| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Presswalzenanordnung für eine Pelletiervorrichtung mit mindestens einer Presswalze (9), die mittels mindestens eines Lagers (15) auf einer Presswalzenachse (17) gelagert ist, wobei die Presswalzenachse (17) eine ins Innere der Presswalzenachse (17) verlaufende Axialbohrung (22) aufweist, die mit mindestens einer vom Inneren der Presswalzenachse (17) her in Richtung einer Mantelfläche der Presswalzenachse (17) verlaufenden Radialbohrung (25) in Verbindung steht, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Axialbohrung mit Mitteln zum Zuführen eines druckbeaufschlagten Gases in Verbindung steht. 2. Presswalzenanordnung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass es sich bei dem Gas um Pressluft handelt. 3. Presswalzenanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Presswalzenachse (17) einen näherungsweise zylindrischen Lagertragekörper (171) zeigt und dass zwei Radialbohrungen (25) vorhanden sind, die jeweils in einem Abstand von weniger als 70 mm, insbesondere von weniger als 40 mm, von der jeweiligen Stirnseite des Lagertragekörpers verlaufen. 4. Presswalzenanordnung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Lagertragekörper (171) stirnseitige Ausgänge (251) zeigt, die mit den Radialbohrungen (25) in Verbindung stehen. 5. Presswalzenanordnung nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass mindestens ein stirnseitiger Ausgang (251) in einer Rundumrille (26) in einem Presswalzenachskragen (18) mündet, wobei die Rundumrille (26) mit Radialrillen (27) in dem Presswalzenachskragen (18) in Verbindung steht. 6. Presswalzenanordnung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Radialbohrungen (251) auf der Mantelfläche der Presswalzenachse (17') in einer im Innenumfang eines Presswalzen- achskragens (18') angeordneten Rille (26') münden, wobei die Rille (26') in Verbindung mit mindestens einer Fräsung (27') in dem Presswalzenachskragen (18') steht. 7. Presswalzenanordnung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Radialbohrungen (251 1) auf der Mantelfläche des der Presswalzenachse (17' ') in einer im Innenumfang eines Press- walzenachskragens (18' ') angeordneten Fase (32) münden, wobei die Fase (32) in Verbindung mit mindestens einer Fräsung (27' ') in dem Presswalzenachskragen (18' ') steht. 8. Presswalzenanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Radialbohrung (25) vorhanden ist, die auf der Mantelfläche der Presswalzenachse (17) im Bereich zwischen zwei Lagern (15) mündet . 9. Presswalzenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass zwischen den Lagern (15) und der Presswalze (9) eine Lagerhülse (151) angeordnet ist. 10. Presswalzenanordnung nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Lagerhülse (151) auf ihrer der Presswalze (9) zugewandten Seite Kanäle zur Luftführung, insbesondere einen umlaufenden Luftkanal (152) und Kühlkanäle (153) aufweist. 11. Presswalzenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass an mindestens einer Stirnseite eines Lagers (15) ein seitlicher Lagerdeckel (161) angeordnet ist, der einen Lagerinnenraum (154) des Lagers (15) mindestens teilweise abdeckt. 12. Presswalze (9' ), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Presswalze (9') aus lösbar mit einander verbundenen Walzensegmenten (9') gebildet ist. |
Die Erfindung betrifft eine Presswalzenanordnung für eine Pelletiervorrichtung, beispielsweise zur Herstellung von Holz- oder Futtermittelpellets sowie eine zugehörige Presswalze. Die Arbeitsweise der Pelletiervorrichtungen nach dem Stand der Technik besteht darin, dass mittels einer oder mehreren in einer hohlzy- linderförmigen Lochmatrize umlaufenden Presswalzen das zu pelletierende Gut durch die Löcher der Matrize nach außen gedrückt und abgeführt wird. Die Presswalzen, die auch als Koller bezeichnet werden, sind dabei mittels Lagern auf einer Presswalzenachse gelagert. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass aufgrund der anspruchsvollen Einsatzbedingungen der Presswalzen, insbesondere im Hinblick auf Staub und Hitze, die Lager besonderen Belastungen ausgesetzt sind. So besteht ein verbreitetes Problem beispielsweise darin, dass eindringender Staub die Lager schädigt, so dass diese einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt sind und in kurzen Abständen ausgetauscht werden müssen. Dieser Problematik wird nach dem Stand der Technik beispielsweise durch die in der deutschen Patentschrift 20 49 648 gezeigte Lösung begegnet. In der genannten Schrift wird eine Presswalzenanordnung offenbart, bei welcher Presswalzen von Pelletpressen mittels einer Luftkühlung temperiert werden, dabei dienen die Kanäle ja einer Schmiermittelzuführung zur Abdichtung und Kühlung der den Presswalzen zugeordneten Lager. Die Kanäle weisen dabei einen genügend großen Querschnitt auf, um eine Luftströmung zu erzeugen; durch die Zentrifugalkräfte entsteht insbesondere in den Zuführungskanälen eine Pumpwirkung, so dass sich bei entsprechender LuftZuführung eine Luftströmung ausbildet, die auf dem gleichen Weg wie das Schmiermittel in die Lager gelangt, dort eine Kühlung bewirkt und an den Spaltdichtungen zwischen Maschinenkörper und Presswalze mit einer Sperrwirkung austritt. Hierdurch wir die Verschmutzungs- und Korrosionsgefahr gemindert. Die in der genannten Schrift offenbarte Lösung hat jedoch eine Reihe von Nachteilen, insbesondere die schwere Steuer- bzw. Regelbarkeit des kühlenden Luftstroms, der von einer Vielzahl von Parametern, wie beispielsweise Schmiermittelzufuhr oder Umlaufgeschwindigkeit der Presswalzen abhängt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine verbesserte Möglichkeit zum Schutz der Lager von Presswalzen vor Überhitzung bzw. Verschleiß zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch die Presswalzenanordnung mit den in Anspruch 1 und durch die Presswalze mit den in Anspruch 12 aufgeführten Merkmalen gelöst; die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten der Erfindung.
Die erfindungsgemäße Presswalzenanordnung für eine Pelletiervorrichtung zeigt mindestens eine Presswalze, die mittels mindestens eines Lagers auf einer Presswalzenachse gelagert ist, wobei die Presswalzenachse eine ins Innere der Presswalzenachse verlaufende Axialbohrung aufweist, die mit mindestens einer vom Inneren der Presswalzenachse her in Richtung einer Mantelfläche der Presswalzenachse verlaufenden Radialbohrung (25) in Verbindung steht, wobei die Axialbohrung mit Mitteln zum Zuführen eines druckbeaufschlagten Gases, bspw. Pressluft, in Verbindung steht. Die Axialbohrung muss dabei nicht notwendigerweise gerade ausgeführt sein, sondern kann auch andere Geometrien, insbesondere einen spiralförmigen Verlauf, zeigen. Dabei kann die Presswalzenachse einen näherungsweise zylindrischen Lagertragekörper zeigen und es können zwei Radialbohrungen vorhanden sein, , die jeweils in einem Abstand von weniger als 70 mm, insbesondere von weniger als 40 mm, von der jeweiligen Stirnseite des Lagertragekörpers verlaufen.
Der Lagertragekörper kann stirnseitige Ausgänge zeigen, die mit den Radialbohrungen in Verbindung stehen.
Insbesondere können die stirnseitigen Ausgänge in einer Rundumrille in einem Presswalzenachskragen münden, wobei die Rundumrille mit Radialrillen in dem Presswalzenachskragen in Verbindung steht .
Alternativ können die Radialbohrungen auf der Mantelfläche der Presswalzenachse in einer im Innenumfang eines Presswalzenachs- kragens angeordneten Rille münden, wobei die Rille in Verbindung mit mindestens einer Fräsung in dem Presswalzenachskragen steht.
Daneben besteht die Möglichkeit, dass die Radialbohrungen auf der Mantelfläche des der Presswalzenachse in einer im Innenumfang eines Presswalzenachskragens angeordneten Fase münden, wobei die Fase in Verbindung mit mindestens einer Fräsung in dem Presswalzenachskragen steht.
Alternativ oder zusätzlich kann eine Radialbohrung vorhanden sein, die auf der Mantelfläche der Presswalzenachse im Bereich zwischen zwei Lagern mündet.
Dadurch, dass zwischen den Lagern und der Presswalze eine Lagerhülse angeordnet ist, kann eine verbesserte Kühlung und auch Kapselung der Lager erreicht werden. Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein, dass die Lagerhülse auf ihrer der Presswalze zugewandten Seite Kanäle zur Luftführung, insbesondere einen umlaufenden Luftkanal und Kühlkanäle aufweist.
Dadurch, dass an mindestens einer Stirnseite eines Lagers ein seitlicher Lagerdeckel angeordnet ist, der einen Lagerinnenraum des Lagers mindestens teilweise abdeckt, kann vermieden werden, dass das Lager vollständig trockenläuft, was zu Lagerschäden führen könnte.
Eine vorteilhafte Gestaltung einer erfindungsgemäßen Presswalze kann darin bestehen, dass die Presswalze aus lösbar mit einander verbundenen Walzensegmenten gebildet ist.
Nachfolgend werden Ausführungsformen und Varianten der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Presswalzenanordnung für eine Pelletiervorrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Presswalzenachskragen mit Rundumrille und Radialrillen;
Fig. 3 eine gegenüber Fig. 1 leicht abgewandelte Version der erfindungsgemäßen Presswalzenanordnung;
Fig. 4 eine weitere Variante der Erfindung;
Fig. 5 in den Teilfiguren 5a und 5b einen modifizierten Presswalzenachskragen in Draufsicht und im seitlichen Schnitt; Fig. 6 eine Variante der Erfindung, die ohne zusätzliche Bohrungen in der Presswalzenachse auskommt;
Fig. 7 eine Alternative zu der in Figur 6 gezeigten Lösung;
Fig. 8 eine weitere Variante der Erfindung mit einer Lagerhülse;
Fig. 9 eine Detaildarstellung einer Lagerhülse;
Fig. 10 die erfindungsgemäße Presswalzenanordnung im eingebauten Zustand;
Fig. 11 den Fall, dass für die Zuleitung der Druckluft in das
Innere der Presswalzenachse eine eigene Bohrung vorgesehen ist;
Fig. 12 eine schematische Darstellung einer mit der erfindungsgemäßen Presswalzenanordnung versehenen Pelletieranlage;
Fig. 13 eine Möglichkeit zur Gestaltung einer alternativen Presswalze;
Fig. 14 in den Teilfiguren 14a und 14b eine weitere Variante der Erfindung, und
Fig. 15 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der die Gefahr des Trockenlaufens der Lager verringert ist.
Fig. 1 zeigt eine Variante der erfindungsgemäßen Presswalzenanordnung für eine Pelletiervorrichtung, mit einer Presswalze 9, die über zwei Lager 15 auf einer Presswalzenachse 17 abrollt. Die Presswalzenachse 17 zeigt dabei einen näherungsweise zylind- rischen Lagertragekörper 171, der an seinen beiden Stirnseiten den maschinenseitigen Zapfen 172 und den maschinenabgewandten Zapfen 173 aufweist. Dabei können beide Zapfen 172 und 173 ebenfalls als im Wesentlichen zylindrische Körper mit geringerem Radius als der Lagertragekörper 171 insbesondere einstückig mit dem Lagertragekörper gebildet sein. Die Presswalzenachse 17 zeigt die Bohrung für Fettschmierung 19, die von der Stirnseite des maschinenseitigen Zapfens 172 in das Innere der Presswalzenachse 17 und dort ungefähr im mittleren Bereich des Lagertragekörpers 171 radial in Richtung des Zwischenraums zwischen den beiden Lagern 15 verläuft, so dass von der Maschinenseite her die beiden Lager über die Bohrung 19 geschmiert werden können. Daneben zeigt die Presswalzenachse 17 eine weitere Bohrung 21, die sich von der Stirnseite des maschinenabgewandten Zapfens 173 her axial bis in den inneren Bereich der Presswalzenachse 17 erstreckt. In der Bohrung 21 kann beispielsweise ein Temperaturfühler angeordnet sein. Erfindungsgemäß ist nun die weitere Axialbohrung 22 in der Presswalzenachse 17 eingebracht, die sich ebenfalls von der Stirnseite des maschinenabgewandten Zapfens 173 her in axialer Richtung bis in den Bereich der dem maschinenseitigen Zapfen 172 zugewandten Stirnseite des Lagertragekörpers 171 erstreckt. Die Axialbohrung 22 steht dabei in Verbindung mit den beiden Radialbohrungen 25, die sich im Bereich der Stirnseiten des Lagertragekörpers 171 in radialer Richtung bis zum Mantel des im Wesentlichen zylinderförmigen Lagertragekörpers 171 erstrecken. Dabei sind zusätzlich im Außenbereich der Stirnseiten des Lagertragekörpers 171 die stirnseitigen Ausgänge 251 als Bohrungen realisiert, die jeweils mit den Radialbohrungen 25 in Verbindung stehen. Wie aus der Figur ersichtlich ist, wird die Öffnung der Radialbohrung 25 auf der Mantelfläche des zylinderförmigen Lagertragekörpers 171 in eingebautem Zustand von den Lagern 15 belegt und damit abgedichtet; es ist auch denkbar, die mantelseitigen Ausgänge der Radialbohrungen 25 zu- sätzlich, beispielsweise durch einen Stopfen, zu verschließen. Die stirnseitigen Ausgänge 251 münden in der Rundumrille 26 in dem Presswalzenachskragen 18, welche ihrerseits mit den Radialrillen 27 in Verbindung steht. In Fig. 2 ist zur Verdeutlichung eine Draufsicht auf den Presswalzenachskragen 18 mit Rundumrille 26 und Radialrillen 27 dargestellt. Wird nun die Axialbohrung 22 von der Stirnseite des maschinenabgewandten Zapfens 173 her mit Druckluft beaufschlagt, so strömt diese durch die Axialbohrung 22 und nachfolgend durch die beiden Radialbohrungen 25 und tritt an der Stirnseite des Lagertragekörpers 171 durch die stirnseitigen Ausgänge 251 aus, von wo aus sie in die umlaufenden Rundumrillen 26 in dem Presswalzenachskragen 18 gelangt, wonach sie durch die Radialrillen 27 vorbei an dem Blechschutzring 16 in Richtung des Spalts 23 zwischen der Presswalze 9 und dem Presswalzenachslager 15 strömt und dort aus der Anordnung austritt, wie es durch die Pfeile 24 dargestellt ist. Die in Figuren 1 und 2 beschriebene Luftführung hat den Vorteil, dass die Luft nicht die Lager durchströmen muss und somit keine Entfettung der Lager durch den Luftstrom erfolgt. Dennoch wird das Innere der Presswalzenanordnung aufgrund der Luftführung effizient von eindringenden Schmutzpartikeln freigehalten. Ein zusätzlicher Schutz der Presswalzenachslager 15 vor eindringenden Schmutzpartikeln wird durch den zwischen den Presswalzenachskragen 18 und den Presswalzenachslagern 15 angeordneten Blechschutzring 16 gewährleistet. Tests haben gezeigt, dass die in Fig. 1 gezeigte Lösung zu einer Verlängerung der Haltbarkeit der Lager um mehr als das Doppelte führt.
Fig. 3 zeigt eine gegenüber Fig. 1 leicht abgewandelte Version der erfindungsgemäßen Presswalzenanordnung. Auch hier läuft die Presswalze 9' auf den Lagern 15', die ihrerseits auf dem Lagertragekörper 171' der Presswalzenachse 17' gelagert sind. Im Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Variante liegen jedoch in dem in Fig. 3 dargestellten Beispiel die Presswalzenachskragen 18' nicht seitlich am Lagertragekörper 171' an, sondern sind auf ihn in der gezeigten Weise aufgeschoben, so dass der Innendurchmesser der Presswalzenachskragen 18' am Außendurchmesser des Lagertragekörpers 171' anliegt. Die mit der Axialbohrung 22' in Verbindung stehenden beiden Radialbohrungen 25', die ebenfalls im Bereich der dem maschinenabgewandten bzw. dem maschinenseiti- gen Zapfen 173' bzw. 172' angebracht sind, treffen bei ihrem Austritt aus der Presswalzenachse 17' auf eine im Innenumfang der Presswalzenachskragen 18' angeordnete Rille 26', die ihrerseits mit einer Fräsung 27' im Presswalzenachskragen 18' in Verbindung steht. Hierdurch wird gewährleistet, dass die durch die Axialbohrung 22' und die Radialbohrungen 25' zugeführte Pressluft den Bereich zwischen den Presswalzenachskragen 18' und den Lagern 15' erreicht, wo sie an den Blechschutzringen 16' vorbeiströmt und anschließend durch die bestehenden Spalte aus der Presswalzenanordnung austritt.
Fig. 4 zeigt eine weitere Variante der Erfindung, in welcher lediglich die Presswalzenachse 17" mit der Axialbohrung 22" und den beiden Radialbohrungen 25" sowie dem Presswalzenachskragen 18" dargestellt ist. In dem in Fig. 4 gezeigten Beispiel ist der Presswalzenachskragen 18" nicht mit einer an seiner Innenseite umlaufenden Rille, sondern mit einer Fase 32 versehen, in welche die Radialbohrung 25" mündet. In Fig. 5a und 5b ist der entsprechend modifizierte Presswalzenachskragen 18" noch einmal in Draufsicht und im seitlichen Schnitt dargestellt. Gut erkennbar ist die an der Innenseite des Presswalzenachskragens 18" verlaufende Fase 32, die ihrerseits in Verbindung mit den im dargestellten Beispiel vier Radialfräsungen 27'' steht. Ansonsten ist die Presswalzenanordnung in einer zu der vorangehenden Figur 3 analogen Weise aufgebaut. Alternativ zu der in der Figur gezeigten Variante kann die Axialbohrung 22" auch an der maschinensei- tigen Stirnseite der Presswalzenachse, also auf der linken Stirnseite wie in Fig. 3 gezeigt, münden.
Fig. 6 zeigt eine Variante der Erfindung, die ohne zusätzliche Bohrungen in der Presswalzenachse 17 auskommt. Dabei wird die Pressluft durch die bestehende Bohrung der Intervallschmierung 19 in den Spalt zwischen den beiden Lagern 15 zugeführt, wodurch die Funktion der Intervallschmierung 19, bei der beispielsweise alle 200 Sekunden 8 g Fett zugeführt werden, nicht beeinträchtigt wird. Ebenfalls eingezeichnet in Figur 6 ist die Bohrung 20 für den (in Figur 6 nicht dargestellten) Temperaturfühler.
Eine Alternative hierzu ist in der Fig. 7 dargestellt. Dabei wird in der Presswalzenachse 17 eine zusätzliche, neue Bohrung 21 für den Temperaturfühler eingebracht. Die ursprünglich für den Temperaturfühler vorgesehene Bohrung 20 wird durch die Radialbohrung 22 angebohrt, die an der Außenseite der Presswalzenachse 17 ihre Austrittsöffnung im Bereich zwischen den Lagern 15 hat. Beaufschlagt man nun die Bohrung 20 mit Pressluft, so strömt die Luft durch das Innere der Presswalzenachse 17 weiter durch die Radialbohrung 22 in den Bereich zwischen den beiden Lagern 15, jeweils durch die Lager hindurch in Richtung der äußeren Stirnflächen des Lagertragekörpers 171, wo sie die Anordnung durch den Spalt 23, wie durch die Pfeile 24 dargestellt, verlässt. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass die Lager 15 durch den Luftstrom von ihrer Innenseite her nicht entfettet werden und trocken laufen. Eine entsprechende Abstimmung von Druckluftzufuhr und Schmierung ist zu gewährleisten. Auch in diesem Fall werden eindringende Schmutz und Staubpartikel durch die ausströmende Druckluft von den Lagern 15 der Presswalzen 9 ferngehalten. Daneben kann die Luft, die die Anordnung durchströmt, bei Bedarf gekühlt bzw. erwärmt werden, um die optimale Betriebstemperatur zu erreichen bzw. zu halten. Figur 8 zeigt eine weitere Variante der Erfindung, welche aus der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform durch die folgenden Modifikationen hervorgeht: Im Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Lösung rollen die Lager 15 nicht direkt auf der Presswalze 9 ab. Vielmehr befindet sich in der in Fig. 8 gezeigten Lösung zwischen den Lagern 15 und der Presswalze 9 die Lagerhülse 151, die in der Art eines Rings oder Reifens im vorliegenden Beispiel die Lager 15 über ihre gesamte Breite umschließt. Die Lagerhülse ist in Fig. 9 noch einmal gesondert dargestellt. Erkennbar aus Fig. 9 wird, dass die Lagerhülse in einem mittleren Bereich einen umlaufenden Luftkanal und davon abzweigende, im vorliegenden Beispiel fischgrätenartig angeordnete Kühlkanäle 153 aufweist. Die Kühlkanäle 153 können insbesondere eine Breite und gegebenenfalls Tiefe von 1 bis 4 mm, insbesondere 2 mm aufweisen und in einem Abstand von 10 bis 30 mm, insbesondere ca. 20 mm voneinander angeordnet sein. Nicht dargestellt in Fig. 9 ist eine Bohrung, die sich von der Innenseite der Lagerhülse 151 durch die Lagerhülse 151 bis zu dem umlaufenden Luftkanal 152 erstreckt. Diese Bohrung steht mit der in Fig. 8 dargestellten zusätzlichen Radialbohrung 252 in Verbindung, die ihrerseits in der Axialbohrung 22 für Kühlluft mündet. Die der Axialbohrung für Kühlluft 22 zugeführte Pressluft strömt also durch die zusätzliche Radialbohrung 252 zwischen den beiden Lagern 15 hindurch durch die Bohrung in der Lagerhülse in den umlaufenden Luftkanal 152 und strömt von dort aus durch die Kühlkanäle 153 weiter zwischen der Lagerhülse 151 und der Presswalze 9 nach außen, wo sie durch den Spalt zwischen der Lagerhülse 151 und dem Presswalzenachskragen 23 austritt. Daneben wird noch Pressluft durch die bereits aus Fig. 1 bekannten Radialbohrungen 25 und deren stirnseitige Ausgänge 251 geführt. Vorteilhaft an der in Fig. 8 gezeigten Variante ist, dass die vornehmlich im Bereich der Presswalzen 9 insbesondere durch Reibung entstehende Wärme schon im Bereich der Lagerhülse 151 durch die vorbeiströmende Pressluft nach außen abgeführt wird, ohne dass sie die Lager 15 erreicht. Die Kühlung wird also im Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Lösung in Richtung der Wärmequelle verlegt. Um zu vermeiden, dass die durch den Spalt zwischen den Lagern 15 geführte Druckluft das Schmierfett aus den Lagern 15 drückt, können diese auf ihrer zu dem Spalt weisenden Seite mit einem zusätzlichen Lagerdeckel verschlossen sein.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Lagerhülse 151 in der Weise eingebaut wird, dass durch die Rotation der Lagerhülse 151 mit der Presswalze 9 die Luftführung unterstützt wird. In Fig. 9 würde sich die Lagerhülse 151 also in Pfeilrichtung drehen. Der den in Fig. 8 und 9 gezeigten Varianten zugrunde liegende Gedanke kann alternativ auch dadurch verwirklicht werden, dass die Lagerhülse 151 fortgelassen wird und die Luftführung zwischen den Lagern 15 und der Presswalze 9 lediglich durch eine geeignete Gestaltung der Innenseite der Presswalze 9, beispielsweise durch das Einfräsen von Kühlkanälen erreicht wird. Der besondere Effekt der Lagerhülse 151 besteht jedoch darin, dass die Lager 15 durch die Lagerhülse 151 zusätzlich gekapselt und von Staub freigehalten werden. Daneben werden beim wiederholten Wechsel der Presswalze die Lager 15 geschont und nicht dem Ein- und Aus- bauprozess ausgesetzt.
Die Verwendung der Lagerhülse 151 bzw. die oben angesprochene Gestaltung der Innenseite der Presswalzen 9 ist auch - ggf. entsprechend modifiziert - für die übrigen in der vorliegenden Anmeldung gezeigten Ausführungsformen der Erfindung denkbar.
Fig. 10 zeigt die erfindungsgemäße Presswalzenanordnung im eingebauten Zustand. Die Matrize 8 rollt dabei auf den beiden Presswalzen 9 ab, wobei die Presswalzen 9 das in Figur 10 nicht dargestellte zu pelletierende Gut durch die in der Figur nicht näher bezeichneten Löcher in der Matrize 8 nach außen drücken. In der in Fig. 10 gezeigten Variante verlaufen die Temperaturfühlerkabel in der Leitung 10 und münden in dem Kabelkanal für die Temperaturfühler 11, der seinerseits in der Bohrung für den Temperaturfühler in der Presswalzenachse 17 mündet.
Fig. 11 adressiert den Fall, dass für die Zuleitung der Druckluft in das Innere der Presswalzenachse 17 eine eigene Bohrung vorgesehen ist und die Kabel für den Temperaturfühler in der Presswalzenachse 17 ebenfalls in einer eigenen Bohrung verlaufen. Hierzu werden zunächst ebenfalls die Temperaturfühlerkabel und die Druckluft in derselben Leitung 10 gemeinsam geführt, jedoch am Ende der Leitung 10 mittels der Vorrichtung 12 zur Trennung der Leitungen für Temperaturfühler und Druckluft getrennt, so dass sie durch jeweils zwei eigene Bohrungen in das Innere der Presswalzenachse 17 eintreten können.
Fig. 12 zeigt eine schematische Darstellung einer mit der erfindungsgemäßen Presswalzenanordnung versehenen Pelletieranlage. Die nicht gezeigte Matrize sowie die Presswalzenanordnungen sind dabei in dem Maschinengehäuse 1 angeordnet und werden von dem Antriebsmotor 2 angetrieben. Die Druckluft wird über die Zuleitung 3, das elektropneumatische Ventil 4 und das Luftmengenre- gelventil 5 zugeführt. Das Temperaturfühlerkabel verläuft in den Kabelkanal 7. Im gezeigten Beispiel werden das Temperaturfühlerkabel und die Druckluft in einer gemeinsamen Leitung in das Innere der Presswalzenachse geführt, so dass der Kabelkanal 7 und die Zuleitung 3 in einer Vorrichtung 6 zum Zusammenlegen von Druckluft und Temperaturfühlerkabel zusammengeführt werden.
Fig. 13 zeigt eine Möglichkeit zur Gestaltung einer alternativen Presswalze 9'. Die Presswalze 9' unterteilt sich dabei in die Walzensegmente 91, 92 und 93, die gegeneinander auswechselbar, also lösbar miteinander verbunden, gestaltet sind. Ein Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass das Walzensegment 91, welches im Betrieb der Presswalzenanordnung der höchsten Abnutzung ausgesetzt ist, ersetzt werden kann, ohne dass gleich die gesamte Presswalze 9' ausgetauscht werden muss. Auch eine Anpassung des Walzensegments 91 auf wechselnde Einsatzbedingungen ist hierdurch möglich, ohne dass ein Tausch der gesamten Presswalze erforderlich wird. Insbesondere das Handling der gezeigten dreiteiligen Presswalze 9' ist aufgrund des gegenüber der Gesamtanordnung geringeren Gewichts der einzelnen Walzensegmente 91, 92, 93 erheblich vereinfacht.
Figur 14 zeigt in den Teilfiguren 14a und 14b eine weitere Variante der Erfindung, bei welcher die Geometrie des Lagertragekörpers 171 und der Presswalzenachskragen 18 gegenüber der in Figur 1 gezeigten Lösung etwas modifiziert ist. Der Lagertragekörper ist, wie aus Figur 14b hervorgeht, dabei in der Weise gestaltet, dass die beiden Lager 15 auf beiden Seiten stirnseitig etwas über den Lagertragekörper 171 überstehen. Entsprechend zeigen die Presswalzenachskragen 18 einen Absatz 181, welcher unter den überstehenden Teil des Lagers 15 geschoben wird. In Figur 14a ist der zugehörige Presswalzenachskragen 18 mit der entsprechend gestalteten Rundumrille 26 und den mit der Rundumrille 26 in Verbindung stehenden Radialrillen 27 dargestellt.
In Figur 15 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der die Gefahr des Trockenlaufens der Lager 15 verringert ist. Sie ergibt sich beispielweise aus der in Figur 1 dargestellten Lösung dadurch, dass seitlich an den Lagern 15 ein Lagerdeckel 161 angeordnet wird, welcher das Austreten von Fett aus den Lagerinnenräumen 154 unterbindet. Dabei muss der seitliche Lagerdeckel 161 den Lagerinnenraum 154 nicht völlig ver- schließen, es genügt, wenn der seitliche Lagerdeckel ca. 50% des von außen zugänglichen Bereiches des Lagerinnenraumes 154 abdeckt, so dass sich - vorzugsweise im radial äußeren Bereich der Stirnseite des Lagers - ein Reservoir für Fett bildet und dennoch verbrauchtes Fett aus den Lagerinnenraum 154 austreten kann. Die Verwendung des seitlichen Lagerdeckels 161 ist auch - ggf. entsprechend modifiziert - für die übrigen in der vorliegenden Anmeldung gezeigten Ausführungsformen der Erfindung denkbar.
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