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Title:
CONNECTING CORNER PIECE FOR A DRAINAGE CHANNEL AND CHANNEL PORTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/134337
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connecting corner piece for a drainage channel having two angularly arranged channel portions (10, 11) which each have side walls (12a, 12b) and a channel bottom (13) and form an inflow opening (14) and an outflow opening (15). The connecting corner piece is distinguished by the fact that the inflow opening (14) and the outflow opening (15) are arranged to form a gradient at different height positions with respect to a reference plane which runs through the upper edge (17) of the side walls (12a, 12b), wherein the channel bottom (13) of a respective channel portion (10, 11) is formed from a plurality of bottom elements (16a, 16b, 16c) which are arranged at an inclination at least in the gradient direction.

Inventors:
OMES, Jan (Olesenka 16, Pribyslav, 58222, CZ)
Application Number:
EP2018/051269
Publication Date:
July 26, 2018
Filing Date:
January 19, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ACO SEVERIN AHLMANN GMBH & CO KOMMANDITGESELLSCHAFT (Am Ahlmannkai, Büdelsdorf, 24782, DE)
International Classes:
E01C11/22; E03F3/04; E03F5/04; E04D13/064
Foreign References:
DE3309178A11983-09-29
DE20005651U12000-06-29
EP1522637A22005-04-13
US20120023658A12012-02-02
DE20101813U12002-06-13
CH710293A22016-04-29
Attorney, Agent or Firm:
KILCHERT, Jochen (Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft Mbb, Widenmayerstraße 47, München, 80538, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verbindungseckstück für eine Entwässerungsrinne mit zwei winkelförmig angeordneten Rinnenabschnitten (10, 11), die jeweils Seitenwände (12a, 12b) und einen Rinnenboden (13) aufweisen und eine Zuflussöffnung (14) und eine Abflussöffnung (15) bilden,

da d u rch geken nzeich net, dass

die Zuflussöffnung (14) und die Abflussöffnung (15) zur Ausbildung eines Gefälles in unterschiedlichen Höhenlagen bezogen auf eine

Referenzebene angeordnet sind, die durch die Oberkante (17) der

Seitenwände (12a, 12b) verläuft, wobei der Rinnenboden (13) jeweils eines Rinnenabschnitts (10, 11) aus mehreren Bodenelementen (16a, 16b, 16c) gebildet ist, die wenigstens in Gefällerichtung geneigt angeordnet sind.

2. Verbindungseckstück nach Anspruch 1

da d u rch geken nzeich net, dass

die Neigungswinkel der Bodenelemente (16a, 16b, 16c) derart

ausgerichtet sind, dass die Abflussöffnung (15) die tiefste Stelle der Rinnenabschnitte (10, 11) bildet.

3. Verbindungseckstück nach Anspruch 1 oder 2

da d u rch geken nzeich net, dass

ein erstes und zweites Bodenelement (16a, 16b) jeweils eines

Rinnenabschnitts (10, 11) im Bereich einer Außeneckkante (18) der Rinnenabschnitte (10, 11) einen spitzen Winkel bilden.

4. Verbindungseckstück nach Anspruch 3

da d u rch geken nzeich net, dass

das erste und zweite Bodenelement (16a, 16b) und ein drittes

Bodenelement (16c) jeweils eines Rinnenabschnitts (10, 11) im Bereich der Zuflussöffnung (14) bzw. im Bereich der Abflussöffnung (15) einen spitzen Winkel bilden.

5. Verbindungseckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche

da d u rch geken nzeich net, dass die Bodenelemente (16a, 16b, 16c) mehreckig, insbesondere dreieckig ausgebildet sind.

6. Verbindungseckstück nach Anspruch 5

da d u rch geken nzeich net, dass

die Ecken des ersten Bodenelements (16a) im Bereich der Außeneckkante (18), im Bereich einer Inneneckkante (19) der Rinnenabschnitte (10, 11) und im Bereich der Zuflussöffnung (14) bzw. im Bereich der

Abflussöffnung (15) angeordnet sind.

7. Verbindungseckstück nach Anspruch 5 oder 6

da d u rch geken nzeich net, dass

die Kanten (20) der Zuflussöffnung (14) bzw. die Kanten (20) der Abflussöffnung (15) jeweils durch Seiten der zweiten und dritten

Bodenelemente (16b, 16c) gebildet sind.

8. Verbindungseckstück nach einem der Ansprüche 5 bis 7

da d u rch geken nzeich net, dass

das erste Bodenelement (16a) des einen Rinnenabschnitts (10) und das erste Bodenelement (16a) des anderen Rinnenabschnitts (11) zusammen ein gleichschenkliges Dreieck bilden, dessen Grundseite mittig an die Inneneckkante (19) angrenzt und dessen Spitze an die Außeneckkante (18) angrenzt.

9. Verbindungseckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche

da d u rch geken nzeich net, dass

die Bodenelemente (16a, 16b, 16c) der beiden Rinnenabschnitte (10, 11) symmetrisch angeordnet sind.

10. Verbindungseckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche

da d u rch geken nzeich net, dass

die Höhe der Seitenwände (12a, 12b) an das Gefälle angepasst ist.

11. Rinnenabschnitt für ein Verbindungseckstück für eine Entwässerungsrinne mit Seitenwänden (12a, 12b) und einem Rinnenboden (13), die eine Zuflussöffnung (14) und eine Abflussöffnung (15) bilden,

da d u rch geken nzeich net, dass die Zuflussöffnung (14) und die Abflussöffnung (15) zur Ausbildung eines Gefälles in unterschiedlichen Höhenlagen bezogen auf eine

Referenzebene angeordnet sind, die durch die Oberkante (17) der Seitenwände (12a, 12b) verläuft, wobei der Rinnenboden (13) aus mehreren Bodenelementen (16a, 16b, 16c) gebildet ist, die wenigstens in Gefällerichtung geneigt angeordnet sind.

Description:
Verbindungseckstück für eine Entwässerungsrinne und Rinnenabschnitt

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verbindungseckstück für eine Entwässerungsrinne mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Ein derartiges

Verbindungseckstück ist beispielsweise aus CH 710 293 A2 bekannt. Die

Erfindung betrifft ferner einen Rinnenabschnitt für ein derartiges

Verbindungseckstück.

Zur Entwässerung an Oberflächen werden üblicherweise Rinnen verwendet, die über Gitterroste oder Schlitze das Oberflächenwasser aufnehmen und dieses mit einer zum Entwässerungspunkt hin abfallenden Neigung abführen. Die Einstellung der Neigung ist bei geraden Rinnen unproblematisch. In Eckbereichen des Rinnensystems, also dort, wo sich gerade Rinnen unter einem Winkel schneiden, werden üblicherweise Verbindungseckstücke verbaut, die keine Neigung aufweisen. In den Eckbereichen wird die Entwässerung daher nicht durch ein Gefälle unterstützt, so dass es dort zu Restwasser und Ablagerungen kommen kann. Die Eckbereiche eines Entwässerungssystems sind deshalb unter

hygienischen Gesichtspunkten kritisch.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verbindungseckstück der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass der Abfluss von

Oberflächenwasser in den Eckbereichen eines Rinnensystems sicher

vonstattengeht und hygienische Probleme vermieden oder zumindest verringert werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit Blick auf das Verbindungseckstück durch den Gegenstand des Anspruchs 1 und mit Blick auf den Rinnenabschnitt durch den Gegenstand des Anspruchs 11 gelöst. Insbesondere wird die Aufgabe durch ein Verbindungseckstück für eine

Entwässerungsrinne mit zwei winkelförmig angeordneten Rinnenabschnitten gelöst, die jeweils Seitenwände und einen Rinnenboden aufweisen. Die

Rinnenabschnitte bilden eine Zuflussöffnung und eine Abflussöffnung des

Verbindungseckstücks. Die Zuflussöffnung und die Abflussöffnung sind zur Ausbildung eines Gefälles in unterschiedlichen Höhenlagen bezogen auf eine Referenzebene angeordnet. Die Referenzebene verläuft durch die Oberkante der Seitenwände. Der Rinnenboden jeweils eines Rinnenabschnitts ist aus mehreren Bodenelementen gebildet, die dem Gefälle entsprechend geneigt angeordnet sind .

Die Erfindung hat mehrere Vorteile.

Zum einen ist das Verbindungseckstück als solches mit einem Gefälle

ausgestattet, da die Zuflussöffnung und die Abflussöffnung in unterschiedlichen Höhenlagen angeordnet sind . Das Verbindungseckstück kann daher horizontal verbaut werden, beispielsweise zur Oberflächenentwässerung einer horizontalen Fläche, wobei durch das eingebaute Gefälle des Verbindungseckstücks sicher bewirkt wird, dass das durch die Zuflussöffnung in das Verbindungseckstück eintretende Oberflächenwasser vollständig aus der Abflussöffnung austritt und zum Entwässerungspunkt weitergeleitet wird.

Die unterschiedlichen Höhenlagen der Zuflussöffnung und der Abflussöffnung sind bezogen auf eine Referenzebene angeordnet, die durch die Oberkante der

Seitenwände verläuft. Dies bedeutet, dass das Verbindungseckstück als solches ein Gefälle aufweist und deshalb horizontal, d. h. in einer Ebene mit der zu entwässernden Oberfläche ausgerichtet werden kann. Mit anderen Worten ist der Rinnenboden geneigt, wenn das Verbindungseckstück so verbaut wird, dass die Oberkante der Seitenwände und damit die durch die Oberkante verlaufende Referenzebene horizontal angeordnet ist. Bezogen auf die in der Einbaulage horizontale Referenzebene ist dann die Zuflussöffnung höher angeordnet als die Abflussöffnung, wodurch sich das gewünschte Gefälle ergibt.

Die Erfindung sieht ferner vor, dass der Rinnenboden jeweils eines

Rinnenabschnitts aus mehreren Bodenelementen gebildet ist. Die Bodenelemente sind miteinander verbunden und bilden zusammen den Rinnenboden. Die

Bodenelemente sind wenigstens in Richtung des Gefälles zwischen der

Zuflussöffnung und der Abflussöffnung entsprechend geneigt angeordnet. Dadurch wird bewirkt, dass das durch das Verbindungseckstück strömende Wasser möglichst vollständig abfließen kann.

Die Neigung der Bodenelemente wenigstens in Gefällerichtung bedeutet, dass die Bodenelemente zusätzlich in andere Richtungen geneigt sein können, um die Herstellung zu erleichtern.

Die Zusammensetzung des Rinnenbodens aus mehreren Bodenelementen hat Vorteile für die Herstellung des Verbindungseckstücks, da die Gehrung, also die Eckverbindung zwischen den beiden Rinnenabschnitten, durch geometrische Anpassung und entsprechenden Neigung der Bodenelemente gebildet werden kann. Mit anderen Worten erlauben die Bodenelemente eine gewisse Entkopplung des Gefälles des Rinnenbodens von den geometrischen Begrenzungen durch die Seitenwände, da die Neigung der einzelnen Bodenelemente an die Gesamtneigung des Rinnenbodens, d . h. an das in Längsrichtung des jeweiligen Rinnenabschnitts verlaufende Gefälle angepasst werden kann. Die einzelnen Bodenelemente können dazu zumindest teilweise relativ zueinander unterschiedlich geneigt sein.

Bei einer bevorzugten Ausführung sind die Neigungswinkel der Bodenelemente derart ausgerichtet, dass die Abflussöffnung die tiefste Stelle der

Rinnenabschnitte bzw. des Verbindungseckstücks bildet. Durch diese Neigung der Bodenelemente wird erreicht, dass bei der Linienentwässerung im Bereich des Verbindungseckstücks das in das Verbindungseckstück einströmende

Oberflächenwasser von jedem Punkt des Verbindungseckstücks zur

Abflussöffnung hin abgeführt wird (Totalentwässerung).

Vorzugsweise umfassen die Bodenelemente jeweils eines Rinnenabschnitts ein erstes und ein zweites Bodenelement, die im Bereich einer Außeneckkante des Rinnenabschnitts einen spitzen Winkel bilden. Dies hat den Vorteil, dass die beiden Bodenelemente in verschiedene Richtungen geneigt angeordnet sein können.

Die Bodenelemente jeweils eines Rinnenabschnitts können bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ein drittes Bodenelement aufweisen. Das erste und zweite Bodenelement sowie das dritte Bodenelement jeweils eines Rinnenabschnitts können im Bereich der Zuflussöffnung bzw. im Bereich der Abflussöffnung einen spitzen Winkel bilden. Mit anderen Worten laufen wenigstens drei Bodenelemente eines Rinnenabschnitts im Bereich der Zuflussöffnung bzw. im Bereich der Abflussöffnung spitz zusammen. Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass die Zuflussöffnung bzw. die Abflussöffnung an die Kontur der jeweiligen

Anschlussrinne gut angepasst werden kann. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn der Boden der jeweiligen Anschlussrinne eine V-Form aufweist. Der spitze Winkel, den die drei Bodenelemente im Bereich er Zuflussöffnung bzw. der Abflussöffnung bilden, geht dann in die Spitze der V-Form der Anschlussrinne und somit in den tiefsten Punkt des Rinnenbodens der Anschlussrinne über.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführung sind die Bodenelemente mehreckig, insbesondere dreieckig ausgebildet. Die Dreieckform der Bodenelemente ist besonders gut geeignet, um im Bereich des Verbindungseckstücks durch unterschiedliche Neigung der Bodenelemente ein Gesamtgefälle einzustellen, ohne dass hierfür die Bodenelemente bei der Herstellung verformt werden müssen. Damit können flache Bodenelemente verwendet werden.

Vorzugsweise sind die Ecken des ersten Bodenelements im Bereich der

Außeneckkante, im Bereich einer Inneneckkante der Rinnenabschnitte und im Bereich der Zuflussöffnung bzw. im Bereich der Abflussöffnung angeordnet. Das erste Bodenelement bildet somit ein mittleres Bodenelement, insbesondere Dreieck, das die Innenbegrenzungen der Rinne, d . h. die Seitenwände und die Kanten der Zuflussöffnung bzw. Abflussöffnung nur an den Ecken und somit punktuell berührt. Dadurch kann die Neigung des ersten Bodenelements besonders gut eingestellt werden, da die Seiten des ersten Bodenelements von der Kontur der Innenbegrenzung im Wesentlichen entkoppelt sind .

Weiter vorzugsweise sind die Kanten der Zuflussöffnung bzw. die Kanten der Abflussöffnung jeweils durch Seiten der zweiten und dritten Bodenelemente gebildet. Dadurch lässt sich die Anschlusskontur des Verbindungseckstücks besonders gut an Anschlusskontur der mit dem Verbindungseckstück zu verbindenden Entwässerungsrinnen anpassen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bilden das erste Bodenelement des einen Rinnenabschnitts und das erste Bodenelement des anderen

Rinnenabschnitts zusammen ein gleichschenkliges Dreieck. Die Grundseite des gleichschenkligen Dreiecks grenzt an die Inneneckkante und die Spitze an die Außeneckkante an. Dadurch wird ein guter Übergang von geraden Entwässerungsrinnen geschaffen, die mit der Zufluss- bzw. Abflussöffnung des Verbindungseckstücks verbunden sind, da das gleichschenklige Dreieck aufgrund seiner Lage sowohl in Längsrichtung der beiden Rinnenabschnitte als auch von außen nach innen, d .h. von der Außeneckkante zur Inneneckkante hin geneigt sein kann.

Die Bodenelemente der beiden Rinnenabschnitte können symmetrisch angeordnet sein. Diese Ausbildung bietet sich besonders dann an, wenn das

Verbindungseckstück symmetrisch, d . h. mit gleich langen Rinnenabschnitten ausgebildet ist.

Vorzugsweise ist die Höhe der Seitenwände an das Gefälle angepasst. Mit anderen Worten nimmt die Höhe der Seitenwände mit zunehmendem Abstand von der Zuflussöffnung hin zu . Die sich ändernde Höhe der Seitenwände bestimmt den Gradient, mit dem das Gefälle das Oberflächenwasser durch das

Verbindungseckstück leitet.

Im Rahmen der Erfindung wird ein Rinnenabschnitt beansprucht, der mit einem weiteren Rinnenabschnitt zu einem erfindungsgemäßen Verbindungseckstück verbunden werden kann. Der Rinnenabschnitt bildet die Grundeinheit in der Form eines geraden Schenkels des Verbindungseckstücks. Die wesentlichen Merkmale und Vorteile des Rinnenabschnitts sind daher weiter oben im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verbindungseckstück erläutert. Hierauf wird Bezug genommen. Zu beachten ist, dass die Zuflussöffnung und die Abflussöffnung des einzelnen erfindungsgemäßen Rinnenabschnitts nicht mit der Zufluss- bzw. der Abflussöffnung des Verbindungseckstücks übereinstimmen müssen. So entspricht die Abflussöffnung des Wasser zuführenden Rinnenabschnitts der Gehrungskante, d. h. der schrägen Kante, an der der Rinnenabschnitt zur Herstellung des

Verbindungseckstücks mit dem weiteren Rinnenabschnitt verbunden wird .

Umgekehrt entspricht die Zuflussöffnung des Wasser abführenden

Rinnenabschnitts der Gehrungskante.

Die Erfindung wird nachfolgend mit weiteren Einzelheiten unter Bezug auf die beigefügten schematischen Figuren näher erläutert. In diesen zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Verbindungseckstücks nach einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel, bei dem drei Bodenelemente je Rinnenabschnitt vorgesehen sind;

Fig. 2 eine Draufsicht auf das Verbindungseckstück nach Fig. 1 und

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Verbindungseckstücks nach Fig. 1 mit einer daran angeschlossenen geraden Entwässerungsrinne.

In den Figuren 1 bis 3 ist ein Verbindungseckstück dargestellt, das in

Entwässerungssystemen für die Linienentwässerung zum Einsatz kommt. Dazu wird das Verbindungseckstück mit zwei Entwässerungsrinnen verbunden, von denen eine in Fig. 3 dargestellt ist.

Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 kann auch als L-förmiges

Verbindungseckstück verstanden werden, bei dem der längere Schenkel einen zusätzlichen geraden Rinnenabschnitt mit integriertem Gefälle umfasst.

Das Verbindungseckstück weist zwei winkelförmig, konkret unter einem rechten Winkel angeordnete Rinnenabschnitte 10, 11 auf, die eine Zuflussöffnung 14 und eine Abflussöffnung 15 bilden. Durch die Zuflussöffnung 14 strömt das von der angeschlossenen Entwässerungsrinne (Fig. 3) kommende Oberflächenwasser in das Verbindungseckstück ein, wird im Verbindungseckstück abgelenkt und verlässt dieses in einer anderen Strömungsrichtung durch die Abflussöffnung 15, die mit einer weiteren Entwässerungsrinne verbunden sein kann (nicht

dargestellt). Jeder einzelne Rinnenabschnitts 10, 11 weist zwei Seitenwände 12a, 12b und einen Rinnenboden 13 auf, der zwischen den beiden Seitenwänden 12a, 12b angeordnet ist und mit diesem zusammen einen Strömungskanal bildet. Der Strömungskanal ist an sich bekannter Weise nach oben offen, sodass seitlich und von oben durch einen (nicht dargestellten) Gitterrost Oberflächenwasser in das Verbindungseckstück einströmen kann.

In den Figuren 1 und 3 ist gut zu erkennen, dass der Rinnenboden 13 des Verbindungseckstücks geneigt ist. Dazu ist die Zuflussöffnung 14 höher als die Abflussöffnung 15 angeordnet. Die Höhenlage der Zuflussöffnung 14 und der Abflussöffnung 15 bezieht sich jeweils auf eine imaginäre Referenzebene, die durch die Oberkante 17 der beiden Seitenwände 12a, 12b verläuft. Mit anderen Worten ist der Abstand des Rinnenbodens 13 zu dieser Referenzebene im Bereich der Zuflussöffnung 14 kleiner als der Abstand des Rinnenbodens 13 zu der Referenzebene im Bereich der Abflussöffnung 15. Dies ist gut in Fig. 1 zu erkennen.

Wenn das Verbindungseckstück horizontal verbaut wird, die Referenzebene also horizontal verläuft, stellt sich zwangsläufig das gewünschte Gefälle im

Verbindungseckstück ein. Das Gefälle lässt sich auch gut an der sich ändernden Höhe der Seitenwände 12a, 12b erkennen, die ausgehend von der Zuflussöffnung 14 in Richtung der Abflussöffnung 15 zunimmt.

Der Rinnenboden 13 ist aus mehreren Bodenelementen 16a, 16b, 16c gebildet.

Die Bodenelemente 16a, 16b, 16c ermöglichen die Ausbildung des gewünschten Gefälles, ohne dass dafür die Bodenelemente bei der Herstellung des

Verbindungseckstücks verformt werden müssen. Es können also ebene

Bodenelemente verwendet werden, die mit unterschiedlichen Neigungen zur Bildung des Rinnenboden 13 verbunden werden. Die Bodenelemente sind dabei so geneigt, dass die Abflussöffnung 15 die tiefste Stelle des Verbindungseckstücks bildet, sodass eine optimale Entwässerung in den Eckbereichen eines

Rinnensystems erreicht wird.

Bei dem Ausgangsbeispiel gemäß Figuren 1 bis 3 sind die Bodenelemente 16a, 16b, 16c als dreieckförmige Bodenelemente ausgebildet. Andere geometrische Formen sind möglich.

Das in den Figuren dargestellte Verbindungseckstück weist insgesamt sechs Bodenelemente 16a, 16b, 16c auf. Davon bilden jeweils drei Bodenelemente 16a, 16b, 16c den Rinnenboden 13 eines Rinnenabschnitts 10, 11. Eine andere Anzahl von Bodenelementen ist möglich. Insbesondere ist es möglich, die einzelnen dreieckförmigen Bodenelemente 16a, 16b, 16c weiter zu unterteilen.

Die Bodenelemente eines Rinnenabschnitts 10, 11 weisen ein erstes

dreieckförmiges Bodenelement 16a auf, das so angeordnet ist, dass die Ecken des ersten Bodenelements 16a die Innenbegrenzungen des Verbindungseckstücks berühren. Das bedeutet, dass die Seitenlinien des ersten dreieckigen Bodenelements 16a von den Innenbegrenzungen des Verbindungseckstücks beabstandet sind, wie in Fig. 2 gut zu erkennen. Konkret sind die Ecken des ersten Bodenelements 16a im Bereich der Außeneckkante 18, der Inneneckkante 19 und der Kante 20 der Zuflussöffnung 14 bzw. der Kante 20 der Abflussöffnung 15 angeordnet.

Zwischen der Außeneckkante 18 und der Inneneckkante 19 verläuft die

Verbindungskante zwischen den beiden Rinnenabschnitten 10, 11 des

Verbindungseckstücks (Gehrung).

Das zweite dreieckige Bodenelement 16b ist zwischen dem ersten Bodenelement 16a und der äußeren Seitenwand 12a des jeweiligen Rinnenabschnitts 10, 11 angeordnet. Die äußeren Seitenwand 12a des jeweiligen Rinnenabschnitts 10, 11 ist längere Seitenwand. Die innere Seitenwand 12b ist die kürzere Seitenwand.

Das zweite Bodenelement 16b erstreckt sich also mit einer Seitenlinie entlang der äußeren Seitenwand 12a. Eine weitere Seitenlinie des zweiten Bodenelements 16b bildet die Verbindung mit dem ersten Bodenelements 16a. Die dritte Seitenlinie des zweiten Bodenelements 16b bildet einen Teil der Kante 20 der Zuflussöffnung 14 bzw. einen Teil der Kante 20 der Abflussöffnung 15.

In entsprechender Weise ist das dritte dreieckige Bodenelement 16c zwischen dem ersten Bodenelements 16a und der inneren Seitenwand 12b, d.h. der kurzen Seitenwand 12b des Verbindungseckstücks angeordnet. Auch hier verläuft eine Seitenlinie des dritten Bodenelements 16c entlang der inneren Seitenwand 12b. Eine weitere Seitenlinie ist dritten Bodenelements 16c bildet die Verbindung mit dem ersten Bodenelement 16a. Die dritte Seitenlänge des dritten Bodenelements 16c bildet einen Teil der Kante der Zuflussöffnung 14 bzw. der Abflussöffnung 15, sodass das zweite und dritte Bodenelement 16b, 16c zusammen die Bodenkante der Zuflussöffnung 14 bzw. der Abflussöffnung 15 bilden.

Wie in Fig. 2 gut zu erkennen, laufen die Ecken der ersten und zweiten

Bodenelemente 16a, 16b im Bereich der Außeneckkante 18 zusammen. Dies gilt für die ersten und zweiten Bodenelemente 16a, 16b beider Rinnenabschnitte 10, 11, sodass sich im Bereich der Außeneckkante insgesamt 4 Bodenelemente treffen. Im Bereich der Inneneckkante 19 treffen sich ebenfalls 4 Bodenelemente und zwar jeweils die ersten Bodenelemente 16a und die dritten Bodenelemente 16c der Rinnenabschnitte 10, 11.

Die beiden ersten Bodenabschnitte 16a der Rinnenabschnitte 10, 11 bilden zusammen ein gleichschenkliges Dreieck, dessen Grundlinie mittig die

Inneneckkante 19 berührt bzw. von dieser mittig geteilt wird. Die

Verbindungslinie zwischen den beiden ersten Bodenelementen 16a, 16a bildet zugleich die Verbindungslinie zwischen der Inneneckkante 19 und der

Außeneckkante 18.

Die Bodenelemente sind so geneigt, dass diese einerseits das Längsgefälle des jeweiligen Rinnenabschnitts 10, 11 unterstützen. Andererseits sind die

Bodenelemente zumindest teilweise nach innen in Richtung der Mittellängsachse des jeweiligen Rinnenabschnitts 10, 11 geneigt, sodass das Oberflächenwasser sowohl von der Zuflussöffnung 14 zur Abflussöffnung 15 als auch von den

Seitenwänden 12a, 12b nach innen strömen kann.

Die Anordnung der Bodenelemente im Bereich der Zuflussöffnung 14 bzw. der Abflussöffnung 15 ist so gestaltet, dass die im Bereich der Zuflussöffnung 14 bzw. der Abflussöffnung 15, konkret auf der jeweiligen Bodenkante 20 angeordnete Ecke des ersten Bodenelements 16a mit dem tiefsten Punkt der angeschlossenen Entwässerungsrinne zusammenfällt, wie in Fig. 3 gut zu sehen. Außerdem sind die Kanten 20 der Zuflussöffnung 14 bzw. der Abflussöffnung 20 unter dem selben Winkel geneigt, wie der Rinnenboden der V-förmigen Entwässerungsrinne, die mit dem Verbindungseckstück verbunden ist. Die Neigung der Kanten 20 der Zuflussöffnung 14 bzw. der Abflussöffnung 15 ist in Fig. 1 gut zu sehen.

Die Anordnung der Bodenelemente 16a, 16b, 16c der beiden Rinnenabschnitte 10, 11 stimmt im Wesentlichen überein.

Das erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel hat den Vorteil, dass nicht nur das Oberflächenwasser im Verbindungseckstück optimal abgeführt wird, sondern auch das eine im wesentliche verzugfreie Herstellung des Verbindungseckstücks trotz des integrierten Gefälles möglich ist.