WANNER, Manfred (Schulstrasse 1, Prittriching, 86931, DE)
SCHIEFERDECKER, Markus (Schlesierring 3, Mering, 86415, DE)
LINNE, Johannes (Kunigundenstrasse 1, Todtenweis, 86447, DE)
WANNER, Manfred (Schulstrasse 1, Prittriching, 86931, DE)
SCHIEFERDECKER, Markus (Schlesierring 3, Mering, 86415, DE)
Patentansprüche
1. Computer, aufweisend
- eine Spannungsversorgung mit einem Netzteil (NT) zur Ver- sorgung bestimmungsgemäßer Komponenten des Computers im
Hauptbetrieb und einem Hilfsnetzteil (HNT) zur Versorgung ausgewählter Komponenten im Sparbetrieb,
- einen Prozessor (CPU) ,
- einen erweiterbaren Arbeitsspeicher (RAM) , - eine Festplatte (HDD), wobei der Computer dazu eingerichtet ist, zwischen einem Hauptbetrieb und einem Sparbetrieb zu wechseln und der Sparbetrieb wenigstens einen ersten und einen zweiten Sparbe- triebszustand " umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer derart eingerichtet ist, dass bei einem Wechsel in den Sparbetrieb der erste ξparbetriebszustand lediglich zulässig ist, falls der Stromverbrauch des Arbeitsspeichers (RAM) und die Leistung des Hilfsnetzteils (HNT) vorbestimmten Kriterien genügen.
2. Computer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Sparbetriebszustand Daten aus dem Hauptbetrieb im Arbeitsspeicher (RAM) verfügbar bleiben und im zweiten Sparbetriebszustand Daten aus dem Hauptbetrieb auf die Festplatte (HDD) abgelegt werden.
3. Computer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer eine Steuersoftware, insbesondere ein BIOS (2), zur Abfrage des Strom- Verbrauchs im Arbeitsspeicher (RAM) sowie zur Abfrage der Leistung des Hilfsnetzteils (HNT) aufweist, welche den vom Stromverbrauch und der Leistung abhängigen Wechsel in den ersten oder zweiten Sparbetriebszustand steuert.
4. Computer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer einen Management Controller-Baustein aufweist, über den die Steuersoftware angesprochen werden kann.
5. Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromverbrauch eines Speichermoduls (8) im Serial-Presence-Detect-Datenbereich (SPD) des Speichermoduls (8) hinterlegt ist.
6. Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromverbrauch handelsüblicher Speichermodule (8) tabellarisch in der Steuersoftware abgelegt ist.
7. Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Messbaustein (6a) auf dem Mainboard (1) des Computers vorhanden ist, welcher den Stromverbrauch im Arbeitsspeicher (RAM) misst.
8. Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spannungsregler, der die Versorgungsspannung des Arbeitsspeichers (RAM) bereitstellt, den Stromverbrauch im Arbeitsspeicher (RAM) misst.
9. Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Messbaustein (6b) auf dem Mainboard (1) vorhanden ist, welcher die Leistung des Hilfs- netzteils (HNT) misst.
10. Verfahren zur Steuerung von Betriebszuständen in einem Computer, wobei der Computer zwischen einem Hauptbetrieb und wenigstens einem ersten oder zweiten Sparbetriebszustand wechseln kann, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Wechsel in den Sparbetrieb der erste Sparbetriebszustand lediglich zugelassen wird, falls der Stromverbrauch eines Arbeitsspeichers (RAM) und die Leistung eines Hilfsnetzteils (HNT) im Computer vorbestimmten Kriterien genügen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuersoftware den Stromverbrauch im Arbeitsspeicher (RAM) sowie die Leistung des Hilfsnetzteils (HNT) abfragt und den Wechsel in den ersten oder zweiten Sparbetriebszustand steuert.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuersoftware den Stromverbrauch im Arbeitsspeicher (RAM) mit einem vorgegebenen Grenzwert vergleicht.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Grenzwert manuell oder durch das Hilfsnetzteil vorgegeben werden kann.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfrage des Stromverbrauchs im Arbeitsspeicher (RAM) und der Leistung des Hilfsnetzteils (HNT) beim erstmaligen Hochfahren des Computers und nach jeder änderung der Konfiguration des Arbeitsspeichers (RAM) erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuersoftware ein BIOS (2) des Computers ist. |
Computer mit einem Sparbetriebsmanagement und Verfahren zur Steuerung von Betriebszuständen in einem Computer
Die Erfindung betrifft einen Computer, aufweisend eine Span- nungsversorgung mit einem Netzteil zur Versorgung bestimmungsgemäßer Komponenten des Computers im Hauptbetrieb und einem Hilfsnetzteil zur Versorgung ausgewählter Komponenten im Sparbetrieb, einen Prozessor, einen erweiterbaren Arbeitsspeicher und eine Festplatte, wobei der Computer dazu einge- richtet ist, zwischen einem Hauptbetrieb und einem Sparbetrieb zu wechseln und der Sparbetrieb wenigstens einen ersten und einen zweiten Sparbetriebszustand umfasst.
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung von Betriebszuständen in einem Computer, wobei der Computer zwischen einem Hauptbetrieb und wenigstens einem ersten oder zweiten Sparbetriebszustand wechseln kann.
In Computern, z.B. in Servern, Notebooks und Desktop-PCs, wird ein Powermanagement gemäß dem Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) eingesetzt, das einen Wechsel zwischen mehreren Betriebszuständen des Computers zum Zwecke des Ener- giesparens möglich macht. Das heißt, dass der Computer vom Hauptbetrieb in einen Sparbetrieb wechseln kann, falls er keine Anfrage abzuarbeiten hat.
Beispielsweise kann der Computer vom Hauptbetrieb in einen ersten Sparbetriebszustand (Safe-to-RAM S3) wechseln, in dem sämtliche Betriebsdaten aus dem Hauptbetrieb in den Arbeits- Speicher des Systems geschrieben und anschließend einige Komponenten wie CPU und Festplatte abgeschaltet werden. Sobald der Computer bei einer eingehenden Anfrage wieder in den Hauptbetrieb wechselt, werden alle inaktiven Komponenten re-
aktiviert und die gesicherten Betriebsdaten können aus dem Arbeitsspeicher in den Prozessor zurückgeladen werden. Zur Vermeidung hoher Verlustleistungen in der Spannungsversorgung, wird der Arbeitsspeicher im Zustand S3 von einem Hilfs- netzteil versorgt, das geringerer dimensioniert ist als das Netzteil zur Primärversorgung.
In einem zweiten Sparbetriebszustand (Safe-to-Disk S4) werden die Betriebsdaten sämtlich auf die Festplatte geschrieben und anschließend alle Komponenten des Computers abgeschaltet. In diesem Zustand S4 wird der Inhalt des Arbeitsspeichers gelöscht, da dieser stromlos ist. Infolge dessen benötigt eine Reaktivierung des Systems aus dem S4 deutlich mehr Zeit, da sämtliche Betriebsdaten von der Festplatte gelesen und in den Arbeitsspeicher geschrieben werden müssen. Erst dann können sie vom Prozessor geladen werden.
Je nach Leistungsbedarf und Anforderungen an die schnelle Verfügbarkeit eines Computers, kann dieser zu Energiesparzwe- cken, beispielsweise nach einer bestimmten Zeitspanne ohne
Anfrage, in den S3 oder S4 wechseln. Ein zeitlich gestaffelter Wechsel vom S3 in den S4 ist ebenfalls denkbar.
Der Zustand S3 in einem Computer kann das Hilfsnetzteil je nach Anforderung an die Versorgung von Arbeitsspeicher und Peripheriekomponenten unterschiedlich stark auslasten. Bei einem erweiterten, sehr großen Arbeitsspeicher in einem Serversystem können Ströme bis 10 A erforderlich sein. Allerdings ist der pro Speichermodul des Arbeitsspeichers benötig- te Strom einer herstellerabhängigen Streuung zwischen 1 und 20 mA unterworfen. Das bedeutet, dass eine Dimensionierung des Hilfsnetzteils anhand des maximal benötigten Stromes im S3 eine überdimensionierung und damit hohe Leistungsverluste
zur Folge haben kann, falls größtenteils Speichermodule verbaut sind, die deutlich weniger als 20 mA benötigen.
Andererseits kann ein moderat dimensioniertes Hilfsnetzteil bei einem erweiterten Arbeitsspeicher und mehreren aufgerüsteten Komponenten, beispielsweise Netzwerkkarten mit Wake-On- LAN Funktion, an die Grenzen seiner Dimensionierung oder darüber geraten. Der Zustand S3 funktioniert dann nicht mehr stabil, sodass die Gefahr besteht, die im Arbeitsspeicher ge- sicherten Daten zu verlieren. Daher werden Hilfsnetzteile zum sicheren Betrieb im S3 gerade bei Serversystemen stark überdimensioniert .
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Compu- ter sowie ein Verfahren zu beschreiben, welche eine verbesserte Steuerung sowie eine effizientere und sichere Auslegung der Sparbetriebszustände in einem Computer ermöglichen.
Die Aufgabe wird in einem ersten Aspekt mittels eines Compu- ters der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Computer derart eingerichtet ist, dass bei einem Wechsel in den Sparbetrieb der erste Sparbetriebszustand lediglich zulässig ist, falls der Stromverbrauch des Arbeitsspeichers und die Leistung des Hilfsnetzteils vorbestimmten Kriterien genügen.
Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass der Stromverbrauch des Arbeitsspeichers im ersten Sparbetrieb, beispielsweise im S3, ermittelt wird und der Zustand S3 lediglich zugelassen wird, falls der Stromverbrauch einen vorgege- benen Grenzwert nicht überschreitet. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn nur Speichermodule mit einem geringen Stromverbrauch im Arbeitsspeicher verbaut sind. Das Hilfsnetzteil kann somit deutlich geringer dimensioniert werden als in her-
kömmlichen Systemen, sodass auch die Leistungsverluste gering gehalten werden können. Ein sicherer und zuverlässiger Betrieb des Computers im ersten Sparbetriebszustand S3 ist dennoch gewährleistet.
Vorzugsweise weist der Computer eine Steuersoftware, insbesondere ein BIOS, zur Abfrage des Stromverbrauchs im Arbeitsspeicher sowie zur Abfrage der Leistung des Hilfsnetzteils auf, welche den vom Stromverbrauch und der Leistung abhängi- gen Wechsel in den ersten oder zweiten Sparbetriebszustand steuert. Falls also der Arbeitsspeicher und sonstige Komponenten im ersten Sparbetriebszustand einen Stromverbrauch aufweisen, der die vom Hilfsnetzteil bereitgestellte Leistung überschreitet, veranlasst die Steuersoftware lediglich den Wechsel in den zweiten Sparbetriebszustand.
Bevorzugt weist der Computer einen Management Controller- Baustein auf, über den die Steuersoftware angesprochen werden kann. Das bedeutet, dass der Computer beispielsweise auch von einem anderen Computer aus über Netzwerk konfiguriert und die Steuersoftware bedient werden kann.
Vorzugsweise ist in einer Ausführung des Computers der Stromverbrauch eines Speichermoduls im Serial-Presence-Detect- Datenbereich (SPD) des Speichermoduls hinterlegt. Das bedeutet, dass ein Speichermodul bei der Herstellung mit seinem Stromverbrauchswert beschrieben wird, wobei diese Information bei der Montage und Inbetriebnahme des Speichermoduls in einem Computer von der Steuersoftware abgefragt werden kann.
In einer weiteren Ausführungsform des Computers ist der Stromverbrauch mehrerer Speichermodule tabellarisch in der Steuersoftware abgelegt. Diese beinhaltet eine Tabelle mit
der Zuordnung eines jeweiligen Speichermoduls gemäß Hersteller oder Typ zu seinem Stromverbrauch. Werden Speichermodule verbaut, ohne dass ihr Stromverbrauch in den SPD-Datenbereich geschrieben wurde, so kann die Steuersoftware diese identifi- zieren und den Stromverbrauch der Speichermodule anhand der abgelegten Tabelle abfragen.
In einer weiteren Ausführungsform wird der Stromverbrauch im Arbeitsspeicher von einem Messbaustein auf dem Mainboard des Computers gemessen. Vorzugsweise wird dabei auch die Leistung des Hilfsnetzteils von einem Messbaustein auf dem Mainboard gemessen. Die Messbausteine ermöglichen eine physikalische und damit genaue Ermittlung des Stromverbrauchs im Arbeitsspeicher und der Leistung des Hilfsnetzteils .
In einem zweiten Aspekt wird die Aufgabe mittels eines Verfahrens der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass bei einem Wechsel in den Sparbetrieb der erste Sparbetriebszu- stand lediglich zugelassen wird, falls der Stromverbrauch ei- nes Arbeitsspeichers und die Leistung eines Hilfsnetzteils im Computer vorbestimmten Kriterien genügen. Auch durch dieses Verfahren ergeben sich die vorgenannten Vorteile.
Bevorzugt fragt eine Steuersoftware den Stromverbrauch im Ar- beitsspeicher sowie die Leistung des Hilfsnetzteils ab und steuert den Wechsel in den ersten oder zweiten Sparbetriebs- zustand. Vorzugsweise vergleicht die Steuersoftware dabei den Stromverbrauch im Arbeitsspeicher mit einem vorgegebenen Grenzwert. Dieser Grenzwert kann manuell vorgegeben werden. Legt ein Betreiber des Computers zum Beispiel Wert auf eine hohe Energieeinsparung bei gleichzeitiger dynamischer Speicherverwaltung, wobei Speichermodule je nach Anforderung freigegeben oder hinzugeschaltet werden, so kann er den
Grenzwert derart parametrieren, dass der Computer beispielsweise in den zweiten Sparbetriebszustand wechselt, falls der benötigte Strom des Arbeitsspeichers aufgrund einer hohen Anzahl an Speichermodulen den Grenzwert überschreitet. Bei ei- ner geringeren Anzahl wechselt der Computer jedoch in den ersten Sparbetriebszustand, ohne übermäßig Leistung aus dem Hilfsnetzteil zu verbrauchen.
Der Grenzwert kann jedoch auch durch das Hilfsnetzteil selbst festgelegt sein. Durch eine niedrige Dimensionierung des Hilfsnetzteils kann ein niedriger Grenzwert des Stromverbrauchs festgelegt werden, so dass der Computer in den zweiten Sparbetriebszustand wechselt, falls der Arbeitsspeicher beispielsweise durch Speichermodule mit einem höheren Stromverbrauch ersetzt wird. Dies ermöglicht eine deutlich energiesparendere Dimensionierung des Hilfsnetzteils bei stabilem Betrieb des Computers in möglichen Sparbetriebszustän- den .
Weitere vorteilhafte Ausführungen sind in den Unteransprüchen sowie in der Figurenbeschreibung offenbart.
Die Erfindung wird anhand mehrerer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 ein schematisiertes Blockschaltbild mehrerer Komponenten eines Computers,
Figur 2 ein schematisiertes Blockschaltbild mehrerer Komponenten eines Computers bei Zugriff auf den SPD- Datenbereich,
Figur 3 ein schematisiertes Blockschaltbild mehrerer Komponenten eines Computers bei Zugriff auf eine Tabelle,
Figur 4 ein schematisiertes Blockschaltbild mehrerer Komponenten eines Computers in einer weiteren Ausführung und
Figur 5 ein schematisiertes Blockschaltbild der weiteren Ausführung bei Messung und Steuerung.
Figur 1 zeigt ein schematisiertes Blockschaltbild einer Anordnung bestimmungsgemäßer Komponenten in einem Computer. Auf einem Mainboard 1 ist eine zentrale Prozessoreinheit CPU, ein Arbeitsspeicher RAM sowie eine Schnittstelle PCI für Peripheriekomponenten montiert. Ferner zeigt Figur 1 eine Festplatte HDD sowie eine Schnittstelle USB/LAN zum seriellen Anschluss externer Geräte oder zum Netzwerkanschluss des Computers. Auf der Festplatte HDD ist ein BIOS 2 zur Steuerung der grundlegenden Funktionen und Konfigurationen des Computers gespeichert. Ein Netzteil NT dient der Stromversorgung aller Komponenten des Computers im Hauptbetrieb, wobei die Komponenten über eine Stromversorgungsleitung 3 mit dem Netzteil NT ver- bunden sind. Ferner dient ein Hilfsnetzteil HNT zur Spannungsversorgung des Arbeitsspeichers RAM sowie der Schnittstelle USB/LAN im ersten Sparbetriebszustand. Der Arbeitsspeicher RAM und die Schnittstelle USB/LAN sind über eine Hilfsspannungsleitung 4 mit dem Hilfsnetzteil HNT verbunden, welche strichliert gezeichnet ist. Das Netzteil NT und das
Hilfsnetzteil HNT sind in der Regel in einem Gehäuse angeordnet und nutzen auch die identischen Ausgänge aus dem Gehäuse. Ein entsprechendes Gehäuse ist strichliert angedeutet. Die
Steuerung und der Datenaustausch zwischen allen bestimmungsgemäßen Komponenten des Computers erfolgt über einen Steuer- und Daten-Bus 5. Auf diese Weise kann ein Computer gemäß Figur 1 im Hauptbetrieb Daten und Informationen verarbeiten und auf einer Festplatte HDD speichern, wobei er über eine
Schnittstelle USB/LAN Zugang zu einem Netzwerk hat. Zu Energiesparzwecken kann der Computer einen ersten oder zweiten Sparbetriebszustand einnehmen, wobei im ersten Sparbetriebs- zustand der Arbeitsspeicher RAM zum Erhalt von Betriebsdaten und die Schnittstelle USB/LAN zum Empfang von Anfragen mittels eines Hilfsnetzteils HNT mit Spannung versorgt werden. Alle übrigen Komponenten nehmen keine Leistung vom Netzteil NT auf und sind abgeschaltet. Im zweiten Sparbetriebszustand nimmt auch der Arbeitsspeicher RAM sowie die Schnittstelle USB/LAN keine Leistung aus dem Hilfsnetzteil HNT mehr auf.
Figur 2 zeigt ein schematisiertes Blockschaltbild bestimmungsgemäßer Komponenten eines Computers gemäß Figur 1, wobei sich der Arbeitsspeicher RAM aus mehreren Speichermodulen 8 zusammensetzt. Figur 2 beschreibt die Abfrage des Stromverbrauchs eines jeden Speichermoduls 8 über das BIOS 2 auf der Festplatte HDD. Dabei übermittelt jedes Speichermodul 8 seinen Stromverbrauchswert an den Steuer- und Daten-Bus 5, wobei der jeweilige Stromverbrauchswert im Serial-Presence- Detect-Datenbereich SPD eines Speichermoduls 8 gespeichert ist. Die übermittlung der Daten an den Steuer-Bus 5 ist durch einen Blockpfeil am Arbeitsspeicher RAM gekennzeichnet.
Schließlich empfängt das BIOS 2 die Stromverbrauchswerte der einzelnen Speichermodule 8 und kann diese speichern. Dieser Vorgang ist durch einen weiteren Blockpfeil am BIOS 2 dargestellt. überschreitet der Gesamtstromverbrauch des Arbeitsspeichers RAM einen vorher im BIOS 2 definierten Grenzwert,
so veranlasst das BIOS 2 lediglich den Wechsel in den zweiten Sparbetriebszustand. Ist der Stromverbrauch des Arbeitsspeichers RAM jedoch geringer als ein vorher im BIOS 2 festgelegter Grenzwert, so lässt das BIOS 2 einen ersten Sparbetriebs- zustand zu, wobei Betriebsdaten aus dem Hauptbetrieb zur schnellen Reaktivierung des Hauptbetriebes in den Speichermodulen 8 des Arbeitsspeichers RAM gespeichert werden. Zur Aufrechterhaltung dieser Informationen wird der Arbeitsspeicher RAM über das Hilfsnetzteil HNT und die Leitung 4 mit Spannung versorgt. Wird beispielsweise über den Netzwerkanschluss
USB/LAN eine Anfrage an den Computer geschickt, so werden alle bestimmungsgemäßen Komponenten des Computers reaktiviert und die Betriebsdaten aus dem Arbeitsspeicher RAM umgehend in den Prozessor CPU zurückgeladen. Die Steuerung und der Daten- austausch werden über den Steuer- und Daten-Bus 5 bewerkstelligt.
Die überwachung des Stromverbrauchs im Arbeitsspeicher RAM erlaubt eine niedrigere Dimensionierung des Hilfsnetzteils HNT als bei herkömmlichen Systemen. Wenn der Arbeitsspeicher RAM in seiner Konfiguration verändert wird, so registriert das BIOS 2 dies und entscheidet, ob der erste Sparbetriebszustand noch stabil möglich ist oder nicht.
Figur 3 zeigt ein schematisiertes Blockschaltbild bestimmungsgemäßer Komponenten einer weiteren Ausführung eines Computers gemäß Figur 1 und 2. Hierbei sind Stromverbrauchswerte einzelner Speichermodule 8 gemäß Figur 2 jedoch in Form einer Tabelle zur Zuordnung eines jeweiligen Speichermoduls 8 gemäß Hersteller und/oder Typ zu seinem Stromverbrauchswert im BIOS 2 abgelegt. Falls Speichermodule 8 als Arbeitsspeicher RAM im Computer verbaut werden oder ein bereits bestehender Arbeitsspeicher RAM um weitere Speichermodule 8 ergänzt wird, so
werden die Speichermodule 8 gemäß ihrem Hersteller und/oder Typ über den Steuer- und Daten-Bus 5 durch das BIOS 2 identifiziert und ihrem jeweiligen Stromverbrauchswert zugeordnet. Dieser Vorgang ist durch einen zum BIOS 2 hin weisenden Blockpfeil symbolisiert. Aus dieser Zuordnung ermittelt das BIOS 2 einen Gesamtstromverbrauch des Arbeitsspeichers RAM und vergleicht diesen mit einem vorher festgelegten Grenzwert. Eine Entscheidung über den Wechsel in einen ersten oder zweiten Sparbetriebszustand erfolgt gemäß der Beschreibung von Figur 2 und ist durch einen vom BIOS 2 fort weisenden Blockpfeil gekennzeichnet.
Figur 4 zeigt schließlich ein schematisiertes Blockschaltbild einer Anordnung bestimmungsgemäßer Komponenten in einem Com- puter in einer weiteren Ausführung. Die bereits aus den Figuren 1 bis 3 bekannten Komponenten sind in dieser Darstellung um zwei Messbausteine 6a und 6b ergänzt, die mit der Versorgungsleitung 3 sowie über zwei getrennte Messleitungen 7a und 7b mit dem Arbeitsspeicher RAM und dem Hilfsnetzteil HNT und weiterhin mit dem Steuer- und Daten-Bus 5 verbunden sind. Der Messbaustein 6a misst über die Messleitung 7a den Stromverbrauch im Arbeitsspeicher RAM, der Messbaustein 6b ermittelt über die Messleitung 7b die vom Hilfsnetzteil HNT zur Verfügung gestellte Leistung. Die Messwerte können über den Steuer- und Daten-Bus an das BIOS 2 übermittelt werden.
Figur 5 zeigt ein schematisiertes Blockschaltbild bestimmungsgemäßer Komponenten eines Computers gemäß Figur 4. Figur 5 beschreibt die Abfrage des Stromverbrauchs im Arbeitsspei- eher RAM und der Leistung des Hilfsnetzteils HNT über das BIOS 2 auf der Festplatte HDD. Dabei übermitteln die Messbausteine 6a und 6b die Stromverbrauchs- und Leistungswerte an den Steuer- und Daten-Bus 5. Die übermittlung der Daten an
den Bus 5 ist durch einen von den Messbausteinen 6a und 6b fort laufenden Blockpfeil gekennzeichnet. Schließlich empfängt das BIOS 2 die Stromverbrauchs- und Leistungswerte und kann diese speichern. Dieser Vorgang ist durch einen weiteren zum BIOS 2 der Festplatte HDD hinführenden Blockpfeil dargestellt. überschreitet der Gesamtstromverbrauch aller durch das Hilfsnetzteil HNT versorgten Komponenten einen durch das Hilfsnetzteil HNT festgelegten Leistungsgrenzwert, so veran- lasst das BIOS 2 lediglich den Wechsel in den zweiten Sparbe- triebszustand. Ist der Gesamtstromverbrauch jedoch geringer als die maximal vom Hilfsnetzteil HNT zur Verfügung gestellte Leistung, so lässt das BIOS 2 einen ersten Sparbetriebszu- stand zu, wobei Betriebsdaten aus dem Hauptbetrieb zur schnellen Reaktivierung des Hauptbetriebes im Arbeitsspeicher RAM gespeichert werden.
Die Messung des Stromverbrauchs sowie der Leistung des Hilfs- netzteils erlaubt eine Konfigurierung des Computers bei Gewährleisten des sicheren Betriebs in entsprechenden Sparbe- triebszuständen . Wird beispielsweise der Arbeitsspeicher stark erweitert oder ein anderes Hilfsnetzteil HNT zur Versorgung im Sparbetrieb des Computers eingesetzt, so stellt eine mögliche Unterdimensionierung des neuen Hilfsnetzteils HNT oder eine stark erhöhte Leistungsaufnahme des erweiterten Arbeitsspeichers RAM keine Gefahr dar. Das BIOS 2 erfasst die Leistungsparameter und entscheidet, ob der erste Sparbe- triebszustand sicher eingenommen werden kann. Andernfalls wird nur der zweite Sparbetriebszustand zugelassen.
In weiteren nicht dargestellten Ausführungsformen kann ein
Computer beispielsweise mehrere Festplatten HDD sowie mehrere Prozessoren CPU aufweisen, wobei eine Festplatte als Master deklariert ist, auf der ein BIOS 2 gespeichert ist. Weiterhin
können neben dem Arbeitsspeicher RAM auch an der Schnittstelle PCI angeschlossene Peripheriegeräte in ihrem Stromverbrauch erfasst und in eine dargestellte Sparbetriebssteue- rung einbezogen werden.
Die Systemarchitektur ist hier lediglich beispielhaft gewählt. So kann neben einem BIOS 2 jegliche Steuersoftware herangezogen werden. Die Steuersoftware kann auf einer Festplatte HDD oder jeglichem anderen, nichtflüchtigen Speicher, zum Beispiel auf einem EEPROM-Baustein, gespeichert sein.
Bezugs zeichenliste
NT Netzteil
HNT Hilfsnetzteil
RAM Arbeitsspeicher
HDD Festplatte
USB/LAN serieller Anschluss /NetzwerkanSchluss
CPU Prozessor
PCI Schnittstelle für Peripheriegeräte
SPD Serial-Presence-Detect-Datenbereich
1 Mainboard
2 BIOS
3 Stromversorgungsleitung
4 Hilfsspannungsleitung
5 Steuer- und Daten-Bus
6a, 6b Messbaustein
7a, 7b Messleitung
8 Speichermodul
Next Patent: PLASTIC HOUSING HAVING INTEGRATED PLUG INTERFACE
