Figur 8 aufgrund von perspektivischer Verdeckung nur der linke Haltearm 4 dargestellt ist, gemeinsam in ihrer re¬ lativ zu dem Befestigungsmittel 11 gemessenen Höhe einstell¬ bar. In dem in Figur 8 abgebildeten Ausführungsbeispiel wird diese Höheneinstellung dadurch ermöglicht, dass das Führungs¬ teil 8 des Halterahmen zusammen mit den beiden Haltearmen 4, 5 relativ zu dem Befestigungsmittel 11 höhenverschiebbar ist,

wie der Vergleich mit Figur 9 verdeutlicht.

Figur 9 zeigt in Seitensicht eine gebrauchsfertige Kompressi¬ onsplatte bestehend aus demselben Halterahmen wie in der in Figur 8 dargestellten Kompressionsplatte und einer Kompressi¬ onsmulde mit hoher Kantenhöhe. Bei dieser Kompressionsplatte ist das Führungsteil 8 auf eine im Vergleich mit Figur 8 grö¬ ßeren Höhe relativ zu dem Befestigungsmittel 11 eingestellt.

Die Möglichkeit der Höheneinstellung der Haltearme des Halte¬ rahmens ist dazu vorgesehen, unabhängig von Kantenhöhe der in den Halterahmen aufgenommenen Kompressionsmulde, die gleiche Gesamthöhe 48 der durch die Aufnahme der Kompressionsmulde in den Haltrahmen gebildete Kompressionsplatte erreichen zu kön- nen. In den Figuren 8 und 9 entspricht die Höhendifferenz des Führungsteils bezogen auf das Befestigungsmittel 11 daher ge¬ rade der Höhendifferenz der beiden Kompressionsmulden 14 und 16. Durch diese Höhenverstellbarkeit wird die Verwendung meh¬ rerer an Kompressionsmulden mit verschiedenen Kantenhöhen an- gepasster Halterahmen vermieden, so dass in Ergänzung zu der Variierbarkeit der Aufnahmeöffnung in Ihrer Weite der Aufwand zur Durchführung einer Mammographie weiter vermindert wird.

Der wesentliche Erfindungsgedanke lässt sich wie folgt zusam- menfassen: Die erfindungsgemäße Kompressionsplatte (1) ermög¬ licht durch die Variierbarkeit der Weite (3) einer von Rah¬ menteilen eines Halterahmens (1) gebildeten Aufnahmeöffnung (2) die Aufnahme von Kompressionsmulden (14, 15 bzw. 16) mit unterschiedlichen Grundflächenmaßen. Gemäß einer vorteil- haften Ausgestaltung sind die Rahmenteile, z.B. in Form von Haltearmen (4, 5), relativ zueinander verschiebbar und form¬ schlüssig mit der Kompressionsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) ver¬ bindbar, wobei zum Andruck der Rahmenteile an die Kompressi¬ onsmulde (14 bzw. 15 bzw. 16) Federelemente, z.B. in Form von Zugfedern (9, 10), vorgesehen sind. Durch die Verwendung ei¬ nes Halterahmens (1) für verschiedene Kompressionsmulden (14 bzw. 15 bzw. 16) anstelle der sonst üblichen Vielzahl von als

Einheit aus Halterahmen und Kompressionsmulde ausgeführten Kompressionsplatten wird der Aufwand zur Durchführung einer Mammographie reduziert.