SCHRUBKE, Lars (Drosselweg 13, Kirchlengern, 32278, DE)
SCHUBERT, Michael (Bunsenstr. 17, Düsseldorf, 40215, DE)
SCHRUBKE, Lars (Drosselweg 13, Kirchlengern, 32278, DE)
| Ansprüche 1. Verbindungselement (1) für Platten (2, 3), insbesondere für Küchenarbeitsplatten, mit einem ersten Befestigungselement (4), das an einer ersten Platte (2) festlegbar ist, und einem zweiten Befestigungselement (5), das an einer zweiten Platten (3) festlegbar ist, wobei die Befestigungselemente (4, 5) über ein bewegbares Führungselement (20) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Befestigungselement (4, 5) mindestens ein Exzenter (11 , 12) zum Bewegen des Führungselementes (20) drehbar gelagert ist, wobei ein erster Exzenter (11) das Führungselement (20) in eine erste Richtung und ein zweiter Exzenter (12) das Führungseiement (20) in eine von der ersten Richtung abweichende zweite Richtung verschieben kann. 2. Verbindungselement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (20) plattenförmig ausgebildet ist. 3. Verbindungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (20) jeweils teilweise in einer Aufnahme (30) an dem ersten Befestigungselement (4) und den zweiten Befestigungselement (5) aufgenommen ist. 4. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Führungselement (20) zwei winklig zueinander ausgerichtete Langlöcher (21, 22) ausgebildet sind, die jeweils von einem Exzenter (11 , 12) durchgriffen sind. 5. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Führungselement (20) Langlöcher (23, 24) ausgebildet sind, die zur Führung der Relativbewegung zwischen Führungselement (20) und einem Befestigungselement (4, 5) jeweils durch einen Bolzen ( 6) durchgriffen sind, 6. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement T-förmig ausgebildet ist. 7. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (4, 5) als halbkreisförmige Platten (4, 5) ausgebildet sind. 8. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (30) an den Befestigungselementen (4, 5) rechteckförmig ausgebildet sind und einzelne Seitenkanten der Aufnahmen (30) Führungsflächen für eine Verschiebebewegung des Führungselementes (20) relativ zu den Befestigungselementen (4, 5) ausbilden. 9. Verbindungselement nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (20) und die Befestigungselemente (4, 5) aus Metallblech hergestellt sind. 0. Plattenanordnung, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Platten (2, 3) über ein Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche miteinander verbunden sind. 1. Plattenanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (4, 5) jeweils mit einer Platte (2, 3) verschraubt sind. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verbindungselement für Platten, insbesondere für Küchenarbeitsplatten, mit einem ersten Befestigungselement, das an einer ersten Platte festlegbar ist, und einem zweiten Befestigungselement, das an einer zweiten Platte festiegbar ist, wobei die Befestigungselemente über ein bewegbares Führungseiement miteinander verbunden sind.
Die DE 32 36 719 offenbart einen Klemmverbinder für Profil leisten, der in zwei benachbarte Bohrungen an den Profilleisten eingebracht ist. Der Klemmverbinder umfasst zwei Einsetzkörper, wobei ein Einsetzkörper mit einer Verbindungslasche in den anderen Einsetzkörper eingreift und dort über einen Exzenter verstellbar ist und fixiert werden kann. Gerade bei der Montage von Arbeitsplatten, beispielsweise für Küchen, ist häufig eine genaue Ausrichtung und Justage erforderlich, damit die benachbarten Plattenteiie exakt ausgerichtet sind und eine ebene Oberfläche ausbilden. Eine solche Justagemöglichkeit ist bei diesem Klemmverbinder nicht vorhanden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verbindungselement für Platten zu schaffen, das eine einfache Ausrichtung der Platten zueinander in unterschiedliche Richtungen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit einem Verbindungselement für Platten mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist an jedem Befestigungselement ein Exzenter zum Bewegen des Führungselementes drehbar gelagert, wobei ein erster Exzenter das Führungselement in eine erste Richtung und ein zweiter Exzenter das Führungselement in eine von der ersten Richtung abweichende zweite Richtung verschieben kann. Dadurch können die mit den Platten verbindbaren Befestigungselemente relativ zueinander in unterschiedliche Richtungen bewegt werden, um die Platten auszurichten. Dies kann auch nach einer Vormontage der Platten erfolgen, so dass über das Verbindungselement eine Feineinsteilung vorgenommen werden kann. Die Exzenter können dabei das Führungselement in unterschiedliche Richtungen, insbesondere rechtwinklig zueinander, verschieben, so dass eine einfache Toleranzanpassung möglich ist.
Für eine kompakte Bauweise ist das Führungselement vorzugsweise platten- förmig ausgebildet. Das Führungselement kann dabei jeweils teilweise in einer . -
Aufnahme an dem ersten und dem zweiten Befestigungselement aufgenommen sein, so dass das Führungselement zwischen dem Befestigungselement und einer Platte verschiebbar angeordnet ist. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind an dem Führungselement zwei winklig zueinander ausgerichtete Langlöcher ausgebildet, die jeweils von einem Exzenter durchgriffen sind. Der Exzenter ist dabei drehbar an einer kreisförmigen Öffnung eines Befestigungselementes gelagert, so dass ein Zapfen des Exzenters in dem Langloch geführt ist, um das Führungselement zu verschieben.
Ferner können an dem Führungselement in vorteilhafter Weise Langlöcher ausgebildet sein, die zur Führung der Relativbewegung zwischen Führungselement und einem Befestigungselement jeweils durch einen Bolzen durchgriffen sind. Dadurch können auch höhere Kräfte durch das Verbindungselement aufgenommen werden, wobei in jedem Befestigungselement auch mehr als ein Bolzen festgelegt sein kann, um die Stabilität zu erhöhen.
Das Verbindungselement lässt sich auf einfache Weise an einer Bohrung zweier benachbarter Platten montieren, wenn die Befestigungselemente als halb- kreisförmige Platten ausgebildet sind. Dann wird der Mittelpunkt der Bohrung etwa im Bereich der Trennebene angeordnet und an jeder Platte kann eine halbkreisförmige Platte als Befestigungselement montiert werden.
Das Führungselement ist vorzugsweise plattenförmig und T-förmig ausgebildet. Dabei kann das Führungselement in eine rechteckförmige Aufnahme an den beiden Befestigungselementen eingefügt sein, wobei einzelne Seitenkanten der Aufnahme Führungsflächen für ein Verschiebung des Führungselementes relativ zu den Befestigungselementen ausbilden. Das Führungselement ist somit teilweise formschlüssig in die Aufnahme an den Befestigungselementen einge- fügt. Für eine stabile Führung können das Führungselement und die Befestigungselemente jeweils aus einem Metallblech hergestellt sein.
Erfindungsgemäß wird auch eine Plattenanordnung mit einem entsprechenden Verbindungselement bereitgestellt, wobei die Befestigungselemente vorzugs- weise jeweils mit einer Platte verschraubt sind. Eine Topfbohrung wird zur Nutzung des erfindungsgemäßen Verbindungselements nicht benötigt, ist jedoch vorteilhaft. - -
Die Aufnahme für das Verbindungselement in der geteilten Platte kann auch als lange Aussparung bzw. Öffnung ausgebildet sein, wobei diese in Längsrichtung durch die Fuge geteilt ist. In jeder zu verbundenen Platte wird die Hälfte des Langloches z.B. als Fräsung ausgeführt. Die Hälfte des Langloches entspricht ca. dem Radius des Verbindungselements. Die Tiefe des Langloches entspricht bevorzugt der Stärke des Verbindungselements.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungseispieles mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Verbindungselementes bei der Montage;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht eines montierten Verbindungselementes;
Figuren 3A und 3B zwei perspektivische Ansichten des Verbindungselementes bei der Justierung;
Figur 4 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Verbindungselementes;
Figuren 5A und 5B zwei Ansichten des vormontierten Verbindungselementes, und
Figuren 6A bis 6C mehrere Ansichten des vormontierten Verbindungselementes.
Ein Verbindungselement 1 dient zur Verbindung zweier benachbarter Platten 2 und 3, beispielsweise zur Ausbildung einer gemeinsamen Küchenarbeitsfläche, wobei an einer Fuge 8 zwischen den Platten 2 und 3 eine Bohrung eingebracht ist und eine Bohrhälfte 6 an der Platte 2 und eine Bohrhälfte 7 an der Platte 3 ausgespart ist.
Das Verbindungselement 1 umfasst ein erstes Befestigungselement 4, das als halbkreisförmige Platte ausgebildet ist und über Schrauben 9 in die Bohrhälfte 6 einfügbar ist. Auf der gegenüberliegenden Seite ist das zweite Befestigungselement 5 ebenfalls als halbkreisförmige Platte ausgebildet und kann in die - -
Bohrhälfte 7 eingefügt werden, so dass die in Figur 2 gezeigte Montageposition erreicht wird.
Das Verbind ungseiement 1 kann eine Ausrichtung der Platten 2 und 3 relativ zueinander vornehmen, wie dies in den Figuren 3A und 3B gezeigt ist. An dem ersten Befestigungselement 4 ist ein drehbarer Exzenter 11 angeordnet, während an dem zweiten Befestigungselement 5 ein zweiter Exzenter 12 vorgesehen ist. Durch Drehen des zweiten Exzenters 2 durch einen Schraubendreher 10 können die Platten 2 und 3 senkrecht zur Ebene der Stirnkanten an der Fu- ge 8 relativ zueinander verschoben werden, wie dies mit den Pfeilen dargestellt ist. Auf ähnliche Weise kann durch Drehen des ersten Exzenters 1 1 durch den Schraubendreher 10 eine Verstellbewegung parallel zur Ebene der Stirnkanten an der Fuge 8 erfolgen, wie dies schematisch durch die Pfeile in Figur 3B gezeigt ist.
In Figur 4 ist das Verbindungseiement mit allen Einzelteilen dargestellt. In dem ersten Befestigungselement 4 ist eine größere kreisförmige Öffnung 13 zur drehbaren Lagerung des Exzenters 1 angeordnet, der einen von der Drehachse beabstandeten Zapfen aufweist, der ein Langloch 22 an einem Füh- rungselement 20 durchgreift. An dem zweiten Befestigungselement 5 ist auf ähnliche Weise eine Öffnung 14 zur drehbaren Lagerung des zweiten Exzenters 12 ausgebildet, der einen außermittig zur Drehachse angeordneten Zapfen besitzt, der ein Langloch 21 durchgreift. Das Führungselement 20 ist plattenförmig ausgebildet und besitzt eine im Wesentlichen T-Form mit einem schmaleren und einem breiteren Abschnitt. Das Führungselement 20 ist relativ zu den Befestigungselementen 4 und 5 verschiebbar gelagert. Hierfür sind in dem schmaleren Abschnitt des Führungselementes 20 Langiöcher 23 ausgebildet, die parallel zu der Fuge 8 und den Stirnkanten der Platten 2 und 3 ausgerichtet sind, während an dem breiteren Abschnitt des Führungselementes 20 Langlöcher 24 senkrecht zur Ebene der Stirnseiten der Platten 2 und 3 ausgerichtet sind. Die Langlöcher 23 und 24 sind jeweils von Bolzen 16 durchgriffen, die an kreisförmigen Öffnungen 15 an den Befestigungselementen 4 und 5 angeordnet sind. Die Bolzen 16 können dabei als Niete ausgebildet sein, die unverlierbar an den Befestigungselementen 4 und 5 fixiert sind. Ferner sind noch die Schrauben 9 dargestellt, mittels denen die Befestigungseiemente 4 und 5 an den Platten 2 und 3 festgelegt werden können. - -
In den Figuren 5A und 5B ist das Verbindungselement 1 in der vormontierten Position ohne die Platten 2 und 3 gezeigt. Das plattenförmige Führungselement 20 ist in einer rechteckförmigen Aussparung 30 an den Befestigungselementen 4 und 5 angeordnet, wobei der breitere Abschnitt des Führungselementes 20 an Seitenkanten der Aussparung 30 anliegt. Wird der erste Exzenter 11 gedreht, verschiebt sich das Führungselement 20 unter Führung der Bolzen 16 in den Langlöchern 23 entsprechend Figur 3A. Wird der zweite Exzenter 12 gedreht, verschiebt sich das Führungselement 20 entsprechend der Darstellung der Figur 3B.
In den Figuren 6A bis 6C ist das Verbindungselement im Detail dargestellt. Wie insbesondere in Figur 6C zu sehen ist, liegen Seitenkanten 27 des breiteren Abschnittes des Führungselementes 20 an den Seitenkanten der Aussparung 30 an und bilden eine Führungsfläche für die Verschiebebewegung aus. Eine Seitenkante 25 zwischen den beiden Seitenkanten 27 ist hingegen beabstandet von einer Kante der Aufnahme 30 angeordnet, so dass in diese Richtung das Führungselement 20 in der Aufnahme 30 verschiebbar ist. Auf der gegenüberliegenden Seite an dem schmaleren Abschnitt des Führungselementes 20 sind Seitenkanten 28 jeweils beabstandet zu einer Kante der Aufnahme 30 ange- ordnet, so dass hier eine Schiebebewegung ermöglicht wird. Eine Stirnkante 26 zwischen den beiden Seitenkanten 28 liegt hingegen an einer Seitenkante der Aufnahme 30 an, so dass hier eine Führungsfläche für die Verschiebebewegung bereitgestellt wird. Um die Befestigungselemente 4 und 5 sicher an den Platten 2 und 3 zu fixieren, sind ferner noch Prägungen 7 ausgebildet, die sich in das Material der Platten 2 und 3 beim Verschrauben eingraben. Die Befestigungselemente 4 und 5 sind vorzugsweise aus Metallblech durch Stanzen und Prägen ausgebildet, genauso wie das Führungselement 20. Aber auch andere Materialien, bei- spielsweise Kunststoff, können eingesetzt werden. Bezugszeichenliste
1 Verbindungselement
2 Platte
3 Platte
4 Befestigungselement
5 Befestigungselement
6 Bohrhälfte
7 Bohrhälfte
8 Fuge
9 Schraube
10 Schraubendreher
11 Exzenter
12 Exzenter
13 Öffnung
14 Öffnung
15 Öffnung
16 Bolzen
17 Prägung
20 Führungselement
21 Langloch
22 Langloch
23 Langloch
24 Langloch
25 Stirnkante
26 Stirn kante
27 Seitenkante
28 Seitenkante
30 Aussparung
