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Patent Searching and Data


Title:
CONNECTION ARRANGEMENT FOR A SANITARY FITTING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/156492
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connection arrangement (1) for a sanitary fitting (2), the sanitary fitting (2) being connected to at least one water line (4) ending in a wall (5) of the building, by means of a connection device (6) arranged in or on the wall (5) of the building and comprising at least one inner water channel (7). The sanitary fitting (2) is connected to the connection device (6) on a sanitary object (3) fixed to the wall (5) of the building. The sanitary object (3) comprises a first opening (10) which connects a surface of the sanitary object (3) to a cavity (9) located behind said surface, which is open, by a second opening (11), towards the rear of the rear side (12) of the sanitary object (3), on the wall (5) of the building. A first part (13) of the connection device (6) is arranged in the wall (5) of the building and a second part (14) of the connection device (6), connected to the first part by means of the at least one inner water channel (7), protrudes through the second opening (11) into the cavity (9) of the sanitary object (3). The sanitary fitting (2) is connected to the second part (14) of the connection device (6), through the first opening (10) of the sanitary object (3). The invention also relates to a connection device (6) for such a connection arrangement (1).

Inventors:
LISTRINGHAUS, Volker (Osemundstrasse 11, Neuenrade, 58809, DE)
Application Number:
EP2009/058009
Publication Date:
December 30, 2009
Filing Date:
June 25, 2009
Export Citation:
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Assignee:
EUTEC INGENIEUR GMBH (Osemundstrasse 11, Neuenrade, 58809, DE)
LISTRINGHAUS, Volker (Osemundstrasse 11, Neuenrade, 58809, DE)
International Classes:
E03C1/042
Attorney, Agent or Firm:
SCHROOTEN, Rolf (Mörsenbroicherweg 191, Düsseldorf, 40470, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Anschlussanordnung (1) für eine sanitäre Armatur (2), wobei die sanitäre Armatur (2) über eine in oder an einer Gebäudewand (5) angeordnete Anschlussvorrichtung (6), welche zumindest einen inneren Wasserkanal (7) umfasst, an mindestens eine in der Gebäudewand (5) mündende Wasserrohrleitung (4) angeschlossen ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die sanitäre Armatur (2) an einem Sanitärartikel (3), der an der Gebäudewand (5) befestigt ist, an die Anschlussvorrichtung (6) angeschlossen ist, wobei der Sanitärartikel (3) eine erste öffnung (10) aufweist, die eine Oberfläche des Sanitärartikels (3) mit einem hinter dieser Oberfläche liegenden Hohlraum (9) verbindet, welcher durch eine zweite öffnung (11) nach hinten zu der an der Gebäudewand (5) anliegenden Rückseite (12) des Sanitärartikels (3) offen ist, dass ein erster Teil (13) der Anschlussvorrichtung (6) in der Gebäudewand (5) angeordnet ist und ein damit über den zumindest einen inneren Wasserkanal (7) verbundener zweiter Teil (14) der Anschlussvorrichtung (6) durch die zweite öffnung (11) in den Hohlraum (9) des Sanitärartikels (3) hineinragt, und dass die sanitäre Armatur (2) durch die erste öffnung (10) des Sanitärartikels (3) hindurch an den zweiten Teil (14) der Anschlussvorrichtung (6) angeschlossen ist.

2. Anschlussanordnung (1) nach Anspruch 1, dad u rc h ge ken n ze ic h net, dass die sanitäre Armatur (2) über einen Adapter (15), der die erste öffnung (10) des Sanitärartikels (3) durchgreift und mindestens einen inneren (16) Wasserkanal aufweist, an den zweiten Teil (14) der Anschlussvorrichtung (6) angeschlossen ist.

3. Anschlussanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dad u rc h g e ke n nze ic h net, dass der zweite Teil (14) der Anschlussvorrichtung (6) waagerecht nach vorne von der Gebäudewand (5) absteht.

4. Anschlussanordnung (1) nach Anspruch 3, d a d u rc h ge ke n n ze ic h net, dass der erste Teil (13) der Anschlussvorrichtung (6) senkrecht in der Gebäudewand (5) verläuft, wobei die Anschlussvorrichtung (6) im Querschnitt zumindest annähernd L-förmig ausgebildet ist.

5. Anschlussanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dad u rc h ge ke n nzei c h n et, dass der zweite Teil (14) der Anschlussvorrichtung (6) mindestens zwei relativ zueinander verschiebbare und über zumindest einen längenvariablen inneren Wasserkanal (7) miteinander verbundene Abschnitte (14a, 14b) aufweist, wobei ein erster Abschnitt (14a) mit dem in der Gebäudewand (5) angeordneten ersten Teil (13) der Anschlussvorrichtung (6) verbunden ist und ein zweiter Abschnitt (14b) mit der sanitären Armatur (2) verbunden ist.

6. Anschlussanordnung (1) nach Anspruch 5, da d u rc h ge ken n ze ic h n et, dass die beiden Abschnitte (14a, 14b) des zweiten Teils (14) der Anschlussvorrichtung (6) mittels einer Gewindeeinrichtung, insbesondere mittels einer Stellschraube (19), relativ zueinander verschiebbar sind, so dass die Länge des zweiten Teils (14) der Anschlussvorrichtung (6) variabel einstellbar ist.

7. Anschlussanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dad u rch geken nzeic hnet, dass die sanitäre Armatur (2) eine Warm- und Kaltwassermischarmatur, insbesondere eine Einhebel- mischarmatur mit einer Kartusche ist, und dass die Anschlussvorrichtung (6) zwei innere Wasserkanäle (7) umfasst, über die zwei in der Gebäudewand (5) mündende Wasserrohrleitungen (4) für Kalt- und Warmwasser an die sanitäre Armatur (2) angeschlossen sind.

8. Anschlussanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dad u rch geken nzeic hnet, dass die sanitäre Armatur (2) schlauchlos und rohrleitungslos unmittelbar an die Anschlussvorrichtung (6) oder unmittelbar an den Adapter (15) der Anschlussvorrichtung (6) angeschlossen ist.

9. Anschlussanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dad u rc h geken nzeic h net, dass für jeden Wasserkanal (7) in der Anschlussvorrichtung (6) jeweils mindestens eine Absperreinrichtung (24) und/oder eine Rückflussverhinderungseinrichtung in die Anschlussvorrichtung (6) integriert ist.

10. Anschlussanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dad u rc h geken nzeic h net, dass der Sanitärartikel (3) ein Waschbecken, ein Waschtisch, eine Badewanne, eine Duschtasse, ein Bidet oder eine ähnliche Wasserauffangvorrichtung ist, der eine an der Gebäudewand (5) anliegende Rückwand (12) aufweist, in der die zweite öffnung (11) ausgebildet ist, welche von dem zweiten Teil (14) der Anschlussvorrichtung (6) durchgriffen wird.

11. Anschlussanordnung (1) nach Anspruch 10, dad u rc h ge ke n n ze ic h net, dass der Wasseraustrittskanal (25) des Sanitärartikels (3) nach hinten verläuft und vorzugsweise waagerecht zumindest annähernd in der Ebene seiner Rückwand (12) mündet.

12. Anschlussanordnung (1) nach Anspruch 10 oder 11, d ad u rc h geke n nze ic h n et, dass der Wasseraustrittskanal (25) des Sanitärartikels (3) ein Ablaufanschlussstück (27) mit integriertem Geruchsverschluss (28) umfasst.

13. Anschlussvorrichtung (6) mit zumindest einem inneren Wasserkanal (7) für eine Anschlussanordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche.

14. Anschlussvorrichtung (6) nach Anspruch 13, dad u rc h ge ke n n ze ic h net, dass sie einen Teil (14) mit mindestens zwei relativ zueinander verschiebbaren und über zumindest einen längenvariablen inneren Wasserkanal (7) miteinander verbundenen Abschnitten (14a, 14b) aufweist.

15. Anschlussvorrichtung (6) nach Anspruch 14, dad u rc h ge ke n n ze ic h net, dass die beiden relativ zueinander verschiebbaren Abschnitte (14a, 14b) mittels einer Gewindeeinrichtung, insbesondere mittels einer Stellschraube (19), relativ zueinander derart verschiebbar sind, dass die Länge dieses Teils (14) der Anschlussvorrichtung (6) variabel einstellbar ist.

Description:

Anschlussanordnunq für eine sanitäre Armatur

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anschlussanordnung für eine sanitäre Armatur nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Bei einer derartigen Anordnung ist die sanitäre Armatur, die durch eine Wasserhahneinheit oder insbesondere durch eine Warm- und Kaltwassermischarmatur gebildet sein kann, über eine Anschlussvorrichtung, welche in oder an einer Gebäudewand angeordnet ist, an mindestens eine Wasserrohrleitung angeschlossen. Die Anschlussvorrichtung hat dafür zumindest einen, bei einer Warm- und Kaltwasser- mischarmatur zwei innere Wasserkanäle und ist an mindestens eine Wasserrohrleitung angeschlossen, die in der Gebäudewand mündet und zumindest mit einem Endbereich auch darin verläuft.

Eine derartige Anschlussanordnung ist aus der EP 0 389 814 A1 bekannt. Sie wird allerdings ausschließlich zur Montage einer Unterputz-Mischarmatur in einer Wand verwendet, wobei durch weitere in der EP 0 389 814 A1 genannte

Maßnahmen eine axiale Verstellmöglichkeit für den Anschluss geschaffen werden soll, um ein unterschiedlich weites Vorstehen von Mischarmaturen aus den Gebäudewänden nach der Fertigstellung ausgleichen zu können. Insgesamt liegt bei dieser Anschlussanordnung die Mischarmatur mit der

Kartusche Unterputz, bzw. hinter den Fliesen, was mit einem relativ hohen

Aufwand und daher mit entsprechend hohen Kosten verbunden ist.

Aus der DE 30 35 935 A1 ist ein Verbindungsstück zwischen einem Sanitärgerät und einer Wasserleitung bekannt, das in einem Mauerschlitz angeordnet und dabei mit einem schallisolierenden, quaderförmigen Montagestück aus synthetischem Hartschaum versehen wird. Dadurch soll die übertragung von durch die Wasserleitungen geleitetem Lärm auf das Mauerwerk

vermindert werden. Dieses Anordnung, die auch als „Fitting" bezeichnet wird, ist ebenfalls ausschließlich zur Montage eines Sanitärgerätes an einer Gebäudewand einsetzbar.

Ferner ist aus der DE 37 36 679 eine Verbindungsanordnung zwischen einem Sanitärgegenstand und Wasserleitungsrohren bekannt. Diese Anordnung, die ebenfalls als „Fitting" bezeichnet wird und die über Befestigungsflansche ebenfalls auf einer Gebäudewand befestigt wird, kann sowohl zur Zuführung von Kalt- und Warmwasser als auch zur Abführung von Abwasser für Waschbecken, Urinale oder dergleichen verwendet werden. Mehrere derartige Verbindungsanordnungen können auf einer gemeinsamen Montageplatte befestigt werden. Aufgrund der Massivität der einzelnen Verbindungsanordnungen und deren direkter Befestigung an der Wand wird eine hohe Stabilität und Tragfähigkeit erzielt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine konstruktiv einfache und preiswert herzustellende Anschlussanordnung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die bei Sanitärartikeln wie beispielsweise Waschbecken, Bidets oder ähnlichem eingesetzt werden kann, um sanitäre Armaturen daran schnell und einfach montieren zu können, wobei außerdem eine optisch besonders ansprechende Anschlussanordnung geschaffen werden soll.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Anschlussanordnung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Wesentlich bei der erfindungsgemäßen Lösung ist es, dass die sanitäre Armatur an einem an der Gebäudewand befestigten Sanitärartikel an die Anschlussvorrichtung angeschlossen ist, wobei der Sanitärartikel eine erste öffnung aufweist, die eine Oberfläche des Sanitärartikels mit einem hinter dieser Oberfläche liegenden Hohlraum verbindet, wobei der Hohlraum durch eine zweite öffnung nach hinten zu der an der Gebäudewand anliegenden Rückseite des Sanitärartikels offen ist, und dass ein erster Teil der Anschluss-

Vorrichtung in der Gebäudewand angeordnet ist und ein damit über den zumindest einen inneren Wasserkanal verbundener zweiter Teil der Anschlussvorrichtung durch die zweite öffnung in den Hohlraum des Sanitärartikels hineinragt, wobei die sanitäre Armatur durch die erste öffnung des Sanitär- artikels hindurch an den zweiten Teil der Anschlussvorrichtung angeschlossen ist. „Angeschlossen sein" bedeutet dabei im Sinne dieser Anleitung „leitungsmäßig verbunden sein".

Der Hauptvorteil liegt dabei darin, dass die Anschlussvorrichtung mit sehr geringem Materialeinsatz und in sehr kurzer Zeit die Montage einer sanitären

Armatur an einem Sanitärartikel, etwa einem Waschbecken ermöglicht. Ein weitere wesentlicher Vorteil liegt darin, dass unterhalb des Sanitärartikels keine

Zulauf-Armaturen wir Eckventile, Schläuche oder freiliegende Rohrleitungen mehr sichtbar sind, was zu einer besonders ansprechenden Anbringung der Sanitärartikel führt.

Die erfindungsgemäße Anschlussanordnung ist bei einfacher Konstruktion kostengünstig herzustellen, leicht handzuhaben und sie gestattet eine besonders schnelle und kostengünstige Montage. Die Mischeinrichtung der sanitären Armatur liegt dabei über oder vor dem Sanitärartikel bzw. vor der Wand, also nicht Unterputz sondern Aufputz.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die sanitäre Armatur über einen Adapter, der die erste öffnung des Sanitärartikels durchgreift und mindestens einen inneren Wasserkanal aufweist, an den zweiten Teil der Anschlussvorrichtung angeschlossen ist. Dabei kann der Adapter vorzugsweise formschlüssig und/oder kraftschlüssig, insbesondere durch Einschrauben angeschlossen werden, was vorteilhafterweise sowohl für die Verbindung zu der sanitären Armatur als auch für die Verbindung zur Anschlussvorrichtung gilt. Grundsätzlich kann die sanitäre Armatur aber auch ohne Adapter direkt mit der Anschlussvorrichtung verbunden werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht der zweite Teil der Anschlussvorrichtung waagerecht nach vorne von der Gebäudewand ab. Auf diese Weise beansprucht die Anschlussvorrichtung nur wenig Raum und es kann eine besonders einfache Montage des Beckens durch einfaches waage- rechtes Aufschieben auf den zweite Teil der Anschlussvorrichtung ausgeführt werden.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der erste Teil der Anschlussvorrichtung senkrecht in der Gebäudewand verläuft, so dass die Anschlussvorrichtung im seitlich betrachteten Querschnitt zumindest im Wesentlichen eine L-Form aufweist. Der Platzbedarf ist dann sowohl in der Gebäudewand als auch im Bereich des Beckens besonders gering.

Eine besonders flexible einsetzbare Anschlussvorrichtung kann dadurch erreicht werden, dass der zweite Teil der Anschlussvorrichtung mindestens zwei relativ zueinander verschiebbare und über zumindest einen in seiner

Länge entsprechend variablen inneren Wasserkanal miteinander verbundene

Abschnitte aufweist, wobei ein erster Abschnitt mit dem in der Gebäudewand angeordneten ersten Teil der Anschlussvorrichtung verbunden ist und ein zweiter Abschnitt mit der sanitären Armatur verbunden wird. Auf diese Weise kann die Anschlussvorrichtung vor Ort leicht an verschiedene Beckenformen bzw. Beckengrößen oder an unterschiedlich tiefe Becken angepasst werden.

Ganz besonders komfortabel kann diese Anpassung dann ausgeführt werden, wenn die beiden Abschnitte des zweiten Teils der Anschlussvorrichtung mittels einer selbsthemmenden Gewindeeinrichtung, insbesondere mittels einer Stellschraube, relativ zueinander verschiebbar sind, so dass die Länge des zweiten Teils der Anschlussvorrichtung durch Verdrehen der Gewindeeinrichtung bzw. Stellschraube variabel einstellbar ist.

Günstig ist es, wenn die sanitäre Armatur eine Warm- und Kaltwasser- mischarmatur, beispielsweise eine Zweigriffarmatur oder insbesondere ein Einhebelmischarmatur mit einer Kartusche ist, und die Anschlussvorrichtung

dabei zwei innere Wasserkanäle umfasst, über die zwei in der Gebäudewand mündende Wasserrohrleitungen, jeweils eine für Kaltwasser und Warmwasser an die sanitäre Armatur angeschlossen werden. So können mit einer Anschlussvorrichtung zwei Wasserrohrleitungen an eine sanitäre Armatur angeschlossen werden. Grundsätzlich ist die Erfindung jedoch auch zur Montage von sanitären Armaturen nutzbar, die nur an eine einzige Wasserrohrleitung angeschlossen werden, wobei gegebenenfalls auch zwei getrennte Armaturen mit jeweils einer eigenen Anschlussvorrichtung an einem gemeinsamen Becken angebracht werden können.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die sanitäre Armatur ohne Schlauchleitungen und ohne Rohrleitungen unmittelbar an die Anschlussvorrichtung oder unmittelbar an den in die Anschlussvorrichtung eingesetzten Adapter angeschlossen wird. Die sanitäre Armatur kann dadurch in vorteilhafter Weise besonders einfach ohne daran vorzusehende Anschlussleitungen ausgeführt werden.

Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn für jeden Wasserkanal in der Anschlussvorrichtung jeweils mindestens eine Absperreinrichtung und/oder eine Rückflussverhinderungseinrichtung in die Anschlussvorrichtung integriert ist. Dadurch können entsprechende Organe, die sonst gegebenenfalls separat anzuschließen wären, vermieden werden.

Vorzugsweise ist der Sanitärartikel ein Waschbecken, ein Waschtisch, eine Badewanne, eine Duschtasse, ein Bidet oder eine ähnliche Wasserauffangvorrichtung, wobei der Sanitärartikel eine an der Gebäudewand anliegende Rückwand aufweist, in der die zweite öffnung ausgebildet ist, durch die der zweite Teil der Anschlussvorrichtung durchgreifen kann. Dabei kann die zweite öffnung entweder als Durchbruch in Rückwand relativ klein ausgeführt sein und in ihrer Größe in etwa dem Querschnitt des zweiten Teils der Anschlussvorrichtung entsprechen, oder die zweite öffnung kann relativ groß ausgeführt sein und im Extremfall sogar nahezu die Größe der gesamten Rückwand des Beckens ausfüllen, so dass der hintere Hohlraum im Becken frei von hinten zugänglich ist.

Besonders vorteilhaft ist es dabei weiterhin, wenn der Wasseraustrittskanal des Sanitärartikels nach hinten verläuft und vorzugsweise waagerecht in seiner Rückwand mündet. Vorzugsweise verläuft er im Anschluss an die in einem unteren Bereich platzierte Wasseraustrittsöffnung des Beckens zumindest nahezu vollständig waagerecht nach hinten. Das führt nicht nur zu einer optisch besonders ansprechenden Ausführungsform ohne frei sichtbares Siphon unter dem Becken, sondern vor allem in Kombination mit dem waagerecht von der Gebäudewand nach vorne abstehenden zweiten Teil der Anschlussvorrichtung wird so eine besonders leicht auszuführende Montage des Beckens durch einfaches nach hinten Schieben ermöglicht, wodurch sowohl die Wasserzufuhr an der Anschlussvorrichtung als auch der abflussseitige Anschluss schnell herstellbar ist.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann auch der Wasseraustrittskanal des Sanitärartikels ein Ablaufanschlussstück mit integriertem Geruchsverschluss umfassen. Dieses Ablaufanschlussstück kann sowohl in den Sanitärartikel integriert als auch als separates Anschlussteil, welches erst bei der Montage des Sanitärartikels vor Ort angebracht wird, ausgeführt sein. In beiden Varianten können so auch ohne ein unter dem Becken frei sichtbares Siphon unangenehme Gerüche aus der Abwasserleitung sicher verhindert werden.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Anschlussvorrichtung, die bei einer Anschlussanordnung der vorangehend beschriebenen Art eingesetzt werden kann.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Anschlussvorrichtung einen Teil mit mindestens zwei relativ zueinander verschiebbaren und über zumindest einen längenvariablen inneren Wasserkanal miteinander verbundenen Abschnitten aufweist, um eine variable Anpassbarkeit an unterschiedliche Beckenformen und Beckengrößen zu gewährleisten.

Wie bereits im Rahmen der Anschlussanordnung ausgeführt ist es dabei von besonderem Vorteil, wenn die beiden relativ zueinander verschiebbaren Abschnitte mittels einer Gewindeeinrichtung, vorzugsweise über eine Stellschraube relativ zueinander derart verschoben werden können, dass die Länge dieses Teils der Anschlussvorrichtung variabel eingestellt werden kann.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zu den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs- beispielen.

Es zeigen:

Figur 1 : Schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anschluss- anordnung im Querschnitt;

Figur 2a: Vorderansicht der Anschlussvorrichtung aus Figur 1 ;

Figur 2b: Seitenansicht der Anschlussvorrichtung aus Figur 1 ;

Figur 2c: Aufsicht auf die Anschlussvorrichtung aus Figur 1 ;

Figur 3a: Seitenansicht des Adapters aus Figur 1 ;

Figur 3b: Aufsicht auf den Adapter aus Figur 1 ;

Figur 4: dreidimensionale Ansicht einer Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung mit einer daran über einen Adapter befestigten sanitären Armatur;

Figur 5: dreidimensionale Ansicht der Anschlussvorrichtung aus Figur 4 ohne Adapter und ohne sanitäre Armatur;

Figur 6: dreidimensionale Ansicht des Adapters aus Figur 4;

Figur 7: Seitenansicht der sanitären Armatur aus Figur 1 ; und

Figur 8: Schnittansicht eines als Sanitärartikel einsetzbaren Waschbeckens.

Die in Figur 1 dargestellte Anschlussanordnung 1 dient zum Anschließen einer sanitären Armatur 2, die an einem hier durch ein Waschbecken 3 gebildeten Sanitärartikel angeordnet ist, an zwei Wasserrohrleitungen 4 für Warm- und Kaltwasser, welche unterputz in der Gebäudewand 5 verlaufen und münden. Dabei ist erfindungsgemäß eine Anschlussvorrichtung 6 vorgesehen, die zwei innere Wasserkanäle 7 umfasst, durch die das Wasser von den Wasserrohrleitungen 4 bis zu der Armatur 2 geleitet wird. Die sanitäre Armatur 2 ist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel als Einhebelmischarmatur ausgeführt, in der das zugeführte Wasser bei Bedarf durch Betätigen des Bedienhebels 8 gemischt und in der gewünschten Temperatur entnommen werden kann.

Die sanitäre Armatur 2 ist an dem Waschbecken 3 angeordnet, welches auf herkömmliche Befestigungsmittel an der Gebäudewand 5 befestigt sein kann. Dabei weist das Waschbecken 3 einen Hohlraum 9 auf, der zumindest durch zwei öffnungen 10 und 11 von außen zugänglich ist. Die erste öffnung 10 befindet sich an der Oberseite des Waschbeckens 3 an der Stelle, an der die Armatur 2 angeordnet ist. Die zweite öffnung 11 befindet sich hinten in der Rückwand 12 des Waschbeckens 3, die an der Gebäudewand 5 anliegt.

Die Anschlussvorrichtung 6 weist erfindungsgemäß zwei Teile 13 und 14 auf, die hier rechtwinklig zueinander verlaufen, so dass die Anschlussvorrichtung 6 in der Seitenansicht insgesamt L-förmig ausgebildet ist. Der erste Teil 13 der Anschlussvorrichtung 6 verläuft senkrecht in der Gebäudewand 5 und ist dort an die Wasserrohrleitungen 4 angeschlossen. Der zweite Teil 14 der Anschlussvorrichtung 6, der mit dem ersten Teil 13 über die zwei ebenfalls um 90° umgelenkten inneren Wasserkanäle 7 leitungsmäßig verbunden ist,

erstreckt sich waagerecht durch die zweite öffnung 11 hindurch in den Hohlraum 9 des Waschbeckens 3. Dort ist der zweite Teil 14 mittels eines Adapters 15, der sich durch die erste öffnung 10 des Waschbeckens 3 hindurch erstreckt, an die sanitäre Armatur 2 angeschlossen.

Der Adapter 15, der ebenfalls zwei innere Wasserkanäle 16 aufweist, liegt mit seinem breiteren unteren Ende in einer im zweiten Teil 14 der Anschlussvorrichtung 6 eingebrachten Ausnehmung 17 und mit seinem dünneren oberen Ende in einer an der Unterseite der sanitären Armatur 2 vorgesehenen Ausnehmung 18 ein. Dabei ist der Adapter 15 in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel formschlüssig und kraftschlüssig sowohl an der Anschlussvorrichtung 6 als auch an der sanitären Armatur 2 gehalten, wodurch die sanitäre Armatur 2 gleichzeitig auch in der gewünschten Position am Waschbecken 3 befestigt ist.

Leitungsmäßig ist die sanitäre Armatur 2 dabei über die Wasserkanäle 16 des Adapters 15 sowie über die Wasserkanäle 7 der Anschlussvorrichtung 6 an die Wasserrohr-Zuleitungen 4 angeschlossen. Bei der erfindungemäßen Anschlussanordnung 1 braucht die Sanitärarmatur 2 daher (wie in Figur 7 gezeigt) keine am unteren Ende vorstehenden Schläuche oder Rohrleitungsabschnitte, so dass sie ebenfalls deutlich einfacher ausgeführt und leichter montiert werden kann.

Damit die Anschlussvorrichtung 6 an unterschiedlichen Sanitärartikeln mit verschiedenen Abmessungen eingesetzt werden kann, ist der zweite Teil 14 der Anschlussvorrichtung 6 geteilt ausgeführt. Er umfasst zwei relativ zueinander verschiebbare Abschnitte 14a und 14b, die über eine Stellschraube 19 miteinander verbunden sind. Der erste Abschnitte 14a ist fest an den ersten erste Teil 13 der Anschlussvorrichtung 6 angeformt, während der zweite Abschnitt 14b den vorderen Bereich des zweiten Teils 14 der Anschlussvorrichtung 6 bildet, in welchem die Ausnehmung 17 zur Aufnahme des Adapters 15 eingebracht ist. Durch Verdrehen der Stellschraube 19, deren Schraubenkopf 20 beispielsweise durch einen hier nicht dargestellten

Sprengring oder einen Einschraubnippel am zweiten Abschnitt 14b axial festgelegt sein kann, ist die Länge des zweiten Teils 14 der Anschlussvorrichtung 6 zur Anpassung an unterschiedliche Beckenabmessungen variabel einstellbar. Die Ausnehmung 17 zur Aufnahme des Adapters 15 kann so exakt unter die erste öffnung 10 eines Waschbeckens 3 verfahren werden. Für eine diesbezüglich besonders hohe Flexibilität könnte der zweite Teil 14 der Anschlussvorrichtung 6 auch aus mehr als zwei Abschnitten bestehen, die vorzugsweise teleskopstabartig ineinander greifen und relativ zueinander verschoben werden können.

Dabei werden die beiden inneren Wasserkanäle 7 ebenfalls in ihrer Länge entsprechend angepasst. Die dazu erforderliche Variabilität wird jeweils dadurch erreicht, dass ein an einem Abschnitt befestigtes Rohrstück axial verschiebbar in eine im anderen Abschnitt eingebrachte Kanalbohrung eingreift und dabei durch eine Dichtung 21 abgedichtet ist.

Die in den Figuren 2a bis 2c gezeigte Ausführungsform der Anschlussvorrichtung 6 hat in ihrem unteren Bereich zwei voneinander getrennte Füße 22, die jeweils einen inneren Wasserkanal 7 enthalten. Die in den Figuren 4 und 5 gezeigte Ausführungsvariante zeigt eine Anschlussvorrichtung 6, bei der der untere Bereich aus einem durchgehenden Block 23 besteht. Bei dieser Variante sind in dem unteren Block 23 auch zwei Absperreinrichtungen 24 integriert, durch die die beiden inneren Wasserkanäle 7 einzeln abgesperrt werden können.

In Figur 8 ist ein bei der erfindungsgemäßen Anschlussanordnung 1 einsetzbares Waschbecken 3 gezeigt, bei dem der Wasseraustrittskanal 25 im Anschluss an die im Boden platzierte Wasseraustrittsöffnung 26 des Beckens 3 zumindest annähernd waagerecht nach hinten verläuft. Daran ist hier ein Ablaufanschlussstück 27 mit einem integrierten Geruchsverschluss 28 angeschlossen, das ebenfalls zumindest annähernd waagerecht nach hinten verläuft und in etwa in der Ebene der Rückwand 12 mündet. Auf diese Weise kann auf ein frei sichtbares Siphon unter dem Becken 3 verzichtet werden.