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Title:
CONDUCTIVE NONWOVEN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/031841
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a conductive nonwoven, which is carbonized and/or graphitized and has a flexural strength of < 8 Taber, a density of between 0.1 g/cm?3¿ and 0.5 g/cm?3¿, a thickness of between 80 $g(m)m and 500 $g(m)m and an electric conductivity of between 10 and 300 S/cm in the nonwoven web and between 30 and 220 S/cm?2¿ perpendicular to the nonwoven web.

Inventors:
Jörder, Kurt (Odenwaldstrasse 14 Weinheim, 69469, DE)
Schäfer, Werner (Carl-Diem-Strasse 11 Birkenau, 69488, DE)
Rettig, Hans (Giessener Strasse 15 Heppenheim, 64646, DE)
Salama, Karim (Waidallee 19 Weinheim, 69469, DE)
Bock, Achim (Frankengasse 1-2 Weinheim, 69469, DE)
Wagener, Silke (Am Schlossberg 16 Weinheim, 69469, DE)
Helmbold, Axel (Lützelsachsener Strasse 46 Weinheim, 69469, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/011194
Publication Date:
April 18, 2002
Filing Date:
September 27, 2001
Export Citation:
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Assignee:
CARL FREUDENBERG KG (Höhnerweg 2-4 Weinheim, 69469, DE)
Jörder, Kurt (Odenwaldstrasse 14 Weinheim, 69469, DE)
Schäfer, Werner (Carl-Diem-Strasse 11 Birkenau, 69488, DE)
Rettig, Hans (Giessener Strasse 15 Heppenheim, 64646, DE)
Salama, Karim (Waidallee 19 Weinheim, 69469, DE)
Bock, Achim (Frankengasse 1-2 Weinheim, 69469, DE)
Wagener, Silke (Am Schlossberg 16 Weinheim, 69469, DE)
Helmbold, Axel (Lützelsachsener Strasse 46 Weinheim, 69469, DE)
International Classes:
C01B31/04; D04H1/42; D04H1/4242; D04H1/49; D04H1/54; D04H1/74; D06M15/244; H01B1/04; H01B1/24; H01B5/12; H01B13/00; H01G9/00; H01G9/058; H01G9/155; H01M4/88; H01M4/96; H01M8/10; (IPC1-7): H01B1/20
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Claims:
Patentansprüche
1. Leitfähiger Vliesstoff, dadurch gekennzeichnet, dass er carbonisiert und graphitiert ist und eine Biegesteifigkeit < 8 Taber, Dichte von 0,1 g/cm3 bis 0,5 g/cm3, eine Dicke von 80 pm bis 500 um und einer elektrischen Leitfähigkeit von 10 bis 300 S/cm in der Vliesstoffbahn und 30 bis 220 S/cm2 senkrecht zur Vliesstoffbahn besitzt.
2. Leitfahiger Vliesstoff nach Anspruch 1 erhalten aus präoxidierten Fasern fur Carbonfasern, die gegebenenfalls mit bis zu 30 Gew. % einer als Bindefaser dienenden Precursersowie bis zu 30 Gew. % einer wasserlöslichen Faser mit Fasertitern von 0,5 bis 6,7 dtex gemischt sind, Ablage zu einem Faserflor mit einem Flächengewicht von 30 bis 300 g/m2, Verfestigung des Faserflors durch HochdruckFluidstrahlen bei Drücken von 100 bis 300 bar, Verdichtung des verfestigten Faserviieses durch Kalandrierung um 50 bis 90 % seiner Ausgangsdicke sowie Carbonisierung und/oder Graphitierung unter einer Schutzgasatmosphäre bei 800°C bis 2500°C.
3. Leitfahiger Vliesstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass 80 bis 90 Gew. % einer Mischung von Precurserund praoxidierten Faser im Gewichtsverhältnis von 0: 1 bis 1: 3 und 10 bis 20 Gew. % einer wasserlöslichen Faser mit Fasertitern von 0,8 bis 3,3 dtex eingesetzt werden.
4. Leiffähiger Vliesstoff einem der Anspruche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei unterschiedlich wasserlösliche Faser verwendet werden, von denen eine bei Temperaturen von 10 bis 40°C wasserlöslich und die andere bei Temperaturen von 80 bis 120°C wasserlöslich ist.
5. Leitfahiger Vliesstoff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der wasserlöslichen Fasern zueinander 3: 1 bis 1: 3 beträgt.
6. Leiffähiger Vliesstoff nach einem der Anspruche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren Faserschichten mit unterschiedlichen Porengrößen aufgebaut ist, wobei die Fasern der einzelnen Schichten unterschiedliche Titer besitzen.
7. Leiffähiger Vliesstoff nach einem der Anspruche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei durch HochdruckFluidstrahlen verfestigte Faserviiesschichten durch Kalandrierung verbunden sind.
8. Leitfahiger Vliesstoff nach einem der Anspruche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Precurserfasern teilvernetzte Phenolharzfasern, Polyesterund/oder Polypropylenfasern als präoxidierte Fasern Homo, Cound/oder Terpolymere von PAN (Polyacrylnitril)Fasern, Cellulosefaser und/oder Phenolharzfasern und als wasserlösliche Fasern PVA (Polyvinylalkohol)Fasern eingesetzt werden.
9. Leitfähiger Vliesstoff nach einem der Anspruche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Aufbringen eines Hydrophobierungsmittel wie PTFE (Polytetrafluorethylen) hydrophobiert ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines leiffähigen Vliesstoffes nach einem der Anspruche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass a) präoxidierte Fasern gegebenenfalls im Gemisch mit bis zu 30 Gew. % als Bindefasern dienenden carbonisierfahigen Precurserfasern und bis zu 30 Gew. % wasserlöslicher Fasern gemischt, b) auf trockenem Wege mittels Krempelund/oder Kardiermaschinen zu einem Faserflor mit einem Flächengewicht von 30 bis 300 g/m2 gelegt, c) durch durch HochdruckFluidstrahlen bei Drucken von 100 bis 300 bar verfestigt, d) bis zu einer Restfeuchte von 10 bis 50 % vorgetrocknet, e) bei Anpreßdrücken von 20 bis 1000 N/cm2 und Temperaturen von 100 bis 400°C kalandriert und f) bei Temperaturen zwischen 800 und 2500°C carbonisiert sowie graphitiert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt a) Fasern mit einem Fasertiter von 0,8 bis 3,3 dtex und einer Faserlänge von 30 bis 70 mm eingesetzt werden, b) Faserflore mit einem Flächengewicht von 30 bis 180 g/m2 gelegt werden und e) bei Anpreßdrücken von 40 bis 700 N/cm2 und Temperaturen von 180 bis 300°C kalandriert und f) bei Temperaturen zwischen 1000 und 1800°C carbonisiert sowie graphitiert wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt e) mindestens 2 Vliesstofflagen zusammen kalandriert werden.
13. Leiffähiger Vliesstoff nach einem der Anspruche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Dichte von 0,1 g/cm3 bis 0,25 g/cm3 als Basismaterial fur Elektroden und Gasdiffusionsschichten eingesetzt werden.
14. Leitfahiger Vliesstoff nach einem der Anspruche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Dichte von 0,25 g/cm3 bis 0,40 g/cm3 als Gasdiffusionsschichten in PolymerelektrolytBrennstoffzellen eingesetzt werden.
15. Leiffähiger Vliesstoff nach einem der Anspruche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Dichte von 0,40 g/cm3 bis 0,50 g/cm3 als Elektroden in Superkondensatoren eingesetzt werden.
Description:
Leitfähiger Vliesstoff Beschreibung Die Erfindung betrifft eine leitfähigen Vliesstoff.

Leitfahige Vliesstoffe werden als Gasdiffusionsschichten in Membrane Elektrode Assemblies (MEA's) fur PEM- (proton exchange membrane)- Brennstoffzellen eingesetzt und müssen elektronenleitfähig und gasdurchlässig sein. Sie müssen weiterhin Kanalstrukturen zum Abtransport des während des Betriebs der Brennstoffzellen gebildeten Reaktionswassers aufweisen und eine Eigensteifigkeit bei limitierter Dichte besitzen. Weiterhin sollen Sie zumindest auf einer Seite eine hohe OberFlächenglätte aufweisen.

Üblicherweise werden heute zweidimensionale textile Werkstoffe wie leitfähige Gewebe oder nassgelegte Vliesstoffe als Ausgangsstoffe fur Gasdiffusionsschichten verwendet. Aus dem Dokument JP 06/123050 sind Vliesstoffe mit Dicken von 0,3 bis 0,5 mm bekannt, die aus carbonisierungsfahigen polymeren Faserstoffen wie Polyacrylnitril (PAN) oder oxidierten Polyacryinitrilen mit Flächengewichten von 100 bis 200 g/m2 bestehen. Zum Erzielen der geforderten elektrischen Leitfahigkeit werden diese textilen Flächengebilde bei Temperaturen zwischen 1000 und 2100°C carbonisiert, wobei ein Kohlenstoffgehalt von ca. 90 bis 96 % erzielt wird und gegebenenfalls graphitisiert, wobei ein Kohlenstoffgehalt > 99 % erreicht wird.

Mit dem Carbonisierungs-bzw. Graphitisierungsprozess ist eine Reduzierung des Flachengewichts um 30 bis 60 Gewichtsprozent verbunden. Üblicherweise sind diese nunmehr leitfahigen Flachenstoffe steif und weisen eine relativ offene Struktur auf. Es ist bekannt, zu Erzielung der geforderten Steifigkeit und zur Verbesserung der Leitfahigkeit in x, y und z-Richtung die Gewebe oder Vliesstoffe mit Dispersionen aus leitfahigen Partikeln wie Graphit oder Russ zu imprägnieren oder zu beschichten und zur Erzielung einer hohen Oberflachenglatte anschlief3end zu pressen.

Weiterhin ist es aus den Dokumenten JP 10/77624 oder JP 10/77625 bekannt, Gasdiffusionsschichten direkt aus Kohlenstoffasern in einem Nasslegeverfahren herzustellen, um damit ein anschließendes Carbonisieren der Precurserfasern entbehrlich zu machen. Als Bindemittel fur die Kohlenstoffasern werden dabei Polyvinylalkohol (PVA)-Losungen oder Polyäthylenterephthalat (PET)-Substrate eingesetzt. Anschließend können die hydrophoben Eigenschaften der Gasdiffusionsschicht noch durch Ausrüsten mit einem Hydrophobierungsmittel wie Polytetrafluorethylen (PTFE)-Dispersionen und nachfolgendes Sintern eingestellt werden.

Die bekannten Verfahren zur Herstellung von Gasdiffusionsschichten fur PEM- Brennstoffzellen besitzen den Nachteil, dass sie für den Transport und die Verarbeitung nicht aufgerollt werden können und dass sie zur Erzielung der geforderten Leitfahigkeiten mit leitfähigen Fullstoffen gefällt werden mussen.

Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen leitfähigen Vliesstoff anzugeben, die die Nachteile des Standes der Technik überwindet.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen leiffähigen Vliesstoff gelöst, der carbonisiert und/oder graphitiert ist und eine Biegesteifigkeit < 8 Taber, eine

Dichte von 0,1 g/cm3 bis 0,5 g/cm3, eine Dicke von 80 um bis 500 um und einer elektrischen Leitfahigkeit von 10 bis 300 S/cm in der Vliesstoffbahn und 30 bis 220 S/cm2 senkrecht zur Vliesstoffbahn besitzt.

Der erfindungsgemäße leitfähige Vliesstoff wird erhalten aus praoxidierten Fasern als Vorstufe fur Carbonfasern, die gegebenenfalls mit bis zu 30 Gew. % einer als Bindefaser dienenden Precurser-sowie mit bis zu 30 Gew. % einer wasserlöslichen Faser mit Fasertitern von 0,5 bis 6,7 dtex gemischt, zu einem Faserflor mit einem Flächengewicht von 60 bis 300 g/m2 abgelegt, durch Hochdruck-Fluidstrahlen bei Drücken von 100 bis 300 bar des Faserflors verfestigt, durch Kalandrierung des verfestigten Faservlieses um 50 bis 90 % seiner Ausgangsdicke verdichtet und unter einer Schutzgasatmosphäre bei 800°C bis 2500°C carbonisiert und/oder graphitiert sind. Der so erhaltene leitfähige Vliesstoff weist eine Kanalstruktur in Richtung der Schichtdicke des Vliesstoffes auf. Die präoxidierten Fasern und gegebenenfalls Binde-sowie wasserlöslichen Fasern werden homogen gemischt und zu einem Faserflor abgelegt. Der Faserflor mit Flächengewichten von 30 bis 300 g/m2 wird einer Verfestigungseinheit zugeführt, bei der die Fasern mittels hochenergetischer Wasserstrahlen bei Drucken von 100 bis 300 bar verwirbelt und miteinander verschlungen werden. Ein Teil der Fasern weist nach dieser Behandlung eine Orientierung in Richtung der Z-Richtung (Dicke) des Vliesstoffes auf.

Vorzugsweise ist der leitfähige Vliesstoff einer, bei dem 80 bis 90 Gew. % einer Mischung von Binde-und praoxidierten Faser im Gewichtsverhältnis von 0: 1 bis 1: 3 und 10 bis 20 Gew. % einer wasserlöslichen Faser mit Fasertitern von 0,8 bis 3,3 dtex eingesetzt werden. Diese Zusammensetzung der Fasern und deren Feinheiten fuhren zu leitfahigen Vliesstoffen mit Porositäten von 70 bis 95. Vorzugsweise ist der leitfähige Vliesstoff weiterhin einer, bei dem zwei unterschiedlich wasserlösliche Fasern verwendet werden, von denen eine bei

Temperaturen von 10 bis 40°C wasserlöslich und die andere bei Temperaturen von 80 bis 120°C wasserlöslich ist. Durch die Verwendung von unterschiedlich wasserlöslichen Fasern werden die Fasern im Temperaturbereich von 10 bis 40 °C schon bei der Wasserstrahiverfestigung des Faserflores herausgelöst und definierte Kanäle in der Vliesschicht ausgebildet, die eine verbesserte Gasdurchlässigkeit und einen verbesserten Abtransport des entstehenden Reaktionswassers in der daraus hergestellten Gasdiffusionsschicht gestatten.

Die erst im Temperaturbereich von 80 bis 120 °C wasserlöslichen Fasern verbleiben im verfestigten Vlies und werden im feuchten Zustand bedingt durch ihre Klebrigkeit zu Bindefasern. Das Vlies wird dazu im noch feuchten Zustand durch einen Kalander geführt und verdichtet.

Vorzugsweise ist der leitfähige Vliesstoff einer, bei dem das Verhaltnis der wasserlöslichen Fasern zueinander 3: 1 bis 1: 3 beträgt. Durch dieses Verhältnis ist die Steifigkeit der Gasdiffusionsschicht und deren Porositat einstellbar.

Besonders bevorzugt ist ein leitfähiger Vliesstoff der aus mehreren Faserschichten mit unterschiedlichen Porengrößen aufgebaut ist, wobei die Fasern der einzelnen Schichten unterschiedliche Titer besitzen. Der progressive Aufbau des leitfähigen Vliesstoffes aus mehreren Faserschichten begünstigt die Transportreaktion zur Protonenaustauschermembran und den Abtransport des gebildeten Reaktionswassers.

Besonders bevorzugt sind leitfähige Vliesstoffe bei denen als Precurserfasern teilvernetzte Phenolharzfasern, Polyester-und/oder Polypropylenfasern als präoxidierte Fasern Homo-, Co-und/oder Terpolymere von PAN (Polyacrylnitril)-Fasern, Cellulosefaser und/oder Phenolharzfasern und als wasserlösliche Fasern PVA (Polyvinylalkohol)-Fasern eingesetzt werden. Die aus einem Vlies dieser Fasern erhaltene Gasdiffusionsfaserschicht lässt sich

zum einen gut carbonisieren und zum anderen gut hinsichtlich ihrer Porenverteilung und ihrer Steifigkeit einstellen.

Besonders bevorzugt ist ein leitfahiger Vliesstoff, der durch Aufbringen eines Hydrophobierungsmittels wie PTFE (Polytetrafluorethylen) hydrophobiert ist.

Durch die Hydrophobierung können die Transportvorgänge an den Phasengrenzflächen weiter verbessert werden.

Erfindungsgemaf3 werden der leitfähige Vliesstoff in der Weise hergestellt, dass a) präoxidierte Fasern gegebenenfalls im Gemisch mit bis zu 30 Gew. % als Bindefasern dienenden carbonisierfahigen Precurserfasern und bis zu 30 Gew. % wasserlöslicher Fasern gemischt, b) auf trockenem Wege mittels Krempel-und/oder Kardiermaschinen zu einem Faserflor mit einem Flächengewicht von 60 bis 300 g/m2 gelegt, c) durch Hochdruck-Fluidstrahlen bei Drucken von 100 bis 300 bar verfestigt, d) bis zu einer Restfeuchte von 10 bis 50 % vorgetrocknet, e) bei Anpreßdrücken von 20 bis 1000 N/cm2 und Temperaturen von 100 bis 400°C kalandriert und f) bei Temperaturen zwischen 800 und 2500°C carbonisiert und/oder graphitiert wird.

Vorzugsweise erfolgt die Herstellung dadurch, dass im Schritt a) Fasern mit einem Fasertiter von 0,8 bis 3,3 dtex und einer Faserlänge von 30 bis 70 mm eingesetzt werden, b) Faserflore mit einem Flächengewicht von 30 bis 180 g/m2 gelegt werden und e) bei Anpreßdrücken von 40 bis 700 N/cm2 und Temperaturen von 180 bis 300°C kalandriert und

f) bei Temperaturen zwischen 1000 und 1800°C carbonisiert sowie graphitiert wird.

Besonders bevorzugt ist, dass im Schritt e) mindestens 2 Vliesstofflagen zusammen kalandriert werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen näher erläutert.

Beispiel 1 Eine präoxidierte PAN-Faser (oxidized PAN fiber-OPF) mit einem Fasertiter von 0,8 dtex und Faserlängen von 60 mm wird zu einem Faserflor mit einem Flächengewicht von 100 g/m2 auf einer Kadieranlage abgelegt. Der Faserflor wird einer Verfestigungseinheit zugeführt, bei der die Fasern mittels hochenergetischer Wasserstrahlen beidseitig bei Drucken von jeweils ca. 100 bar in der ersten Stufe und jeweils ca. 170 bar in einer zweiten Stufe verwirbelt und miteinander verschlungen werden. Der Vliesstoff wird bis zu einer Restfeuchte von 15 bis 20% vorgetrocknet. Im noch feuchten Zustand wird der Vliesstoff einem Filzbandkalander zugeführt und bei einer Temperatur von ca.

220°C und 20 bar verdichtet. Durch den Kalandrierprozefl wird die Dicke des wasserstrahlverfestigten Vliesstoffes von 0,8 mm auf eine Dicke von 0,4 bis 0,5 mm reduziert. Anschließend wird der Vliesstoff einer Carbonisierungseinheit zugeführt in der unter einer Stickstoffatmosphäre bei etwa 1000 bis 1400°C die Carbonisierung erfolgt. Der erhaltene leitfähige Vliesstoff weist bei einer Biegesteifigkeit <1 Taber und einer Luftdurchlässigkeit von 6,0 I/m2sPa eine Querleitfahigkeit, d. h. in der Schichtebene von 12 S/cm in Maschinenrichtung, 18 S/cm quer zur Maschinenrichtung auf und seine Durchgangsleitfahigkeit, d. h. senkrecht zur Schichtebene beträgt 90 S/cm2, wobei dieser Wert bei einer

Flächenpressung von 4,07 bar ermittelt wurde. Seine Dichte beträgt 0,16 g/cm3, die Porosität 91% und der mittlere Porendurchmesser 25 um.

Beispiel 2 Ein zweischichtiger Faserflor bestehend aus einer ersten Florlage mit einem Flächengewicht von 50 g/m2 aus 80 Gew. % OPF mit einem Fasertiter von 1,2 dtex und einer Faserlänge von 60 mm sowie 20 Gew. % einer TTP-Faser (textile tow precurser) mit einem Fasertiter von 1,7 dtex und einer Faserlänge von 40 mm und einer zweiten Florlage mit einem Flächengewicht von 50 g/m2 aus 80 Gew. % OPF mit einem Fasertiter von 0,8 dtex und einer Faserlänge von 60 mm sowie 20 Gew. % einer TTP-Faser mit einem Fasertiter von 0,8 dtex und einer Faserlänge von 40 mm, die auf einer Kardieranlage quergelegt wurden, werden einer Verfestigungseinheit zugeführt, bei der die Fasern mittels hochenergetischer Wasserstrahlen beidseitig bei Drucken von jeweils ca. 120 bar in der ersten Stufe und jeweils ca. 190 bar in einer zweiten Stufe verwirbelt und miteinander verschlungen werden. Der Vliesstoff wird bis zu einer Restfeuchte von ca. 10% vorgetrocknet. Im noch feuchten Zustand wird der Vliesstoff einem Walzenkalander mit einer Stahlwalze und einer Baumwolle beschichteten Walze zugeführt, wobei die Temperatur der Stahlwalze ca.

210°C und die der Baumwolle beschichteten Walze ca. 150°C betrug und mit einem Liniendruck von 80 kp/cm2 verdichtet wird. Durch den Kalandrierprozeß wird die Dicke des wasserstrahlverfestigten Vliesstoffes von 0,8 mm auf eine Dicke von 0,16 mm reduziert. Anschließend wird der Vliesstoff einer Carbonisierungseinheit zugefuhrt in der unter einer Stickstoffatmosphäre bei etwa 1000 bis 1400°C die Carbonisierung erfolgt. Der erhaltene leitfähige Vliesstoff weist bei einer Biegesteifigkeit von 1 Taber und einer Luftdurchlassigkeit von 2 I/m2sPa eine Querleitfahigkeit, d. h. in der Schichtebene von 54 S/cm in Maschinenrichtung, 54 S/cm quer zur

Maschinenrichtung auf und seine Durchgangsleitfahigkeit, d. h. senkrecht zur Schichtebene beträgt 120 S/cm2, wobei dieser Wert bei einer Flächenpressung von 4,07 bar ermittelt wurde. Seine Dichte beträgt 0,32 g/cm3, die Porosität 82% und der mittlere Porendurchmesser 15 um.

Beispiel 3 Eine praoxidierte PAN-Faser (oxidized PAN fiber-OPF) mit einem Fasertiter von 0,8 dtex und Faserlängen von 60 mm wird zu einem Faserflor mit einem Flächengewicht von 100 g/m2 auf einer Kadieranlage abgelegt. Der Faserflor wird einer Verfestigungseinheit zugeführt, bei der die Fasern mittels hochenergetischer Wasserstrahlen beidseitig bei Drucken von jeweils ca. 100 bar in der ersten Stufe und jeweils ca. 170 bar in einer zweiten Stufe verwirbelt und miteinander verschlungen werden. Der Vliesstoff wird bis zu einer Restfeuchte von 15 bis 20% vorgetrocknet. Im noch feuchten Zustand wird der Vliesstoff einem Kalander bestehend aus einer Stahl-und einer Kunststoffwalze zugeführt und bei einer Temperatur von ca. 300°C und 250 kp/cm2 verdichtet. Durch den KalandrierprozeR wird die Dicke des wasserstrahiverfestigten Vliesstoffes von 0,9 mm auf eine Dicke von 0,14 mm reduziert. Anschließend wird der Vliesstoff einer Carbonisierungseinheit zugeführt in der unter einer Stickstoffatmosphäre bei etwa 1000 bis 1400°C die Carbonisierung erfolgt. Der erhaltene leitfähige Vliesstoff weist bei einer Biegesteifigkeit <1 Taber und einer Luftdurchlassigkeit von 1, 0 I/m2sPa eine Querieitfahigkeit, d. h. in der Schichtebene von 93,7 S/cm in Maschinenrichtung, 73 S/cm quer zur Maschinenrichtung auf und seine Durchgangsleitfahigkeit, d. h. senkrecht zur Schichtebene beträgt 195 S/cm2, wobei dieser Wert bei einer Flächenpressung von 4,07 bar ermittelt wurde. Seine Dichte beträgt 0,43 g/cm3, die Porosität 78% und der mittlere Porendurchmesser 7 pm.