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Patent Searching and Data


Title:
COMPRESSION ROLLING MILL HAVING A COUPLING SLEEVE GUIDE UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/076595
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a compression rolling mill for compressing a metal strand sideways, having a pair of compression rollers disposed having the center axes thereof vertical and that can be engaged against each other, supported within a roller stand and each connected to a rotary drive by means of coupling sleeves (27) and articulated shafts (29), characterized in that the coupling sleeves (27) are supported within the roller stand on tracks (16) between arbors (6, 6a) running horizontally.

Inventors:
WENDT, Stefan (Winterbachstraße 47, Hilchenbach, 57271, DE)
MÖLLERING, Frank (Am Kampen 7, Hilchenbach, 57271, DE)
PANTHÖFER, Marcus (Grobestraße 61, Siegen, 57072, DE)
ZIESER, Bernd (Pappelweg 8, Netphen, 57250, DE)
Application Number:
EP2010/069435
Publication Date:
June 30, 2011
Filing Date:
December 13, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SMS SIEMAG AG (Eduard-Schloemann-Straße 4, Düsseldorf, 40237, DE)
WENDT, Stefan (Winterbachstraße 47, Hilchenbach, 57271, DE)
MÖLLERING, Frank (Am Kampen 7, Hilchenbach, 57271, DE)
PANTHÖFER, Marcus (Grobestraße 61, Siegen, 57072, DE)
ZIESER, Bernd (Pappelweg 8, Netphen, 57250, DE)
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter (Hammerstr.2, Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Stauchwalzwerk zum seitlichen Stauchen eines Metallstrangs mit einem Paar mit ihren Mittelachsen senkrecht angeordneten, gegeneinander anstellbaren Stauchwalzen (9, 10), die innerhalb eines Walzenständers gelagert sind und jeweils über Walzentreffer (27, 28) und Gelenkwellen (29, 30) an einen Drehantrieb (35, 36) angeschlossen sind,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Walzentreffer (27, 28) zwischen waagrecht verlaufenden Holmen (6, 6a) innerhalb des Walzenständers auf Fahrbahnen (16) gelagert sind.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Walzentreffer (35, 36) über Führungseinheiten, insbesondere Schwingen (48), die auf oder an den Holmen (6, 6a) gelagert sind, transversal beweglich und pendelnd gelagert sind.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Schwingen (48) jeweils innerhalb von Führungskästen (45) oder von die Holme (6, 6a) umgreifende Sperren gleitend oder rollend auf den Holmen (6, 6a) verschiebbar sind.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Schwingen (48) über Gleitkufen (49, 49a) auf Gleitleisten (46) verschiebbar sind, die auf den Holmen (6, 6a) angebracht sind und die eine Verschiebung des Walzentreffers (27, 28) in Richtung der Stauchwalzenanstellung erlauben.

Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Walzentreffer (27, 28) über Einbaustücke (41 ) zwischen den Holmen (6, 6a) gelagert ist.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Walzentreffer (27, 28) über Lager, insbesondere Rollenlager und Schrägrollenlager, innerhalb der Einbaustücke (41 ) gelagert sind.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 5 oder 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Einbaustücke (41 ) über Führungsleisten (43, 44) verschiebbar gegenüber den Holmen (6, 6a) gelagert sind.

Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Walzentreffer (27, 28) über ein Verbindungsmittel, insbesondere über eine Verzahnung, insbesondere eine Hirthverzahnung, oder eine Passfeder mit den Gelenkwellen (29, 30) verbunden sind.

Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Walzentreffer (27, 28) die Stauchwalzen (9, 10) formschlüssig, insbesondere über als Flachzapfen ausgebildete Walzenzapfen (25, 26), aufnehmen. 10. Stauchwalzwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,

dass die unteren Walzenzapfen (25, 26) der Stauchwalzen (9, 10) über einen Zentrierring in den Walzentreffern (27, 28) positioniert sind.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 9 oder 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Walzentreffer (27, 28) die unteren Walzenzapfen (25, 26) über austauschbare Verschleißplatten (37) aufnehmen.

Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 9 bis 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die unteren Walzenzapfen (25, 26) über Schutzvorrichtungen, insbesondere einen Schutzkragen (38, 55) oder eine Labyrinthanordnung, gegen das Eindringen von Verschmutzungen in ihre Lagerung geschützt sind.

Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass unterhalb der Hüttenflur-Ebene eine Medienkette gelagert ist, die mit den zwischen den Gelenkwellen (29, 30) und den Stauchwalzen (9, 10) angeordneten Getrieben (31 , 32) verbunden ist und die zur Versorgung der Walzentreffer (27, 28) und/oder der Stauchwalzen (9, 10) mit den für den Betrieb erforderlichen Medien, insbesondere mit einem Schmiermittel und mit elektrischer Spannung, dient.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Getriebe (31 , 32) zweistufig mit einem Kegelradsatz (56, 57) und einem Stirnradsatz (58, 59) ausgeführt sind. 15. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,

dass der Walzenständer zwei Querhäupter (2, 3) und wenigstens zwei Paare von zwischen diesen angeordneten Holmen (4, 5, 6, 6a) umfasst, zwischen denen die Stauchwalzen (9, 10) entsprechend der Breite des zu stauchenden Metallstrangs hin- und herbewegbar sind.

16. Stauchwalzwerk nach Anspruch 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Querhäupter (2, 3) jeweils Walzenanstelleinrichtungen (17, 18, 19, 20) aufnehmen, die jeweils auf eine der beiden Stauchwalzen (9, 10) wirken.

17. Stauchwalzwerk nach Anspruch 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Querhäupter (2, 3) zumindest je einen Balancierzylinder (21 , 22) zum Vorspannen der Walzeinrichtung und zur Durchführung von Verfahrbewegungen beim Walzenwechsel aufweisen.

18. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Stauchwalzen (9, 10) über Laufbahnen (15, 16) auf den Holmen (4, 6, 6a) geführt sind, wobei die entsprechenden Führungen an den Stauchwalzen (9, 10) drehbar ausgebildet sind.

19. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass Führungen der Stauchwalzen (9, 10) gegenüber der jeweiligen Stauchwalzentrefferverschiebe- und -haltevorrichtung drehbar sind.

20. Stauchwalzwerk nach Anspruch 14,

dadurch gekennzeichnet, dass jeweils das abtriebsseitige Kegelrad (57) oberhalb des antriebssei- tigen Stirnrads (58) auf einer Zwischenwelle (62) angeordnet ist und ein Gelenkwellenflansch (60) seitlich neben dem Kegelrad (57) am Ende einer Abtriebswelle (61 ) angebracht ist.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 20,

dadurch gekennzeichnet,

dass am Ende der Abtriebswellen (61 ) Treffer der Gelenkwellen (29, 30) aufgebracht sind, die mit den Gelenkwellenflanschen (60) über ein Verbindungsmittel, insbesondere eine Verzahnung oder eine Passfeder, verbunden sind.

Stauchwalzwerk nach Anspruch 21 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Treffer der Gelenkwellen (29, 30) auf den Enden der Abtriebswellen (61 ) aufgeschrumpft sind.

Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 14, 20, 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet,

dass die Getriebe (31 , 32) von einem einzigen Antriebsmotor angetrieben werden, wobei sie über eine Kombination von Übersetzungs- und Kammwalzgetrieben sowie Synchronwellen verbunden sind.

Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 20 bis 23,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen den Walzentreffern (27, 28) und den Gelenkwellenflanschen (60) je eine Gelenkwelle (29, 30) mit einem Längenausgleich, mit einer den Längenausgleich bei Bedarf sperrenden Vorrichtung sowie mit einem für Montagezwecke erforderlichen Ring angeordnet ist. 25. Stauchwalzwerk nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen den Antriebsnnotoren (35, 36) und den jeweils zugehörigen Antriebswellen (63) jeweils eine starre Welle (33, 34) mit Kupplungen oder je eine Gelenkwelle mit Mitteln zum Längenausgleich angeordnet ist.

Description:
Stauchwalzwerk mit einer Walzentreffer-Führungseinheit

Die Erfindung bezieht sich auf ein Stauchwalzwerk zum seitlichen Stauchen eines Metallstrangs mit einem Paar mit ihren Mittelachsen senkrecht angeordneten, gegeneinander anstellbaren Stauchwalzen, die innerhalb eines Walzenständers gelagert sind und jeweils über Walzentreffer und Gelenkwellen an einen Drehantrieb angeschlossen sind. Derartige Stauchwalzwerke werden in erheblichem Umfang als Vertikalwalzoder Stauchgerüste mit einem oder mehreren Querhäuptern oder Traversen ausgeführt, auf denen die Drehantriebe der Walzen gelagert sind.

Aus der EP 1 606 067 B1 ist ein Stauchwalzwerk für den Warmbetrieb bekannt, das ein Paar mit ihren Mittelachsen senkrecht angeordneten, gegeneinander anstellbaren Walzen umfasst, die mittels Gelenkwellen an zumindest einen Drehantrieb angeschlossen sind. Dieses Stauchwalzwerk zeichnet sich dadurch aus, dass der Drehantrieb für die beiden Walzen unterhalb der Hüttenflur- Ebene ortsfest angeordnet und mit jeweils einem ortsfesten Getriebe jeweils mit der Gelenkwelle antriebsmäßig verbunden ist. Ausgehend von einem Drehantrieb, der aus einem schweren elektrischen Motor besteht, wird die Antriebskraft mittels einer waagrecht angeordneten, durchgehenden und drehgelagerten Antriebswelle und beidseitig abgezweigten Kegel radgetriebestufen auf die beiden gegenüber der Senkrechten unter einem spitzen Winkel geneigten Gelenkwel- len übertragen, die ihrerseits ihre Drehbewegung in Gelenkwellenkopf- Aufnehmern über Gelenkwellenköpfe auf die Stauchwalzen übertragen. Das bekannte Stauchwalzwerk hat den Nachteil, dass es wartungsintensiv ist.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Stauchwalzwerk der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass es einen modularen Aufbau aufweist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Walzentreffer zwischen waagrecht verlaufenden Holmen innerhalb des Walzenständers auf Fahrbahnen gelagert sind. Durch die Erfindung wird die für das Stauchwalzwerk erforderliche Bautiefe optimiert. Die Anordnung einer Kegelradstufe als zwi- sehen einem Antriebsmotor und der Stauchwalze vorgesehenes Getriebe lässt einen ineinander verschachtelten Aufbau des Getriebes und der Gelenkwelle zu, die zwischen der Kegelradstufe und dem Walzentreffer angebracht ist.

Das erfindungsgemäße Stauchwalzwerk umfasst einen Walzenständer mit zwei Querhäuptern, zwei oberen, zwei mittleren und zwei unteren Holmen, die jeweils zwischen den Querhäuptern gehalten werden. Die Querhäupter nehmen zumindest je eine Stauchwalzenanstelleinnchtung auf, die mechanische oder hydraulische Anstellmittel umfasst; sie kann jedoch auch sowohl mechanische als auch hydraulische Anstellmittel umfassen. Die Walzenanstelleinrichtung wirkt auf den Stauchwalzensatz und übt die Walzkraft aus.

Ebenso nehmen die Querhäupter zumindest je einen Balancierzylinder auf, der eine Ausbalancierung, d. h. ein nahezu spielfreies Verspannen der Walzeinrichtung, ermöglicht und Verfahrbewegungen, z. B. für den Walzenwechsel, durch- führt.

Die Querhäupter sind durch die Holme verbunden, die die Kräfte aus dem Walzprozess in allen drei Raumrichtungen aufnehmen. Zudem sind Laufbahnen auf den Holmen angeordnet, die die Balanciertraversen, den Stauchwalzensatz und die Stauchwalzentrefferführungseinheit führen. Die Laufbahnen können für bestimmte Anwendungszwecke geneigt sein, insbesondere zur Mitte des Stauchwalzwerks nach unten. Ebenso können die Balancierzylinder und die Walzenanstelleinrichtung für eine optimale Kraft- und Bewegungsübertragung geneigt sein. Die Balanciertraversen sind mit den Balancierzylindern verbunden. Beispielsweise werden die Balanciertraversen auf den oberen Holmen geführt und formschlüssig mit dem Stauchwalzensatz verbunden. Beim Stauchwalzenwechsel verbleiben die Balanciertraversen im Stauchwalzwerk, so dass lediglich die Stauchwalzen ausgetauscht werden müssen.

Der Stauchwalzensatz wird durch die Walzenanstellung an das Walzgut gedrückt und übt die Walzkraft aus. Die Stauchwalze ist mit einem nach unten gerichteten Walzenzapfen ausgestattet, der über Formschluss mit einem Walzentreffer in der Stauchwalzentrefferführungseinheit verbunden ist und so das Drehmoment vom Getriebe über den Treffer auf die Walze überträgt. Hierbei wird in vorteilhafter Weise der Formschluss durch einen walzenseitigen Flachzapfen mit einer entsprechenden Ausnehmung im Walzentreffer hergestellt, die vorzugsweise über Verschleißplatten geschützt ist. Der Stauchwalzensatz ist über Laufbahnen auf den oberen Holmen geführt. Die entsprechenden Führungen an den Stauchwalzen sind vorzugsweise drehbar und vermeiden dadurch Zwang auf den Lagern, in denen die Stauchwalzen gelagert sind. Die Stauchwalzentrefferführungseinheit wird auf Laufbahnen auf den unteren Holmen geführt und kann damit als einzelnes Modul in das Stauchwalzwerk eingebaut werden. Die entsprechenden Führungen an der Stauchwalzentreffer- verschiebe- und -haltevorrichtung sind ebenfalls drehbar, so dass sie Zwang in den Lagern und an der Verbindung zwischen der Stauchwalze und der Vorrich- tung vermeiden. Diese Vorrichtung verbleibt beim Wechsel der Stauchwalze im Stauchwalzwerk und folgt der Anstellbewegung der Stauchwalze durch den Formschluss zwischen ihr und der Stauchwalze. Die Verbindungsstelle zwischen der Stauchwalze und der Walzentrefferführungseinheit ist vorzugsweise mit einem Zentrierring ausgestattet, der es der Walzentrefferführungseinheit erlaubt, exakt der Bewegung der Stauchwalze zu folgen. Jede der Walzentrefferführungseinheiten ist über eine Gelenkwelle mit Längenausgleich jeweils mit einem Getriebe verbunden, das stationär unterhalb des Stauchwalzwerks angeordnet ist. Die Gelenkwellen selbst sind mit einer Werkzeugaufnahme in der Art eines Rings zu Montagezwecken, z. B. durch einen C- Haken, ausgestattet. Zusätzlich besitzen sie vorzugsweise eine den Längenausgleich sperrende Sperrvorrichtung, der ebenfalls Wartungs- und Montagezwecken dient.

Das Getriebe ist vorzugsweise zweistufig mit einem Kegelradsatz und einem Stirnradsatz ausgeführt. Durch die Reihenfolge und bauliche Verschachtelung der Getriebestufen wird eine wesentliche Verringerung der erforderlichen Bautiefe erreicht.

Jedes Getriebe ist über je eine Welle mit einem seitlich angeordneten An- triebsmotor verbunden. Diese Welle kann starr oder auch als Gelenkwelle ausgeführt sein. In diesem Fall besteht der Vorteil, dass sich auch die bauliche Lage des Antriebsmotors variabel den Verhältnissen vor Ort angepasst werden kann. Jede Stauchwalze und ihre Führungseinheit können über eine Medienkette an die für den Betrieb erforderlichen Medien und elektrischen Verbindungen angeschlossen sein. Über die Medienkette werden vorzugsweise Schmieröle, Hydrauliköl und elektrischer Strom zugeführt, der für die an dem Stauchwalzwerk angeschlossenen Messgeräte benötigt wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprü- chen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Walzentreffer über Führungseinheiten, insbesondere Schwingen, die auf oder an den Holmen gelagert sind, transversal beweglich und pendelnd gelagert. Vorzugsweise sind die Schwingen jeweils innerhalb von Führungskästen oder von die Holme umgreifenden Sperren gleitend oder rollend auf den Holmen verschiebbar.

Vorzugsweise sind die Schwingen über Gleitkufen auf Gleitleisten verschiebbar, die auf den Holmen angebracht sind und die eine Verschiebung des Walzentreffers in Richtung der Stauchwalzenanstellung erlauben. Ebenfalls sind die Walzentreffer über Einbaustücke mit Vorteil zwischen den Holmen gelagert.

Durch den Einsatz von Rollenlagern und/oder Schrägrollenlagern wird sicher- gestellt, dass die Walzentreffer in den Einbaustücken drehbeweglich sind.

Die gleiche Beweglichkeit, die die Stauchwalzen an ihren oberen Enden gegenüber den Holmen aufweisen wird im Bereich der Einbaustücke dadurch gewährleistet, dass die Führungsleisten verschiebbar gegenüber den Holmen gelagert sind.

In konstruktiver Hinsicht erweist es sich zudem als vorteilhaft, wenn die Walzentreffer über ein Verbindungsmittel, insbesondere über eine Hirthverzahnung oder eine Passfeder, mit den Gelenkwellen verbunden sind. Hierbei lässt sich vorsehen, dass die Walzentreffer die Stauchwalzen formschlüssig, insbesondere über als Flachzapfen ausgebildete Walzenzapfen, aufnehmen.

Vorzugsweise sind die unteren Walzenzapfen der Stauchwalzen über einen Zentrierring in den Walzentreffern positioniert.

Um die Folgen von unvermeidbarem Verschleiß möglichst gering zu halten, nehmen die Walzentreffer die unteren Walzenzapfen über austauschbare Verschleißplatten auf. Einen wirksamen Schutz gegen das Eindringen von Verschmutzungen in die Lagerung der Stauchwalze in der Walzenführungseinheit, d. h. im Bereich des unteren Walzenzapfens, leisten Schutzvorrichtungen, insbesondere ein Schutzkragen oder eine Labyrinthanordnung.

Das Stauchwalzwerk umfasst einen Walzenständer mit zwei Querhäuptern und mit wenigstens zwei Paaren von zwischen diesen angeordneten Holmen, zwischen denen sich die Stauchwalzen entsprechend der Breite des zu stauchenden Metallstrangs hin- und herbewegen lassen.

Hierbei nehmen die Querhäupter jeweils Walzenanstelleinrichtungen auf, die jeweils auf eine der beiden Stauchwalzen wirken. Zusätzlich weisen die Querhäupter zumindest je einen Balancierzylinder zum Vorspannen der Walzeinrichtung und zur Durchführung von Verfahrbewegungen beim Walzenwechsel auf.

Die Drehbewegung der Stauchwalzen lässt entweder unmittelbar von den über eine Synchronwelle mit einem einzigen Antriebsmotor verbundenen Übersetzungsgetrieben oder von über jeweils einen eigenen Antriebsmotor angetriebenen Übersetzungsgetrieben auf die Gelenkwellen übertragen. In einer weiteren Alternative sind die beiden Gelenkwellen über ein gemeinsames Übersetzungsgetriebe und eine sich an dieses anschließende Synchronwelle mit dem An- triebsmotor verbunden.

Durch die Auflösung des Stauchwalzwerks in eine Vielzahl von einzelnen Modulen ergeben sich gegenüber dem Stand der Technik eine verbesserte Wartung und Handhabung und eine geringere Fehleranfälligkeit. Konstruktive Ände- rungen lassen sich leicht durchführen. Erfindungswesentlich ist insbesondere die Modulbauweise der Stauchwalzenbalancierung, der Stauchwalzen, der Walzentrefferführungseinheit und des Hauptantriebsgetriebes.

Zusammengefasst bestehen die Vorteile der Erfindung darin, dass sich das Stauchwalzwerk einfacher warten und leichter handhaben lässt als ein her- kömmliches Stauchwalzwerk.

Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Konzepten ist das erfindungsgemäße Stauchwalzwerk weniger störanfällig, und es hat kleinere Einzelmodule, die geringere Gewichte und eine geringere Bautiefe aufweisen.

Die zwischen den Gelenkwellen und den Stauchwalzen angeordneten Getriebe weisen jeweils ein abtriebsseitiges Kegelrad auf, das oberhalb des antriebssei- tigen Stirnrads auf einer Zwischenwelle angeordnet ist. Ein Gelenkwellenflansch ist seitlich neben dem Kegelrad am Ende der Abtriebswelle angebracht.

Auf die Enden der Abtriebswellen sind Treffer der Gelenkwellen aufgebracht, die mit den Gelenkwellenflanschen über ein Verbindungsmittel, insbesondere eine Verzahnung oder eine Passfeder, verbunden sind. Die Treffer der Gelenkwellen sind auf den Enden der Abtriebswellen aufgeschrumpft.

Die Getriebe werden entweder von zwei eigenen Antriebsmotoren oder von einem einzigen gemeinsamen Antriebsmotor angetrieben, wobei die Getriebe über eine Kombination von Übersetzungs- und Kammwalzgetrieben sowie Synchronwellen verbunden sind.

Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, eines Stauchwalzwerks und

Fig. 2 einen Querschnitt des Stauchwalzwerks im Bereich einer Walzentref- ferführungseinheit einer der Stauchwalzen entlang einer Schnittlinie II - II aus Fig. 1 , in vergrößerter Darstellung. Ein Stauchwalzwerk (Fig. 1 ) umfasst einen Walzenständer oder Rahmen 1 mit Querhäuptern 2, 3 und Paaren von oberen, mittleren und unteren Holmen 4, 5 und 6. Zwischen dem Paar der oberen Holmen 4 sind jeweils die oberen Lagergehäuse 7, 8 von Stauchwalzen 9, 10 angeordnet. Balanciertraversen 1 1 , 12 sorgen dafür, dass sich die Stauchwalzen 9, 10 zwischen den Holmen 4, 5 und 6 entsprechend der Dicke des zu stauchenden Metallstrangs hin- und herver- schieben lassen. Die unteren Lagergehäuse 1 3, 14 der Stauchwalzen 9, 10 sind im Bereich zwischen den beiden mittleren Holmen 5 angeordnet.

Auf der Oberseite der oberen Holme 4 sowie der mittleren Holme 5 oder der unteren Holme 6 sind geneigte Fahrbahnen 15, 16 angebracht, über die in an sich bekannter weise die Balanciertraversen durch AnStelleinrichtungen 17, 18, 19 und 20 verfahren werden, welche seitlich gegen die Balanciertraversen 1 1 , 12 drücken und mit diesen die Lagergehäuse 13 bzw. 14 sowie die in ihnen gelagerten Stauchwalzen 9, 10 und die Stauchwalzen 9, 10 gegen den zu walzenden Metallstrang anstellen . Zur Einstellung einer genauen Lage der Stauchwalzen 9, 10 und zur Vermeidung von Losen sind zwischen den Anstell- antrieben zusätzlich Balancierzylinder 21 , 22 angeordnet, die mit ihren Kolbenstangen 23, 24 an den Balanciertraversen 1 1 , 12 angreifen und Positionierun- genauigkeiten der AnStelleinrichtungen 17 bis 20 ausgleichen. Die Stauchwalzen 9, 10 sind jeweils mit Walzenzapfen 25, 26 und Walzentreffern 27, 28 ausgestattet, über die sie mit Gelenkwellen 29, 30 zusammenwirken, die beispielsweise über Passfedern mit den Walzentreffern 27, 28 verbunden sind und ihr Antriebsmoment auf die Stauchwalzen 9, 10 übertragen. Die Gelenkwellen 29, 30 sind jeweils mit Längenausgleichsmitteln ausgestattet, e- benso sind sie über die Gelenke winkelverstellbar, so dass sie den Positionen folgen können, die die Stauchwalzen 9, 10 entsprechend der Breite des zu stauchenden Metallstrangs einnehmen. Zusätzlich können an den Gelenkwellen 29, 30 Vorrichtungen vorhanden sein, die den Längenausgleich bei Bedarf sperren. Für Montagezwecke kann ein Ring an den Gelenkwellen 29, 30 ange- bracht sein. Die Gelenkwellen 29, 30 werden durch zweistufige Getriebe 31 , 32 angetrieben. Diese werden ihrerseits über starre oder über Gelenkwellen 33, 34 angetrieben. Antriebsmotoren 35, 36 treiben auf die Wellen 33, 34, wobei zwischen den An- triebsmotoren 35, 36 und den Wellen 33, 34 (nicht dargestellte) Übersetzungs- getriebe zwischengeschaltet sein können.

Die Getriebe 31 , 32 umfassen, wie anhand des Getriebes 32 näher dargestellt ist, jeweils ein antriebsseitiges Kegelrad 56, ein abtriebsseitiges Kegelrad 57, ein antriebsseitiges Stirnrad 58, ein abtriebsseitiges Stirnrad 59, einen Gelenk- wellenflansch 60, eine Abtriebswelle 61 , eine Zwischenwelle 62 und eine Antriebswelle 63. Das Kegelrad 57 ist oberhalb des Stirnrads 58 auf der Zwischenwelle 62 angeordnet. Treffer 64, 65 stellen die Antriebsverbindung zwischen den Enden der Abtriebswellen 29, 30 mit den Gelenkwellen 29, 30 her. Die Treffer 64, 65 sind mit den Gelenkwellenflanschen 60 jeweils über ein Ver- bindungsmittel, insbesondere eine Hirthverzahnung oder eine Passfeder, verbunden. Anstelle des Einsatzes von zwei Antriebsmotoren 35, 36 kann auch ein einziger Antriebsmotor vorgesehen werden, wenn dessen Antriebsmoment über eine entsprechende Kombination von Übersetzungs- und/oder Kammwalzgetrieben sowie Synchronwellen auf die beiden Gelenkwellen 29, 30 übertragen wird. Die Treffer 64, 65 lassen sich auf die Enden der jeweiligen Abtriebswelle 61 aufschrumpfen, um die Flanschverbindung zu den Gelenkwellenflanschen 60 herzustellen.

Anstelle des Einsatzes zweier Antriebsmotoren 35, 36 lässt sich der Antrieb beider Gelenkwellen 29, 30 auch durch einen einzigen Antriebsmotor realisieren, wenn entsprechende Übersetzungsgetriebe, insbesondere Kammwalzengetriebe, und eine Synchronwelle vorgesehen werden.

Der Walzenzapfen 25 (Fig. 2) der Stauchwalze 9 ist über eine Verschleißplatte 37 in dem Walzentreffer 27 gelagert. Die Verschleißplatte 37 ist über Schrau- ben mit dem Walzentreffer 27 verbunden und lässt sich bei Abnutzung austauschen. Zusätzlich wird der Walzenzapfen 25 über einen Zentrierring 38 in dem Walzentreffer 27 gesichert.

Zusammen mit dem Walzenzapfen 25 ist der Walzentreffer 27 über Rollenlager 39 und Schrägrollenlager 40 drehbar in einem Einbaustück 41 gelagert. Der Walzentreffer 27 ist nach unten über einen Laufbahnring 42 gegenüber dem Einbaustück 41 abgedichtet. Führungsleisten 43, 44 ermöglichen die Verschiebung des Einbaustücks 41 innerhalb der nebeneinanderliegenden Holme 6, 6a; dabei sind die Führungsleisten 43 an den Holmen 6, 6a befestigt, während die Führungsleiste 44 auf der Außenseite umlaufend an dem Einbaustück 41 angebracht ist. Hierbei umfasst die Fahrbahn 16 auf ihrer Oberseite einen Führungskasten 45, in dem sich zwischen Leisten 46, 47 eine Schwinge 48 auf Gleitkufen 49, 49a bewegen lässt. Die Schwinge 48 umfasst einen Grundkörper 50 und eine Achse 51 , über die die Schwinge 48 fest mit dem Einbaustück 41 ver- bunden ist.

Zum Schutz gegen das Eindringen von Verschmutzungen sind auf der Oberseite des Walzentreffers 27 am Übergang zu dem Einbaustück 41 ein Dichtring 52 und ein weiterer Laufbahnring 53 sowie ein Schutzkragen 54 vorhanden. Ein weiterer Schutzkragen 55 ist am Walzenzapfen 25 vorgesehen. Auch auf der Unterseite des Walzentreffers 27 ist ein Dichtring 52a vorgesehen.

Bezugszeichenliste

1 Rahmen

2 Querhaupt

3 Querhaupt

4 Holm

5 Holm

6 Holm

7 Lagergehäuse

8 Lagergehäuse

9 Stauch walze

10 Stauch walze

1 1 Balanciertraverse

12 Balanciertraverse

13 Lagergehäuse

14 Lagergehäuse

15 Fahrbahn

16 Fahrbahn

17 AnStelleinrichtung

18 AnStelleinrichtung

19 AnStelleinrichtung

20 AnStelleinrichtung

21 Balancierzylinder

22 Balancierzylinder

23 Kolbenstange

24 Kolbenstange

25 Walzenzapfen

26 Walzenzapfen

27 Walzentreffer

28 Walzentreffer W

12

29 Gelenkwelle

30 Gelenkwelle

31 Getriebe

32 Getriebe

33 Welle

34 Welle

35 Antriebsmotor

36 Antriebsmotor

37 Verschleißplatte

38 Zentrierring

39 Rollenlager

40 Schrägrollenlager

41 Einbaustück

42 Laufbahnring

43 Führungsleiste

44 Führungsleiste

45 Führungskasten

46 Leiste

47 Leiste

48 Schwinge

49 Gleitkufe

49a Gleitkufe

50 Grundkörper

51 Achse

52 Dichtring

52a Dichtring

53 Laufbahnring

54 Schutzkragen

55 Schutzkragen

56 antriebsseitiges Kegelrad

57 abtriebsseitiges Kegelrad 58 antriebsseitiges Stirnrad

59 abtriebsseitiges Stirnrad

60 Gelenkwellenflansch

61 Antriebswelle

62 Zwischenwelle

63 Antriebswelle

64 Treffer der Gelenkwelle 29

65 Treffer der Gelenkwelle 30