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Title:
CONNECTING ELEMENT FOR A FRICTION WELD CONNECTION FOR CONNECTING AT LEAST TWO PLATE-LIKE COMPONENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/124482
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connecting element (1) for a friction weld connection for connecting at least two plate-like components (8, 9), having a centering part (4) for centering and guiding the connecting element (1) subjected to rotation and pressure during penetration of the upper component or components (8) by a mandrel (2), the length thereof being adapted to the thickness of the upper component or components (8). The centering part protrudes as a pin (4, 13, 16, 18) from a substantially flat cross-sectional area of the mandrel transitioning into the friction weld connection and is formed so short and thin relative to the length of the mandrel that, after penetrating the upper component or components, the material of said centering part softens and the centering part thus practically completely transitions into the friction weld connection.

Inventors:
CHRIST, Eberhard (Bergstraße 5, Tambach-Dietharz, 99897, DE)
Application Number:
EP2011/054620
Publication Date:
October 13, 2011
Filing Date:
March 25, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EJOT GMBH & CO. KG (Untere Bienhecke, Bad Laasphe, 57334, DE)
CHRIST, Eberhard (Bergstraße 5, Tambach-Dietharz, 99897, DE)
International Classes:
B23K20/12
Attorney, Agent or Firm:
BARDEHLE, Heinz et al. (Bajuwarenring 21, Oberhaching, 82041, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

Verbindungselement (1 ) für eine Reibschweißverbindung zur Verbindung von mindestens zwei plattenartigen Bauteilen (8,9) mit einem Zentrierteil (4) zum zentrierten Führen des unter Rotation und Druck stehenden Verbindungselementes (1) während eines Durchdringens des bzw. der oberen Bauteile (8) durch einen Dorn (2), der hinsichtlich seiner Länge an die Stärke des bzw. der oberen Bauteile (8) angepasst ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrierteil als Stift (4, 13, 16) aus einer in die Reibschweißverbindung eingehenden, im wesentlichen ebenen Querschnittsfläche (6, 12) des Doms (2) ragt und in Bezug auf die Länge des Domes (2) so kurz und dünn ausgebildet ist, dass es nach Durchdringen des bzw. der oberen Bauteile (8) praktisch vollständig unter Erweichen seines Materials in die Reibschweißverbindung eingeht.

Verbindungselement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (2) eine das Zentrierteil (13) umgebende Vertiefung (14) zur Aufnahme von erweichtem Material des Zentrierteils (13) aufweist.

Verbindungselement nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (4) zylindrisch ausgebildet ist.

Verbindungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (16) konisch ausgebildet ist.

Verbindungselement nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (18) eine zentrale Vertiefung (19) aufweist.

Description:
Verbindungselement für eine Reibschweißverbindung zur Verbindung von mindestens zwei plattenartigen Bauteilen

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verbindungselement für eine Reibschweißverbindung zur Verbindung von mindestens zwei plattenartigen Bauteilen mit einem Zentrierteil zum zentrierten Führen des unter Rotation und Druck stehenden Verbindungselementes während eines Durchdringens des bzw. der oberen Bauteile durch einen Dorn, der hinsichtlich seiner Länge an die Stärke des bzw. der oberen Bauteile angepasst ist.

Für die feste Verbindung von zwei plattenartigen Bauteilen ist der Vorgang des Reibschweißes bereits eingesetzt worden, wie sich zum Beispiel aus der US-PS 3,477, 115 ergibt. In dieser Druckschrift wird ein Verbindungselement auf zwei aufeinander liegende Metallplatten aufgesetzt und unter Rotation durch das obere Bauteil hindurch gedrückt, wobei sich aufgrund von Reibungswärme im Bereich eines Domes als Bestandteil des Verbindungselementes eine solche Erhitzung des oberen Bauteils ergibt, dass dieses im Bereich des Domes zum Schmelzen gebracht wird, so dass der Dorn bis in den Bereich des unteren Bauteil vordringen kann und hier nach Anhalten der Rotation des Verbindungselementes in erstarrtem Material des oberen und unteren Bauteiles verbleibt, wobei ein an dem Verbindungselement angebrachter Bund durch Aufsetzen auf das obere Bauteil dafür sorgt, dass die beiden Bauteile fest miteinander verbunden bleiben.

Es ist weiterhin durch die DE 10 2009 006 775 A1 ein Verbindungselement zur Verbindung zweier aneinander anliegenden Werkstücke veröffentlicht worden, bei denen es sich gemäß dem

Ausführungsbeispiel um zwei Blechbauteile handelt. Das Verbindungs- bzw. Fügeelement weist als charakteristisches Merkmal einen balligen Vorsprung auf, der nach Art eines abgerundeten Doms gestaltet ist, wodurch das Fügen zweier Werkstücke verbessert werden soll. Besondere Gründe hierfür sind in der Druckschrift nicht angegeben.

Bei diesen Gestaltungen der Erstellung einer Verbindung zwischen zwei plattenartigen Bauteilen hat sich bereits ergeben, dass man den Verbindungselementen im Bereich ihres Domes eine spitzkonische Gestaltung geben kann, durch die der relativ spitz verlaufende Abschnitt eine Zentrierfunktion ausübt (siehe DE 10 2006 013 529 A1). Dabei handelt es sich um eine relativ komplexe Gestaltung, für die ein aufwendiges Herstellungsverfahren erforderlich ist, so dass diese Gestaltung für eine kostengünstige, presstechnische Massenfertigung ungeeignet ist und offensichtlich sich bisher diesbezüglich auch nicht durchgesetzt hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungselement zu schaffen, das mit geringem Fabrikationsaufwand hergestellt werden kann und für die Verbindung von mindestens zwei plattenartigen Bauteilen besonders gut geeignet ist, so dass mit ihm in einem stetigen Folgeprozess eine Reibschweißverbindung von mindestens zwei Plattenbauteilen in kontinuierlichem Betrieb herbeigeführt werden kann, wobei das Verbindungselement aufgrund seiner Gestaltung einerseits seine genaue Führung zu der Reibschweißverbindung gewährleistet und andererseits die sichere Verbindung der beiden Platten sicherstellt.

Das erfindungsgemäße Verbindungselement ist dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrierteil als Stift aus einer in die Reibschweißverbindung eingehenden, im wesentlichen ebenen Querschnittsfläche des Doms ragt und in Bezug auf die Länge des Domes so kurz und dünn ausgebildet ist, dass es nach Durchdringen des bzw. der oberen Bauteile praktisch vollständig unter Erweichen seines Materials in die Reibschweißverbindung eingeht.

Das Verbindungselement mit einem für die Reibschweißverbindung zuständigen Dorn und einem als Stift ausgebildeten Zentrierteil lässt sich wegen dessen kurzer dünner Gestaltung in besonders günstiger Weise herstellen. Das als Stift ausgebildete Zentrierteil sorgt dabei von Anfang an dafür, dass es die Elemente sicher führen und somit seine Aufgabe konzentriert auf die vorgesehene

Verbindungsstelle ausüben kann. Durch das kurze und dünne Zentrierteil lässt sich der Dorn von einem Abwandern von der betreffenden Einsatzstelle sicher abhalten, so dass jeder Verbindungsvorgang konzentriert durch das als Stift ausgebildete Zentrierteil durchgeführt werden kann und die aufgebrachte Reibenergie ausschließlich auf die betreffende Stelle des eindringenden Verbindungselementes konzentriert wird.

Das Verbindungselement lässt sich auch mit einer das Zentrierteil umgebenden Vertiefung gestalten, die zur Aufnahme des erweichten Materials des Zentrierteils dient, wenn das Zentrierteil das unterste Bauteil erreicht hat. Dies kann sich günstig auf den Reibschweißvorgang auswirken, weil verhindert wird, dass erweichtes Material des Zentrierstiftes zwischen die Querschnittsfläche des Domes und die untere Platte gelangt.

Das Zentrierteil kann man als zylindrischen Stift gestalten, es ist aber auch möglich, den Stift konisch auszubilden. Darüber hinaus kann man dem Stift eine zentrale Vertiefung geben, so dass dieser ähnlich einem hohlen Zylinder ausgebildet ist, was das Volumen des Stiftes verringert und auch die

Führungsfunktion des Stiftes und seiner Herstellbarkeit verbessert.

In den Figuren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Figur 1 das Verbindungselement allein mit einem aus dem Dorn des

Verbindungselementes herausragenden kurzen zylindrischen Stift,

Figur 2 das Verbindungselement gemäß Figur 1 , aufgesetzt auf das obere

plattenförmigen Bauteilen,

Figur 3 das Verbindungselement nach Durchdringen des oberen Bauteiles mit

weitgehend deformiertem Stift, Figur 4 die fertige Reibschweißverbindung mit dem Verbindungselement und

plattenförmigen Bauteilen,

Figur 5 ein Verbindungselement mit einer das Zentrierteil umgebenden Vertiefung, Figur 6 das Verbindungselement mit einem das Zentrierteil bildenden konisch

ausgebildeten Stift,

Figur 7 das Verbindungselement mit flach konischer Querschnittsfläche des Domes, Figur 8 das Verbindungselement mit einem Stift mit zentraler Vertiefung.

In der Figur 1 ist das Verbindungselement 1 dargestellt, das aus dem Dorn 2 und dem an diesem angesetzten Bund 3 besteht. Auf der dem Bund 3 abgewandten Seite des Doms 2 ragt aus diesem der das Zentrierteil bildende Stift 4 heraus, der gegenüber dem Dorn 2 besonders kurz und dünn ausgebildet ist, dabei aber im wesentlichen eine zylindrische Gestalt besitzt. Der Stift 4 besitzt aus fabrikatorischen Gründen eine leicht abgerundete Stirnfläche 5 und ragt als Zylinder aus der ebenen Querschnittsfläche 6 des Domes 2 heraus. Der Bund 3 weist noch eine Werkzeugaufnahme 7 auf, die hier als Innensechskant ausgebildet ist und von einem entsprechenden Sechskantschlüssel ausgefüllt werden kann, über den dann das Verbindungselement 1 für den Verbindungsvorgang in Drehung gesetzt werden kann.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel des Verbindungselementes 1 besitzt dessen Dorn 2 eine Länge von 5 bis 6 mm und einen Durchmesser von etwa 4-5 mm. Der Stift 4 ist 0,5-1 mm lang mit einem

Durchmesser von 1-2 mm. Je nach Größe des Verbindungselementes können für seine Bestandteile natürlich auch andere Größen gewählt werden.

Das Verbindungselement 1 gemäß Figur 1 ist in der Figur 2 zusammen mit zwei plattenförmigen Bauteilen dargestellt, und zwar in einer 1. Lage, in der das Verbindungselement 1 mit seiner

Querschnittsfläche 6 auf das obere Bauteil 8 aufgesetzt hat, wobei der Stift 4 gerade in das Material des Bauteils 8 eingedrungen ist und diesbezüglich seine Zentrierfunktion ausüben kann. In der in der Figur 2 dargestellten 1. Lage befindet sich das Verbindungselement 1 in Drehung, wonach in bekannter Weise ein Reibschweiß Vorgang eingeleitet wird. Das Verbindungselement 1 drückt dabei mit seiner

Querschnittsfläche 6 auf das obere Bauteil 8 und bewirkt aufgrund von erzeugter Reibungshitze ein Aufweichen des Bauteils 8, so dass das Verbindungselement 1 das Bauteil 8 durchdringen kann und mit seinem Stift 4 schließlich auf die Oberfläche des Bauteils 9 auftrifft, wobei während dieses

Durchdringungsvorgangs bei zentrierender Führung des Domes 2 durch den Stift 4 das Material des Stiftes 4 aufgeweicht wird und schließlich vollständig deformiert wird. Mit dem Auftreffen des Stiftes 4 auf die Oberfläche des Bauteils 9 in einer 2. Lage wird der Stift 4 deformiert und nimmt dann die verbreitete Gestalt 10 ein, wie sie in der Figur 3 dargestellt ist. Mit Fortschreiten der Axialbewegung fließt der Stift schließlich vollständig in die Breite, sodass die

Querschnittsfläche 6 mit der Platte 9 in Berührung kommen kann und eine Reibschweißverbindung bildet. Aufgrund des geringen Durchmessers, der kleinen Länge und damit des geringen Volumens des Stiftes wird der Reibschwei ßprozess durch den Stift nicht behindert.

Der beendete Reibschweißvorgang zwischen Verbindungselement 1 und dem unteren Bauteil 9 ist dann in der Figur 4 dargestellt, wo der eng schraffierte Bereich 1 1 eine Reibschweißzone darstellt, über die das Verbindungselement 1 fest mit dem unteren Bauteil 9 verbunden ist, wobei der Bund 3 des Verbindungselements 1 das obere Bauteil 8 fest an das untere Bauteil 9 drückt.

In der Figur 5 ist eine Abwandlung der Gestaltung des Stiftes dargestellt. Es handelt sich dabei um das Verbindungselement 1 mit dem Bund 3 und dem Dorn 2, aus dem auf seiner vorderen

Querschnittsfläche 12 der Stift 13 herausragt, der hier eng von einer Ringvertiefung 14 umgeben ist, die dazu dient, das beim Eindrehen des Verbindungselements 1 in das obere Bauteil 8 aus dem Stift 13 verdrängte Stiftmaterial aufzunehmen, so dass dieses den späteren Reibschweißvorgang zwischen der Querschnittsfläche 6 des Domes 2 und dem betreffenden oberen Bauteil nicht stören kann.

In der Figur 6 ist eine weitere Abwandlung des Verbindungselements 1 dargestellt, bei dem der Bund 15 als Außensechskant dargestellt ist, der damit von einem entsprechenden Sechskantschlüssel aufgenommen werden kann. Der Stift 16 ist hier schwach konisch ausgebildet. Am Rand der

Querschnittsfläche 6 ist hier die Abschrägung 17 dargestellt, durch die das Fließen des verdrängten Materials aus der Platte 8 verbessert wird.

Figur 7 zeigt eine Abwandlung des Verbindungselementes 1 , die darin besteht, dass die

Querschnittsfläche 20 des Domes 2 flach konisch gestaltet ist. In der Figur 8 ist eine Abwandlung des Verbindungselements 1 dargestellt, bei dem der teilweise im Schnitt dargestellte Stift 18 eine innere Vertiefung 19 aufweist. Der dabei entstehende relativ schmale Rand des Stiftes 18 kann dabei eine stärkere Führung durch den Stift 18 bewirken und das Eindrehen in ein anderes Bauteil erleichtern. Bei dieser Ausführung kann der Durchmesser des Stiftes auch größer sein als 2 mm.