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Patent Searching and Data


Title:
CONNECTION ADAPTER, IN PARTICULAR FOR AIR-CONDITIONING SYSTEMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/050823
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connection adapter (1) for producing a detachable fluid connection between a first fluid system (37) and a second fluid system (38). The connection adapter (1) has a switching valve (4), which is actuable by means of an actuation element (5) for the purposes of selectively opening up and closing off a fluidic connection between a pressure chamber (12) provided in the connection adapter (1) and a valve chamber (31) provided in the connection adapter (1). From the valve chamber (31), a ventilation path leads out of the connection adapter (1), which ventilation path can be closed off and opened by a ventilation shut-off means (2). A fluidic connection from the pressure chamber (12) to the first fluid system (37) can be produced by means of a connection element (15). The valve chamber (31) is fluidically connected to a quick fastener socket (23) for the connection of a connection element (35) of the second fluid system (38), and the connection adapter (1) has a locking mechanism (39) for the quick fastener socket (23). The locking mechanism (39) is restricted to a locked position when the ventilation shut-off means (2) closes off the ventilation path.

Inventors:
HEINRICH, Dirk (Krähwinkeler Weg 22, Leichlingen, 42799, DE)
KÖPP, Andreas (Apfelweg 9, Dormagen, 41542, DE)
Application Number:
EP2017/073286
Publication Date:
March 22, 2018
Filing Date:
September 15, 2017
Export Citation:
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Assignee:
AVL DITEST GMBH (Alte Poststraße 156, 8020 Graz, 8020, AT)
CARL KURT WALTHER GMBH & CO. KG (Westfalenstrasse 2, Haan, 42781, DE)
International Classes:
F16L37/23; F16L37/36
Domestic Patent References:
WO2004005787A22004-01-15
Foreign References:
US20030140971A12003-07-31
US6450199B12002-09-17
JP2015059637A2015-03-30
US5088519A1992-02-18
US3680591A1972-08-01
JP2005331151A2005-12-02
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE PINTER & WEISS OG (Prinz-Eugen-Strasse 70, 1040 Wien, 1040, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Anschlussadapter (1 1 ) zur Herstellung einer lösbaren Fluidverbindung zwischen einem ersten Fluidsystem (37) und einem zweiten Fluidsystem (38),

- wobei der Anschlussadapter (1 1 ) ein Schaltventil (4) aufweist, welches über ein Betätigungselement (5) betätigbar ist, um eine Fluidverbindung zwischen einem in einem Gehäuse (3) des Anschlussadapters (1 1 ) vorgesehenen Druckraum (12) und einem in dem Gehäuse (3) vorgesehenen Ventilraum (31 ) selektiv freizugeben und zu verschließen,

- wobei vom Ventilraum (31 ) ein Entlüftungsweg (40) aus dem Anschlussadapter (1 1 ) herausführt, welcher Entlüftungsweg (40) durch eine Entlüftungssperre (2) verschließ- und offenbar ist,

- wobei über ein Anschlussorgan (15) eine Fluidverbindung von dem Druckraum (12) zu dem ersten Fluidsystem (37) herstellbar ist,

- wobei der Ventilraum (31 ) mit einer Schnellverschlussbuchse (23) zum Anschließen eines Anschlusselements (35) des zweiten Fluidsystems (38) in Fluidverbindung steht, und

- wobei der Anschlussadapter (1 ) einen Verriegelungsmechanismus (39) für die

Schnellverschlussbuchse (23) aufweist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s der Verriegelungsmechanismus (39) auf eine verriegelte Stellung eingeschränkt ist, wenn die Entlüftungssperre (2) den Entlüftungsweg (40) verschließt.

2. Anschlussadapter (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (5) als Drehgriff ausgebildet ist, der zur Betätigung des Schaltventils (4) in eine Gewindebohrung (20) eines Gehäuses (3) einschraubbar ist.

3. Anschlussadapter (1 ) nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (5) beim Einschrauben in Anlagerung an einen Ventilkopf (18) des Schaltventils (4) gelangt, nachdem die Entlüftungssperre (2) den Entlüftungsweg (40) verschlossen hat.

4. Anschlussadapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (5) einen Anschlag (34) aufweist, der den Verriegelungsmechanismus (39) in der verriegelten Stellung blockiert, wenn die Entlüftungssperre (2) den Entlüftungsweg (40) verschließt.

5. Anschlussadapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftungssperre (2) hülsenartig ausgebildet ist und auf dem Gehäuse (3) entlang einer Ventilachse (13) verschiebbar angeordnet ist.

6. Anschlussadapter (1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ge- häuse (3) ein Dichtungselement (6) vorgesehen ist, an dem die Entlüftungssperre (2) beim

Verschließen des Entlüftungsweges (40) in dichtenden Eingriff gelangt.

7. Anschlussadapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (5) mit der Entlüftungssperre (2) drehbar verbunden ist.

Description:
Anschlussadapter, insbesondere für Klimaanlagen

Die Erfindung betrifft einen Anschlussadapter zur Herstellung einer lösbaren Fluidverbindung zwischen einem ersten Fluidsystem und einem zweiten Fluidsystem, insbesondere zur Herstellung einer lösbaren Fluidverbindung zwischen einem Fluidsystem einer Klimaanlage und dem Fluidsystem eines Klimaservicegeräts, wobei der Anschlussadapter ein Schaltventil aufweist, welches über ein Betätigungselement betätigbar ist, um eine Fluidverbindung zwischen einem in einem Gehäuse des Anschlussadapters vorgesehenen Druckraum und einem in dem Gehäuse vorgesehenen Ventilraum selektiv freizugeben und zu verschließen, wobei vom Ventilraum ein Entlüftungsweg aus dem Anschlussadapter herausführt, welcher Entlüftungsweg durch eine Entlüftungssperre verschließ- und offenbar ist, wobei über ein Anschlussorgan eine Fluidverbindung von dem Druckraum zu dem ersten Fluidsystem herstellbar ist, wobei der Ventilraum mit einer Schnellverschlussbuchse zum Anschließen eines Anschlusselements des zweiten Fluidsystems in Fluidverbindung steht, und wobei der Anschlussadapter einen Verriegelungsmechanismus für die Schnellverschlussbuchse aufweist. Anschlussadapter werden beispielsweis verwendet, um eine sichere und lösbare Verbindung zwischen zwei Fluidsystemen herzustellen. Dies ist beispielsweise erforderlich, um Klimaanlagen, insbesondere KFZ-Klimaanlagen, zum Befüllen oder zur Durchführung eines Klimaservices mit einem Klimaservicegerät bzw. einem Kältemittelspeicher zu verbinden. Bisherige Lösungen für Anschlussadapter zur Befüllung/Entleerung von Klimaanlagen, insbesonde- re von Klimaanlagen in der Automobilindustrie, die C02 als Kältemittel verwenden, basieren auf vorhandenen Lösungen für andere Kältemittel und bieten nicht die hohen Dichtheitsanforderung bei gleichzeitig langer Lebensdauer/Betriebszyklen.

Auch bieten bisherige Lösungen keine Dauerhaltbarkeit der Dichtsysteme bei gleichzeitig hoher Dichtheit im Betrieb unter Druck, insbesondere wenn C02 als Kältemittel verwendet wird. Entweder wird eine zweite Energiequelle für den Betrieb benötigt oder mechanisch anfällige Dichtsysteme kommen zu Einsatz. Die Ursachen dafür sind hauptsächlich in den Dichtsystemen bzw. Dichtungsanordnungen für die Entlüftungsfunktion zu finden.

DE 10 2009 012 267 A1 offenbart ein über zwei Kippventile schaltbares 3/2-Wege-Ventil zum Anschließen einer Serviceeinrichtung an eine Klimaanlage. Beide Kippventile werden über einen gemeinsamen Steuerkolben gestellt, wobei ein Kippventil das Hauptventil darstellt, das die Fluidsysteme der Serviceeinrichtung und der Klimaanlage miteinander verbindet bzw. trennt, und das andere Kippventil der Entlüftung dient.

Es ist das Ziel der Erfindung, einen Anschlussadapter zu schaffen, der die Nachteile des Standes der Technik vermeidet, einfach und sicher in der Anwendung ist, und eine hohe Standfestigkeit aufweist. Erfindungsgemäß werden diese und weitere Ziele durch einen Anschlussadapter der eingangs genannten Art erreicht, bei dem der Verriegelungsmechanismus auf eine verriegelte Stellung eingeschränkt ist, wenn die Entlüftungssperre den Entlüftungsweg verschließt. Dadurch wird eine Fehlbedienung vermieden und es wird die Sicherheit des Anschlussadap- ters erhöht.

In vorteilhafter Weise kann das Betätigungselement als Drehgriff ausgebildet sein, der zur Betätigung des Schaltventils in eine Gewindebohrung eines Gehäuses einschraubbar ist. Dies erlaubt eine intuitive, einfache und sichere Betätigung bei kompakter Bauform.

In einer vorteilhaften Ausführungsform kann das Betätigungselement dabei beim Einschrau- ben in Anlagerung an einen Ventilkopf des Schaltventils gelangen, nachdem die Entlüftungssperre den Entlüftungsweg verschlossen hat. Dies stellt sicher, dass ein vorzeitiges Öffnen des Hauptventils (also während der Entlüftungsweg noch offen ist) nicht möglich ist.

In vorteilhafter Weise kann das Betätigungselement einen Anschlag aufweisen, der den Verriegelungsmechanismus in der verriegelten Stellung blockiert, wenn die Entlüftungssperre den Entlüftungsweg verschließt. Dies stellt eine konstruktiv einfache und effektive Maßnahme dar, um den Verriegelungsmechanismus erfindungsgemäß einzuschränken.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Entlüftungssperre hülsenartig ausgebildet und auf dem Gehäuse entlang einer Ventilachse verschiebbar angeordnet sein. Dies erlaubt eine konstruktiv einfache Umsetzung mit einem Minimum an beweglichen Teilen. In bevorzugter Weise kann an dem Gehäuse ein Dichtungselement vorgesehen sein, an dem die Entlüftungssperre beim Verschließen des Entlüftungsweges in dichtenden Eingriff gelangt. Dabei können einfache, kostengünstige und langlebige Dichtungselemente, wie etwa ein O-Ring, verwendet werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann das Betätigungselement mit der Entlüf- tungssperre drehbar verbunden sein. Dadurch kann die Entlüftungssperre sich in axialer Richtung rein translatorisch mit dem Betätigungselement mitbewegen, ohne an die Drehbewegung des Betätigungselements gekoppelt zu sein. Weiters lässt sich das zulässige Ausmaß der Bewegung des Betätigungselements über die Entlüftungssperre einfach begrenzen.

Die gegenständliche Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 näher erläutert, die beispielhaft, schematisch und nicht einschränkend vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung zeigen. Dabei zeigt

Fig.1 eine Schnittansicht des erfindungsgemäßen Anschlussadapters in einer ersten Stellung,

Fig. 2 den Anschlussadapter der Fig. 1 in einer zweiten Stellung und Fig. 3 den Anschlussadapter der Fig. 1 in einer dritten Stellung.

Der erfindungsgemäße Anschlussadapter 1 1 weist ein Gehäuse 3 auf, welches einen Druckraum 12 umfasst. Der Druckraum 12 ist im Wesentlichen als eine entlang einer Ventilachse 13 verlaufende zentrale Ausnehmung bzw. Bohrung ausgebildet, in der ein Schaltventil 4 entlang der Ventilachse 13 verlagerbar angeordnet ist. Quer zur Ventilachse mündet eine Zuleitung 14 im Druckraum 12. An der Zuleitung ist ein Anschlussorgan 15 vorgesehen, über das der Anschlussadapter 1 1 beispielsweise über eine Leitung mit einem Servicegerät bzw. einem Speicher für das Kühlmittel in Verbindung steht. In Fig. 1 ist schematisiert ein erstes Fluidsystem 37 dargestellt, mit dem die Zuleitung bzw. das Anschlussorgan in Verbindung steht.

Das Schaltventil 4 weist an einer Seite einen Verschlussteil 7 auf, der in der Schließstellung des Schaltventils 4 (Fig. 1 und 2) an einer konischen Ventilfläche 16 den Druckraum 12 abdichtet. An der der Ventilfläche 16 axial gegenüberliegenden Seite des Druckraums 12 ist der Druckraum 12 durch einen passförmig erweiterten Durchmesser des Schaltventils 4 be- grenzt und mit entsprechenden Dichtorganen 17 abgedichtet. Das dem Verschlussteil 7 axial gegenüberliegenden Ende des Schaltventils 4 weist einen im Wesentlichen pilzartig ausgebildeten Ventilkopf 18 auf, an dem eine Ventilfeder 19 ansetzt, die das Schaltventil 4 in die Schließstellung drückt.

Das Gehäuse 3 weist auf Seiten der Ventilfeder 19 und des Ventilkopfes 18 eine axiale Ge- windebohrung 20 auf, in die ein als Drehgriff ausgebildetes Betätigungselement 5 mit einem Stellgewinde 21 ein- und ausschraubbar angeordnet ist. Durch Einschrauben des Betätigungselements 5 gelangt dieses in Anlagerung an den Ventilkopf 18 (Fig. 2) und drückt in weiterer Folge den Ventilkopf 18 und damit das ganze Schaltventil 4 gegen die Kraft der Ventilfeder in eine geöffnete Stellung (wie sie in Fig. 3 dargestellt ist).

Auf Seiten der Ventilfläche 16 ist ein Teil des Gehäuses 3 als Anschlusshülse 22 ausgebildet, wobei die Anschlusshülse 22 eine Schnellverschlussbuchse 23 aufweist, mit dem der Anschlussadapter 1 1 an ein entsprechend ausgebildetes Anschlusselement 35 (in Fig. 2 und 3 schematisch dargestellt), beispielsweise einen Serviceanschluss einer KFZ-Klimaanlage, angeschlossen werden kann. In bekannter Weise sind dazu in radialen Bohrungen 24, die im Bereich der Schnellverschlussbuchse 23 in die Anschlusshülse 22 eingebracht sind, jeweils Sperrkugeln 25 eingesetzt, die von einer auf die Anschlusshülse 22 aufgeschobenen Verriegelungshülse 1 so in die (zur Innenwandung der Anschlusshülse 22 hin verjüngt ausgebildeten) radialen Bohrungen 23 gedrückt werden, dass sie in die Schnellverschlussbuchse 23 ragen, wobei sie entweder ein darin eingesetztes Anschlusselement 35 fixieren oder das Einstecken eines solchen Anschlusselements 35 in die Schnellverschlussbuchse 23 blockieren. Die federbelastete Verriegelungshülse 1 und die in die Bohrungen 23 eingesetzten Sperrkugeln 25 bilden somit einen Verriegelungsmechanismus 39 für die Schnellverschlussbuches 23 aus.

Zum Anschließen und Entfernen des Anschlusselements 35 wird die Verriegelungshülse 1 gegen den Druck einer Spannfeder 26 auf der Anschlusshülse 22 gleitend zurückgezogen, bis ein erweiterter Bereich 33 der Verriegelungshülse 1 über den Sperrkugeln 25 angeordnet ist, und diese in den erweiterten Bereich 33„ausweichen" können und dadurch ein Ein- und Ausstecken des Anschlusselements ermöglichen. Die Anschlusshülse 22 kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein und sie kann lösbar oder fix mit den anderen Teilen des Gehäuses 3 verbunden sein. Gegebenenfalls kann das Gehäuse 3 auch einteilig ausgebildet sein, sofern dies herstellungsbedingt möglich ist.

Zur Abdichtung des in die Schnellverschlussbuchse 23 eingesetzten Anschlusselements 35 ist in der Schnellverschlussbuchse 23 eine Anschlussdichtung 8 vorgesehen. Der Verschlussteil 7 des Schaltventils 4 weist an seiner dem Druckraum abgewandten Seite einen in Richtung zur Schnellverschlussbuchse 23 hin axial abstehenden Ventilzapfen 27 auf, dessen Ende bis in den Bereich der Schnellverschlussbuchse 23 ragt. Der Ventilzapfen 27 dient dazu, einen Ventilkörper eines gegebenenfalls in dem Anschlusselement 35 vorgesehenen Sperrventils 36 aufzudrücken, wenn das Anschlusselement 35 in die Schnellverschlussbuchse 23 eingesetzt ist und die Fluidverbindung hergestellt wird. Der Ventilzapfen 27 ist vorzugsweise so dimensioniert, dass er das Sperrventil 36 im Anschlusselement 35 erst dann öffnet, wenn auch das Schaltventil 4 öffnet und sich der Ventilzapfen 27 zusammen mit dem Verschlussteil 7 in Öffnungsrichtung, das heißt in Richtung zur Schnellverschlussbuchse 23 hin, axial verschiebt (siehe Fig. 2 und 3).

Im Bereich zwischen der Schnellverschlussbuchse 23 (bzw. dem Ende eines darin eingesetzten Anschlusselements) und dem an der Ventilfläche 16 anliegenden Verschlussteil 7 (das Volumen in dieser Bereich wird im Folgenden als Ventilraum 31 bezeichnet) sind in der Anschlusshülse 22 eine Anzahl an Entlüftungskanälen 28 radial angeordnet, über die ein in diesem Bereich vorhandener Restdruck abgeleitet werden muss, bevor das Anschlusselement 35 aus der Schnellverschlussbuchse 23 entfernt wird. Vor allem bei den hohen Drücken von etwa 150 Bar, die für C02-Klimaanlagen erforderlich sind, wäre es ein erhebliches Sicherheitsrisiko, wenn das Anschlusselement 35 bei einem noch vorhandenen Restdruck geöffnet werden könnte, da dann der Druck unkontrolliert und schlagartig entweicht.

Um die Entlüftungskanäle 28 für den„normalen" Ventilbetrieb abzudichten, ist auf dem Gehäuse eine hülsenartig ausgebildete Entlüftungssperre 2 verschiebbar angeordnet. Die Entlüftungssperre 2 weist eine Führungsschlitz 30 auf, in die ein am Gehäuse 3 vorgesehenes Führungselement 9 eingreift, welches die Entlüftungssperre 2 gegen ein Verdrehen sichert. Das Führungselement 9 kann gegebenenfalls auch über die Außenwandung der Entlüf- tungssperre 2 hinausragen und in eine entsprechende Nut in der Verriegelungshülse 1 eingreifen, sodass auch diese gegen ein Verdrehen gesichert ist. Wenn die Entlüftungssperre 2 in Richtung zur Schnellverschlussbuchse 23 hin verschoben wird, bedeckt sie zuerst die äußeren Öffnungen der Entlüftungskanäle 28 und gelangt dann mit einem Dichtungselement 6 in Eingriff (gegebenenfalls können auch mehrere Dichtungselemente vorgesehen sein), das an der Außenwandung der Anschlusshülse 22, bzw. in entsprechenden, in der Anschlusshülse vorgesehenen Dichtungsnuten, angeordnet ist. Die Entlüftungssperre 2 dichtet somit die Entlüftungskanäle 28 druckdicht ab, sobald die Entlüftungssperre 2 ausreichend weit in Richtung der Schnellverschlussbuchse 23 verschoben wurde (Fig. 2 und 3). Das Dichtungs- element 6, das gegenüber den Entlüftungskanälen 28 auf Seiten der Schnellverschlussbuchse 23 angeordnet ist, ist in einer Dichtungsnut angeordnet, die durch einen auf die Anschlusshülse 22 aufschraubbaren Halter 10 gebildet wird. Dies erleichtert den Austausch dieses aufgrund des häufig wechselnden Eingriffs mit der Entlüftungssperre 2 stark beanspruchten Dichtungselements 6.

Die Verriegelungshülse 1 weist Entlüftungsbohrungen 29 auf, über die der Raum innerhalb der Verriegelungshülse 1 , entlüftet werden kann. Da in diesen Raum auch die Entlüftungskanäle 28 münden, wenn die Entlüftungssperre 2 in ihrer zurückgeschobenen Position ist (Fig. 1 ), kann der Ventilraum 31 durch Zurückschieben der Entlüftungssperre 2 über die Entlüftungskanäle 28 und die Entlüftungsbohrungen 29 entlüftet werden. (Als Richtung„zurück" wird im Zusammenhang mit der gegenständlichen Erfindung die axiale Richtung, die von der Schnellverschlussbuchse 23 weg weist, bezeichnet).

An ihrem rückwärtigen, d.h. der Schnellverschlussbuchse 23 entfernteren Ende, ist die Entlüftungssperre 2 über ein Kugellager 32 mit dem Betätigungselement 5 drehbar verbunden, wobei das Kugellager 32 eine Drehbewegung des Betätigungselements 5 relativ zur Entlüf- tungssperre 2 zulässt. Dadurch bewegt sich die Entlüftungssperre 2 in axialer Richtung mit dem Betätigungselement 5 mit, ohne sich mit dem Betätigungselement mitzudrehen. Somit ist sowohl die Betätigung des Verschlussteils 7 (also des Hauptventils des Anschlussadapters), als auch die Betätigung des Ventilzapfens 27, der das Sperrventil 36 des Anschlusselements 35 öffnet, als auch das Verschieben der Entlüftungssperre 2 mit einem einzigen Betätigungselement 5 möglich. Gleichzeitig wird die maximal mögliche„Auslenkbewegung" des Betätigungselements 5 durch den Führungsschlitz 30 und das Führungselement 9 begrenzt.

Die Verwendung des Anschlussadapters 1 1 wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 beispielhaft erläutert. Die in Fig. 1 dargestellten Ausgangslage zeigt den An- schlussadapter 1 1 in einer inaktiven Stellung, wobei das der Verschlussteil 7 das Hauptventil geschlossen hält, der durch die Entlüftungskanäle 28 und die Entlüftungsbohrungen 29 definierte Entlüftungsweg 40 freigegeben ist, und wobei der Ventilzapfen 27 frei in den Bereich der Schnellverschlussbuches 23 ragt, in dem sich noch kein Anschlusselement 35 befindet. Über das Anschlussorgan 15 ist der Anschlussadapter 1 1 an das erste Fluidsystem 37 angeschlossen, beispielsweise ein Klimaservicegerät, mit dem altes Kühlmittel in einer KFZ- Klimaanlage abgeleitet, die Klimaanlage evakuiert und mit frischem Kühlmittel und Schmier- mittel befüllt werden kann.

Um über die Schnellverschlussbuches 23 eine Verbindung zu einem zweiten Fluidsystem 38 herzustellen, das beispielsweise die Leitungen einer KFZ-Klimaanlage umfasst, ist für das zweite Fluidsystem 38 ein zu der Schnellverschlussbuchse 23 passendes Anschlusselement 35 vorgesehen (Fig. 2).

Um eine Verbindung zwischen dem ersten Fluidsystem 37 und dem zweiten Fluidsystem 38 herzustellen, etwa für ein Klimaservice oder auch zur erstmaligen Befüllung einer Klimaanlage, wird das Anschlusselement 35 in den Schnellverschlussbuchse 23 des Anschlussadapters 1 1 eingesteckt, wobei dazu die auf der Entlüftungssperre 2 gleitende Verriegelungshülse 1 so weit zurückgezogen werden muss, bis der erweiterte Bereich 33 der Verriegelungshülse 1 die Sperrkugeln 25 so weit freigibt, dass das Anschlusselement 35 vollständig in die

Schnellverschlussbuchse 23 eingeschoben werden kann, d.h. bis der Verriegelungsmechanismus 39 geöffnet ist. Dabei wird das Anschlusselement 35 von der Anschlussdichtung 8 abgedichtet, der Ventilzapfen 27 ist jedoch in einer Lage, in der das Sperrventil 36 im Anschlusselement 35 noch nicht geöffnet wird. Dieser Anschlussvorgang ist nur möglich, wenn sich das Betätigungselement 5 in der maximal herausgedrehten Position befindet, da sonst die Verriegelungshülse 1 mit ihrem rückwärtigen Ende an einem am Betätigungselement vorgesehenen Anschlag 34 anstehen würde, bevor die Sperrkugeln 25 freigegeben werden. Dies stellt gleichzeitig sicher, dass sich auch die Entlüftungssperre 2 in der zurückgezogenen Position befindet, in der die Entlüftungskanäle 28 geöffnet sind und der Entlüftungsweg 40 freigegeben ist.

Um die Fluidverbindung zwischen dem erste Fluidsystem 37 und dem zweiten Fluidsystem 38 herzustellen, wird nun das Betätigungselement 5 gedreht und eingeschraubt, wobei sich zuerst nur die Entlüftungssperre mit dem Betätigungselement 5 mitbewegt und die Entlüftungskanäle 28 verschließt, sodass der Ventilraum 31 nun hermetisch abgeschlossen ist. Diese Lage ist in Fig. 2 dargestellt. Es ist zu beachten, dass in dieser Lage zwar das Hauptventil und auch das Sperrventil 36 noch geschlossen sind, es aber nicht mehr möglich ist, die Sperre der Schnellverschlussbuches 23 zu lösen, da die Verriegelungshülse 1 an dem Anschlag 34 anstehen würde, bevor die Sperrkugeln 25 freigegeben würden. Die in Fig. 2 dargestellte Lage zeigt auch, dass das Betätigungselement 5 bereits mit dem Ventilkopf 18 in Kontakt ist, ein weiteres Einschrauben des Betätigungselements 5 würde also das Schaltventil 4 und damit den Verschlussteil 7 und den Ventilzapfen 25 in Richtung zur Schnellverschlussbuchse 23 hin verschieben und zuerst das Hauptventil öffnen, d.h. eine Fluidverbin- dung zwischen dem Druckraum 12 und dem Ventilraum 31 schaffen. In weiterer Folge gelangt dann der Ventilzapfen 27 in Anlagerung an das Sperrventil 36 und öffnet dieses, sodass nun auch eine Fluidverbindung zwischen dem Ventilraum 31 und dem zweiten Fluid- system 38 geschaffen ist. Diese Stellung ist in Fig. 3 dargestellt. Es ist zu beachten, dass der Anschlag 34 des Betätigungselements 5 nun am hinteren Ende der Verriegelungshülse 1 ansteht bzw. nahezu ansteht, sodass ein Verschieben der Verriegelungshülse 1 im Wesentlichen nicht mehr möglich ist. Somit ist eine stabile Verbindung geschaffen und es können nun die verschiedenen Ableitungs-, Evakuier- bzw. Auffüllvorgänge über den Anschlussadapter durchgeführt werden.

Um die Verbindung zwischen Anschlusselement 35 und Anschlussadapter 1 1 danach wieder lösen zu können, wird der oben beschriebene Vorgang in umgekehrter Richtung ausgeführt, wobei das Betätigungselement 5 aus der Gewindebohrung 20 des Gehäuses 3 herausgeschraubt wird. Dabei schließt zuerst das Sperrventil 36 und der Ventilzapfen 27 löst sich von dem Sperrventil 36. Danach gelangt der Verschlussteil 7 in Anlagerung an die Ventilfläche 16, sodass auch das Hauptventil schließt (dies entspricht wieder der in Fig. 2 dargestellten Lage). Nun ist zu beachten, dass im Ventilraum 31 ein Restdruck vorherrscht, da Entlüftungskanäle 28 noch von der Entlüftungssperre 2 verschlossen sind. Durch die Position des Anschlags 34 ist sichergestellt, dass in dieser Stellung ein Entsperren der Schnellverschlussbuchse nicht möglich ist. Erst wenn das Betätigungselement 5 weit genug herausge- schraubt ist (also in die in Fig. 1 dargestellte Lage), und der Ventilraum 31 über die nunmehr offenen Entlüftungskanäle 28 und Entlüftungsbohrungen 29 (die den Entlüftungsweg 40 bilden) entlüftet wurde, ist es möglich, die Verriegelungshülse 1 weit genug zurückzuziehen, um die Sperrkugeln 25 freizugeben und dadurch den Verriegelungsmechanismus 39 zu lösen. Nun kann auch das Anschlusselement 35 aus der Schnellverschlussbuchse 23 heraus- gezogen werden und der Anschlussadapter 1 1 befindet sich wieder in der in Fig. 1 dargestellten Ausgangslage.

Die obige Beschreibung stellt rein beispielhaft eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar, dem Fachmann ist jedoch klar, dass die Erfindung auch auf anderer Weise verwirklicht werden kann. Beispielsweise ist es nicht erforderlich, dass der Anschlussadapter mit dem Servicegerät verbunden ist, und über die Schnellverschlussbuchse 23 mit dem Anschlusselement der Klimaanlage verbunden wird, sondern es kann auch das Anschlussadapter 1 1 einen Teil der Klimaanlage darstellen. In diesem Fall wäre für das Klimaservicegerät lediglich ein Anschlusselement erforderlich, das mit dem Anschlussadapter der Klimaanlage eingesteckt wird. Allgemein kann der erfindungsgemäße Anschlussadapter als Ventil für un- terschiedliche Anwendungen vorteilhaft genutzt werden, bei denen zwei Fluidsysteme miteinander verbunden werden sollen. Bezugszeichenliste:

Verriegelungshülse (1 ) Entlüftungssperre (2)

Gehäuse 3

Schaltventil (4)

Betätigungselement (5) Dichtungselement (6)

Verschlussteil 7

Anschlussdichtung 8

Führungselement 9

Halter (10)

Anschlussadapter 1 1

Druckraum 12

Ventilachse 13

Zuleitung 14

Anschlussorgan 15

Ventilfläche 16

Dichtorgane 17

Ventilkopf 18

Ventilfeder 19

Gewindebohrung 20

Stellgewinde 21

Anschlusshülse 22

Schnellverschlussbuchse 23 radiale Bohrungen 24

Sperrkugeln 25

Spannfeder 26

Ventilzapfen 27

Entlüftungskanäle 28

Entlüftungsbohrungen 29 Führungsschlitz 30

Ventilraum 31

Kugellager 32

erweiterter Bereich 33

Anschlag 34

Anschlusselement 35

Sperrventil 36

erstes Fluidsystem 37 zweites Fluidsystem 38 Verriegelungsmechanismus 39 Entlüftungsweg 40