ZEMPELIN, Jens (Donaustr. 24, Sinzing, 93161, DE)
| Verbindungsvorrichtung (6), die für eine flächige Druckverbindung zweier parallel nebeneinander angeordneter Seitenwände (10, 20) zweier Verteilerschränke (1, 2) vor¬ gesehen ist, mit - einem L-förmigen Winkelelement (30), welches einen ersten Schenkel (31) aufweist, der für einen Kontakt mit einer ersten Seitenwand (10) vorgesehen ist, sowie einen dazu im Wesentlichen rechtwinklig orientierten zweiten Schenkel (32), welcher eine erste Nut (33) in Form eines Langlochs aufweist, - einem keilförmigen Verschlusselement (40), welches in die erste Nut (33) einführbar ist und durch eine Dreh¬ bewegung von einer Offen-Stellung in eine Verschlussstellung verbringbar ist, wodurch der erste Schenkel (31) des L-förmigen Winkelelements (30) gegen das Ver¬ schlusselement (40) gezogen wird, so dass die zwischen dem Verschlusselement (40) und dem ersten Schenkel (31) angeordnete erste Seitenwand (10) und eine zweite Seitenwand (20) kraftschlüssig zusammengedrückt wer¬ den . Verbindungsvorrichtung (6) nach Anspruch 1, wobei das keilförmige Verschlusselement (40) als J-förmiger Keilex¬ zenter ausgebildet ist. Verbindungsvorrichtung (6) nach einem der vorangehenden Ansprüche, welche zumindest eine Sicherungseinrichtung (45) zum formschlüssigen Sichern der Druckverbindung aufweist. Verbindungsvorrichtung (6) nach Anspruch 3, wobei die Sicherungseinrichtung aus zumindest einer Bohrung (45) , welche zum Einstecken eines Sicherungsstiftes vorgesehen und in dem keilförmigen Verschlusselement (40) ausgebil¬ det ist, besteht. Verbindungsvorrichtung (6) nach einem der vorangehenden Ansprüche, welche ferner eine Scheibe (50) aufweist, über die der Druck des Verschlusselements (410) auf die zweite Seitenwand (20) ausgeübt wird, um eine Reduzierung des Flächendrucks zu erreichen. Verbindungsvorrichtung (6) nach Anspruch 5, bei der die Scheibe (50) eine zweite Nut (53) in Form eines Langlochs aufweist, welche zur Aufnahme des zweiten Schenkels (32) des Winkelelements (30) ausgebildet ist, um die Scheibe (50) auch in der Offen-Stellung mit dem Winkelelement (30) zu koppeln. Verbindungsvorrichtung (6) nach Anspruch 6, wobei die Scheibe (50) im Langloch (53) einen Sicherungsvorsprung (54) aufweist, welcher zumindest teilweise in die im ers¬ ten Schenkel (31) ausgebildete erste Nut (33) eingreift, um ein unbeabsichtigtes Lösen der Scheibe (50) von dem Winkelelement (30) zu verhindern. Verbindungsvorrichtung (6) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Winkelelement (30) und/oder das Ver¬ schlusselement (40) und/oder die Scheibe (50) aus metal¬ lischem Werkstoff hergestellt sind, um eine Erdungskon- taktierung der beiden Verteilerschränke (1, 2) zu ermög¬ lichen . Verteilerschrank-Anordnung zum Koppeln zweier benachbart angeordneter Verteilerschränke, mit - einem ersten Verteilerschrank (1), - einem zweiten Verteilerschrank (2), welcher unmittelbar benachbart zum ersten Verteilerschrank (1) angeordnet ist, - zumindest einer Verbindungsvorrichtung (6) zur Realisierung einer flächigen Druckverbindung zweier parallel nebeneinander angeordneter Seitenwände (10, 20) der beiden Verteilerschränke (1, 2), nach einem der Ansprüche 1 bis 8. |
Verbindungsvorrichtung und Verteilerschrank-Anordnung Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung, die für eine flächige Druckverbindung zweier parallel nebeneinander angeordneter Seitenwände zweier Verteilerschränke vorgesehen ist, sowie eine Verteilerschrank-Anordnung zum Koppeln zweier benachbart angeordneter Verteilerschränke mit zumindest einer derartigen Verbindungsvorrichtung.
Elektroinstallationsverteiler werden in der Elektroinstalla- tionstechnik eingesetzt. Dabei handelt es sich um einen verschließbaren Kasten zur Verteilung des elektrischen Stromes, in dem elektrische und/oder elektronische Komponenten einer Anlage - beispielsweise einer einzelnen Maschine, einer Fer ¬ tigungsanlage oder eines Gebäudes - untergebracht und vor Um ¬ gebungseinflüssen geschützt werden können. Weiterhin werden durch den Elektroinstallationsverteiler auch umstehende Per- sonen vor elektrischem Schlag geschützt. Elektroinstallati ¬ onsverteiler werden auch als Verteilerkasten oder schlicht als Verteiler bezeichnet, können als Wand- oder Standvertei ¬ ler ausgebildet sein und - je nach Anwendung - aus Kunst ¬ stoff, aus lackiertem Stahlblech oder aus Aluminiumblech in verschiedenen Bauformen und Baugrößen gefertigt werden.
In einen derartigen Elektroinstallationsverteiler können verschiedene elektrische Bauelemente bzw. Elektroinstallations- geräte, beispielsweise Sicherungen, Leitungsschutzschalter, Relais, Schütze oder Fehlerstromschutzschalter angeordnet werden, so dass sie durch den Verteiler vor äußeren Einflüssen wie beispielsweise Staub oder Feuchtigkeit sowie vor äu ¬ ßerer mechanischer Krafteinwirkung oder unbefugtem Zugriff geschützt sind. Im Inneren des Elektroinstallationsverteilers sind zumeist Halterungen zur Strukturierung des Innenaufbaus des Verteilers sowie Stromführungssysteme zum Anschluss der elektrischen und/oder elektronischen Komponenten vorgesehen. Elektroinstallationsverteiler sind allgemein aus den Druckschriften DE 10 2005 022 537 B4 oder DE 10 2006 054 429 AI bekannt .
Werden zur Realisierung einer elektrischen Anlage mehrere einzelne Verteilerschränke - sogenannte Anreihschränke - be ¬ nötigt, so kann es zweckdienlich sein, diese benachbart anzu ¬ ordnen, um elektrische Leitungen ohne großen Aufwand von ei- nem Verteilerschrank zum nächsten führen zu können. Werden die einzelnen Verteilerschränke unmittelbar nebeneinander angeordnet, so ist es vorteilhaft, diese mechanisch miteinander zu verbinden, beispielsweise um die Standfestigkeit zu erhö ¬ hen oder Relativbewegungen zwischen den Verteilerschränken zu unterbinden. Hierzu werden heutzutage entweder Verbindungsla ¬ schen eingesetzt, die mit den beiden zu verbindenden Vertei ¬ lerschränken verschraubt werden, oder es werden Schraubverbindungen durch die benachbarten Seitenwände verwendet. Für beide Montagemöglichkeiten ist jedoch zusätzliches Werkzeug erforderlich, woraus ein nicht unerheblicher Montageaufwand resultiert, vor allem wenn die Montagestelle nicht oder nur schwer zugänglich ist.
Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Realisierungsmöglichkeit zum Verbinden zweier nebeneinander angeordneter Seitenwände zweier Verteilerschränke anzugeben, welche eine einfache und schnelle Montage erlaubt.
Diese Aufgabe wird durch die Verbindungsvorrichtung sowie die Verteilerschrank-Anordnung gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung, die für eine flächige Druckverbindung zweier parallel nebeneinander angeordneter Seitenwände zweier Verteilerschränke vorgesehen ist weist ein L-förmiges Winkelelement auf, welches einen ersten Schenkel aufweist, der für einen Kontakt mit einer ersten Seitenwand vorgesehen ist, sowie einen dazu im Wesentlichen rechtwinklig orientierten zweiten Schenkel, welcher eine erste Nut in Form eines Langlochs aufweist. Weiterhin weist die Verbindungsvorrichtung ein keilförmiges Verschlusselement auf, welches in die erste Nut einführbar ist und durch eine Drehbewegung von einer Offen-Stellung in eine Verschlussstellung verbringbar ist. Dadurch wird der erste Schenkel des L-förmigen Winkelelements gegen das Verschlusselement gezo- gen, so dass die zwischen dem Verschlusselement und dem ers ¬ ten Schenkel angeordnete erste Seitenwand und eine zweite Seitenwand kraftschlüssig zusammengedrückt werden.
Diese Art der Schrankverbindung hat den Vorteil, dass sie einfach herzustellen sowie einfach und schnell zu montieren ist. Das keilförmige Verschlusselement ist dabei derart ge ¬ formt, dass bei einer Drehbewegung aufgrund der Keilform eine Druckkraft auf die Seitenwände ausgeübt wird, welche ausrei ¬ chen groß ist, um eine sichere Verbindung der beiden Vertei- lerschränke zu gewährleisten. Damit ist stabile Verbindung der beiden Verteilerschränke realisierbar, welche schnell zu installieren und auch ebenso einfach und schnell wieder zu lösen ist. Die Verbindungsvorrichtung kann beispielsweise an einer äußeren Lasche der beiden Seitenwände montiert werden, welche au ¬ ßen an den beiden Verteilerschränken ein Stück weit über die Außenkontur der Verteilerschränke hinausragt. Alternativ kann die Verbindungsvorrichtung auch im Inneren der Verteiler- schränke an einer bereits vorhandenen, gemeinsamen Öffnung der beiden Seitenwände, welche beispielsweise benötigt wird, um Leitungen von einem Verteilerschrank in den nächsten Verteilerschrank zu führen, angebracht werden. Die Montage ist dabei einseitig ausführbar, d.h. der Monteur kann die zur Montage der Verbindungsvorrichtung erforderlichen Handgriffe vom Inneren eines der beiden Verteilerschränke aus durchführen, ohne dabei in den benachbarten Verteilerschrank über- greifen zu müssen, beispielsweise um eine Schraubverbindung festzuziehen. Damit müssen bei der Dimensionierung der Öffnung derartige Montageaspekte nicht mehr berücksichtigt wer ¬ den, was die Flexibilität der konstruktiven Gestaltung des Verteilerschranks bzw. dessen Seitenwand deutlich erhöht.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Verbindungsvorrichtung ist das keilförmige Verschlusselement als J-förmiger Keilexzenter ausgebildet. Ein derartiger Keilexzenter bietet den Vorteil, dass er durch eine Drehbewegung von der Offen- Stellung in die Verschluss-Stellung verbracht werden kann, wobei er sich im Drehpunkt gegen den zweiten Schenkel des Winkelelements abstützt. Hierdurch wird die Handhabung der Verbindungsvorrichtung bei der Montage deutlich vereinfacht.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist die Verbindungsvorrichtung zumindest eine Sicherungseinrichtung zum formschlüssigen Sichern der Druckverbindung auf. Auf diese Weise kann ein unbeabsichtigtes Lösen der kraftschlüssig in der Verschluss-Stellung gehaltenen Verbindungsvorrichtung - beispielsweise aufgrund von Schwingungen oder Stößen - durch eine zusätzliche, formschlüssige Sicherungseinrichtung weit ¬ gehend unterbunden werden. In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Verbindungsvorrichtung besteht die Sicherungseinrichtung aus zumindest einer Bohrung (45) , welche zum Einstecken eines Siche ¬ rungsstiftes vorgesehen und in dem keilförmigen Verschlusselement (40) ausgebildet ist. Ein in eine Bohrung gesteckter Sicherungsstift stellt eine äußerst einfache und kostengüns ¬ tige Realisierungsmöglichkeit, sowohl für die Herstellung als auch für die Montage der Sicherungseinrichtung sowie der Verbindungsvorrichtung dar. In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist die Verbindungsvorrichtung ferner eine Scheibe auf, über die der Druck des Verschlusselements auf die zweite Seitenwand ausge- übt wird, um eine Reduzierung des Flächendrucks zu erreichen. Durch die Verwendung einer derartigen Scheibe kann die Druckkraft des Verschlusselements auf die zweite Seitenwand auf eine größere Fläche verteilt werden. Durch die damit einher- gehende Reduzierung des Flächendrucks bzw. der Flächenpres ¬ sung können Beschädigungen durch zu hohe Druckkräfte vermieden werden.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Verbin- dungsvorrichtung weist die Scheibe eine zweite Nut in Form eines Langlochs auf, welche zur Aufnahme des zweiten Schen ¬ kels des Winkelelements ausgebildet ist, um die Scheibe auch in der Offen-Stellung mit dem Winkelelement zu koppeln. Durch das Aufstecken der Scheibe auf den zweiten Schenkel des Win- kelelements wird die Montage der Verbindungsvorrichtung zu ¬ sätzlich vereinfacht.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Verbindungsvorrichtung weist die Scheibe im Langloch einen Siche- rungsvorsprung auf, welcher zumindest teilweise in die in dem zweiten Schenkel ausgebildete erste Nut eingreift um ein un ¬ beabsichtigtes Lösen der Scheibe von dem Winkelelement zu verhindern. Mit Hilfe des Sicherungsvorsprungs wird ein un ¬ beabsichtigtes Lösen der Scheibe von dem Winkelelement auch im unmontierten Zustand vermieden. Die Verbindungsvorrichtung kann somit bereits vor dem eigentlichen Montagevorgang am Verteilerschrank vormontiert werden, wodurch die Montage zusätzlich vereinfacht wird. In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Verbindungsvorrichtung sind das Winkelelement und/oder das Verschlusselement und/oder die Scheibe aus metallischem Werk ¬ stoff hergestellt, um eine Erdungskontaktierung der beiden Verteilerschränke zu ermöglichen. Sind die Elemente der Ver- bindungsvorrichtung aus metallischem, d.h. elektrisch leitendem Werkstoff hergestellt, so kann über diese Verbindungsvor ¬ richtung eine Erdungskontaktierung zwischen den beiden Ver- teilerschränken realisiert werden. Eine eigene Erdung eines jeden einzelnen Verteilerschranks ist damit nicht mehr erfor ¬ derlich. Die erfindungsgemäße Verteilerschrank-Anordnung zum Koppeln zweier benachbart angeordneter Verteilerschränke weist einen ersten Verteilerschrank sowie einen zweiten Verteilerschrank auf, welcher unmittelbar benachbart zum ersten Verteilerschrank angeordnet ist. Weiterhin weist die Verteilerschrank- Anordnung zumindest eine Verbindungsvorrichtung zur Realisierung einer flächigen Druckverbindung zweier parallel nebeneinander angeordneter Seitenwände der beiden Verteilerschränke nach einem der Ansprüche 1 bis 8 auf. Hinsichtlich der Vorteile der erfindungsgemäßen Verteilerschrank-Anordnung wird auf die eingangs ausgeführten Vorteile zu der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung verwiesen.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Verbindungsvorrichtung sowie der Verteilerschrank-Anordnung unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert. In den Figuren sind:
Figuren
1A bis IC schematische Darstellungen einzelner Elemente der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung,
Figur 2 eine schematische Darstellung der montierten Verbindungsvorrichtung in einer perspektivischen An- sieht,
Figur 3 eine schematische Darstellung der erfindungsgemä ¬ ßen Verteilerschrank-Anordnung.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit dem gleichen Bezugszeichen versehen. Die Beschrei- bung gilt für alle Zeichnungsfiguren, in denen das entsprechende Teil ebenfalls zu erkennen ist.
In den Figuren 1A bis IC sind einzelne Elemente der erfin ¬ dungsgemäßen Verbindungsvorrichtung schematisch dargestellt. Die Verbindungsvorrichtung ist für eine flächige Druckverbindung zweier parallel nebeneinander angeordneter Seitenwände, der ersten Seitenwand 10 und der zweiten Seitenwand 20, zwei- er Verteilerschränke 1 und 2 vorgesehen und weist zumindest ein L-förmiges Winkelelement 30 sowie ein keilförmiges Ver ¬ schlusselement 40 auf.
Das Winkelelement 30, welches in Figur 1B dargestellt ist, weist dabei einen ersten Schenkel 31 auf, welcher für einen Kontakt mit einer ersten Seitenwand 10 vorgesehen ist. Ein zweiter Schenkel 32, welcher zum ersten Schenkel 31 im Wesentlichen rechtwinklig orientiert ist, weist in seiner
Erstreckungsrichtung eine erste Nut 33 in Form eines Lang- lochs auf. Das keilförmige Verschlusselement 40 ist in Figur 1B als haken-förmiger oder J-förmiger Keilexzenter dargestellt. Dieser weist einen flachen Grundkörper mit im Wesentlichen gleichmäßiger Dicke auf, dessen Breite von einem ersten, schlanken Ende 41 zu einem zweiten Ende 42 hin kontinu- ierlich zunimmt. Das erste Ende 41 und das zweite Ende 42 sind über eine äußere Kontur 43 sowie über eine innere Kontur 44 miteinander verbunden. Die innere Kontur 44 weist einen Bereich auf, welcher als Drehlager 46 zur Realisierung einer Drehbewegung des Verschlusselements 40 relativ zum Winkelele- ment 30 vorgesehen ist.
Zur Montage der Verbindungsvorrichtung 6 wird das erste Ende 41 des Verschlusselements 40 derart in die erste Nut 33 des Winkelelements 30 eingeführt, bis das Drehlager 46 das dista- le Ende der Nut 33 erreicht hat. Diese Position, in der sich das Drehlager 46 an dem distalen Ende der Nut 33 abstützt, stellt dann eine Offen-Stellung der Verbindungsvorrichtung 6 dar. In dieser Offen-Stellung kann die Verbindungsvorrichtung 6 derart an den beiden miteinander zu koppelnden Seitenwänden 10 und 20 angebracht werden, dass sich die Seitenwände 10 und 20 zwischen dem Winkelelement 30 und dem Verschlusselement 40 befinden. Dabei steht das Verschlusselement 40 über die äuße ¬ re Kontur 43 in losem Kontakt mit der zweiten Seitenwand 20. Mittels einer Drehbewegung des Verschlusselements 40 um das Drehlager 46 wird die Verbindungsvorrichtung 6 von der Offen- Stellung in eine Verschluss-Stellung verbracht. In dieser Verschluss-Stellung stützt sich das Verschlusselement 40 über sein Drehlager 46 gegen das distale Ende 34 der Nut 33 ab. Aufgrund der Keilform des Verschlusselements 40 wird dabei eine Kraft aufgebracht, welche bei der Bewegung von der Of- fen-Stellung in die Verschluss-Stellung stetig zunimmt und dazu führt, das der erste Schenkel 31 gegen das Verschluss ¬ element 40 gezogen wird, so dass die beiden zwischen dem ers ¬ ten Schenkel 31 und der äußeren Kontur 43 des Verschlussele ¬ ments 40 angeordneten Seitenwände 10 und 20 zusammengedrückt werden .
Um den von der Druckkraft der Verbindungsvorrichtung 6 erzeugten Flächendruck auf die zweite Seitenwand 20 zu reduzie ¬ ren wird zwischen der äußeren Kontur 43 des Verschlusselements 40 und der zweiten Seitenwand 20 eine Scheibe 50 posi- tioniert, so dass in der Verschluss-Stellung die Druckkraft des Verschlusselements 40 über die Scheibe 50 auf eine größe ¬ re Fläche der zweiten Seitenwand 20 verteilt wird. Die Schei ¬ be 50 weist dabei eine zweite Nut 53 in Form eines Langlochs auf, welches zur Aufnahme des zweiten Schenkels 32 des Win- kelelements 30 vorgesehen ist. Auf diese Weise kann die
Scheibe 50 auch in der Offen-Stellung bereits mit dem Winkel ¬ element 30 gekoppelt werden, was eine Vormontage der Verbin ¬ dungsvorrichtung 6 ermöglicht und den Montageaufwand deut ¬ lich reduziert. Um zu verhindern, dass die Scheibe 50 im vor- montierten Zustand sich wieder vom Schenkel 31 des Winkelele ¬ ments 30 löst, ist in dem Langloch 53 ein Sicherungsvorsprung 54 vorgesehen, welcher zumindest teilweise in die Nut 33 ein ¬ greift .
In Figur 2 ist die montierte Verbindungsvorrichtung 6 in ih- rer Verschluss-Stellung in einer perspektivischen Ansicht schematisch dargestellt. Die plan aneinander liegenden Seitenwände 10 und 20 werden dabei durch die Verbindungsvorrichtung 6, bestehend aus dem Winkelelement 30, dem Verschluss ¬ element 40 und der Scheibe 50, zusammengedrückt. Das Ver- Schlusselement 40 weist ferner mehrere Bohrungen 45 auf, wel ¬ che zur Aufnahme eines Sicherungselements, beispielsweise ei ¬ nes Sicherungsstiftes oder Splints, vorgesehen sind. Auf die ¬ se Weise kann die kraftschlüssige Verbindung der beiden Sei ¬ tenwände 10 und 20 formschlüssig gesichert werden, wodurch ein unbeabsichtigtes Lösen der Verbindung, beispielsweise aufgrund von Schwingungen oder Erschütterungen, weitestgehend vermieden werden kann. Da die Verbindungsvorrichtung 6 zum Verbinden unterschiedlich dicker Seitenwände einsetzbar ist, sind verschiedene Bohrungen sind an unterschiedlichen Positi- onen des Verschlusselements 40 angebracht. Da die Verschluss- Stellung des Verschlusselements 40 je nach Dicke der mitein ¬ ander zu verbindenden Seitenwände 10 und 20 unterschiedlich ist, kann durch die Mehrzahl der Bohrungen 45 das Verschlusselement 40 in unterschiedlichen Positionen durch ein Siche- rungselement gesichert werden.
Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Verteiler- schrank-Anordnung, bestehend aus einem ersten Verteilerschrank 1 und einem zweiten Verteilerschrank 2. Jeder der beiden Verteilerschränke 1 bzw. 2 ist durch zwei Türen 3 ver ¬ schließbar. Es sind jedoch auch Ausführungen mit nur einer Türe möglich. Über einen Flansch 4, welcher in einer Seitenwand, aber auch in einem Boden-, einem Decken- oder einem Rückteil des Verteilerschranks angebracht sein kann, können eine oder mehrere elektrische Leitungen 5 in das Innere des Verteilerschranks geführt werden. Die beiden Verteilerschränke 1 und 2 sind über ihre Seiten ¬ wände 10 bzw. 20 miteinander gekoppelt. Hierzu weisen der erste Verteilerschrank 1 und der zweite Verteilerschrank 2 in der jeweiligen Seitenwand 10 bzw. 20 zumindest je eine Öff- nung 12 bzw. 22 auf. Diese Öffnungen sind so angeordnet, dass sie, wenn die beiden Verteilerschränke 1 und 2 bündig neben ¬ einander gestellt werden, unmittelbar nebeneinander, d.h. deckungsgleich zueinander liegen. Die Seitenwände 10 bzw. 20 können an diesen Stellen, an denen die Öffnungen 12 bzw. 22 erstellt werden sollen, vorgeprägt oder vorgestanzt sein, so dass im Bedarfsfall die betreffende Öffnung auf einfache Art und Weise durch Herausbrechen des entsprechend vorgeprägten Bereichs aus der jeweiligen Seitenwand herstellbar ist. Die Montage der Verbindungsvorrichtung 6 kann dann einseitig erfolgen, d.h. es ist lediglich die Zugänglichkeit zu einem der beiden Verteilerschränke 1 bzw. 2 erforderlich. Auch sind dafür vergleichsweise kleine Öffnungen 12 und 22 ausreichend, da zur Montage ein Durchgreifen des Monteurs durch diese Öff- nung mit der Hand oder dem Arm nicht erforderlich ist. Die Ergonomie wird dadurch deutlich verbessert.
Anstelle einer einzelnen, größer dimensionierten Verbindungsvorrichtung 6 können auch mehrere kleiner dimensionierte Ver- bindungsvorrichtungen 6 verwendet werden. Ebenso ist es möglich, mehrere Öffnungen 12 bzw. 22 in den Seitenwänden 10 bzw. 20 anzubringen, um dort eine oder mehrere Verbindungs ¬ vorrichtung (en) 6 anzubringen.
Bezugs zeichenliste :
1 erster Verteilerschrank
2 zweiter Verteilerschrank
3 Türe
4 Flansch
5 elektrische Leitung
6 Verbindungs orrichtung 10 erste Seitenwand
12 Öffnung
20 zweite Seitenwand
22 Öffnung
30 Winkelelement
31 erster Schenkel
32 zweiter Schenkel
33 Nut / Langloch
34 distales Ende
40 Verschlusselement
41 erstes Ende
42 zweites Ende
43 äußere Kontur
44 innere Kontur
45 Bohrung
46 Drehlager 50 Scheibe
53 Nut / Langloch
54 Sieherungsvorsprung
