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Title:
CONFIGURING AN ENERGY AUTOMATION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/010216
Kind Code:
A2
Abstract:
In order to provide a method for configuring an energy automation device, by means of which the configuration can be carried out more easily and more quickly and also with comparatively less susceptibility to errors, according to the invention a system circuit diagram of a substation of an electrical power grid is generated by means of a configuration computer (step 10), wherein the system circuit diagram is designed to be displayed by a display device of the configuration computer and comprises component depictions that are graphic representations of the primary devices of the substation, and wherein the system circuit diagram comprises connections between the component depictions that are graphic representations of the electrical links between the primary devices; a selection of a sub-region of the system circuit diagram which is made by a user of the configuration computer is detected (step 12), and the selected sub-region of the circuit diagram is converted into a display configuration file suitable for a display device of the energy automation device (step 13). The invention also relates to a correspondingly designed configuration computer.

Inventors:
JACHMANN, Thomas (Beckstr. 17, Nürnberg, 90429, DE)
REICHENBACH, Gunther (Ringstraße 83, Burgthann, 90559, DE)
SCHUSTER, Norbert (Leo Hämmerle Str. 9, Allersberg, 90584, DE)
Application Number:
EP2010/060731
Publication Date:
January 26, 2012
Filing Date:
July 23, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
JACHMANN, Thomas (Beckstr. 17, Nürnberg, 90429, DE)
REICHENBACH, Gunther (Ringstraße 83, Burgthann, 90559, DE)
SCHUSTER, Norbert (Leo Hämmerle Str. 9, Allersberg, 90584, DE)
International Classes:
H02B15/02
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Konfigurieren eines Energieautomatisierungs¬ gerätes, bei dem folgende Schritte durchgeführt werden:

- Generieren (10) eines Anlagenschaltbildes einer Unterstati¬ on eines elektrischen Energieversorgungsnetzes mittels eines Konfigurationsrechners, wobei das Anlagenschaltbild zur An¬ zeige durch eine Anzeigeeinrichtung des Konfigurationsrechners ausgelegt ist und Komponentendarstellungen umfasst, die Primärgeräte der Unterstation grafisch repräsentieren, und wobei das Anlagenschaltbild Verbindungen zwischen den Kompo¬ nentendarstellungen umfasst, die elektrische Verknüpfungen zwischen den Primärgeräten grafisch repräsentieren;

- Erfassen (12) einer von einem Nutzer des Konfigurations- rechners vorgenommenen Auswahl eines Teilbereichs des Anla¬ genSchaltbilds ;

- Umsetzen (13) des ausgewählten Teilbereichs des Anlagenschaltbildes in ein für eine Anzeigeeinrichtung des Energie¬ automatisierungsgerätes geeignete Anzeigekonfigurationsdatei, indem

- mittels des Konfigurationsrechners die zwischen den in dem ausgewählten Teilbereich enthaltenen Komponentendarstellungen vorhandenen Verbindungen identifiziert werden und eine Verbindungsinformation erzeugt wird, die die Verbindungen zwischen diesen Komponentendarstellungen angibt ;

- mittels des Konfigurationsrechners den in dem ausge¬ wählten Teilbereich enthaltenen Komponentendarstellungen vereinfachte Komponentendarstellungen zugeordnet werden, die zur Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung des Energie¬ automatisierungsgerätes geeignet sind; und

- die entsprechenden vereinfachten Komponentendarstellungen und die Verbindungsinformation als Anzeigekonfigurationsdatei in einer Speichereinrichtung des Konfigu- rationsrechners abgespeichert werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass - die Anzeigekonfigurationsdatei mittels des Konfigurations¬ rechners als Teil eines Parametersatzes abgespeichert wird, der mittels des Konfigurationsrechners erzeugte Einstellungs¬ parameter enthält, die zur Festlegung des Verhaltens des Energieautomatisierungsgerätes während seines Betriebs die¬ nen .

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Anlagenschaltbild mittels des Konfigurationsrechners unter Verwendung einer Anlagendefinitionsdatei generiert wird (Schritt 11), insbesondere einer SSD-Datei gemäß dem Standard IEC 61850, die eine Topologiebeschreibung der Unterstation des elektrischen Energieversorgungsnetzes angibt.

4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- zumindest einige der in dem Anlagenschaltbild enthaltenen Komponentendarstellungen solchen Primärgeräten des elektri- sehen Energieversorgungsnetzes zugeordnet sind, die zumindest zwei verschiedene Betriebszustände einnehmen können; und

- den entsprechenden Komponentendarstellungen eine Zustandsinformation zugeordnet wird, die das jeweilige durch die Kom¬ ponentendarstellung repräsentierte Primärgerät und die ver- schiedenen möglichen Betriebszustände des jeweiligen Primärgerätes angibt.

5. Verfahren nach Ansprüche 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- zur Erzeugung der Anzeigekonfigurationsdatei mittels des

Konfigurationsrechners anhand der den Komponentendarstellun¬ gen zugeordneten Zustandsinformationen für jeden möglichen Zustand des jeweiligen Primärgerätes eine vereinfachte Kompo¬ nentendarstellung erzeugt und in die Anzeigekonfigurationsda- tei aufgenommen wird.

6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass - der Konfigurationsrechner zur Zuordnung der vereinfachten Komponentendarstellungen zu den Komponentendarstellungen eine Bibliothek umfasst, in der unterschiedlichen Typen von Komponentendarstellungen jeweils vereinfachte Komponentendarstel- lungen zugeordnet sind; und

- der Konfigurationsrechner einen Typ der jeweiligen Komponentendarstellung ermittelt und aus der Bibliothek die entsprechende vereinfachte Komponentendarstellung entnimmt. 7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- in der Speichereinrichtung des Konfigurationsrechners eine Anzeigeeinrichtungsinformation gespeichert ist, die Angaben über zumindest eine Größe und/oder eine Auflösung der Anzei- geeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes umfasst; und

- mittels des Konfigurationsrechners die Anzeigekonfigurati¬ onsdatei derart erzeugt wird, dass sie zur Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung unter Berücksichtigung der Anzeigeeinrichtungsinformation geeignet ist.

8. Verfahren nach Anspruch 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- bei der Erzeugung der Anzeigekonfigurationsdatei unter Be¬ rücksichtigung der Anzeigeeinrichtungsinformation zumindest die Größe der vereinfachten Komponentendarstellungen und/oder die Abstände zwischen den vereinfachten Komponentendarstel¬ lungen angepasst werden.

9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- die Anzeigekonfigurationsdatei an das Energieautomatisie¬ rungsgerät übertragen und von einer Datenverarbeitungseinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes derart interpre¬ tiert wird, dass die Datenverarbeitungseinrichtung mittels der Anzeigekonfigurationsdatei eine grafische Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes er¬ zeugt, die die vereinfachten Komponentendarstellungen und die zwischen diesen vorhandenen Verbindungen anzeigt.

10. Konfigurationsrechner mit einer Datenverarbeitungseinrichtung, einer Speichereinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- der Konfigurationsrechner zur Durchführung eines Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 eingerichtet ist.

Description:
Beschreibung

Konfigurieren eines Energieautomatisierungsgerätes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Konfigurieren eines Energieautomatisierungsgerätes sowie einen zur Durchführung eines solchen Verfahrens eingerichtete Konfigurationsrechner.

Energieautomatisierungsgeräte werden in Anlagen zum Schutz, zur Steuerung und zur Überwachung elektrischer Energieversorgungsnetze eingesetzt. Bei solchen Geräten kann es sich bei ¬ spielsweise um elektrische Schutzgeräte, Stationsleitgeräte, Steuergeräte oder Messgeräte, wie z.B. sogenannte „Remote Terminal Units" handeln. Solche Energieautomatisierungsgeräte führen während ihres Betriebs mittels einer Steuereinrichtung (z.B. ein Mikroprozessor) eine Gerätesoftware aus, die die Funktionen des jeweiligen Energieautomatisierungsgerätes festlegt. Zur Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten des automatisiert betriebenen Energieversorgungsnetzes können zu- dem in der Gerätesoftware einzelne Parameter eingestellt wer ¬ den. Im Zusammenspiel zwischen Gerätesoftware und den jewei ¬ ligen Parametern wird das Verhalten des Energieautomatisie ¬ rungsgerätes während seines Betriebs festgelegt. Moderne Energieautomatisierungsgeräte weisen häufig auch Be ¬ nutzerschnittstellen in Form von Eingabemitteln (meist Tasten) und Anzeigeeinrichtungen (meist in Form von LCD-Modulen) auf, über die eine Vor-Ort-Bedienung des jeweiligen Energieautomatisierungsgerätes vorgenommen werden kann. In einem solchen Fall gehört zur Festlegung des Betriebs eines Ener ¬ gieautomatisierungsgerätes auch die Anpassung des Verhaltens und Aussehens der Benutzerschnittstellen, insbesondere von Anzeigeeinrichtungen . An die Anzeigeeinrichtung eines Energieautomatisierungsgerä ¬ tes wird zudem meist die Anforderung gestellt, dass ein von dem jeweiligen Energieautomatisierungsgerät geschützter, ge ¬ steuerter oder überwachter Abschnitt des elektrischen Ener- gieversorgungsnetzes hinsichtlich seiner Topologie (z.B. in Form einer sogenannten Single-Line-Darstellung) angezeigt wird, z.B. indem ein von einem Schutzgerät überwachter Abzweig einer Unterstation auf dem Display des Schutzgerätes dargestellt wird. Um eine solche Anzeige zu erzeugen, musste bisher der Benutzer des jeweiligen Energieautomatisierungsge ¬ rätes entweder direkt mit der Vor-Ort-Bedienung des fraglichen Energieautomatisierungsgerätes oder mittels des Konfigu ¬ rationsrechners in einem grafischen Editor die gewünschte Ab- bildung auf manuelle Weise erstellen und diese auf das Ener ¬ gieautomatisierungsgerät übertragen. Da einerseits die Größe und Auflösung der Anzeigeeinrichtungen von Energieautomatisierungsgeräten aus Kostengründen begrenzt ist und andererseits die grafischen Editoren häufig nur eine pixelbasierte Erstellung der gewünschten Abbildung zulassen, gestaltet sich die Erzeugung einer solchen Abbildung oft schwierig und langwierig. Ein solcher manueller Prozess ist zudem anfällig für Fehler, die die Bedienung des fraglichen Energieautomatisie ¬ rungsgerätes negativ beeinflussen können, da die auf der An- Zeigeeinrichtung dargestellt Anzeige nicht vollständig mit dem tatsächlichen Abschnitt des Energieversorgungsnetzes übereinstimmt .

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verfah- ren und einen Konfigurationsrechner zur Konfigurierung eines elektrischen Energieautomatisierungsgerätes hinsichtlich ei ¬ ner auf einer Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungs ¬ gerätes anzuzeigenden Darstellung eines Abschnitts des elekt ¬ rischen Energieversorgungsnetzes anzugeben, mit dem die Kon- figurierung einfacher und schneller sowie vergleichsweise weniger fehleranfällig durchgeführt werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren zum Konfigurieren eines Energieautomatisierungsgerätes vorgeschlagen, bei dem ein Anlagenschaltbild einer Unterstation eines elektrischen Energieversorgungsnetzes mittels eines Konfigurations ¬ rechners generiert wird, wobei das Anlagenschaltbild zur An ¬ zeige durch eine Anzeigeeinrichtung des Konfigurationsrech- ners ausgelegt ist und Komponentendarstellungen umfasst, die Primärgeräte der Unterstation grafisch repräsentieren, und wobei das Anlagenschaltbild Verbindungen zwischen den Kompo ¬ nentendarstellungen umfasst, die elektrische Verknüpfungen zwischen den Primärgeräten grafisch repräsentieren. Es wird eine von einem Nutzer des Konfigurationsrechners vorgenomme ¬ nen Auswahl eines Teilbereichs des Anlagenschaltbilds erfasst und der ausgewählte Teilbereich des Anlagenschaltbildes wird in ein für eine Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisie- rungsgerätes geeignete Anzeigekonfigurationsdatei umgesetzt, indem mittels des Konfigurationsrechners die zwischen den in dem ausgewählten Teilbereich enthaltenen Komponentendarstellungen vorhandenen Verbindungen identifiziert werden und eine Verbindungsinformation erzeugt wird, die die Verbindungen zwischen diesen Komponentendarstellungen angibt, und mittels des Konfigurationsrechners den in dem ausgewählten Teilbe ¬ reich enthaltenen Komponentendarstellungen vereinfachte Komponentendarstellungen zugeordnet werden, die zur Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes ge- eignet sind. Die entsprechenden vereinfachten Komponentendarstellungen und die Verbindungsinformation werden als Anzeigekonfigurationsdatei in einer Speichereinrichtung des Konfigu ¬ rationsrechners abgespeichert. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird einerseits eine An ¬ zeigekonfigurationsdatei für ein Energieautomatisierungsgerät ohne besonderen manuellen Aufwand und daher nur wenig anfällig gegen Fehler erzeugt. Der Benutzer muss lediglich, z.B. durch Festlegen eines Auswahlrahmens, denjenigen Teilbereich eines Anlagenschaltbildes festlegen, der auf dem Energieauto ¬ matisierungsgerät angezeigt werden soll. Bei dem erfindungs ¬ gemäßen Verfahren wird außerdem berücksichtigt, dass ein Anlagenschaltbild auf der Anzeigeeinrichtung eines Konfigurati ¬ onsrechners, bei der es sich meist um einen vergleichsweise großen Monitor mit einer hohen Auflösung und Farbanzeige handelt, anders dargestellt werden kann als auf einer Anzeige ¬ einrichtung eines Energieautomatisierungsgerätes, bei der es sich häufig - insbesondere aus Kostengründen - um ein ver- gleichsweise kleines Display mit geringerer Auflösung und Schwarz/Weiß- bzw. Graustufenanzeige handelt. Um solche tech ¬ nisch vorgegebenen Randbedingungen zu berücksichtigen, wird aus dem für die Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung des Konfi- gurationsrechners optimierten Anlagenschaltbild eine Anzeige ¬ konfigurationsdatei gewonnen, die eine vereinfachte Darstel ¬ lung auf einer Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes ermöglicht. Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass die Anzeigekonfigurationsdatei mittels des Konfigurationsrechners als Teil eines Parametersatzes ab ¬ gespeichert wird, der mittels des Konfigurationsrechners er ¬ zeugte Einstellungsparameter enthält, die zur Festlegung des Verhaltens des Energieautomatisierungsgerätes während seines Betriebs dienen.

Auf diese Weise kann die Anzeigekonfigurationsdatei quasi als integraler Bestandteil eines ohnehin im Rahmen der Konfigu- rierung des Energieautomatisierungsgerätes zu erzeugenden Pa ¬ rametersatzes verwendet werden.

Als vorteilhaft wird es zudem angesehen, wenn das Anlagenschaltbild mittels des Konfigurationsrechners unter Verwen- dung einer Anlagendefinitionsdatei generiert wird, insbeson ¬ dere einer SSD-Datei gemäß dem Standard IEC 61850, die eine Topologiebeschreibung der Unterstation des elektrischen Energieversorgungsnetzes angibt. Auf diese Weise muss das Anlagenschaltbild nicht manuell ge ¬ zeichnet werden, sondern kann aus den ohnehin in einer Anlagendefinitionsdatei - beispielsweise einer SSD-Datei (SSD = „System Specification Description" ) gemäß dem für die Kommunikation in Unterstationen und Schaltanlagen von elektrischen Energieversorgungsnetzen vorgegebenen Standard IEC 61850 - hinterlegten Daten erzeugt werden, indem die in der Anlagendefinitionsdatei als Beschreibung enthaltenen Angaben zur To- pologie der Unterstation bzw. Schaltanlage in eine grafische Darstellung in Form eines Anlagenschaltbildes (z.B. als Sin ¬ gle-Line-Darstellung) umgesetzt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemä- ßen Verfahrens sieht ferner vor, dass zumindest einige der in dem Anlagenschaltbild enthaltenen Komponentendarstellungen solchen Primärgeräten des elektrischen Energieversorgungsnetzes zugeordnet sind, die zumindest zwei verschiedene Be- triebszustände einnehmen können, und den entsprechenden Kom- ponentendarstellungen eine Zustandsinformation zugeordnet wird, die das jeweilige durch die Komponentendarstellung repräsentierte Primärgerät und die verschiedenen möglichen Be- triebszustände des jeweiligen Primärgerätes angibt. In diesem Zusammenhang kann konkret vorgesehen sein, dass zur Erzeugung der Anzeigekonfigurationsdatei mittels des Konfigu ¬ rationsrechners anhand der den Komponentendarstellungen zugeordneten Zustandsinformationen für jeden möglichen Zustand des jeweiligen Primärgerätes eine vereinfachte Komponenten- darstellung erzeugt und in die Anzeigekonfigurationsdatei aufgenommen wird.

Auf diese Weise kann eine Anzeigekonfigurationsdatei erzeugt werden, die es dem Energieautomatisierungsgerät ermöglicht, auf seiner Anzeigeeinrichtung je nach Zustand der Primärgeräte (z.B. offen oder geschlossen im Falle eines Schalters) in der Unterstation unterschiedliche Versionen der vereinfachten Komponentendarstellung (z.B. offenes oder geschlossenes

Schaltersymbol) anzuzeigen und damit den momentanen Zustand der Schaltanlage korrekt wiederzugeben.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann ferner vorgesehen sein, dass der Konfigurationsrechner zur Zuordnung der vereinfachten Komponentendarstellungen zu den Komponentendarstellungen eine Bibliothek umfasst, in der unterschiedlichen Typen von Komponentendarstellungen jeweils vereinfachte Komponentendarstellungen zugeordnet sind, und der Konfigurationsrechner einen Typ der jeweiligen Komponen- tendarstellung ermittelt und aus der Bibliothek die entsprechende vereinfachte Komponentendarstellung entnimmt.

Unter einem Typ einer Komponentendarstellung ist hierbei zu verstehen, welchen Typ eines Primärgerätes (z.B. Leistungs ¬ schalter, Trennschalter, Erdungsschalter, Messwandler, Transformator) die Komponentendarstellung angibt. Jedem Typ einer Komponentendarstellung ist in diesem Fall in einer Bibliothek des Konfigurationsrechners eine vereinfachte Komponentendar- Stellung (z.B. ein Symbol für einen Leistungsschalter oder einen Stromwandler) zugeordnet, so dass mittels des Konfigu ¬ rationsrechners problemlos eine Umsetzung des Anlagenschalt ¬ bildes in die Anzeigekonfigurationsdatei erfolgen kann.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemä ¬ ßen Verfahrens sieht zudem vor, dass in der Speichereinrichtung des Konfigurationsrechners eine Anzeigeeinrichtungsin ¬ formation gespeichert ist, die Angaben über zumindest eine Größe und eine Auflösung der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes umfasst, und mittels des Konfigurati ¬ onsrechners die Anzeigekonfigurationsdatei derart erzeugt wird, dass sie zur Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung unter Berücksichtigung der Anzeigeeinrichtungsinformation geeignet ist .

Hierdurch kann je nach Art der Anzeigeeinrichtung des betroffenen Energieautomatisierungsgerätes eine angepasste Anzeige ¬ konfigurationsdatei erzeugt werden, die für die Anzeige auf der fraglichen Anzeigeeinrichtung mit ihren technischen Gegebenheiten optimiert ist.

Konkret kann hierzu vorgesehen sein, dass bei der Erzeugung der Anzeigekonfigurationsdatei unter Berücksichtigung der Anzeigeeinrichtungsinformation zumindest die Größe der verein- fachten Komponentendarstellungen und/oder die Abstände zwischen den vereinfachten Komponentendarstellungen angepasst werden . Schließlich kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein, dass die Anzeigekonfigurationsdatei an das Energieautomati ¬ sierungsgerät übertragen und von einer Datenverarbeitungseinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes derart interpre ¬ tiert wird, dass die Datenverarbeitungseinrichtung mittels der Anzeigekonfigurationsdatei eine grafische Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes er ¬ zeugt, die die vereinfachten Komponentendarstellungen und die zwischen diesen vorhandenen Verbindungen anzeigt.

Auf diese Weise kann die Anzeigekonfigurationsdatei dazu ver ¬ wendet werden, die Anzeige auf dem Energieautomatisierungsge ¬ rät festzulegen.

Die oben genannte Aufgabe wird zudem durch einen Konfigurati ¬ onsrechner mit einer Datenverarbeitungseinrichtung, einer Speichereinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung, gelöst der zur Durchführung eines Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 eingerichtet ist.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbei ¬ spiels näher erläutert. Hierzu zeigen

Figur 1 ein schematisches Ablaufdiagramm zur Erläuterung eines Verfahrens zum Konfigu ¬ rieren eines Energieautomatisierungsgerä ¬ tes;

Figur 2 ein Ausführungsbeispiel eines Anlagen- schaltbildes ;

Figur 3 ein Ausführungsbeispiel einer auf einer

Anzeigekonfigurationsdatei basierenden Anzeige auf einem Energieautomatisie ¬ rungsgerät . Figur 1 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm zur Erläute ¬ rung eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Konfigu ¬ rieren eines Energieautomatisierungsgerätes, konkret zur Kon ¬ figurierung eines Energieautomatisierungsgerätes mit einer Anzeigeeinrichtung (z.B. einem Display) hinsichtlich der auf der Anzeigeeinrichtung dargestellten Anzeige. Energieautomatisierungsgeräte, wie z.B. Schutzgeräte, Stationsleitgeräte oder Messgeräte (RTUs) für Energieautomatisierungsanlagen werden immer häufiger in Ausführungen mit Anzeigeeinrichtun- gen, wie z.B. LCD-Displays ausgeliefert. Benutzer solcher

Energieautomatisierungsgeräte wollen mit der Anzeigeeinrich ¬ tung häufig Elemente eines elektrischen Energieversorgungs ¬ netzes, wie z.B. einen von einem Schutzgerät überwachten Abzweig (Bay) einer Schaltstation bzw. Unterstation des Ener- gieversorgungsnetzes , grafisch darstellen. Dabei muss berück ¬ sichtigt werden, dass die Anzeigeeinrichtungen der Energieautomatisierungsgeräte üblicherweise aus Kostengründen eine vergleichsweise geringe Größe und eine niedrige Auflösung aufweisen. Mit dem in Figur 1 unter Hinzunahme der Figuren 2 und 3 beschriebenen Verfahren lässt sich eine derartige Konfigurierung eines Energieautomatisierungsgerätes hinsichtlich der grafischen Anzeige auf seiner Anzeigeeinrichtung besonders einfach, schnell und fehlerunanfällig durchführen. In einem ersten Schritt 10 wird mittels eines Konfigurations ¬ rechners, bei dem es sich z.B. um einen PC oder einen Laptop handeln kann, auf dem eine Konfigurationssoftware abläuft (z.B. die Konfigurationssoftware DIGSI der Siemens AG), ein Anlagenschaltbild einer Unterstation des elektrischen Ener- gieversorgungsnetzes generiert. Ein solches Anlagenschaltbild wird üblicherweise in der auch als „Single-Line-Darstellung" bekannten Weise dargestellt. Mit einem Anlagenschaltbild wer ¬ den die zu einer Anlage (z.B. eine Unterstation bzw. Schaltstation) eines elektrischen Energieversorgungsnetzes gehören- den Primärgeräte (z.B. Sammelschienen, Leistungsschalter,

Trennschalter, Transformatoren, Erdungsschalter, Stromwandler, Spannungswandler) grafisch repräsentiert. Außerdem zeigt ein Anlagenschaltbild die elektrischen Verbindungen zwischen den Primärgeräten an.

Ein Beispiel eines als Single-Line-Darstellung ausgeführten Anlagenschaltbildes 20 ist in Figur 2 gezeigt. Wenn bei der folgenden Beschreibung von einer Komponentendarstellung einer Primärkomponente gesprochen wird, soll hierunter jeweils die grafische Repräsentierung der jeweiligen Primärkomponente verstanden werden. Das Anlagenschaltbild 20 in Figur 2 zeigt zwei mit „BB" bezeichnete Komponentendarstellungen von Sammelschienen 21a und 21b, mit denen ein erster Abzweig 22a und ein zweiter Abzweig 22b verbunden sind. Die Abzweige 22a und 22b sollen zu einer gemeinsamen Unterstation des Energieversorgungsnetzes gehören. Zu jedem Abzweig gehören Komponenten- darstellungen von Trennschaltern 23, je eines Leistungsschalters 24, von Stromwandlern 25 bzw. Spannungswandlern 26 sowie je eines Kabelabgangs. Neben den jeweiligen Komponentendarstellungen sind jeweils Kurzbezeichnungen dargestellt, die die jeweilige mit der Komponentendarstellung repräsentierte Primärkomponente gemäß einer in der Energieautomatisierung üblichen Schreibweise angeben. So wird mit „QB" ein Trennschalter und mit „QA" ein Leistungsschalter bezeichnet. „BE" steht für Strom- bzw. Spannungswandler, während mit „WB" ein Kabelabgang bezeichnetet wird. Teilweise sind darüber hinaus gehende Informationen zu den Primärkomponenten gezeigt; Figur 2 zeigt z.B. Messbereiche bzw. Übersetzungsverhältnisse der Strom- bzw. Spannungswandler an.

Die Darstellung gemäß Figur 2 zeigt lediglich der einfacheren Erläuterung halber zwei vergleichsweise einfach gehaltene übereinstimmende Abzweige; im Rahmen der Erfindung können selbstverständlich beliebig komplexe Anlagenschaltbilder mit mehr oder weniger Komponenten zum Einsatz kommen. Ebenso kann ein Anlagenschaltbild auch andere Primärkomponenten als die im Anlagenschaltbild 20 gezeigten aufweisen (z.B. Transforma ¬ toren, Erdungsschalter) . Die Generierung eines Anlagenschaltbildes kann beispielsweise von einem Benutzer des Konfigurationsrechners mittels eines grafischen Editors manuell vorgenommen werden. Besonders einfach und fehlerunanfällig kann ein Anlagenschaltbild jedoch aus einer bereits bestehenden Anlagendefinitionsdatei, wie z.B. einer SSD (SSD = „System Specification Description" ) gemäß dem Standard IEC 61850, erfolgen. Dabei wird die in der Anlagendefinitionsdatei mittels einer Beschreibungssprache (z.B. SCL = „Substation Configuration Language" gemäß IEC 61850) beschriebene Topologie der Unterstation in eine grafi ¬ sche Repräsentierung mit Komponentendarstellungen und den entsprechenden Verbindungen umgesetzt. Da für diese Umsetzung keine manuellen Schritte notwendig sind, ist diese sehr unan ¬ fällig gegen Übertragungsfehler. In Figur 1 ist mit einem op- tionalen Schritt 11 die Umsetzung einer Anlagendefinitionsda ¬ tei in ein Anlagenschaltbild dargestellt.

Vergleichsweise große, komplexe und mit ausführlichen Infor ¬ mationen versehene Anlagenschaltbilder wie das Anlagenschalt- bild 20 gemäß Figur 2 eignen sich gut für eine Darstellung auf einer Anzeigeeinrichtung eines Konfigurationsrechners, bei der es sich üblicherweise um einen Bildschirm mit relativ großer Anzeigefläche und hoher Auflösung handelt. Für eine Anzeige auf einer vergleichsweise kleinen und mit niedriger Auflösung ausgestatteten Anzeigeeinrichtung eines Energieautomatisierungsgerätes ist ein solches Anlagenschaltbild je ¬ doch nicht gut geeignet. Daher muss das Anlagenschaltbild zur Anzeige auf einer Anzeigeeinrichtung eines Energieautomati ¬ sierungsgerätes optimiert werden. Die dafür notwendigen

Schritte werden im Folgenden beschrieben.

Zunächst wird vom Konfigurationsrechner in einem weiteren Schritt 12 eine von dem Benutzer des Konfigurationsrechners vorgenommene Auswahl eines Teilbereichs des Anlagenschaltbil- des erkannt. Eine solche Auswahl kann beispielsweise durch Aufspannen eines Rahmens um die auszuwählenden Elemente des Anlagenschaltbildes erfolgen. In Figur 2 ist beispielhaft ein Rahmen 29 gezeigt, mit dem ein Benutzer des Konfigurations- rechners den zweiten Abzweig 22b des Anlagenschaltbildes 20 ausgewählt hat.

Daraufhin wird in einem weiteren Schritt 13 der ausgewählte Teilbereich des Anlagenschaltbildes 20 in eine Anzeigekonfi ¬ gurationsdatei umgesetzt. Die Anzeigekonfigurationsdatei um- fasst durch ein Energieautomatisierungsgerät lesbare und um ¬ setzbare Anweisungen zur Erzeugung einer Anzeige auf einer Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes. Die Anzeigekonfigurationsdatei kann hierbei eine Textdatei, eine Bilddatei oder eine Kombination aus beiden Arten sein und ist derart ausgestaltet, dass ein Energieautomatisierungsgerät durch Interpretation der Anzeigekonfigurationsdatei eine ge ¬ eignete Anzeige für seine Anzeigeeinrichtung erzeugen kann. Insbesondere werden hierbei die im Vergleich zu einem Compu ¬ termonitor reduzierten technischen Mittel 8geringere Anzeigefläche und/oder geringere Auflösung) der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes berücksichtigt. Zur Umsetzung des Anlagenschaltbildes in eine Anzeigekonfigu ¬ rationsdatei werden hierbei die nachfolgend erläuterten, in Figur 1 nicht im Einzelnen dargestellten, Schritte durchgeführt. Der Konfigurationsrechner identifiziert hierzu die Verbindungen, die zwischen den in dem Auswahlbereich vorhan- denen Komponentendarstellungen liegen. Entsprechend den identifizierten Verbindungen wird eine Verbindungsinformation erzeugt, die die Verbindungen zwischen den Komponentendarstel ¬ lungen wiedergibt. Dies kann grafisch oder in Form einer textbasierten Beschreibung erfolgen. Außerdem werden den in dem Auswahlbereich liegenden Komponentendarstellungen vereinfachte Komponentendarstellungen zugeordnet. Die vereinfachten Komponentendarstellungen haben dieselbe inhaltliche Bedeutung wie die Komponentendarstellungen, weisen aber eine grafisch einfachere Darstellung auf, so dass sie sich mittels der An- Zeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes anzeigen lassen . Eine solche Zuordnung von vereinfachten Komponenten zu den Komponenten des Anlagenschaltbildes kann beispielsweise unter Verwendung einer auf dem Konfigurationsrechner gespeicherten Bibliothek erfolgen, die eine Katalog möglicher vereinfachter Komponentendarstellungen umfasst. Hierzu wird zunächst jeder Komponentendarstellung des Anlagenschaltbildes ein „Typ" zugewiesen, der die Art der Komponentendarstellung beschreibt (z.B. Typ „Trennschalter" für die Komponentendarstellungen 23 des Anlagenschaltbildes 20 aus Figur 2 und Typ „Stromwandler" für die Komponentendarstellungen 25) . Jedem dieser Typen von Komponentendarstellungen ist in der Bibliothek des Konfigurationsrechners eine entsprechende vereinfachte Komponentendar ¬ stellung zugeordnet. Eine solche vereinfachte Komponentendar ¬ stellung kann z.B. ein Symbol oder eine weniger detailliert ausgeführte Darstellung der Komponentendarstellung des Anlagenschaltbildes sein, d.h. für die Vor-Ort-Bedienung direkt am Energieautomatisierungsgerät unwesentliche Details werden automatisch entfernt (z.B. Strom- und Spannungswandler werden nur stark vereinfacht dargestellt, da lediglich ihre Positi- on, nicht aber ihre spezielle Ausgestaltung für die Anzeige auf dem Energieautomatisierungsgerät von Bedeutung ist) .

Die vereinfachten Komponentendarstellungen und die Verbindungsinformation werden als Anzeigekonfigurationsdatei in ei- ner (internen oder externen) Speichereinrichtung des Konfigurationsrechners gespeichert. Dabei wird darauf geachtet, dass die relative Position der Komponentendarstellungen des Anlagenschaltbildes zueinander auch in die Positionierung der vereinfachten Komponentendarstellungen der Anzeigekonfigura- tionsdatei einfließt (z.B. Stromwandler sind oberhalb des Spannungswandlers angeordnet) . Wurden im Anlagenschaltbild Komponentendarstellungen gedreht oder gespiegelt dargestellt, kann dies bei einer Ausgestaltung des Verfahrens auch bei der Anlegung der vereinfachten Komponentendarstellungen der An- zeigekonfigurationsdatei berücksichtigt werden. Optional kön ¬ nen ferner die Beschriftungen der Komponentendarstellungen im Anlagenschaltbild (z.B. „QB2.1", „BE2.2") in die Anzeigekonfigurationsdatei zur Anzeige neben den entsprechenden verein- fachten Komponentendarstellungen übernommen werden. Für die Vor-Ort-Bedienung unwesentliche Beschriftungsteile, wie z.B. die Angabe der Messbereiche bzw. des Umsetzungsverhältnisses der Strom- bzw. Spannungswandler, können hierbei komplett weggelassen werden.

Außerdem kann optional vorgesehen sein, dass zur Anpassung der Anzeigekonfigurationsdatei an die für die Anzeige zu ver ¬ wendende Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerä- tes eine Anzeigeeinrichtungsinformation verwendet wird, die auf dem Konfigurationsrechner als zu der fraglichen Anzeigeeinrichtung gehörend gespeichert ist und die zumindest die Größe der Anzeigeeinrichtung (also die Anzeigefläche) und/oder deren Auflösung angibt. Zur Anpassung der Anzeige- konfigurationsdatei kann dann vorgesehen sein, dass die Größe der vereinfachten Komponentendarstellungen auf die Anzeige in der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes op ¬ timiert wird und die Abstände zwischen den vereinfachten Komponentendarstellungen so angepasst werden, dass eine optimale Ausnutzung der begrenzten Anzeigefläche der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes erfolgt.

Außerdem kann optional vorgesehen sein, dass automatisch erkannt wird, wenn nicht die komplette durch die Anzeigekonfi- gurationsdatei definierte Abbildung auf die Anzeigefläche der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes passt und die Anzeige entsprechend auf mehrere umschaltbare Seiten der Anzeigeeinrichtung verteilt wird. Die auf diese Weise erzeugte Anzeigekonfigurationsdatei wird in der Speichereinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes gespeichert. Dabei kann die Anzeigekonfigurationsdatei sepa ¬ rat gespeichert werden oder einen Bestandteil eines Parame ¬ tersatzes bilden, der darüber hinaus weitere Einstellungspa- rameter beinhaltet, die das Verhalten des Energieautomatisie ¬ rungsgerätes während seines Betriebes angeben. Die Schritte 10 bis 13 (Figur 1) finden in dem Konfigurati ¬ onsrechner statt, wie durch einen strichpunktierten Rahmen in Figur 1 angedeutet werden soll. Die Anzeigekonfigurationsdatei (ggf. als Bestandteil des Pa ¬ rametersatzes) kann daraufhin über eine zwischen dem Konfigurationsrechner und dem Energieautomatisierungsgerät bestehen ¬ de Kommunikationsverbindung oder mittels eines Datenträgers an das entsprechende Energieautomatisierungsgerät übermittelt werden, wie durch einen gestrichelten Pfeil 14 angedeutet wird. Eine Datenverarbeitungseinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes liest die Anzeigekonfigurationsdatei ein und interpretiert sie in der Art, dass in einem folgenden Schritt 15 die durch die Anzeigekonfigurationsdatei angegebene Anzei- ge in der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerä ¬ tes dargestellt wird.

In Figur 3 ist beispielhaft eine durch die Anzeigekonfigura ¬ tionsdatei aus dem Auswahlbereich des Anlagenschaltbildes ge- mäß Figur 2 angegebene Darstellung 30 auf der Anzeigeeinrichtung des Energieautomatisierungsgerätes dargestellt. Man er ¬ kennt, dass durch die Darstellung 30 eine inhaltlich dem in Figur 2 ausgewählten zweiten Abzweig 22b entsprechende Anzeige angegeben ist, die jedoch vereinfachte Komponentendar- Stellungen für die einzelnen Primärgeräte aufweist. So sind beispielsweise aus den Komponentendarstellungen 25 für die Stromwandler die vereinfachten Komponentendarstellungen 31 erzeugt worden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann zudem vorgesehen sein, dass das Anlagenschaltbild „interaktive Elemente" auf ¬ weist, also Komponentendarstellungen von Primärgeräten des Energieversorgungsnetzes, die unterschiedliche Zustände (z.B. im Falle eines Schalters: offen, geschlossen) einnehmen kön- nen. Hierbei können solchen Komponentendarstellungen entsprechende Zustandsinformationen zugeordnet sein, die einerseits das fragliche Primärgerät und andererseits die von diesem einnehmbaren Betriebszustände angeben. Bei der Umsetzung zur Anzeigekonfigurationsdatei können dann für solche Primärgerä ¬ te verschiedene Versionen von vereinfachten Komponentendarstellungen, also für jeden möglichen Betriebszustand eine separate vereinfachte Komponentendarstellung, erzeugt und abge- speichert werden (z.B. für einen Schalter eine Darstellung mit geöffneter und eine mit geschlossener Strombahn) .

Bei der Interpretation der Anzeigekonfigurationsdatei im Energieautomatisierungsgerät kann dann eine Verknüpfung der Version der vereinfachten Komponentendarstellung mit einem durch das Energieautomatisierungsgerät erfassten Zustand der realen Primärkomponente vorgenommen werden, so dass der jeweilige Betriebszustand des Primärgerätes durch Auswahl der dazu passenden Version der vereinfachten Komponentendarstel- lung angezeigt wird.

Auf die beschriebene Weise kann einfach und fehlersicher eine Konfigurierung eines Energieautomatisierungsgerätes hinsicht ¬ lich der von ihm darzustellenden Anzeige erfolgen, ohne dass - wie heutzutage noch üblich - eine aufwendige manuelle Er ¬ stellung einer Displayanzeige erfolgen muss.