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Patent Searching and Data


Title:
CONNECTION APPARATUS AND METHOD FOR CONNECTING A CONDUCTOR USING AN ASSEMBLY ROBOT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/174774
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connection apparatus, use and a method for connecting a conductor end, in particular using an automatic assembly machine or robot. The connection apparatus has at least one connection means for connecting the conductor end, and also has a device directly or indirectly movable or formable by a tool of an assembly robot, which device assists in introducing the conductor on the connection means into a contact position or assists in producing such a contact position.

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Inventors:
BÖNSCH, Matthias (An der Windflöte 5a, Bielefeld, 33659, DE)
DIEKMANN, Torsten (Rebhuhnweg 4, Leopoldshöhe, 33818, DE)
FEIGE, Thorsten (Hageresch 18, Bielefeld, 33739, DE)
MEIER, Jan (Hohe Str. 2, Detmold, 32756, DE)
OESTERHAUS, Jens (Am Höwel 4, Detmold, 32760, DE)
RICHTS, Jörg (Am Hasenbusch 13, Schlangen, 33189, DE)
KÜPPERS, Bernd (Moselstr. 9, Köln, 51149, DE)
Application Number:
EP2018/084781
Publication Date:
September 19, 2019
Filing Date:
December 13, 2018
Export Citation:
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Assignee:
WEIDMÜLLER INTERFACE GMBH & CO. KG (Klingenbergstr. 26, Detmold, 32758, DE)
International Classes:
H01R4/48; H01R4/24; H01R13/426; H01R9/26
Domestic Patent References:
WO2000007263A12000-02-10
Foreign References:
US3950065A1976-04-13
DE102009008933A12010-08-19
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SPECHT, Peter et al. (Loesenbeck - Specht - Dantz, Am Zwinger 2, Bielefeld, 33602, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Anschlussvorrichtung zum Anschluss eines Leiterendes, insbesondere mit Hilfe eines Montageautomats oder -roboters, die zumindest ein Anschlussmittel zum Anschluss des Leiterendes aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner ein von einem Werkzeug eines Montageroboters direkt oder indirekt bewegliche oder umformbare Einrichtung aufweist, welche ein Einbringen des Leiters an dem An schlussmittel in eine Kontaktstellung unterstützt oder ein Herstellen einer solchen Kontaktstellung unterstützt.

2. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das An schlussmittel eine Federkraftklemme ist und dass die Einrichtung eine Leiterauf nahme ist, in welche das Leiterende mit dem Montagewerkzeug einlegbar ist und dass die Leiteraufnahme mit dem darin eingelegten Leiterende relativ zur Feder kraftklemme in eine Kontaktstellung beweglich ist, in welche die Federkraftklemme das Leiterende gegen eine Kontaktstromschiene bewegt, insbesondere drückt oder zieht.

3. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das An schlussmittel eine Direktsteck- Federkraftklemme ist und dass die Leiteraufnahme eine Trogform aufweist und als Kontaktstromschiene dient.

4. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteraufnahme in einer Gehäusehülse verschieblich geführt ist.

5. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteraufnahme im Querschnitt eine U-Form aufweist.

6. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass das Anschlussmittel als wenigstens ein isolationsdurchdringender IDC-Kontakt ausgelegt ist und dass oberhalb des IDC-Kontaktes als die Einrich tung einer oder mehrere Federarme als Einführtrichter zur Zentrierung des zu kon taktierenden Leiters vorgesehen sind, welche den Leiter oberhalb des IDC- Kontaktes zentrieren.

7. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der oder die Federarme nach dem Kontaktieren des Leiters mit sei nem oder ihren freien Enden eine Lösesicherung gegen ein Lösen des Leiters aus dem IDC-Kontakt bilden.

8. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass einer oder mehrere der IDC-Kontakte in einem zumindest an einer Seite offenen Gehäuse angeordnet sind, an welchem auch die Federarme ange ordnet oder ausgebildet sind und dass der jeweilige Leiter durch eine Bewegung radial zu seinem Außenumfang an den Federarmen vorbei von dem Werkzeug des Montageroboters auf den jeweiligen IDC-Kontakt aufdrückbar ist.

9. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass ein freies Stromschienenstück bereitgestellt ist, auf das ein abiso liertes Leiterende auflegbar ist, welches mit einem Werkzeug wie eine Hülse um das abisolierte Leiterende formbar ist.

10. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass das freie Stromschienenstück nach Art einer nicht umfangsge schlossenen Hülse geformt ist, in welche das Leiterende einsteckbar ist und dass diese Hülse mit einem Werkzeug wie eine Crimphülse um das Leiterende geformt wird.

1 1 . Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass das Stromschienenstück zum Auflegen oder Einlegen des Leiters einstückig mit einem weiteren Stromschienenstück verbunden ist, an dem ein zu mindest manuell bestückbarer weiterer Leiteranschluss, beispielsweise ein Direkt steckanschluss, vorgesehen ist.

12. Verwendung einer Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche für eine automatisierte Montage, bei welcher die Anschlussvorrichtung automati siert mit Hilfe eines Montageroboters montiert wird.

13. Verfahren zum Bestücken einer Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehen den Ansprüche mit einem Leiter mit Hilfe eines Montageroboters, mit folgenden Schritten:

a. Bereitstellen des Leiters und der Anschlussvorrichtung: mit dem An

schlussmittel zum Anschluss des Leiterendes und dem von einem Werk zeug eines Montageroboters direkt oder indirekt beweglichen oder umform baren Einrichtung aufweist, welche ein Einbringen des Leiters an dem An schlussmittel in eine Kontaktstellung unterstützt oder ein Herstellen einer solchen Kontaktstellung unterstützt,

b. Auflegen des Leiters auf die Einrichtung; und

c. Bewegen des Leiters mit der Einrichtung oder an der Einrichtung oder Uni formen der Einrichtung, um eine Kontaktstellung zu realisieren.

Description:
Anschlussvorrichtung und Verfahren zum Anschluss eines Leiters mit Hilfe eines Montageroboters

Die vorliegende Erfindung betrifft zunächst eine Anschlussvorrichtung zum Anschluss eines Leiters, insbesondere mit Hilfe eines Montageautomaten oder -roboters, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Es ist für verschiedenste Applikationen wünschenswert, eine automatisierte Verdrah tung vorzunehmen, bei welcher Leiterenden mit Hilfe eines Montageautomaten, bei spielsweise eines Montageroboters, automatisch in Anschlussvorrichtungen eingeführt werden, so dass sie von diesen sicher elektrisch leitend kontaktiert werden.

Dabei werden die Anschlussvorrichtungen und die Leiter bereitgestellt und dann wer den die Leiter von dem Montageroboter in die Anschlussvorrichtung eingeführt, so dass sie diese in einer Kontaktstellung kontaktieren.

Die Erfindung hat die Aufgabe, Anschlußvorrichtungen bereitzustellen, welche sich in besonderer Weise für diese Montageart eignen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1 und schafft in den Unteransprüchen verschiedene bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltun gen dieses Gegenstandes.

Anspruch 1 schafft eine Anschlussvorrichtung zum Anschluss eines Leiterendes, ins besondere mit Hilfe eines Montageautomats oder -roboters, die zumindest ein An schlussmittel zum Anschluss des Leiterendes aufweist, wobei sie ferner eine von ei nem Werkzeug eines Montageroboters direkt oder indirekt bewegliche oder umform bare Einrichtung aufweist, welche ein Einbringen des Leiter an dem Anschlussmittel in eine Kontaktstellung unterstützt oder ein Herstellen einer solchen Kontaktstellung un terstützt.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Anschlussmittel eine Federkraftklemme und die Einrichtung eine Leiteraufnahme, in welche das Leiterende mit dem Montage werkzeug einlegbar ist, wobei die Leiteraufnahme mit dem darin eingelegten Leiteren- de relativ zur Federkraftklemme in eine Kontaktstellung beweglich ist, in welcher die Federkraftklemme das Leiterende gegen eine Kontaktstromschiene bewegt, insbe sondere drückt oder zieht.

Nach einer bevorzugten Variante ist das Anschlussmittel eine Direktsteck- Federkraftklemme und die Leiteraufnahme weist eine Trogform auf und ist als die Kontaktstromschiene ausgebildet.

Nach einer anderen bevorzugten Variante ist die Leiteraufnahme in einer Gehäuse hülse verschieblich geführt.

Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Leiteraufnahme im Querschnitt eine U-Form aufweist.

Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Anschlussmittel als wenigstens ein isolationsdurchdringender Schneidkontakt - nach folgend auch IDC-Kontakt genannt - ausgelegt ist und dass oberhalb des IDC- Kontaktes als die Einrichtung einer oder mehrere Federarme als Einführtrichter zur Zentrierung des zu kontaktierenden Leiters vorgesehen sind, welche den Leiter ober halb des IDC-Kontaktes zentrieren.

Dabei kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass der oder die Federarme nach dem Kontaktieren des Leiters mit seinem oder ihren freien Enden eine Lösesicherung gegen ein Lösen des Leiters aus dem IDC-Kontakt bilden.

Nach einer Weiterbildung dieser Variante kann vorgesehen sein, dass einer oder meh rere der IDC-Kontakte in einem zumindest an einer Seite offenen Gehäuse angeord net sind, an welchem auch die Federarme angeordnet oder ausgebildet sind und dass der jeweilige Leiter durch eine Bewegung radial zu seinem Außenumfang an den Fe derarmen vorbei von dem Werkzeug des Montageroboters auf den jeweiligen IDC- Kontakt aufdrückbar und in diesen in eine Kontaktstellung eindrückbar ist.

Geschaffen wird schließlich noch eine Variante der Erfindung, bei welcher ein freies Stromschienenstück - vorzugsweise nach Art einer nicht umfangsgeschlossenen Hül- se geformt - bereitgestellt ist, auf das ein abisoliertes Leiterende auflegbar ist bzw. in das ein Leiterende einführbar ist, welches mit einem Werkzeug wie eine Hülse um das abisolierte Leiterende formbar ist.

Es kann dann weiter vorgesehen sein, dass die Hülse einstückig mit einem weiteren Stromschienenstück verbunden ist, an dem ein zumindest manuell bestückbarer wei terer Leiteranschluss, beispielsweise ein Direktsteckanschluss, ausgebildet ist.

Erfindungsgemäß wird ferner eine Verwendung einer Anschlussvorrichtung nach ei nem der auf diese bezogenen Ansprüche für eine automatisierte Montage vorgeschla gen, bei welcher die Anschlussvorrichtung automatisiert mit Hilfe eines Montagerobo ters montiert wird.

Erfindungsgemäß wird schließlich noch ein Verfahren zum Bestücken einer An schlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einem Leiter mit Hilfe eines Montageroboters geschaffen, mit folgenden Schritten:

a) Bereitstellen des Leiters und der Anschlussvorrichtung mit dem Anschlussmittel zum Anschluss des Leiterendes und der von einem Werkzeug eines Montageroboters direkt oder indirekt beweglichen oder umformbaren Einrichtung, welche ein Einbringen des Leiter an dem Anschlussmittel in eine Kontaktstellung unterstützt oder ein Herstel len einer solchen Kontaktstellung unterstützt,

b) Auflegen des Leiters auf die Einrichtung; und

c) Bewegen des Leiters mit der Einrichtung oder an der Einrichtung oder Unifor men der Einrichtung, um eine Kontaktstellung zu realisieren.

Durch sämtliche Varianten wird sichergestellt, dass auf einfache und sichere Weise eine automatisierte Bestückung der Anschlussvorrichtung mit einem Werkzeug eines Montageroboters oder dgl. möglich ist.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnungen näher beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele zeigen verschiede ne - nicht aber die einzig möglichen - Varianten zur konstruktiven Umsetzung der Er findung, die insbesondere im Rahmen der Ansprüche variierbar sind. Es zeigen: Fig. 1 in a) und b) verschiedene perspektivische Ansichten einer ersten An schlussvorrichtung mit Direktsteckklemmen und einem in einer der Di rektsteckklemmen eingeführten und von diesen kontaktierten Leiterende;

Fig. 2 eine Sprengansicht der Anschlussvorrichtung nebst dem Leiterende aus

Fig. 1 ;

Fig. 3 in a) eine Seitenansicht der Anschlussvorrichtung aus Fig. 1 und 2 wäh rend des Einführens eines Leiterendes, wobei eine Seitenwand eines hülsenartigen Gehäuses ausgeblendet wurde, in b) eine Draufsicht auf die Anordnung aus a) und in c) eine perspektivische Ansicht der Anord nung aus a);

Fig. 4 in a), b) und c) den Ansichten aus Fig. 3 a), b) und c) entsprechende An sichten mit vollständig in die Anschlussvorrichtung eingeführtem, leitend kontaktierten Leiterende (Kontaktstellung);

Fig. 5 in a) und b) eine Seitenansicht einer und eine Draufsicht auf eine zweite

Anschlussvorrichtung, dargestellt mit drei Leiterenden sowie in c) eine perspektivische Ansicht der Anschlussvorrichtung aus a) und b), darge stellt mit zwei Leiterenden;

Fig. 6 eine Sprengansicht der Anschlussvorrichtung aus Fig. 5 nebst einem

Leiterende;

Fig. 7 in a) bis d) eine dritte Anschlussvorrichtung, wobei ein Beschälten der

Anschlussvorrichtung mit einem Leiterende mit Hilfe eines Montage werkzeugs in vier aufeinander folgenden Schritten dargestellt ist und e) eine perspektivische Darstellung einer Stromschiene der Anschlussvor richtung aus Fig. 6 mit einem Leiterende mit dem Montagewerkzeug ent sprechend zu Fig. 7b).

Fig. 1 a) und b) zeigen eine erste Anschlussvorrichtung 1. Diese weist - siehe Fig. 2 - ein Gehäuse 2 sowie hier beispielhaft zwei Direktsteckklemmen 3, 4 auf.

Derartige Direktsteckklemmen (Push-In) weisen jeweils eine als Druckfeder ausgebil dete Klemmfeder 30, 40 auf, welche jeweils dazu ausgelegt ist, ein Leiterende 5 ge gen eine Stromschienenanordnung 31 , 41 zu drücken bzw. zu pressen. Das Gehäuse 2 ist hier nach Art einer Hülse 20 ausgelegt. Das Gehäuse 2 kann aus einem ebenen Streifen gefertigt ein, der zu einer nicht umfangsgeschlossenen Hülse 20 umgeformt wurde, die zwei offene axiale Enden 21 , 22 aufweist. Es kann aber auch als umfangsgeschlossene Hülse ausgelegt sein (hier nicht dargestellt). Die bei den Klemmfedern 30, 40 sind jeweils so in die Hülse 20 eingesetzt, dass in sie an je dem der beiden Enden 21 , 22 ein jeweiliges Leiterende 5 einführbar ist. Sie sind in hier nicht oder nur andeutungsweise erkennbarer Weise gehalten, z.B. an Ansatzkon turen 23 der Hülse 20 und/oder einfach durch Anheften, Anlöten oder Anprägen an eine Innenwand der Hülse (Fig. 2).

Die jeweilige Stromschienenanordnung 31 , 41 liegt dabei den Klemmfedern 30, 40 zumindest im beschalteten Zustand bzw. Kontaktzustand (Fig. 4) so gegenüber, dass die Klemmfedern 30, 40 das jeweilige Leiterende 5 mit einem Klemmschenkel 32, 42 gegen die jeweilige Stromschienenanordnung drücken können. Die Stromschienenan ordnungen 31 , 41 können leitend verbunden sein, so dass eine Durchgangs- Anschlussvorrichtung gebildet wird.

Hier ist die erste Direktsteckklemme 3 für ein automatisiertes Beschälten bzw. Bestü cken mit einem Leiter ausgelegt und die zweite Direktsteckklemme 4 für ein manuelles Beschälten.

Damit die erste Direktsteckklemme 3 automatisiert mit einem Roboter oder dgl. be schaltbar ist, ist sie mit einer besonders gestalteten beweglichen Einrichtung verse hen, die hier eine bewegliche Stromschienenanordnung 31 , insbesondere in einer Ausgestaltung als Leiteraufnahme, ist.

Die zweite Direktsteckklemme 4 weist eine Stromschienenanordnung 41 auf, die als flaches Stromschienenstück oder aber in anderer Weise ausgebildet sein kann. Diese Stromschienenanordnung 41 muss lediglich derart angeordnet sein, dass die Klemm feder 40 das zugehörige Leiterende gegen diese Stromschienenanordnung 41 drü cken kann, um einen sicheren elektrisch leitenden Kontakt zwischen einem Leiterende und der Stromschienenanordnung 41 herzustellen. Die Stromschienenanordnung 31 der ersten Direktsteckklemme 3 ist relativ zum Ge häuse 2 beweglich ausgelegt und angeordnet. Die Stromschienenanordnung 31 ist ferner zum Einlegen eines korrespondierenden Leiterendes 5 ausgelegt. Die Strom schienenanordnung 31 ist in eine erste Position beweglich, hier verschieblich, in wel cher das Leiterende 5 in sie eingelegt werden kann (Fig. 3a, b, c). Dieses Einlegen kann beispielsweise mit einem zangenartigen Werkzeug eines (hier nicht dargestell ten) Montageroboters erfolgen.

Aus dieser ersten Position der Fig. 3a, b, c) ist die Stromschienenanordnung 31 dann zusammen mit dem in sie eingelegten und vorab durch Abisolieren und ggf. Vercrimp- en vorkonfektionierten Leiterende 5 weiter in die Hülse 20 in eine zweite Position ein schiebbar (Fig. 4a, b, c). Dieses Verschieben kann ebenfalls mit dem oder einem an deren Werkzeug des Montageroboters erfolgen. Vorzugsweise ist diese zweite Positi on eine Kontaktstellung, in welcher der Klemmschenkel 32 auf das Leiterende 5 drückt und in der er dieses gegen die Stromschienenanordnung 31 drückt (siehe insbesonde re (Fig. 4c).

Es ist bevorzugt, dass die Verschieberichtung X eine Richtung parallel zur Haupter streckungsrichtung der Hülse 20 in der Hülse ist. Dazu können an der Innenwand der Hülse und an der Stromschienenanordnung 31 korrespondierende Konturen, wie kor respondierende schwalbenschwanzartige Konturen vorgesehen sein, um eine definier te Schiebebewegung der Stromschienenanordnung 31 an der Hülse 20, insbesondere an deren Innenwand umzusetzen.

Nach einer Variante ist die Stromschienenanordnung 31 als ein im Querschnitt U-förmiger Trog ausgestaltet, der zumindest an seiner zu der Klemmfeder 30 weisen den Seite und vorzugsweise an einem oder beiden axialen Enden offen ausgestaltet ist. Das zumindest durch Abisolieren vorkonfektionierte Leiterende 5 kann dann auto matisiert mit einem beweglichen und z.B. zangenartigen Werkzeug eines Montagero boters in den Trog einlegbar sein. Sodann ist der Trog mit dem Leiterende 5 zusam men in die Hülse 20 und dort in den ersten Direktsteckanschluss 3 einschiebbar. Da bei kann die Stromschienenanordnung 31 dazu genutzt werden, um die Klemmfeder 32 aus einer entspannten Stellung in eine Offenstellung mit gespanntem Klemm schenkel 33 zu bewegen. Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass in dem Trog an dessen offener und zum Klemmschenkel 32 gewandten Seite in einem oder beiden parallelen Schenkeln 34,

35 korrespondierende Aussparungen 36, z.B. V-förmige Aussparungen 36, 37 ausge bildet sind, welche derart ausgestaltet sind, dass in sie der Klemmschenkel 33 beim weiteren Einschieben des Troges in den ersten Direktsteckanschluss 3 einfedern kann, so dass er den Außenumfang des abisolierten Leiterendes drückt und dieses hierdurch in dem Trog gegen dessen Grundwand - diese kontaktierend - drückt.

Der Trog kann einstückig mit dem Stromschienenstück 41 des zweiten Direktsteckan schlusses ausgebildet sein und gemeinsam mit diesem in die Kontaktstellung ver schiebbar sein.

Die Klemmfeder 30 kann in hier nicht dargestellter Weise von einem Haltemittel in ei ner Offenstellung gehalten sein. Dieses Haltemittel ist derart ausgelegt, dass es beim Einführen des Leiters und/oder des Troges gelöst wird, so dass es die Klemmfeder freigibt, so dass diese aus der Offenstellung gelöst wird, um in die Kontaktstellung zu schwenken. Es ist aber auch denkbar, die Klemmfeder 30 mit dem Trog in die Offen stellung zu bewegen, so dass der T rog unter ihr durch bis in die Kontaktstellung der Fig. 4c) gleiten kann.

Bei der zweiten Ausführungsform ist einer oder sind mehrere isolationsdurchdringende Kontakte - kurz:„IDC-Kontakte“ 101 , 102, 103 in einer oder mehreren Kammern eines Gehäuses 200 angeordnet. Dieses Gehäuse 200 und seine Kammern stehen zu einer Seite hin offen. Zum Kontaktieren werden die Leiter - vorzugsweise wiederum Leiter enden 5 im allerdings nicht abisolierten Zustand - in die IDC-Kontakte gedrückt, so dass diese eine Leiterisolierung 5a durchdringen und das metallische ein- oder mehr drähtige Leiterende bzw. die Leiteradern kontaktieren.

Die Leiter werden senkrecht zu ihrer Haupterstreckungsrichtung in die IDC-Kontakte 101 , 102, 103 eingedrückt. Dieses Kontaktieren und das vorhergehenden Zentrieren der Leiter werden wiederum durch eine Einrichtung unterstützt, welche die Leiter mit zentriert. Diese Einrichtung erleichtert eine Montage mit einem zangenartigen Werk zeug eines Montageroboters. Dabei können als die Einrichtung einer oder mehrere Federarme 202 an dem Gehäu se oder an einem auf das Gehäuse 200 aufsetzbaren Teil - hier ein Rahmen 203 - und ggf. an den Zwischenwänden 201 des Gehäuses ausgebildet sein.

Diese Federarme 202 sind derart gebogen, dass oberhalb des IDC-Kontaktes jeweils zwei Federarme von den Wänden oder Zwischenwänden 201 in etwa V-förmig schräg radial von außen nach innen oberhalb von zwei Kontaktschneiden eines IDC- Kontaktes ausgerichtet sind, so dass sie wie ein Einführ- und Zentriertrichter wirken, wenn ein Montageroboter einen Leiter radial in Richtung des jeweiligen IDC-Kontaktes 101 - 103 bewegt.

Dabei wird oberhalb jedes IDC-Kontaktes 101 - 103 von jeweils zwei Federarmen 202 zwischen jeweils zwei Zwischen- und/oder Seitenwänden jeweils eine Art Einführtrich ter gebildet, der ein automatisiertes Bestücken erleichtert.

Die Federarme 202 können dabei so ausgestaltet werden, dass sie nach dem Be schälten der IDC-Kontakte 101 - 103 als Sperrmittel dienen, welches oberhalb des jeweiligen IDC-Kontaktes 101 - 103 eine Bewegung des Leiters gegen die Beschal tungsrichtung aus dem IDC-Kontakt verhindert, so dass sie eine Lösesicherung gegen ein Lösen des Leiters bilden. Die Federarme 202 sind senkrecht zur Leitereinführrich tung X bzw. parallel zum Leiterende 5 vorzugsweise deutlich länger als die IDC- Schneiden ausgebildet und weisen direkt in deren Bereichen Schlitze auf, so dass sie beim Kontaktieren seitlich an diesen vorbeitauchen können. Erst wenn der Leiter weit genug in den korrespondierenden IDC-Kontakt eingedrückt ist, so dass ein guter elektrischer Kontakt hergestellt ist, federn sie in eine Lage oberhalb des Leiterendes 5 zurück.

Die freien Enden der Federarme 202 liegen dann oberhalb der IDC-Kontakte 101 - 103 und wirken wie eine Sperre gegen ein Lösen des jeweiligen Leiters aus dem je weiligen Kontakt.

Das Gehäuse 200 kann aus einem Grundteil bestehen, das einen Sockel aufweist, von dem sich mehrere Stege wie Zwischenwände 201 senkrecht und parallel zuei nander vorstehen. Der Abstand der Stege ist so gestaltet, dass die Zwischenwände 201 jeweils die Anschlusskammern voneinander trennen in die jeweils zumindest einer der IDC-Kontakte eingesetzt ist und in die jeweils eines der Leiterenden einlegbar ist.

Auf diese Anordnung ist der Federrahmen 203 mit den Federarmen 202 aufsetzbar, beispielsweise aufklemmbar oder aufrastbar. Die Kontur dieses Federrahmens 203 ist an die der Zwischenwände 201 angepasst, so dass der Federrahmen 203 gut auf die Zwischenwände 201 aufsetzbar ist. Je Anschlusskammer ragen hier jeweils von den beiden Wänden bzw. Zwischenwänden her zwei korrespondierende Federarme in die Anschlusskammern in Richtung des jeweiligen IDC-Kontaktes.

In jede der Anschlusskammern ist jeweils einer der IDC-Kontakte 101 , 102, 103 ein gesetzt. Hier weisen diese IDC-Kontakte je zwei Kontaktschenkel auf, zwischen denen jeweils ein Schlitz ausgebildet ist. Die Schneid- und Kontaktschenkel schneiden beim Eindrücken des nicht abisolierten Leiters in dessen Isolierung ein und kontaktieren dann den eigentlichen inneren metallischen Leiter (siehe Fig. 6).

Bei einer dritten Ausführung nach Fig. 7 ist vorgesehen, dass ein Stromschienenstück 300 nach Art einer nicht umfangsgeschlossenen Hülse 301 bereitgestellt wird, in wel che ein abisoliertes Leiterende 5 einführbar ist. An diese nicht umfangsgeschlossene Hülse 301 kann sich ein weiteres Stromschienenstück 302 anschließen, das zu einer elektrischen Baugruppe oder zu einem weiteren Leiteranschluss 303 - beispielsweise zu einem Direktsteckanschluss - geführt ist.

Sodann wird das Stromschienenstück 300 bzw. wird die Hülse 301 mit einem Werk zeug 400 umgeformt. Das Werkzeug kann zwei zusammenführbare Stempel 401 , 402 aufweisen. Das Werkzeug kann ein Teil eines ansonsten hier nicht dargestellten Mon tageroboters sein.

Die Hülse 301 wird dabei vorzugsweise wie eine Art Crimphülse um das abisolierte Leiterende 5 geschlagen bzw. geformt, so dass sie fest an dem Leiterende anliegt und dieses sicher kontaktiert. Derart besteht ein guter elektrischer Kontakt zwischen dem Leiterende und dem Stromschienenstück 302 bzw. hier der Hülse 301. Dieses Stromschienenstück 300 dient dann als Anschlussmittel und ist auch eine um formbare Einrichtung zum Herstellen einer Kontaktstellung mit einem Montageroboter.